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The Walt Disney Company – Aktienanalyse

by Peter Merkle

Viel Spaß beim Lesen der Aktienanalyse zur Walt Disney Company (LinkedIn)

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Update zum Chart und den fundamentalen Daten

Gliederung

  • 1. Übersicht
    • 1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell
      • Geschichte des Unternehmens
      • Chronik (Kurzzusammenfassung)
      • Management
    • 1.2 News
    • 1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe
    • 1.4 Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite)
    • 1.5 Segmente und Umsatzverteilung
    • 1.6 Wichtige Kennzahlen
      • Verschuldungsgrad und finanzielle Stabilität
      • Anzahl ausstehender Aktien
      • operative Marge
      • Free Cashflows
      • Buchwert
      • Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis
    • 1.7 Aussichten
      • Unternehmensspezifische Aussichten
      • Gesamtmarkbetrachtung
    • 1.8 Einteilung nach Peter Lynch
    • 1.9 Levermann-Score
    • 1.10 Piotroski F-Score
    • 1.11 Berichte und Präsentationen
  • 2. Detailanalyse
    • 2.1 SWOT-Analyse
    • 2.2 Bewertungsverfahren
      • 2.2.1 Bewertung der Managementleistung
      • 2.2.2 Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis
      • 2.2.3 Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis
      • 2.2.4 Gewinnrenditendiskontierung
      • 2.2.5 Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)
      • 2.2.6 Dividendendiskontierung
    • 2.3 Zusammenfassung und Fazit

1. Übersicht

Alle relevanten Fundamentaldaten, in Form der Dokumentation für die Aufsichtsbehörden, sind hier im Archiv der Securities and Exchange Commission zu finden.

1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell – The Walt Disney Co.

Eingang zu den Walt Disney Studios in Burbank, Kalifornien

Die Walt Disney Company (DIS) ist ein weltweit tätiges Medien- und Unterhaltungsunternehmen mit einer sehr breiten Aufstellung seiner Geschäftstätigkeit. Bekannt wurde das Unternehmen vor allem für seine Cartoons, die von den Gründern Roy und Walter Disney ab 1923 erfunden wurden. Heute ist Disney weltweit bekannt für seine Filme, die großen Freizeitparks und sein Medien-Netzwerk. Das Hauptquartier des Großunternehmens liegt heute in den Walt Disney Studios in Burbank, Kalifornien. Laut der aktuellen Global 2000 Liste des Forbes Magazine, belegt Disney den 70. Platz und ist seit 1991 ein Bestandteil des Dow Jones Industrial Average Index und ist heute auch im S&P 100 und S&P 500 Index vertreten. Unter der ISIN US2546871060 ist die Walt Disney Company seit April 1940 an der New York Stock Exchange (NYSE) notiert und weist eine Marktkapitalisierung von rund 250,9 Mrd. US-Dollar aus.

Das Unternehmen in seiner heutigen Form hat sich in 3 Haupttätigkeitsfelder gegliedert, in denen die unterschiedlichen Geschäftsfelder zusammengefasst werden.

Media NetworksDisney Parks, Experiences and ProductsStudio Entertainment
Die Haupteinheit der Walt Disney Company. Darunter werden zahlreiche Fernsehsender, Kabelkanäle, zugehörige Produktions- und Vertriebsunternehmen sowie in Besitz befindliche und betriebene Fernsehstationen aus zwei Geschäftsbereichen (Walt Disney TV und ESPN) zusammengefasst.

Pressestelle – Walt Disney TV
Pressestelle – ESPN
Das globale Zentrum, das Geschichten, Charaktere und Franchise-Unternehmen von Disney verwaltet und diese in Themenparks, Resorts, Kreuzfahrt- und Urlaubseinrichtungen einbringt. Dazu gehören auch Spielzeuge, Bekleidung, Bücher und Videospiele.

Pressestelle – Disney Parks, Experiences and Products
Das ursprüngliche Segment der Walt Disney Company, aus dem heraus das Unternehmen aufgebaut wurde. Hier entstehen die Filme, Musik und Theaterstücke von Disney.

Pressestelle – Studios
Disney Channel
abc
FreeForm
ESPN
FX Networks
National Geographic
Disneyland Resort
Walt Disney World
Disney Resort Shanghai
Disneyland Paris
Disney Resort Tokyo
Disneyland Hong Kong
Disney Cruise Line
Disney Vacation Club
AULANI – a Disney Resort & Spa
Adventures by Disney
Walt Disney Imagineering
Disney Publishing Worldwide (Bücher)
Disney Store (Merchandising)
The Walt Disney Studios
Walt Disney Animation Studios
PIXAR Animation Studios
MARVEL Studios
DisneyNature
Lucasfilm Ltd.
– Disney Music Group
– Disney Theatrical Group
Blue Sky Studios
20th Century Studios
Searchlight Pictures

Aus den Anfängen eines Filmstudios für Zeichentrickfilme entwickelte sich so eines der bekanntesten Unternehmen der Welt, das heute ein Portfolio mit über 76 Markennamen sein Eigen nennen kann:

Geschichte des Unternehmens

Walter Elias Disney, genannt „Walt“ 1946; Quelle: https://commons.
wikimedia.org/
wiki/File:Walt_Disney_1946.JPG

Die Gründung der Walt Disney Company geht auf das Jahr 1923 zurück, als die Brüder Roy Oliver Disney und Walter Elias Disney, den man auch „Walt“ nannte, im kalifornischen Burbank das Disney Brothers Cartoon Studio eröffneten. Der ältere Roy Disney, geboren am 24. Juni 1983 in Chicago, Illinois, übernahm die finanziellen Angelegenheiten der gemeinsamen Unternehmung und steuerte einen Großteil der 500 US-Dollar Startkapital bei, während der jüngere Walt Disney, geboren am 05. Dezember 1901 in Chicago als Sohn von Elias Disney und Flora Disney, die kreative Leitung des Studios übernahm und bald zum bekannten Gesicht des Unternehmens werden sollte. Die Familie Disney bestand noch aus 3 weiteren Geschwistern. Mit 14 Jahren schrieb sich Walt Disney am Kansas City Art Institute ein. Diese Episode wurde allerdings unterbrochen, als er im Alter von 16 Jahren zum Roten Kreuz kam, um am Ende des Ersten Weltkriegs als Krankenwagenfahrer zu dienen. 1919 kehrte er in die USA zurück und fand Arbeit als Werbekünstler. Zusammen mit Ub Iwerks, einem anderen Künstler im Studio der später beispielsweise die ersten Micky-Maus-Trickfilme zeichnen sollte, gründete Disney bald eine Zeichentrickfilmfirma in Kansas City, Missouri, wo er für kurze Werbefilme Cartoons produzierte. Dieses Trickfilmstudio war die Firma „Laugh-O-Gram“ und war die erste Unternehmensgründung von Walt Disney, die aber nach einigen Jahren pleite ging. Erste Werke waren neben den genannten Werbefilmen der Kurzfilm Alice in Cartoonland.

Walt Disney fing in der Garage seines Onkels in Los Angeles an zu arbeiten und kurze Zeit später trat der Filmproduzent Charles Mintz von M.J. Winkler aus New York City an die Disney heran. Er war an den Rechten für die Alice-Reihe interessiert und gab einen Auftrag für eine Filmreihe, für die er dem jungen Unternehmen 1.500 US-Dollar pro Film anbot. Mit der Unterschrift unter den Vertrag am 16. Oktober 1923, für den Auftrag an die Disney Brüder für die Reihe Alice Comedies, wurde die Gründung des Disney Brothers Cartoon Studio vollzogen. Das erste Büro mietete Disney im Kingswell-Gebäude in Los-Angeles an. Von RegieKameraführungSchnitt bis zum Zeichentrick selbst, übernahm Walt Disney alle Arbeiten zunächst selbst, ehe einige Mitarbeiter eingestellt werden konnten. Darunter auch Ub Iwerks, der sich Disney 1924 anschloss. Bis 1927 entstanden so eine Reihe von Alice-Filmen, für die Walt Disney auf eine Mischung aus Trickfilm- und Realfilmsequenzen zurückgriff. Im Januar 1926 wurden die Disney-Studios in der Hyperion Street in Hollywood fertiggestellt und der Name der Firma wurde in Walt Disney Studio geändert. Im Jahr 1927 startete Disney eine 27 teilige Serie namens Oswald the Lucky Rabbit, die öffentliche Anerkennung fand und eine reine Zeichentrickserie war. Winkler Pictures produzierte die Serie und den Vertrieb organisierte Universal Pictures aus Universal City in Kalifornien. Diese hatte den Charakter jedoch unter eigenem Namen urheberrechtlich geschützt, so dass Disney nur ein paar hundert Dollar verdiente. Im März 1928 verlor Disney schließlich den Vertrag, als Charles Mitz, der Chef von Winkler, vier von Disneys Animatoren abgeworben hatte, um ein eigenes Animationsstudio, Snappy Comedies, zu eröffnen. Zu Disneys großem Glück, blieb Ub Iwerks im Betrieb.

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Walt Before Mickey (2015), Spielfilm, basierend auf dem Buch von Diane Disney Miller

1928 erschuf Walt Disney seine wohl bekannteste Figur, die bis heute mit dem Namen Disney in Verbindung gebracht wird: Micky Maus (engl.: Mickey Mouse). Der Geburtsort dieser Figur war ein Zug auf dem Weg nach Kalifornien und sie sollte zunächst den Namen Mortimer tragen, was durch die Intervention von Disneys Ehefrau Lillian geändert wurde. Die ersten Produktionen finanzierten die Disneys selbst und Ub Iwerks verfeinerte das ursprüngliche Design. Am 15. Mai 128 veröffentlichte Disney den Stummfilm Plane Crazy, kurz darauf The Gallopin ‚Gaucho und am 18. November 1928 den ersten Zeichentrickfilm mit Ton, Steamboat Willie. Disney verwendete das Cinephone-System von Pat Powers, das von Powers mit dem Phonofilm-System von Lee de Forest erstellt wurde. Steamboat Willie wurde ein bahnbrechender Erfolg für Walt Disney und wurde im Colony Theatre von B. S. Moss in New York City, dem heutigen Broadway Theatre, uraufgeführt. Disneys Plane Crazy und The Gallopin ‚Gaucho wurden dann mit synchronisierten Tonspuren nachgerüstet und 1929 erfolgreich neu aufgelegt. Es folgte im Mai 1929 der erste Film der Silly Symphonies, in Zusammenarbeit mit Columbia Pictures als neuem Verleih ab 1930, nachdem sich Disney und Powers nicht auf einen neuen Verleihvertrag einigen konnten, die bis 1939 produziert wurden und ebenfalls erfolgreiche Filme wurden. Ub Iwerks verließ mit Beginn der Kooperation mit Columbia Pictures das Unternehmen und gründete mit Hilfe von Pat Powers ein eigenes Studio und die Produktionsfirma wurde am 16. Dezember 1929 in Walt Disney Productions umbenannt und reorganisiert. Es entstand eine Gesellschaft mit einer Merchandising-Abteilung, Walt Disney Enterprises, und zwei Tochtergesellschaften, Disney Film Recording Company, Limited und Liled Realty and Investment Company. An der so entstandenen Gesellschaft hielten Walt Disney und seine Frau 60 Prozent der Anteile, die anderen 40 Prozent lagen bei Roy Disney. Im September des Jahres 1929 gab Walt Disney die Genehmigung an den Theatermanager Harry Woodin, einen Mickey Mouse Club zu gründen und die ersten Comic-Streifen von Mickey Mouse wurden Ende 1930 im New York Mirror veröffentlicht, die zu King Features (gegründet 1914 von William Randolph Hearst) gehörte. Im Jahr 1932 kam der nächste Meilenstein für das Unternehmen Disney, als ein Exklusivvertrag mit der Technicolor Corp. unterzeichnet wurde. Durch den Einsatz des Technicolor-Verfahrens, konnten nur auch Cartoons in Farbe produziert werden. Dies hatte aber den Haken, dass damit die Kosten pro Film sich fast verdoppelten. Zwar hatte Disney bis dahin große Erfolge mit seinen Filmen erzielt, aber es konnte nur wenig Gewinn aus diesen Produktionen erwirtschaftet werden. 1932 kam mit Flowers and Trees der erste Farb-Cartoon in die Kinos, der zur Silly Symphony Serie gehört. Gleichzeitig ließ Disney den bisherigen Vertrag mit Columbia Pictures auslaufen und begann die Zusammenarbeit mit der Filmgesellschaft United Artists. Der Vertrag sah einen Vorschuss von rund 20.000 US-Dollar pro Film vor, sowie ein eine Gewinnbeteiligung von 60 Prozent. Trotz der zwischenzeitlichen erneuten Verdoppelung der Produktionskosten, sorgte die große Nachfrage nach den Cartoons dafür, dass diese gewinnbringend Verkauft werden konnten. Es wurde möglich, erste Animationen in Spielfilmlänge zu produzieren. Ebenfalls 1932 erfolgte die Eröffnung einer einer eigenen Zeichentrickschlue im Studio, in der Zeichner ausgebildet wurden und der Mitarbetier Webb Smith entwickelte das Storyboard, eine zeichnerische Versio eines Drehbuchs oder die Visualisierung eines Konzeptes, das sich heute in der gesamten Filmbranche verbreitet hat. Die letzte Nennenswerte Neuerung des Jahres 1932, war der erste Auftritt einer neuen, bald berühmten Disney-Figur: Goofy. 1933 hatte Disney einen weiteren Erfolg mit den drei kleinen Schnweinchen und das Portfolio erstreckte sich nun auch über eine große Vielzahl an Merchandise-Artikeln. Das kommende Jahr 1934 sollte eine weitere Figur bringen, mit der Disney heute assoziiert wird, die jähzornige Ente Donald Duck.

Noch im Jahr 1934, stellte Walt Disney bei einer Premiere von 8 Cartoons in Stockholm fest, dass es möglich war ein Publikum mit einem abendfüllenden Film zu unterhalten und er beschloss diese Erkenntnis für sein Unternehmen zu nutzen. So begann 1935 die Produktion eines weiteren Zeichentrickfilms, für den Disney heute berühmt ist: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Der erste Zeichentrickfilm in Spielfilmlänge, nahm beinahe alles an Reserven in Anspruch, über die das ca. 300 Mitarbeiter starke Unternehmen zu dieser Zeit verfügte und seine Produktion dauerte fast 3 Jahre. Der Film wurde nach seiner Premiere im Dezember 1937 in jeder Hinsicht ein Erfolg und Walt Disney plante, jedes Jahr 2 Filme in Spielfilmlänge zu produzieren. Die Veröffentlichung erfolgte ab 1937 durch RKO Radio Pictures, nachdem United Artists versucht hatte, sich künftige Fernsehrechte an Disney-Kurzfilmen zu erlangen. Noch vor dem Ende der Produktion zu Schneewittchen, hatte bereits die Produktion zweier weiterer Filme begonnen, Pinocchio und Bambi. Bereits in diesen ersten Filmen zeigte sich ein Konzept, das Disney bis heute für Animationsfilme verwendet: Die Mischung aus Geschichte, die die Rahmenhandlung vorgibt, kombiniert mit musikalischen Einlagen, von denen nicht wenige erfolgreiche Songs wurden. Diese Neuerung geht auf die frühen ersten Cartoons mit Tonspur zurück, welche zuerst nur aus Musik bestand. Der Erfolg von Schneewittchen gab Disney nun die Mittel an die Hand, den Bau eines eigenen Studiokomplexes zu finanzieren. Das rund 210.000 Quadratmeter große Areal in Burbank, Kalifornien, ist heute der Hauptsitz der Walt Disney Company und der Bau war 1939 abgeschlossen. Der Umzug erfolge 1940. Am 02. April 1940 folge schließlich der Börsengang von Walt Disney Productions, sowie der Umzug des Unternehmens nach Burbank.

Pinocchio feierte am 07. Februar 1940 seine Premiere und erhielt sogar 2 Oscars in den Kategorien „bester Song“ und „beste Musik). Die Einnahmen blieben aber hinter den Erwartungen zurück, da am 01. September 1939 der 2. Weltkrieg in Europa ausbrach und der gesamte Kontinent somit als Absatzmarkt ausfiel. Nicht nur wegen der militärischen Auseinandersetzung, sondern auch durch Zwangsmaßnahmen der verschiedenen Regierungen, wie dem Einfrieren von Konten wie beispielsweise in Großbritannien geschehen. Mit Fantasia, das im November 1940 in die Kinos kam, erlitt Disney auch einen finanziellen Misserfolg und es kam zu einer Kreditklemme. Die Lösung des Problems war schließlich der Börsengang am 02. April 1940, um sich mit frischem Kapital zu versorgen. Die mit einem Nominalwert von 25 US-Dollar ausgegebenen Aktien fielen aber binnen kurzer Zeit auf 3 US-Dollar. Im Oktober 1941 feierte der nur 60 Minuten lange Film Dumbo seine Premiere, gefolgt von Bambi im August 1942. Aber auch Bambi wurde für Disney zum Verlustgeschäft und wurde erst 1947 nach der Wiederaufführung ein gewinnbringender Film. In der Zeit von 1940 bis in die Nachkriegszeit hinein, bis 1948, produzierte Disney hauptsächlich kürzere Cartoons und Projekte mit geringen Kosten. Zu den Werken dieser Zeit gehören auch diverse Propagandafilme für die US-Regierung. Als am 7. Dezempber 1941 das japanische Kaiserreich den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii überfiel, wurden am 8. Dezember die Disney Studios von 500 Soldaten besetzt, die den Befehl hatten von dort aus die nahe gelegene Produktionsstätte von Lockheed zu schützen. In Folge der Ereignisse im Pazifik, wurden die USA in den 2. Weltkrieg als aktive Partei hineingezogen und viele von Disneys Mitarbeitern wurden eingezogen. In hier entstandenen Filmen, wurden auch Disney-Charaktere mit einbezogen, wie beispielsweise Donald Duck in der Propagandakomödie Der Fuehrer´s Face (YouTube) von 1943. 1943 begannen auch die Arbeiten am Drehbuch zu Aschenputtel. Am Ende des 2. Weltkriegs 1945, saß Disney auf einem Schuldenberg von über 4 Mio. US-Dollar, hatte finanzielle Schwierigkeiten durchlebt, Streiks überstanden und stand eine Hand breit davor in den Bankrott zu gehen. Mit der Veröffentlichung von Cinderella 1950, kam schließlich die Rettung für das Unternehmen aus eigener Kraft.

Es folgten Filme wie Alice im Wunderland 1951, Peter Pan 1953 und Susi und Strolch 1955, die allerdings kein finanzieller Erfolg wurden. Neben den bekannten Zeichentrickfilmen, produzierte Disney in diesen Jahren auch eine Reihe von Realfilmen, wie Treasure Island 1950 oder Robin Hood and his Merrie-Man 1952, sowie den die Verfilmung von Jules Verne´s Roman 20.000 Meilen unter dem Meer 1954. Außerdem wurde 1953 die Zusammenarbeit mit RKO beendet. Disney gründete mit Buena Vista Distribution seinen eigenen Vertrieb. Heute bekannt als Walt Disney Studios Motion Pictures. Die 1950er Jahren waren von großen geschäftlichen Aktivitäten geprägt, wie einer Zusammenarbeit mit der Coca-Cola Company für eine Fernsehserie auf NBC, sowie der ersten Disney Serie auf abc-Networks. Überhaupt wurde das Fernsehgeschäft zunehmend wichtiger, obwohl es keine größeren Investitionen gab. 1955 folgte schließlich ein weitere Meilenstein für das Unternehmen, mit der Eröffnung des ersten Freizeitparks, dem Disneyland in Anaheim, Kalifornien, sowie die Einführung des Kinderprogramms The Mickey Mouse Club, der sehr beliebt wurde. Auch die Zorro-Serie ab 1957 erfreute sich großer Beliebtheit. Natürlich wurden auch weiterhin Filme produziert. Dornröschen wurde 1959 allerdings zum finanziellen Fiasko und die Firma überlebte schlussendlich nur dank des Anschlusswerkes 101 Dalmatiner, der 1961 ein großer Erfolg wurde. Hier wurde auch erstmals das Xeroxgraphie-Verfahren für die Animationen verwendet. Es folgten Filme wie Die Hexe und der Zauberer 1963 und das Dschungelbuch 1967. Im November 1965 wurde „Disney World“ angekündigt, mit Plänen für Themenparks, Hotels und sogar eine Modellstadt auf Tausenden Morgen Land, die außerhalb von Orlando, Florida, gekauft wurden. Eröffnet wurde das Resort schließlich 1971. 1964 feierte der Film Mary Poppins seine Premiere und wurde zu einem der erfolgreichsten Filme der Unternehmensgeschichte, der mit 5 Oscars ausgezeichnet wurde. Die Gruppe für Design und Architektur von Themenparks wurde so fest in den Betrieb des Disney-Studios integriert, dass das Studio sie am 5. Februar 1965 zusammen mit dem Namen WED Enterprises kaufte.

Am 15. Dezember 1966 verstarb Walter E. Disney an den Folgen von Lungenkrebs. Eine Ära ging damit zu ende.

Mit dem Tod von Walt Disney, übernahm sein Brunder Roy die Posten des Präsidenten und des Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens. Kurz nach der Eröffnung von Dinsey World, verstarb aber auch er am 20. Dezember 1971. Eine seiner ersten Entscheidungen, war die Umbenennung von Disney World zu „Walt Disney World„, heute auch als Magic Kingdom bekannt. Neuer CEO wurde Donn Benjamin Tatum, der auch neuer Chairman wurde. Neben den anderen Werken wurden auch 2 Komödien in den 1960er Jahren in die Kinos gebracht. 1969 erschienen die beiden Filme The Love Bug, und Computer Wore Tennis Shoes, in dem der noch junge Kurt Russell in der Hauptrolle seinen Auftritt hatte.

Die 1970er waren von tiefgreifenden Veränderungen geprägt, denn nicht nur hatte das Unternehmen beide Gründer verloren, es gingen auch alle altgedienten Trickfilmzeichner verloren. Die von Walt Disney scherzhaft als Disney’s Nine Old Men bezeichneten Trickfilm-Legenden gingen in Ruhestand oder verstarben. Namen wie Les Clark, Ollie Johnston, Frank Thomas, John Lounsbery, Ward Kimball, Milt Kahl, Marc Davis, Wolfgang Reitherman oder Eric Larson waren in der Branche bestens bekannt. Auf diese Spezialisten, die Ende der 1920er bis Mitte der 1930er Jahre angefangen hatten für Disney zu arbeiten, gehen auch die zwölf Grundsätze des Zeichentricks zurück:

  1. Squash and stretch: Künstliche oder übertriebene Deformation von Körpern bei Interaktion mit anderen Körpern
  2. Anticipation: Bewegungen vorausgehende Vorbereitungen
  3. Staging: Inszenierungen
  4. Straight Ahead Action and Pose to Pose
  5. Follow Through and Overlapping Action
  6. Slow In and Slow Out
  7. Arcs
  8. Secondary Action
  9. Timing
  10. Exaggeration
  11. Solid Drawing
  12. Appeal

Die Veränderungen im Unternehmen zeigten sich deutlich am Umsatz, wo der Anteil der durch die Zeichentrickfilme erwirtschaftet wurde von rund 75 Prozent 1955 auf gerade einmal 20 Prozent in den 1970er Jahren schrumpfte. Ein Effekt der noch gravierender erscheint, bedenkt man, dass sich im selben Zeitraum der Umsatz des Unternehmens verdreifacht hatte. 1970 kam mit dem Film Aristocats der erste Animationsfilm ohne die Mitwirkung von Walt Disney in die Kinos. Als 1979 der erste Film der Star Wars Reihe in die Kinos kam, orientierte sich auch Disney daran und begann mit der Produktion von Science Fiction Filmen. Beispielsweise finanzierte das Unternehmen den Film Tron, der allerdings nur geringe Erfolge erreichte. 1979 ging Disney ein Joint Venture mit Paramount Pictures zur Produktion der Verfilmung von Popeye und Dragonslayer (1981) aus dem Jahr 1980 ein und arbeitete damit zum ersten Mal mit einem anderen Studio zusammen. Paramount war bis zu dieser Zeit der Verleih für Disney-Filme in Kanada. Ab 1980 übernahm der Geschäftsmann Ron Miller den Posten des CEO. In den 1980er Jahren durchlebte Disney auch eine weitere Krise mit fallenden Gewinnen. 1982 verkaufte die Familie Disney ihre Namensrechte an die Disney Studios für 818.461 Aktien des Unternehmens. Mit der Veröffentlichung von Mickeys Weihnachtsgeschichte im Jahr 1983 begann eine Reihe erfolgreicher Filme und die Übernahme der Geschäfte durch Michael Eisner als neuem CEO und Chairman, ab 1984 brachte schließlich wieder eine Verbesserung der Lage, was auch durch Sicherheiten für Geldgeber erreicht wurde, in Form der Grundfläche von Disney World. Eisner kam von Paramount zu Disney und löste nicht nur den CEO ab, sondern auch den Chairman Rymond Watson, der diesen Posten von 1983 bis 1984 inne hatte. Ihm zur Seite standen Frank Wells als Generaldirektor, der von Warner Brothers zu Disney wechselte und Jeffrey Katzenberg als Kreativdirektor. Eine der letzten Handlungen von Ron Miller war die Gründung der Touchstone Pictures (heute abc Studios) 1984, um ein breiteres Publikum zu erreichen. Filme wie Good Morning, Vietnam 1987 und Pretty Woman 1990 waren beispielhafte Erfolge. Der 1985 erschienen Film Taran und der Zauberkessel, verwendete erstmals Computereffekte (Computeranimation), erwies sich allerdings an den Kinokassen als Desaster. Diese aufkommende Computer-unterstützte Animation, die sich auf digitalisierte Zeichnungen stützt, interpoliert diese über eine Animationssoftware um flüssige Bewegungsabläufe zu erhalten. Erste Erfolge kamen für die Animationsabteilung, nachdem 1986 Roy E. Disney zum neuen Leiter wurde. Der Neffe von Walt Disney landete mit dem Film Basil, der große Mäusedetektiv im selben Jahr einen Erfolg. Jahre zuvor hatte er sich gegen den Kauf der Namensrechte zu dem damaligen Preis ausgesprochen, als er Vorstandsmitglied war. Mit den Plänen für das EPCOT Center, stellte Disney 1978 ein Konzept für einen weiteren Themenpark vor. Die Themensetzung des Parks ist in die Bereiche internationale Kultur und technische Innovationen zweigeteilt und der soll als eine permanente Weltausstellung betrachtet werden mit Exponaten, die von großen amerikanischen Unternehmen gesponsert wurden, sowie Pavillons, die auf den Kulturen anderer Nationen basieren. Das EPCOT Center gehört heute auch zum Walt Disney World Resort.

Eine Neuerung in den 1980er Jahren war die immer weitere Verbreitung der Videokassette. Damit konnte Disney einen weiteren Geschäftsbereich erschließen und ergab sich die Möglichkeit, unabhängig von Kinos und über einen viel längeren Zeitraum von den eigenen Werken zu profitieren. Alte Filme wie Cinderella konnten so lange nach ihrer Uraufführung neue Einnahmen für das Unternehmen generieren. Zu diesem Zweck entstand Walt Disney Home Video. 1988 kam Oliver & Co. in die Kinos. Der Erfolgt des Films brachte Roy Disney und Jeffrey Katzenberg dazu, den Schwerpunkt der Arbeiten wieder auf Zeichentrickfilme mit musikalischen Einlagen zu legen. Am 18. April 1983 debütierte der Disney Channel landesweit in den USA als Abonnement-Kanal für Kabelsysteme mit seiner großen Bibliothek klassischer Filme und Fernsehserien sowie Originalprogrammen und familienfreundlichen Angeboten von Drittanbietern. Die Filmbibliothek war wertvoll, bot jedoch nur wenige aktuelle Erfolge, und das Führungsteam konnte nicht mit anderen Studios mithalten, insbesondere mit den Werken von Don Bluth, der 1979 von Disney abwanderte. Zudem wurde der erste Freizeitpark außerhalb der USA eröffnet, Disneyland Tokyo. Die Themenparks brachten rund 70 Prozent der Erträge des Unternehmens ein.

1984 kam es zu dem Versuch einer feindlichen Übernahme durch die Reliance Group Holdings, die rund 11,1% des Unternehmens hielten und vor hatten, einen Teil der Geschäfte nach der Übernahme zu veräußern. Nach der Klage eines Aktionärs wurde diese 1989 in einem Vergleich zwischen Disney und der Rliance für rund 45 Mio. US-Dollar beigelegt. Ein weiterer Übernahmeversuch Disney´s durch die MCA, der damaligen Muttergesellschaft der Universal Studios, scheiterte ebenfalls. Weitere Ereignisse in den 1980ern waren der Kauf des unabhängigen Fernsehsenders KHJ in Los Angeles, die Gründung von Silver Screen Partners II 1985, eine alternative Finanzierungsquelle für Filmprojekte, sowie Silver Screen III und Silver Screen IV. Mit dem enormen Erfolg von Falsches Spiel mit Roger Rabbit 1988, erlebte Disney eine Zeit, die man als Renaissance des Unternehmens betrachten kann. Es folgten eine Reihe von Filmen und erfolgreichen Meisterwerken, die auf dem klassischen Konzept einer Rahmenhandlung mit musikalischer Einlage aufbauten. Filme wie Arielle, die Meerjungfrau 1989, Die schöne und das Biest 1991, Aladdin 1992, Der König der Löwen 1994, der bis heute der erfolgreichste klassische Zeichentrickfilm ist, Pocahontas 1995, Der Glöckner von Notre Dame 1996 und Tarzan 1999 waren eine ununterbrochene Reihe großer Erfolge und viele Filme wurden für Oscars nominiert oder mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. Außerdem wurden in dieser Zeit eine Reihe von gefeierten Serien produziert. Die Gummibärenbande, DuckTales – Neues aus Entenhausen, Darkwing Duck, Chip und Chap – Die Ritter des Rechts, Bonkers, der listige Luchs von Hollywood und die Gargoyles waren Produkte dieser Zeit.

In den 1990er Jahren kam es schließlich zur Partnerschaft mit den Pixar Animation Studios. Das Unternehmen wurde dafür bekannt, rein auf Computeranimation basierende Filme zu produzieren. Ergebnisse dieser Zusammenarbeit waren erfolgreiche Filme wie die Toy Story Reihe ab 1995 oder das große Krabbeln 1997. Im September 1990 veranlasste Disney die Finanzierung von bis zu 200 Millionen US-Dollar durch eine Einheit von Nomura Securities für Interscope-Filme, die für Disney hergestellt wurden. Am 23. Oktober gründete Disney Touchwood Pacific Partners, die die Silver Screen Partnership-Reihe als Hauptfinanzierungsquelle ihrer Filmstudios ersetzen sollten. Ebenfalls in dieser Zeit wurden weitere Serien produziert, die auf Basis der erfolgreichen Filmvorlagen entwickelt wurden. So wurden die Serien Arielle und Aladdin sehr erfolgreich und auch Realverfilmungen wie 101 Dalmatiner oder Aus dem Dschungel, in den Dschungel kamen in die Kinos. Auch Filme wie Mighty Ducks of Anaheim von 1992 wurden bekannte Machwerke, auf deren Basis 1993 sogar ein eigenes NHL-Team, die Mighty Ducks (Anaheim Ducks), gegründet wurde. Um den Bereich der Filme für Erwachsene weiter zu stärken, kaufte der damalige Vorsitzende von Disney, Jeffrey Katzenberg, 1993 den Filmverleih und die Filmproduktionsfirma Miramax Films. Als der Generaldirektor Frank Wells 1994 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam, verließ Katzenberg kurz darauf das Unternehmen, als der CEO Eisner sich weigerte ihm den vakanten Posten zu übertragen. Katzenberg gründete mit DreamWorks SKG sein eigenes Filmstudio, zusammen mit dem Regisseur Steven Spielberg und David Geffen. Stattdessen kam ein Freund Michael Eisners zu Disney, Michael Ovitz. Dieser blieb aber nur 14 Monate im Betrieb, bevor ihm wieder gekündigt wurde. Ein Versuch den Sender NBC (National Broadcasting Company) von General Electric Co. zu übernehmen scheiterte 1194 daran, dass GE 51 Prozent der Anteile behalten wollte. Dafür kündigte das Unternehmen am 01. August 1995 an, mit Capital Cities/abc, Inc. fusionieren zu wollen. Das Telenetzwerk-Unternehmen mit Sitz in AlbanyNew York, brachte Disney nach dem Abschluss der Fusion 1996 das Rundfunknetz abc ein, sowie Minderheitsbeteiligungen von rund 37,5 Prozent an A&E Television Networks und eine Mehrheitsbeteiligung von rund 80 Prozent an ESPN (Entertainment and Sports Programming Network) und der von Limited Partnership betriebenen DIC Productions.

Mit der Übernahme von Starwave, einer Website- und Software-Firma aus Seattle, Washington und einem Aufkauf von 43 Prozent von Infoseek, einer Internet-Suchmaschine, setzte Disney 1998 erstmals einen Fuß in das Internet und erwarb 1999 die restlichen Anteile von Infoseek. Anfang 1999 startete Disney das Go Network, ein eigenes Portal für Disney Content. Bereits 1995 gründete Disney auch eine eigene Kreuzfahrtlinie, die Reederei Disney Cruise Line. Das erste Schiff dieser Linie, die Disney Magic, lief 1997 vom Stapel und wurde am 30 Juli 1998 in Dienst gestellt. Ihr Schwesterschiff, die Disney Wonder, wurde am 15. August 1999 in Dienst gestellt. Heute gehören mit der Disney Dream (Indienststellung 2011) und der Disney Fantasy (Indienststellung 2012) insgesamt 4 Schiffe zu dieser Reederei, sowie eine eigene Insel bei den Bahamas, Castaway Cay.

Im November des Jahres 2000 verkaufte Disney DIC Entertainment zurück an den Andy Heyward, während ABC und ESPN hohe Umsätze für das Unternehmen abwarfen. Am 23. Juli 2001 kündigte Disney an, Fox Family Worldwide für 2,9 Milliarden US-Dollar in bar zuzüglich 2,3 Milliarden US-Dollar Schulden zu kaufen, was neben anderen Vermögenswerten wie der Saban Entertainment-Bibliothek und den Fox Kids-Kanälen in Europa und Lateinamerika auch den Besitz des Fox Family-Kanals einschließen würde. Nach dem Abschluss dieses Handels wurde das Unternehmen in ABC Family umbenannt.

Mit Beginn des neuen Jahrtausends, begann für Disney eine Zeit der Probleme. Das Unternehmen litt unter der Einsetzenden Rezession und musste ab 2001 Kostensenkungen, eine Einschränkung der Internetaktivitäten und Entlassungen im großen Stil durchführen, was maßgeblich auf die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York, Arlington und Washington D.C. zurückgeführt werden konnte. Es kam zu starken Rückgängen der Urlaubsreisen und die einsetzende Rezession reduzierte die Einnahmen von ABC. Im Zuge dieser wirtschaftlichen Abschwungphase, kam auch der Konkurrent Universal Studios in Bedrängnis. Die Freizeitparks von Universal litten unter den selben niedrigen Besucherzahlen wie Disney. Darum machte Disney im August 2002 ein Übernahmeangebot an die Muttergesellschaft von Universal, den französischen Medienkonzern Vivendi SA. Letztendlich gelang es Disney aber nicht, einen guten Deal zustande zu bringen, auch aus befürchteten kartellrechtlichen Schwierigkeiten die diese Übernahme hätte bedeuten können. 2003 kam es zum Bruch zwischen Michael Eisner und Roy E. Disney. Einser wollte verhindern, dass Roy Disney vom Vorstand des Unternehmens zum Vorstandsmitglied ernannt wird und Disney verließ im November im Streit mit Eisner das Unternehmen und übte harte Kritik an dessen Führungsstil. Bereits zuvor war das Vorstandsmitglied Stanley Gold von seinem Posten zurückgetreten und hatte den Vorstand aufgefordert, Eisner ablösen zu lassen. Noch im Februar 2004, hatte Disney die Rechte am Franchise The Muppets und The Bear in den Big Blue House von der Jim Henson Company und gliederte die Marken als Muppets Holding Company, LLC in die Abteilung Disney Consumer Products ein. Später, im Jahr 2007, wurde die Muppets Holding in den Geschäftsbereich Walt Disney Studios verlegt und in The Muppets Studio umbenannt. Auch 2004 begannen die Pixar Animation Studios nach dem Ende ihres 12-Jahres-Vertrags mit Disney mit der Suche nach einem anderen Distributor, da die Beziehung zu Eisner in Bezug auf Kontrolle und Geld angespannt war. Ebenfalls in diesem Jahr gab die Comcast Corporation ein unaufgefordertes Angebot in Höhe von 54 Milliarden US-Dollar ab, um Disney zu erwerben. Ein paar High-Budget-Filme floppten an der Abendkasse. Unter dem Eindruck der Zerwürfnisse mit dem Vorstand und den Schwierigkeiten die sich ab 2004 einstellten, wurde Eisner im Oktober 2005 schließlich verdrängt und von Robert Allen Iger abgelöst, obwohl der Vorstand ihm nach der Jahreshauptversammlung im März 2004 nicht direkt die Geschäftsführung entzogen hatte sondern Iger lediglich als Nachfolger bekannt gegeben wurde. Im Februar 2005 hatte Disney die Eishockeymannschaft Mighty Ducks of Anaheim verkauft und im März des selben Jahres verließen die Mitgründer von Miramax LLC, Bob und Harvey Weinstein das Unternehmen um ein eigenes Studio, die Weinstein-Company zu gründen. Nach diesen Veränderungen, ab es im Jahr 2005 noch eine weitere, als im Juli Roy Disney in das Unternehmen zurückkehrte. Er nahm dort eine Position als Berater und Direktor ohne Stimmrecht ein. Am 12. September 2005 öffnete Disneyland Hong Kong seine Tore und begann das operative Geschäft. Ende 2006 gab das Unternehmen bekannt, dass die DisneyToon Studios in Australien geschlossen werden und am 30. September trat Michael Eisner schließlich von seinem Posten als leitender Angestellter zurück und räumte auch seinen Sitz im Verwaltungsrat. Damit begann nun vollständig die Ära Iger.

Mit Antritt von Robert Iger als neuem CEO am 01. Oktober 2005, begann eine neue Ära für das Unternehmen. Im Januar 2006 gab Disney bekannt, dass die Pixar Studios aufgekauft werden sollten. Diese Übernahme sollte in Form einer so genannten All-Stock-Transaktion erfolgen, also des Aufkaufs aller Aktien für rund 7,4 Milliarden US-Dollar. Im Zuge dieses Geschäfts, wechselte der CEO von Pixar, Steve Jobes, in den Verwaltungsrat von Disney. Aus seinen 50,1 Prozent Anteile an Pixar wurden rund 7 Prozent von Disney. Damit war Steve Jobs der größte Einzelaktionär des Unternehmens, während die Leitung von Pixar an den Informatiker Edward Catmull übergeben wurde. Der frühere Executive Vice President von Pixar, John Lasseter, wurde Chief Creative Officer der Walt Disney Animation Studios, ihrer Abteilung Disneytoon Studios und der Pixar Animation Studios und übernahm die Rolle des Hauptkreativberaters bei Walt Disney Imagineering, die für die Schaffung der Themenparks verantwortlich sind. Im Februar 2006 konnte Disney auch die Rechte an Oswald the Lucky Rabbit von NBC Universal zurückkaufen. Am 11. August 2008 wurde bekannt, dass Walt Disney im Animationsbereich einen Forschungsstandort zusammen mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich in der Schweiz eröffnet. Eine weitere Übernahme dieser Art gelang dem Unternehmen im August 2009 mit dem Kauf von Marvel Entertainment, LLC, der Disney rund 4,2 Milliarden US-Dollar kostete. Das Jahr 2009 endete mit dem Tod von Roy Disney, der am 16. Dezember an einem Magenkrebsleiden verstarb. Damit gab es kein Familienmitglied der Disneys mehr im Unternehmen. Zuvor, im Oktober 2009, ersetzte der von Iger beauftragte Präsident von Disney Channel, Rich Ross, Dick Cook als Vorsitzenden des Unternehmens und begann im November mit der Umstrukturierung des Unternehmens, um sich stärker auf familienfreundliche Produkte zu konzentrieren. Später im Januar 2010 beschloss Disney, Miramax zu schließen, nachdem Touchstone verkleinert worden war. Einen Monat später begannen sie stattdessen, die Marke Miramax und ihre Filmbibliothek mit 700 Titeln an Filmyard Holdings zu verkaufen.Im März wurde ImageMovers Digital, das Disney 2007 als Joint Venture-Studio mit Robert Zemeckis gegründet hatte, geschlossen. Im April 2010 wurde Lyric Street Records, Disneys Country-Musiklabel in Nashville, geschlossen. Im folgenden Monat erwarb der Medienunternehmer Haim Saban das Power Rangers-Franchise, einschließlich seiner 700-Episoden-Bibliothek. Im September 2012 erwarb Saban das Digimon-Franchise wieder, das wie Power Rangers Teil der Fox Kids-Bibliothek war, die Disney 2001 erworben hatte. Im Januar 2011 wurden die Disney Interactive Studios verkleinert. In einer Telefonkonferenz des Jahres 2011, abgehalten im August, erklärte Iger sein Vorhaben und seine Pläne für das Unternehmen: Nach den großen Erfolgen von Pixar und Marvel, wollte das Unternehmen nun versuchen „entweder neue Charaktere oder Unternehmen zu kaufen, die in der Lage sind, großartige Charaktere und großartige Geschichten zu kreieren.“ Anfang 2012 wurde UTV Software Communications übernommen. Das Median-Konglomerat hat seinen Hauptsitz im Mumbai, Indien und war eine strategische Übernahme, die für Disney den indischen und asiatischen Markt erschloss. Dieser Übernahme folgte im selben Jahr der Kauf von Lucasfilm Ltd. LLC für über 4 Milliarden US-Dollar. Damit hatte Disney sich eines der größten Franchises der Welt eingekauft, das von Star Wars. Im Rahmen dieser Übernahme, kündigte Disney direkt an, einen 7. Film für die Hauptreihe von Star Wars zu drehen. Am 24. März 2014 erwarb Disney Maker Studios, ein aktives Multi-Channel-Netzwerk auf YouTube, für 500 Millionen US-Dollar, das im Mai 2017 in ein neues Unternehmen namens Disney Digital Network umgewandelt wurde.

Logo des neuen Video-On-Demand Angebots von Disney, Disney+

Am 16. Juni 2016 öffnete Disneyland Shanghai seine Tore und im August 2016 erwarb Disney eine 33% ige Beteiligung an BAMTech, einem Streaming-Anbieter, der aus der Medienabteilung der Major League Baseball ausgegliedert wurde. Das Unternehmen kündigte Pläne an, seine Infrastruktur schließlich für einen ESPN-Over-the-Top-Service zu nutzen. Pläne das soziale Netzwerk Twitter, Inc. zu übernehmen wurden aber letztendlich verworfen. Am 23. März 2017 gab Disney bekannt, dass Iger einer Verlängerung seiner Amtszeit als CEO um ein Jahr bis zum 2. Juli 2019 zugestimmt und sich bereit erklärt hatte, nach seinem Rücktritt drei Jahre lang als Berater im Unternehmen zu bleiben. Im selben Jahr wurde gemeldet, dass das Unternehmen eine Option zur Erhöhung seines Anteils an BAMTech auf 75% ausgeübt hat und 2019 einen Video-on-Demand-Abonnementdienst mit Unterhaltungsinhalten starten wird. Damit will Disney seine eigenen Inhalte selbst als Streaming-Angebot vermarkten. Bisher geschah das über Netflix, Inc. Der neue Streaming-Dienst wird sollte 2019 unter dem Namen Disney+ starten. Im November 2017 gab John Lasseter bekannt, dass er einen sechsmonatigen Urlaub von Pixar und Disney Animation nehmen werde, nachdem er in einem Memo an die Mitarbeiter „Fehltritte“ in seinem Verhalten gegenüber Mitarbeitern anerkannt habe. Laut verschiedenen Nachrichtenagenturen hatte es in der Vergangenheit mutmaßliches sexuelles Fehlverhalten gegenüber Mitarbeitern gegeben.

Logo von 21st Century Fox

Ende 2017 wurden die ersten Bereichte veröffentlicht, dass Disney in Gespräche mit 21st Century Fox eingetreten ist und das Unternehmen übernehmen möchte, nachdem bereits mehrere Mediensparten in den Besitz von Disney übergegangen waren. Am 14. Dezember stimmte Disney zu, die meisten Vermögenswerte von 21st Century Fox, einschließlich 20th Century Fox, für 52,4 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Die Fusion umfasste viele der Unterhaltungsressourcen von Fox, einschließlich der Bereiche Filmunterhaltung, Kabelunterhaltung und Direktsatelliten in Großbritannien, Europa und Asien, schloss jedoch Bereiche wie die Fox Broadcasting Company, Fox Television Stations und den Fox News Channel aus, das Fox Business Network, Fox Sports 1 und 2 sowie das Big Ten Network, die alle vor Abschluss der Fusion in die unabhängige Fox Corporation ausgegliedert werden sollten. Diese Pläne wurden dadurch verzögert, dass im Jahr 2018 eine Gegenangebot des Disney-Konkurrenten Comcast erfolgte, der rund 65 Milliarden US-Dollar anbot. Disney erhöhte daraufhin sein eigenes Gebot auf 71,3 Milliarden US-Dollar und die Fusion wurde am 20 März 2019 offiziell abgeschlossen.

Robert Chapek, CEO; Quelle: https://thewaltdisneycompany.com/about/

2018 wurde das Unternehmen umstrukturiert und es wurden 2 Geschäftsbereiche geschaffen: Disney Parks, Experiences and Products und Direct-to-Consumer & International. Am 25. Februar 2020 trat der CEO Robert Iger vor die Presse und kündigte nach rund 15 Jahren an der Spitze der Unternehmens seinen Rücktritt an. Diese Entscheidung kam überraschend und Robert Chapek wurde als Igers Nachfolger benannt. Chapek war zuvor Chairman des Geschäftsbereiches Disney Parks, Experiences and Products gewesen.

Heute ist die Walt Disney Company der größte Medienkonzern der Welt und eine der bekanntesten Marken. Zum Besitz des Unternehmens zählen heute Walt Disney PicturesDisney Music GroupDisney Theatrical GroupWalt Disney TelevisionRadio DisneyESPNFX NetworksNational Geographic PartnersDisney InteractiveDisney Consumer ProductsThe Muppets StudioPixarMarvel Studios20th Century StudiosFox 2000 PicturesSearchlight PicturesBlue Sky StudiosUTV Software CommunicationsStar IndiaLucasfilmHulu, und Disney Digital Network. Zu den Resorts und diversifizierten Beteiligungen des Unternehmens gehören Disney ParksWalt Disney WorldDisneyland ResortTokyo Disney ResortDisneyland ParisHong Kong Disneyland ResortShanghai Disney ResortDisney Vacation ClubDisney Cruise Line, und Adventures by Disney.

Chronik

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/The_Walt_Disney_Company

Ranking der weltweit wertvollsten Marken nach Markenwert im Jahr 2019

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Management:

Robert „Bob“ Chapek, CEO

Amtierender Chief Executive Officer (CEO) der Walt Disney Company ist der amerikanische Geschäftsmann Robert „Bob“ Chapek, geboren 1960 im US-Bundesstaat Indiana. Seine schulische Ausbildung umfasst einen Bachelor der Indiana University Bloomington in Mikrobiologie und einen Master of Business Administration (MBA) der Michigan State University. Sein beruflicher Werdegang begann mit einer Stelle bei der H. J. Heinz Company, wo er in der Marken-Management arbeitete. Später wechselte er zur internationalen Werbeagentur J. Walter Thompson in New York. 1933, kam er schließlich zur Walt Disney Company, wo er bei Buena Vista Home Entertainment seiner Tätigkeit nachging. Ab Juli 2006 leitete er als Präsident das Heimvideo-Geschäft weltweit von Buena Vista und leitete anschließend von 2009 bis 2011 den Vertrieb der Walt Disney Company. Ab Septamber 2011 leitete er in der Position des Präsidenten die Abteilung Disney Consumer Products bis Februar 2015 und wurde im März 2018 zum Chairman von Disney Parks ernannt. Er ist der 7. CEO des Unternehmens in seiner Geschichte. Da er erst vor kurzem seine Position als CEO übernommen hat, liegen noch keine Informationen über seine Bezüge vor, die seiner Position entsprechen. Ein Punkt der negativ betrachtet werden sollte, ist der geringe Aktienbesitz des neuen CEO am Unternehmen. Chapek besitzt aktuell rund 13.151 Aktien des Unternehmens, was rund 0,0007% des Bestandes ausmacht. Ein hoher Anteil des Managements an den Aktien des Unternehmens betrachte ich als positiv. Die Begründung dafür liegt in den damit verbundenen Anreizen, langfristig möglichst gute Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen.

Quelle: https://www.bloomberg.com/profile/person/4047311
Robert Iger

Amtierender Chairman des Unternehmens ist der Amerikaner Robert Allen Iger, der ehemalige CEO des Unternehmens, geboren 1951 in New York City. Er wuchs in Oceanside auf, wo er die Fulton Avenue School besuchte und 1969 die Oceanside High School abschloss. Seine weitere akademische Laufbahn umfasst einen Bachelor of Science in Fernseh- und Radiowissenschaften, den er 1973 mit magnacum laude an der Roy H. Park School of Communications am Ithaca College, New York erworben hat. Außerdem erwarb er einen Juris Doctor am Western State College of Law. Seine berufliche Karriere begann 1974 bei der American Broadcasting Company (ABC) mit einfachen Hilfstätigkeiten. Bis 1989 hatte er sich zum Leiter von ABC-Entertainment hochgearbeitet und hatte von 1993 bis 1994 die Position des Präsidenten der ABC Network Television Group inne. Daneben wurde er 1993 zum Senior Vice President, etwas später im selben Jahr zum Executive Vice President von Capital Cities / ABC ernannt. 1994 erreichte er hier schließlich die Position des Präsidenten und des Chief Operating Officer (COO). Als 1996 die Walt Disney Company Capital Cities / ABC aufkaufte, blieb Iger noch bis 1999 Präsident der umbenannten ABC, Inc. Am 25. Februar 1999 ernannte Disney ihn zum Präsidenten von Walt Disney International, der Geschäftseinheit, die Disneys internationale Aktivitäten überwacht, sowie zum Vorsitzenden der ABC-Gruppe. Ein weitere Meilenstein war am 24. Januar 2000 erreicht, als Iger zum Präsidenten und COO von Disney ernannt wurde, der Nummer zwei des Unternehmens nach Michael Eisner. Am 13. März 2005 gab Disney bekannt, dass Iger die Nachfolge von Michael Eisner als CEO antreten wird, und Iger wurde für die laufenden Geschäfte verantwortlich gemacht, obwohl Eisner den Titel des CEO innehatte, bis er am 30. September 2005 zurücktrat. Eine der ersten wichtigen Entscheidungen von Iger als CEO war die Neuzuweisung von Disneys Chief Strategic Officer, Peter Murphy, und die Auflösung der Abteilung für strategische Planung des Unternehmens. Bevor Iger zum CEO ernannt wurde, starteten die Vorstandsmitglieder Roy E. Disney und Stanley Gold eine Kampagne mit dem Titel „Save Disney“ gegen Eisner. Im Juli 2005 ließen Disney und Gold die Kampagne fallen und vereinbarten, mit Iger zusammenzuarbeiten. Damit war die Übernahme der Unternehmensleitung vollständig und Robert Iger war bis zum Februar 2020 CEO und zuletzt, seit März 2012 auch Chairman des Unternehmens.

Zuletzt, für das Geschäftsjahr 2019, war Robert Iger noch CEO des Unternehmens und exemplarisch werden hier seine Bezüge betrachtet. Sein Gehalt als Topmanager des Unternehmens weisen hohe Anteile an Aktien mit eingeschränktem Verfügungsrecht und einen ähnlich großen Teil an Aktienoptionen aus. Beide Bestandteile machen jeweils einen Anteil von rund 22 bzw. 21 % am Gesamtgehalt 209 aus. Die Aktienoptionen bewerte ich im Zusammenhang mit der Managerbezahlung immer negativ. Was hier noch besonders ins Auge fällt, sind die sehr hohen Bezüge an Bonuszahlungen die fast 48 % aller Bezüge ausmachen. Mit Blick auf die Entwicklung für das Jahr 2019, kann hier kritisch hinterfragt werden, ob diese hohe Bonuszahlung durch den Unternehmenserfolg gerechtfertigt war, berücksichtigt man die gesunkenen Gewinne des Unternehmens für 2019. Ein weitere positiver Aspekt: Robert Iger besitzt rund 0,13% der ausstehenden Aktien des Unternehmens, etwa 2,3 Mio. Aktien.

Für Aktienoptionen führe ich hier wie immer folgende Betrachtung an: Optionen werden aufgrund des direkten Bezuges zur Aktienkursentwicklung als durchaus problematisch betrachtet, da ihnen eine kurzfristige Leistungsbeurteilung von Führungskräften unterstellt werden kann. Kritiker bezeichnen die mittels Aktienoptionsplänen geschaffenen Anreizstrukturen als nicht genügend nachhaltig, da sie vorwiegend auf kurzfristige Kurssteigerungen abzielen würden (Gabler Wirtschaftslexikon, online). Nachteile können beispielsweise aus Fehlentscheidungen resultieren, die auf die kurzfristige Erhöhung des Börsenkurses abzielen. Damit verbunden sind riskantere Entscheidungen, die nicht zwingend höhere Erträge für das Unternehmen einbringen. Über Vergütungssysteme finden Sie hier auf Controling-Wiki weitere Informationen.

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1.2 News – The Walt Disney Co.

26.02.2020 – Der australische Sydney Morning Herald berichtet, dass ITV plc (LSE: ITV) Seven Studios kaufen möchte, die derzeit Teil von Seven West Media Limited (ASX: SWM) sind und vor allem für ihre Home and Away-Serie und die nicht geschriebene Programmierung My Kitchen Rules bekannt sind. ITV ist jedoch laut Nachrichtenbericht nicht allein und die Zeitung erwähnt The Walt Disney Company (NYSE: DIS) und NBCUniversal, LLC als potenzielle Käufer. Seven Studios wird von Therese Hegarty geleitet und verfügt über eine Reihe internationaler Abteilungen, darunter Seven Studios UK und 7Beyond in den USA. Seven hat eine Gesamtschuldenlast von rund 541 Mio. AUD. Ein Bericht über die Aktivitäten der Investmentbanker Deutsche Bank Aktiengesellschaft (XTRA: DBK) besagt, dass SevenWest sich noch aus dem Verkaufsprozess zurückziehen könnte, sodass die Wahrscheinlichkeit einer Akquisition durch ITV weiterhin gering ist. „Aber im Allgemeinen wurden Rundfunkveranstalter, die Upstream kaufen, um Rechte zu sichern, auch beim Kauf mit Premium-Multiplikatoren gut aufgenommen. ITV zeigt seine Sendungen Home and Away und My Kitchen Rules.“

25.02.2020 – Am 24. Februar 2020 ernannte die Walt Disney Company Robert A. Iger, zuvor Chief Executive Officer des Unternehmens, zum Executive Chairman des Unternehmens und Robert Chapek, zuvor Chairman, Disney Parks, Experiences and Products, zum Chief Executive Offizier der Gesellschaft. Herr Iger berichtet ausschließlich an den Verwaltungsrat und bleibt Vorsitzender des Verwaltungsrats. Herr Chapek wird dem Verwaltungsrat und Herrn Iger als Executive Chairman Bericht erstatten. Im Zusammenhang mit seiner Ernennung zum Chief Executive Officer hat das Unternehmen einen neuen Arbeitsvertrag mit Herrn Chapek (60) abgeschlossen, der seine vorherige Vereinbarung in Bezug auf seine Position bei Disney Parks, Experiences and Products (der „Arbeitsvertrag“) ersetzt. . Der Arbeitsvertrag hat eine festgelegte Laufzeit, die am 24. Februar 2020 beginnt und am 28. Februar 2023 endet. Der Arbeitsvertrag sieht vor, dass Herr Chapek zu einem vom Vorstand festzulegenden und zu nominierenden Zeitpunkt als Mitglied des Verwaltungsrats gewählt wird zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat während seiner Amtszeit als Chief Executive Officer.

15.02.2020 – Der frühere BBC-Manager Liam Keelan wird sich der Walt Disney Company anschließen, um die Originalproduktionen in Europa und Afrika für seine TV- und Disney + -Dienste zu überwachen. Keelan tritt am 2. März als Vice President für Originalproduktionen und Fernsehen für Europa und Afrika in das Geschäft von Disneys Television und Direct-to-Consumer ein. Keelan mit Sitz in London wird ein Team von Entwicklungs- und Produktionsmitarbeitern in Großbritannien und der Region leiten, um qualitativ hochwertige Fernsehoriginale für The Walt Disney Company zu liefern. Keelan wird für geskriptete, nicht geschriebene, sachliche Unterhaltung und animierte Originale in den verschiedenen Genres des Unternehmens mit Schwerpunkt auf allgemeiner Unterhaltung und Familie verantwortlich sein. Keelan wird in Diego Londono, EVP-Mediennetzwerke und Inhalte berichten. Zuvor war Keelan sechs Jahre lang als Director für Skriptinhalte bei BBC Worldwide (jetzt BBC Studios) tätig. Davor war er weltweiter Redaktionsleiter von BBC Worldwide und BBC-Controller für Tages- und Frühspitzen.

13.02.2020 – Die Walt Disney Company gab bekannt, dass Disney + am 29. März 2020 in Indien eingeführt wird. Es wird über Hotstar angeboten, indem die VIP- und Premium-Abonnementstufen von Hotstar in Disney + Hotstar umbenannt werden, das ein gebündeltes Produkt sein wird. Derzeit ist Hotstar Premium für 299 / Monat und 999 / Jahr erhältlich. Hotstar VIP ist für 365 / Jahr verfügbar.

04.02.2020 – Die Walt Disney Company gab die Ergebnisse für das am 28. Dezember 2019 endende erste Quartal bekannt. Für das erste Quartal gab das Unternehmen einen Umsatz von 20.858 Mio. USD gegenüber 15.303 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Der Nettogewinn betrug USD 2.107 Millionen gegenüber USD 2.788 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 1,17 gegenüber USD 1,87 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 1,16 gegenüber USD 1,86 im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug USD 1,18 gegenüber USD 1,87 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug USD 1,17 gegenüber USD 1,86 im Vorjahr.

22.01.2020 – Scopely, Inc. erklärte sich bereit, FoxNext Games, LLC am 22. Januar 2020 von The Walt Disney Company (NYSE: DIS) zu übernehmen. Nach Abschluss der Transaktion wird Aaron Loeb, Präsident von FoxNext Games, Scopely in einer neu geschaffenen Führungsrolle beitreten und Amir Rahimi, Senior Vice President und General Manager von FoxNext Games, wird als President Games das Studio von FoxNext Games in Los Angeles bei Scopely leiten. Die Akquisition beinhaltet nicht das separate Portfolio von Fox IP-lizenzierten Spieletiteln, die weiterhin Teil des lizenzierten Spielegeschäfts von Disney sein werden. LionTree Advisors, LLC fungierte als Finanzberater von Walt Disney und Moelis & Company (NYSE: MC) als Finanzberater von Scopely. Michael Brown, Ken Myers, Stephen Fisher, Jennifer Stanley, Matthew Cantor, Elizabeth Gartland, Liza Morgan, Daniel McCoy und William Skinner von Fenwick & West LLP fungierten als Rechtsberater von Scopely, Inc.

21.01.2020 – Das Segment Direct-to-Consumer & International der Walt Disney Company hat den 24. März als neuen Starttermin für Disney + in Märkten in ganz Westeuropa festgelegt. Die Preise wurden ebenfalls mit 5,99 £ / 6,99 € pro Monat oder 59,99 £ / 69,99 € für ein Jahresabonnement bestätigt. Der Streaming-Dienst wird am 24. März in Großbritannien, Irland, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Österreich und der Schweiz gestartet. Weitere westeuropäische Märkte, darunter Belgien, die nordischen Länder und Portugal, werden im Sommer 2020 folgen. Disney + bietet Fans jeden Alters eine neue Möglichkeit, die unvergleichlichen Inhalte der bekannten Unterhaltungsmarken des Unternehmens wie Disney, Pixar, Marvel und Star Wars zu erleben und National Geographic sowie exklusives Originalprogramm mit Langfilmen, Serien, Dokumentationen und Kurzform-Inhalten, die exklusiv für den Dienst erstellt wurden.

25.11.2019 – Die Walt Disney Company gab den Ablauf und die endgültigen Ergebnisse ihres Umtauschangebots (das „registrierte Umtauschangebot“) für den gesamten Gesamtnennbetrag von 14.098.439.000 USD ihrer ausstehenden vorrangigen unbesicherten Schuldverschreibungen (die „Privatplatzierungsanleihen“) bekannt, die zuvor gemäß eine Ausnahme von den Registrierungsanforderungen des Securities Act von 1933 in der geänderten Fassung (das „Securities Act“) für den gleichen Nennbetrag der nach dem Securities Act registrierten neuen Schuldverschreibungen (die „Registered Notes“). Das registrierte Umtauschangebot lief am 22. November 2019 (das „Ablaufdatum“) um 17:00 Uhr New Yorker Zeit ab. Zum Ablaufdatum waren die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Kapitalbeträge der Privatplatzierungsscheine gültig ausgeschrieben und nicht gültig zurückgezogen worden. Die Gesellschaft hat alle im Rahmen des registrierten Umtauschangebots angebotenen solchen Privatplatzierungsscheine zum Umtausch angenommen. Mit der Abwicklung des registrierten Umtauschangebots erhalten Inhaber von Privatplatzierungsscheinen, die diese Schuldverschreibungen vor dem Ablaufdatum gültig angeboten und nicht gültig zurückgezogen haben, einen ähnlichen Kapitalbetrag an registrierten Schuldverschreibungen der jeweiligen Serie. Die Gesellschaft geht davon aus, dass eine solche Abwicklung am oder um den 26. November 2019 erfolgen wird. Die Bedingungen der registrierten Schuldverschreibungen, die bei Abwicklung des registrierten Umtauschangebots ausgegeben werden sollen, sind im Wesentlichen identisch mit den Bedingungen der entsprechenden Serie von Privatplatzierungsschuldverschreibungen, mit der Ausnahme, dass Die registrierten Schuldverschreibungen werden gemäß dem Securities Act registriert, und die Übertragungsbeschränkungen für die Private Placement Notes gelten nicht für die registrierten Schuldverschreibungen. Die registrierten Schuldverschreibungen stellen dieselbe Schuld dar wie die Private Placement-Schuldverschreibungen, und die Gesellschaft gibt die registrierten Schuldverschreibungen unter demselben Indenture aus, der die anwendbare Serie von Privatplatzierungsanleihen regelt. Das registrierte Umtauschangebot wurde gemäß den Bedingungen und vorbehaltlich der Bedingungen abgegeben, die in einem bei der Securities and Exchange Commission vom 22. Oktober 2019 eingereichten Prospekt und einem zugehörigen Übermittlungsschreiben festgelegt sind.

Weitere Nachrichten sind im Zeitverlauf auf simplywallstreet.com zu finden, sowie im Nachrichtenportal der Investor Relations von Disney.

1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe – The Walt Disney Co.

Unter den Hauptaktionären von Disney finden sich viele große und bekannte Institutionen, wie die Vanguard Group, Inc, die mit rund 7,27% der größte Anteilseigner ist. Aber auch weitere bekannte Firmen und Holdings sind vertreten, wie BlackRock Fund Advisors, die 2,38% der ausstehenden Aktien kontrollieren, Fidelity Management & Research Co. mit etwa 1,67% oder T. Rowe Price Associates, Inc. mit 1,25%. Die Top 25 der Anteilseigner des Unternehmens kontrollieren insgesamt rund 36,9% aller ausstehenden Aktien.

Eine Zusammenfassung der Besitzverhältnisse, kann hier auf morningstar.com gefunden werden. Insgesamt werden 66,4% der Aktien von Institutionen wie Anlagefirmen oder Holdings gehalten. 33,5% der Aktien befinden sich im freien Verkehr und die verbliebenen 1,3% verteilen sich auf Staatsfonds und Insider des Unternehmens.

Nach 1999, ein Jahr in dem keine Dividende ausgeschüttet wurde, hat Disney kontinuierlich und ohne Unterbrechung Dividenden an seine Aktionäre ausgeschüttet. Dabei konnten diese auch durchgehend gesteigert werden. Wie für amerikanische Unternehmen üblich, werden die Dividenden quartalsweise ausgeschüttet und für das Geschäftsjahr 2019 zahlte Disney insgesamt 1,76 US-Dollar an Dividenden an seine Aktionäre. Zuletzt wurden rund 31% der erwirtschafteten Gewinne als Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet.

Ein Aktienrückkaufprogramm gibt es aktuell nicht. Im 2. Quartal 209 ist die Anzahl ausstehender Aktien markant gestiegen um rund 21%. In den Jahren davor, wurden allerdings sukzessive Aktien zurück gekauft, sodass trotz der Ausweitung der Aktienanzahl Disney in etwa auf dem Niveau von 2013 steht.

Mit Blick auf Aktienrückkäufe, müssen aber diverse Kritikpunkte beachtet werden, wie beispielsweise der Umstand, dass die Rückkäufe zu viel zu teuren Kursen stattfinden können. In einem Artikel von wallstreet-online.de, wird hier Warren Buffett´s Meinung und seine Kriterien im Bezug auf Aktienrückkäufe beschrieben. Der Artikel wurde unter dem Titel „Warren Buffett über Aktienrückkäufe“ veröffentlicht.

1.4 Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite) – The Walt Disney Co.

UnternehmenGesamtkapitalrenditeEV/EBITReturn on Capital (Joel Greenblatt; Leistung)Earnings Yield (Joel Greenblatt; Preis)
The Walt Disney Co.5,7 %15,946,2 %6,3 %
Comcast Corp.5,1 %12,846,6 %7,8 %
Netflix, Inc. 6,3 %58,5571,4 %1,7 %
Discovery, Inc.6,3 %9,1144,8 %11,0 %
DISH Network Corp.4,4 %11,5 76,6 %8,7 %
Roku, Inc.-7 %-164,2-25,5 %-0,6 %
Liberty Global plc22,4 %131,11,7 %0,8 %
ViacomCBS, Inc. 9,9 %7,184,5 %14,2 %
Kabel Deutschland Holding AG10,9 %19,828,1 %5,1 %
ProSiebenSat 1 Media SE6,4 %6,7188,7 %15,0 %
Liberty Boadband Corp. 1,0 %115,71144,0 %0,9 %
Amazon.com, Inc.6,1 %57,618,6 %1,7 %
Nexstar Media Group, Inc.2,3 %17,451,1 %5,7 %
RTL Group SA8,8 %5,7151,5 %17,5 %
Vivendi SA4,4 %17,671,3 %5,7 %
Zee Entertainment Enterprises Ltd.----

Um einen besseren Vergleich der Peer Group untereinander ziehen zu können, verwende ich hier mehrere Kennzahlen, darunter die Gesamtkapitalrendite, das Enterprise Value zu EBIT-Verhältnis, mit dem sich Unternehmen einer Branche gegeneinander vergleichen lassen (je niedriger die Zahl desto günstiger ist das Unternehmen im Verhältnis zu seiner operativen Ertragskraft) und die Kennzahlenkombination Return on Capital (Kapitalrendite; ROC) und Earnings Yield (Gewinnrendite; EY) nach der Berechnungsmethode von Joel Greenblatt, die Bestandteil seiner „Börsenzauberformel“ sind. Mit der kombinierten Betrachtung dieser beiden Kennzahlen, lässt sich die aktuelle Leistung des Unternehmens (ROC) gegen seine aktuelle Bewertung (EY) vergleichen. Eine Methode der Preis/Leistungs-Berechnung für Aktiengesellschaften.

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1.5 Segmente und Umsatzverteilung – The Walt Disney Co.

Mit der Eingliederung großer Teile von 21st Century Fox in das Unternehmen, haben sich die Umsatzverteilungen, auch im Zuge einer Umstellung von Geschäftsbereichen, geändert. Bisher war die Sparte Media Networks mit rund 41,2% (Stand 2018) Anteil am Umsatz der Hauptertragsbringer für Disney. Für 2019, ging das durch die Entstehung des neuen Geschäftsbereiches Parks, Experiences and Products aus den Teilbereichen Parks and Resorts und Consumer Products and Interactive Media, mit rund 37,8% Umsatzanteil, auf diesen Geschäftszweig über. Media Networks ist noch für 35,8% der Umsätze verantwortlich.

Die meisten Erträge werden in den Vereinigten Staaten und Kanada erwirtschaftet. Die Region Nordamerika schlägt hier mit rund 72,9% zu Buche.

1.6 Wichtige Kennzahlen – The Walt Disney Co.

Verschuldungsgrad und finanzielle Stabiliät

GeschäftsjahrEigenkapital-quoteFremdkapital-quote
201948,4 %51,6 %
201853,6 % 46,4 %
201747,0 % 53,0 %
201651,4 % 48,6 %
201555,2 % 44,8 %
201457,3 % 42,7 %
201359,3 % 40,7 %
201256,0 % 44,0 %
201154,7 % 45,3 %
201056,9 % 43,1 %
200956,1 % 43,9 %

Entwicklung der Verschuldung und des Gesamtkapitals: Disney hat über einen längeren Betrachtungszeitraum stabile Verhältnisse zwischen Eigenkapital und Fremdkapital mit einer relativ geringen Schwankung.

Finanzielle Stabilität: Das Current Ratio des Unternehmens liegt aktuell bei rund 0,80, sein Quick Ratio bei rund 0,75. Damit muss konstatierte werden, dass Disney nicht in der Lage ist, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten alleine aus liquiden Mitteln zu decken, sondern lediglich 75 bis 80 % davon. Die liquiden Mittel des Unternehmens sind vorhanden, reichen aber nicht aus, um mögliche Fremdkapitalansprüche zu bedienen. Die Hauptsicherheit die Disney hat, um die hohen Fremdkapitalbestände absichern zu können, sind seine bisher sehr starken Cashflows.

Entwicklung des Goodwills in der Bilanz: Der Anteil des Goodwills in der Bilanz von Disney beläuft sich auf rund 41,4%. Im Falle außerordentlicher Abschreibungen, besteht hier ein horrendes Risiko für das Unternehmen, starke Wertkorrekturen zu erleiden. Im letzten Geschäftsjahr 2019 ist der Goodwillanteil sehr stark gestiegen, von rund 31,7 auf nun 41,4%. Dieser Hohe Goodwill muss äußerst kritisch betrachtet werden, da hier ein mögliches großes Risiko liegt.

Entwicklung der Pensionsrückstellungen: Die Betrachtung der Pensionsrückstellung und der allgemeinen Altersvorsorgeaufwendungen für die Mitarbeiter der Unternehmens ist insofern interessant, da es gerade in Zeiten niedriger Zinsen zu starken Unterfinanzierungen von Pensionsverpflichtungen in der Zukunft kommen kann. Hier ist auffällig, dass zuletzt der Abzinsungsfaktor von 4,31% auf 3,22% für 2019 gesenkt wurde. Ein sinkender Diskontierungsfaktor bedeutet, dass das Unternehmen mehr Mittel einstellen muss, um zukünftige Ansprüche bedienen zu können, da die eingestellten Mittel sich mit einem niedrigeren Zinssatz verzinsen. Es besteht also die Gefahr einer Unterfinanzierung der Pensionsansprüche von Mitarbeitern.

Entwicklung der Kosten für Forschung und Entwicklung: Das Unternehmen weist keine Kosten für Forschung und Entwicklung aus.

Zinsdeckungsgrad: Der Zinsdeckungsgrad von Disney liegt bei rund 7,8. Damit kann Disney seine Zinslasten aus den operativen Gewinnen gut bedienen. Es besteht auch kein signifikantes Zinsänderungsrisiko für das Unternehmen. Der Zinssatz auf das Fremdkapital liegt bei rund 1,5% und eine Erhöhung des Zinses um 2 Prozentpunkte, hätte einen Effekt auf das Vorsteuerergebnis (EBT) von rund -3,2%. Das Risiko an dieser Stelle ist somit überschaubar.

Anzahl ausstehender Aktien

GeschäftsjahrAusstehende Aktien
in Mio. Stück
Veränderung
20191.802+21,0 %
20181.489-1,4 %
20171.510-5,1 %
20161.591 -3,8 %
20151.653-2,5 %
20141.696-3,5 %
20131.757-0,9 %
20121.772+0,6 %
20111.762-7,1 %
20101.897+1,7 %
20091.865+2,3 %

Entwicklung der Anzahl ausstehender Aktien: Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien ist zuletzt wieder stärker angestiegen. In den Jahren bis 2018, ist eine Tendenz zu immer weniger Aktien feststellbar. Ende des Jahres 2019, weist das Unternehmen 1.802 Mio. Aktien aus.

Operative Marge

GeschäftsjahrUmsäte
in Mio. USD
EBIT
in Mio. USD
operative
Marge
201969.57011.85117,0 %
201859.43414.83725,0 %
201755.13713.87325,2 %
201655.63214.35825,8 %
201552.46513.22425,2 %
201448.81311.40023,4 %
201345.0419.23620,5 %
201242.2788.76320,7 %
201140.8937.72618,9 %
201038.0636.45617,0 %
200936.1495.20514,4 %

Entwicklung der Umsätze, des EBIT und der Gewinne: Die Umsätze zeigen eine deutliche Wachstumstendenz und auch das operative Ergebnis sowie die Gewinne weisen auf lange Sicht ein konstantes Wachstum auf. Zuletzt musste das Unternehmen allerdings Rückgänge bei EBIT und Nettogewinn ausweisen.

Entwicklung der operativen und der Nettomarge: Die Margen haben sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Im Jahr 2019 musste zwar ein Rückgang der Margen in Kauf genommen werden, aber noch immer haben die Margen ein sehr gutes Niveau.

Free Cashflows

GeschäftsjahrFree Cashflows
in Mio. USD
Veränderung
in %
20191.108-88,7 %
20189.830+12,7 %
20178.720+3,3 %
20168.440+27,0 %
20156.644+2,7 %
20146.469-2,8 %
20136.656+59,2 %
20124.182+21,8 %
20113.435-23,1 %
20104.468+25,3 %
20093.566+25,3 %

Entwicklung der operativen und freien Cashflows: Disney weist über den gesamten Betrachtungszeitraum sehr gute Cashflows aus, die nur 2019 einen größeren bzw. signifikanten Einbruch aufweisen. Allerdings sind sie nach wie vor positiv. Auf lange Sicht, konnte Disney seine Cashflows konstant immer weiter steigern mit nur gelegentlichen Rückgängen. Insofern ist die Situation 2019 allerdings negativ zu betrachten, das die Cashflows einen überdeutlichen Rückgang aufweisen.

Buchwert

GeschäftsjahrBuchwert
in Mio. USD
Veränderung
in %
201993.889+77,7 %
201852.832+17,4 %
201745.004-4,9 %
201647.323-2,7 %
201548.655+1,0 %
201448.178+0,1 %
201348.150+14,8 %
201241.958+6,4 %
201139.453+0,3 %
201039.342+11,1 %
200935.425+9,6 %

Entwicklung des Eigenkapitals: Das Eigenkapital ist zuletzt stark gewachsen und zeigt über einen längeren Zeitraum eine deutliche Wachstumstendenz. Der zuletzt sprunghafte Anstieg des Eigenkapitals, kann mit Blick auf die Anzahl ausstehender Aktien und den Bestand an Treasury Stocks in der Bilanz erklärt werden.

Entwicklung der Treasury Stocks in der Bilanz:  Zuletzt wurden die eigenen Aktien in der Bilanz massiv abgebaut und die steigende Zahl der ausstehenden Aktien spricht dafür, dass die Aktien wieder verkauft und im Umlauf gebracht wurden. Als Nebeneffekt dadurch, ist das Eigenkapital stark gestiegen, da Treasury Stocks negativ in der Bilanz zum Eigenkapital verbucht werden.

Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis

Geschäftsjahr Dividenden
in USD /Aktie
Earnings
per Share
KGV
20191,76 USD 6,64 USD 19,5
20181,68 USD8,36 USD13,9
20171,56 USD 5,69 USD 17,2
20161,42 USD 5,73 USD 16,1
20151,81 USD 4,90 USD 20,6
20140,86 USD 4,26 USD 20,7
20130,75 USD 3,38 USD 18,9
20120,60 USD 3,13 USD 16,5
20110,40 USD 2,52 USD 11,8
20100,35 USD 2,03 USD 16,0
20090,35 USD 1,76 USD 15,4

Entwicklung der Dividenden und des KGV, sowie des KBV: Auf lange Sicht, steigen die Dividenden kontinuierlich. Disney gehört allerdings nicht zum Dividendenadel, das es auch immer wieder zu Kürzungen kam.

Entwicklung der Gewinne je Aktie, der Freien Cashflows je Aktie und der Owners Earnings: Zuletzt musste Disney einen Rückgang bei den Gewinnen je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 ausweisen und die freien Cashflows je Aktie sind regelrecht eingebrochen. Die langfristige Tendenz ist allerdings auf Wachstum gerichtet. Die Owners Earnings zeigen einen volatileren Charakter, sind aber bis auf wenige Ausnahmen immer positiv.

1.7 Aussichten – The Walt Disney Co.

Unternehmensspezifisch: Durch die aktuellen Gegebenheiten, ist es nahezu unmöglich eine Einschätzung über die zukünftigen Erträge und Gewinne des Unternehmens zu geben. Sämtliche Schätzungen und Erwartungen müssen daher mit einem hohen Unsicherheitsfaktor bedacht werden.

Für 2020 rechnen die Analysten auf marketscreener.com, gehen für das Geschäftsjahr 2020 von zunächst sinkenden Gewinnen, aber steigenden Umsätzen für Disney aus. Die Entwicklung soll ab diesem Zeitpunkt wieder in Richtung steigender Gewinne gehen, die für 2021 und 2022 prognostiziert werden. Ein ähnliches Bild zeichnen die Schätzungen auf finanzen.net. Diese gehen bis 2024 von steigenden Umsätzen und Gewinnen für Disney aus.

Erwartungen der Analysten auf simplywallstreet.com

Gesamtmark: Da Disney global aktiv ist, lohn sich eine Betrachtung der wirtschaftlichen Rahmendaten verschiedener Länder und Regionen, um mögliche Risiken für das Geschäft von Disney zu erkennen. Für mögliche Risiken auf er gesetzesgebenden Seite, sollte man jeden Standort separat betrachten.

Die globale Wirtschaft ist ebenfalls interessant für ein Unternehmen wie Disney, dass weltweit mehrere Themenparks betreibt und ein international starkes Geschäft betreibt. Für die Weltwirtschaft können unter den folgenden Institutionen Daten gesichtet werden, wie die Zinsentwicklung verschiedener Länder oder anderer ökonomischer Rahmendaten.

Publikationen auf marketsandmarkets.com, zeigen im Folgenden die Erwartungen über die künftige Entwicklung:

SegmentPrognose
Content Delivery Network Man prognostiziert ein Wachstum des Marktes für Content Delivery Network von 12,4 Milliarden im Jahr 2019 auf 22,1 Milliarden USD bis 2024 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 12,3% im Prognosezeitraum. Der CDN-Markt verzeichnete aufgrund mehrerer treibender Faktoren ein erhebliches Wachstum, darunter die steigende Nachfrage nach verbesserter Qualität der Erfahrung (QoE) und der Qualität des Dienstes (QoS), die Verbreitung von Video und Rich Media über Websites sowie die steigende Nachfrage nach verbessertem Videoinhalt und verbesserter Latenz -freies Online-Spielerlebnis.
Video-on-Demand Die weltweite Marktgröße für Video-on-Demand wird voraussichtlich von 38,9 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 87,1 Mrd. USD im Jahr 2024 steigen, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 17,5% im Zeitraum 2019–2024. Die Bequemlichkeit, jederzeit und überall auf Videos zuzugreifen, eine höhere Verbreitung intelligenter Geräte, Hochgeschwindigkeitsverbindungen und Erschwinglichkeit werden voraussichtlich das Wachstum des VoD-Marktes (Video on Demand) bei verschiedenen Endbenutzern weltweit vorantreiben.
Markt für Video-Streaming-Software MarketsandMarkets prognostiziert ein Wachstum des Marktes für Video-Streaming-Software von 3,3 Mrd. USD im Jahr 2017 auf 7,5 Mrd. USD im Jahr 2022 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 18,2%. Der zunehmende Bedarf an Transcodierung zur Bereitstellung von Videos für eine große Anzahl von Endbenutzern sowie das starke Wachstum von Online-Videos und die wachsende Nachfrage nach On-Demand-Streaming sind die Haupttreiber für das Wachstum dieses Marktes.
Video-as-a-Service-Markt Der weltweite Video-as-a-Service-Markt (VaaS) soll von 390,3 Mio. USD im Jahr 2016 auf 1.587,4 Mio. USD im Jahr 2021 wachsen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 32,4%. 2015 wurde als Basisjahr angesehen, während der Prognosezeitraum von 2016 bis 2021 reicht. Der Bericht segmentiert den Markt nach Plattform, Service, Gerät, Bereitstellungsmodell, Unternehmensgröße, Branche und Region. Die steigenden Haushaltsausgaben für Veranstaltungen und die zunehmende Einführung der Cloud-Plattform dürften das Wachstum des Marktes vorantreiben.

1.8 Einteilung nach Peter Lynch – The Walt Disney Co.

Ausgehend von den Erwartungen der Analysten für die kommenden 3 Jahre, gehe ich für Disney von einem Average Grower aus. Weitere Faktoren wie eine mittlere Dividende und einige Wettbewerbsvorteile aufgrund der Marke und der Unternehmensgröße lassen mich hier ebenfalls für einen Average Grower argumentieren. Die Empfehlung von Peter Lynch: Kaufen, wenn die Bewertung des Unternehmens unter dem eigenen Schitt liegt.

1.9 Levermann Score – The Walt Disney Co.

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WertPunkte
1Eigenkapitalrendite
2EBIT-Marge
3Eigenkapitalquote
4Kurs-Gewinn-Verhältnis
5Kurs-Gewinn-Verhältnis (5Jahre)
6Analystenmeinung
7Reaktion auf die Quartalszahlen
(SPX)
8Gewinnrevision
9Kursverlauf der letzten 6 Monate
10Kursverlauf der letzten 12 Monate
11Trendumkehr
12Reversaleffekt
13Erwartetes Gewinnwachstum

Gesamt

1.10 Piotroski F-Score – The Walt Disney Co.

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WertPunkt
1Positiver Nettoertrag Ja1
2Positiver operativer Cashflow Ja1
3Gesamtkapitalrendite höher als im Vorjahr Nein0
4operativer Cashflow höher als Nettogewinn Nein 0
5Niedrigerer Verschuldungsgrad als im Vorjahr Nein 0
6Current Ratio höher als im Vorjahr Nein 0
7Weniger oder gleich viele umlaufende Aktien
als im Vorjahr
Nein 0
8Bruttomarge höher als im Vorjahr Nein 0
9Kapitalumschlag höher als im Vorjahr Nein 0
Gesamt2

1.11 Berichte und Präsentationen – The Walt Disney Co.

2. Detailanalyse

Bei einigen Bewertungsverfahren, werde ich Annahmen und Prognosen über zukünftige Entwicklungen des Unternehmens machen müssen. Immer wenn ich Schätzungen machen muss, werde ich versuchen diese unter möglichst konservativen Annahmen zu machen, um keinen zu optimistischen Standpunkt einzunehmen.

2.1 SWOT – Analyse – The Walt Disney Co.

Stärken:

  • Die größte Stärke von Walt Disney ist der enorme Markenname den das Unternehmen aufgebaut hat. Weltweit ist Disney einem Großteil der Bevölkerung ein Begriff und wird in der Regel mit Vergnügen verbunden. Aus dieser starken Marke resultiert ein nicht unerheblicher Teil des Erfolgs von Disney in einer von starkem Wettbewerb gekennzeichneten Branche. Die Marke Disney zählt heute zu den wertvollsten Marken der Welt.
  • Das Unternehmen genießt einen guten Ruf und hat über die letzten 10 Jahre konstant Gewinn erwirtschaftet sowie positive Cashflows ausgewiesen. Im letzten Geschäftsjahr ist der Freie Cashflow zwar stark eingebrochen, aber er ist immer noch positiv und operativer Cashflow sowie Gewinne waren ebenfalls positiv.
  • Disney verfügt über ein sehr weitläufiges Netzwerk, welches das Unternehmen kontinuierlich ausgebaut hat. Daraus resultiert eine hohe Effizienz bei der Verteilung von Inhalten und Produkten, die einen starken Wettbewerbsvorteil gegenüber kleineren und jüngeren Konkurrenten darstellt. Die globale Präsenz von Disney ist definitiv ein Vorteil.
  • Eine weitere Stärke des Unternehmens ist seine lange Historie von über 90 Jahren Unternehmensgeschichte und die daraus gewachsene Erfahrung des Unternehmens. Bei Disney arbeiten auch einige der kreativsten Köpfe der Branche, was einen qualitativen Wettbewerbsvorteil verspricht, das Disney bei vielversprechendem Personal bereits durch seine Bekanntheit einen besseren Zugriff hat und, bedingt durch den Unternehmenserfolg, auch die attraktiveren Konditionen bieten kann.
  • Disney hat immer wieder mit großem Erfolg Übernahmen durchgeführt und konnte sich im Laufe der Jahre so eine große Kompetenz beim Kauf und der Integration von Unternehmen erwerben. Daraus ergibt sich direkt eine weitere Stärke, dass sich die Firma aus der reinen Film-Branche in andere Geschäftszweige diversifizieren konnte und so seine Marken auch abseits der kinematografischen Nutzung einsetzen kann. Darunter fallen diverse Produkte, eine eigene Schiffahrtslinie sowie die bekannten Themenparks.

Schwächen:

  • Zuletzt stellte die finanzielle Planung des Unternehmens den ersten markanten Schwachpunkt dar. Vor allem in Verbindung mit dem neuen Streamingdienst Disney+, musste das Unternehmen höhere Kosten als ursprünglich geplant waren verkraften. Es kam in der Vergangenheit dadurch immer wieder zu höheren Kosten.
  • Das Unternehmen hat einen sehr hohen Anteil an Fremdkapital in seiner Bilanz, der zuletzt durch die Übernahme von 21st Century Fox nochmals stark angewachsen ist.
  • Disney kann hier unterstellt werden, kein maßgeblicher Innovator zu sein. Zwar verfügt das Unternehmen über viel kreatives Potential, aber wie beispielsweise Disney+ zeigt, übernimmt Disney hier lediglich erfolgreiche Geschäftsmodelle für sich. Hinzu kommt die wachsende Bewegung des Publikums vom Fernsehen und Kino zu Internetangeboten, womit ein relevanter Geschäftszweig von Disney unter wachsenden Druck k
  • Der nordamerikanische Markt hat für Disney eine hohe Bedeutung und ein nicht unerheblicher Teil des Unternehmenserfolgs hängt an diesem Markt. Diese hohe Abhängigkeit kann als Schwachpunkt betrachtet werden.
  • Einige Geschäftsfelder sind stark saisonal, wie die Schiffahrtslinie oder die Themenparks.
  • Die operativen Kosten für Disney sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Chancen:

  • Disney hat in vielen Teilen der Welt noch Potential zu heben. Mit der Kernkompetenz im Bereich von Jugend- und Kinderangeboten, hat das Unternehmen große Chancen sich auch verstärkt außerhalb der USA ein wachsendes Geschäft aufzubauen.
  • Die starken Marken die Disney unter seinem Schirm zusammengezogen hat, bieten dem Unternehmen eine große Quelle an Inhalten und Produkten aus denen geschöpft werden kann. Durch den uneingeschränkten Zugriff auf das geistige Eigentum, bieten sich auch entsprechende Möglichkeiten auch zukünftig einer der bekanntesten Namen zu sein.
  • Gerade der neue Streamingdienst bietet Disney ein enormes Potential, um von seinen Inhalten zu profitieren. Damit verfügt Disney über ein Instrument, sich beispielsweise mit Konkurrenten wie Netflix zu messen.
  • Bei wachsendem Wohlstand in den aufstrebenden Märkten, besteht auch die Möglichkeit das Geschäft auf andere Regionen zu expandieren. Die forcierte internationale Expansion bietet Disney große Chancen.

Risiken:

  • Neben den allgemeinen Markt- und Währungsrisiken, muss für die Disney Company eine Reihe weiterer Risiken in Betracht gezogen werden.
  • Eine Zunahme des Wettbewerbs ist wahrscheinlich. Disney ist zwar der Platzhirsch im Entertainment-Bereich, aber durch niedrige Markteintrittsbarrieren, kommen beständig neue Wettbewerber hinzu, die teilweise mit innovativen Ideen große Erfolge erzielen können. Die weltweite Vernetzung und globaler Handel, haben in immer mehr Ländern Konkurrenten auf den Plan gerufen.
  • Mit dem Schwerpunkt auf Nordamerika, besteht für Disney auch die Gefahr der Isolation. Beispielsweise durch Konfliktsituationen oder wie zuletzt durch global auftretende Krankheiten, die drastische Interventionen der Regierungen zur Folge haben.
  • Der Raub geistigen Eigentums bzw. das plagiieren stellen ein weiteres Risiko dar und führen zu nicht unerheblichen Einbußen für das Unternehmen durch widerrechtliche Nutzung seiner Marken.
  • Auch regulatorische Eingriffe können ein Risiko darstellen.
  • Ein weiteres Risiko besteht in scheiternden Projekten, wie beispielsweise erfolglose Filme, die nicht nur die Finanzen belasten, sondern auch dem ruf von Disney schaden können.

2.2 Bewertungsverfahren – The Walt Disney Co.

Für die Bewertung von Disney, greife ich in diesem Abschnitt auf verschiedene Verfahren zurück, die mir für das Unternehmen als sinnvoll und aussagekräftig erscheinen. Da eine Bewertung zukünftiger Entwicklungen hier eine wesentliche Rolle spielt, werde ich bei Prognosen, Schätzungen und Annahmen versuchen, wie bereits gesagt, eine möglichst konservative Sichtweise einzunehmen.

2.2.1 Bewertung der Arbeit des Managements

Um hier eine möglichst fundierte Aussage zu treffen, betrachte ich mehrere Kennzahlen, anhand derer ich eine Einschätzung über die Leistung der Geschäftsleitung treffen will. Ich gebe die Kennzahlen für den Prognose-Zeitraum zwar mit an, diese fließen aber nicht in die Berechnung mit ein. Die Schwäche bei dieser Methode der Managementbewertung liegt in der doppelten Wertung von Unternehmenskennzahlen. Die Finanzkennzahlen des Unternehmens fließen in die Bewertung der Aktie mit ein, daher ergibt sich ein grundlegendes Problem, ein gutes Management anhand derselben Zahlen abzuleiten und das Ergebnis bei der Bewertung eines Unternehmens nochmals zu berücksichtigen.

Erläuterung: Bei allen Kapitalrenditen, nehme ich Werte von > 15% im Durchschnitt, als 100% an. Für die Tilgungsdauer des Fremdkapitals, nehme ich alle Wert von < 1 Jahr als 100%

Das Management kommt nach den von mir zugrunde gelegten Ansprüchen auf eine Leistung von rund 45%. Vor allem die Gesamtkapitalrendite, Investitionsrendite und die sehr langen Zeiten die für eine theoretische Schuldentilgung notwendig wären, sorgen für das niedrige Ergebnis. Hier empfiehlt sich aber ein Vergleich mit Konkurrenten und Unternehmen ähnlicher Profession um ein abschließendes Urteil über das Management abgeben zu können. Insgesamt macht das Management einen guten Eindruck auf mich.

2.2.2 Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

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Das Verfahren basiert darauf, dass auf ein Sockel-KGV, dem mindesten Vielfachen der Gewinne, zu dem ein Unternehmen bewertet sein sollte, Aufschläge berechnet und addiert werden, die sich nach bestimmten Fundamentaldaten des Unternehmens richten. Für dieses Verfahren muss ich verschiedene Annahmen treffen die sich teils auf Prognosen und Schätzungen stützen. Wo immer ich eine Einschätzung über zukünftige Entwicklungen machen muss, werde ich versuchen eine möglichst konservative Annahme zu treffen.

Für Disney habe ich ein Sockel KGV von 8,0 als realistisch angenommen. Das Unternehmen hat eine lange und erfolgreiche Historie vorzuweisen und das niedrigste KGV der letzten 10 Jahre lag bei etwa 10,0.

Für die Marktposition habe ich 5,0 Porter Punkte als realistisch angenommen (5-Kräfte-Modell nach Porter; Branchenstrukturanalyse). Ich unterstelle der Branche hier einen starken Wettbewerb.

Aus der Marktposition und der Rentabilität ergibt sich hier in Summe ein Aufschlag von 1,4 auf das Sockel KGV.

Ich rechne langfristig mit einem realistischen Gewinnwachstum des Unternehmens von rund 5,0% p.a. Daraus ergibt sich ein Aufschlag von 1,0.

Für individuelle Faktoren habe ich Disney mit einem Aufschlag von 4,0 auf das Sockel KGV honoriert.

  • Lange und sehr erfolgreiche Unternehmensgeschichte mit einer immer breiter werdenden Diversifikation und dem Erschließen neuer Geschäftsfelder : +1,0
  • Die Cashflows sind in der regel sehr stark und sogar unter Druck noch positiv: +1,0
  • Das Unternehmen verfügt über sehr starke Marken und das Management hat ich den Jahren von Robert Iger eine sehr gute Entwicklung genommen: +0,5
  • Der Name Disney ist sehr weit bekannt und wird geschätzt: +0,5
  • Das Unternehmen kann sehr gute Margen für eine Firma dieser Größe ausweisen: +0,5
  • Mit den letzten Übernahmen, ist Disney der Platzhirsch im Bereich von Entertainment: +0,5

Ergebnis: Für Disney konnte ich so ein theoretisch faires Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15,02 berechnen. Bezogen auf die letzten ausgewiesenen Unternehmensgewinne 2019, entspricht das einem möglichen fairen Wert von 92,13 USD je Aktie. Legt man bei dieser Berechnung die erwarteten Gewinne für 2020 zugrunde, ergibt sich ein theoretischer fairer Wert von 9,78 USD je Aktie.

2.2.3 Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

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Ähnlich dem fairen Kurs-Gewinn-Verhältnis sucht die Bewertung mit dem fairen Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) nach einem fairen Aufschlag auf den Buchwert des Zielunternehmens. In die Berechnung fließt das faire KGV als Variable mit ein, um die Eigenkapitalkosten des Unternehmens einzuschätzen. Eine andere Möglichkeit diese Kosten zu berechnen, wäre zum Beispiel das Weighted Average Cost of Capital-Modell zur Berechnung von Kapitalkosten. Ein weiterer Bestandteil, ist der „risikofreie Zinssatz„. Für diesen verwende ich den Zins 10-jähriger US-Staatsanleihen (Treasury Bonds), der hier auf der Seite des U.S. Department of Treasury gefunden werden können.

Ergebnis: Für Disney habe ich unter den von mir gewählten Bedingungen ein theoretisch faires Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,26 berechnet, was einem theoretisch fairen Wert von 117,89 USD je Aktie entspricht.

2.2.4 Gewinnrenditendiskontierung

Mit diesem Verfahren, betrachtet man eine Aktie wie eine Anleihe, mit einem variablen Zinssatz. Hier stellt der Gewinn je Aktie (EPS) den Zinskupons auf den Aktienkurs dar. Dabei kann man das Vorsteuerergebnis verwenden, sowie das Nachsteuerergebnis. Ich unterstelle in diesem Verfahren den EPS ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, berechne die Rendite am prognostizierten Zeitpunkt auf den aktuellen Aktienkurs und zinse diese Rendite mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab. Mittels des Kurs-Gewinn-Verhältnisses berechne ich einen theoretischen fairen Wert je Aktie. Ich beziehe mich im Folgenden auf das Nachsteuerergebnis. Für mögliche faire Werte, die sich aus diesem Verfahren berechnen, berücksichtige ich auch den Buchwert des Unternehmens je Aktie.

Ich betrachte hier über einen Zeitraum von 10 Jahren die Entwicklung der Gewinne je Aktei und unterstelle hierein moderates Wachstum von 5,0% p.a. Als Diskontierungsfaktor rechne ich standardmäßig mit 12,0%, der minimalen Rendite, die ich von einem Investment erwarte. Als letzte Variable rechne ich mit dem mittleren KGV der letzten 10 Jahre von 17,6. Ich betrachte hierbei das Nachsteuerergebnis.

Ergebnis: Unter den von mir unterstellten Bedingungen, berechne ich hier einen theoretisch fairen Wert von 56,62 USD je Aktie.

2.2.5 Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)

Bei diesem auf Cashflows basierenden Verfahren, habe ich einmal das Bruttoverfahren (Free Cashflow to Firm) und das Nettoverfahren (Free Cashflow to Equity) angewendet, um einen Zielbereich für einen möglichen fairen Wert zu bestimmen. Als mögliche Wachstumsraten, habe ich auch hier wieder versucht möglichst konservative Schätzungen anzunehmen.

Free Cashflow to Firm – Bruttoverfahren:

Free Cashflow to Equity – Nettoverfahren:

ich verwende für beide Verfahren die gleichen unterstellten Wachstumsannahmen von 5,0% p.a. und rechne mit einem Abzinsungsfaktor von 12,0%, meinem Standardwert. Die einzige Ausnahme dabei: für den Ternimal Value rechne ich nur noch mit einem Abzinsungsfaktor von 10,0%. Der Betrachtungs- und Prognosezeitraum beträgt 10 Jahre.

Ergebnis: Daraus ergeben sich theoretisch faire Werte von 81,80 USD je Aktie für das Bruttoverfahren und rund 73,38 USD je Aktie für das Nettoverfahren.

2.2.6 Dividendendiskontierung

Das Dividend Discount Model (DDM) ist ein einfaches Verfahren zur Bestimmung des theoretisch fairen Wertes einer Aktie. Es eignet sich gut für die Bestimmung des fairen Wertes von Dividendenaktien, geht aber von der Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes aus. Die zukünftigen Dividendenzahlungen werden mit einem Eigenkapitalkostensatz abgezinst (diskontiert). Man erhält so den fairen Wert der Aktie bzw. den gegenwärtigen Wert des Eigenkapitals je Aktie. Das Dividend Discount Model ist eine Unterform des Discounted Cash-Flow (DCF), wobei man hiefür die Dividende anstelle der Gewinne eines Unternehmens für die Berechnungen heranzieht. Für die Berechnung unterstelle ich den Dividenden ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, in meinem Fall 15 Jahre, sowie einen Terminal Growth, der auch als „ewige Wachstumsrate“ bezeichnet wird. Die so berechneten Dividendenerträge zinse ich mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab, das 1 Dollar heute mehr wert ist, als 1 Dollar in 15 Jahren. Die abgezinsten Dividenden je Aktie werden anschließend aufsummiert. Dazu gibt es hier noch einen Artikel auf finanzsenf.de.

Ich habe für die Berechnung eine höhere Schätzung für das Dividendenwachstum gewählt. Ich gehe hier von einer mittleren Steigerung von 10,0% p.a über die nächsten 15 Jahre aus und rechne mit 5,0% p.a. für den Terminal Value. Als Abzinsungsfaktor wähle ich wieder standardmäßig 12,0%.

Ergebnis: Unter den von mir unterstellten Bedingungen, errechnet sich so ein theoretisch fairer Wert von 37,35 USD je Aktie. Berücksichtige ich bei der Berechnung noch zusätzlich den Buchwert je Aktie des Unternehmens, ergibt sich ein theoretisch fairer Wert von 89,45 USD je Aktie.

2.3 Zusammenfassung und Fazit – The Walt Disney Co.

Die Walt Disney Co. ist ein Unternehmen mit einer sehr bemerkenswerten Geschichte und einem unvergleichlichen Erfolg, der mit der Zeichnung einer Maus seinen Anfang nahm. Von seinen Anfänge bis heute, hat das Unternehmen mehrere Krisen, Umwälzungen und Kriege durchlebt und konnte sein Geschäft immer weiter ausbauen und neue Bereiche für sich hinzugewinnen in denen die Firma heute sehr erfolgreich operiert. Zum Kern der Erfolgs gehören eine breite Palette bekannter Marken, Namen und Franchises. Aus diesem reichen Fundus kann Disney bis heute schöpfen und es werden kontinuierlich neue Inhalte produziert und neue Marken geschaffen. Was die Innovationen neuer Geschäftsfelder angeht, sticht Disney allerdings nicht heraus. Eine Fähigkeit des Unternehmens besteht hier vorrangig darin, bereits entwickelte und funktionale Geschäftsmodelle für sich zu adaptieren, wie zuletzt die Einführung eines eigenen Streaming-Angebots, um Wettbewerbern wie Netflix Konkurrenz zu machen. Hier kann man Disney aber unterstellen, mit eigenen Inhalten ein solches Angebot unterhalten zu können. Die Schöpfung von Marken bzw. auch der Aufkauf von Marken und den damit verbundenen Inhalten, kommt dem Unternehmen zugute. Wegen der fortschreitenden Übernahmetätigkeit, ist zuletzt die Verschuldung des Unternehmens stark angestiegen und damit muss sich das Unternehmen mit der Möglichkeit beschäftigen, dass seine finanzielle Stabilität gesunken ist. Das Zinsänderungsrisiko ist dabei allerdings überschaubar. Ein nicht unerhebliches Risiko stellt allerdings der Goodwill in der Bilanz dar. Der Goodwill beläuft sich aktuelle auf über 40 Prozent der Bilanzsumme und im Falle außerordentlicher Abschreibungen, besteht hier ein nicht zu ignorierendes Verlustrisiko. Gemindert wird dieses Risiko durch die in der Regel sehr starken Cashflows des Unternehmens, wobei hier die zukünftige Entwicklung betrachtet werden sollte, da im letzten Geschäftsjahr die Cashflows außerordentlich niedrig waren. Ein weiterer Punkt der zukünftig zu betrachten ist, ist die Tätigkeit des neuen CEO, der in einer wirtschaftlich sehr angespannten Lage das Unternehmen übernommen hat. Im Großen und Ganzen steht das Unternehmen aber solide da und gerade die Zukunftsprojekte wie Dinsey+ haben ein großes Potential für das Unternehmen. Um wieder die starken Marken des Unternehemens ins Spiel zu bringen, bietet sich gerade hier die Möglichkeit, ohne Zwischenhändler, direkt dem Kunden Angebote zu unterbreiten. Negativ fällt in diesem Zusammenhang lediglich die schlechte Kostenkalkulation und Prognose auf, die für das Unternehmen leider keine Ausnahme ist. Größere Projekte kamen in der Regel stets teurer als geplant. Es bleibt das Potential dieser Entwicklungen für Disney kommerziell sehr erfolgreich zu werden.

Als theoretisch fairen Wert für die Disney Aktie, sehe ich einen Preis zwischen 80,00 und 90,00 US-Dollar, unter Berücksichtigung der von mir durchgeführten Bewertungen. Eine Sicherheitsmarge habe ich nicht mit eingerechnet. Dabei muss ich allerdings die Einschränkung machen, dass es in der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage äußerst schwierig ist zu sagen, ob meine oder die Schätzungen der Analysten für die kommenden ca. 3 Jahre realistisch sind oder nicht. Darum ziele ich bewusst auf einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren und habe für die meisten Verfahren bei denen Wachstumsannahmen getroffen werden mussten, eher konservative Schätzungen getroffen um einen möglichst hohen Sicherheitsspielraum zu haben. Mit einer Sicherheitsmarge von 25% kann dieser Sicherheitsspielraum auch weiter ausgebaut werden. In diesem Fall wäre eine fairer Wert zwischen 60,00 und 68,00 US-Dollar je Aktie zu suchen. Auf lange Sicht rechne ich aber mit dem weiteren Erfolg des Unternehmens.

Die Analysen auf simplywallstreet.com, gehen von einem fairen Wert von rund 148,62 US-Dollar je Aktie aus und implizieren damit eine mögliche, sogar deutliche Unterbewertung.

Die Fundamentalanalyse auf finanzen.net, geht für Disney von einer Unterbewertung aus und gibt einen Discount zum fairen Wert von rund 11,7% aus.

Fazit: Ich sehe für Disney trotz der aktuell schwierigen Lage ein gute Zukunft. Das Unternehmen ist nach meiner Meinung sehr gut aufgestellt und konnte sich bereits in der Vergangenheit immer neue Geschäftsfelder erschließen, auch wenn mir hier die Innovationskraft fehlt, diese Modelle selbst zu entwickeln anstatt sie lediglich zu adaptieren. Das Unternehmen hat ein sehr breites Angebot an Inhalten zu bieten und daher bin ich sehr von dem neuen Streaming Angebot Disney+ überzeugt, das Disney in der Lage ist, diese Plattform alleine mit eigenen Inhalten zu bewirtschaften. Das Unternehmen hat eine sehr lange Geschichte und ist im Bezug auf Krisen und wirtschaftlich schwere Zeiten nicht unerfahren. Daher bin ich der Überzeugung, Disney wird sogar eine mögliche Rezession oder sogar Depression überstehen können. Als Aktionär des Unternehmens, suche ich aktuell nach einer Möglichkeit weitere Anteile zu kaufen.

Ich hoffe die Analyse war interessant zu lesen

Peter Merkle

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Dieses Video / dieser Artikel / der Podcast ist keine Handlungsempfehlung oder Aufforderung zum Kauf. Es ist keine Empfehlung für ein Finanzprodukt und keine Anlageberatung. Garantie oder Zusicherung für die Richtigkeit oder die Aktualität der veröffentlichten Informationen gibt es nicht.

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