Northrop Grumman Corporation – Aktienanalyse Teil 1

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Viel Spaß beim Lesen der Aktienanalyse zur Northrop Grumman Corp. (LinkedIn)

Gliederung

  • 1. Übersicht
    • 1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell
      • Geschichte des Unternehmens
      • Management
    • 1.2 News
    • 1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe
    • 1.4 Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite)
    • 1.5 Segmente und Umsatzverteilung
    • 1.6 Wichtige Kennzahlen
      • Verschuldungsgrad und finanzielle Stabilität
      • Anzahl ausstehender Aktien
      • operative Marge
      • Free Cashflows
      • Buchwert
      • Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis
    • 1.7 Aussichten
      • Unternehmensspezifische Aussichten
      • Gesamtmarkbetrachtung
    • 1.8 Einteilung nach Peter Lynch
    • 1.9 Levermann-Score
    • 1.10 Piotroski F-Score
    • 1.11 Berichte und Präsentationen
  • 2. Detailanalyse
    • 2.1 SWOT-Analyse
    • 2.2 Bewertungsverfahren
      • 2.2.1 Bewertung der Managementleistung
      • 2.2.2 Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis
      • 2.2.3 Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis
      • 2.2.4 Gewinnrenditendiskontierung
      • 2.2.5 Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)
      • 2.2.6 Dividendendiskontierung
      • 2.2.7 Summe-der-Teile Analyse (SOTP)
    • 2.3 Zusammenfassung und Fazit
      • 2.3.1 Geopolitische und Ethische Einordnung
      • 2.3.2 Bewertung

1. Übersicht

Alle relevanten Fundamentaldaten, in Form der Dokumentation für die Aufsichtsbehörden, sind hier im Archiv der Securities and Exchange Commission zu finden.

1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell – Northrop Grumman Corporation

Die USS Gerald R. Ford (CVN-78), der erste Träger der gleichnamigen Klasse, benannt nach dem 38. US-PräsidentenGerald R. Ford. Noch unter der Leitung der Northrop Grumman Corp. entwickelt.

Die US-Amerikanische Northrop Grumman Corp. ist einer der größten Hersteller von Verteidigungssystemen weltweit und einer der Hauptlieferanten für die US-Regierung und alle Teilstreitkräfte der US-Army. Der größte Geschäftsbereich ist für das Unternehmen dabei die Belieferung der amerikanischen Luftstreitkräfte mit einem Großteil der eingesetzten Luftradarsysteme, einschließlich der bekannten AWACS-Systeme, eine Form des fliegenden Radars. Außerdem stellt Northrop unter anderem die B2-Tarnkappenbomber vom Typ „Spirit“ her. Im bereich der Luftfahrt und vorrangig dem Segment der Luftstreitkräfte, konkurriert Northrop hauptsächlich mit Lockheed Martin und Boeing um die Herstellung von Kampf- und Aufklärungsflugzeugen aller Art. Dazu kommen noch verschiedene Angebote für die Bundespost, Informationstechnologie für die Bundesregierung der vereinigten Staaten und bis zur Abspaltung der Schiffsbau-Sparte 2011 war das Unternehmen der größte Marineschiffbauer, der die US-Navy unter andrem mit dem wichtigsten Waffensystem aller modernen Streitkräfte beliefert, den großen Flugzeugträgern. Desweiteren produzierte das Unternehmen auch andere Oberflächenkampfschiffe und amphibische Angriffsschiffe. Die Bedeutung dieser Systeme wird in dem Satz deutlich, dass jeder US-Präsident bei einer aufkommenden Krise irgendwo auf der Welt immer die Frage stellt: „Wo ist der nächste Flugzeugträger.“ Insgesamt haben die USA zum heutigen Zeitpunkt 11 Flugzeugträger im Dienst, hauptsächlich die Niemitz-Klasse und die neue Gerald R. Ford-Klasse, die noch von Northrop Grumman entwickelt wurde. Ebenfalls im Angebot waren die von der Navy eingesetzten U-Boote mehrere Klassen mit Kernreaktoren als Antrieb. Diese Systeme wurden von Northrop Grumman entworfen und auf der eigenen Werft Newport News Shipbuilding and Drydock Company, die im November 2001 übernommen wurde und sich nahe dem US-Marinestützpunkt Norfolk (Norfolk Naval Base) in Newport News in Virginia befindet, gebaut. Mit dem Spin-Off des Schiffsbaugeschäfts 2011, entstand der größte amerikanische Militärschiffbauer Huntington Ingalls Insdustries, und Newport News Shipbuliding wurde zu einer von drei Divisionen der neuen Firma. Damit ist Northrop Grumman zusammen mit seinen Tochterunternehmen sehr stark auf das Feld Militär und Verteidigung spezialisiert, verfügt innerhalb dieser Spezialisierung aber über ein breites Know How auf verschiedensten Feldern. So kann die Firma heute ein breites Spektrum an Angeboten aufweisen, die die Bereiche Luftfahrt (Air), Informationstechnologie (Cyber), Landstreitkräfte (Land), Seestreitkräfte (Sea) und Raumfahrt (Space). Zu einer der herausragenden Leistungen im Bereich der Raumfahrt gehört die Konstruktion des Apollo Lunar Modul für die amerikanische National Aeronautic and Space Administration (NASA), mit dem am 20. Juli 1969, befördert von der Apollo 11, die drei Astronauten Neil ArmstrongEdwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins die erste bemannte Mondlandung erfolgreich absolvierten. Das international tätige Unternehmen hat seinen internationalen Hauptsitz in West Falls Church im US-Bundesstaat Virginia und seine Aktien werden unter der ISIN US6668071029 an der New York Stock Exchenge gehandelt und gelistet. Die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei rund 52,1 Mrd. US-Dollar.

Apollo 11 and NASA's Next Giant Leap | NASA
Neil Armstrong, Michael Collins, Buzz Aldrin

Das Unternehmen teilt seine Geschäftstätigkeit in insgesamt 4 Segmente ein und führt darüber hinaus eine Position „Eliminierungen zwischen den Segmenten“ (Intersegment Elimination), die die ausgewiesenen Umsätze negativ belastet, ergo eine Korrekturposition ist. Die 4 Hauptsegmente des Unternehmens auf die die Umsätze verbucht werden sind:

  • Aerospace Systems
  • Innovation Systems
  • Mission Systems
  • Technology Services

Von seinen Hauptsegmenten abweichend, gliedert Northrop auf seiner Internetpräsenz seine Fähigkeiten in die bereits genannten 5 Bereiche Luftfahrt (Air), Informationstechnologie (Cyber), Landstreitkräfte (Land), Seestreitkräfte (Sea) und Raumfahrt (Space) auf die im Folgenden detaillierter eingegangen werden soll. Dabei gibt es teilweise Überschneidungen:

File:U.S. Navy EA-18G Growler breaks away from a U.S. Air Force KC ...
Boeing EA-18 Growler; basierend auf der F/A 18 Super Hornet, ausgerüstet mit Komponenten von Northrop Grumman
MCM Sailors Prepare for Improved Future of Minehunting
AQS-24B Minenjagdsystem
  • CYBER: Unter dieser Rubrik fasst Northrop Grumman seine Angebote rund um die Cybersicherheit und die computergestützte Kriegsführung zusammen. Zu den gemeinsamen Cyberspace-Programmen (Joint Cyberspace Programs) gehören im wesentlichen 2 Plattformen, die vom Unternehmen betrieben werden.
    • Die Unified Platform, eine einheitliche Plattform die eine integrierte Befehls- und Kontroll-Battle-Management-Funktion bietet, die Operationen mit vollem Spektrum sowie Informationen, Überwachung und Aufklärung unterstützt. Hierzu zählt beispielsweise die Musteranalyse-Plattform LYNXeon.
    • Die Cyber Mission Platform, die modellbasierte System-Engineering-Prozesse nutzt, um ein Abschreckungspotential gegen sich entwickelnde Bedrohungen zur Verfügung zu stellen.
  • LAND: In diesem Feld bietet Northrop Grumman hauptsächlich kritische Technologiedienstleistungen und Modernisierungen. Dazu zählen auch Komponenten im Bereich gerichteter Energie, integrierte Kampfkommandosysteme, taktische Waffen und Informationssysteme. Die Spezialisierung des Unternehmens umfasst dabei Aircraft Protection, Armaments & AmmunitionC4ISRGBSD & ICBMLogistics & Fleet OperationsMissile Defense, Navigationssysteme, Radar SystemsHazardous Duty Robotic Vehicles und andere Technologien.
  • SEA: In diesem Bereich zählt Northrop Grumman auch zu einem der großen Anbieter für Entwicklung, Design und Produktion von Schiffssystemen, einschließlich Sensoren, Signalverarbeitung und vollständigen U-Boot Abwehrsystemen. Die Angebote des Unternehmens umfassen dabei auch fortschrittliche Radarsysteme für Schiffe, Streckenmanagement, elektronische Kriegsführung und andere Systeme, die immer ausgefeilteren Bedrohungen auf See entgegenwirken sollen. Seine Operationen gliedert Nrothrop dabei in die Bereiche Electronic Warfare, Integrated Brdige Systems, Naval Systems und Multifunctional Workstations.
    • Electronic Warfare: Diese Rubrik wurde bereits erwähnt
    • Integrated Bridge Systems: Unter diesem Punkt bietet das Unternehmen maßgeblich sein integriertes Brückensystem (IBS) VisionMaster FT, das von Sperry Marine produziert wird, einem Tochterunternehmen aus New Malden, Surrey, Großbritannien, das heute als Northrop Grumman Sperry Marine firmiert. Das IBS wurde für eine breite Palette von Schiffstypen entwickelt und ist für nutzbar für Megayachten, Tanker, Containerschiffe bis hin zu Kreuzfahrtschiffen. Zum Angebot von Sperry Marine gehört auch die Verwaltung des gesamten Systemlebenszyklus, einschließlich Ausrüstung, Projektierung, Logistik, Überwachung der Installation, Inbetriebnahme, Schulung der Besatzung und Kundendienst.
    • Naval Systems: Dieser Punkt fasst hauptsächlich mehrere von Northrop Grumman entwickelte Systeme zur Minenjagd zusammen, von denen das Unternehmen rund 27 im Angebot hat. Beispielsweise das AQS-24B.
    • Multifunctional Workstations: Ein Bereich der wiederum von Sperry Marine abgedeckt wird und unter andrem Navigationssysteme umfasst.
  • SPACE: Seine Entwicklungen rund um die Erforschung des Weltraums, fasst Northrop Grumman in diesem Bereich zusammen. Beispielsweise baut das Unternehmen das neue James Webb-Weltraumteleskop für die NASA und bietet ein breites Know How für die Sicherheits- und Verteidigungsoptionen.
    • Global Security: Das Unternehmen liefert für dieses Feld vor allem Raketensysteme, Weltraumfahrzeuge sowie Start-, Befehls- und Steuerungssysteme. Dabei fokussiert sich Northrop auf die strategische Verteidigung, sichere und zuverlässige Kommunikation, robuste Raketenwarnung und darauf ein erweitertes Weltraum-Situationsbewusstsein bereitzustellen. Zu den Angeboten dieses breiten Feldes gehört das Ground Based Strategic Deterrent, Raketenabwehr, so genannte Joint Tactical Ground Stations (JTAGS) für Empfang, Verarbeitung und Verbreitung von OPIR-Sensorinformationen (Overhead Persistent Infrared) über den Start von taktischen ballistischen Raketen (TBM) und andere Ereignisse von Interesse für Warnungen, Alarm und Hinweise über taktische und strategische Kommunikationsnetze und störungsresistente Satellitenkommunikation.
    • Science and Space Exploration: Maßgeblich unterstützt Northrop hier die NASA bei ihren Forschungsprojekten. Das James Webb Teleskop wurde bereits erwähnt, aber andere Programme wie das Chandra Space Teleskop und der Dawn Asteroiden-Erkunder verfolgen ebenfalls diese Intention. Ebenfalls dazu zählen verschiedene Satelliten-Programme wie LANDSAT, ICESat-2 und JPSS.

      Northrop Grumman und seine Raumfahrt-Historie

Geschichte des Unternehmens

Das heutige Unternehmen Northrop Grumman Corp. ging in seiner heutigen Form 1994 aus der Übernahme der Grumman Aerospace Corp. durch die Northrop Crop. hervor und vereinte damit zwei Unternehmen, die zu diesem Zeitpunkt bereits 64 und 65 Jahre Bestand hatten.

Northrop Corporation – Das Unternehmen hatte eine sehr bewegte Vergangenheit und Gründungsgeschichte. Einer der Zentralen Charaktere war der amerikanische Flugzeugkonstrukteur John Knudsen „Jack“ Northrop, der am 10. November 1895 in Newark, New Jersey zur Welt kam. Seine Karriere begann 1916 mit einer Anstellung als Planungskonstrukteur bei der Loughead Aircraft Manufacturing Company, die Vorgängerfirma der Lockheed Corp., die nach ihrer Fusion mit Martin Marietta heute unter dem bekannten Namen Lockheed Martin Corp. firmiert. Außerdem leistete er Militärdienst und nahm am 1. Weltkrieg (1914 bis 1918) zunächst als Infanterist teil und wurde später zum Army Signal Corps versetzt, das für die militärische Luftfahrt verantwortlich war. Nach der Firmeninsolvenz arbeitete Northrop von 1923 bis 1926 bei der Douglas Aircraft Company und wurde nach der Neugründung von Lockheed durch die Brüder Allan und Malcolm Loughead dort Chefingenieur. Er entwickelte unter anderem mit Gerard Vultee die Vega-Serie, mit der Piloten wie Wiley Post und Amelia Earhart (Atlantiküberflug 1932) viele Rekorde aufstellten. Die Vega war eines der ersten Flugzeuge mit einer Konstruktion mit „gestresster Haut“ oder auch Halbschalenbauweise genannt, was bedeutete, dass die strukturelle Integrität der Außenhülle des Flugzeugs ausreichte, um die Notwendigkeit eines gewichtigen Rahmens und von Streben zu beseitigen. Dieses Design wurde zum Grundstein des späteren Erfolgs von Lockheed.

1928 gründete Northrop zusammen mit George Randolph Hearst, dem Sohn von William Randolph Hearst die Avion Corporation in Los Angeles, in er er den Posten des Vize-Präsidenten übernahm und an Ganzmetallflugzeugen forschte. Das einzige Produkt der Firma war das Nurflügelflugzeug Experimental No. 1, auch als Northrop „Flying Wing“ oder „All-Wing“ genannt, bevor alle Vermögenswerte der Avion Corporation im Oktober 1929 an die im gleichen Jahr neugegründete United Aircraft & Transport Corporation veräußert wurden, die später zur United Technologies Corp. werden sollte. Ebenfalls im Oktober 1929, begann mit dem New Yorker Börsencrash die große Weltwirtschaftskrise. Am 1. Januar 1930 wurde die Northrop Aircraft Corporation offiziell als Tochterfirma der United Aircraft & Transport Corporation etabliert. William E. Boeing , der auch das Unternehmen Boeing gründete, war Chairman of the Board, W. Kenneth Jay Präsident, Northrop Vize-Präsident und Don R. Berlin der Chefingenieur. Die Produktion des Unternehmens wurde auf dem Gelände des United Airports in Burbank aufgebaut und mit dem Schnellverkehrs und Postflugzeug Northrop Alpha, einem einmotorigen Tiefdecker, wurde hier bald das erste Flugzeug produziert, ebenso die Beta-Serie. Allerdings konnte sich dieses Modell nicht gegen zweimotorige Konkurrenzprodukte durchsetzen. Im September 1931 wurden die Northrop-Einrichtungen mit der Stearman Aircraft Corporation in Wichita, Kansas, einer anderen Tochtergesellschaft von United/Boeing zusammen gelegt und Northrop verließ kurze Zeit später das Unternehmen.

Datei:Northrop Alpha (Y1C-19).jpg – Wikipedia
Northrop Alpha (Y1C-19)
Datei:Wright R-1820 G.jpg – Wikipedia
Sternmotor vom Typ Wright Cyclone, wie er beispielsweise in der Gamma-Serie verbaut wurde.

Bereits 1932 gründete Northrop wieder eine neue Firma, die Northrop Corporation, die als Tochterunternehmen der Douglas Aircraft Company in Inglewood im US-Bundesstaat Kalifornien entstand mit einer Produktionsstätte auf dem Los Angeles Municipal Airport, einem Fabrikgbäude das ehemals der White Truck/Moreland Aircraft gehörte. Douglas übernahm dabei 51 Prozent der Anteile des Unternehmens und Northrop wurde als Präsident eingesetzt. Neben Northrop wurde W. Kenneth Jay Vize-Präsident und Generalmanager und Don Berlin übernahm erneut den Posten des Chefingenieurs. Neben einer reihe militärischer Prototypen für das Army Air Corps, dem Vorläufer der heutigen US Air Force, wurden hier Flugzeuge der Gamma– und Delta-Serie entwickelt und gebaut. Die Ganzmetallflugzeuge der Gamma-Serie waren als Tiefdecker-Frachtflugzeuge konzipiert und wurden von Sternmotoren von Pratt & Whitney oder Curtiss-Wright angetrieben. Bis 1934 hatte das Unternehmen etwa 100 Flugzeuge hergestellt und beschäftigte zu diesem Zeitpunkt rund 1000 Mitarbeiter. Für die militärischen Belange sollte ab 1935 in El Sgundo ein neues Werk entstehen. Nach der vollständigen Übernahme aller Firmenanteile durch Douglas am 08. September 1937, verließ Northrop am 01. Januar 1938 das Unternehmen. Auf Basis der von Northrop entworfenen Ganzmetallflugzeuge, beginnend mit der Alpha-Serie, konnte Douglas eine neue Generation von Flugzeugen entwickeln, die Verkehrsflugzeuge DC-1, DC-2 und DC-3, die als Militärvariante C-47 „Dakota“ oder auch Skytrain genannt, später im 2. Weltkrieg das Rückgrat des Lufttransportes werden sollte und die als „Rosinenbomber“ die  Berliner Luftbrücke nach West-Berlin stemmten. Mit dem technischen Durchbruch waren Doppeldecker, Doppelhautkonstruktionen und Flugzeuge aus Holz überholt und binnen kurzer Zeit veraltet. Northrop hatte auch großen Anteil an der später unter der Ägide von Douglas produzierten SBD Dauntless, einem leichten Sturzkampfflugzeug aus US-amerikanischer Produktion, das im Zweiten Weltkrieg vor allem trägergestützt bei der Navy und dem Marine Corps eingesetzt wurde. Da die Northrop Corporation inzwischen von der Douglas Aircraft Company aufgekauft worden war, erhielt das Flugzeug anstatt XBT-2 die neue Bezeichnung XSBD-1. Nach Verfeinerungen, unter anderem nach Tests beim National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) orderte die US Navy am 8. April 1939 die ersten 57 SBD-1 und weitere 87 SBD-2 mit größerer Reichweite. Das Flugzeug erhielt den endgültigen Namen Douglas SBD Dauntless.

Am 01. August 1939 gründete Northrop in Hawthorne, Kalifornien ein weiteres Mal eine Firma, die Northrop Aircraft, Inc. Er übernahm die Position des Präsidenten und des Chefingenieurs. Nur einen Monat später, am 01. September 1939, begann mit dem von Adolf Hitler befohlenen Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg, in dem zum ersten mal in der Geschichte bewaffneter Konflikte Luftstreitkräfte eine zentrale Rolle spielen sollten. Ein besonderes Interesse von Northrop und seiner Firma lag in der Entwicklung von Nurflügel-Flugzeugen. Der Vorteil des „Flying-Wing-Kozeptes“ bestand darin, dass ohne das „Gepäck“ eines Rumpfes oder Heckabschnitts die gesamte Masse des Flugzeugs für den zum fliegen notwendigen dynamischen Auftrieb verwendet werden konnte. Northrop argumentierte hier mit der Möglichkeit, dass ein Nurflügelbomber eine höhere Bombenlast tragen könnte als Bomber mit konventioneller Bauweise. Mit dem Experimentalflugzeug Northrop XP-56, nahm das Unternehmen an einer Ausschreibung der United States Army Air Forces für ein neues Jagdflugzeug teil. Während des Zweiten Weltkrieges baute Northrop beispielsweise den Nachtjäger P-61 Black Widow. Mit der N-1M, produzierte das Unternehmen 1940 den ersten Nurflügler und den Vorgänger der Bombervarianten Northrop N-9M und Northrop YB-35, die alle noch Propeller-Maschinen waren. Seinen bisherigen Höhepunkt fand diese Bauweise in der B-2 Spirit. Die Weiterentwicklung der YB-35, die B-49, wurde jedoch nicht als Hauptbomber der Luftstreitkräfte ausgewählt, da nicht stabil genug in der Luft war und eher angetriebene als manuelle Steuerungen benötigte. Northrop gab jedoch kurz vor seinem Tod bekannt, dass die Armee die B-49 abgesagt hatte, weil er sich weigerte, seine Firma mit einem Hersteller in Texas zusammenzulegen. Andere haben vorgeschlagen, dass die Armee den fliegenden Flügel fallen ließ, als Northrop sich weigerte, anderen von der Regierung ernannten Unternehmen die Herstellung seines Entwurfs zu erlauben. Noch heute ist der wahre Grund für die Annullierung der B-49 nicht klar.

Ein weiterer, wenig bekannter Beitrag von Northrop für die Kriegsanstrengungen der USA, war die Einrichtung eines Labors für die Entwicklung von Prothesen in seiner Firma. Im Jahr 1952 zog Jack Northrop sich schließlich aus der Firma zurück um sich wieder dem Ingenieurwesen zu widmen und übergab die Präsidentschaft an Oliver Patton Echols, einen ehemaligen Offizier der US Army Air Force aus Charlottesville, Virginia. Der 1892 geborene Echols war unter anderem von 1947 bis 1949 Präsident der Aircraft Industries Association, ein amerikanischer Handelsverband, der Hersteller und Lieferanten von Zivil-, Militär- und Geschäftsflugzeugen, Hubschraubern, UAVs, Raumfahrtsystemen, Flugzeugtriebwerken, Raketen, Material und verwandten Komponenten, Ausrüstungen, Dienstleistungen und Informationstechnologie in den USA vertritt. 1949 kam Echols als Chairman und Chief Executive Officer zur Northrop Aircraft Inc. Unter seiner Führung bis zu seinem überraschenden Tod am 15. Mai 1954, entwickelte sich das Geschäft von Northrop rasant und 1958 erfolgte die Namensänderung des Unternehmens zur Northrop Corporation. Die Entwicklung und Etablierung der Strahlentriebwerke revolutionierte in dieser Zeit die Luftfahrt. Die in den 1950er Jahren entwickelte Northrop F-5, eine Serie von leichter Überschall-Jagdflugzeuge, wurde zu einem großen Erfolg, da sie Leistungsfähiger und leichter instand zu halten war als konkurrierende Modelle wie die McDonnell Douglas F-4 Phantom. Bis heute wird die F-5 beispielsweise in ihrer Variante F-5E Tiger 2 eingesetzt und ihre Trainerversoion T-38 Talon wird zum Beispiel von Kunstflugstaffeln genutzt. 1959 übernahm der amerikanische Geschäftsmann Thomas Victor Jones die Präsidentschaft von Northrop, wurde 1960 CEO und drei Jahre später 1963 auch Chairman. Jones, der 1953 auch beim amerikanischen Think Tank RAND Corporation arbeitete, diversifizierte das Unternehmen weiter und nahm die Produktion von zahlreichen Flugzeug- und Raketenteilen sowie elektronischen Steuerungssystemen auf, zusammen mit Konstruktionsarbeiten. In den 1950er und 60er Jahren entwickelte das Unternehmen neben der genannten F-5 Serie auch den Allwetter Abfangjäger F-89 Scorpion sowie das SM-62 Snark-Raketensystem. Außerdem wurde ab 1967 auch an einem Erdkampfflugzeug gearbeitet, der Northrop YA-9, die das Gegenstück zur von Fairchild Republic entwickelten A-10 Thunderbolt werden sollte, als Nachfolger der Douglas A-1, dieser aber letztendlich knapp unterlag.

Turbinen-Strahltriebwerk – Wikipedia
Turbinen-Strahltriebwerk – Wikipedia
Strahlentriebwerke und deren funktionsweise: https://de.wikipedia.org/wiki/Turbinen-Strahltriebwerk

Der Erfolge der F-5 sorgte dafür, dass das Unternehmen in den 1970er und 1980er Jahren große Anstrengungen unternahm, an diesen Erfolg anzuknüpfen und entwickelte weitere leichte Jagdmaschinen. 1974 sah sich das Unternehmen in einen Skandal um illegale Spenden verwickelt. 1972 hatte der CEO und Chairman des Unternehmens, Thomas Jones, nicht rechtmäßige Wahlkampfspenden an die Kampagne des 1969 erstmalig gewählten US-Präsidenten Richard Nixon geleistet. Er wurde zu einer Geldstrafe von rund 200.000 US-Dollar verurteilt und trat von allen Positionen außerhalb von Northrop zurück, einschließlich der des Treuhänders der Stanford University. Der Skandal führte zu einer Untersuchung, die eine weitere schwerwiegendere Unangemessenheit aufdeckte. Das Unternehmen gab zu, unter anderem an Regierungsbeamte in Indonesien, Iran und Saudi-Arabien Bestechungsgelder in Höhe von 30 Millionen US-Dollar gezahlt zu haben, um das Geschäft zu steigern. Ein wütender Aktionär verklagte das Unternehmen und gewann infolgedessen eine Einigung, die Jones zum Rücktritt von seiner Präsidentschaft zwang, ihm jedoch erlaubte, als Vorsitzender zu bleiben. Diese Entwicklung brachte schließlich die P-530 hervor, die Rahmen der Teilnahme von Northrop am Lightweight Fighter Program der US Air Force zur P-600 und schließlich zur YF-17 Cobra entwickelt wurde, die jedoch von der F-16 Fighting Falcon des Herstellers General Dynamics ausgestochen wurde, die 1976 in Serie ging. Damit endete allerdings die Geschichte der YF-17 nicht. Diese wurde mit Hilfe von McDonnell Douglas umgebaut und im Rahmen eines anderen Programms für die US Navy eingereicht, die F/A-18 Hornet. Die F/A-18 wurde primär für den Einsatz auf den Flugzeugträgern der Nimitz-Klasse der United States Navy konzipiert. Durch ihre Flexibilität bei der Bekämpfung von Boden-, See- und Luftzielen auf große Entfernung stellt sie die wichtigste offensive und defensive Komponente einer US-amerikanischen Flugzeugträgerkampfgruppe dar. Northrop beabsichtigte, eine de-navalisierte Version als F-18L zu verkaufen, aber die Basis-F-18A verkaufte sie weiterhin, was schließlich einen Rechtsstreit zwischen Northrop und McDonnell Douglas zur Folge hatte. Der Streit brach aus, als McDonnell Douglas ‚F-18A als F-18L verkaufte, selbst in Länder ohne Flugzeugträger. Die Vereinbarung der Unternehmen sah vor, dass Douglas die F-18A als Trägerflugzeug und Northrop die F-18L verkaufen sollte. Im April 1985 entschied sich das Gericht für Northrop und gewährte dem Unternehmen 50 Millionen uS-Dollar. McDonnell Douglas erhielt jedoch die Rolle des Hauptauftragnehmers für alle künftigen F-18, wobei Northrop als Unterauftragnehmer benannt wurde. Northrop baute nach dieser Zeit weiterhin einen Großteil des F-18-Rumpfes und anderer Systeme, kehrte aber auch mit einem weiteren neuen Motor zum ursprünglichen F-5-Design zurück, um den F-20 Tigershark als kostengünstiges Flugzeug herzustellen. Die F-20 war das Ergebnis der Forderung der Administration Carter, einen weniger technisch hoch Entwickelten Jäger ausschließlich für den Export zu entwickeln. Dies stieß auf wenig Interesse am Markt und das Projekt wurde eingestellt, was für Northrop deshalb belastend war, weil das Unternehmen die Entwicklungskosten aus eigenen Mitteln geleistet hatte. Die Regierung lehnte einen großen Verkauf von F-20 an Taiwan ab, weil sie befürchtete, der Verkauf würde das chinesische Festland verärgern. 1989 trat Jones schließlich in den Ruhestand, nachdem er vom Board of Directors wegen seiner Rolle in einem Bestechungsskandal im Zusammenhang mit der Vermarktung des F-20-Jägers nach Südkorea gerügt worden war. Das Unternehmen produzierte auch das von 1982 bis 1985 von der US Air Force eingesetzte Tarnkappen-Experimentalflugzeug Tacit Blue, das maßgeblich für das Verständnis der Stealth Technologie sorgte, auf der später die B-2 aufbauen sollte.

In den 30 Jahren die Thomas Jones das Unternehmen leitete, wurden große Kreditsummen aufgenommen um hauptsächlich 2 große Projekte zu finanzieren. Zum einen versuchte man Erfolge beim Advanced Tactical Fighter-Programm der US Air Force zu erreichen und zum anderen stellte die Entwicklung der B-2 Spirit die einzige Möglichkeit für das Unternehmen dar, zu wachsen. Für diese Projekte wurden rund 885 Mio. US-Dollar neue Kredite aufgenommen und die Verschuldung der Firma damit stark erhöht. Nachdem sich Jones aus dem Unternehmen zurück gezogen hatte, wurde der 1938 geborene Geschäftsmann Kent Kresa 1990 zum neuen CEO bestellt. Kresa hatte bereits seit 1987 die Position des Chairman inne und zuvor mitunter am Lincoln Laboratory des Massachusetts Institute of Technology an der Forschung zur Abwehr ballistischer Raketen und der Technologie für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre beteiligt. Der gebürtige New Yorker kresa erwarb sich am MIT auch einen einen Bachelor und einen Master-Grad in Luft- und Raumfahrttechnik und wurde 2003 mit der Ehrendoktorwürde der Pepperdine University ausgezeichnet.1975 kam er schließlich zu Northrop. Das Unternehmen befand sich zu dieser Zeit in einer kritischen Lage und stand kurz vor der Insolvenz. Unter Kresa wurde das Unternehmen neu aufgestellt, man bekannte sich wegen der Fälschung von Testdaten zu zwei Militärprogrammen und in 34 Betrugsfällen als schuldig und bezahlte eine Geldstrafe von 17 Millionen US-Dollar und außerdem wurde die Hälfte der Geschäftsleitung ersetzt. Außerdem wurde die Verschuldung reduziert, stillgelegte Produktionsstätten wurden verkauft, die Lobbyarbeit verstärkt und eine Reihe von Akquisitionen wurden durchgeführt, wie die Übernahme von TRW Inc. oder des Space Park in Redondo Beach, Kalifornien. Die Verstärkung der Lobbyarbeit diente dem Zweck, das Advanced Tactical Fighter-Programm und das B-2 Programm zu sichern, die nach wie vor die einzige Option für Northrop waren um die Finanzen zu sanieren. Als am 02. August 1990 der 2. Golfkrieg ausbrach und die Koalition, angeführt von den USA und legitimiert durch die Resolution 678 des UN-Sicherheitsrates, am 16. Januar 1991 die Kampfhandlungen zur Befreiung Kuwaits gegen den Irak aufnahm, bestanden große Hoffnungen bei Northrop, von der Operation Desert Storm profitieren zu können, insbesondere das B-2 Projekt. Allerdings ging in dieser Zeit durch eine Ankündigung des Pentagons das Advanced Tactical Fighter-Programm für das Unternehmen verloren. Der Sekretär der Luftwaffe, Donald B. Rice, stellte fest, dass sowohl die Überschall-Stealth-Kämpfer von Lockheed als auch von Northrop gleich gute Leistungen erbracht hatten. Lockheed erhielt den Auftrag jedoch aufgrund seiner nachgewiesenen Erfolgsbilanz zur Kostenkontrolle und Einhaltung von Produktionsplänen. Damit blieb Northrop nur noch das B-2 Projekt. Für das  Joint Strike Fighter-Programm, das 1993 vom US-Verteidigungsministerium ins Leben gerufen wurde, wurde Northrop nicht berücksichtigt. Die in Partnerschaft mit McDonnell Douglas für dieses Programm entworfene und in zwei Prototypen verwirklichte Northrop YF-23 wurde nicht in Serie produziert. Der Entwurf unterlag schließlich dem Konkurrenzmodell YF-22 von Lockheed Martin, General Dynamics und Boeing die als F-22 Raptor in Serie ging.

Mit Ausnahme der Übernahme der Vought Aircraft Co. von LTV Corp. im Jahr 1992 in einem Joint Venture mit der Carlyle Group konnte sich Northrop in den Jahren nach dem Verlust des AFT-Projekts keine tragfähigere und stabilere Zukunft sichern. Die Unterstützung für das B-2-Programm nahm weiter ab, und Northrop verzeichnete eine Reihe fehlgeschlagener Akquisitionen, darunter erfolglose Versuche, die Federal Systems Division von IBM und das F-16-Jagdflugzeuggeschäft von General Dynamics zu erwerben. Angesichts des Schuldenabbaus und der Kreditlinien in Höhe von 1,3 Mrd. US-Dollar suchte das Unternehmen weiterhin nach einer Akquisition, um seine Abhängigkeit von der Finanzierung des B-2-Programms teilweise auszugleichen. Eine Gelegenheit bot sich Anfang 1994, als Northrop und die Martin Marietta Corp. die Grumman Corporation, einen Hersteller von Luft- und Raumfahrt- und elektronischen Überwachungsgeräten mit Verbindungen zur US-Marine, aggressiv verfolgten. Northrop gewann den Bieterkrieg für Grumman und übertraf Martin Mariettas Preis von 1,9 Milliarden US-Dollar mit einem eigenen Angebot von 2,17 Milliarden US-Dollar. Im April 1994 übernahm Northrop die Grumman Corp. und machte machte das Unternehmen hinter Lockheed und McDonnell Douglas zu einem schwächeren dritten, aber dennoch zu einer stärkeren, diversifizierteren Organisation.

Grumman Aircraft Corporation – Das Luft- und Raumfahrtunternehmen wurde 1929 in Baldwin, New York gegründet. Die Gründer waren neben dem Flugzeugbauer und Absolventen der Ingenieurschule der Cornell University, Leroy Grumman, auch Ed Poor, William Schwendler, Leon Swirbul und Clint Towl. Grumman hatte kurz zuvor die Loening Aircraft Engineering verlassen, für die er nach seinem Austritt aus der Navy 1920 tätig war.als Keystone Aircraft Loening Aeronautical kaufte und den gesamten Betrieb in das Hauptquartier von Keystone in Bristol, Pennsylvania, verlegte. Grumman und Swirbul beschlossen, auf Long Island zu bleiben, und gründeten ihre eigene Firma, die Grumman Aircraft Engineering Corporation. Das erste Serienflugzeug der Firma ging 1932 in Produktion, das Jagd- und Auklärungsflugzeug FF-1 für die Navy, ein Doppeldecker mit einziehbarem Fahrwerk. Das Design wurde in den folgenden Jahren weiter entwickelt und das Unternehmen konnte eines der erfolgreichsten Marineflugzeuge hervorbringen, die Grumman F4F Wildcat, ein trägergestütztes Jagdflugzeug der United States Navy. Sie war zu Beginn des Zweiten Weltkriegs das Standardjagdflugzeug auf den Flugzeugträgern der US-Marine und trug bis in die erste Hälfte des Jahres 1943 die Hauptlast der Kämpfe auf dem pazifischen Schauplatz, auf dem zum ersten Mal Flugzeugträger eine Schlüsselrolle eingenommen haben und die Schlachtschiffe von ihrem Platz verdrängten. Die F4F war auch das erste Flugzeug mit faltbaren Flügeln, der es den Trägerschiffen erlaubte doppelt so viele Flugzeuge zu transportieren. Die Wildcat war zwar nicht so schnell und wendig wie die japanische Mitsubishi A6M Zero, der Hauptgegner amerikanischer Jägerpiloten im Pazifikkrieg, verfügte aber über selbstschließende Tanks und ein gepanzertes Cockpit, was sei im ganzen widerstandsfähiger machte und es den Amerikanern erlaubte die japanischen Piloten, die den Luft-Einzelkampf bevorzugten, mit taktischen Neuerungen wie der „Thatch-Schleife“ auszustechen. Daneben produzierte das Unternehmen auch eine Reihe von Flugbooten. Die Firma etablierte sich schnell und zog deshalb in immer größere Firmensitze, zunächst nach Valley Stream, dann nach Farmingdale, um schließlich 1937 nur ein paar Kilometer entfernt in Bethpage ein Werk einzurichten. Zufälligerweise weihte Grumman am Morgen des 7. Dezember 1941 eine zweite Fabrik zur Herstellung von Kampfflugzeugen ein, als das Kaiserreich Japan Pearl Harbor auf der Insel OʻahuHawaii, bombardierten. Zu Beginn des Krieges hatte Grumman einen Vorteil gegenüber nichtmilitärischen Herstellern, da das Unternehmen keine Umrüstung benötigte. So mussten beispielsweise die Automobilhersteller von der Produktion von Autos und Lastwagen auf Kampfpanzer und Flugzeuge umgestellt werden. Montagelinien für Nähmaschinen mussten für die Herstellung von Maschinengewehren umgerüstet werden. Grummans einzige Aufgabe war es, die Leistung zu steigern und neue Flugzeugdesigns zu entwickeln. Während des Krieges entwickelte Grumman neue Flugzeuge wie den amphibischen J4F Widgeon, den Marineangriffsbomber bzw. Torpedobomber TBF Avenger und einen Nachfolger der Wildcat namens F6F Hellcat, die hauptsächlich als Reaktion auf die A6M Zero der Japaner entwickelt wurde. Die Zero war stark motorisiert und die F6F konnte mit einem Pratt & Whitney R-2800-10-Double-Wasp-Triebwerk die Lücke schließen, die noch zwischen der A6M und der F4F geklafft hatte. Grumman-Flugzeuge wurden fast ausschließlich im Pazifikkrieg gegen Japan eingesetzt und versorgten die amerikanischen Träger mit der Macht, viele japanische See- und Luftangriffe abzuwehren. Der US-Sekretär der Marine Forrestal sagte später: „Meiner Meinung nach hat Grumman Guadalcanal gerettet.“

Leon A. Swirbul, Willian T. Schwendler Leroy Randle Grumma… | Flickr
Leon A. Swirbul, William T. Schwendler und Leroy Randle Grumman (von links nach rechts)

Kein anderer Flugzeughersteller wurde vom Militär so hoch gelobt. Grumman war das erste Unternehmen, das von der US-Regierung ein „E“ für exzellente Arbeit erhalten hat. Die Auszeichnung erhöhte die hohe Moral bei Grumman weiter. Die Firma Grumman stellte monatlich über 500 Flugzeuge her. Um dieses Produktivitätsniveau aufrechtzuerhalten, bot das Unternehmen seinen Mitarbeitern eine Reihe von Dienstleistungen an, darunter Kindertagesstätten, Personalberatung, Autoreparatur und Besorgungen. Darüber hinaus wurden die Mitarbeiter für ihre effiziente Arbeit erheblich belohnt. Das Unternehmen hatte immer ein hervorragendes Verhältnis zu seinen Mitarbeitern, was hauptsächlich auf die Richtlinien von Leon Swirbul zurückzuführen war, der die Produktion und die Mitarbeiterbeziehungen überwachte, während Leroy Grumman sich mit Design, Ingenieurswesen und Finanzangelegenheiten befasste. Bis Kriegsende hatte Grumman über 17.000 Flugzeuge produziert. Mit Kriegsende 1945, nach der Kapitulation des Deutschen Reichs und wenige Monate später des japanischen Kaiserreichs, blieben die lukrativen Regierungsaufträge allerdings auch und eine Reihe von Unternehmen, darunter Lockheed, McDonnell Douglas, Boeing und auch Grumman, wurden von den Auswirkungen hart getroffen. Als Reaktion versuchten viele Firmen auf den Markt für Verkehrsflugzeuge zu drängen und es entwickelte sich ein harter Wettbewerb, der für viele Firmen ruinös endete. Obwohl Grumman Verkehrsflugzeuge herstellte, entschied er sich, aus dem Personenverkehr auszusteigen. Der Hauptteil des Geschäfts wurde immer noch mit der US-Navy anbgeschlossen. Zusätzlich zur F7F Tigercat, ein zweimotoriges schweres Jagd- und Angriffsflugzeug und der Jagdmaschine F8F Bearcat, entwickelte das Unternehmen eine Reihe neuer Flugzeuge, darunter den AF-2 Guardian, ein U-Boot-Abwehrflugzeug und den F9F Panther, Grummans ersten Entwurf eines einstrahligen Jagdbombers mit Düsentriebwerk vom Typ Rolls-Royce Nene, der ab Mai 1949 in Serie ging, sowie den F10F Jaguar, der allerdings nicht über Prototypenstatus hinaus kam.

Die 1950er Jahre waren von starker Entwicklungsarbeit geprägt. So konstruierte Grumman die Amphibienflugzeuge G-73 Mallard und die HU-16 Albatross. Letztere war eine Weiterentwicklung der Grumman-Konstruktionen GooseWidgeon und Mallard, die Hauptsächlich bei der Seenotrettung zum Einsatz kam. Aber auch neue Jets wurden entwickelt, wie die F11F Tiger, ein einsitziges flugzeugträgergestütztes Jagdflugzeug, die F9F/F-9 Cougar, ein einstrahliger Jagdbomber und die Grumman A-6 Intruder, die später für die elektronische Kriegsführung zur EA-6 Prowler umgebaut wurde, die mit leistungsfähigen Radarstörsendern ausgestattet wurde und in mehreren Varianten verkauft wurde. Ein großer Erfolg für das Unternehmen war die 1958 eingeführte Turboprop-Maschine Grumman Gulfstream I als Geschäftsflugzeug. 1960 verstarb schließlich Leon Swirbul.

Datei:Apollo 11 Saturn V lifting off on July 16, 1969.jpg – Wikipedia
Start der Trägerrakete von Typ Saturn V mit der Apollo 11; Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Apollo_
11_Saturn_V_lifting_off_on_July_16,_1969.jpg
Datei:Apollo program.svg – Wikipedia

Für das Geschäft außerhalb der Luft- und Raumfahrt, gründete Grumman 1962 eine Tochtergesellschaft, die Grumman Allied getauft wurde. Der Hintergrund bestand hauptsächlich darin, dem Grumman-Management die Möglichkeit zu geben, sich auf ein reines Luft- und Raumfahrtunternehmen zu konzentrieren. Die 1960er Jahre waren von enormen Veränderungen geprägt. Nachdem am 4. Oktober 1957 der Satellit Sputnik 1 der Sowjetunion in die Erdumlaufbahn gebracht wurde, dehnte sich der Kalte Krieg auch in den Weltraum aus. Die Bestrebungen der USA wurden intensiviert, nachdem am 12. April 1961 der Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin mit dem Raumschiff Wostok 1 den ersten bemannten Raumflug der Menschheitsgeschichte unternahm. 1962 schloss die NASA ihre Weltraumprogramme Mercury und Gemini ab. Vor allem das Gemini-Programm diente der Entwicklung von Technologien und Verfahrensweisen, die für das anstehende Apollo-Programm von essentieller Bedeutung waren. Das Programm wurde von den USA von 1961 bis 1972 betrieben und brachte die Apollo-Raumschiffe hervor mit dem Ziel, vor 1970 den ersten Menschen auf den Mond zu bringen, was mit der Mondlandung am 20. Juli 1969 schließlich gelang. Das Apollo-Programm forderte mehrere Mondlandungen mit jeweils zwei Raumschiffen. Die von McDonnell Douglas hergestellten Befehlsmodule sollten den Mond umkreisen, während die von Grumman gebauten Mondmodule auf dem Mond landeten. Grummans Vertrag mit der NASA sah den Bau von 15 Mondmodulen, zehn Testmodulen und zwei Missionssimulatoren vor. Letztendlich wurden aber nur 12 Module gebaut. Der Personalaufwand für das Unternehmen war beträchtlich. Insgesamt wurden 9.000 Mitarbeiter für die Konstruktion der Module abgestellt, was eine Neuausrichtung des Geschäfts auf die Luft- und Raumfahrtindustrie bedeutete. Grummans Raumschiffe liefen nahezu fehlerfrei, was bei der Vielzahl der Unwägbarkeiten und der ungewöhnlichen Spezifikationen für Krisenszenarien keine Selbstverständlichkeit war und stellten eine neue und besondere Beziehung zwischen dem Unternehmen und der NASA dar. Grumman wurde später von der NASA ausgewählt, um die sechs Fuß dicken Flügel für die Raumfähren zu bauen. Die Entwicklung der eigentlichen Fähren wurde allerdings vom Konkurrenten Rockwell geleistet. In der Zwischenzeit änderte Grumman Aircraft seinen Namen in Grumman Corporation, um den immer vielfältiger werdenden Aktivitäten Rechnung zu tragen. Eine andere Behörde, mit der das Unternehmen gute Beziehungen unterhielt, war das Pentagon, der Hauptsitz und Synonym für das amerikanische Verteidigungsministerium. 1974 wurde eines der erfolgreichsten Flugzeuge des Unternehmens nach dem Ende des zweiten Weltkrieges von der United States Navy in Dienst gestellt, die Grumman F-14 Tomcat. Ihre primären Aufgaben bei der US Navy waren die eines Luftüberlegenheitsjägers, Aufklärers und die Flottenverteidigung. Ausgerüstet mit 2 Pratt & Whitney-TF30-Triebwerken, erreichte die Tomcat Überschallgeschwindigkeit von maximal etwa Mach 2,35, allerdings nur unter Verwendung der eingebauten Nachbrenner. Den Erstflug 1970 konnte der Mitgründer Leroy Grumman noch als Direktor mitverfolgen. Grumman stand seiner Firma bis 1946 als Präsident vor, arbeitete jedoch bis 1966 im Vorstand und blieb letztlich bis 1972 einer der Direktoren. 1973, nach Abschluss seiner aktiven Karriere, wurde er in die Internationale Ruhmeshalle der Luft- und Raumfahrt aufgenommen.

1972 wurde schließlich der Treasurer von Grumman, der Geschäftsmann und Jurist John Cocks (Jack) Bierwirth zum neuen Präsidenten ernannt und übernahm 1976 den Posten des Chairman und CEO der sich in Schieflage befindlichen Firma. Bierwirth war ebenfalls ein ehemlaiger Marineoffizier mit Weltkriegserfahrung.

Die F-14 brachte mit ihren Schwenkflügeln eine Neuerung auf das Parkett der militärischen Luftfahrt. Bei Luftkämpfen gegen lybische Piloten im Golf von Sidra, konnte die F-14 ihre Überlegenheit unter Beweis stellen. Allerdings kam es über die F-14 auch zu einer Meinungsverschiedenheit mit dem Pentagon über die Frage, wer für Kostenüberschreitungen bei einem von der Regierung angeordneten Projekt zahlen sollte. Über diese Frage kam es zum Streit bei einer Lieferung von 313 geplanten F-14 Jägern. Grumman verlor 1 Million US-Dollar pro F-14 und weigerte sich, mehr an die Marine zu liefern, bis ihre Verluste gedeckt waren. Das Unternehmen machte seinen Fall in ganzseitigen Anzeigen in der New York Times, im Wall Street Journal und in der Washington Post geltend. Grumman argumentierte, dass der Abschluss des Vertrags unter den gegenwärtigen Bedingungen das Unternehmen bankrott machen würde. Die Angelegenheit wurde später gelöst, als das Verteidigungsministerium sich bereit erklärte, die Verluste von Grumman zu decken, und das Unternehmen einem neuen Vertragsverfahren zustimmte, das die Projektkosten automatisch jährlich überprüft und erforderlichenfalls Anpassungen vornimmt. Die Tomcat wurde bis 1992 mit verschiedenen Verbesserungen und in mehreren Ausführungen produziert und wird heute nur noch von Piloten der iranischen Luftwaffe geflogen. Dieser Erfolg ging auf John Bierwirth zurück, der die neuen Verträge bis 1973 aushandeln konnte.

Eine weitere Entwicklung von Grumman, die der Firma großen Erfolg brachte, war die Entwicklung und Konstruktion von trägergestützten Frühwarnflugzeugen, den so genannten Airborne Early Warning and Control Systems oder abgekürzt AWACS, deren prominentester Vertreter die Boeing E-3 Sentry darstellt, eine umgebaute Variante der Passagiermaschine Boeing 737-320. Das Konzept dieser fliegenden Augen wurde Mitte der 1950er Jahre entwickelt, den Luftraum mit speziell ausgerüsteten Flugzeugen zu kontrollieren, die als Frühwarner fungierten und die Abwehrbemühungen koordinierten. Von Grumman wurde das erstmals in einer umgebauten Variante der S-2 Tracker, einem U-Jagd-Flugzeug angewendet. Das Ergebnis war die Grumman E-1B Tracer, die von der Navy ab 1958 bis 1977 eingesetzt wurde. Der Nachfolger dieser Maschine war schließlich die trägergestützte und allwettertaugliche E-2 Hawkeye, ein Hochdecker mit zwei Allison T56-A427-Turboprop-Triebwerken als Antrieb, die seit ihrer Indienststellung 1960 eingesetzt wird und in mehreren Varianten von verschiedenen Staaten eingesetzt wird. Hawkeyes führten die F-14 Tomcat-Jäger, die 1986 während der Libyen-Krise Kampfeinsätze flogen, wobei sie in Zusammenarbeit mit den Kreuzern der Navy, die mit dem Aegis-Kampfsystem ausgerüstet waren, die Luftüberlegenheit sicherstellten. Die in der Avionik und bei den Waffencomputern modernisierte E-2B hatte am 20. Februar 1969 ihren Erstflug und kam ab 1970 zum Einsatz. Die E-2C hatte am 20. Januar 1971 ihren Erstflug. In der jüngeren Vergangenheit sorgten diese für Kommando und Kontrolle bei den Navy-Operationen im Persischen Golf, wobei sie sowohl Bodentruppen als auch Luftraumpatrouillen führten und in den ersten Kriegstagen beim Abschuss zweier irakischer MiG-21 durch F/A-18 Hornets mithalfen. Aktuell befindet sich die E-2D Advanced Hawkeye in Entwicklung und wird vermutlich das letzte Flugzeug auf Basis der E-2 Hawkeye darstellen. Bereits die E-2C war in der Lage, über 600 Objekte in einem Umkreis von drei Millionen Kubikmeilen um den Luftraum zu verfolgen. Die israelische Luftwaffe setzte 1982 E-2Cs ein, um ihre Luftschlachten mit syrischen Piloten über das libanesische Bekaa-Tal zu lenken. Während dieser Schlachten verlor Syrien 92 seiner von der Sowjetunion gebauten MiGs, während Israel nur zwei seiner Jets verlor. Im Falklandinseln-Krieg wurde die britische HMS Sheffield von einer Exocet-Rakete versenkt, die von einem argentinischen Super-Etendard-Angriffsjet abgefeuert wurde. Der US-Marineminister John Lehman behauptete, wenn die Briten eine E-2C in den Falklandinseln hätten, hätten sie eine unangefochtene Luftüberlegenheit gehabt und keine Schiffe an Exocet-Raketen verloren. Durch die Erfahrungen auf verschiedenen Krisenschauplätzen hat sich gezeigt, dass die Funktion der fliegenden Augen, der AWACS, nicht zu unterschätzen ist und ein Schlüsselelement für die Erringung der Luftüberlegenheit. Zum Portfolio des Unternehmens kamen noch die bereits erwähnten Angriffsbomber A-6 Intruder und deren Umbau die EA-6B Prowler sowie ein weitere EloKa-Flugzeug, die Grumman EF-111 Raven, die als Umbau der General Dynamics F-111 Aardvark die Douglas EB-66 Destroyer ersetzte. Eine Entwicklung du ebenfalls bis heute in Verwendung ist, ist die Grumman C-2 Greyhound, ein zweimotoriges Transportflugzeug der US Navy, das für die Versorgung der Flugzeugträger auf See eingesetzt wird. Diese seeseitige Versorgung wird Carrier Onboard Delivery (COD) genannt und stellt in der Trägertaktik eine essentielle Entwicklung dar, da so die Flugzeugträger lange Zeit auf See bleiben können ohne in einem Hafen neue Vorräte bunkern zu müssen. Die C-2A Greyhound wurde von der Grumman Aerospace Corporation unter Verwendung von Rumpfteilen, der Tragflächen sowie der Triebwerke der Grumman E-2C entwickelt; mit der neuen Maschine wurde die Grumman C-1 Trader in der Rolle des COD ersetzt.

In den 1970er Jahren sah sich Grumman allerdings auch einer anderen Bedrohung gegenüber. Zwar konnte das Unternehmen technisch hoch ausgereifte Waffensysteme für die amerikanischen Streitkräfte produzieren, befand sich allerdings noch immer in einer finanziell prekären Lage. Dazu kam eine militärische Reformbewegung unter der Führung von Senator Gary Hart, der später auch außen- und sicherheitspolitischer Berater war. Diese Bewegung argumentierte vor einer breiten Öffentlichkeit, dass die modernen Waffensysteme zu komplex geworden seien und nicht mehr handhabbar waren. Unter dem Eindruck der gerade erst neu verhandelten Verträge für die F-14 Tomcat, hätte ein Erfolg dieser Bewegung unter der Regierung von Präsident Carter für Grumman einen empfindlichen Einschnitt der Rentabilität bedeutet. Fortgesetzte Versuche die F-14 an ausländische Regierungen zu verkaufen, scheiterten ebenso wie die Lobbyarbeit, um mehr Jets an die US-Marine zu verkaufen. Infolgedessen bemühte sich Grumman seine Produktlinie zu diversifizieren. Die Strategie war ehrgeizig, aber gescheitert. Die Dormavac-Frachtkühlschränke des Unternehmens hatten keinen Markt (46 Millionen US-Dollar verloren), und das Umweltmanagement- und Forschungsunternehmen von Ecosystems konnte keinen Gewinn erzielen, was zu Verlusten von 50 Millionen US-Dollar führte. Während der Rezession Ende der 1970er Jahre gerieten auch die Verkäufe des Gulfstream-Geschäftsflugzeugs ins Stocken und Bierwirth entschied sich 1978 für den Verkauf der Geschäftsflugzeugsparte, aus der die Gulfstream Aerospace Corporation wurde. Im Gegenzug wurde ebenfalls 1978 die Flxible-Bus-Sparte von Rohr Industries zugekauft, die Busse für den Nahverkehr produzierte. Viele der Busse entwickelten rissige Fahrwerkskomponenten, was einige Kunden (wie die Stadt New York) dazu veranlasste, alle ihre Flxible-Busse außer Betrieb zu setzen. Grumman reichte eine Klage in Höhe von 500 Millionen US-Dollar gegen Rohr ein, in der behauptet wurde, dass Details zu Designfehlern vor dem Verkauf nicht bekannt gegeben worden seien. Die Klage wurde vor Gericht abgewiesen. Die Verluste von Grumman in diesem Unternehmen beliefen sich auf fast 200 Millionen US-Dollar, bevor der gesamte Geschäftsbereich 1983 für 41 Millionen US-Dollar an General Automotive verkauft wurde. Nach dieser Reihe von Fehlschlägen, sah sich das Unternehmen 1981 dem Versuch einer feindlichen Übernahme durch die Ling-Temco-Vought (LTV) gegenüber, einem Stahl-, Elektronik- und Flugzeugkonglomerat mit Sitz in Texas. Die Mitarbeiter des Unternehmens, unterstützt durch den Gründer Leroy Grumman, gingen in Opposition zu diesem Vorhaben. Ein US-Berufungsgericht lehnte später das Angebot von LTV ab und begründete diese Entscheidung damit, es würde den Wettbewerb in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Verteidigungsindustrie verringern. Dazu kam die Feststellung, dass LTV seinen weitgehend unterfinanzierten Pensionsplan mit dem Abschöpfen des überfinanzierten Pensionsplans von Grumman sanieren wollte um sein Rentenproblem auf Kosten der Grumman-Belegschaft zu lösen. Nach diesem letzten Erfolg sein Lebenswerk zu schützen, verstarb Leroy Grumman 1982.

Die Grumman Corporation war einer weiteren Bedrohung ausgesetzt, als sie in einen Skandal mit illegalen Bestechungsgeldern gegen Regierungsbeamte im Iran und in Japan verwickelt wurde. Nachdem der Lockheed Corporation solche Unzulänglichkeiten vorgeworfen wurden, wurden die Verkaufspraktiken anderer Verteidigungsunternehmen wie Grumman unter die Lupe genommen. Während der Ermittlungen gegen Grumman beging ein japanischer Beamter namens Mitsuhiro Shimada Selbstmord. Nach all diesen Strapazen, konnte Grumman in den Folgejahren wieder aufatmen.

Grumman X-29 Experimentalflugzeug; Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Grumman_X-29

Ein radikal neues Design wurde mit der X-29 entwickelt. In Zusammenarbeit mit Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), Agentur des US-Verteidigungsministeriums, die für die Entwicklung neuer Technologien zur Verwendung durch das Militär verantwortlich ist, sollte mit diesem Entwurf die technologische Führerschaft von Grumman demonstriert werden. Das hervorstechende Merkmal der X-29 waren ihre negativ gepfeilten Flügel, die dem Flugzeug eine bessere Manövrierfähigkeit ermöglichten und einen höheren möglichen Anstellwinkeln durch größeren Auftrieb und einer niedrigen Abrissgeschwindigkeit. Neben zahlreichen Komponenten aus anderen Flugzeugen, wie dem Rumpf der F-5 Tiger und andrer Teile aus den F-16 und F-18 Jägern, verbaute man ein Mantelstromtriebwerk Modell General Electric F404-GE400. An den Lufteinlässen des Triebwerks waren bewegliche Vorflügel montiert, wie man sie auch bei Jägern wie dem Eurofighter Typhoon findet, so genannte Canards, die notwendig waren um die Kontrolle zu gewährleisten. Um der inhärenten Instabilität eines solchen Designs entgegenzuwirken, wurde der X-29 mit einem Honeywell-Computersystem ausgestattet, das die Canards 40 Mal pro Sekunde neu justierte, um einen stabilen Flug aufrechtzuerhalten, was allerdings mit einem nicht unerheblichen Verschleiß verbunden ist, ebenso wie mit der Notwendigkeit eines entsprechenden Steuerprogramms. Als russisches Gegenstück zur X-29 begann bei Suchoi die Entwicklung und Erprobung der Su-47. Unter der Kontrolle der NASA wurde die X-29 zwischen 1984 und 1985 ausgiebig getestet, war aber nie für die Massenproduktion vorgesehen, sondern lediglich als Demonstrationsobjekt. Unter der Leitung von John Bierwirth hat sich Grumman in die Teilbereiche Elektronik, Luftfahrt und Raumfahrt orientiert. Die Arbeiten an Projekten wie einem neuen Postwagen waren jedoch darauf ausgelegt, eine stabile und vielfältige Produktlinie aufrechtzuerhalten. Dazu erklärte Bierwirth: „Wir denken, wir sind eine gute Investition für Menschen, die langfristig interessiert sind und bereit sind, mit dem Unternehmen zu wachsen. Grumman ist keine dreimonatige Investition.“

Allerdings konnten die Erfolge von Grumman bei den F-14 und A-6 Maschinen sowie die großen Forschungsanstrengungen der Firma die zum Teil schweren Pannen und Verluste der 80er Jahre nicht kompensieren. Das Unternehmen war zudem in hohem Maße von den Verträgen mit der US-Regierung abhängig.Als Grummans Schulden stiegen, was durch Forschungsprojekte verschärft wurde, die große Mengen an Ressourcen verschluckten und wenig Gewinn erzielten, schwächte sich das Unternehmen zunehmend ab und geriet bis zum Ende des Jahrzehnts in eine bedrohliche Schieflage. 1988 übernahm mit John O´Brien ein neuer CEO die Geschäfte von Grumman. O’Brien wurde später Vorsitzender, trat jedoch 1990 unter dem Vorwurf illegaler Aktivitäten zurück. Später bekannte er sich des Bankbetrugs schuldig, der sich aus einer Untersuchung von Bestechung und politischer Korruption ergab, und fügte den PR-Skandal und die finanziellen Belastungen hinzu, die Grummans zahlreichen Problemen folgten. O’Briens Nachfolger war Renso L. Caporali, ein Grumman-Angestellter seit 1959, der begann, das umkämpfte Unternehmen in eine positive Richtung zu lenken. Er war Teil des Teams, das für die Entwicklung der F-14 Tomcat maßgeblich verantwortlich war und er begann sofort mit grundlegenden Veränderungen. Die Schulden des Unternehmens, die 1989 auf 884 Millionen US-Dollar gestiegen waren, wurden in den ersten drei Jahren seiner Amtszeit um 60 Prozent gesenkt, die Lohn- und Gehaltsabrechnung von 33.700 im Jahr 1987 auf 21.000 im Jahr 1993 gesenkt und die Mitarbeiter in der Zentrale von Grumman wurden um über die Hälfte abgebaut. Eine der wahrscheinlich wichtigsten Veränderungen, war die Entscheidung von Caporali, dass sich Grumman nicht nur auf das Geschäft mit Militärflugzeugen verlassen sollte. Er nutzte das Know-How des Unternehmens in der Daten-Technologie dafür, um Steuerverarbeitungssysteme für den Internal Revenue Service, die Bundessteuerbehörde der Vereinigten Staaten zu entwickeln. Außerdem konnte der neue CEO das Wissen von Grumman über die Integration von Elektronik und Datensystemen bestmöglich aus und überwachte eine der wenigen Erfolgsgeschichten des Unternehmen in den letzten 10 Jahren, als die Arbeit am JSTARS-Programm begann, das Joint Surveillance Target Attack Radar System. Die US Air Force und US Army entwickelten in den 1970er Jahren jeweils ihr eigenes luftgestütztes Aufklärungssystem für Feindbewegungen: Das Pave Mover-Programm der Air Force umfasste Radarüberwachung und Erkennung beweglicher Ziele einschließlich Waffenleitsystem und hatte die Testphase erfolgreich abgeschlossen, während die hubschraubergestützte Feinderkennung SOTAS der Army bei Versuchen Probleme bereitete. 1982 entschloss sich das US-Verteidigungsministerium, die Entwicklung als Gemeinschaftsprogramm unter dem Namen JSTARS (Joint Surveillance Target Attack Radar System; zu deutsch etwa: Gemeinsames Überwachungs-, Ziel- und Angriffs-Radarsystem), später Joint STARS, fortzuführen und hielt Ausschau nach einem passenden Träger für das System. Das Programm war nicht Gewinnbringend für Grumman, sorgte aber für einen dringend benötigten PR-Schub. Als 1991 die US-Streitkräfte unter General Norman Schwartzkopf im Zweiten Golfkrieg einen Sieg über die irakischen Truppenverbände errangen, die in Kuwait einmarschiert waren, zeigte sich der gravierende Vorteil von Grummand Technologie für die dringend notwendige Lufthoheit. Das JSTARS-Progamm gipfelte später in der Northrop Grumman E-8 Joint STARS, einm Flugzeug der US Air Force (USAF), das zur Gefechtsfeldüberwachung eingesetzt wird. Es dient als fliegendes Kommando- und Kontrollzentrum für alle Einheiten und ist das für Bodenziele verwendete Gegenstück der E-3 Sentry AWACS. Der Zustand der Firma verbesserte sich, aber einen kritischen Punkt konnte Caporali nicht glätten. Das Unternehmen war immer noch überwiegend von Aufträgen der US-Bundesregierung abhängig. 1992 erzielte Grumman rund 90 Prozent seiner Einnahmen in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar von der Regierung, ein alarmierender Prozentsatz für einen Marktsektor mit geringem Wachstum. Zusätzlich zu allen Lasten für das Unternehmen, kam 1991 mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Kriegs eine neue und schwierige Lage für die Branchen Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung. Unter Präsident Ronald Reagan kam es noch einmal zu einer hohen Kraftanstrengung der USA, um der sich im Taumel befindlichen und durch ihre Intervention in Afghanistan geschwächten Sowjetunion und dem von ihr gestützten Warschauer Pakt einen Rüstungswettlauf aufzuzwingen, den diese nicht bestehen konnten. Bereits mit dem unerwarteten Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und letztendlich dem Ende der DDR und der deutschen Wiedervereinigung, war klar, dass ein tiefgreifender Umbruch bevorstand. Mit dem Sieg der Westmächte im Kalten Krieg und der Auflösung des Warschauer Pakts, entfiel die Notwendigkeit der enormen Rüstungsausgaben. In dieser festgefahrenen Lage, begann schließlich der Bieterkrieg von Martin Marietta und der Northrop Corp., an dessen Höhepunkt im April 1994 Northrop schließlich der Sieger war und die Grumman Crop. für rund 2,17 Milliarden US-Dollar erwarb. Damit war die Northrop Grumman Corp. aus der Taufe gehoben.

9.11.1989 167/365 | Fall der Berliner Mauer - Ich war dabei!… | Flickr
Mit dem Ende des Afghanistan Kriegs und dem Fall der Berliner Mauer, zeichnet sich das Ende des Kalten Krieges ab

Northrop Grumman Corp.: Mit der Übernahme von Grumman gewann Northrop das Know-how im Bereich der elektronischen Überwachung sowie die etablierten Beziehungen zur US-Marine, was die lange Geschichte von Northrop bei der Führung von Geschäften mit der US-Luftwaffe ergänzte. Die neu benannte Northrop Grumman Corporation wurde der Leitung von Kent Kresa, dem CEO und Chairman der ehemaligen Northrop Crop. unterstellt. Kurz nach Abschluss der Fusion von Northrop und Grumman, erwarb das neue Unternehmen die 51 Prozent der Vought Aircraft Company, die es noch nicht besaß, für 130 Millionen US-Dollar. Vought war ein Hersteller von kommerziellen Flugzeugteilen und hatte wie die ursprünglichen Unternehmen von Northrop Grumman seine Wurzeln im Jahr 1917. Bekannt wurde Vought vor allem für das im zweiten Weltkrieg eingesetzte Träger-Jagd-Flugzeug F4U Corsair, das im Pazifikkrieg eingesetzt wurde. Das Unternehmen wurde allerdings im Jahr 2000 verkauft und landete 2010 bei der Triumph-Gruppe und trägt dort heute den Namen Triumph Aerostructures-Vought Aircraft Division. Der Übernahme von Vougth folgten allerdings noch weitere: Um die Abhängigkeit von seinem größten Programm, dem B-2-Stealth-Bomber zu verringern, suchte das Unternehmen nach Wegen, um seine Position in den Bereichen Verteidigungselektronik und Systemintegration auszubauen. Anfang 1996 gab Northrop Grumman 2,9 Milliarden US-Dollar für das Geschäft mit Verteidigungs- und elektronischen Systemen der Westinghouse Electric Corporation aus. Dieser Akquisition folgte der Kauf von Logicon, Inc. im August 1997 für rund 750 Millionen US-Dollar. Logicon war ein führender Anbieter von Verteidigungsinformationstechnologie und Schlachtfeldmanagementsystemen. Die Übernahmen des Verteidigungsgeschäfts von Texas Instruments und Hughes Electronics Corp. scheiterten 1997 allerdings am Gegengebot der Raytheon Company. Allgemein kam es in den Jahren nach dem Ende des Kalten Krieges zu einer großen Konsolidierungswelle unter den Rüstungsunternehmen. Neben der Raytheon Co., sammelten sich unter Boeing und Lockheed Martin die größten Verteidigungsunternehmen und Northrop Grumman blieb hinter diesen auf Platz 4 zurück. Boeing erzielte einen Umsatz von fast 50 Milliarden US-Dollar, Lockheed erzielte einen Umsatz von 28 Milliarden US-Dollar und Raytheons Umsatz überschritt die Marke von 20 Milliarden US-Dollar. Northrop Grumman befand sich eindeutig in einer gefährdeten Position, und es wurde allgemein erwartet, dass das Unternehmen bald selbst ein Übernahmekandidat werden würde. Im Juli 1997 unterbreitete Lockheed Martin schließlich ein Übernahmeangebot von rund 11,6 Milliarden US-Dollar für das Unternehmen. Die geplante Fusion wurde allerdings gestoppt, als im März 1998 das US-Justizministerium eine Klage einreichte, in der kartellrechtliche Bedenken angemeldet wurden. Das Hauptproblem lag hier in der vertikalen Integration. Northrop Grumman war ein wichtiger Subunternehmer für Lockheed. Die Regierung wollte auch sicherstellen, dass es eine ausreichende Anzahl von Herstellern von Militärflugzeugen gibt, und wollte verhindern, dass Lockheed bestimmte Marktsegmente wie Radargeräte und Störgeräte für Flugzeuge und U-Boote dominiert. Die Klage sollte im September 1998 vor Gericht gestellt werden, doch angesichts der Forderung des Justizministeriums nach einer Veräußerung von 4 Milliarden US-Dollar beschloss Lockheed, die Fusion im Juli 1998 zu beenden. Nach dieser jüngsten Wende und um als unabhängiges Unternehmen zu überleben, startete Northrop Grumman später im Jahr 1998 ein zweijähriges Umstrukturierungsprogramm, mit dem 10.500 Arbeitsplätze im Verteidigungs- und Flugzeugbetrieb abgebaut und die Logicon-Tochter 2.500 Mitarbeiter eingestellt werden sollten. Mit Kresa an der Spitze verfolgte Northrop Grumman Ende der neunziger Jahre eine neue Strategie, das Unternehmen zunehmend auf die neuesten Bereiche der Verteidigungsindustrie zu konzentrieren, einschließlich der Integration von Elektronik und anderen Systemen. Dabei spielten Akquisitionen eine zentrale Rolle, um den Schwerpunkt des Geschäfts zu verlagern. 1999 erwarb das Unternehmen die Abteilung für Informationssysteme von California Microwave, Inc., die an der Unterstützung von Kommunikations- und Nachrichtensystemen des US-Verteidigungsministeriums beteiligt war. Im selben Jahr erfolgte die Übernahme der Ryan Aeronautical aus San Diego, Kalifornien, eine Einheit von Allegheny Teledyne Incorporated, die sich auf unbemannte Flugzeuge wie Drohnen spezialisiert hat, wie beispielsweise die RQ-4 Global Hawk, eine hochauflösende Aufklärungsdrohne mit langer Lebensdauer, die Echtzeit-Überwachungsbilder liefern kann. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts, war Northrop Grumman eines der führenden Unternehmen im Bereich der Flugdrohnen. Zu den Übernahmen im Jahr 2000 gehörten unter anderem die Comptek Research, Inc. und die Federal Data Corporation sowie Navia Aviation AS und die Sterling Software, Inc. aus  Dallas, Texas. Der neu entdeckte Fokus von Northrop Grumman führte auch zur Veräußerung von Vought Aircraft, das im Juli 2000 für 1,2 Milliarden US-Dollar an die Carlyle Group verkauft wurde, eine der größten Beteiligungsgesellschaften weltweit aus Washington D.C. Damit hatte das Unternehmen nun 3 Hauptsegmente: Systemintegration, Verteidigungselektronik und Informationstechnologie.

File:Future USS Zumwalt's first underway at sea.jpg - Wikimedia ...
Zerstörer der Zumwalt Klasse, USS Zumwalt

Northrop Grumman setzte ein bemerkenswertes Comeback fort und erzielte im Dezember 2000 eine Vereinbarung zur Übernahme von Litton Industries, Inc., die für das im Juli 2000 endende Geschäftsjahr einen Umsatz von 5,59 Milliarden US-Dollar erzielte. Das Rüstungsunternehmen aus Beverly Hills in Kalifornien, war in den 1960er Jahren ein breit aufgestellter Mischkonzern und 1961 wurde der Werftbetrieb Ingalls Shipbuilding in das Unternehmen eingebunden. Durch den Zukauf vieler Unternehmen unterschiedlichster Branchen wurde Litton Industries in den 1960er Jahren zum größten Hersteller von elektronischen Steuerungssystemen für Flugzeuge, zum zweitgrößten Produzenten von Registrierkassen und zu einem führenden Hersteller von Rechenmaschinen und manuellen Schreibmaschinen in den Vereinigten Staaten. Mit einer Verschlankung und erneuten Fokussierung auf das Rüstungsgeschäft, reagierte das Unternehmen in den 1980er Jahren auf sinkende Gewinne. Der im April 2001 abgeschlossene Deal umfasste rund 3,8 Milliarden US-Dollar in Northrop Grumman-Aktie, wobei Northrop sich ebenfalls bereit erklärt, Schulden in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Während des Übernahmeprozesses wurde eine neue Holdinggesellschaft in Delaware gegründet, die NNG, Inc. die im April 2001 über einen 1 zu 1 Aktientausch von Stammaktien mit Northrop Grumman fusioniert wurde. Die ursprüngliche Northrop Grumman Corporation änderte daraufhin ihren Namen in „Northrop Grumman Systems Corporation“. Die Holding NNG, Inc. änderte ihren Namen in „Northrop Grumman Corporation„. Später in diesem Jahr wurde Newport News Shipbuilding hinzugefügt. Northrop erzielte durch die Akquisition bedeutende Synergieeffekte, einschließlich der Navigations-, Leit- und Steuerungssysteme von Litton sowie der Schiffselektronik, elektronische Kriegssysteme und eine Informationssystemeinheit, die sich auf die Integration von Netzwerksystemen konzentrierte. Den drei Segmenten von Nrothrop wurden somit zwei weitere hinzugefügt: Ein Segment für Elektronische Komponenten wie Konnektoren und Leiterplatten für militärische und Telekommunikationsanwendungen und Schifssysteme, die sich mit der Herstellung von Lenkwaffen-Zerstörern, amphibischen Sturmfahrzeugen und anderen Marineeinheiten befasste. Das Maritime Produktportfolio wurde hauptsächlich druch die Ingalls Shipbuilding geleistet. Die Ingalls Werft in PascagoulaMississippi war am Bau von mehreren Kriegsschiffklassen beteiligt. Dies waren die Tarawa-Klasse, die Kidd-Klasse, die Spruance-Klasse, die Ticonderoga-Klasse. Noch gebaut wird an der Wasp-Klasse und der Arleigh-Burke-Klasse. Die Zumwalt-Klasse wird von Ingalls und Bath Iron Works geplant. Seit 1975 lieferte der Konzern 82 Kriegsschiffe für die Navy aus und baut und überholt außerdem für ausländische Marinen, unter anderem wurde die Sa’ar-5-Klasse für Israel hier gefertigt.

Die Akquisition wurde in den späteren Monaten des Jahres 2001 fortgesetzt. Das Unternehmen erwarb eine Elektronik- und Informationseinheit von GenCorp Inc. aus El Segundo, Kalifornien, für rund 315 Millionen US-Dollar. Die Einheit spezialisierte sich auf weltraumgestützte Sensoren, die frühzeitig vor Raketenangriffen warnten, sowie auf Bodensysteme zur Verarbeitung von Daten von weltraumgestützten Plattformen. Diese Operationen wurden Teil der Division Space Systems von Northrop Grumman. Ein weiterer Erfolg konnte gegen General Dynamics errungen werden, als es um die Kontrolle der Newport News Shipbuilding Inc. ging. Die Werft befindet sich in Newport News, Virginia, in der Nähe des Marinestützpunkts von Norfolk (Norfolk Naval Base) und konzentriert sich heute auf den Bau von Flugzeugträgern und U-Booten. Nach Abschluss der Akquisition im November 2001 wurde Northrop Grumman zum weltweit größten Hersteller von Marineschiffen und zum drittgrößten Verteidigungsunternehmen in den USA nach Boeing und Lockheed Martin. Newport News wurde als sechster operativer Sektor in das Firmengeflecht von Northrop eingewoben und stellte mit der verfügbaren Kapazität für den Bau großer Flugzeugträger einen der wertvollsten Aktivposten dar, berücksichtigt man die außenpolitische und sicherheitspolitische Bedeutung der Trägergruppen für die USA. Diesem Bereich wurde ebenfalls 2001 noch die Avondale Shipyard hinzugefügt. Die enorme Expansion des Unternehmen sorgte allerdings für einen hohen Schuldenstand. Im November 2001 gab die Firma deswegen Aktien und andere Sicherheiten im Wert von 1,45 Milliarden US-Dollar aus, die zum Großteil für die Schuldentilgung verwendet wurden. Aber Kresas Reihe von Akquisitionen hatte Northrop Grumman als unwahrscheinlichen Überlebenden der Konsolidierung der Verteidigungsindustrie nach dem Kalten Krieg positioniert.

Die Terroranschläge des 11. September 2001 in den USA, lösten eine globale Eskalationsspirale aus. Die US-Regierung unter George W. Bush reagierte unter anderem mit dem Krieg in Afghanistan seit 2001, der nach ihren Angaben al-Qaida zerschlagen, deren Anführer Osama bin Laden fassen oder töten und das mit ihm verbündete Regime der Taliban entmachten sollte. Auch den Irakkrieg 2003 begründete die US-Regierung unter anderem mit den Anschlägen. Northrop war für diese Ereignisse in einer guten Positionierung. Durch die Fokussierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens auf hochmoderne Bereiche wie Elektronik, Informationstechnologie, Befehls- und Steuerungssysteme, hatte Kresa den zunehmenden Bedarf an Informationen und Präzisionsoperationen in der Zeit nach dem Kalten Krieg antizipiert. Gleichzeitig behielt oder erwarb Northrop Grumman bedeutende Positionen in grundlegenderen Bereichen des Militärs wie Flugzeugen und Marineschiffen und hatte somit das Potenzial, von einem allgemeinen militärischen Aufbau zu profitieren. 2002 wurde noch Thompson Ramo Wooldridge, Inc. übernommen, die Northrops Informations-, Missions- und Raumfahrtsektor weiter verstärkten. Das Unternehmen wurde der Kern von Northrops Raufahrttechnologie-Sparte mit Sitz in Redondo Beach, Kalifornien. Außerdem wurde hier auch die Sparte für Missionssysteme mit Sitz in Reston, Virginia eingesetzt, das sich schwerpunktmäßig auf Raumfahrtsysteme und Lasersysteme konzentriert. Die Teilbereiche Luftfahrt und Automobil aus der TRW, Inc. wurden an die Firma Goodrich Corp. veräußert. Insgesamt führt das Unternehmen von 1994 bis 2003 15 Übernahmen durch. Kent Kresa verließ das Unternehmen 2003 und seine Nachfolge trat der Geschäftsmann Ronald D. Sugar an, der im selben Jahr CEO und Chairman wurde. Zu diesem Zeitpunkt, eröffneten die USA den dritten Golfkrieg gegen den Irak. Am 20. März wurden ausgewählte Ziele in der irakischen Hauptstadt Bagdad bombardiert. Das United States Central Command unter General Tommy Franks setzte die geplante Bodenoffensive im Rahmen der Operation Iraqui Freedom noch am selben Tag in Gang und US-Truppen marschierten von Kuwait und Jordanien aus in den Irak ein. Bereits am 22. Mai 2003 war Bagdad eingenommen und es begann die bis 2011 andauernde Besatzung des Irak, die allerdings nie ein stabiles Land hervorbrachte. Die Expansion des Islamischen Staats in der Irakkrise 2014 wird zum Teil als Folge des Irakkriegs beurteilt. Während der ganzen Zeit, wurde Gerät von Northrop Grumman eingesetzt.

Datei:Artist Rendering B21 Bomber Air Force Official.jpg – Wikipedia
Artwork der B-21 Raider für das LRS-b Programm

Eine Partnerschaft mit EADS, der Vorläuferorganisation der heutigen Airbus SE, zur Entwicklung des KC-30 Tankerflugzeugs, führte zwar zu einem Produkt das von der US Air Force 2008 im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt wurde, allerdings stoppte das Verteidigungsministerium 2010 das Programm und Northrop zog sich aus dem Bewerbungsprozess zurück. 2006 startete Northrop Grumman sein neues Segment für Technische Dienstleistungen als weiteres Standbein für die Geschäftstätigkeit der Firma. Eine Bewerbung in Partnerschaft mit Boeing für die Entwicklung und den Bau der neuen Orion-Raumschiffe der NASA, ging allerdings im selben Jahr an den Konkurrenten Lockheed Martin verloren. Dafür startete Northrop 2006 seine Bewerbung um den Auftrag der US Air Force für die Entwicklung eines neuen Langstreckenbombers. Northrop hatte seit der Entwicklung und Produktion der B-2 Spirit kein großes bemanntes Flugzeug mehr entwickelt. 2015 gewann das Unternehmen den Auftrag und begann mit der Entwicklung der B-21 Raider, die ab Mitte der 2020er Jahre im Rahmen des LRS-B (Long Range Strike Bomber) Programms die Maschinen vom Typ  Rockwell B-1 Lancer und Northrop B-2 Spirit ablösen soll. 2007 folgte die Übernahme von Scaled Composites LLC, einem Entwickler von Flugzeugprototypen aus Mojave, Kalifornien, das von dem bekannten Luft- und Raumfahrtingenieur Elbert Leander „Burt“ Rutan gegründet worden war. Außerdem wurden im selben Jahr die „National Workforce Centers“ von Northrop gegründet, die als Alternative zum Offshore-Modell dienen sollten. Eine Pressemitteilung sagt dazu: „Das National Work Force Center ist Teil einer neuen Initiative des Unternehmens, qualitativ hochwertige und kostengünstige Technologiezentren in den USA als Alternative zum Off-Shoring bereitzustellen. Als amerikanisches Unternehmen, das nationale Sicherheitsarbeiten durchführt, hat Northrop Grumman es zur Priorität gemacht, eine Alternative zum Off-Shoring-Geschäftsmodell zu entwickeln. Diese einzigartige Lösung – National Work Force Centers – ist die erste ihrer Art in der Branche.“ Standorte sind Auburn, Alabama; Corsicana, Texas; Fairmont, West Virginia; Helena, Montana; Johnstown, Pennsylvania; und Libanon, Virginia. Im Juli 2008 wurden drei von vier Mitarbeitern von Northrop Grumman (Thomas Howes, Marc Gonsalves und Keith Stansell) während der Operation Jaque nach fünf Jahren Gefangenschaft nach ihrem Flugzeugabsturz im kolumbianischen Dschungel freigelassen. Der vierte Angestellte, Tom Janis, war kurz nach dem Absturz 2003 von der FARC getötet worden. Ein weiteres Projekt des Unternehmens konnte mit dem Zuschlag für den Bau des James Webb Space Telescope im Januar 2008 gewonnen werden. Ab 2018 war Northrop der Hauptlieferant diese Projekts. Außerdem kam es wiederum zu einer tiefgreifenden Veränderung im Unternehmensgefüge. Northrop Grumman fusionierte zunächst die Ingalls Shipbuilding mit der Avondale Ahipyard zu Northrop Grumman Ship Systems und in einem weiteren Schritt mit der Newport News Shipbuilding zur Northrop Grumman Shipbuilding. Dieser Teilbereich wurde schließlich am 31. März 2011 aus dem Mutterkonzern ausgegründet und firmiert heute als Hungington Ingalls Industries (HII), eine der größten amerikanischen Werftgruppen und unter der ISIN US4464131063 an der NYSE gelistet. Bereits im Januar 2010 übernahm der Systemingenieur und langjährige Mitarbeiter Wesley G. Bush den Posten des CEO. Der geborene West Virginier Bush hat am Massachusetts Institute of Technology seinen Bachelor und einen Master in Elektrotechnik erworben und arbeitete unter andrem als Systemingenieur bei TRW, Inc. in Redondo Beach. Im November des Jahres 2010 konnte die Firma bei der Auswahl der NASA für Auftragsvergabe von Schwerlast-Trägerraketen punkten und bekam den Zuschlag für die Entwicklung und Erforschung von Antriebstechnologien. An der Studie sollten insgesamt 13 Unternehmen teilnehmen, darunter auch Boeing und SpaceX. Außerdem nahm das Unternehmen ab 2013 am Tactically Exploited Reconnaissance Node Programm, kurz TERN, der DARPA teil. Das Programm hat das Ziel, die Kampfkraft von kleineren Schiffen wie Zerstörern und Fregatten zu steigern, in dem diese zu Trägerplattformen für unbemannte Flugsysteme umgerüstet werden, die für etwa 600 Pfund an Kampfmitteln ausgelegt sein sollen. Northrop Grumman erhielt im Dezember 2015 den Auftrag zur Entwicklung des Projekts mit einem Heckbetriebenen und als Nurflügler ausgelegtem UAS mit einem doppelt nasenmontierten, gegenläufigen Propellerantrieb. Ein weiterer Erfolg noch 2013 war der Auftrag für den Bau von Trainigssimulatoren. Eine letzte große Übernahme erfolgte im September 2017 mit der Ankündigung, dass Northrop Grumman den Raketenhersteller Qrbital ATK, Inc. für 9,2 Milliarden US-Dollar übernehmen will, wobei der Großteil dieser Summe, stolze 7,8 Milliarden US-Dollar, über Barmittel bezahlt werden sollte, der Rest über neue Schulden. Orbital ATK selbst war 2015 durch eine Fusion der Orbital Sciences Corp. mit der ATK Aerospace and Defense, der Rüstungssparte der Alliant Techsystems die zu Honeywell International gehörte, hervorgegangen. Das Unternehmen stellte hauptsächlich verschiedene Flugsysteme her, worunter die Trägerraketen der Typen Antares, Minotaur, Pegasus und Omega fallen sowie verschiedene Raketentriebwerke wie beispielsweise die Triebwerke der U-Boot gestützten Interkontinentalrakete Trident II D-5 und Minuteman III-Interkontinentalraketen und verschiedene Luftfahrtkomponenten, etwa für den Airbus A350 XWB, für das GEnx-Triebwerk von General Electric, für das Rolls-Royce Trent XWB Triebwerk, für die Boeing 767 und die Boeing C-17 Globemaster III, aber auch für die Lockheed Martin F-22 Raptor, die Lockheed Martin F-35 Joint Strike Fighter, den Lockheed F-117 und den Northrop Grumman B-2 Spirit. Orbital ATK wurde mit seinem Hauptsitz in DullesVirginia als Northrop Grumman Innovation Systems in die Unternehmensstruktur eingebunden. Mit der Reorganisation des Unternehmens, beginnend 2020, wurde dieser Sektor wieder aufgespalten und mit anderen Teilbereichen von Northrop zum neuen Segment Space Systems zusammengeschlossen. Diese Neuausrichtung fand unter der Aufsicht von Kathy J. Warden statt, die im Januar 2019 zum neuen CEO des Unternehmens bestellt wurde.

Logo
Datei:James Webb Space Telescope Mirrors Will Piece Together ...
James Webb Space Telecsope; Quelle: https://www.flickr.com/photos/gsfc/30108124923/

Damit ist Northrop Grumman heute eines der größten Rüstungs- und Raumfahrt-Unternehmen der Welt und verfügt über einen enormen Erfahrungsschatz im Bereich der militäreischen Luftfahrt. Außerdem verfügt das Unternehmen über sehr gute Beziehungen zur US Air Force und US Navy, die die Firma schwerpunktmäßig mit Flugzeugen beliefert. Im Bereich der Drohnen und unbemannten Flugzeuge ist das Unternehmen einer der führenden Wettbewerber.

Tochterunternehmen

Allied Holdings, Inc.; California Microwave, Inc.; Comptek Research, Inc.; Federal Data Corporation; Grumman International, Inc.; Grumman Ohio Corporation; IRAN – Northrop Grumman Programs Service Company; Logicon Commercial Information Services Inc.; Logicon, Inc.; Logicon International, Inc.; Mocit, Inc.; NGC Denmark ApS (Denmark); Northrop Grumman Aviation, Inc.; Northrop Grumman – Canada, Ltd.; Northrop Grumman Electronic Systems International Company; Northrop Grumman Electronic Systems International Company (U.K.); Northrop Grumman Electronics Systems Integration International, Inc.; Northrop Grumman Field Support Services, Inc.; Northrop Grumman Foreign Sales Corporation (Barbados); Northrop Grumman International, Inc.; Northrop Grumman International Services Company, Inc.; Northrop Grumman ISA International, Inc.; Northrop Grumman Overseas Holdings, Inc.; Northrop Grumman Overseas Service Corporation; Northrop Grumman Space Operations, L.P.; Northrop Grumman Tactical Systems, LLC; Northrop Grumman Technical Services Corporation; Northrop International Aircraft, Inc.; Park Air Electronics, Inc.; Perceptics Corporation; Remotec, Inc. (96%); Sterling Software Inc.; Sterling Software Weather, Inc.; Xetron Corporation.

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Management:

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Kathy J. Warden, Presidnet, CEO und Chairman von Northrop Grumman; Quelle: https://www.northropgrumman.com/who-we-are/leadership/kathy-warden/

Aktuell bekleidet den Posten des Chief Executive Officer die amerikanische Geschäftsfrau Kathy J. Warden, die diese Position zusammen mit der Stelle des President im Januar 2019 übernommen hat, Alter 48 Jahre. Im August 2019 folgte noch die Übernahme der Position des Chairman von Northrop Grumman. Ihre akademische Ausbildung umfasst einen Bachelor der James Madison University, den sie 1992 erwarb, sowie ein Master of Business Administration der George Washington University, erworben 1999. Die amtierende CEO ist Expertin für Cybersicherheit und Informationstechnologie und begann ihre Karriere bei General Electric und hatte in deren Verlauf auch leitende Positionen bei der Veridan Corp. inne und nach der Übernahme dieser durch General Dynamics auch dort. Außerdem war sie Principalin in einem Venture-Internet-Unternehmen. Ihre Tätigkeit bei Northrop Grumman begann sie 2008 als Vice President und General Manager der Abteilung für Cybersicherheit und stieg bald zur Präsidentin von Northrop Grumman Information Systems auf. Im Januar 2016 übernahm sie als Präsidentin den Sektor für Missionssysteme, als dieser aus der Zusammenlegung der Segmente Informationssysteme und Elektroniksysteme entstand. Seit Septmeber 2017 fungierte sie schließlich als Präsidenting und Chief Operating Officer des Gesamtunternehmens, bis sie 2019 zum CEO berufen wurde.

Die Bezüge der CEO weisen keine Bezüge an Aktienoptionen aus, ein Punkt den ich als positiv betrachte. Weiterhin fällt positiv auf, dass der Großteil der Gesamtbezüge von rund 20,3 Millionen US-Dollar aus Aktien mit eingeschränktem Verfügungsrecht besteht, in Höhe von etwa 13,0 Millionen US-Dollar. Da die neue Geschäftsleitung noch nicht sehr lange im Amt ist, kann auch noch kein Urteil über die Entwicklung ihrer Bezüge gefällt werden, das wird erst nach drei bis vier Jahren der Tätigkeit möglich sein.

Für Aktienoptionen führe ich hier wie immer folgende Betrachtung an: Optionen werden aufgrund des direkten Bezuges zur Aktienkursentwicklung als durchaus problematisch betrachtet, da ihnen eine kurzfristige Leistungsbeurteilung von Führungskräften unterstellt werden kann. Kritiker bezeichnen die mittels Aktienoptionsplänen geschaffenen Anreizstrukturen als nicht genügend nachhaltig, da sie vorwiegend auf kurzfristige Kurssteigerungen abzielen würden (Gabler Wirtschaftslexikon, online). Nachteile können beispielsweise aus Fehlentscheidungen resultieren, die auf die kurzfristige Erhöhung des Börsenkurses abzielen. Damit verbunden sind riskantere Entscheidungen, die nicht zwingend höhere Erträge für das Unternehmen einbringen. Über Vergütungssysteme finden Sie hier auf Controling-Wiki weitere Informationen.

1.2 News – Northrop Grumman Corporation

30. Juni 2020 – Die Northrop Grumman Corporation (NYSE: NOC) hat von der US Air Force eine Vertragsverlängerung in Höhe von 64 Mio. USD erhalten, um weiterhin als Hauptauftragnehmer für Operations and Integration (O & I) für Mobility Air Force (MAF) zu fungieren. Distributed Mission Operations (DMO).

Im Rahmen des Vertrags wird Northrop Grumman weiterhin eine Cyber-sichere, verteilte Trainingslösung auf Abruf für Trainingsmissionen bereitstellen, einschließlich virtueller Luftbetankung, Formationsflug, Lufttropfen und taktischem Training für AMC-Besatzungen (Air Mobility Command).

19. Mai 2020 – Der Verwaltungsrat der Northrop Grumman Corporation hat eine vierteljährliche Dividende von 1,45 USD je Aktie für Stammaktien von Northrop Grumman beschlossen, die am 17. Juni 2020 an die zum Geschäftsschluss am 1. Juni 2020 eingetragenen Aktionäre zu zahlen ist.

18. Mai 2020 – Northrop Grumman gewinnt einen Vertrag der Air Force im Wert von 2,375 Mrd. US-Dollar für persistente Infrarot-Polar-Raumfahrzeuge 1 und 2 der nächsten Generation. Die Arbeiten werden in Redondo Beach, Kalifornien, durchgeführt und sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein.

05. Mai 2020 – Die Northrop Grumman Corporation (NOC) und Raytheon Missiles Defense, ein Unternehmen von Raytheon Technologies (RTX), arbeiten zusammen, um einen Vertrag der US-amerikanischen Missile Defense Agency (MDA) für den Next Generation Interceptor (NGI) abzuschließen. Diese strategische Partnerschaft bietet dem MDA eine Abfanglösung, die den Warfighter und die Bemühungen des MDA unterstützt, schnell ein System einzusetzen, das die bestehende Architektur der ballistischen Raketenabwehr ergänzt und stärkt. Northrop Grumman und Raytheon Missiles Defense stellen derzeit den Interceptor Booster, das Kill Vehicle, die Bodensysteme, die Feuerkontrolle und die Einsatzkoordination für das bodengestützte Midcourse Defense-System des Landes bereit. Zusammen haben die beiden Unternehmen über 40 erfolgreiche exoatmosphärische Intercepts durchgeführt. Bereits am 04. Mai wurde angekündigt, dass Northrop Grumman Corp. und Raytheon Missiles & Defense zusammenarbeiten werden, um den nächsten Raketenabfangjäger des Verteidigungsministeriums zu entwickeln. Die gemeinsame Anstrengung verfolgt einen Vertrag der US Missile Defense Agency als Ersatz für das im August 2019 abrupt abgebrochene Redesigned Kill Vehicle-Programm. Zwei Bieter werden ausgewählt, um sich für das Next Generation Interceptor-Programm zu bewerben, ein 664,1-Millionen-Dollar-Projekt des MDA . Das Pentagon hat im April offiziell eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht und wird Angebote bis zum 31. Juli annehmen.

30. April 2020 – Die Northrop Grumman Corporation gab die Ergebnisse des ersten Quartals zum 31. März 2020 bekannt. Für das erste Quartal gab das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 8.620 Mio. USD gegenüber 8.189 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 934 Millionen gegenüber USD 936 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 868 Millionen gegenüber USD 863 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 5,18 gegenüber USD 5,08 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 5,15 gegenüber USD 5,06 im Vorjahr.

Die Northrop Grumman Corporation hat die Gewinnprognose für 2020 überarbeitet. Das Unternehmen aktualisiert seine Finanzprognose für 2020 im Hinblick auf die Auswirkungen der globalen COVID-19-Pandemie (wie im Formular 10-Q des Unternehmens erörtert) und deren Auswirkungen Derzeit werden nach heutigem Kenntnisstand die Auswirkungen auf das Unternehmen für den Rest des Jahres erwartet. In den aktualisierten Finanzprognosen des Unternehmens wird allgemein davon ausgegangen, dass die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen der Pandemie auf das Geschäft, die Finanzlage, die Ertragslage oder den Cashflow des Unternehmens im zweiten Quartal 2020 eintreten werden. Für den Zeitraum erwartet das Unternehmen nun einen Umsatz im Bereich von 35.000 bis 35.400 Millionen US-Dollar im Vergleich zu früheren Prognosen von 35.300 bis 35.800 US-Dollar.

28. Februar 2020 – Die Northrop Grumman Corporation führte erfolgreich einen vollständigen statischen Brandtest der zweiten Stufe ihrer OmegA-Rakete in Promontory, Utah, durch. Das OmegA-Startsystem wurde entwickelt, um das National Security Space Launch-Programm der US Space Force zu unterstützen. Es bleibt auf dem Weg zu seinem ersten Zertifizierungsflug im Frühjahr 2021. Während des heutigen Tests feuerte der Motor der zweiten Stufe für eine Dauer von ungefähr 140 Sekunden und verbrannte fast 340.000 Pfund festes Treibmittel, um mehr als 785.000 Pfund Schub zu erzeugen. Der Test bestätigte die Ballistik und Wärmeleistung des Motors sowie die Lenksteuerung und -leistung in einer kalt konditionierten Umgebung. Das Testteam sammelte mehr als 500 Datenkanäle, um die Überprüfung des Motors zu erleichtern. In Vorbereitung auf den Erstflug von OmegA besetzt Northrop Grumman jetzt High Bay 2 als ersten gewerblichen Mieter im historischen Fahrzeugmontagegebäude der NASA im Kennedy Space Center. Die Bauarbeiter modifizieren derzeit die Mobile Launch Platform-3, um als Montage- und Startplattform von OmegA auf Pad 39B zu dienen.

15. Februar 2020 – Ein Northrop Grumman Cygnus-Nachschub-Raumschiff ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation mit etwa 7500 Pfund wissenschaftlicher Untersuchungen und Fracht, nachdem es um 15.21 Uhr gestartet wurde. EST Samstag von der Wallops Flight Facility der NASA in Virginia. Das Raumschiff startete mit einer Antares 230+ -Rakete vom Pad 0A des Virginia Mid-Atlantic Regional Spaceport in Wallops und soll am Dienstag, den 18. Februar, gegen 4:05 Uhr in der Raumstation eintreffen. Berichterstattung über Anflug und Ankunft des Raumfahrzeugs Beginnen Sie um 2:30 Uhr im NASA-Fernsehen und auf der Website der Agentur. Der Astronaut der Expedition 62, Andrew Morgan von der NASA, wird den Roboterarm der Raumstation verwenden, um Cygnus zu erfassen, und Jessica Meir von der NASA wird die Telemetrie während des Rendezvous, der Erfassung und der Installation am erdseitigen Hafen des Unity-Moduls überwachen. Das Raumschiff soll bis Mai auf der Raumstation bleiben. Diese Lieferung, Northrop Grummans 13. Frachtflug zur Raumstation, der zweite im Rahmen des Vertrags mit der NASA über Commercial Resupply Services 2 und der Bezeichnung NG-13, wird Dutzende neuer und bestehender Untersuchungen unterstützen. In den wissenschaftlichen Untersuchungen, die Cygnus an die Raumstation liefert, sind enthalten: Besseres Gewebe und Zellkultivierung im Weltraum: Mobile SpaceLab, eine Einrichtung zur Gewebe- und Zellkultivierung, bietet Forschern eine Plattform für die schnelle Durchführung anspruchsvoller Experimente in der Schwerelosigkeitsbiologie. Solche Experimente sind entscheidend, um festzustellen, wie sich die Schwerelosigkeit auf die menschliche Physiologie auswirkt, und um Wege zu finden, um negative Auswirkungen abzuschwächen. Eine Nahansicht: Die Mochii-Untersuchung liefert eine erste Demonstration eines neuen Miniatur-Rasterelektronenmikroskops mit Spektroskopie. Mochii wird Echtzeit-Bilder vor Ort und Messungen von Mikro- und Nanostrukturen an Bord der Raumstation demonstrieren. Diese Fähigkeit könnte die Beantwortung vieler wissenschaftlicher Anfragen und Missionsentscheidungen beschleunigen und der Öffentlichkeit als leistungsstarke und einzigartige Plattform für die Schwerelosigkeitsforschung dienen. Untersuchung des Knochenverlusts in der Schwerelosigkeit: Astronauten erleben einen Knochenverlust im Orbit, der auf den Mangel an Schwerkraft zurückzuführen ist, der auf ihre Knochen wirkt. OsteoOmics untersucht die molekularen Mechanismen, die diesen Knochenverlust bestimmen, indem Osteoblasten, Zellen im Körper, die Knochen bilden, und Osteoklasten, die Knochen auflösen, untersucht werden. Ein besseres Verständnis dieser Mechanismen könnte zu einer wirksameren Verhinderung des Knochenverlusts von Astronauten während Weltraummissionen führen. Bekämpfung von Bakterien mit Phagen: Phage Evolution untersucht die Auswirkungen der Schwerelosigkeit und Strahlenexposition auf Phagen, Viren, die Bakterien zerstören, ohne menschliche Zellen zu schädigen, und bakterielle Wirtsinteraktionen, einschließlich der Phagenspezifität für einen bakteriellen Wirt und der Resistenz des Wirts gegen bestimmte Phagen. Ein besseres Verständnis der Auswirkungen von Mikrogravitation und kosmischer Strahlung auf Bakteriophagen und Wirte könnte zu bedeutenden Entwicklungen für die Phagentechnologie führen und letztendlich dazu beitragen, die Gesundheit von Astronauten bei zukünftigen Missionen zu schützen. (Nicht) Feuer anzünden: Die Untersuchung des Raumfahrzeug-Feuerexperiments IV (Saffire-IV) untersucht die Entwicklung und das Wachstum von Bränden unter verschiedenen Materialien und Umgebungsbedingungen, die Branderkennung und -überwachung sowie die Reinigungsfunktionen nach dem Brand. Saffire-IV trägt zu Brandschutzbemühungen in ähnlichen Umgebungen auf der Erde bei, von U-Booten bis zu Minen, und trägt dazu bei, das allgemeine Verständnis und die Modellierung von Brandphänomenen zu verbessern. Dies sind nur einige der Hunderte von Untersuchungen, die derzeit an Bord des Orbitlabors in den Bereichen Biologie und Biotechnologie, Physik sowie Erd- und Weltraumwissenschaften durchgeführt werden. Fortschritte in diesen Bereichen werden dazu beitragen, die Astronauten während der langen Raumfahrt gesund zu halten und Technologien für die zukünftige Erforschung von Menschen und Robotern über die erdnahe Umlaufbahn zum Mond und Mars hinaus durch das Artemis-Programm der NASA zu demonstrieren. Dies ist das zweite Mal, dass zwei Cygnus-Raumschiffe gleichzeitig im Flug sind, da das NG-12-Fahrzeug nach dem Abflug von der Station am 31. Januar 2020 im Orbit bleibt. Das Cygnus-Raumschiff bleibt bis Mai davor auf der Raumstation entsorgt mehrere tausend Pfund Müll durch seinen feurigen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Das Raumschiff Cygnus NG-13 für diese Nachschubmission der Raumstation wurde zu Ehren der US-Luftwaffe Maj benannt.

31. Januar 2020 – Northrop Grumman Corp. wird seinen jüngsten Einstellungsschub im Tal fortsetzen, indem es einen neuen Hauptsitz errichtet und seine Gilbert-Satellitenfabrik erweitert. Die Erweiterung wird in den nächsten drei Jahren 200 neue Arbeitsplätze auf dem Gilbert-Campus schaffen. Northrop Grumman plant, seine bestehende Satellitenfabrik an der südwestlichen Ecke der Straßen McQueen und Elliot um 100.000 Quadratmeter zu erweitern. Dies wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 abgeschlossen sein. Die Produktionsstätte ist eine der größten und fortschrittlichsten Satellitenmontage- und Testanlagen in den USA. Northrop Grumman baut in dieser Anlage Satelliten für die NASA, das Verteidigungsministerium und andere kommerzielle und andere Einrichtungen internationale Kunden. Die Erweiterung umfasst einen neuen zweistöckigen, 120.000 Quadratmeter großen Hauptsitz, der ein Verwaltungs- und Ingenieurgebäude sein wird. Dieses Gebäude soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein, sagte Keeler. Die Gilbert-Erweiterung ist Teil der allgemeinen Wachstumspläne von Northrop Grumman für das Tal, einschließlich in Mesa und Chandler.

30. Januar 2020 – Die Northrop Grumman Corporation gab die Ergebnisse für das vierte Quartal und das am 31. Dezember 2019 endende Gesamtjahr bekannt. Für das vierte Quartal gab das Unternehmen ein Betriebsergebnis von USD 1.136 Millionen gegenüber USD 943 Millionen im Vorjahr bekannt. Der Nettoverlust betrug USD 409 Millionen gegenüber einem Nettogewinn von USD 356 Millionen vor einem Jahr. Der verwässerte Verlust je Aktie betrug USD 2,43 gegenüber einem verwässerten Gewinn je Aktie von USD 2,06 vor einem Jahr. Für das Gesamtjahr belief sich der Gesamtumsatz auf 33.841 Mio. USD gegenüber 30.095 Mio. USD im Vorjahr. Das Betriebsergebnis betrug USD 3.969 Millionen gegenüber USD 3.780 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 2.248 Millionen gegenüber USD 3.229 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 13,28 gegenüber USD 18,59 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 13,22 gegenüber USD 18,49 im Vorjahr.

Die Northrop Grumman Corporation gab eine Gewinnprognose für das Jahr 2020 bekannt. Das Unternehmen erwartet für 2020 einen Umsatz von 35,3 bis 35,8 Milliarden US-Dollar.

Weitere Nachrichten und Meldungen zum Unternehmen, sind auf der News-Seite der Investor Relations, der Seite dgap.de und im Nachrichtenbereich der Seite simplywallstreet.com zu finden.

1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe – Northrop Grumman Corporation

Northrop Grumman ist einer der führenden Wettbewerber im Bereich der militärischen Luftfahrt und ist auch im Bereich der Raumfahrt einer der großen Teilnehmer. Dementsprechend finden sich unter den Aktionären eine Reihe großer und bekannter Kapitalgesellschaften und Institutionen.

Die Besitzverhältnisse am Unternehmen stellen sich so dar, dass rund 84,7 Prozent der ausstehenden Aktien im Besitz Institutioneller Investoren und Holdinggesellschaften liegen. Weitere 14,8 Prozent befinden sich im freien Umlauf und nur etwa 0,4 Prozent der Aktien werden von Unternehmens-Insidern gehalten. Vor allem der hohe Anteil an Aktien im Besitz von Institutionen fallen hier ins Auge, die rund 141,3 Millionen Aktien halten. Eine Zusammenfassung der Besitzverhältnisse, kann hier auf morningstar.com gefunden werden.

Das Unternehmen schüttet seit langer Zeit kontinuierlich Dividenden an seine Aktionäre aus und kann auf eine zufriedenstellende Historie zurückblicken, die über 20 Jahre der Ausschüttungen zeigt. Für das Gesamtjahr 2019 hat die Northrop Grumman Corp. 5,16 US-Dollar an Dividenden je Aktie an seine Aktionäre ausgeschüttet und dafür rund 40 Prozent der Unternehmensgewinne aufgewendet. Daher kann die Dividende des Unternehmens als gut gedeckt betrachtet werden und mit Blick auf die Historie, konnte das Unternehmen sogar in der Finanzkrise ab 2007 seine Ausschüttungen halten.

Die Anzahl der ausstehenden Aktien sinkt seit Jahren kontinuierlich durch regelmäßige Aktienrückkäufe. Zuletzt wurde ein bestehendes Aktienrückkaufprogramm im Dezember 2018 um rund 3 Milliarden US-Dollar ausgeweitet, dass nun für rund 4,1 Milliarden US-Dollar Aktien zurück gekauft werden sollen. Aktuell befinden sich rund 167,8 Millionen Stammaktien des Unternehmens im Umlauf.
Mit Blick auf Aktienrückkäufe, müssen aber diverse Kritikpunkte beachtet werden, wie beispielsweise der Umstand, dass die Rückkäufe zu viel zu teuren Kursen stattfinden können. In einem Artikel von wallstreet-online.de, wird hier Warren Buffett´s Meinung und seine Kriterien im Bezug auf Aktienrückkäufe beschrieben. Der Artikel wurde unter dem Titel „Warren Buffett über Aktienrückkäufe“ veröffentlicht. Ein Vorteil der hier genannt werden sollte, ist der Schutz der Aktionäre vor einer Verwässerung ihrer Anteil im umgekehrten Fall, dass neue Aktien ausgegeben werden.

1.4 Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite) – Northrop Grumman Corporation

UnternehmenGesamtkapitalrendite in [%]EV/EBIT-VerhältnisReturn on Capital (Leistung; Joel Greenblatt)Earnings Yield (Preis; Joel Greenblatt)
Northrop Grumman Corp.5,5 %21,238,1 %4,7 %
Lockheed Martin Corp.12,9 %14,1125,3 %7,1 %
Boeing Co.-2,6 %-24,0-41,8 %-4,2 %
Raytheon Technologies Corp.4,0 %15,069,4 %6,7 %
General Dynamics Corp.7,3 %12,2112,3 %8,2 %
Airbus SE-1,6 %63,25,1 %1,6 %
Safran SA5,8 %11,974,1 %8,3 %
L3Harris Technologies, Inc.5,4 %26,487,8 %3,8 %
TransDigim Group, Inc.6,1 %18,4101,4 %5,5 %
BAE Systems plc5,9 %9,061,8 %11,1 %
Leonardo SpA3,0 %3,567,6 %28,4 %
Rheinmetall AG4,4 %7,622,0 %13,2 %
Huntington Ingalls Industries, Inc.8,4 %10,928,1 %9,2 %

Mit Blick auf die Gesamtkapitalrendite, ist Northrop Grumman mit rund 5,5 Prozent im Mittelfeld der Peer Group zu finden und wird deutlich von Konkurrenten wie Lockheed Martin mit 12,9 Prozent oder General Dynamics mit immerhin noch 7,3 Prozent überholt. Das EV/EBIT-Verhältnis von 21,2 signalisiert hier auch im Vergleich eine relativ teure Bewertung. Verstärkt wird diese Einschätzung bei Betrachtung der Kennzahlenpaarung Return on Capital und Earnings Yield nach Joel Greenblatt. Das ROC von 38,1 Prozent zeigt eine im Vergleich zu den Peers niedrigere Leistungsfähigkeit des Unternehmens bei gleichzeitig teurerer Bewertung der Aktie nach EY mit 4,7 Prozent. Zusammenfassend muss man daher konstatieren, dass die Gesamtleistung von Northrop aktuell nicht attraktiv ist im Vergleich zu der durch Kennzahlen implizierten Wertung eines signifikanten Teils der Peer Group.

Um einen besseren Vergleich der Peer Group untereinander ziehen zu können, verwende ich hier mehrere Kennzahlen, darunter die Gesamtkapitalrendite, das Enterprise Value zu EBIT-Verhältnis, mit dem sich Unternehmen einer Branche gegeneinander vergleichen lassen (je niedriger die Zahl desto günstiger ist das Unternehmen im Verhältnis zu seiner operativen Ertragskraft) und die Kennzahlenkombination Return on Capital (Kapitalrendite; ROC) und Earnings Yield (Gewinnrendite; EY) nach der Berechnungsmethode von Joel Greenblatt, die Bestandteil seiner „Börsenzauberformel“ sind. Mit der kombinierten Betrachtung dieser beiden Kennzahlen, lässt sich die aktuelle Leistung des Unternehmens (ROC) gegen seine aktuelle Bewertung (EY) vergleichen. Eine Methode der Preis/Leistungs-Berechnung für Aktiengesellschaften.

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1.5 Segmente und Umsatzverteilung – Northrop Grumman Corporation

Northrop Grumman gliedert seine Umsätze in 4 Segmente plus ein zusätzliches Segment, die Intersegment eliminations, die eine Korrekturposition darstellt und negativ ist.

Die beiden größten Segmente des Unternehmens sind die Bereiche Aerospace Systems mit 41 Prozent Anteil am Umsatz und Mission Systems mit etwa 36,2 Prozent Anteil. Die stärkste Entwicklung hat im vergangenen Jahr das Segment Innovation Systems erreicht, dass um über 86,8 Prozent gewachsen ist, in seiner Form aber erst seit 2018 existiert. Die regionale Umsatzverteilung stellt sich erwartungsgemäß so dar, dass der US-Amerikanische Markt der wichtigste Markt ist. Wie aus der nachfolgenden Aufstellung der Segmentberichterstattung aus dem 10-K Formular 2019 hervorgeht, werden 85 Prozent der Umsätze in den USA erwirtschaftet und ganz 83 Prozent der Umsätze werden nur durch Geschäfte mit der Bundesregierung der Vereinigten Staaten erreicht. In allen anderen Belangen ist die US-Regierung ebenfalls immer der wichtigste Kunde. Im wesentlichen unterscheidet das Unternehmen in jedem Segment in zwei Vertragstypen. Zum einen in Fixed-Price-Verträge, bei der der Zahlungsbetrag nicht von den verwendeten Ressourcen oder dem Zeitaufwand abhängt und in Cost-Type-Verträge, bei denen ein Auftragnehmer für alle zulässigen Ausgaben zuzüglich einer zusätzlichen Zahlung bezahlt wird, um einen Gewinn zu erzielen.

1.6 Wichtige Kennzahlen – Northrop Grumman Corporation

Verschuldungsgrad und finanzielle Stabiliät

GeschäftsjahrEigenkapital-quoteFremdkapital-quote
201921,46 %75,54 %
201821,74 %78,26 %
201720,19 %79,81 %
201620,53 %79,47 %
201522,58 %77,42 %
201427,23 %72,77 %
201340,26 %59,74 %
201235,84 %64,16 %
201140,68 %59,32 %
201042,78 %57,22 %
200941,94 %58,06 %

Entwicklung der Verschuldung und des Gesamtkapitals: Nach mehreren Jahren einer rückläufigen Bilanzsumme, hat sich diese in den letzten Jahren wieder erholt. Allerdings ist im selben Zeitraum auch der Anteil an Fremdkapital in der Bilanz stark angestiegen und erreichte an seinem Hochpunkt fast einen Anteil von 80 Prozent an der Gesamtbilanz. Ein Umstand der sehr kritisch gewertet werden muss.

Finanzielle Stabilität: Aktuell liegt das Current Ratio bei etwa 1,29 und das Quick Ratio bei rund 1,21 für die Northrop Grumman Corp. Daraus kann man ablesen, dass die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens mit dem Umlaufvermögen gut gedeckt sind, der Puffer allerdings nicht übermäßig groß ist. Die liquiden Mittel des Unternehmens zeigen eine wechselhafte Tendenz, steigen immer wieder etwas an und sinken anschließend wieder ab, sodass sich hier keine klare Tendenz ablesen lässt.

Entwicklung des Goodwills in der Bilanz: Der ausgewiesene Goodwill in der Bilanz von Northrop Grumman umfasst einen Anteil von zuletzt rund 45 Prozent der Bilanzsumme. Das ist ein äußerst hoher Goodwill und muss in jedem Fall negativ betrachtet werden, da dieser hohe Goodwill im Falle außerordentlicher Abschreibungen die Bilanz in einem kritischen Ausmaß negativ beeinflussen wird. Hier ist auch über eine langfristige Betrachtung nicht ersichtlich, dass der Goodwill signifikant gesenkt wird, er verharrt auf einem beständig zu hohen Niveau.

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Entwicklung der Pensionsrückstellungen: Pensionspläne sind nach der Insolvenzordnung der USA, dem Chapter 11 von der Insolvenz ausgenommen. Aus dem Bericht des Unternehmens geht hervor, dass mit Pensionszahlungen von knapp über 2 Mrd. US-Dollar für die Jahre 2020 bis 2024 in jedem Jahr gerechnet wird und der Zeitraum von 2025 bis 2029 Pensionslasten von etwa 11,3 Mrd. US-Dollar kosten wird. Ende des Geschäftsjahres 2019 hatte das Unternehmen Plan Assets mit einem als fair bemessenen Wert von rund 32 Mrd. US-Dollar, was eine solide Deckung der erwarteten Ansprüche bedeutet.

Was bei der Betrachtung auffällt, ist die selbe Entwicklung wie bei vielen anderen Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Pensionspläne anbieten und dafür Gelder verwalten. Die Diskontierungsraten sinken. Das hat zu Folge, dass für eine bestimmte Leistung in der Zukunft, mehr Mittel bereitgestellt werden müssen, da die aktuelle Lage im Umfeld niedriger Zinsen den Kapitalstock immer weniger effizient wachsen lässt. Daraus ergeben sich mehrere Gefahren: Bei Assets mit vergleichsweise hoher Sicherheit, wie Staatsanleihen mit fester Verzinsung, sind die Renditen kaum noch auskömmlich und es könnte in der Zukunft zu einer Unterdeckung der Pensionsansprüche kommen. Weicht das Unternehmen auf Assets mit höheren Renditen aus, ensteht ein zeitgleich höheres Risiko für die Assets, da Verluste wahrscheinlicher sind.

Entwicklung der Kosten für Forschung und Entwicklung: Obwohl in den letzten zwei Jahren die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wieder stark gestiegen sind, gibt die Firma nur rund 13 Prozent ihrer Bruttoumsätze hier für aus. Einerseits ist das gut, da die anteiligen Kosten auch bei sich verschlechternden Geschäften getragen werden können und das Unternehmen somit grundsätzlich innovativ bleibt, andererseits kann das auch in dieser stark umkämpften Branche zu einem Wettbewerbsnachteil führen, wenn für zukünftige Produkte die Entwicklungsarbeit wegen mangelnder Mittel stagniert.

Zinsdeckungsgrad: Die Deckung der Zinslasten durch das EBIT des Unternehmens liegt aktuell bei rund 7,7. Damit ist die Zinslast zwar auskömmlich gedeckt, mögliche Zinsänderungen haben aber einen stärkeren Einfluss auf das Unternehmensergebnis. Bei einer theoretischen Zinserhöhung von +2 Prozentpunkten auf den aktuellen gemittelten Zinssatz von Northrop Grumman, würde diese Erhöhung das Vorsteuerergebnis um über 10 Prozent reduzieren (Stand 2019). Das wäre zwar nicht bedrohlich für das Unternehmen, aber es ist signifikant und muss daher berücksichtigt werden.

Im folgenden noch die aktuellen Zinssätze und Volumina von ausgegebenen Unternehmensanleihen von Northrop Grumman.

Anzahl ausstehender Aktien

GeschäftsjahrAusstehende Aktien
in Mio. Stück
Veränderung
2019167,8-1,6 %
2018170,6-2,0 %
2017174,0-0,6 %
2016175,1-3,4 %
2015181,3-8,9 %
2014198,9-8,6 %
2013217,6-9,0 %
2012239,2-5,8 %
2011253,89-12,8 %
2010291,0-5,2 %
2009306,9-6,2 %

Entwicklung der Anzahl ausstehender Aktien: 

Operative Marge

GeschäftsjahrUmsäte
in Mio. USD
EBIT
in Mio. USD
operative
Marge
201933.8413.96911,7 %
201830.0953.78012,6 %
201725.8033.29912,8 %
201624.5083.19313,0 %
201523.5263.07613,1 %
201423.9793.19613,3 %
201324.6613.12312,7 %
201225.2183.13012,4 %
201126.4123.27612,4 %
201028.1432.82710,1 %
200927.6502.2748,2 %

Entwicklung der Umsätze, des EBIT und der Gewinne: In den letzten Jahren zeigen die Gewinne und Umsätze des Unternehmens wieder eine deutliche Wachstumstendenz. Es ist zu erwarten, dass bei der sich entwickelnden globalen Krisenlage die Verteidigung einen immer wichtigeren Aspekt der Staatsführung darstellen wird.

Entwicklung der operativen und der Nettomarge:  Mit Ausnahme der Finanzkrise 2008, zeigen sich die Margen von Northrop Grumman sehr stabil.

Free Cashflows

GeschäftsjahrFree Cashflows
in Mio. USD
Veränderung
in %
20193.033+17,7 %
20182.578+53,0 %
20171.685-11,0 %
20161.893+12,0 %
20151.691-16,8 %
20142.032-4,1 %
20132.119-8,2 %
20122.309+42,3 %
20111.623-13,1 %
20101.868+12,5 %
20091.660-34,4 %

Entwicklung der operativen und freien Cashflows: Trotz immer wiederkehrender Schwankungen, konnte das Unternehmen seine operativen und freien Cashflows in den letzten Jahren deutlich steigern.

Buchwert

GeschäftsjahrBuchwert
in Mio. USD
Veränderung
in %
20198.819+7,7 %
20188.187+16,2 %
20177.048+34,0 %
20165.259-4,8 %
20155.522-23,7 %
20147.235-31,9 %
201310.620-11,6 %
20129.514-8,0 %
201110.336-23,1 %
201013.436+5,9 %
200912.687-6,4 %

Entwicklung des Eigenkapitals: Im langfristigen Blick zeigt sich, dass das Eigenkapital in der Vergangenheit einen starken Rückgang erlitten hat und erst in den letzten 3 Jahren wieder beginnt zu steigen. Aber dieser Trend kann noch nicht als nachhaltig betrachtet werden.

Entwicklung der Treasury Stocks in der Bilanz: Das Unternehmen hat keine Treasury Stocks in seiner Bilanz ausgewiesen.

Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis

Geschäftsjahr Dividenden
in USD /Aktie
Earnings
per Share
KGV
20195,16 USD13,22 USD25,9
20184,70 USD18,49 USD13,2
20173,90 USD11,47 USD26,6
20163,50 USD12,19 USD18,9
20153,10 USD10,39 USD18,0
20142,71 USD9,75 USD14,9
20132,38 USD8,50 USD13,5
20122,15 USD7,96 USD8,5
20111,97 USD7,65 USD7,6
20101,84 USD6,91 USD9,4
20091,69 USD5,28 USD10,6

Entwicklung der Dividenden und des KGV, sowie des KBV: Das Unternehmen hat eine sehr solide Dividendenhistorie und über einen sehr langen Zeitraum konnten die Ausschüttungen konstant gesteigert werden. Die Ausschüttungsquote ist dabei bemerkenswert stabil und die Dividende aus dieser Sicht sehr gut gedeckt.

Entwicklung der Gewinne je Aktie, der Freien Cashflows je Aktie und der Owners Earnings: Auch die Cashflows und Gewinne je Aktie zeigen einen soliden Verlauf.

1.7 Aussichten – Northrop Grumman Corporation

Unternehmensspezifisch: Die Northrop Grumman Corporation hat die Gewinnprognose für 2020 überarbeitet. Das Unternehmen aktualisiert seine Finanzprognose für 2020 im Hinblick auf die Auswirkungen der globalen COVID-19-Pandemie (wie im Formular 10-Q des Unternehmens erörtert) und deren Auswirkungen Derzeit werden nach heutigem Kenntnisstand die Auswirkungen auf das Unternehmen für den Rest des Jahres erwartet. In den aktualisierten Finanzprognosen des Unternehmens wird allgemein davon ausgegangen, dass die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen der Pandemie auf das Geschäft, die Finanzlage, die Ertragslage oder den Cashflow des Unternehmens im zweiten Quartal 2020 eintreten werden. Für den Zeitraum erwartet das Unternehmen nun einen Umsatz im Bereich von 35.000 bis 35.400 Millionen US-Dollar im Vergleich zu früheren Prognosen von 35.300 bis 35.800 US-Dollar.

Die Erwartungen der Analysten für das Unternehmen gehen für die nächsten 3 Jahre von einem leicht rückläufigen Unternehmenswert aus, rechnen aber insgesamt mit einer Steigerung der Ergebnisse bei Umsätzen und einer signifikanten Steigerung der Gewinne von Northrop Grumman. Entsprechend gehen die Erwartungen zu weiter steigenden Dividenden. Auch die Margen sollen sich nach dieser Erwartung weiter verbessern und die Cashflows stabil bleiben bei gleichzeitig sinkender Nettoverschuldung. Die Schätzungen der Analysten auf finanzen.net zeichnen hier ein vergleichbares Bild.

Erwartungen der Analysten auf simplywallstreet.com:

Gesamtmark:

Publikationen auf marketsandmarkets.com und der Research-Plattform marketresearch.com, zeigen im Folgenden die Erwartungen über die künftige Entwicklung:

SegmentPrognose
Markt für Luft- und Raumfahrt- und VerteidigungselastomereDer Markt für Luft- und Raumfahrt- und Verteidigungselastomere wurde 2016 mit 51,5 Mio. USD bewertet und wird voraussichtlich bis 2022 70,8 Mio. USD erreichen, was einer CAGR von 5,5% im Prognosezeitraum von 2017 bis 2022 entspricht. Das Wachstum des Marktes für Luft- und Raumfahrt- und Verteidigungselastomere im gesamten Der Globus ist auf die steigende Nachfrage nach neuen Flugzeugen in Schwellenländern wie Indien und China zurückzuführen. Darüber hinaus ist die erhöhte Ersatzrate der vorhandenen Flugzeuge durch neue ein weiterer wichtiger Faktor für das Wachstum des weltweiten Marktes für Luft- und Raumfahrt- und Verteidigungselastomere.
Weltweiter Markt für Luft- und RaumfahrttelemetrieDer weltweite Markt für Luft- und Raumfahrttelemetrie wird 2014 auf 17,01 Mrd. USD geschätzt und wird voraussichtlich eine CAGR von 1,73% verzeichnen, um bis 2019 18,53 Mrd. USD zu erreichen.
Weltweite Cyber-Sicherheitsmarkt für Luftfahrt und VerteidigungDer weltweite Cyber-Sicherheitsmarkt für Luftfahrt und Verteidigung wird voraussichtlich von 39,59 Mrd. USD im Jahr 2015 auf 61,85 Mrd. USD im Jahr 2020 wachsen, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 9,34% von 2015 bis 2020. Dieses Wachstum ist hauptsächlich auf die zunehmende Inzidenz von Cyberkriminalität und Cyberkriminalität zurückzuführen. Angriffe auf die Luft- und Raumfahrt sowie den Verteidigungssektor.
AMDR-MarktDer AMDR-Markt wird für 2016 auf 8,79 Mrd. USD geschätzt und wird bis 2021 voraussichtlich 12,52 Mrd. USD erreichen, bei einem CAGR von 7,34% von 2016 bis 2021. Der Bericht berücksichtigt die folgenden Segmente, um die zu definieren, zu beschreiben und zu prognostizieren AMDR-Markt: Nach Plattform (bodengestützt, maritim, in der Luft), nach Reichweite (strategisches System mit kurzer Reichweite, mittlerer Reichweite und großer Reichweite), nach Anwendung (konventionelle und ballistische Raketenabwehr) und nach Region (Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika, Rest der Welt).
Markt für DrohnenabwehrsystemeDer Markt für Drohnenabwehrsysteme wird von 801,8 Mio. USD im Jahr 2016 auf 15.968,2 Mio. USD im Jahr 2022 geschätzt, was einem CAGR von 64,64% im Prognosezeitraum entspricht. Das für die Studie berücksichtigte Basisjahr ist 2015 und der Prognosezeitraum ist von 2016 bis 2022.
Markt für LuftverteidigungssystemeDer Markt für Luftverteidigungssysteme wird voraussichtlich von 30,57 Mrd. USD im Jahr 2017 auf 45,19 Mrd. USD im Jahr 2024 wachsen, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 5,74% von 2017 bis 2024. Ziel dieser Studie ist die Analyse des Marktes für Luftverteidigungssysteme zusammen mit dem Statistiken von 2017 bis 2024 sowie Definition, Beschreibung und Prognose des Marktes basierend auf Reichweite, Plattform, Typ, Komponente und Region. Das Jahr 2016 wurde als Basisjahr angesehen, während 2017 bis 2024 als Prognosezeitraum für diese Marktstudie angesehen wurden.
Markt für autonome UnterwasserfahrzeugeLaut MarketsandMarkets soll der Markt für autonome Unterwasserfahrzeuge (AUV) (ohne Nutzlast) von 638 Mio. USD im Jahr 2020 auf 1.638 Mio. USD im Jahr 2025 wachsen. Es wird erwartet, dass es von 2020 bis 2025 mit einer CAGR von 20,8% wachsen wird. AUVs werden in der Öl- und Gasindustrie häufig für Explorations- und Pipeline-Überwachungsanwendungen in Öl- und Gasreserven eingesetzt. Die Erhöhung der Investitionen in der Offshore-Industrie ist ein wesentlicher Treiber für das Wachstum des AUV-Marktes.
Markt für DrohnensensorenDer Markt für Drohnensensoren dürfte in den kommenden Jahren aufgrund der hohen Nachfrage nach Drohnen in Endverbraucherindustrien wie der Verteidigungs- und Präzisionslandwirtschaft ein schnelles Wachstum verzeichnen. Die gestiegenen Ausgaben für Drohnen in der Verteidigungsindustrie für Geheimdienst-, Überwachungs- und Aufklärungsmissionen (ISR) sowie für die innere Sicherheit im Nahen Osten und im APAC werden das Wachstum des Marktes für Drohnensensoren im Prognosezeitraum vorantreiben. Der Markt wurde 2017 mit 274,7 Mio. USD bewertet und wird voraussichtlich bis 2023 1.007,6 Mio. USD erreichen, was einer CAGR von 23,86% im Prognosezeitraum entspricht. Das für die Studie berücksichtigte Basisjahr ist 2017 und der Prognosezeitraum liegt zwischen 2018 und 2023. Ziel des Berichts ist es, eine detaillierte Analyse des Marktes nach Sensortyp, Plattformtyp, Anwendungstyp, Endbenutzerbranche und zu liefern Geographie. Der Bericht enthält detaillierte Informationen zu den wichtigsten Faktoren, die das Wachstum des Marktes beeinflussen.
Befehls- und KontrollsystemeDie weltweite Marktgröße für Befehls- und Kontrollsysteme wird voraussichtlich von 33,0 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 43,9 Mrd. USD im Jahr 2025 steigen, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 4,9% von 2019 bis 2025. Einige der Faktoren, die voraussichtlich die Nachfrage nach Befehls- und Steuerungssystemen befeuern werden Kontrollsysteme sind unter anderem die Verwendung einer weltraumgestützten Befehls- und Kontrollinfrastruktur für eine verbesserte Konnektivität und Missionsunterstützung, die Modernisierung der vorhandenen militärischen Infrastruktur und die zunehmende Notwendigkeit der Interoperabilität zwischen Sicherheitsgeräten.
SATCOMDie Marktgröße von SATCOM in der Luft wird voraussichtlich von 5,8 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 7,8 Mrd. USD im Jahr 2025 steigen, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 5,1% von 2019 bis 2025. Der Markt wird von Faktoren wie der wachsenden Flotte von Verkehrs- und Kampfflugzeugen bestimmt. Steigerung der Langstreckenflüge und des Passagierverkehrs sowie Nachfrage nach maßgeschneiderten SATCOM-Lösungen für unterwegs. Führende Hersteller von SATCOM-Geräten / -Systemen entwickeln auch Fortschritte bei SATCOM-Geräten, die in Verkehrsflugzeugen, Militärflugzeugen und UAVs eingesetzt werden.
UAV-MarktDer UAV-Markt wird 2019 auf 19,3 Mrd. USD geschätzt und soll bis 2025 45,8 Mrd. USD erreichen, was einer CAGR von 15,5% von 2019 bis 2025 entspricht. Der Anstieg der Beschaffung von militärischen UAVs durch Verteidigungskräfte weltweit ist einer der größten Wesentliche Faktoren, die das Wachstum des UAV-Marktes vorantreiben sollen. Der zunehmende Einsatz von UAVs in verschiedenen kommerziellen Anwendungen wie Überwachung, Vermessung und Kartierung, Präzisionslandwirtschaft, Luftfernerkundung und Produktlieferung trägt ebenfalls zum Wachstum des UAV-Marktes bei.

1.8 Einteilung nach Peter Lynch – Northrop Grumman Corporation

Nach Peter Lynch handelt es sich bei Northrop Grumman um einen Average Grower. Ich betrachte hierfür das erwartete Wachstum der kommenden Jahre und die aktuelle Dividendenrendite des Unternehmens von rund 1,5 Prozent, was ich als mittlere Dividende werte. Die Empfehlung von Peter Lynch wäre hier: Kaufen wenn die Bewertung des Unternehmens unter dem eigenen Durchschnitt liegt.


1.9 Levermann Score – Northrop Grumman Corporation

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WertPunkte
1Eigenkapitalrendite
2EBIT-Marge
3Eigenkapitalquote
4Kurs-Gewinn-Verhältnis
5Kurs-Gewinn-Verhältnis (5Jahre)
6Analystenmeinung
7Reaktion auf die Quartalszahlen
(SPX)
8Gewinnrevision
9Kursverlauf der letzten 6 Monate
10Kursverlauf der letzten 12 Monate
11Trendumkehr
12Reversaleffekt
13Erwartetes Gewinnwachstum

Gesamt

1.10 Piotroski F-Score – Northrop Grumman Corporation

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WertPunkt
1Positiver NettoertragJa1
2Positiver operativer CashflowJa1
3Gesamtkapitalrendite höher als im VorjahrNein0
4operativer Cashflow höher als NettogewinnJa1
5Niedrigerer Verschuldungsgrad als im VorjahrJa1
6Current Ratio höher als im VorjahrJa1
7Weniger oder gleich viele umlaufende Aktien
als im Vorjahr
Ja1
8Bruttomarge höher als im VorjahrNein0
9Kapitalumschlag höher als im VorjahrJa1
Gesamt7 von 9

1.11 Berichte und Präsentationen – Northrop Grumman Corporation

Ich hoffe die Analyse war interessant zu lesen und weitere Informationen sowie eine Bewertung des Unternehmens ist in Teil 2 zu dieser Analyse zu finden.

Peter Merkle

Weitere Analysen gibt es hier.

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