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STAAR Surgical Co. – Unternehmens- und Aktienanalyse

by Peter Merkle

Viel Spaß beim Lesen der Aktienanalyse zu STAAR Surgical Co.

Übersicht

Alle relevanten Fundamentaldaten, in Form der Dokumentation für die Aufsichtsbehörden, sind hier im Archiv der Securities and Exchange Commission ebenso wie hier im SEC “Edgar” Filing Tracker zu finden.

Unternehmen und Geschäftsmodell

Unternehmen und Geschäftsmodell

Die STAAR Surgical Company ist ein US-Amerikanisches Unternehmen, welches seinen Hauptsitz in Lake Forest, im US-Bundesstaat Kalifornien hat und zum County von Orange County gehört. Das Unternehmen hat sich in seiner über 30 jährigen Firmengeschichte ausschließlich auf die Augenchirurgie spezialisiert, einen Fachzweig der Ophthalmologie (Augenheilkunde). In diesem Fachbereich hat sich STAAR Surgical auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von medizintechnischen Produkten konzentriert, die für die Refraktive Chirurgie, die Katarakt– und die Glaukom-Chirurgie benötigt werden. Unter diesen Oberbegriffen werden verschiedene Formen von Augenoperationen zusammengefasst. Unter Refraktiven chirurgischen Eingriffen werden Operationen verstanden, die das Ziel haben, die Gesamtbrechkraft des Auges zu verändern und so konventionelle optische Korrekturen wie Brillen oder Kontaktlinsen zu ersetzen oder zumindest die benötigte Stärke deutlich zu reduzieren. Von einem axialen refraktiven Sehfehler spricht man, wenn die Brennweite des optischen Systems des Auges nicht mit der Länge des Augapfels übereinstimmt. Ist der Augapfel im Verhältnis zur Augenbrechkraft zu lang, spricht man von Kurzsichtigkeit oder Myopie. Ein zu kurzer Augapfel führt zur Weitsichtigkeit oder Hyperopie. Astigmatismus, Hornhautverkrümmung oder Stabsichtigkeit tritt dann auf, wenn das optische System des Auges unterschiedliche Brennpunkte in unterschiedlichen Meridianen hat. Das Ausmaß einer Ametropie wird in Dioptrien angegeben. Kurzsichtige benötigen Zerstreuungslinsen mit negativer Brechkraft und Weitsichtige Sammellinsen mit positiver Brechkraft. Den Begriff Katarakt kennt man auch als Grauen Star, eine Trübung der Augenlinse, die zu einem langsamen, schmerzlosen Verlust der Sehschärfe, dem so genannten Visus führt. Dagegen kennt man das Glaukom auch unter dem Namen Grüner Star, eine Reihe von Augenerkrankungen unterschiedlicher Ursache, die eine irreversible Schädigung von Nervenfasern des Sehnervs zur Folge haben. Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf macht sich dies an der Austrittsstelle des Sehnervs als zunehmende Aushöhlung (Exkavation) oder Abblassung und Atrophie des Sehnervenkopfes (Papille) bemerkbar. Infolgedessen entstehen charakteristische Gesichtsfeldausfälle (Skotome), die im Extremfall zu einer Erblindung des betroffenen Auges führen können. Hauptprodukte sind hier künstliche Linsen wie faltbare Intraokularlinsen und implantierbare Kontaktlinsen, sowie entsprechende Begleitsysteme für die Durchführung der Implantation. Die Linsen von STAAR können durch minimal invasive Operationen angebracht werden, bedingt durch die Faltbarkeit selbiger. Diese Linsen sollen den Patienten visuelle Freiheit bieten und die Abhängigkeit von Brillen oder Kontaktlinsen verringern oder beseitigen. Die in der refraktiven Chirurgie verwendete STAAR-Linse wird als implantierbare Collamer®-Linse oder „ICL“ bezeichnet, zu der auch die EVO Visian ICL ™ -Produktlinie gehört. Unter Collamer ist ein Kollagen-Copolymer zu verstehen, das eine kleine Menge medizinisch gereinigtes Kollagen enthält, das natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommt. Collamer ist ein geschütztes Produkt, das ausschließlich von STAAR Surgical eingesetzt wird. Die Produkte von STAAR Surgical werden heute weltweit angeboten und in über 75 Ländern vertrieben und die Firma unterhält Produktions- und Verpackungsanlagen in Aliso Viejo und Monrovia in Kalifornien sowie in Nidau in der Schweiz. Das Unternehmen wurde 1982 gegründet und bereits 1983 erfolgte der Börsengang. Heute ist das Unternehmen unter der ISIN US8523123052 und dem Symbol STAA an der Technologiebörse NASDAQ gelistet und verfügt aktuell über eine Marktkapitalisierung von rund 5,3 Mrd. US-Dollar.

Über die von STAAR Surgical gefertigten Implantable Collamer Lenses (ICL) wurde auf der Webseite augenpraxiklinik.com folgendes veröffentlicht:

Quelle: https://augenpraxisklinik.com/leben-ohne-brille/implantierbare-kontaktlinsen/

Die betriebliche Tätigkeit von STAAR Surgical wird vom Unternehmen selbst in drei Teilbereiche gegliedert. Diese sind Implantable Collamer Lenses (ICL), Intraocular Lenses (IOL) und Sonstige chirurgischen Produkte. Die Abkürzungen ICL und IOL sind hier von besonderer Bedeutung, das sie in den Produktbeschreibungen des Unternehmens verwendet werden und den Einsatzbereich abgrenzen. Das Unternehmen teilt seine Produktlösungen einmal in Refracitve Solutions und in Cataract Solutions ein.

Quelle: https://staar.com/products

Aus der Webseite des Unternehmens ist ersichtlich, dass die Refractive Solutions die ICL, die Implanted Collamer Lenses und die Cataract Solutions die IOL die Intraocular Lenses beinhalten.

  • Refracitve Solutions:
    • EVO Visian ICL™ – Eine phakische Intraokularlinse gegen Myopie (Kurzsichtigkeit) und Astigmatismus (Form eines Abbildungsfehlers). Bei phakischen Intraokularlinsen handelt es sich um dauerhaft, künstliche Linsen, die vor den natürlichen Linsen des Patienten implantiert werden. Der Begriff “phakisch” beschreibt hierbei die Art des Implantationsverfahren, bei dem die künstlichen Linsen entweder hinter oder vor der Iris Implantiert werden und die natürliche Linse des Patienten nicht entfernt wird.
    • EVO+ Visian ICL™ – Eine Weiterentwicklung der EVO Visian-Linsen, die speziell für Patienten mit großen Pupillen entwickelt wurde. Wie der Name sagt, basiert auch diese Linse auf der EVO-Plattform von STAAR und ist eine weitere phakische Intraokularlinse. Sie wird ebenfalls gegen die Auswirkungen von Myopie und Astigmatismus verwendet, ist aber in den USA nicht erhältlich.
    • Visian® ICL™ – Eine phakische Intraokularlinse, die gegen Myopie, Astigmatismus und auch gegen Hyperopie (Weitsichtigkeit) eingesetzt wird.
Datei:Implantierbare Kontaktlinse.jpg
Implantierbare Kontaktlinse; Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Intraokularlinse
  • Cataract Solutions:
    • Collamer IOLs – Darunter fallen die von STAAR entwickelten und vertriebenen, aphakischen Intraokularlinsen, die gegen die Effekte von Katarakten (Grauer Star) verwendet werden. Grundlage für diese Produkte ist die von STAAR entwickelte nanoFLEX-Intraokularlinse, eine einteilige Linse zur Behandlung von Aphakie. Unter Aphakie versteht man die Linsenlosigkeit eines Auges, die fast immer durch eine operative Entfernung der natürlichen Linse (Lensektomie), seltener durch eine Augenverletzung zustande kommt. Diese Linse kombiniert das von STAAR entwickelte Collamer-Material mit einer fortschrittlichen asphärischen C2-Optik, eine Linse mit mindestens einer von der Kugel– oder planen Form abweichenden brechenden Oberfläche.
    • Preloaded IOLs – Dieses Produkt bezeichnet sogenannte Hinterkammerlinsen, die zur Korrektur von Sehfehlern zwischen Iris und natürlicher Augenlinse implantiert werden. Die Implantation erfolgt innerhalb eines operativen Eingriffs, bei dem am Rand der Hornhaut ein kleiner Einschnitt gemacht wird, durch den die gefaltete Linse in die Augenkammer geschoben wird. Dort wird sie auseinandergefaltet und an der Regenbogenhaut befestigt. Diese Linsen dienen ebenfalls in der Katarakt-Chirurgie.

Begriffsklärungen

Kollamer

Kollamer ist die Bezeichnung des von STAAR Surgical entwickelten Materials, aus dem die künstlichen Linsen der Firma gefertigt werden. Das Wort setzt sich aus Kollagen und Copolymer zusammen.

Ein Copolymer ist eine Form eines chemischen Polymers, welches im Gegensatz zu Homopolymeren, aus zwei oder mehr unterschiedlichen Monomeren zusammengesetzt ist. Ein Monomere sind reaktionsfähige Moleküle, die sich zu unverzweigten oder verzweigten Polymeren zusammenschließen können, den bereits erwähnten Homo- und Copolymeren . Monomere können Einzelsubstanzen, aber auch Gemische unterschiedlicher Verbindungen sein. Monomere sind beispielsweise Moleküle wie Ethen, Propen, Vinylchlorid, Acrylamid oder Styrol, die man vor allem im Bereich der Kunststoffe kennt. Ihre Molekülstruktur versetzt sie in die Lage, mit anderen Monomeren in einer Reaktion (Polymerisation) Verbindungen einzugehen und so große, zusammenhängende Moleküle zu bilden.

Das von STAAR Surgical entwickelte Kollamer ist ein spezielles Copolymer, das eine kleine Menge an medizinisch greinigtem Kollagen enthält. Kollagene sind eine Gruppe nur bei vielzelligen Tieren (einschließlich Menschen) vorkommender Strukturproteine (ein Faserbündel bildendes „Eiweiß“) hauptsächlich des Bindegewebes (genauer: der extrazellulären Matrix). Kollagene finden sich unter anderem in den weißen, unelastischen Fasern von Sehnen, Bändern, Knochen und Knorpeln. Auch Schichten der Haut (Unterhaut) bestehen aus Kollagenen.

Im menschlichen Körper ist Kollagen mit über 30 % Anteil an der Gesamtmasse aller Proteine das am häufigsten vorkommende Eiweiß. Es ist ein wesentlicher organischer Bestandteil des Bindegewebes (KnochenZähneKnorpelSehnenBänder) und der Haut. Seinen Namen erhielt das Kollagen (aus dem Griechischen: Leim erzeugend) ursprünglich aufgrund seiner früheren Nutzung als Knochenleim im Holzhandwerk. Es ist der Hauptgrundstoff für die Herstellung von Gelatine. Kollagen besteht aus einzelnen langen Kollagenmolekülen (Proteinketten), die eine linksgängige Helix (ähnlich der Polyproline-II-Helix) ausbilden. Jeweils drei dieser Helices sind in einer rechtsgängigen Superhelix arrangiert. Diese Tripelhelix wird durch Wasserstoffbrücken zwischen den einzelnen Strängen stabilisiert.

Auffallend an der Primärstruktur (Aminosäuresequenz) des Kollagens ist, dass jede dritte Aminosäure Glycin ist. Ein in der Proteinfamilie der Kollagene häufig wiederholtes Sequenzmotiv ist Glycin-ProlinHydroxyprolin.

Kollagenfasern besitzen eine enorme Zugfestigkeit und sind kaum dehnbar. Die dichte Wicklung ist hierbei ausschlaggebend für die hohe Zugfestigkeit von Kollagenfasern.

Kollagene spielen in der Biomineralisation der Wirbeltiere eine entscheidende Rolle.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Kollagen Typ I gleichgesetzt mit „Kollagen“. Kollagen Typ I ist zwar mengenmäßig im Säugetier das bedeutendste Kollagen und durch seine Verwendung als Gelatine auch das Bekannteste, es existieren jedoch weitere Kollagentypen, die sich strukturell wesentlich vom Kollagen Typ I unterscheiden und andere wichtige biologische Funktionen wahrnehmen. Gelatine ist die denaturierte Form von fibrillärem Kollagen Typ I, II und/oder III und wird meist aus Schlachtabfällen gewonnen. Hierbei ist zu beachten, dass Kollagen Typ II vornehmlich im Knorpel vorkommt, Gemische von Kollagen Typ I und III stammen aus SehnenBändern und der Haut.

Neben Kollagen bestehen die von STAAR gefertigten Linsen aus Material, das üblicherweise auch für weiche Kontaktlinsen verwendet wird.

Refraktive Chirurgie
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Darstellung, wie verschiedene Fehler der Brennweite (Brechwert) zu Abbildungsfehlern im Auge führen; Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Refraktive_Chirurgie

Unter Refraktion oder Brachkraft, versteht man in der Optometrie und Augenheilkunde den Brechwert der optischen Korrektur, mit der ein bestimmtes Auge ohne Akkommodation (Anpassung der Brechkraft) ein scharfes Bild eines in unendlicher Entfernung befindlichen Objekts erzeugt. Ist dieser Wert Null, spricht man von Normalsichtigkeit oder Emmetropie, ansonsten von einer Ametropie. Ein anderes Wort für Brechwert ist auch Brennweite, ein Begriff aus der Optik, der beim Arbeiten mit Linsen benötigt wird. Die Brennweite ist der Abstand zwischen der Hauptebene einer optischen Linse oder eines gewölbten Spiegels und dem Fokus (Brennpunkt). Die Linse im menschlichen Auge wirkt wie eine Sammellinse, konzentriert ein parallel einfallendes Strahlenbündel im nach ihr liegenden Brennpunkt, auf der Netzhaut (Retina) des Auges. Kommt es zu einer Amtropie, einer so genannten “Fehlsichtigkeit”, wird ein Objekt auf der Netzhaut nicht mehr scharf abgebildet. Im Widerspruch zu der von der Bezeichnung „Fehlsichtigkeit“ suggerierten Fehlerhaftigkeit steht die Tatsache, dass die weit überwiegende Mehrzahl aller menschlichen Augen ametrop ist. Es handelt sich bei der Ametropie also meist nicht um einen abnormen Zustand, sondern um eine Normvariante. Von einem axialen refraktiven Sehfehler spricht man, wenn die Brennweite des optischen Systems des Auges nicht mit der Länge des Augapfels übereinstimmt. Ist der Augapfel im Verhältnis zur Augenbrechkraft zu lang, spricht man von Kurzsichtigkeit oder Myopie (Fokus der Linse liegt vor der Netzhaut). Ein zu kurzer Augapfel führt zur Weitsichtigkeit oder Hyperopie (Fokus der Linse liegt hinter der Netzhaut). Astigmatismus, Hornhautverkrümmung oder Stabsichtigkeit tritt dann auf, wenn das optische System des Auges unterschiedliche Brennpunkte in unterschiedlichen Meridianen hat. Astigmatismus bezeichnet in der augenheil­kundlichen Optik einen besonderen Brechungs­fehler des Auges. Hierbei werden die von einem betrachteten Objekt aus­gehenden Licht­strahlen nicht in einem Punkt auf der Netzhautebene gebündelt, sondern in einer Brennlinie abgebildet, was zu der Bezeichnung Stab­sichtigkeit geführt hat. Ein Licht­strahl, der parallel zur optischen Achse in den Augapfel einfällt, wird in Abhängigkeit von seiner mit der optischen Achse gebildeten Einfallsebene unterschiedlich stark gebrochen. Im Gegensatz dazu beschreibt der Begriff sphärisch eine optische Anordnung, deren Brechkraft von der Einfallsebene des Lichtstrahls unabhängig ist (siehe auch: Abbildungsfehler/Astigmatismus). Das Ausmaß einer Ametropie wird in Dioptrien angegeben. Kurzsichtige benötigen Zerstreuungslinsen mit negativer Brechkraft und Weitsichtige Sammellinsen mit positiver Brechkraft. Die Refraktive Chirurgie hat wie bereits erwähnt das Ziel, durch operative Eingriffe am menschlichen Auge die Gesamtbrechkraft des Auges zu verändern und so konventionelle optische Korrekturen wie Brillen oder Kontaktlinsen zu ersetzen. Die Augenheilkunde kennt mehrere Operationsmethoden zur Korrektur von Ametropien, die sich hinsichtlich genauer Dosierbarkeit, Dauerhaftigkeit und möglicher Nebenwirkungen unterscheiden können.

Ziel aller refraktiv-chirurgischen Operationen ist es, die Gesamtbrechkraft des optischen Systems des Auges so anzupassen, dass die Umwelt scharf auf der Netzhaut abgebildet wird. Dies kann durch die Änderung der Brechkraft der Hornhaut (z. B. Laserverfahren wie LASIK oder PRK, astigmatische Keratotomie) oder durch Implantation einer zusätzlichen oder Ersatz der körpereigenen Linse erfolgen. Die Brechkraftänderung der Hornhaut erfolgt durch Änderung ihrer Krümmung, entweder durch Gewebeabtrag (Laserverfahren) oder durch definierte Einschnitte, die, im Wesentlichen aufgrund des Augeninnendrucks, eine Formveränderung herbeiführen. Beim kurzsichtigen Auge ist eine Abflachung, also Brechkraftverringerung, und beim Weitsichtigen eine Aufsteilung, also Brechkrafterhöhung, notwendig. Linsenimplantate (sogenannte Intraokularlinsen) sind praktisch implantierte Brillengläser, die je nach erforderlicher Korrektur ausgewählt werden. Dabei gibt es Implantate, die zusätzlich zur körpereigenen Linse eingesetzt werden (i. d. R. in der Augenvorderkammer), und solche, die die gesunde körpereigene Linse ersetzen. Die Korrektur des refraktiven Sehfehlers im Rahmen einer Kataraktoperation (also das Ersetzen der getrübten Linse durch ein Implantat) wird allerdings nicht als refraktive Chirurgie angesehen. Obwohl es verschiedenste Verfahren zur Brechkraftänderung des Auges gibt, haben sich Laserverfahren für niedrige bis mittlere Korrekturen und Intraokularlinsen für hohe Korrekturen durchgesetzt.

Nach erfolgreicher Anwendung all dieser Verfahren liegt der Brennpunkt parallel einfallenden Lichts des nicht akkommodierten optischen Systems des Auges wieder auf der Netzhaut. Das heißt allerdings nicht, dass die sogenannte Altersweitsichtigkeit, oder Presbyopie, mit diesen Verfahren korrigiert werden kann. Presbyopie bedeutet, dass die Akkommodation des Auges, also die Fähigkeit, sich auf unterschiedlich entfernte Objekte scharfzustellen, eingeschränkt ist. Dieser dynamische Prozess der körpereigenen Linse kann leider therapeutisch noch nicht wiederhergestellt werden. Es gibt allerdings Möglichkeiten, ein akzeptabel scharfes Nah- und Fernsehen zu erreichen. Dies kann durch zwei grundsätzliche Prinzipien erfolgen. Zum einen die unterschiedliche refraktive Korrektur beider Augen, wobei ein Auge für nah und ein Auge für fern korrigiert wird (sogenanntes Monovision). Zum anderen durch Multifokalität, d. h., innerhalb der optischen Öffnung des Auges gibt es Zonen mit unterschiedlicher Brechkraft. Dies kann durch Intraokularlinsen oder spezielle Laserbehandlungen erreicht werden. Nachteil bei beiden Prinzipien ist in der Regel eine schlechtere Sehqualität in allen Entfernungsbereichen.

Katarakt-Chirurgie

Die Katarakt [ˌkataˈʁakt], auch Grauer Star genannt, bezeichnet eine Trübung der Augenlinse. Betrachtet man Menschen, die an einer fortgeschrittenen Katarakt erkrankt sind, kann man die graue Färbung hinter der Pupille erkennen, woher sich die Bezeichnung „grauer Star“ ableitet. Die getrübte Linse kann in den meisten Fällen operativ durch ein künstliches Linsenimplantat ersetzt werden.

Glaukom-Chirurgie

Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, bezeichnet eine Reihe von Augenerkrankungen unterschiedlicher Ursache, die eine irreversible Schädigung von Nervenfasern des Sehnervs zur Folge haben. Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf macht sich dies an der Austrittsstelle des Sehnervs als zunehmende Aushöhlung (Exkavation) oder Abblassung und Atrophie des Sehnervenkopfes (Papille) bemerkbar. Infolgedessen entstehen charakteristische Gesichtsfeldausfälle (Skotome), die im Extremfall zu einer Erblindung des betroffenen Auges führen können. Ein erhöhter Augeninnendruck (okuläre Hypertension) stellt einen wichtigen Risikofaktor für ein Glaukom dar, ist aber allein noch nicht ausreichend für die Diagnosestellung eines Glaukoms. Gleichwohl haben fast 40 Prozent aller Glaukompatienten einen normalen Augeninnendruck (Normaldruckglaukom), sind jedoch sehr empfindlich gegenüber Blutdruckschwankungen, was eine interdisziplinär abgestimmte Behandlung zwischen Augenärzten und Internisten erforderlich macht.

Nach anatomischen Kriterien lassen sich Offenwinkel– und Engwinkel-Glaukome unterscheiden. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die Struktur, die Hornhautrückfläche und Irisvorderfläche miteinander als sogenannten Kammerwinkel bilden. Darin befindet sich das Trabekelwerk, durch welches das Kammerwasser aus dem Auge abfließt. Offenwinkelglaukome sind weit häufiger und verlaufen meist chronisch und unbemerkt, während die selteneren Engwinkelglaukome zum schmerzhaften Glaukomanfall führen können, bei dem unbehandelt innerhalb kurzer Zeit eine akute Erblindung droht. Die Gesichtsfeldausfälle beim Offenwinkelglaukom machen sich oft erst spät bemerkbar, weil sie außerhalb der Mitte (peripher) beginnen und durch das intakte Gesichtsfeld des anderen Auges überdeckt werden können.

Intraokularlinsen

Künstliche Linsen aus verschiedenen biokompatiblen Materialien (heute meist Acryl oder Silikon) können in das Auge implantiert werden und ändern dadurch dessen Gesamtbrechkraft. Im Falle von STAAR Srugical handelt es sich um ein spezielles biokompatibles Material welches für viele Linsen zum Einsatz kommt, ein so genanntes Kollamer, ein Copolymer auf der Basis von Kollagenen.

Man unterscheidet verschiedene Verfahren:

1. Ergänzung der natürlichen Linse durch eine zusätzliche Kunstlinse. Diese kann

  • in der Augenvorderkammer (zwischen Hornhaut und Iris)
  • in der Augenhinterkammer (zwischen Iris und Linse)

eingesetzt werden.

2. Ersatz der körpereigenen Linse durch eine Kunstlinse

  • bei einer klaren natürlichen Linse: refraktiver Linsenaustausch
  • bei einer natürlichen trüben Linse: Operation des grauen Stars

3. Verwendung eines Implantats in der Hornhaut

  • MyoRing bei Keratokonus und Kurzsichtigkeiten ab −8 dpt.

Die erstgenannten zusätzlich eingebrachten Linsen werden als phake Linsen bezeichnet, da die körpereigene Linse (griechisch φακός Phakos) im Auge verbleibt. Am Rand der eigentlichen Linse haben diese Implantate verschieden gestaltete Haltevorrichtungen, um sie im Auge zu fixieren. Die Vorderkammerlinsen werden nach Art der Befestigung im Auge in kammerwinkel- oder irisfixierte Linsen unterschieden. Ein weiteres Verfahren bzw. Hilfsmittel stellt das KAMRA-Implantat dar, eine schwarze Linse mit einem kleinen Loch in der Mitte, die nach dem Prinzip der stenopäischen Lücke zur operativen Korrektur der Presbyopie verwendet und unter die Hornhaut implantiert wird.

Aufgebaut ist eine Intraokularlinse aus der zentralen optischen Linse und der peripher anschließenden Haptik, die die optische Linse im Auge fixiert. Der Durchmesser der optischen Zone beträgt 5 mm bis 7 mm, meist rund 6 mm. Die Haptik kann verschiedene Formen aufweisen, meist finden C-Haptiken oder Plattenhaptiken Verwendung.

Aphake Intraokularlinsen: Anhand des Materials können die Linsen in harte IOL und weiche, faltbare IOL unterteilt werden. Faltbare Linsen bestehen neben dem genannten Kollamer aus AcrylSilikon oder Hydrogel. Die harten Linsen bestehen aus Polymethylmethacrylat. Einteilige Intraokularlinsen sind komplett aus einem einheitlichen Material geformt, während mehrteilige Intraokularlinsen aus verschiedenen Materialien zusammengesetzt sind. Der Vorteil der faltbaren Linsen besteht in dem wesentlich kleineren Einschnitt, der für die Implantation nötig ist. Konventionelle faltbare Linsen können durch einen etwa 3 mm großen Einschnitt implantiert werden. Moderne MICS-Intraokularlinsen (MICS = Micro Incision Cataract Surgery) benötigen nur noch einen Einschnitt von unter 2 mm.

Anhand der optischen Eigenschaften werden die Intraokularlinsen unterschieden.

  • positiv brechende Intraokularlinse: Die häufigste implantierte Linse, meist um 20 Dioptrien beim ursprünglich normalsichtigen (emmetropen) Auge. Besonders gute optische Eigenschaften haben asphärische Intraokularlinsen.
  • negativ brechende Intraokularlinse: Wird implantiert, wenn das ursprüngliche Auge extrem kurzsichtig (myop) ist.
  • torische Intraokularlinse: Wird gelegentlich bei Augen mit mäßigem bis starkem Astigmatismus implantiert.
  • Multifokallinse: Hat zwei oder mehr Brennweiten und soll dem Patienten ein Leben ohne Lesebrille ermöglichen.
  • Akkommodierende Intraokularlinse: Soll die Akkommodation der natürlichen Linse nachahmen und dadurch ebenfalls die Lesebrille überflüssig machen.

Phake Intraokularlinse(PIOL) sind künstliche Linsen, die zusätzlich zur körpereigenen Linse (altgriechisch φακός phakos) in das Auge implantiert werden. Phake Intraokularlinsen können im Rahmen der Korrektur einer Fehlsichtigkeit implantiert werden.

Aufgebaut ist eine PIOL aus der zentralen optischen Linse und der peripher anschließenden Haptik, die die optische Linse im Auge fixiert. Die optisch wirksame Zone der PIOL hat einen Durchmesser von 4,5 mm bis 6 mm, abhängig von der Linsenart und den Augenabmessungen. Nach der Lokalisation der PIOL im Auge wird zwischen Vorderkammer- und Hinterkammerlinsen unterschieden. Die Vorderkammerlinse wird zwischen Hornhaut und Iris implantiert und die Hinterkammerlinse zwischen Iris und Augenlinse. Es gibt verschiedene Varianten der Befestigung der Vorderkammerlinsen. Sie können entweder an der Iris fixiert sein oder sich im Kammerwinkel abstützen. Die Haptik der Linse ist entsprechend unterschiedlich gestaltet.

Phake Intraokularlinsen werden aus verschiedenen Materialien hergestellt. Vorderkammerlinsen bestehen entweder aus hartem PMMA oder weichen Materialien wie Silikon- oder Acryl-Verbindungen. Es gibt mehrteilige PIOLs die aus unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt sind. Dabei ist die Haptik aus hartem Material und die eigentliche Linse aus weichem. Hinterkammerlinsen sind immer aus weichen Materialien wie Silikon-Verbindungen oder Collamer (ein Produkt aus einem Collagen-Polymer der Visian ICL) hergestellt. Weiche Linsen lassen sich falten und können daher durch einen kleineren Einschnitt implantiert werden als harte.

Die optischen Eigenschaften unterscheiden

  • sphärische oder asphärische, positiv brechende PIOL: Wird implantiert, wenn das Auge extrem weitsichtig (hyperop) ist.
  • sphärische oder asphärische, negativ brechende PIOL: Wird implantiert, wenn das Auge extrem kurzsichtig (myop) ist.
  • torische PIOL: Wird gelegentlich bei Augen mit mäßig bis starkem Astigmatismus implantiert.
  • Multifokallinse: Hat zwei oder mehr Brennweiten und soll den Effekt der Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) kompensieren

Asphärische Linsen bieten eine bessere Abbildungsqualität gegenüber herkömmlichen sphärischen Modellen.

Geschichte des Unternehmens

Geschichte des Unternehmens

Das Unternehmen STAAR Surgical, Inc. wurde 1982 aus der Taufe gehoben und war das Gründungsergebnis einer zuvor bestehenden Partnerschaft zwischen dem Ophthalmologen Dr. Thomas R. Mazzocco und dem Geschäftsmann und Entrepreneur Tom Waggoner. Ziel der Unternehmensgründung war die Entwicklung der Idee von Dr. Mazzocco für faltbare Intraokularlinsen zu marktreifen Produkten. Dabei sollten entsprechende Designs für Linsen, sowie Herstellungskonzepte und Materialien entwickelt werden, die eine minimal invasive Implantation möglich machen. Die Firma war ein riskantes Unterfangen, das Produkte im Bereich der Medizintechnik einen langen Weg der Zulassung gehen müssen, der in den USA durch die Food and Drug Administration vorgenommen wird. Zuvor ist eine erfolgreiche Vermarktung nicht möglich. Entsprechend war das vordringlichste Problem des noch jungen Unternehmens, die Finanzierung aufrecht zu erhalten, bis die Produkte marktreif und zugelassen sind. Diese Aufgabe, sowie das Antreiben des Forschungs- und Entwicklungsprozesses, wurde von Waggoner übernommen, der das benötigte Risikokapital von Investoren einwerben musste. Die Alternative Vorgehensweise, die Produktidee einem etablierten Unternehmen vorzuschlagen, wurde von beiden Gründern abgelehnt.

Tom Waggoner sagte in einem Interview von 1985, welches er dem Wirtschaftsmagazin Inc. gab, folgendes: “Wir wussten beide, dass wenn wir zu einem größeren Unternehmen gehen würden, es in acht Jahren Forschung und Entwicklung enden würde.

Der maßgebliche Fokus des Unternehmens lag zu dieser Zeit auf der Katarakt-Chirurgie. Rund die Hälfter der US-Bevölkerung im Alter zwischen 65 und 75 Jahren, leiden an Katarakten, dem grauen Star. Die Idee von Dr. Mazzocco ging in die Richtung, vom Katarakt befallenen und getrübte Linse, durch eine weiche Intraokularlinse zu ersetzen, die durch einen kleinen Einschnitt in das Auge implantiert wurde. Das Verfahren war minimal invasiv und versprach, einen Großteil des Marktes zu erobern, der mit herkömmlichen „harten“ Intraokularlinsenprodukten besetzt war. Mit dieser Idee, investierten Waggoner und Mazzocco Anfang 1982 rund 250.000 US-Dollar an Kapital und starteten den Zulassungsprozess der Intraokularlinsen bei der FDA. Der Zulassungsprozess für Medizinprodukte, auch Marktzugangsverfahren, in den USA, wird vom Center for Devices and Radiological Health (CDRH), einer Abteilung innerhalb der FDA, durchgeführt. Die Produkte, die sich um eine Zulassung bewerben, werden in drei Risikoklassen eingeteilt: Klasse I – geringes Risiko, Klasse II – moderates Risiko und Klasse III – hohes Risiko. Die Klassen I und II müssen das Verfahren der “Permanent Notification”, auch 510K-Verfahren genannt, durchlaufen, bei dem auch unabhängige Dritte eingebunden sind, die eine entsprechende Bewertung druchführen. Produkte der Risiko-Klasse III müssen dagegen das Verfahren des “Premarket Approval” (PMA) durchlaufen. In diesem Verfahren müssen die (grundsätzlich für alle Produktklassen nachzuweisende) Sicherheit als auch die Wirksamkeit durch klinische Studien nachgewiesen werden. Dieses Verfahren erfolgt jedoch nur bei rund 1 Prozent aller Produkte.

Erwartungsgemäß, wurden die folgenden Jahre schwierig für STAAR Surgical, da die langwierige Entwicklungs- und Zulassungsphase mit erheblichen finanziellen Belastungen für das Unternehmen verbunden waren, die nicht durch den Verkauf von Produkten gestemmt werden konnten, da diese noch nicht zugelassen waren. Weitere 150.000 US-Dollar konnte Waggoner über eine Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft in das Unternehmen bringen, aber das Geld blieb dennoch knapp. Bis 1983, knapp ein Jahr nach Firmengründung, hatte STAAR Surgical bereits Schulden in Höhe von 250.000 US-Dollar aufgehäuft. Waggoner entwickelte daher den Plan, sich um das Interesse von Risikokapitalgebern zu bewerben. Deren Interesse am Unternehmen und seinen Produkten blieb aber gering. Die schwindenen Optionen von Waggoner um Gelder einzuwerben, führten schließlich zu der Entscheidung, das Unternehmen an die Börse zu bringen und sich so um Investorengelder zu bemühen. Mit dem erfolgreichen Börsengang von STAAR Surgical im Juli 1983, sammelte Waggoner rund 4 Millionen US-Dollar für das Unternehmen ein. In den ersten zweieinhalb Jahren seines Bestehens war Staar Surgical ausschließlich ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen, das keine Einnahmen erzielen konnte, da das Unternehmen kein Produkt auf dem Markt hatte. 1983 verlor das Unternehmen rund 1,5 Millionen US-Dollar. Weitere 1 Millionen Dollar verlor das Unternehmen im Jahr 1984. Allerdings konnten erste Umsätze in Höhe von rund 328.000 US-Dollar generiert werden, als das Unternehmen die Erlaubnis bekam, erste Intraokularlinsen in begrenztem Umfang zu implantieren. Die FDA setzte ihre Untersuchungen um die Sicherheit derweil fort. Da die finale Zulassung von Seiten der FDA erst bis 1987 erwartet wurde, wurde ein kontinuierlicher Umsatzstrom notwendig, um das Unternehmen bis dahin am laufen zu halten.

Dem Ziel, zusätzliche Einnahmen zu erzielen, kam Waggoners Managementansatz zugute, der es den Viel Geschäftsführern des Unternehmens erlaubte, ihre eignen Ideen zum erzielen von Umsätzen zu realisieren. So wurden beispielsweise neben den faltbaren Linsen, auch herkömmliche Linsen für die Katarakt-Chirurgie produziert. Dieses von Waggoner als “delegiertes Management” bezeichnete System, ermutigte die untergeordneten Manager dazu ihre eigenen Ideen zur Erzielung von Einnahmen zu entwickeln und eine dezentrale und autonome Organisationsstruktur zu schaffen, die untergeordnete Einnahmequellen schaffen sollte. Nach der Entwicklung solcher Ideen, wurde Zeit und Raum zur Verfügung gestellt, um diese Nebenprojekte anlaufen zu lassen. Die Finanzierung dieser Nebenprojekte, sollte durch die verantwortlichen Manager über Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften, oder durch das Anwerben externer Investoren organisiert werden, um diese schließlich zur Marktreife zu bringen. Sobald ein Nebenprojekt eine vorher festgelegte Umsatzschwelle erreicht hatte, wurde der verantwortliche Manager mit Lizenzgebühren für seine Idee und Leistung belohnt, was einen hohen Anreiz für erfolgreiche Projekte lieferte. Das Ergebnis dieses unkonventionellen Managementstils waren zahlreiche Nebenprojekte, die innerhalb von STAAR Surgical entwickelt wurden. Außerdem entstand so eine starke Unternehmerkultur innerhalb der Firma. Die Forschungs- und Entwicklungskapazität des Unternehmens, stand bald im Widerspruch zur Unternehmensgröße und Ende 1984, konnten bereits 650.000 US-Dollar aus dem Verkauf konventioneller chirurgischer Linsen erlöst werden. Durch die Beschäftigung mit der Herstellung von chirurgischen Geräten für Augenärzte erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 650.000 US-Dollar. STAAR Tool & Die, eine Tochtergesellschaft zur Herstellung von Präzisionswerkzeugen für das optische Formen, versprach, die finanzielle Basis des Unternehmens zu erweitern. Innerhalb eines Jahres nach seiner Gründung war das Delegierten-System für bis zu sieben Start-up-Projekte gleichzeitig verantwortlich. Das “Delegierten”-System trug so maßgeblich zur finanziellen Gesundheit des Unternehmens bei. Allerdings, trotz der Funktionsfähigkeit dieses auf vielfältiger Forschung und Entwicklung basierenden Systems, begann das Unternehmen an tiefgreifenden finanziellen Problemen zu leiden.

Zum Teil war hier auch das Managementsystem mit verantwortlich. Zwar konnte STAAR Surgical durch seine breit aufgestellte Forschungs- und Entwicklungsstrategie viele Projekte unterhalten und zum laufen bringen, diese zahlreichen Aktivitäten sorgen aber auch dafür, dass Investitionen in Bereiche außerhalb des Kernbereiches der Firma, der minimal invasiven Augenchirurgie, zu Verlusten führten. Im Januar 1987 übernahm STAAR Surgical das Unternehmen Frigitronics, Inc. Mit dieser Akquisition, erhielt das Unternehmen Zugriff auf die kryochirurgischen Geräte sowie diagnostische und chirurgische Instrumente, die von Frigitronics hergestellt und vermarktet wurden. Ein Grund für diese Übernahme, waren Verzögerungen bei der Zulassung der faltbaren Intraokularlinsen durch die FDA in den USA. Damit war die Möglichkeit des Unternehmens Umsätze zu generieren empfindlich gestört. Umsätze die für den Ausgleich der Forschungs- und Entwicklungskosten der Firma notwendig waren. Das führte im Verlauf des Jahres 1987 zu einer sich immer weiter verschlechternden finanziellen Lage mit steigenden Schulden. Bis 1989 litt das Unternehmen unter einem Kapitalmangel von 8 Millionen US-Dollar. Letztendlich übernahm Ende 1989 eine neue Geschäftsleitung die Führung des Unternehmens, die sich sofort an die Arbeit machte und eine Trendwende für das angeschlagene Unternehmen einleitete. Eine Maßnahme war die erneute Konzentration auf das Kernanliegen der Firma, die Entwicklung von minimal invasiven Augenimplantaten. Neben der Kapitalbeschaffung wurde auch ein internationales Vertriebsnetz und ein globales Marketing etabliert. Das wichtigste Ereignis kam 1991 mit der endgültigen Zulassung von faltbaren Intraokularlinsen in den USA durch die FDA. Damit hatte das Unternehmen die Chance, sein Geschäft erfolgreich zu betreiben und Umsätze zu erwirtschaften.

In den Folgejahren baute STAAR Surgical seine Betriebsstrukturen kontinuierlich aus und konnte in einem zweistufigen Vertrag 1993 zunächst die Vertriebsrechte und später 1995 die Lizenzrechte für proprietäre Produkte von Intersectoral Research and Technology Complex Eye Microsurgery erwerben, einem in Moskau, Russland ansässigen Unternehmen. Die Firma stellt unter anderem biokompatible Glaukomgeräte und biokompatible Materialien für Intraokularlinsen her, die das Interesse von STAAR Surgical auf sich zogen. Auf der Plattform ResearchGate sind für den Bereich der Ophthalmologie diverse Artikel und Dokumente einsehbar.

In der ersten Hälfte der neunziger Jahre erweiterte das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit auch international durch die Gründung von mehr als einem halben Dutzend Tochterunternehmen. Das wohl wichtigste Tochterunternehmen wurde 1993 mit der STAAR Surgical AG mit Hauptsitz in Bern, in der Schweiz gegründet. Die Niederlassung in Bern sollte Fertigungs-, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durchzuführen und wurde zum internationalen Geschäftszentrum der Firma, während die anderen Tochtergesellschaften lediglich als Vertriebsgesellschaften fungierten. Diese ebneten STAAR Sugrical den Weg in die Märkte von Frankreich, Österreich, Deutschland und Südafrika. Dank konstanter Expansion und einem zufriedenstellenden Wachstum, konnte sich die finanzielle Lage der Firma nach und nach erholen. Bereits 1991 konnte ein Umsatz von rund 4,2 Millionen US-Dollar verbucht werden, nachdem die FDA die Linsen des Unternehmens für den US-Markt zugelassen hatte. 1995 waren es bereits rund 34 Millionen US-Dollar Umsatz. Erste Gewinne wurden ebenfalls in diesem Zeitraum erwirtschaftet. Musste STAAR Surgical 1991 und 1992 noch rund 11 Millionen bzw. 5 Millionen US-Dollar an Verlusten ausweisen, konnte die Firma in den 3 Jahren bis 1995 18 Millionen US-Dollar an Gewinnen erwirtschaften.

Während die ersten Erfolge des Unternehmen zu Buche schlugen, bereitete sich STAAR Surgical darauf vor, seine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit weiter auszudehnen und es wurden Produkte avisiert, die den Eintritt in die Märkte für Glaukom- und refraktive Chirurgie ermöglichen sollten. Die von Intersectoral Research and Technology Complex Eye Microsurgery erworbenen Material- und Designressourcen haben dazu beigetragen, die Entwicklung eigener Glaukom-Medizinprodukte durch das Unternehmen voranzutreiben. Außerdem lieferten die Entwicklungen eine wichtige Unterstützung bei den Arbeiten an lukrativem medizinischen Gerät, den heute bekannten, implantierbaren Kontaktlinsen für die refraktive Chirurgie. Der Hauptsitz des Unternehmens befand sich zu dieser Zeit in Monrovia, Kalifornien. Die firmeneigenen implantierbaren Kontaktlinsen von STAAR Surgical boten die Hoffnung, das Sehvermögen bei Patienten mit refraktiven Zuständen wie Myopie (Kurzsichtigkeit), Hyperopie (Weitsichtigkeit) und Astigmatismus (unregelmäßig geformte Hornhaut) zu korrigieren – Sehprobleme, von denen mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung betroffen sind. Erfolg oder Misserfolg hingen wiederum maßgeblich von der Zulassung durch die FDA ab. STAAR Surgical erweiterte 1998 seine Marketingaktivitäten über den Markt für Kataraktchirurgie hinaus, erhielt jedoch erst einige Jahre später die FDA-Zulassung für seine Produkte für die Glaukomchirurgie oder seine Produkte für die refraktive Chirurgie. Diese Entwicklungen wurden noch maßgeblich duch den Chief Executive Officer John R. Wolf gestaltet, der zeitgleich als Präsident des Unternehmens fungierte.

Im Jahr 2000 wurder der CEO aber entlassen. Ihm folgte im Oktober 2000 der Chief Operating Officer William Huddleston. Neuer CEO wurder David Bailey, der ab 2001 die Geschäfte übernahm und nach dem Tod des Chairman, Andrew Pollet, auch diesen Posten übernahm. Bereits im Juli 2000 erhielt das Unternehmen die FDA-Zulassung für seine medizinischen Glaukomgeräte, das AquaFlow Collagen Glaucoma Drainage Device, ein Implantat für das Auge, um den Augeninnendruck zu senken. Obwohl die refraktive Chirurgie und die Glaukomchirurgie die anerkannten Zukunftsfelder waren, hatte die Kataraktbehandlung 2002 noch immer einen Umsatzanteil von über 95 Prozent. 2003 wurde ein Artikel in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Cornea publiziert. Die Zeitschrift veröffentlichte Ergebnisse einer Studie, in der die Ergebnisse der laserunterstützten In-situ-Keratomileusis (Lasik) -Operation und der ICLs verglichen wurden. Laut der Studie wurden ICLs als sicherer und effektiver als Lasik-Operationen eingestuft. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ergebnisse befanden sich die ICLs von Staar Surgical mitten in klinischen Studien, die von der FDA durchgeführt wurden. Die Zulassung durch die FDA wurde Anfang 2004 erwartet. 2005 erhielt das Unternehmen die FDA Zulassung für seine Implantierbaren Collamer Linsen, kurz ICL, die auf das von STAAR Surgical entwickelte Copolymer mit Collagen Bestandteilen zurückgreift und die heute in 3 Varianten vertrieben werden. Allerdings verfügt zu Zeit nur eine der Varianten, die gegen Myopathie eine endgültige Zulassung der FDA für den US-Markt.

Die Entwicklung der Firma ging erfolgreich weiter. 2007 übernahm Barry Caldwell den Posten des CEO und heute sind die Produkte von STAAR Surgical zugelassen und haben dem Unternehmen einen großen Erfolge beschert. Während der Amtszeit von Caldwell wurden zwar wichtige Entwicklungen gemacht, aber das Unternehmen musste auch immer wieder Verluste verbuchen. So wurden die Jahre 2009, 2012 und 2014 bis 2016 zu negativen Jahren für STAAR Surgical. Mit der Übernahme der Geschäftstätigkeit durch Caren Mason, die ab 2015 den Posten des CEO übernahm, begann sich das Blatt allerdings rapide zu wenden. Außerdem wurde Mason auch zur Präsidentin des Unternehmens ernannt. Die Jahre von 2014 bis einschließlich 2017 waren noch von einem niedrigen Wachstum geprägt und das Unternehmen kam nicht recht von der Stelle. Die Verluste der oben genannten Jahre kamen noch erschwerend hinzu. In den 3 Jahren danach, konnte STAAR Sugrical aber erstmals sein enormes Potential zeigen und ein enormes Umsatzwachstum generieren. Zudem konnten neben ersten stabilen Gewinnen auch große Reserven an liquiden Mitteln aufgebaut werden.

Am 04. November 2020 wurde die Vermarktung der EVO Viva ™ Presbyopie-Korrekturlinse einschließlich des ersten Patientenimplantats bekannt gegeben. Das Jahr 2020 war allerdings auch von negativen Schlagzeilen gekennzeichnet. STAAR Surgical wurde von diversen Anwaltskanzleien mit Sammelklagen überzogen, die dem Unternehmen Verstöße gegen das Wertpapier-Handelsgesetz der Vereinigten Staaten vorwerfen. Unter anderem wurde STAAR Surgigalc vorgeworfen, folgende Punkte überbewertet oder falsch dargestellt zu haben: Umsatz und Wachstum in China; seine Marketingausgaben; seine Forschungs- und Entwicklungskosten; und infolge des Vorangegangenen waren die öffentlichen Aussagen der Beklagten zu allen relevanten Zeitpunkten wesentlich falsch und irreführend.

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Management:

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Amtierender Chief Executive Officer von STAAR Surgical Co. ist die Geschäftsfrau Caren L. Mason, 66 Jahre alt. Sie füllt zeitgleich das Amt des Präsidenten von STAAR Surgical aus und ist eine Direktorin der Firma. Seit dem 01. März 2015 ist die CEO des Unternehmens für die Geschäfte von STAAR Surgical verantwortlich. Ihre Ausbildung umfasst einen Bachelor der Universität von Indiana. Ihre Karriere begann 1977 bei American Hospital Supply, das 1985 unter dem Namen American Edwards von Baxter International erworben wurde. Hier arbeitete Caren Mason bis 1988 im Teilbereich Baxter Healthcare für die Abteilungen Vertrieb, Marketing, und Management. Von 1989 bis 1996 arbeitete sie für die Bayer AG, unter anderem als Senior Vice President für Bayer Corporate Health Care und Senior Vice President für die AGFA Technical Imaging Business Group. Von 1996 bis 2000 als General Managerin des Geschäftsbereichs Frauengesundheit und in verschiedenen Funktionen als Geschäftsführerin für das Dienstleistungsgeschäft von General Electric Healthcare tätig. Vor ihrer Tätigkeit bei MiraMedica, Inc., die sie ab 2002 inne hatte, war Frau Mason Chief Executive Officer von eMed Technologies in Lexington, Massachusetts, einem Unternehmen für Teleradiologie, Bildarchivierung und Kommunikationssysteme. Von 2002 bis 2003 war sie Präsident und Chief Executive Officer von MiraMedica, Inc., einem frühen Start-up-Unternehmen, das computergestützte Erkennungssoftware für Brustkrebs entwickelt. Außerdem arbeitete sie von 2002 bis 2003 als Beraterin für die Eastman Kodak Company, nachdem MiraMedica an Eastman verkauft worden war. Von 2004 bis 2009 arbeitete sie als Präsident, Chief Executive Officer und Direktor der Quidel Corporation, einem börsennotierten Unternehmen mit Hauptsitz in San Diego, Kalifornien, das sich mit der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Schnelldiagnoselösungen am professionellen Point of Care für Infektionskrankheiten und reproduktive Gesundheit befasst. Von 2010 bis 2012 war sie schließlich CEO von Verinata Health, Inc., ein Anbieter von nicht-invasiven pränatalen genetischen Sequenzierungstests zur Früherkennung fetaler Chromosomenanomalien, der im Februar 2013 von Illumina aufgekauft, ein US-amerikanischer Hersteller von Geräten für die Gentechnik mit Sitz in San Diego. Frau Masons Erfahrung im Bereich Corporate Governance umfasst sowohl private als auch öffentliche Gremien bei Verinata Health, eMed Technologies, MiraMedica und Quidel Corporation. Derzeit ist sie Direktorin im Vorstand der Medical Device Manufacturers Association (MDMA), einem Handelsverband für Medizinprodukte mit Sitz in Washington, DC, und im Beirat von InDevR, Inc., einem Biotechnologieunternehmen in Boulder, Colorado, das Diagnose- und Entwicklungsdienste entwickelt Impfstofftechnologien. Frau Mason ist außerdem Mitglied des Board of Directors der ASCRS Foundation und der ICO Foundation, beides globale gemeinnützige Organisationen, die sich auf humanitäre Augenpflege und Aufklärung konzentrieren.

Ihre Bezahlung betrug zuletzt rund 3,6 Mio. US-Dollar für das Jahr 2019. Hier fällt allerdings ein Aspekt besonders negativ auf: Die Bezahlung der CEO enthält keine Bestandteile auf Aktienbasis, dafür aber einen horrenden Anteil an Aktienoptionen, der mit rund 2,4 Mio. US-Dollar Volumen den größten Teil der Bezahlung ausmacht.

Für Aktienoptionen führe ich hier wie immer folgende Betrachtung an: Optionen werden aufgrund des direkten Bezuges zur Aktienkursentwicklung als durchaus problematisch betrachtet, da ihnen eine kurzfristige Leistungsbeurteilung von Führungskräften unterstellt werden kann. Kritiker bezeichnen die mittels Aktienoptionsplänen geschaffenen Anreizstrukturen als nicht genügend nachhaltig, da sie vorwiegend auf kurzfristige Kurssteigerungen abzielen würden (Gabler Wirtschaftslexikon, online). Nachteile können beispielsweise aus Fehlentscheidungen resultieren, die auf die kurzfristige Erhöhung des Börsenkurses abzielen. Damit verbunden sind riskantere Entscheidungen, die nicht zwingend höhere Erträge für das Unternehmen einbringen. Über Vergütungssysteme finden Sie hier auf Controling-Wiki weitere Informationen.

Amtierender Chairman des Unternehmens ist der 61 jährge Finanzexperte Louis E. Silverman, der diese Position seit Februar 2014 inne hat. Das Profil von Louis Silverman auf der Seite der Investor Relations gibt über ihn folgende Informationen:

Er ist Vorsitzender und Chief Executive Officer von Advanced ICU Care, Inc. in Privatbesitz, einem Gesundheitsdienstleistungsunternehmen, das Krankenhäusern Überwachungsdienste auf der Intensivstation anbietet. Von Juni 2012 bis Februar 2014 war Herr Silverman als Berater und Board Advisor für Private-Equity-Investoren und andere in Bezug auf Unternehmen im Bereich Gesundheitstechnologie und Gesundheitstechnologie sowie Portfolioinvestitionen im Gesundheitswesen tätig. Von September 2009 bis Juni 2012 war Herr Silverman Chief Executive Officer von Marina Medical Billing Services, Inc., einem Unternehmen für das Management des Umsatzzyklus, das landesweit Notärzte betreut. Zuvor war Herr Silverman von September 2008 bis August 2009 President und Chief Executive Officer des von Qualcomm unterstützten Start-ups LifeComm für das Gesundheitswesen. Von August 2000 bis August 2008 war Herr Silverman President und Chief Executive Officer von Quality Systems, Inc., einem börsennotierten Entwickler von Software für das Management von Arzt- und Zahnarztpraxen und Patientenakten. Von 1993 bis 2000 war er Chief Operating Officer der CorVel Corporation, einem börsennotierten nationalen Unternehmen für Managed Care Services / Technologie. Herr Silverman erwarb einen B.A. vom Amherst College und einen M.B.A. von der Harvard Business School.

Der Chairman von STAAR Surgical hat eine lange und erfolgreiche Karriere vorzuweisen und hat in verschiedenen Unternehmen gedient. Hier fällt vor allem positiv auf, dass sich das Segment Medizintechnik und Gesundheitswesen wie ein roter Faden durch seinen beruflichen Werdegang zieht. Als Vorsitzender des Kontrollorgans von STAAR Surgical, sehe ich diese Expertise als wertvollen Aktivposten, da ihn diese Erfahrung in die Lage versetzt, dem Management beratend zur Seite zu stehen und Entiwcklungen einschätzen zu können, die eine Kritik erfordern mögen.

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News

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Weitere Nachrichten zum Unternehmen können hier im News-Bereich von simplywall.st gefunden werden oder hier im Press Room der Investor Relations.

24. Februar 2021 – Die STAAR Surgical Company gab die Ergebnisse für das am 1. Januar 2021 endende Gesamtjahr bekannt. Für das Gesamtjahr gab das Unternehmen einen Umsatz von 163,460 Mio. USD gegenüber 150,185 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 6,769 Millionen gegenüber USD 11,852 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 5,913 Millionen gegenüber USD 14,048 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug USD 0,13 gegenüber USD 0,32 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug USD 0,12 gegenüber USD 0,3 im Vorjahr.

31. Januar 2021 – STAAR Surgical wurde in folgende Indizes aufgenommen: S&P 1000, S&P 400 Health Care (Sektor), S&P Composite 1500 und S&P 400.

28. Januar 2021 – Am 28. Januar 2021 gab Broadwood Partners, LP bekannt, dass es mit Mitgliedern des Managements der STAAR Surgical Company, dem Vorstand, anderen Aktionären und anderen in Kontakt stand und bleiben könnte, um Alternativen zu finden, die das Unternehmen nutzen könnte, um zusätzlichen Shareholder Value zu schaffen Zeit.

26. Januar 2021 – Die STAAR Surgical Company gab die Ernennung von Elizabeth Yeu, MD, Partnerin, Virginia Eye Consultants, und K. Peony Yu, MD, pensionierter Chief Medical Officer, FibroGen Inc., mit Wirkung zum 21. Januar 2021 in ihren Verwaltungsrat bekannt Mitglieder des STAAR-Verwaltungsrates sind Stephen Farrell, Thomas Frinzi, Dr. Gilbert Kliman, Caren Mason und Louis Silverman.

10. Januar 2021 – Die STAAR Surgical Company gab eine Gewinnprognose für das vierte Quartal und das am 1. Januar 2021 endende Geschäftsjahr sowie eine Umsatzprognose für das erste Quartal 2021 bekannt. Das Unternehmen erwartet für das vierte Quartal einen Gesamtumsatz von rund 46 Millionen US-Dollar. Der GAAP-Gewinn pro Aktie wird für das am 1. Januar 2021 endende vierte Quartal voraussichtlich ca. 0,06 USD betragen. Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatz von ca. 163 Mio. USD. Der GAAP-Gewinn pro Aktie wird für das am 1. Januar 2021 endende Geschäftsjahr voraussichtlich etwa 0,12 USD betragen. Das Unternehmen erwartet, dass der Umsatz im ersten Quartal 2021 gegenüber den vorläufigen Ergebnissen des vierten Quartals 2020 leicht zurückgehen wird, was mit seiner historischen Saisonalität übereinstimmt.

04. November 2020 – Die STAAR Surgical Company gab eine Gewinnprognose für das erste Quartal und das am 1. Januar 2021. Das Unternehmen leitet für das jährliche Quartal einen Gesamtumsatz von rund 46 Millionen US-Dollar. Der GAAP-Gewinn pro Aktie wird für das am 1. Januar 2021. 0,06 USD versucht. Das Unternehmen hat für das Gesamtjahr einen Umsatz von rd. 163 Mio. US DOLLAR. Der GAAP-Gewinn pro Aktie wird für das am 1. Januar 2021 endende rechtliche Betrachtung etwa 0,12 USD verkauft. Das Unternehmen, das der Umsatz im ersten Quartal 2021 ist, wurde mit seinen historischen Saisonbedingungen verwaltet.

Die STAAR Surgical Company gab die erste Vermarktung ihrer EVO Viva ™ Presbyopie-Korrekturlinse einschließlich des ersten Patientenimplantats bekannt.

30. September 2020 – Die Anwaltskanzlei Klein kündigte in der im Namen der Aktionäre der Staar – Surgical Company Limited eingereichten Sammelklage eine Frist für den Hauptkläger am 19. Oktober 2020 an. Die Anwaltskanzlei Klein gibt bekannt, dass im Namen der Aktionäre des Unternehmens eine Sammelklage eingereicht wurde, in der behauptet wird, das Unternehmen habe gegen das Bundeswertpapiergesetz verstoßen. Der Klassenzeitraum ist vom 26. Februar 2020 bis zum 10. August 2020. In der eingereichten Beschwerde wird behauptet, dass das Unternehmen wesentlich falsche und / oder irreführende Aussagen gemacht und / oder nicht offengelegt hat, dass: das Unternehmen seinen Umsatz und sein Wachstum in den USA überbewertet und / oder falsch charakterisiert hat China, seine Marketingausgaben, seine Forschungs- und Entwicklungskosten und infolgedessen waren die öffentlichen Aussagen der Beklagten zu allen relevanten Zeiten wesentlich falsch und irreführend.

23. September 2020 – Die Anwaltskanzlei Rosen erinnerte die Käufer zwischen dem 26. Februar 2020 und dem 10. August 2020 (einschließlich der „Klassenperiode“) an die Wertpapiere der STAAR Surgical Company, einschließlich der wichtigen Frist für den Hauptkläger am 19. Oktober 2020 in der Wertpapierklassenklage. Die Klage zielt darauf ab, Schadensersatz für STAAR-Investoren gemäß den Wertpapiergesetzen des Bundes zu verlangen. Gemäß der Klage haben die Beklagten während des gesamten Klassenzeitraums die Anleger falsch dargestellt und / oder nicht offengelegt, dass STAAR Folgendes überbewertet und / oder falsch charakterisiert hat: (1) Umsatz und Wachstum in China; (2) seine Marketingausgaben; und (3) seine Forschungs- und Entwicklungskosten. Infolgedessen waren die öffentlichen Aussagen der Angeklagten zu allen relevanten Zeitpunkten wesentlich falsch und irreführend. Als die wahren Details auf den Markt kamen, behauptete die Klage, dass die Anleger Schaden erlitten hätten.

17. September 2020 – Pomerantz LLP gibt bekannt, dass eine Sammelklage gegen die STAAR Surgical Company und einige ihrer leitenden Angestellten eingereicht wurde. Die Sammelklage, die beim US-Bezirksgericht für den Central District of California, Southern Division, eingereicht und unter 20-cv-01660 eingereicht wurde, richtet sich an eine Klasse, die sich aus allen Personen zusammensetzt, die keine Beklagten sind, die STAAR Surgical Company gekauft oder anderweitig erworben haben Wertpapiere zwischen dem 26. Februar 2020 und einschließlich dem 10. August 2020, die darauf abzielen, Schäden zu ersetzen, die durch Verstöße der Beklagten gegen das Bundeswertpapiergesetz verursacht wurden, und Abhilfemaßnahmen gemäß den Abschnitten 10 (b) und 20 (a) des Securities Exchange Act von 1934 und Regel 10b-5, die von der SEC, 17 CFR, verkündet wurden § 240.10b-5. Wenn Aktionäre, die während des Klassenzeitraums STAAR-Wertpapiere gekauft haben, bis zum 19. Oktober 2020 Zeit haben, das Gericht zu ersuchen, den Hauptkläger für die Klasse zu ernennen. STARR entwirft, entwickelt, produziert und vertreibt implantierbare Linsen für das Auge und Begleitsysteme, mit denen die Linsen in das Auge abgegeben werden. Die Hauptprodukte von STAAR sind: (1) “implantierbare Collamer®-Linsen” oder “ICLs”, die in der refraktiven Chirurgie verwendet werden; und (2) Intraokularlinsen oder “IOLs”, die in der Kataraktchirurgie verwendet werden. In der Beschwerde wird behauptet, dass die Beklagten während des gesamten Klassenzeitraums wesentlich falsche und / oder irreführende Aussagen gemacht und den Anlegern keine wesentlichen nachteiligen Tatsachen mitgeteilt hätten. Insbesondere haben die Beklagten die Anleger falsch dargestellt und / oder nicht offengelegt, dass das Unternehmen Folgendes überbewertet und / oder falsch charakterisiert hat: (1) Umsatz und Wachstum in China; (2) seine Marketingausgaben; (3) seine Forschungs- und Entwicklungskosten; und dass infolge des Vorstehenden (4) die öffentlichen Aussagen der Beklagten zu allen relevanten Zeitpunkten wesentlich falsch und irreführend waren. Am 5. August 2020, nachdem die Märkte geschlossen hatten, meldete STAAR enttäuschende Finanzergebnisse, wie nachstehend aufgeführt. In diesen Nachrichten fielen die Aktien der STAAR-Stammaktien um ungefähr 10% vom Schlusskurs vom 5. August 2020 von 61,81 USD auf einen Schlusskurs vom 6. August 2020 von 55,86 USD.

14. September 2020 – Kirby McInerney LLP erinnerte die Anleger daran, dass beim US-Bezirksgericht für den Central District of California eine Sammelklage im Namen derjenigen eingereicht wurde, die im Zeitraum vom 26. Februar 2020 bis zum 10. August 2020 Wertpapiere der STAAR Surgical Company erworben haben bis zum 19. Oktober 2020, um beim Gericht die Ernennung zum Hauptkläger in der Klage zu beantragen. Der Beschwerde zufolge hat das Unternehmen falsche und irreführende Aussagen gegenüber dem Markt gemacht. STAAR ist Gegenstand eines Berichts des Investmentanalysten J Capital, in dem behauptet wird, das Unternehmen habe seinen Umsatz in China um mindestens ein Drittel überbewertet, “was bedeutet, dass der gesamte Gewinn des Unternehmens im Jahr 2019 in Höhe von 14 Millionen US-Dollar gefälscht ist.” Der Bericht, der auf umfangreichen Interviews und Recherchen basiert, besagt, dass das Unternehmen gefälschte Verkaufszahlen meldet und dann die Marketingkosten in einem Schema markiert, um „Phantom“ -Einnahmen zu verbergen. Basierend auf diesen Nachrichten fielen die STAAR-Aktien am 11. August 2020 um 6%, was den Anlegern schadete.

Die STAAR Surgical Company gab bekannt, dass die Patientenregistrierung für die Kohorte der Primärstudienanalyse von 300 Probanden in ihrer klinischen US-amerikanischen FDA-Studie „Eine multizentrische klinische Bewertung der implantierbaren EVO / EVO + Visian® Collamer®-Linse“ erreicht wurde. Eine Primärstudienanalyse wird durchgeführt Wenn 300 primäre Augen eine Nachbeobachtungszeit von 6 Monaten abgeschlossen haben, wird dies zu Beginn des zweiten Quartals 2021 erwartet, wobei die Studienergebnisse kurz danach der FDA vorgelegt werden. EVO Visian ICLs sollen einen weiten Bereich von Brechungsfehlern behandeln, einschließlich Myopie (Kurzsichtigkeit), die für die Korrektur der Fernsicht erforderlich ist. Myopie ist die weltweit häufigste Augenerkrankung und nimmt rasch zu.1 Die EVO-Linsen von STAAR sind mit einem zentralen Loch ausgestattet, das den natürlichen Wasserfluss wiederherstellt und präoperative periphere Iridotomien überflüssig macht. Ziel der US-Zulassungsstudie ist es, die Sicherheit der EVO Visian ICLs bei Studienteilnehmern zu bewerten und unterstützende Daten zur Wirksamkeit zu sammeln, bei denen Myopie oder Myopie mit Astigmatismus diagnostiziert wurde. Die Studie umfasst die folgenden EVO-Linsen: EVO Visian® ICL für Myopie; EVO Visian® Toric ICL für Myopie mit Astigmatismus; EVO + Visian® ICL für Myopie; EVO + Visian® Toric ICL für Myopie mit Astigmatismus. Durch den Wegfall der Notwendigkeit präoperativer peripherer Iridotomien bietet das EVO Visian ICL von STAAR ein einfacheres und weniger zeitaufwändiges Verfahren für Patienten, die nach Sehfreiheit suchen. Das Eliminieren der Notwendigkeit präoperativer peripherer Iridotomien erhöht auch die Effizienz des Chirurgen und verringert die Anzahl der Eingriffe, wodurch die Gesamtkosten und die Komplexität verringert werden, während das Patientenerlebnis und die potenziellen positiven Ergebnisse verbessert werden.

04. September 2020 – Die Anwaltskanzlei Rosen kündigte die Einreichung einer Sammelklage im Namen von Käufern der Wertpapiere der STAAR Surgical Company zwischen dem 26. Februar 2020 und dem 10. August 2020 (einschließlich der „Sammelperiode“) an. Die Klage zielt darauf ab, Schadensersatz für STAAR-Investoren gemäß den Wertpapiergesetzen des Bundes zu verlangen. Gemäß der Klage haben die Beklagten während des gesamten Klassenzeitraums die Anleger falsch dargestellt und / oder nicht offengelegt, dass STAAR Folgendes überbewertet und / oder falsch charakterisiert hat: (1) Umsatz und Wachstum in China; (2) seine Marketingausgaben; (3) seine Forschungs- und Entwicklungskosten; und (4) infolge des Vorstehenden waren die öffentlichen Aussagen der Beklagten zu allen relevanten Zeitpunkten wesentlich falsch und irreführend. Als die wahren Details auf den Markt kamen, behauptete die Klage, dass die Anleger Schaden erlitten hätten. Eine Sammelklage wurde bereits eingereicht.

Fragen an die Investor Relations

Fragen an die Investor Relations

Aktionäre, Dividenden und Aktienrückkäufe

Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe

Ein detailliertes Bild über die Besitzstruktur des Unternehmens kann beispielsweise hier auf morningstar.com gefunden werden. Bemerkenswert an der Aktionärsstruktur des Unternehmens ist, dass rund 20,8 Prozent aller ausstehender Aktien im Besitz der Broadwood Capital, Inc. liegen. Die New Yorker Firma ist damit der mit Abstand größte Einzelaktionär des Unternehmens. Bekannte Vertreter wie The Vanguard Group, Inc. folgen erst mit weitem Abschlag. Das Unternehmen hält etwa 8,7 Prozent der Aktien von STAAR Surgical.

Dividenden schüttet das Unternehmen bisher nicht aus.

Aktienrückkäufe werden ebenfalls nicht durchgeführt. Mit Blick auf die Anzahl der ausstehenden Aktien ist festzustellen, dass diese kontinuierlich zunimmt.

Mit Blick auf Aktienrückkäufe, müssen aber diverse Kritikpunkte beachtet werden, wie beispielsweise der Umstand, dass die Rückkäufe zu viel zu teuren Kursen stattfinden können. In einem Artikel von wallstreet-online.de, wird hier Warren Buffett´s Meinung und seine Kriterien im Bezug auf Aktienrückkäufe beschrieben. Der Artikel wurde unter dem Titel “Warren Buffett über Aktienrückkäufe” veröffentlicht.

Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite)

UnternehmenGesamtkapitalrenditeEigenkapitalrenditeEV/EBITReturn on Capital (Joel Greenblatt; Leistung)Earnings Yield (Joel Greenblatt; Preis)
STAAR Surgical Co.2,6%3,4%600,811,4%0,2%
Edwards Lifesciences Corp.12,4%19,9%53,647,1%1,9%
Stryker Corp.5,1%12,4%45,440,3%2,2%
Medtronic plc3,1%5,7%50,740,1%2,0%
Zimmer Biomet Holdings, Inc.-0,6%-1,2%-655,3-1,5%-0,2%
Smith & Nephew plc4,4%8,6%57,510,7%1,7%
Align Technology, Inc.45,0%66,7%112,051,4%0,9%
Abbott Laboratories6,5%14,4%40,357,6%2,5%
Boston Scientific Corp.-0,3%-0,8%225,77,9%0,4%
Insulet Corp.0,5%1,8%326,410,5%0,3%
Bruker Corp.5,4%17,3%40,527,0%2,5%
Abiomed, Inc.15,6%17,7%59,688,1%1,7%
Cochlear Ltd.-7,3%-12,5%-56,1-37,5%-1,8%
Penumbra, Inc.-2,1%-2,7%-263,4-10,9%-0,4%
Globus Medical, Inc.6,6%7,3%50,023,8%2,0%
Masimo Corp.15,2%18,2%46,961,0%2,1%
West Pharmaceutical Services, Inc.14,0%21,0%49,233,4%%2,0%
Steris plc7,7%12,2%31,232,9%3,2%
Varian Medical Systems, Inc.6,2%13,9%41,444,4%2,4%
ICU Medical, Inc.4,9%6,1%40,411,6%2,5%
Siemens Healthineers AG6,5%14,3%22,350,6%4,5%
Carl Zeiss Meditec AG14,5%9,1%51,819,4%1,9%
Envista Holdings Corp.0,5%0,9%235,15,6%0,4%
Luminex Corp.2,2%3,0%34,821,7%2,9%
OraSure Technologies, Inc.-3,8%-4,2%-96,8-8,1%-1,0%
LeMaitre Vascular, Inc.9,3%13,6%35,537,4%2,8%
Retractable Technologies, Inc.31,7%52,6%30,075,5%3,3%
Illumina, Inc.8,9%14,1%63,548,8%1,6%
Pulse Biosciences, Inc.-111,7%-165,7%-15,7-482,6%-6,4%
Utah Medical Products, Inc.10,1%11,0%21,373,8%4,7%
AngioDynamics, Inc.-26,6%-33,1%-4,9-231,9%-20,2%
Infu Systems Holdings, Inc.9,2%30,7%48,218,6%2,1%
Milestone Scientific, Inc.-75,9%-134,7%-49,6-743,1%-2,0%
IntriCon Corp.-2,2%-2,8%-154,5-4,3%-0,7%
Microbot Medical, Inc.-30,6%-34,3%-4,5-773,4%-22,2%
Pro-Dex, Inc.17,0%27,9%13,442,7%7,5%
Integrity Applications, Inc.-29,9%-41,6%-18,8-998,8%-5,3%
Isoray, Inc.-33,1%-46,7%-51,0-75,7%-1,9%
Nephros, Inc.-29,7%-52,5%-16,2-77,9%-6,2%
Harvard Bioscience, Inc.-5,0%-10,1%-117,8-6,8%-0,9%
Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite)

Um einen besseren Vergleich der Peer Group untereinander ziehen zu können, verwende ich hier mehrere Kennzahlen, darunter die Gesamtkapitalrendite, das Enterprise Value zu EBIT-Verhältnis, mit dem sich Unternehmen einer Branche gegeneinander vergleichen lassen (je niedriger die Zahl desto günstiger ist das Unternehmen im Verhältnis zu seiner operativen Ertragskraft) und die Kennzahlenkombination Return on Capital (Kapitalrendite; ROC) und Earnings Yield (Gewinnrendite; EY) nach der Berechnungsmethode von Joel Greenblatt, die Bestandteil seiner “Börsenzauberformel” sind. Mit der kombinierten Betrachtung dieser beiden Kennzahlen, lässt sich die aktuelle Leistung des Unternehmens (ROC) gegen seine aktuelle Bewertung (EY) vergleichen. Eine Methode der Preis/Leistungs-Berechnung für Aktiengesellschaften.

Börsen-Zauberformel nach Joel Greenblatt

Segmente und Umsatzverteilung

Segmente und Umsatzverteilung

Den Großteil seiner Umsätze erwirtschaftet STAAR Surgical mit dem Verkauf seiner auf Colamer basierenden Intraokularlinsen. 2020 nahm das Unternehmen rund 141,4 Mio. US-Dollar mit diesen Linsen ein, was etwa 86,5 Prozent aller Umsätze ausmacht. Der größte Absatzmarkt war dabei China, das für 43,9 Prozent der Umsätze der Firma steht. Bemerkenswert ist hierbei, dass obwohl STAAR Surgical ein US-Unternehmen ist, die USA nur 3,8 der Umsätze des Unternehmens ausmacht. Den Rest seiner Umsätze verdient mit STAAR Surgical mit dem Verkauf konventioneller Intraokularlinsen (rund 8,3 Prozent) und anderer Produkte (5,2 Prozent).

Ausschnitt aus dem Jahresbericht 2020 – Disaggregation of Revenues, Geographic Sales and Product Sales

Wichtige Kennzahlen

Wichtige Kennzahlen

Verschuldungsgrad und finanzielle Stabiliät

GeschäftsjahrEigenkapital-quoteFremdkapital-quote
202076,62 %23,38 %
201977,29 %22,71 %
201879,14 %20,86 %
201763,20 %36,80 %
201657,92 %42,08 %
201561,71 %38,29 %
201462,97 %37,03 %
201362,73 %37,27 %
201257,97 %42,03 %
201160,11 %39,89 %
201055,26 %44,74 %
200935,91 %64,09 %

Finanzielle Stabilität: Das Current Ratio liegt bei rund 5,25 und das Quick Ratio des Unternehmens bei etwa 4,81. Damit kann festgestellt werden, dass die liquiden Mitteln und die sofort verfügbaren liquiden Mittel des Unternehmens ausreichend sind, die Verbindlichkeiten der Firma sofort zu tilgen, sollte der Fall eintreten. Es zeigt sich außerdem, dass diese Mittel binnen der letzten 3 Jahre aufgebaut wurden.

Entwicklung des Goodwills in der Bilanz: Seit mehreren Jahren hat sich der Goodwill nominal nicht verändert, im Vergleich zur gesamten Bilanzsumme nimmt der Anteil aber kontinuierlich ab. Aktuell beträgt der Anteil an Goodwill in der Bilanz lediglich 0,7 Prozent, was das Risiko außerordentlicher Abschreibungen als ein sehr geringes Risiko erscheinen lässt. (Darstellung auf visualcapitalist.com)

Entwicklung der Kosten für Forschung und Entwicklung: Das Unternehmen hat hohe Kosten für Forschung und Entwicklung zu tragen, das es sich in einem sehr innovativen und innovations-abhängigen Segment bewegt. Zuletzt musste STAAR Surgical rund 27 Prozent seiner Bruttogewinne für die Forschung investieren. Damit entsteht ein Kostenrisiko, da es keine Garantie für erfolgreiche Forschungen gibt und somit ein Verlustrisiko in der Forschung besteht. Außerdem läuft das Unternehmen Gefahr, bei einer sich verschlechternden Lage die notwendigen Kosten nicht mehr leisten zu können.

Zinsdeckungsgrad: Das Unternehmen hat kein langfristiges Fremdkapital und damit keine nennenswerte Zinslast zu tragen.

Investitionen:

Anzahl ausstehender Aktien

GeschäftsjahrAusstehende Aktien
in Mio. Stück
Veränderung
202046,6+3,6 %
201945,0+1,7 %
201844,2+6,7 %
201741,4+1,6 %
201640,7+1,5 %
201540,2+3,5 %
201438,8+2,2 %
201338,0+3,6 %
201236,6+1,2 %
201136,2+2,6 %
201035,3+1,2 %
200934,9+16,2 %

Entwicklung der Anzahl ausstehender Aktien: Die Anzahl der Ausstehenden Aktien nimmt kontinuierlich zu. Das Unternehmen gibt beständig neue Aktien aus uns sammelt Kapital ein.

Operative Marge

GeschäftsjahrUmsätze
in Mio. USD
EBIT
in Mio. USD
operative
Marge
2020163,56,7694,14 %
2019150,211,8527,89 %
2018123,96,5955,32 %
201790,6-3,631-4,01 %
201682,4-12,655-15,35 %
201577,1-5,337-6,92 %
201474,9-8,027-10,70 %
201372,20,7000,97 %
201263,8-1,220-1,91 %
201162,82,7834,43 %
201054,9-2,602-4,73 %
200951,1-4,879-9,56 %

Entwicklung der Umsätze, des EBIT und der Gewinne: Die Gewinne sind noch sehr inkonsistent, aber das Unternehmen schaffte es in den zurückliegenden Jahren einen starken Umsatzzuwachs zu generieren.

Entwicklung der Bruttomarge, der operativen und der Nettomarge: STAAR Surigcal kann zwar starke Bruttomargen erwirtschaften, seine Produktionskosten also sehr gut decken, aber die operativen und Nettomargen bleiben bisher noch sehr schwach.

Free Cashflows

GeschäftsjahrFree Cashflows
in Mio. USD
Veränderung
in %
202012,547-20,08 %
201915,700+49,21 %
201810,522+482,29 %
20171,807+183,81 %
2016-2,156+48,75 %
2015-4,207+64,96 %
2014-12,005-12.808,60 %
2013-0,093-109,83 %
20120,946-78,42 %
20114,384+192,55 %
2010-4,737-641,99 %
20090,874+109,71 %

Entwicklung der operativen und freien Cashflows: Die Cashflows der Firma sind nach wie vor sehr sprunghaft und es ist noch keine konstante Tendenz für Zuwächse erkennbar.

Buchwert

GeschäftsjahrBuchwert
in Mio. USD
Veränderung
in %
2020197,222+23,35 %
2019159,884+20,73 %
2018132,426+208,43 %
201742,936+13,27 %
201637,905-2,42 %
201538,846+4,71 %
201437,099-4,51 %
201338,852+22,40 %
201231,742+7,75 %
201129,458+31,35 %
201022,427+6,44 %
200921,070+31,47 %

Entwicklung des Eigenkapitals: Das Unternehmen konnte sein Eigenkapital stark ausbauen in den letzten 3 Jahren.

Entwicklung der Treasury Stocks in der Bilanz: Das Unternehmen hält keine eigenen Aktien in seiner Bilanz.

Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis

Geschäftsjahr Dividenden
in USD/Aktie
Earnings
per Share
KGV
20200,00 USD0,13 USD660,17
20190,00 USD0,31 USD117,23
20180,00 USD0,11 USD319,10
20170,00 USD-0,05 USD
20160,00 USD-0,30 USD
20150,00 USD-0,16 USD
20140,00 USD-0,22 USD
20130,00 USD0,01 USD
20120,00 USD-0,05 USD
20110,00 USD0,04 USD349,67
20100,00 USD0,00 USD
20090,00 USD-0,18 USD

Entwicklung der Gewinne je Aktie, der Freien Cashflows je Aktie und der Owners Earnings:

Aussichten

Aussichten

Unternehmensspezifisch: Die STAAR Surgical Company gab eine Gewinnprognose für das vierte Quartal und das am 1. Januar 2021 endende Geschäftsjahr sowie eine Umsatzprognose für das erste Quartal 2021 bekannt. Das Unternehmen erwartet für das vierte Quartal einen Gesamtumsatz von rund 46 Millionen US-Dollar. Der GAAP-Gewinn pro Aktie wird für das am 1. Januar 2021 endende vierte Quartal voraussichtlich ca. 0,06 USD betragen. Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatz von ca. 163 Mio. USD. Der GAAP-Gewinn pro Aktie wird für das am 1. Januar 2021 endende Geschäftsjahr voraussichtlich etwa 0,12 USD betragen. Das Unternehmen erwartet, dass der Umsatz im ersten Quartal 2021 gegenüber den vorläufigen Ergebnissen des vierten Quartals 2020 leicht zurückgehen wird, was mit seiner historischen Saisonalität übereinstimmt.

Die Seite simplywall.st gibt die erwartete Entwicklung von STAAR Surgical wie folgt an:

Branchenspezifisch:

Auf der Seite medium.com, wurde über den Markt für ophthalmologische Produkte ein interessanter Artikel veröffentlicht. Unter dem Titel “Ophthalmic Equipment Market SWOT Analysis & forecast by 2030“, wurden eine Reihe von Informationen über die Branche zusammengefasst. Unter anderem werden hier folgende Unternehmen als wichtige Marktteilnehmen genannt:

Die wichtigsten Akteure auf dem globalen Markt für ophthalmologische Geräte sind Essilor, Alcon (Novartis AG), Johnson & Johnson, Bausch Health, die Haag-Streit-Gruppe, TOPCON CORPORATION, Carl Zeiss, die Meditec AG, die STAAR Surgical Company, die Ziemer Ophthalmic Systems und die HOYA Corporation unter anderen.

Weiterhin heißt es in dem Artikel über den Markt für Ophthalmologie:

Das kontinuierliche Wachstum des Marktes für ophthalmologische Geräte ist auf die Zunahme von Augenerkrankungen wie Glaukom, Katarakt, diabetischer Retinopathie und anderen zurückzuführen. Darüber hinaus wird erwartet, dass Faktoren wie der rasche technologische Fortschritt, technologisch fortschrittliche minimalinvasive Operationen wie die LASIK-Chirurgie, die zunehmende geriatrische Bevölkerung und die zunehmende altersbedingte Makuladegeneration (AMD) den globalen Markt für ophthalmologische Geräte ankurbeln. Laut dem National Eye Institute waren 2018 in den USA unter älteren weißen Amerikanern mehr als 14 Prozent der weißen Amerikaner ab 80 Jahren von AMD betroffen. Hohe Kosten für Kontaktlinsen, ophthalmologische Geräte und damit verbundene Risiken, verbunden mit dem Mangel an qualifizierten Augenärzten und schlechten Erstattungsrichtlinien für ophthalmologische Geräte hemmen jedoch das Wachstum des Zielmarktes.

Laut der Weltgesundheitsorganisation leben weltweit etwa 1,3 Milliarden Menschen mit irgendeiner Form von Fern- oder Nahsichtbehinderung. Die Mehrheit der Menschen mit Sehbehinderung ist über 50 Jahre alt. Eine Zunahme des Bevölkerungswachstums und des Alterns wird zu einem Anstieg des Risikos führen, dass mehr Menschen von Sehbehinderungen betroffen sind. Sehstörungen können durch Krankheiten wie Glaukom, Katarakt und diabetische Retinopathie verursacht werden. In der Folge wird erwartet, dass die zunehmende Verbreitung dieser Augenerkrankungen das Wachstum des Marktes für ophthalmologische Geräte auf der ganzen Welt vorantreiben wird.

Zu Gesundheitsthemen können beispielsweise auf der Webseite der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Informationen gefunden werden.

Publikationen auf marketsandmarkets.com und der Research-Plattform marketresearch.com, zeigen im Folgenden die Erwartungen über die künftige Entwicklung:

Segment, TeilbereichPrognose
Marktgröße für BiomaterialienDie weltweite Marktgröße für Biomaterialien wird voraussichtlich bis 2025 47,5 Mrd. USD erreichen, nach 35,5 Mrd. USD im Jahr 2020 bei einer jährlichen Wachstumsrate von 6,0% im Prognosezeitraum. Das Marktwachstum wird hauptsächlich von Faktoren wie den weltweit gestiegenen Mitteln und Zuschüssen staatlicher Stellen für die Entwicklung neuartiger Biomaterialien, der steigenden Nachfrage nach medizinischen Implantaten und der steigenden Inzidenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie der zunehmenden Forschung im Bereich der regenerativen Medizin angetrieben. Darüber hinaus wird ein hohes Wachstum für Anwendungen in der plastischen Chirurgie und Wundheilung erwartet, was das Wachstum des Marktes für Biomaterialien in den kommenden Jahren weiter vorantreiben wird.
Marktgröße für ophthalmologische GeräteDie weltweite Marktgröße für ophthalmologische Geräte wird voraussichtlich bis 2025 63,3 Mrd. USD erreichen, nach einem geschätzten Wert von 52,8 Mrd. USD im Jahr 2020, was einem CAGR von 3,7% im Prognosezeitraum entspricht. Die steigende geriatrische Bevölkerung und die Prävalenz von Augenkrankheiten treiben vor allem den Markt für Augenausrüstung an. Technologische Fortschritte bei ophthalmologischen Geräten, staatliche Initiativen zur Kontrolle von Sehbehinderungen und die zunehmende Einführung von Kontaktlinsen und Brillen werden das Marktwachstum in den kommenden Jahren ebenfalls unterstützen. Die hohen Kosten für ophthalmologische Geräte schränken jedoch die allgemeine Akzeptanz dieser Geräte ein.

Einteilung nach Peter Lynch

Einteilung nach Peter Lynch

Nach Peter Lynch handelt es sich bei STAAR Surgical um einen Fast Grower. Betrachtet man die zurückliegende Entwicklung, sowie die erwarteten Entwicklungen der nächsten Jahre, kann man hier von einem Fast Grower ausgehen. Damit wäre die Empfehlung von Peter Lynch: Kaufen und Halten.

Levermann Score

Eine Erläuterung zum Levermann-Score ist hier zu finden.



WertPunkte
1Eigenkapitalrendite
2EBIT-Marge
3Eigenkapitalquote
4Kurs-Gewinn-Verhältnis
5Kurs-Gewinn-Verhältnis (5Jahre)
6Analystenmeinung
7Reaktion auf die Quartalszahlen
(SPX)
8Gewinnrevision
9Kursverlauf der letzten 6 Monate
10Kursverlauf der letzten 12 Monate
11Trendumkehr
12Reversaleffekt
13Erwartetes Gewinnwachstum

Gesamt

Piotroski F-Score

Ein Artikel zum Piotroski F-Score ist hier auf diyinvestor.de zu finden.

WertPunkt
1Positiver Nettoertrag1Ja
2Positiver operativer Cashflow1Ja
3Gesamtkapitalrendite höher als im Vorjahr0Nein
4operativer Cashflow höher als Nettogewinn1Ja
5Niedrigerer Verschuldungsgrad als im Vorjahr0Nein
6Current Ratio höher als im Vorjahr1Ja
7Weniger oder gleich viele umlaufende Aktien
als im Vorjahr
0Nein
8Bruttomarge höher als im Vorjahr0Nein
9Kapitalumschlag höher als im Vorjahr0Nein
Gesamt von 9

Berichte und Präsentationen

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