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Southern Co. – Aktienanalyse

by Peter Merkle

Viel Spaß beim Lesen der Aktienanalyse zur Southern Co., eine Audioversion dieser Analyse befindet sich am Ende des Artikels zum Download.

Gliederung

  • 1. Übersicht
    • 1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell
      • Geschichte des Unternehmens
      • Unternehmensstruktur
    • 1.2 News
    • 1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe
    • 1.4 Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite)
    • 1.5 Segmente und Umsatzverteilung
    • 1.6 Wichtige Kennzahlen
    • 1.7 Aussichten
    • 1.8 Einteilung nach Peter Lynch
    • 1.9 Levermann-Score
    • 1.10 Piotroski F-Score
  • 2. Detailanalyse
    • 2.1 SWOT-Analyse
    • 2.2 Bewertungsverfahren
      • 2.2.1 Bewertung der Managementleistung
      • 2.2.2 Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis
      • 2.2.3 Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis
      • 2.2.4 Gewinnrenditendiskontierung
      • 2.2.5 Dividendendiskontierung
    • 2.3 Zusammenfassung und Fazit

1. Übersicht

Alle relevanten Fundamentaldaten, in Form der Dokumentation für die Aufsichtsbehörden, sind hier im Archiv der Securities and Exchange Commission zu finden.

1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell – Southern Co.

Hauptquartier in Atlanta, Georgia

Die Southern Company ins ein U.S.-amerikanisches Energieunternehmen, dass hauptsächlich in den südlichen Bundesstaaten der USA operiert. Das Unternehmen produziert und verkauft Strom und Erdgas an ca. 9 Millionen Kunden in Alabama, Georiga, Florida und Mississippi. Dazu betreibt Southern Co. über seine Tochterunternehmen Kraftwerke in 3 Bundesstaaten und Erdgas-Verteiler in vier Bundesstaaten und unterhält Stromerzeugerunternehmen, die Großkunden in den gesamten USA beliefern, ebenso eine Strominfrastruktur, sowie Glasfasernetze und bietet auch Telekommunikationsdienste an. Das Portfolio von Southern Co. umfasst einschließlich kohlenstofffreier Kernenergie, fortschrittlicher Technologien zur Kohlenstoffabscheidung, Erdgas, erneuerbare Energien, Energieeffizienz-Lösungen und Speichertechnologien. Das Unternehmen vermarktet auch sein Fachwissen an Versorgungs- und Industrieunternehmen. Der Hauptsitz befindet sich in Atlanta, Georgia und das Unternehmen ist unter der ISIN US8425871071 an der New York Stock Exchange notiert. Heute ist Southern Co. ein Mitglied des S&P500 Index und ist daneben auch im Dow Jones Utility Average gelistet, mit einer Marktkapitalisierung von etwa 63,8 Mrd. USD.

Auszug aus dem Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2018

Geschichte des Unternehmens

Die Alabama Power Company: Die Southern Company hat ihre Wurzeln in den Bundesstaaten Alabama und Georgia. Damit sind maßgeblich die Unternehmer James Mitchell und Thomas Martin verbunden. James Mitchell arbeitete für die Thomson-Houston Company, einen Vorgänger von General Electric und kam 1911 in den Süden der USA um dort Wasserkraftwerke zu bauen. Schließlich beschloss er, einen Damm am Cherokee Bluffs entlang des Tallapoosa River in Alabama zu bauen. Thomas Martin arbeitete zu dieser Zeit für Tyson, Wilson & Martin, eine Anwaltskanzlei, die die Titelarbeiten für Wasserkraftentwickler entlang der Tallapoosa abwickelte. Das technische Know-how und der Zugang von Mitchell zu britischem Kapital stießen auf Martins juristische Ausbildung und lokale Kenntnisse, und die beiden beschlossen, sich zusammenzuschließen. Wegen eines Rechtsstreits mit dem ansässigen Besitzer eines Werks für Wasserräder, entschieden sich die Unternehmer für ein Gelände am Coosa River in Gadsden, Alabama. Das Gelände in Gadsden gehörte William P. Lay, der 1906 die Alabama Power Company gegründet hatte. Lay war nicht in der Lage, Kapital zu beschaffen, und erklärte sich bereit, sich Mitchell und Martin an dem Projekt anzuschließen.

Um einen ruinösen Wettbewerb zu verhindern, schlossen sich Mitchell und 14 Investorengruppen der Alabama Traction, Light & Power Company, Ltd. an, einer in Kanada organisierten Holdinggesellschaft, um britische Investoren anzuziehen. Durch Alabama Traction, Light & Power sammelte Mitchell britisches Kapital für Lay’s Damm. Der von Ingenieur Eugene Adams Yates erbaute Lay Dam wurde 1914 fertiggestellt. Die Alabama Traction, Light & Power Company, Ltd. konnte in den Jahren 1912 und 1913 ein 10.000-Kilowatt-Dampfkraftwerk in Gadsden, Alabama, und ein 2.000-Kilowatt-Wasserkraftwerk in Jackson Shoals, Alabama, erwerben. Bis 1913 lieferte das Unternehmen Strom nach Talladega und Gadsden. Es wurden auch kleinere Wasserkraftunternehmen aufgekauft.

Lay Damm mit Generatorhaus

Die Alabama Power Company, die operative Tochtergesellschaft von Alabama Traction, Light and Power, expandierte schnell, aber der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) erschöpfte das britische Kapital und ließ Alabama Power überfordert zurück. Mitchell kam seinen Verpflichtungen nicht nach und überzeugte die Anleihegläubiger, die Zinszahlungen aufzuschieben und den Verkauf neuer Anleihen und Vorzugsaktien zu genehmigen. James Mitchell starb 1920 und wurde als Präsident von seinem Rechtsanwaltspartner Tom Martin abgelöst. Martin half Alabama Power beim Wachstum, indem er kleine elektrische Systeme kaufte, die industrielle Entwicklung förderte und die ländliche Elektrifizierung vorantrieb. Er blieb eine Kraft in der südlichen Energiewirtschaft bis in die 1950er Jahre.

S. Morgan Smith

Die Atlanta Water & Electric Power Company, die Georgia Electric Company und die Georgia Electric Light Company: Das erste Wasserkraftprojekt in Georgia wurde von S. Morgan Smith gebaut. In den 1870er Jahren hatte Smith eine Wasserturbine erfunden, die in den Schrotmühlen von Pennsylvania breite Akzeptanz fand. Später rüstete er seine Turbine für Wasserkraftzwecke um und baute eine Anlage für Kunden in Appleton, Wisconsin. Um 1900 begann er nach einer großen Stadt zu suchen, in der er seine eigene Einrichtung errichten konnte. Schließlich gründete er die Atlanta Water & Electric Power Company und staute den Chattahoochee River 17 Meilen nördlich von Atlanta auf. Smith starb 1903, und seine Söhne Elmer und Fahs beendeten den Damm, führten die S. Morgan Smith Company und übernahmen die Atlanta Water & Electric Power Company. Sie erweiterten den Betrieb, bauten neue Anlagen und verkauften Turbinen an andere Kraftwerksprojekte, wobei sie häufig eine Beteiligung an den neuen Unternehmen als Bezahlung für ihr Produkt übernahmen.

Eine weitere Person, die in Georgia mit Wasserkraft beschäftigt war, war A.J. Warner, der mit Investoren die North Georgia Electric Company gründete und einen Damm errichtete, Übertragungsleitungen und ein Bürogebäude in der Gegend von Atlanta. Kurz nach der Fertigstellung des Damms geriet das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Um den Cashflow zu stärken, schloss Warner einen Vertrag mit Elmer Smith ab, bei dem Smith den Strom von Warner kaufen und in Atlanta über die neu organisierte Atlanta Power Company verkaufen sollte. Trotz des Neugeschäfts verschlechterte sich die Lage von Warner weiter und 1910 kaufte Fahs Smith North Georgia Electric bei einer Zwangsversteigerung auf.

Harry Atkinson

Harry Atkinson, ein junger Bankier, war auch in der Elektrizitätsindustrie in Georgia tätig. 1883 hatte die Georgia Electric Light Company aus Atlanta ein Franchise zur Versorgung der Stadt erhalten. Georgia Electric Light aus Atlanta hatte einen schlechten Start und verschuldete sich stark bei der Thomson-Houston Company. 1891 erlangten Atkinson und eine Gruppe von Finanziers aus Boston die Kontrolle über das Unternehmen und wurden in Georgia Electric Light Company umbenannt. Trotz des Versagens von Atkinson in Nebenbereichen wie Schifffahrt und Eisenbahnen wuchs Georgia Electric Light. Mit Rechtsanwalt Jack Spalding führte Atkinson eine Reihe von Akquisitionen, Fusionen und Konsolidierungen durch. Im Jahr 1912 sammelte er eine Vielzahl von Versorgungsunternehmen in Georgia, darunter die North Georgia Electric der Brüder Smith, in der Georgia Railway and Power Company. Die meisten der führenden Köpfe der Stromindustrie in Georgia saßen im Board von Georgia Railway and Power und das Unternehmen war der Vorgänger von Atkinsons Georgia Power Company, die 1927 die meisten der verbleibenden Stromversorgungsunternehmen des Staates konsolidierte.

Wasserkraftwerk Tallulah Falls, 1914

Die Vereinigung von Atlanta Power und Georgia Power: Die Schritte zur Vereinigung von Alabama und Georgia Power begannen 1924, als Tom Martin und Eugene Yates die Southeastern Power & Light Company gründeten, eine Holdinggesellschaft, deren Ziel es war, Versorgungsunternehmen im gesamten Bundesstaat zusammenzulegen und zu integrieren. Southeasterns erste Akquisition war Alabama Power, damals im Besitz von Alabama Traction, Light & Power aus Kanada. 1925 nahm Martin Verhandlungen mit Georgia Railway and Power auf. Eine Union schien für beide Unternehmen von Vorteil zu sein. Das Unternehmen in Georgia benötigte neues Kapital und zusätzlichen Strom für die Trockenzeit, wenn die Flüsse auf ihre Tiefststände fielen.

Southeastern suchte nach neuen Märkten. 1926 erwarb Southeastern die gesamten Stammaktien von Georgia Railway and Power, aus denen später die Georgia Power Company hervorging. Southeastern erwarb auch kleinere Versorgungsunternehmen. Im Jahr 1926 kaufte es Immobilien in Augusta, Columbus, Macon und Rom, Georgia, und fusionierte sie in der Georgia Power Company. Im selben Jahr erwarb es verschiedene Grundstücke in South Carolina, Nordwestflorida und im östlichen Mississippi. Aus den Liegenschaften in South Carolina wurde die South Carolina Power Company, aus den Betrieben in Florida die Gulf Power Company und aus den Liegenschaften in Mississippi die Mississippi Power Company. Der Geschäftsführer Eugene Yates, leitete den Schritt zur technischen Vernetzung. Southeastern richtete auch eine Stromgroßhandelsabteilung ein, um die Umstellung der Fabriken von Dampf auf elektrischen Strom zu unterstützen. Zu den frühen industriellen Umrüstern gehörten Textilfabriken und Kohleminen. In den späten 1920er Jahren kam es zu einer nationalen elektrischen Konsolidierung. 1929 erwarb eine New Yorker Holdinggesellschaft namens Commonwealth & Southern alle Energieversorgungsunternehmen von Southeastern Power & Light.

Die Commonwealth & Southern: Zusätzlich zu den Grundstücken im Südosten verfügte Commonwealth & Southern über eine Reihe von Versorgungsunternehmen im mittleren Westen und ein weiteres im Süden, die Tennessee Electric Power Company, deren Versorgungsgebiet an das von Southeastern angrenzte. Mit der Übernahme wurde der Vorsitzende von Commonwealth & Southern, B.C. Cobb, Präsident von Southeastern, Tom Martin, Präsident von Commonwealth & Southern. Cobb und Martin kamen nicht miteinander aus, zumindest kamen die nördlichen und südlichen Tochtergesellschaften von Commonwealth & Southern anfangs nicht miteinander aus. Innerhalb von zwei Jahren kehrte Martin in die Präsidentschaft von Alabama Power zurück. Im Jahr 1932 zog sich Cobb zurück und wurde von Wendell Willkie ersetzt. Willkie war der General Counsel des Unternehmens und trat im Präsidentschaftswahlkampf von 1940 als republikanischer Kandidat gegen den Amtsinhaber Franklin D. Roosevelt an. Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 hatte zu einem Rückgang der Industrieproduktion und damit zu einem Rückgang des industriellen Stromverbrauchs geführt. Willkie musste den Verbrauch steigern und die Kosten senken. Um den Verbrauch zu steigern, forcierte er den Verkauf von Elektrogeräten. Um die Kosten zu senken, reduzierte er Löhne und Personal drastisch. Trotz seiner Bemühungen verlor das Unternehmen Mitte der 1930er Jahre Geld und musste Verluste schreiben.

Willkie musste sich auch der Tennessee Valley Authority (TVA) und dem Public Utility Holding Company Act von 1935 stellen, die beide Commonwealth & Southern bedrohten. Im Jahr 1933 gründete der Kongress die TVA, deren Ziel es war, überschüssige Energie aus Ableitungs- und Hochwasserschutzdämmen zu gewinnen. Die TVA konkurrierte direkt mit den südlichen Tochtergesellschaften von Commonwealth & Southern. Diese Tochtergesellschaften und andere Versorgungsunternehmen klagten, um die Verfassungsmäßigkeit des TVA in Frage zu stellen, verloren jedoch. Commonwealth & Southern verkaufte Tennessee Electric Power 1939 für 78 Mio. USD an die TVA und 1940 Teile von Alabama Power, Georgia Power und Mississippi Power an die Behörde.

Der Public Utility Holding Company Act wurde als Reaktion auf den Missbrauch von Finanzdienstleistern wie Samuel Insull und Howard Hopson verfasst. Das Gesetz erlaubte nur zusammenhängende und integrierte Systeme und forderte daher die Veräußerung einiger Tochtergesellschaften von Commonwealth & Southern. Gerichtsverfahren, Verhandlungen und der Zweite Weltkrieg verzögerten die Auflösung bis 1947, als die Securities and Exchange Commission (SEC) die Gründung der Southern Company, bestehend aus Alabama Power, Georgia Power, Mississippi Power und Gulf Power, genehmigte. Das Unternehmen musste South Carolina Power an South Carolina Electric & Gas Company verkaufen. Der erste Präsident der Southern Company war Eugene A. Yates, ehemaliger General Manager von Southeastern Power & Light. Tom Martin, immer noch eine Macht in der Organisation, unterstützte ihn.

Der Southern Company fehlten zunächst bestimmte Einrichtungen. Zu den ersten Aktivitäten von Yates gehörte die Gründung von Southern Company Services, die sich um die Zusammenlegung von Strom, das Engineering von Großprojekten, die Bereitstellung von Renten- und Versicherungsdienstleistungen und die Bereitstellung von Personaldienstleistungen wie Buchhaltung und interne Revision kümmerte. Southern Company Services befand sich 1963 im gemeinsamen Besitz der vier operativen Tochtergesellschaften und wurde zu einer Tochtergesellschaft in direktem Besitz. Zu den weiteren Aufgaben von Yates gehörte der Verkauf von Gas- und Transportgeschäften, wie von der SEC gefordert. In den Nachkriegsjahren stieg der Strombedarf und damit der Kapitalbedarf. Southern verkaufte seine ersten Stammaktien – 1,5 Millionen Aktien – im Dezember 1949.

1950 erwarb die Southern Company die Birmingham Electric Company (BECO). Die von Tom Martin, dem Eigentümer von BECO, der Electric Bond & Share Company in New York, lange verfolgte Gesellschaft, stellte sie 1950 zum Verkauf, nachdem die SEC Electric Bond & Share angewiesen hatte, ihre Beteiligungen zu veräußern. Ebenfalls 1950 wurde Yates Vorsitzender der Southern Company, und Eugene McManus, Präsident von Georgia Power, wurde zum Präsidenten der Holding befördert. McManus erlangte landesweite Aufmerksamkeit, weil er in den Beziehungen zwischen Regierung und Versorgungsunternehmen einen neuen, freundlicheren Ansatz gewählt hatte. Er bot an, Kommunen und ländliche elektrische Genossenschaften zum Selbstkostenpreis zu beliefern, und beendete den Widerstand gegen staatliche Wasserkraftprojekte.

Mitte der 1950er Jahre geriet die Southern Company in eine Interessenkonflikt-Kontroverse. Die Eisenhower-Regierung hatte die Industrie aufgefordert, 600.000 Kilowatt für die südliche Anlage der Atomic Energy Commission (AEC) bereitzustellen. Die Southern Company und Middle South Utilities schlugen eine Anlage vor, die Strom an die TVA und diese wiederum an die AEC verkaufen würde. Das Unternehmen Southern Company-Middle South gewann den Auftrag, wurde jedoch eingestellt, nachdem bekannt wurde, dass ein Investmentbanker der First Boston Corporation, der vorübergehend mit dem Bureau of the Budget zusammenarbeitete, die Versorgungsunternehmen ebenfalls beraten hatte. Am Ende baute die Stadt Memphis, Tennessee, ein kommunales Kraftwerk, um die Last aufzunehmen. (Sie hierzu Dickson-Yates Contract; 1954) Die späten 1950er Jahre markierten den Beginn einer dramatischen Phase des Kapitalaufbaus. Im Jahr 1956 organisierte das Unternehmen die Southern Electric Generating Company (SEGCO), eine Kooperation zwischen Georgia Power und Alabama Power. Da Georgia Power keine eigenen Kohlevorkommen hatte, wollte sie ein Kraftwerk in Alabama, in dessen Nähe die Energiequelle liegen sollte ohne hohe Transportkosten. Alabama Power wurde von Skaleneffekten angezogen. Die Anlage wurde am Coosa River in der Nähe von Wilson-Ville in Alabama gebaut und 1962 fertiggestellt. Sie bestand aus vier 250.000-Kilowatt-Einheiten sowie zwei vollmechanisierten Kohlebergwerken. Zur gleichen Zeit, als sich SEGCO vorbereitete, drängte Tom Martin von Alabama Power auf eine Reihe von Dämmen an den Flüssen Coosa und Warrior in Alabama. Das umfangreiche Projekt, das schließlich 852.525 Kilowatt Energie lieferte, dauerte zehn Jahre und kostete 245 Mio. USD.

Reaktor-Konzepte der 4. Generation: Natriumgekühlter schneller Reaktor, bleigekühlter schneller Reaktor, Flüssigsalzreaktor, gasgekühlter schneller Reaktor; https://dual-fluid-reaktor.de/technical/comparison/

Im Januar 1957 verließ McManus die Präsidentschaft und wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Harllee Branch, Präsident von Georgia Power, wurde Präsident von The Southern Company. Als Yates im Oktober 1957 starb, wurde McManus Vorstandsvorsitzender. Die Amtszeit von Branch war lang und zufriedenstellend. Als Präsident und späterer Vorsitzender war er bis Juni 1971 tätig. Im ersten Jahr der Niederlassung zahlte Georgia Power 11 Mio. USD für die Übernahme von Georgia Power and Light, das 38.000 Kunden im Süden Georgias betreute. Die 1960er Jahre waren eine Zeit des Aufbaus, der Expansion und der Gewinne. Umsatz, Ertrag und Dividenden stiegen alle jährlich. Es wurden unablässig neue Projekte gebaut.

1969 gab es 21 Dampfkraftwerke und 30 Wasserkraftwerke. 81% der Anlagenkapazität stammten aus Dampfkraftwerken und 19% aus Staudämmen. Insgesamt waren in den vergangenen fünf Jahren 31% der Kapazität gebaut worden. In den späten 1960er Jahren begann auch ein Nuklearbauprogramm. 1969 trat Harllee Branch, der zuvor Präsident und Vorsitzender gewesen war, als Präsident zugunsten von Alvin W. Vogtle Jr. in den Ruhestand. Im folgenden Jahr wurde Vogtle im Vorgriff auf den Rücktritt von Branch als Vorsitzender zum Chief Executive Officer ernannt. Die Ölpreiskrise der frühen 1970er Jahre hat The Southern Company praktisch unversehrt gelassen. Zu diesem Zeitpunkt wurden 84% des Stroms von mit Kohle betriebenen Dampfkraftwerken erzeugt und nur 7,5% der Energie des Systems stammten aus Öl oder Erdgas. Zwei Bedenken, die das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt hatte, betrafen die Sauberkeit der Kohle in einem zunehmend umweltbewussten Land und die Verfügbarkeit von Kapital zu einem Zeitpunkt, als das Unternehmen mehr als 1 Milliarde USD jährlich für den Bau ausgab. In den späten 1970er Jahren drückten eine Reihe von Tarifstreitigkeiten zwischen der südlichen Tochtergesellschaft Alabama Power und der Alabama Public Service Commission auf das Ergebnis und führten dazu, dass die Tochtergesellschaft einige Stellen nicht besetzte und die Muttergesellschaft ihre Dividendenzahlung einfror.

In den frühen 1980er Jahren kehrte das Wachstum zurück. Im Januar 1982 gründete die Southern Company die Southern Electric International Inc., um das technische Fachwissen der Southern Company an Versorgungsunternehmen und Industrieunternehmen zu vermarkten. Auch große Bauprogramme wurden fortgesetzt. 1984 kündigte das Unternehmen an, über einen Zeitraum von drei Jahren 7,1 Mrd. USD für die Fertigstellung von sieben Kraftwerken einschließlich zweier Kernkraftwerke am Standort Vogtle in der Nähe von Augusta, Georgia, aufzuwenden. Als das Jahrzehnt zu Ende ging, stellte Southern wie viele andere Versorgungsunternehmen fest, dass das Nuklearprogramm über dem Budget lag. Im Jahr 1985 hatte Southern zugesagt, nicht mehr als 3,56 Mrd. USD an die Zinszahler weiterzugeben. Dies entsprach seinem Anteil an den geschätzten Gesamtkosten von 8,35 Milliarden US-Dollar des Vogtle-Werks, das auch mehrere kleinere Versorger als Investoren hatte. Southern teilte mit, dass ein Betrag über dieser Obergrenze den Aktionären in Rechnung gestellt würde. Als sich der geschätzte Preis des Projekts 1986 um 522 Mio. USD erhöhte, verbuchte Southern eine Belastung von 229 Mio. USD gegenüber dem Ergebnis von 1987. Probleme mit Baukosten und Aufsichtsbehörden führten zu einer Reihe enttäuschender Jahresergebnisse und stagnierender Dividenden.

Im März 1988 erwarb die Southern Company die Savannah Electric & Power Company in Savannah, Georgia, für ungefähr 11 Mio. Stammaktien. Dabei wurden 1,05 Southern-Aktien gegen jede Savannah Electric-Stammaktie eingetauscht, was einem Wert von 239,3 Mio. USD entspricht. Später in diesem Jahr begann die US-Generalstaatsanwaltschaft in Atlanta, die Steuerbuchhaltungspraktiken von Southern für Ersatzteile zu untersuchen. 1989 wurde auch untersucht, ob Führungskräfte von Gulf Power illegale politische Spenden geleistet hatten. Im Jahr 1989 bekannte sich Gulf Power schuldig, unter Verstoß gegen das Gesetz über gemeinnützige Holdinggesellschaften politische Spenden geleistet zu haben und den Internal Revenue Service, die Bundessteuerbehörde, die dem US Finanzministerium unterstellt ist, bei der Erhebung von Einkommenssteuern zu behindern. In Übereinstimmung mit der Einredevereinbarung zahlte Gulf Power eine Geldstrafe von 500.000 USD.

Das Jahr 1990 brachte eine weitere Enttäuschung mit sich, als die georgischen Aufsichtsbehörden es Southern verweigerten, Kunden einen Teil ihrer Investition in das Kernkraftwerk Vogtle in Rechnung zu stellen. Positiv zu vermerken ist, dass Southern zugesagt hat, eine Einheit des Werks Scherer von Georgia Power für 810 Mio. USD an zwei Energieversorger in Florida zu verkaufen, und die Southern Nuclear Operating Company gegründet hat, um Dienstleistungen für Kernkraftwerke zu erbringen. Ebenfalls im Jahr 1990 stellte die Generalstaatsanwaltschaft die Untersuchung der Buchhaltungspraktiken für Ersatzteile von Southern ein. 1995 erwarb Southern Company das britische Unternehmen British South Western Electricity Board (SWEB). Erstmals erwarb ein US-amerikanischer Energieversorger ein ausländisches, privates Energieunternehmen. SWEB wurde aber 2003 von Southern Company an das französische Energieunternehmen EDF Energy verkauft. Im Jahr 1996 begann Southern Communications Services mit der Bereitstellung digitaler drahtloser Kommunikationsdienste für die Tochtergesellschaften von Southern Company und vermarktete diese Dienste auch innerhalb des Südostens als Southern Linc an die Öffentlichkeit. Southern Telecom, eine Telekommunikationstochter der Southern Company, wurde 1997 gegründet. Southern Telecom bietet Netzwerkunternehmen Colocation- und Dark Fiber Optic-Leitungen an.

Am 9. Januar 2001 erhielt die Southern Company von der Securities and Exchange Commission die endgültige Genehmigung zur Gründung von Southern Power, einer Tochtergesellschaft, die Großhandelsanlagen im Südosten besitzt, verwaltet und finanziert. Die neue Tochtergesellschaft richtet sich an Großhandelskunden. Am 19. Juli 2002 erhielt Southern Company Gas von der Georgia Public Service Commission die Zertifizierung für den Eintritt in den Gaseinzelhandelsmarkt. Nach fast vierjähriger Geschäftstätigkeit wurde das Unternehmen verkauft und die Kunden an die neu gegründete Tochtergesellschaft von Cobb EMC, Gas South, übertragen. Im Jahr 2016 erwarb die Southern Company PowerSecure, ein Unternehmen für verteilte Energieinfrastrukturtechnologien, und AGL Resources (das in Southern Company Gas umbenannt wurde). Infolge des Zusammenschlusses von AGL Resources verdoppelte die Southern Company seinen Kundenstamm und erweiterte den Geschäftsbereich durch die Ausweitung seiner Erdgasgeschäfte.

Unternehmensstruktur

Das Unternehmen verfügt heute in 17 Bundesstaaten der USA über 19 Tochterunternehmen und betreibt mehr als 43.000 Kilometer Übertragungsleitungen und 3.700 Umspannwerke. Überschüssige Kapazität vertreibt das Unternehmen über den Großhandelsmarkt.

  • Alabama Power (Alabama); 1,4 Millionen Kunden, 125.000 km Stromleitungen und einer Stromerzeugungskapazität von 13.000 MW.
  • Southern Power (Alabama); über 3.170 MW Erdgaserzeugungskapazität in Alabama, 550 MW solare Erzeugungskapazität in Kalifornien, 2.700 MW Erdgas- und Solarkapazität in Georgia, 200 MW Windkraftleistung in Kansas, über 40 MW Windkraftleistung in Maine, 720 MW Erdgaserzeugung in Betrieb oder in Entwicklung im Bundesstaat Minnesota, 50 MW solare Erzeugungskapazität in New Mexico, 60 MW solare Erzeugungskapazität in Nevada, über 1.750 MW Erdgas- und Solarkapazität in North Carolina, 690 MW Windkraftleistung in Oklahoma und 115 MW Biomasse plus 230 MW Solarstrom und 955 MW Windstrom, insgesamt rund 1.300 MW Kapazität in Texas.
  • Central Valley Gas Storage (Kalifornien) über 11.000 Bcf (Mrd. Kubikfuß) Erdgasspeicher
  • Pivotal LNG (Florida); Erdgasverflüssigungskapazität von 120.000 Gallonen pro Tag.
  • Atlanta Gas Light (Georgia); über 1,5 Millionen Kunden mit 32.600 Meilen Erdgaspipelines und 6.1 Bcf Speicherkapazität.
  • Georgia Power (Georgia); 2,4 Millionen Kunden mit 140.000 km Stromleitungen und einer Stromerzeugungskapazität von ca. 17.600 MW.
  • Southstar Energy Services (Georgia); bietet hochwertige Erdgasprodukte und -dienstleistungen.
  • Southern LINC (Georgia); betreibt ein 127.000 Quadratmeilen großes drahtloses Kommunikationsnetz für den Südosten.
  • Southern Telecom (Georgia); ein Glasfaserunternehmen, das im Südosten Kabel mit einer Länge von 1.300 Meilen installiert hat.
  • Nicor Gas (Illinois); beliefert fast 2,2 Millionen Kunden mit 34.000 Meilen Erdgaspipelines und 150 Bcf unterirdischem Speicher.
  • Jefferson Island Storage & Hub (Louisiana); besitzt eine Erdgasspeicherkapazität von 7,3 Bcf.
  • Mississippi Power (Mississippi); bedient 186.000 Kunden mit 7.000 Meilen Stromleitungen und ca. 3.100 MW Stromerzeugungskapazität.
  • PowerSecure (North Carolina); ein führender Anbieter verteilter Infrastrukturen; bietet vor allem gewerblichen und industriellen Kunden innovative Lösungen, um ihre individuellen Ziele in Bezug auf Zuverlässigkeit, Energieeffizienz und Umweltschutz zu erreichen.
  • Chattanooga Gas (Tennessee); bedient 64.000 Kunden mit 1.600 Meilen Erdgaspipelines und 1.2 Bcf Speicherkapazität.
  • Golden Triangle Storage (Texas); besitzt eine Erdgasspeicherkapazität von 13,5 Bcf.
  • Pivotal LNG (Texas); ist auf die Produktion, Lieferung und den Transport von Flüssigerdgas spezialisiert.
  • Sequent Energy Management (Texas); ist spezialisiert auf die Optimierung des Erdgasportfolios.
  • Virginia Natural Gas (Virginia); beliefert 290.000 Kunden mit 5.500 Meilen Erdgaspipelines und 0,75 Bcf Speicherkapazität.
  • Southern Nuclear; betreibt 3 Kernenergieanlagen mit insgesamt sechs Einheiten für Alabama Power und Georgia Power im Kernkraftwerk Joseph M. Farley in der Nähe von Dothan, Ala .; Das Kernkraftwerk Edwin I. Hatch in der Nähe von Baxley (Georgia) und das Elektrizitätswerk Alvin W. Vogtle in der Nähe von Waynesboro (Georgia). Southern Nuclear ist der Lizenznehmer von zwei neuen Kernkraftwerken im Werk Vogtle.

Entwicklung des Energiemixes von Southern Co.:

Im Onlinearchiv der Harvard Business School finden sich hier weitere Informationen zur Southern Company

Ebenfalls kann hier eine Fallstudie zum Unternehmen eingesehen werden, die von der Georgia Historical Society veröffentlicht wurde:

Als weitere Quellen, können hier die Archive der Encyclopedia of Alabama, der Encyclopedia of Georgia und die Seite Encyclopedia verwendet werden. Zusätzlich ist hier noch ein Profil des Unternehmens im Forbes Magazine zu finden.

Management:

Thomas A. Fenning

Amtierender Chief Executive Officer (CEO) und Chairman (Vorstandsvorsitzender) von der Southern Company, ist der amerikanische Geschäftsmann Thomas A. Fanning, geboren 1957. Daneben bekleidet er auch das Amt des President. Er arbeitet seit 1980 ununterbrochen bei Southern Co. oder einer der Tochtergesellschaften. Seine Tätigkeit begann als Finanzanalyst, der er bis 1986 bei der Muttergesellschaft, Southern Comapny, nachging. Seit seinem Eintritt in das Unternehmen, hatte er mehrere leitende Positionen inne und hat es gechafft, sich nach oben zu arbeiten. So füllte er von 1995 bis 1999 die Funktion des Chief Information Officer bei Southern Co. aus und war im selben Zeitraum Senior Vice President bei Southern Co. Services. Von 1999 bis 2002 hatte er leitende Positionen bei Georgia Power inne und von 2002 bis 2003 war er President un CEO von Gulf Power Co., bevor er 2003 wieder zu Southern Co. zurück kam und dort den Posten eines Executive Vice President übernahm und diesen bis 2010 kontinuierlich ausfüllte. Daneben war er bei Southern Co. von 2003 bis 2008 CFO und von 2008 bis 2010 COO. Seit 2010 schließlich, ist er President, CEO und Chairman in Personalunion. Er war auch bis 2016 Co-Vice Chairman bei Edison Eectric. Seine Ausbildung umfasst einen Bachelor und einen Master-Grad, den er sich am Georgia Institute of Technology erworben hat. Eine Zusammenfassung seines Profils ist hier im Business Roundtable zu finden, ebenso eine vollständige Übersicht seiner Karriere hier auf Bloomberg. Positiv bewerte ich hier die lange Betriebszugehörigkeit und den Karriereweg.

Sein Gehalt betrug zuletzt rund 13,1 Mio. USD für das Jahr 2018, im Vergleich zu 15,7 Mio. USD im Jahr 2017. Eine Entwicklung die zeigt, wie konsistent die Gehaltsentwicklung der CEO mit dem Unternehmenserfolg ist, wenn man sie mit der Entwicklung der Gewinne vergleicht. Positiv fällt hier auf, dass das Gehalt seit 4 Jahren keinerlei Anteile an Aktienoptionen aufweist. Für Aktienoptionen führe ich hier wie immer folgende Betrachtung an: Optionen werden aufgrund des direkten Bezuges zur Aktienkursentwicklung als durchaus problematisch betrachtet, da ihnen eine kurzfristige Leistungsbeurteilung von Führungskräften unterstellt werden kann. Kritiker bezeichnen die mittels Aktienoptionsplänen geschaffenen Anreizstrukturen als nicht genügend nachhaltig, da sie vorwiegend auf kurzfristige Kurssteigerungen abzielen würden (Gabler Wirtschaftslexikon, online). Nachteile können beispielsweise aus Fehlentscheidungen resultieren, die auf die kurzfristige Erhöhung des Börsenkurses abzielen. Damit verbunden sind riskantere Entscheidungen, die nicht zwingend höhere Erträge für das Unternehmen einbringen. Über Vergütungssysteme finden Sie hier auf Controling-Wiki weitere Informationen. Ein weiterer Positiver Aspekt: Der Anteil des Gesamtgehalts für 2018 umfasste auch ein Volumen von 9,1 Mio. USD an Aktien mit eingeschränktem Verfügungsrecht.

1.2 News – Southern Co.

30.10.2019 The Southern Company gab die Ergebnisse für das am 30. September 2019 endende dritte Quartal bekannt. Für das dritte Quartal gab das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 5.995 Millionen USD bekannt, verglichen mit 6.159 Millionen USD vor einem Jahr. Das Betriebsergebnis belief sich auf 2.013 Millionen USD gegenüber 2.174 Millionen USD im Vorjahr. Der Reingewinn betrug 1.316 Millionen USD gegenüber 1.164 Millionen USD im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,26 USD gegenüber 1,14 USD vor einem Jahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,25 USD gegenüber 1,13 USD vor einem Jahr. In den neun Monaten belief sich der Gesamtumsatz auf 16.505 Millionen USD gegenüber 18.158 Millionen USD im Vorjahr. Das Betriebsergebnis belief sich auf 7.046 Millionen USD gegenüber 3.613 Millionen USD im Vorjahr. Der Reingewinn belief sich auf 4 298 Millionen USD gegenüber 1 948 Millionen USD im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 4,12 USD gegenüber 1,92 USD vor einem Jahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 4,09 USD gegenüber 1,91 USD vor einem Jahr. Ein Transkript des Earnings Call, ist hier auf Seeking Alpha zu finden.

28.10.2019 Die Southern Power erwirbt den Windpark Skookumchuck von RES mit einer Kapazität von 136 Megawatt. Es ist das 12. Windkraftprojekt, das von Southern übernommen wurde. Die Meldung erschien hier auf der Newsroom Seite der Investor Relations.

18.10.2019 Proxy-Statement 2019 von Southern Company als bestes des Landes anerkannt. Die Meldung erschien hier auf dem Presseportal des Unternehmens.

26.08.2019 Southern Company gibt Rückzahlung der variabel verzinslichen Senior Notes der Serie 2017A mit Fälligkeit zum 30. September 2020 bekannt

31.07.2019 Die Southern Company gibt die Ergebnisse für das zweite Quartal 2019 bekannt. Für das zweite Quartal gab die Gesellschaft einen Gesamtumsatz von 5.098 Millionen USD bekannt, verglichen mit 5.627 Millionen USD vor einem Jahr. Das Betriebsergebnis belief sich auf 1.342 Millionen USD gegenüber 63 Millionen USD im Vorjahr. Der Reingewinn belief sich auf 899 Millionen USD gegenüber einem Nettoverlust von 154 Millionen USD im Vorjahr. Im ersten Halbjahr betrug der Gesamtumsatz 10.510 Millionen USD gegenüber 11.999 Millionen USD im Vorjahr. Das Betriebsergebnis belief sich auf 5.033 Millionen USD gegenüber 1.439 Millionen USD im Vorjahr. Der Reingewinn betrug 2.982 Millionen USD gegenüber 784 Millionen USD im Vorjahr.

26.04.2019 Im Forbes Magazin wurde unter dem Title „Alexander’s Energy Plan: The Dollars Are In The Details“, ein großer Artikel über den U.S.-Energiesektor veröffentlicht, in dem neben NextEra und anderen Versorgern auch die Southern Co. erwähnt wurde, speziell das neue Kernkraftwerks-Projek Vogtle in Georgia, dessen zwei neuen Reaktoren (Unit 3 und Unit 4) 2021 und 2022 betriebsbereit sein sollen. Der Artikel ist hier zu lesen. Die Konstruktion der Reaktoren wird dabei von der Bechtel Corp. durchgeführt.
Ein weiterer Artikel vom 14.08.2017 zu diesem Thema, wurde hier auf S&P Global Market Intelligence gefunden.

In diesem Zusammenhang wurde bereits am 05.02.2019 auf heise.de ein Artikel veröffentlicht, der sich mit Fördermitteln für 2 Energieanbieter beschäftigt, von denen einer die Southern Co. ist. Insgesamt geht es um Fördermittel im Volumen von 40 Mio. USD für die Southern Company. Der Artikel „Geld für die neue Kernkraft“ ist hier nachzulesen.

Am 18.02.2017 erschien noch ein Artikel auf The Motley Fool, der hier gelesen werden kann. Der Artikel wurde unter dem Titel „The Worst Mistake Southern Co Investors Can Make Right Now; Southern Co is a dirty old utility… or is it? The worst thing investors can do is jump to conclusions while this giant ship is still turning“ veröffentlicht.

Weitere Meldungen des Unternehmens sind hier im Newsroom auf der Seite der Investor Relations zu finden.

1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe – Southern Co.

Die Southern Company ist einer der größten Stromanbieter in den USA und damit halten eine Reihe bekannter Institutionen Aktien des Unternehmens.

Unter den größten Aktionären der Firma befinden sich unter andere die Vanguard Group, Inc., BlackRock Fund Advisors und die T.Rowe Price Associates, Inc. Die Veränderung der Besitzverhältnisse kann beispielsweise hier auf morningstar.com eingesehen werden. Aktuell werden rund 60% aller ausstehenden Aktien von Institutionen oder Fonds und anderen Holdings gehalten. Die anderen 40% befinden sich im öffentlichen Umlauf und weniger als 1% wird von Firmen-Insidern gehalten.

Die Southern Co. schüttet regelmäßig eine Dividende aus, für die zuletzt etwa 57% der Gewinne ausgeschüttet wurden. Die Dividenden werden einmal pro Quartal ausgeschüttet und das Unternehmen hat eine bisher sehr bemerkenswerte Dividendenhistorie vorzuweisen. Seit 18 Jahren steigen die Dividenden und mit Stichtag 18.01.2019, wurde die 285. Quartalsdividende in Folge ausgeschüttet.

Ein Aktienrückkaufprogramm gibt es aktuell nicht. Die Anzahl ausstehender Aktien stiegt sogar regelmäßig. Aktuell liegt die Anzahl ausstehender Aktien bei etwa 1.033 Mio. Stammaktien.

1.4 Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite) – Southern Co.

UnternehmenGesamtkapital
-rendite
EV/EBITReturn on
Capital
Earnings Yield
Southern Company3,9%13,810,2%7,3%
NextEra Energy, Inc.3,0%27,37,9%3,7%
Duke Energy Corp.2,2%23,36,1%4,3%
American Electric Power Co., Inc.3,0%24,15,6%4,2%
Xcel Energy, Inc.2,8%25,25,6%4,0%
Consolidated Edison, Inc.2,6%19,96,3%5,0%
WEC Energy Group, Inc.3,3%24,77,5%4,1%
Endesa S.A.4,5%14,88,6%6,7%
DTE Energy Co.3,1%21,68,1%4,6%
PPL Corp.4,1%14,79,1%1,4%
Eversource Energy 2,3%26,26,4%3,8%
RWE AG1,3%37,32,7%2,7%
E.ON S.E.1,7%11,611,0%8,7%

Um einen besseren Vergleich der Peer Group untereinander ziehen zu können, verwende ich hier mehrere Kennzahlen, darunter die Gesamtkapitalrendite, das Enterprise Value zu EBIT-Verhältnis, mit dem sich Unternehmen einer Branche gegeneinander vergleichen lassen (je niedriger die Zahl desto günstiger ist das Unternehmen im Verhältnis zu seiner operativen Ertragskraft) und die Kennzahlenkombination Return on Capital (Kapitalrendite; ROC) und Earnings Yield (Gewinnrendite; EY) nach der Berechnungsmethode von Joel Greenblatt, die Bestandteil seiner „Börsenzauberformel“ sind. Mit der kombinierten Betrachtung dieser beiden Kennzahlen, lässt sich die aktuelle Leistung des Unternehmens (ROC) gegen seine aktuelle Bewertung (EY) vergleichen. Eine Methode der Preis/Leistungs-Berechnung für Aktiengesellschaften.

1.5 Segmente und Umsatzverteilung – Southern Co.

Das Unternehmen berichtet in seinen zwei Hauptsegmenten, der Stromerzeugung (Electric Utilities) und dem Geschäft mit Erdgas (Gas). Dazu kommen noch sonstige Einnahmen.

Segment Electricity Businesses: Die Stromversorger der Southern Company erzeugen und verkaufen Strom an Einzel- und Großhandelskunden.

Segment Gas Businesses: Southern Company Gas vertreibt Erdgas über Versorgungsunternehmen in vier Bundesstaaten und ist an mehreren anderen komplementären Geschäftsbereichen beteiligt, darunter Investitionen in Gaspipelines, Gasgroßhandelsdienstleistungen und Gasvermarktungsdienstleistungen.

Sonstige Einnahmen: Zu den sonstigen Geschäftsaktivitäten von Southern Company gehört in erster Linie die Muttergesellschaft (die die Betriebskosten nicht den Geschäftseinheiten zuordnet). PowerSecure wurde am 9. Mai 2016 erworben und ist ein Anbieter von Energielösungen, einschließlich verteilter Infrastruktur, Energieeffizienzprodukten und -diensten sowie Versorgungsinfrastrukturdiensten, für Kunden. Southern Company Holdings, Inc. (Southern Holdings), die in verschiedene Projekte investiert, einschließlich Leveraged-Lease-Projekte; und Southern Linc, das digitale drahtlose Kommunikation für Southern Company und seine Tochterunternehmen bereitstellt, diese Dienste auch für die Öffentlichkeit vermarktet und Glasfaserdienste im Südosten bereitstellt.

Auszug aus der Investoren-Präsentation des Unternehmens

Entwicklung der Gesamterträge:

1.6 Wichtige Kennzahlen – Southern Co.

Verschuldungsgrad

GeschäftsjahrEigenkapital-quoteFremdkapital-quote
201825,1%74,9%
201723,3%76,7%
201624,4%75,6%
201528,2%71,8%
201430,0%70,0%
201331,2%68,8%
201230,7%69,3%
201131,5%68,5%
201031,4%68,6%
200929,9%70,1%

Entwicklung Gesamtkapital und Gesamtverschuldung: In den letzten 3 Jahren, hat sich das Eigenkapital von seinem Tief bei 24,4% wieder auf rund 25,1% erhöht. Sie lag allerdings nie signifikant über 30%, sondern hält sich langfristig in diesem Bereich.

Positiv fällt bei Southern Co. der sehr niedrige Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte an der Bilanzsumme auf. Die Gefahr, die von möglichen außerordentlichen Abschreibungen ausgeht, ist daher als gering einzuschätzen.

Einen Negativpunkt bilden die Effekte von Zinserhöhungen. So hätte eine Erhöhung des Zinssatzes von +2,0% auf das Fremdkapital einen sehr starken Effekt auf das Vorsteuerergebnis. Für das Jahr 2018 hätte eine solche Zinserhöhung eine Belastung von -79,4% auf das Vorsteuerergebnis (EBT) bedeutet. Damit hat Southern Co. ein mögliches erhöhtes Risiko auf der Fremdkapitalseite.

Anzahl ausstehender Aktien

GeschäftsjahrAusstehende Aktien
in Mio. Stück
Veränderung
20181.034+2,6%
20171.007+1,8%
2016990+8,6%
2015912+0,4%
2014908-0,7%
2013914+1,1%
2012904+1,7%
2011889+2,9%
2010864+4,3%
2009829+3,2%

Entwicklung der Anzahl ausstehender Aktien: Die Anzahl ausstehender Aktien hat im gesamten Betrachtungszeitraum in 9 von 10 Jahren zugenommen. Eine Betrachtung weitere Datenpunkte bestätigt hier einen lange anhaltenden Trend.

Operative Marge

GeschäftsjahrUmsäte
in Mio. USD
EBIT
in Mio. USD
operative
Marge
201823.4954.11017,5%
201723.0312.55111,1%
201619.8964.62923,3%
201517.4894.28224,5%
201418.4673.64219,7%
201317.0873.25519,1%
201216.5374.46327,0%
201117.6574.23124,0%
201017.4563.80221,8%
200915.7433.26820,8%

Entwicklung der operativen und der Nettomarge: Die Margen zeigen ein teilweises Verhalten zu stärkeren Schwankungen. Das Mittel der letzen 10 Jahre lag bei etwas 21,9% für die operative Marge. Auffällig ist hier der signifikante Einbruch auf rund 11,1% im Jahr 2017, vom Höchstwert 24,5% im Jahr 2015. Das lag maßgeblich daran, dass trotz eines starken Umsatzwachstums, die Gewinne einen starken Einbruch erlitten haben.

Entwicklung der Umsätze, der operativen Gewinne und der Netto-Gewinne: Im Jahr 2017 sanken operatives Ergebnis und die Nettogewinne stark ab, erholten sich aber in der Folgezeit sehr schnell wieder. Die Umsätze verzeichnen auf Jahresbasis einen Trend zu guten Zuwächsen und das Jahr für Jahr.

Free Cashflows

GeschäftsjahrFree Cashflows
in Mio. USD
Veränderung
in %
2018-1.056-2,7%
2017-1.028+57,5%
2016-2.416-502,7%
2015600+5,5%
2014569-10,3%
2013634+612,4%
201289-93,5%
20111.378+1.550,5%
2010-95+94,1%
2009-1.622-179,7%

Die Freien Kapitalflüsse des Unternehmens sind sehr stark schwankend und weisen immer wieder horrende Negativbeträge aus.

Buchwert

GeschäftsjahrBuchwert
in Mio. USD
Veränderung
in %
201829.330+13,5%
201725.852-3,3%
201626.730+21,0%
201522.100+3,8%
201421.301+5,8%
201320.139+3,9%
201219.379+3,9%
201118.660+8,0%
201017.284+10,9%
200915.585+11,5%

Entwicklung des Eigenkapitals: Das Eigenkapital wächst kontinuierlich weiter und ist in den letzten 10 Jahren in insgesamt 9 gewachsen.

Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis

Geschäftsjahr Dividenden
in USD/Aktie
Earnings
per Share
KGV
20182,38 USD2,17 USD19,81
20172,30 USD0,84 USD53,03
20162,22 USD2,55 USD16,99
20152,15 USD2,59 USD15,40
20142,08 USD2,18 USD18,21
20132,01 USD1,87 USD17,11
20121,94 USD2,67 USD11,88
20111,87 USD2,55 USD12,79
20101,80 USD2,36 USD10,93
20091,73 USD2,06 USD10,40

Entwicklung von Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis und Dividenden: Die Dividenden des Unternehmens wachsen kontinuierlich an, ebenso die Gewinne je Aktie, mit einer Ausnahme im Jahr 2017.

1.7 Aussichten – Southern Co.

Unternehmensspezifisch: Das Unternehmen selbst rechnet damit, dass seine beiden neuen Reaktoranlagen im AKW Vogtle in Georgia, 2021 und 2022 betriebsbereit sein werden. Da das Unternehmen auf dieses Projekt einen großen Fokus legt, können hier auf der Hauptseite der Nuclear Energy Agency, weitere Informationen eingesehen werden.

Neben den bekannten Konzepten erneuerbarer Energien, setzt das Unternehmen einen starken Fokus auf die Kernenergie und deren Erforschung. Southern Company hat von der DOE 40 Mio. USD für die Erforschung, Entwicklung und Demonstration fortschrittlicher Kernreaktortechnologien durch die Tochtergesellschaft Southern Company Services erhalten. Die Bemühungen werden durch eine neue öffentlich-private Partnerschaft mit TerraPower (2006 gegründet von Bill Gates), dem Oak Ridge National Laboratory, dem EPRI (Electric Power Research Institute) und der Vanderbilt University gesteuert. Die Forschungsarbeiten, die in den TerraPower-Labors in Bellevue, Washington, und im Oak Ridge National Laboratory des DOE in Oak Ridge, Tennessee, durchgeführt werden, werden die Entwicklung von Flüssigsalzreaktoren, einem fortschrittlichen Konzept für die nukleare Erzeugung, vorantreiben. Auf den Seiten der oben genannten Institutionen und Unternehmen, können Einzelheiten eingesehen werden und der aktuelle Stand der Forschung recherchiert werden.

Ein interessanter Artikel konnte hier auf Telepolis zu diesem Thema gefunden werden. Der Artikel erschien bereits am 07.04.2018 unter dem Titel „China baut Thoriumreaktor in Gansu“.

Die Analysten erwarten für die kommenden 3 Jahre ab 2020 wieder steigende Umsätze. Für das Jahr 2019 wird mit einem leichten Rückgang gerechnet. Die Gewinne sollen 2019 dafür nochmal steigen, in den Folgejahren aber leicht sinken. Die Margen sollen dabei aber insgesamt stabil bleiben, nach der Erwartungshaltung. An der finanziellen Stabilität soll es keine signifikanten Änderungen geben, der Buchwert soll weiter wachsen.

Weitere Schätzungen gibt es hier auf finanzen.net. Diese gehen analog den Erwartungen auf marketscreener.com von einer vergleichbaren Entwicklung aus.

Gesamtmark:

Eine der Hauptinformationsquellen für den Energiemarkt, ist die Hauptseite der International Energy Agency (IEA). Sie verfügt über die nötigen Ressourcen und veröffentlicht regelmäßig Statistiken, Berichte und Prognosen aller für die Energieversorgung relevanten Bereiche.

Die interessanten Felder sind für eine Betrachtung von Southern Co.,

– Statistiken für elektrische Energie
– Statistiken für Erdgas
– Statistiken für Kohle
– Statistiken zur Energieeffizienz
– Statistiken für Nuklearenergie
– Statistiken für Bioenergie
– Statistiken für erneuerbare Energien

Die letzte Entwicklung der Investitionen im Bereich Energie ist hier zu finden.

Entwicklung des weltweiten Gesamtenergiebedarfs: Der World Energy Outlook gibt hier Anhaltspunkte, über die erwartete Entwicklung. Anhand der Daten, können mögliche Szenarien für Southern Co. abgeleitet werden.

https://www.iea.org/weo/

Die IEA veröffentlicht regelmäßig Publikationen für die interessanten Geschäftsbereiche

Zusammenfassend gehen die Prognosen davon aus, dass die Nachfrage nach allen relevanten Energiesorten weiter zunehmen wird. Für Erdgas wird für die nächsten 5 Jahre bis 2024 ein Zuwachs von 10% auf der Nachfrageseite erwartet.

Publikationen auf marketsandmarkets.com, zeigen im Folgenden die Erwartungen über die künftige Entwicklung:

Die Prognosen behandeln zum Teil Bereiche, in denen Shell nicht direkt aktiv ist, die das Geschäft aber berühren oder von Interesse sein können. Es handelt sich um einen Ausschnitt und nicht um alle vorhandenen Prognosen.

SegmentPrognose
Markt für EnergieDer weltweite Markt für Energie als Dienstleistung wird voraussichtlich
bis 2024 86,9 Mrd. USD erreichen, nach geschätzten 52,0 Mrd. USD
im Jahr 2019 bei einer jährlichen jährlichen Wachstumsrate von 10,8%.
Dieses Wachstum ist auf Faktoren wie neue Einnahmequellen für
Energieversorger, die Erhöhung verteilter Energieressourcen, die
Senkung der Kosten für Lösungen zur Erzeugung und Speicherung
erneuerbarer Energie sowie die Verfügbarkeit von Steuervorteilen für
Energieeffizienzprojekte auf Bundes- und Landesebene zurückzuführen.

Weitere interessante Daten sind auf ourworldindata.org zu finden.

Interessante Artikel zum Thema Erdgas auf Seeking Alpha:

Dazu noch ein Artikel aus dem Wall Street Journal:

1.8 Einteilung nach Peter Lynch – Southern Co.

Bereinigt um die starken Schwankungen von 2017 bis zu den erwarteten Gewinnen 2019, handelt es sich bei Southern Co. um einen Average Grower nach Peter Lynch. Dabei beziehe ich mich auf die erwarteten Zuwächse der Gewinne ab 2021. Man könnte hier allerdings auch, unter Berücksichtigung der Margenschwankungen von 2017 bis heute, hier für einen Zykliker argumentieren. Für meine Bewertung, gehe ich aber von einem in sich stabilen Geschäft aus, wofür ich die langfristige Betrachtung der Margen als Indiz verwende. Diese waren im Betrachtungszeitraum ab 2006 sehr stabil und weisen lediglich in den letzten 2 Jahren Ausreißer auf. Peter Laynch würde demnach für Southern Co. empfehlen: Kaufen wenn das Unternehmen unter seinem eigenen Schnitt bewertet ist.


1.9 Levermann Score – Southern Co.



WertPunkte
1Eigenkapitalrendite
2EBIT-Marge
3Eigenkapitalquote
4Kurs-Gewinn-Verhältnis
5Kurs-Gewinn-Verhältnis (5Jahre)
6Analystenmeinung
7Reaktion auf die Quartalszahlen
(SPX)
8Gewinnrevision
9Kursverlauf der letzten 6 Monate
10Kursverlauf der letzten 12 Monate
11Trendumkehr
12Reversaleffekt
13Erwartetes Gewinnwachstum

Gesamt

1.10 Piotroski F-Score – Southern Co.

WertPunkt
1Positiver NettoertragJa1
2Positiver operativer Cashflow Ja 1
3Gesamtkapitalrendite höher als im Vorjahr Ja 1
4operativer Cashflow höher als Nettogewinn Ja 1
5Niedrigerer Verschuldungsgrad als im Vorjahr Ja 1
6Current Ratio höher als im VorjahrNein0
7Weniger oder gleich viele umlaufende Aktien
als im Vorjahr
Nein 0
8Bruttomarge höher als im Vorjahr Nein 0
9Kapitalumschlag höher als im Vorjahr Nein 0
Gesamt5

2. Detailanalyse

Bei einigen Bewertungsverfahren, werde ich Annahmen und Prognosen über zukünftige Entwicklungen des Unternehmens machen müssen. Immer wenn ich Schätzungen machen muss, werde ich versuchen diese unter möglichst konservativen Annahmen zu machen, um keinen zu optimistischen Standpunkt einzunehmen.

2.1 SWOT – Analyse – Southern Co.

Stärken:

  • Die Southern Co. ist eines der größten Versorgungsunternehmen in den USA und besitzt ein breit diversifiziertes Energieportfolio. Diese breite Streuung aus unterschiedlichen Energieerzeugern und den benötigten Transport- und Versorgungskapazitäten, stellt den meiner Meinung nach größten Wettbewerbsvorteil des Unternehmens dar. Die Kapitalbasis ist gut. Dazu ist das Unternehmen in der Erzeugung eines Produktes tätig, das absolut unverzichtbar für jeden Industriestaat ist.
  • Technisch ist die Southern Co. auf dem neuesten Stand und verfügt über eine starke Forschungs- und Entwicklungskapazität sowie über eine große Erfahrung im Bereich von Projektentwicklung und Management. Dazu gehört auch die effiziente Ressourcenplanung.
  • Die im Vergleich zur Peer-Group hohe Gesamtkapitalrendite, spricht für eine effiziente Kostenstruktur des Unternehmens. Projekte in der Vergangenheit, zeigen eine erfolgreiche Investitionsgeschichte des Unternehmens. Es konnten beständig positive Renditen aus neuen Projekten erzielt werden.
  • Die Southern Company ist auch in neuen Feldern der Stromerzeugung aktiv. Es werden aktuell zwei weitere Reaktoren für das AKW Vogtle gebaut, die ersten neuen Reaktoren in den USA nach über 10 Jahren. Auch erneuerbare Energien werden vom Unternehmen entwickelt, ebenso wie traditionelle Konzepte der Stromerzeugung aus Kohle, Erdgas und Wasserkraft. Das verschafft Southern eine enorme Expertise über alle gängigen Generatorkonzepte.

    Ein Überblick über den Energiemix von Southern Co. ist hier zu finden.
  • Die Southern Co. ist mit Staatlichen Stellen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, sowie Entwicklungs- und Konstruktionsfirmen hervorragend vernetzt, was vor allem bei der Entwicklung neuer Methoden der Energieerzeugung, Speicherung und dem Transport ein großer Wettbewerbsvorteil sein kann, da das Unternehmen in der Lage ist, frühzeitig kosteneffiziente Lösungen auf den Markt zu bringen.
  • Das Unternehmen steht auf der Forbes-Liste der besten Unternehmen für Mitarbeiter.

Schwächen:

  • Die Southern Co. erwirtschaftet fast alle seine Umsätze in den USA und ist damit regional sehr stark eingeschränkt. Damit liegt ein Klumpenrisiko vor, das dann zum tragen kommen könnte, wenn speziell der nordamerikanische Markt in eine Schwächephase eintritt.
  • Die finanzielle Stabilität des Unternehmens muss als teilweise kritisch betrachtet werden. Dafür sprechen die volatilen Free Cashflows, die potentiell starken Effekte, die eine Zinserhöhung auf die Vorsteuerergebnisse hätte und die unglaublich langen Schuldentilgungszeiten die das Unternehmen theoretisch benötigen würde.
  • Der Energiesektor ist unter teilweise starker Überwachung durch staatliche Stellen und die die Kosten für Sicherheit, Wartung und Compliance sind zu berücksichtigen.
  • Das Geschäft der Energieerzeugung und des Transports zu den Kunden und Nutzern, ist mit hohen Kosten für Anlagen, wie Kraftwerke, Stromtrassen, Gaspipelines und Energieparks verbunden, sowie mit den dafür notwendigen Wartungen und deren Modernisierung. Daher ist das Geschäft des Unternehmens sehr kapitalintensiv. Die Capital Expenditures des Unternehmens illustrieren diesen Schwachpunkt sehr gut, denn trotz regelmäßiger und solider operativer Cashflows, sorgen die hohen Investitionen dafür, dass die Free Cashflows immer wieder negativ ausfallen. Die Capital Expenditures sind von 1999 bis 2018, von rund 2 Mrd. USD auf das 4 Fache, rund 8 Mrd. USD angewachsen.

Chancen:

  • Der Energiebedarf der Industriestaaten wie den USA, wird mit steigender Bevölkerung und einer Ausweitung der Industrie, immer weiter ansteigen. Die Southern Company ist hier sehr gut aufgestellt, um den steigenden Bedarf an Energie zu decken und davon bestens zu profitieren.
  • Das Unternehmen ist außerdem in der Forschung und Entwicklung neuer Energieträger und Generatortechniken sehr aktiv und baut sein Portfolio in allen relevanten Technologien immer weiter aus. Neben den sogenannten erneuerbaren Energien wie Wind, Solar und Wasserkraft, engagiert sich Southern Co. sehr stark in neuen Techniken der nuklearen Energiegewinnung und plant hier, seinen Energiemix konsequent mit mehr Kernkraft zu bestücken. Der Vorteil dieser Technologie besteht in dem wesentlich geringeren Raum, der für Anlagen benötigt wird und der hohen Kapazität dieser Kraftwerke. Den damit verbundenen Nachteilen, wie der Lagerung und Entsorgung radioaktiver Abfälle, will das Unternehmen vor allem mit neuen Reaktortypen begegnen, deren Abfallprodukte im Vergleich eine wesentlich kürzere Halbwertszeit haben. Im falle erfolgreicher Forschung und anschließender Konstruktion, sehe ich hierin die größte Chance der Southern Company, für zukünftigen Erfolg im Geschäft. Ein weiterer Meilenstein, der aktuell aber noch nicht in greifbarer Nähe liegt, wäre die erfolgreiche Nutzbarmachung der Kernfusion.

    Für Interessenten, gibt es hier auf der Seite des ITER, weitere Informationen über aktuelle Forschung zum Thema Fusions-Reaktoren.
  • Die Southern Co. hat auch das bestehende Portfolio an erneuerbaren Energien kontinuierlich ausgebaut. Die USA bieten hier mit ihren unterschiedlichen Landschaften ideale Voraussetzungen, um unterschiedliche Konzepte anzuwenden.

Risiken:

  • Das Unternehmen unterliegt einem Klumpenrisiko des US-amerikanischen Marktes, in dem über 99% der Umsätze erwirtschaftet werden.
  • Ein großes Risiko besteht in möglichen ausbleibenden Erfolgen bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die große finanzielle Mittel benötigen.
  • Es besteht das Risiko, dass durch Katastrophen oder Unfälle, schwere Schäden an der Stromversorgung entstehen und das Unternehmen dadurch eine enorme Rufschädigung erleidet. Gerade mit Blick auf die Kernkraft-Projekte des Unternehmens, könnten hier derartige Ereignisse schnell zu einer massiven Reaktion gegen das Unternehmen führen.
  • Verschärfungen der Regulation könnten sich in hohem Maße negativ auf das Unternehmen auswirken.

2.2 Bewertungsverfahren – Southern Co.

Für die Bewertung von The Southern Company, greife ich in diesem Abschnitt auf verschiedene Verfahren zurück, die mir für das Unternehmen als sinnvoll und aussagekräftig erscheinen. Da eine Bewertung zukünftiger Entwicklungen hier eine wesentliche Rolle spielt, werde ich bei Prognosen, Schätzungen und Annahmen versuchen, wie bereits gesagt, eine möglichst konservative Sichtweise einzunehmen. Cashflowbasierende Bewertungsverfahren haben sich hier als unbrauchbar erwiesen, da sie starke Streuungen und teilweise, je nach unterstellten fundamentalen Entwicklungen, negative Ergebnisse liefern. Damit ist ihre Aussagekraft nicht ausreichend.

2.2.1 Bewertung der Arbeit des Managements

Um hier eine möglichst fundierte Aussage zu treffen, betrachte ich mehrere Kennzahlen, anhand derer ich eine Einschätzung über die Leistung der Geschäftsleitung treffen will. Ich gebe die Kennzahlen für den Prognose-Zeitraum zwar mit an, diese fließen aber nicht in die Berechnung mit ein. Die Schwäche bei dieser Methode der Managementbewertung liegt in der doppelten Wertung von Unternehmenskennzahlen. Die Finanzkennzahlen des Unternehmens fließen in die Bewertung der Aktie mit ein, daher ergibt sich ein grundlegendes Problem, ein gutes Management anhand derselben Zahlen abzuleiten und das Ergebnis bei der Bewertung eines Unternehmens nochmals zu berücksichtigen.

Erläuterung: Bei allen Kapitalrenditen, nehme ich Werte von > 15% im Durchschnitt, als 100% an. Für die Tilgungsdauer des Fremdkapitals, nehme ich alle Wert von < 1 Jahr als 100%

Entwicklung Return on Assets (ROA), Return on Equity (ROE) und Return on Investment (ROI):

Nach den von mir formulierten Kriterien, erreicht das Management eine Leistung von 29%. Das liegt zu einem Großen Teil darin Begründet, dass die Schuldentilgungsdauer, bezogen auf das Ergebnis vor Steuern, in beiden betrachteten Fällen (langfristige Schulden und Gesamtschulden) über 30 Jahre liegen würde. Dazu kommen noch die Branchenspezifischen, niedrigen Renditen, die erwirtschaftet werden. Das Geschäftsmodell erfordert neben hohen Investitionen in Anlagen und Stromtrassen, sowie Gaspipelines, regelmäßige Instandhaltung und Wartung, was die erzielbaren Returns begrenzt. Vergleicht man die Renditekennzahlen mit der Peer-Group, dann liegt Southern Co. in allen Fällen über dem Schnitt. Eine gute Möglichkeit, schnell einen ersten Vergleich zu ziehen, bieten die Darstellungen hier auf GuruFocus.

2.2.2 Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

Das Verfahren basiert darauf, dass auf ein Sockel-KGV, dem mindesten Vielfachen der Gewinne, zu dem ein Unternehmen bewertet sein sollte, Aufschläge berechnet und addiert werden, die sich nach bestimmten Fundamentaldaten des Unternehmens richten. Für dieses Verfahren muss ich verschiedene Annahmen treffen die sich teils auf Prognosen und Schätzungen stützen. Wo immer ich eine Einschätzung über zukünftige Entwicklungen machen muss, werde ich versuchen eine möglichst konservative Annahme zu treffen.

Die Southern Co. ist schon sehr lange und erfolgreich in ihrem Geschäftsbereich tätig und hat sich über diese Zeit immer wieder den neuen Gegebenheiten und neuen technischen Möglichkeiten erfolgreich angepasst. Ich unterstelle dem Unternehmen für die weitere Analyse ein Sockel KGV von 7,00, als minimales Vielfaches der Gewinne, zu denen das Unternehmen zu jeder Zeit bewertet sein sollte. Das Minimum KGV der letzten 10 Jahre, lag bei etwa 12,9.

Wegen der relativ geringen Eigenkapitalquote von 25,1%, und den negativen Cashflows, kommt der Aufschlag für die finanzielle Stabilität nur auf +0,21. Die negativen Cashflows, beeinflussen den dynamischen Verschuldungsgrad, der die Schuldentilgungsdauer durch diese angibt.

Wegen seiner Größe und Marktposition, gehe ich für Southern Co. von einem eher mäßigen Wettbewerb aus und unterstelle hierfür 10 Porter Punkte. Für Marktposition und Rentabiltät ergibt sich hier ein Gesamtaufschlag von +2,8 auf das Sockel KGV.

Ich gehe davon aus, dass ein langfristiges Gewinnwachstum von 5,0% p.a. für das Unternehmen realistisch ist. Es ergibt sich ein Aufschlag von +1,0 auf das Sockel KGV.

Die Southern Co. hat als Unternehmen mittlerweile ein respektables Alter erreicht und wirtschaftet überaus erfolgreich. Die Kapitalrenditen sind im Vergleich zu andere Unternehmen der selben Branche, sehr gut aufgestellt und das Unternehmen verfügt über ein sehr breites Portfolio an Energie-Angeboten, die alle relevanten Energieträger abdecken. Das Unternehmen unterhält Anlagen in den gesamten USA und kann sich im Wettbewerb sehr gut durchsetzen. Insgesamt, ist mir die Aufstellung des Unternehmens und seine Stärke, sowie sein zuverlässiges Management, einen Aufschlag von +4,0 auf das Sockel KGV wert.

Ergebnis: Für die Southern Company, konnte ich im Ergebnis ein theoretisch faires KGV von 14,97 berechnen. Bezogen auf die zuletzt ausgewiesenen Gewinne aus dem Jahr 2018, ergibt sich daraus ein möglicher fairer Wert von 32,24 USD je Aktie des Unternehmens. Lege ich die erwarteten Gewinne für 2019 zugrunde, ergibt sich ein möglicher fairer Wert von 45,62 USD je Aktie.

2.2.3 Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

Ähnlich dem fairen Kurs-Gewinn-Verhältnis sucht die Bewertung mit dem fairen Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) nach einem fairen Aufschlag auf den Buchwert des Zielunternehmens. In die Berechnung fließt das faire KGV als Variable mit ein, um die Eigenkapitalkosten des Unternehmens einzuschätzen. Eine andere Möglichkeit diese Kosten zu berechnen, wäre zum Beispiel das Weighted Average Cost of Capital-Modell zur Berechnung von Kapitalkosten. Ein weiterer Bestandteil, ist der „risikofreie Zinssatz„. Für diesen verwende ich den Zins 10-jähriger US-Staatsanleihen (Treasury Bonds), der hier auf der Seite des U.S. Department of Treasury gefunden werden können.

Ergebnis: Als theoretisch faires KBV, habe ich hier einen Multiplikator von 0,97 errechnet. Daraus errechnet sich ein möglicher fairer Wert von 27,65 USD je Aktie für Southern Co. Aktuell liegt die Bewertung des Buchwertes aber bei einem KBV von rund 2,38.

2.2.4 Gewinnrenditendiskontierung

Mit diesem Verfahren, betrachtet man eine Aktie wie eine Anleihe, mit einem variablen Zinssatz. Hier stellt der Gewinn je Aktie (EPS) den Zinskupons auf den Aktienkurs dar. Dabei kann man das Vorsteuerergebnis verwenden, sowie das Nachsteuerergebnis. Ich unterstelle in diesem Verfahren den EPS ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, berechne die Rendite am prognostizierten Zeitpunkt auf den aktuellen Aktienkurs und zinse diese Rendite mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab. Mittels des Kurs-Gewinn-Verhältnisses berechne ich einen theoretischen fairen Wert je Aktie. Ich beziehe mich im Folgenden auf das Nachsteuerergebnis.

Ich habe dieses Bewertungsverfahren mit folgenden Annahmen verwendet: Ich gehe von einem mittleren Zuwachs der Gewinne je Aktie von 10,0% p.a. über die nächsten 10 Jahre aus. Dieser Wert ist allerdings relativ hoch angesetzt. Desweiteren rechne ich mit einem standardmäßigen Abzinsungsfaktor von 12,0%, den ich als minimale Rendite ansehe, die ich von einer Investition erwarte. Als relevantes Kurs-Gewinn-Verhältnis, nehme ich für meine Berechnungen das mittlere KGV der letzten 10 Jahre von etwa 18,30 an.

Ergebnis: Bezogen auf die Nachsteuergewinne je Aktie und dem von mir unterstellten Szenario, berechne ich für die Southern Co. einen möglichen fairen Wert von 32,91 USD je Aktie.

2.2.5 Dividendendiskontierung

Das Dividend Discount Model (DDM) ist ein einfachesVerfahren zur Bestimmung des theoretisch fairen Wertes einer Aktie. Es eignet sich gut für die Bestimmung des fairen Wertes von Dividendenaktien, geht aber von der Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes aus. Die zukünftigen Dividendenzahlungen werden mit einem Eigenkapitalkostensatz abgezinst (diskontiert). Man erhält so den fairen Wert der Aktie bzw. den gegenwärtigen Wert des Eigenkapitals je Aktie. Das Dividend Discount Model ist eine Unterform des Discounted Cash-Flow (DCF), wobei man hiefür die Dividende anstelle der Gewinne eines Unternehmens für die Berechnungen heranzieht. Für die Berechnung unterstelle ich den Dividenden ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, in meinem Fall 15 Jahre, sowie einen Terminal Growth, der auch als „ewige Wachstumsrate“ bezeichnet wird. Die so berechneten Dividendenerträge zinse ich mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab, das 1 Dollar heute mehr wert ist, als 1 Dollar in 15 Jahren. Die abgezinsten Dividenden je Aktie werden anschließend aufsummiert. Dazu gibt es hier noch einen Artikel auf finanzsenf.de.

Ich rechen für das Dividendendiskontierungsverfahren mit einem Zuwachs der Dividenden von +3,5% p.a. über die nächsten 15 Jahre und einem terminal Growth von +3,0%. Als Abzinsungsfaktor verwende ich wieder standardmäßig 12,0% für alle Fälle.

Ergebnis: Aus den von mir verwendeten Zahlen, berechne ich unter Berücksichtigung des Buchwertes je Aktie, einen theoretisch fairen Wert von 55,53 USD je Aktie.

2.3 Zusammenfassung und Fazit – Southern Co.

Zwei weitere Einschätzungen zur Bewertung von Southern Co. erschienen am 10.10.2018 hier im Forbes Magazine unter dem Titel „Why Southern Company Is Attractively Valued“ und hier im Juni 2019 auf moneyinc.com unter dem Titel „Why The Southern Company is a Top Dividend Stock Pick“.

Die Southern Company ist ein breit diversifizierter und sehr gut aufgestellter Stromanbieter und in weiten Teilen der USA aktiv. Das Erzeugnis des Unternehmens ist die Basis aller entwickelten Länder und damit absolut essentiell und permanent nachgefragt. Das Energieportfolio ist hervorragend bestückt und das Unternehmen ist beständig dabei, seinen Energiemix weiter auszubauen und in neue Technologien zu investieren. Dabei ist besonders herauszuheben, dass das Unternehmen ohne Voreingenommenheit jede Technologie bestmöglich für sich nutzbar machen will. Aus den Meldungen des Unternehmens ist herauszulesen, dass speziell die Kernkraft im Fokus des Unternehmens steht und regelmäßige Meldungen über die Fortschritte der zwei neuen Reaktoren im AKW Vogtle veröffentlicht werden. Mir ist außerdem das Management positiv aufgefallen. Die Leitung des Unternehmen setzt sich aus langjährigen Mitarbeitern zusammen, die im Unternehmen selbst ihre Karriere genommen haben. Da der Energiebedarf kontinuierlich wächst, sehe ich keinen Grund dafür, dass das Unternehmen in absehbarer Zeit sein Geschäft verlieren könnte. Allerdings muss das Unternehmen hohe Investitionen verkraften können, was zu Lasten der Free Cashflows geht und der hohe Bedarf an Kapital könnte durchaus ein signifikantes Risiko darstellen. Der Eigenkapitalanteil ist relativ niedrig und auch die Gesamtkapitalrendite ist typisch für Energieversorger, sehr niedrig, wenn auch im oberen Bereich der Peer-Group. Ein Pluspunkt sind allerdings die durchgehend erwirtschafteten Gewinne. Im gesamten Betrachtungszeitraum seit 1999, hat das Unternehmen nicht einmal Verluste verbuchen müssen. Das Unternehmen schüttet seit 2002 konstant steigende Dividenden an seine Aktionäre aus und verfügt noch über rund 8,7 Mrd. USD einbehaltener Gewinne, die für weitere Investitionen verwendet werden können. Dem muss allerdings die konstant steigende Anzahl ausstehender Aktien gegenüber gestellt werden.

Unter Berücksichtigung der von mir vorgenommenen Bewertungen, halte ich einen Kurs-Korridor von (30,00 bis 40,00) USD je Aktie für fair. Ich habe hier allerdings noch keine Sicherheitsmarge berücksichtigt.

Fazit: Ich halte die Southern Co. für einen erstklassigen Energieversorger und ich bin langfristig überzeugt, dass das Unternehmen sein Geschäft wird behauten können. Besonders die Konzentration auf den Ausbau emissionsarmer Energieproduktion gefallen mir hier und die unvoreingenommene Arbeitsweise des Unternehmens, das zeitgleich neue Projekte im Bereich Solar und Windkraft entwickelt oder aufkauft, während nukleare Porjekte verwirklicht und neue Reaktortypen erforscht werden. Diese breite Aufstellung, das Know How das damit verbunden ist und Möglichkeit unter den ersten Anbietern neuer Methoden der Stromerzeugung zu sein, sehe ich als die größte Stärke und Chance der Southern Co. Allerdings muss dieser Vorteil mit einem aktuell horrenden Preis erkauft werden. Große Zuwächse der Gewinne sind nicht zu erwartet in den kommenden 3 bis 5 Jahren (ich richte mich hier nach den Meinungen der Analysten), der Kapitalbedarf ist hoch, bei relativ geringen Kapitalrenditen und die Free Cashflows sind sehr volatil. Dazu kommen zwar kontinuierliche Dividendenausschüttungen mit einer moderaten Ausschüttungsquote von 55% der Gewinne (Stand 2018), bei einer aktuellen Dividendenrendite von rund 3,9%, aber mit einem nur niedrigen Wachstum. Darum ist die Southern Co. für mich zwar durchaus ein Investitionskandidat, da hier ein absolut notwendiges Produkt angeboten wird, aber unter den aktuell zu erwartenden Entwicklungen, sowie den von mir geforderten Renditeerwartungen noch zu teuer. Da ich das Unternehmen als Dividendenzahler für mich betrachten würde, ist für mich ein erster Anhaltspunkt, wenn der Kurs sich in Richtung 55,00 USD bewegt.

Ich hoffe die Analyse war interessant zu lesen

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Peter Merkle

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Dieses Video / dieser Artikel ist keine Handlungsempfehlung oder Aufforderung zum Kauf. Es ist keine Empfehlung für ein Finanzprodukt und keine Anlageberatung. Garantie oder Zusicherung für die Richtigkeit oder die Aktualität der veröffentlichten Informationen gibt es nicht.

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