Home Aktienanalysen Moody’s Corporation – Aktienanalyse

Moody’s Corporation – Aktienanalyse

by Peter Merkle

Detailanalyse

Bei einigen Bewertungsverfahren, werde ich Annahmen und Prognosen über zukünftige Entwicklungen des Unternehmens machen müssen. Immer wenn ich Schätzungen machen muss, werde ich versuchen diese unter möglichst konservativen Annahmen zu machen, um keinen zu optimistischen Standpunkt einzunehmen.

SWOT – Analyse

SWOT - Analyse

Stärken:

  • Eine der größten Stärken von Moody’s liegt in der Bedeutung des amerikanischen Kapitalmarktes und der amerikanischen Gesetzgebung, die jedes Unternehmen, Land oder Institution, sowie andere Kapitalmarktteilnehmer dazu verpflichtet, sich von einer in den USA ansässigen und zugelassenen Ratingagentur bewerten zu lassen. Daraus ergibt sich ein enormer Wettbewerbsvorteil, denn die Zulassung einer neuen Ratingagentur durch die SEC ist an extrem schwer zu erfüllende Bedingungen geknüpft.
  • Moody’s ist eine der größten Ratingagenturen und steht neben S&P Global auf den aktuell zweiten Platz. Daraus hat Moody’s einen Größenvorteil.
  • Die Firma ist sehr Ertragsstark und kann hohe Margen ausweisen. Auch trotz eines hohen Fremdkapitalanteils, kann das Unternehmen immer noch eine gute Gesamtkapitalrendite von über 17 Prozent ausweisen.
  • Die Dividenden wachsen solide und sind sehr gut finanziert. Die Firma wendet aktuell rund 21 Prozent der Gewinne für Dividendenzahlungen auf.

Schwächen:

  • Eine markante Schwäche von Moody’s liegt in der geringen Eigenkapitaldecke. Das Unternehmen weist in seiner Bilanz nur rund 16 Prozent Eigenkapital aus, hat also enorme Fremdkapitalbestände zu unterhalten. Der Zinsdeckungsgrad liegt aktuell bei 12,6. Man kann aus den historischen Daten erkennen, dass das Eigenkapital der Firma auch immer wieder negativ war.
  • Der Goodwill bei Moody’s liegt mit rund 51 Prozent auch sehr hoch, was ein Risiko darstellt, sollten außerordentliche Abschreibungen fällig werden.

Chancen:

  • Das Unternehmen hat gute Chancen, sich am Markt weiterhin zu behaupten. Die gesetzlichen Regelungen schreiben nach wie vor jedem Unternehmen eine Ratingpflicht zu, wenn es sich am Kapitalmarkt um Gelder bemühen will. Der amerikanische Markt ist hier immer der global wichtigste Markt und Moddy’s hat hier eine komfortable Position.

Risiken:

  • Ein großes Risiko liegt in der administrativen Richtung auf der Seite des Gesetzgebers. Für den Fall, dass die SEC ihre Anforderungen an neue Ratingagenturen lockert, könnten hier weitere Konkurrenten für Moody’s entstehen oder es könnte sogar das Geschäft des Unternehmens insgesamt bedrohen, sollten die Anforderungen an Kapitalmarktteilnehmer sich bewerten zu lassen gelockert werden oder entfallen.
  • An der Arbeit der Ratingagenturen hat sich in den letzten 10 Jahren konstant Kritik gebildet, die dem Ruf der Firmen schwere Schäden zugefügt haben und für das Image eine hohe Belastung sind. Für den Fall ähnlicher Verwerfungen an den Kapitalmärkten, kann sich das erneut negativ auf Moody’s auswirken.

Bewertungsverfahren

Für die Bewertung greife ich in diesem Abschnitt auf verschiedene Verfahren zurück, die mir für das Unternehmen als sinnvoll und aussagekräftig erscheinen. Da eine Bewertung zukünftiger Entwicklungen hier eine wesentliche Rolle spielt, werde ich bei Prognosen, Schätzungen und Annahmen versuchen, wie bereits gesagt, eine möglichst konservative Sichtweise einzunehmen. Dabei muss aber immer berücksichtigt werden, dass ich hier keine explizite Annahme aufstelle, wie sich das Unternehmen nach meiner Ansicht über einen bestimmten Zeitraum in der Zukunft entwickeln wird. Vielmehr versuche ich, auch bedingt durch eher konservative Schätzungen, Szenarien für eine mögliche Entwicklung zu entwerfen, was das Unternehmen theoretisch wert sein könnte, sollte ein bestimmtes Szenario eintreten.

Außerdem lassen sich mit verschiedenen Modellen auch Aussagen darüber treffen, welche Entwicklungen theoretisch eintreten müssten, damit das Unternehmen einen fairen Wert nahe dem aktuellen Kurswert erhalten würde. Inwiefern diese Entwicklungen dann wahrscheinlich und möglich sind, bleibt der Einschätzung jedes Einzelnen überlassen.

Bewertung der Arbeit des Managements

Bewertung der Arbeit des Managements

Um hier eine möglichst fundierte Aussage zu treffen, betrachte ich mehrere Kennzahlen, anhand derer ich eine Einschätzung über die Leistung der Geschäftsleitung treffen will. Ich gebe die Kennzahlen für den Prognose-Zeitraum zwar mit an, diese fließen aber nicht in die Berechnung mit ein. Die Schwäche bei dieser Methode der Managementbewertung liegt in der doppelten Wertung von Unternehmenskennzahlen. Die Finanzkennzahlen des Unternehmens fließen in die Bewertung der Aktie mit ein, daher ergibt sich ein grundlegendes Problem, ein gutes Management anhand derselben Zahlen abzuleiten und das Ergebnis bei der Bewertung eines Unternehmens nochmals zu berücksichtigen.

Erläuterung: Bei allen Kapitalrenditen, nehme ich Werte von > 15% im Durchschnitt, als 100% an. Für die Tilgungsdauer des Fremdkapitals, nehme ich alle Wert von < 1 Jahr als 100%

Aufgrund der hohen Kapitalrenditen von Moody’s, kommt das Management nach meiner Bewertung auf eine Leistung von 67 Prozent. Negativ fallen hier vor allem die hohen Fremdkapitalbestände auf, die eine Tilgungsdauer der Schulden auf theoretisch 5 bis 6 Jahre unter Verwendung aller Gewinne bringen würden. Das mindert das Gesamtergebnis.

Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

Dazu ist hier ein interessanter Artikel auf diyinvestor.de zu finden.

Das Verfahren basiert darauf, dass auf ein Sockel-KGV, dem mindesten Vielfachen der Gewinne, zu dem ein Unternehmen bewertet sein sollte, Aufschläge berechnet und addiert werden, die sich nach bestimmten Fundamentaldaten des Unternehmens richten. Für dieses Verfahren muss ich verschiedene Annahmen treffen die sich teils auf Prognosen und Schätzungen stützen. Wo immer ich eine Einschätzung über zukünftige Entwicklungen machen muss, werde ich versuchen eine möglichst konservative Annahme zu treffen.

Ich habe für Moody’s ein Socke KGV von 7,0 festgelegt. Das minimale KGV der letzten 10 Jahre lag für Moody’s bei rund 10,2. Ich gehe hier allerdings von meinem Standardwert aus, da ich sage ein Unternehmen mit soliden Finanzen, sollte mindestens zum 7-fachen seiner Gewinne bewertet sein. Das verhindert auch eine zu optimistische Annahme über einen möglichen fairen Wert.

Da der Markt für die Ratingagenturen ein Oligopol darstellt, wenn nicht gar monopolistische Tendenzen aufweiset, gehe ich für Moody’s von 20 Porter Punkten aus um die Marktposition zu bewerten.

Für Moody’s herausragende Marktposition, den hohen Bekanntheitsgrad, sowie die regulatorischen Vorteile, die dem Unternehmen in die Hände spielen, vergebe ich insgesamt einen Aufschlag von +4,0 auf das Sockel KGV.

Ergebnis:

Für das faire KGV ergibt sich somit ein Wert von rund 20,99. Das entspricht mit Blick auf die aktuellen Gewinne einem möglichen fairen Wert von 199,44 US-Dollar je Aktie. Legt man die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr zugrunde, käme man auf einen theoretisch fairen Wert von etwa 236,50 US-Dollar je Aktie. Das mittlere KGV der letzten 10 Jahre lag bei rund 22,2.

Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

Erläuterungen über die relative Bewertung mithilfe von Miltiples und Multiplikatoren sind hier auf der Seite diyinvestor.de zu finden.

Ähnlich dem fairen Kurs-Gewinn-Verhältnis sucht die Bewertung mit dem fairen Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) nach einem fairen Aufschlag auf den Buchwert des Zielunternehmens. In die Berechnung fließt das faire KGV als Variable mit ein, um die Eigenkapitalkosten des Unternehmens einzuschätzen. Eine andere Möglichkeit diese Kosten zu berechnen, wäre zum Beispiel das Weighted Average Cost of Capital-Modell zur Berechnung von Kapitalkosten. Ein weiterer Bestandteil, ist der “risikofreie Zinssatz“. Für diesen verwende ich den Zins 10-jähriger US-Staatsanleihen (Treasury Bonds), der hier auf der Seite des U.S. Department of Treasury gefunden werden können.

Ergebnis: Unter den von mir unterstellten Bedingungen, würde ein faires Kurs Buchwert Verhältnis bei rund 27,36 zu suchen sein, was einem theoretisch fairen Wert von 257,78 US-Dollar je Aktie entsprechen würde.

Gewinnrenditendiskontierung

Gewinnrenditendiskontierung

Mit diesem Verfahren, betrachtet man eine Aktie wie eine Anleihe, mit einem variablen Zinssatz. Hier stellt der Gewinn je Aktie (EPS) den Zinskupons auf den Aktienkurs dar. Dabei kann man das Vorsteuerergebnis verwenden, sowie das Nachsteuerergebnis. Ich unterstelle in diesem Verfahren den EPS ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, berechne die Rendite am prognostizierten Zeitpunkt auf den aktuellen Aktienkurs und zinse diese Rendite mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab. Mittels des Kurs-Gewinn-Verhältnisses berechne ich einen theoretischen fairen Wert je Aktie. Ich beziehe mich im Folgenden auf das Nachsteuerergebnis. Für mögliche faire Werte, die sich aus diesem Verfahren berechnen, berücksichtige ich auch den Buchwert des Unternehmens je Aktie.

Die Daten von gurufocus.com für Moody’s, rechnen mit Kapitalkosten (einem WACC) von rund 7,73 Prozent für das Unternehmen.

Ich gehe davon aus, dass das Unternehmen seine eigenen Aktien weiter tendenziell zurückkaufen wird, während die Gewinne steigen werden. Daraus lässt sich ein höheres Wachstum der EPS annehmen, das ich hier mit +10,0 Prozent p.a. veranschlagt habe. Als relevantes KGV rechne ich mit dem von mir berechneten fairen KGV von 20,99.

Ergebnis: Daraus ergibt sich ein theoretisch fairer Wert von 166,59 US-Dollar je Aktie.

Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)

Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)

Bei diesem auf Cashflows basierenden Verfahren, habe ich einmal das Bruttoverfahren (Free Cashflow to Firm) und das Nettoverfahren (Free Cashflow to Equity) angewendet, um einen Zielbereich für einen möglichen fairen Wert zu bestimmen. Als mögliche Wachstumsraten, habe ich auch hier wieder versucht möglichst konservative Schätzungen anzunehmen.

Für viele Schätzungen berücksichtige ich die Mittelwerte der letzten 10 Jahre und ich betrachte in der Unternehmensentwicklung einen Zeitraum über die kommenden 10 Jahre.

Ergebnis: Aus den von mir unterstellten Bedingungen, ergibt sich ein theoretisch fairer Wert von 123,01 US-Dollar je Aktie.

Dividendendiskontierung

Dividendendiskontierung

Das Dividend Discount Model (DDM) ist ein einfaches Verfahren zur Bestimmung des theoretisch fairen Wertes einer Aktie. Es eignet sich gut für die Bestimmung des fairen Wertes von Dividendenaktien, geht aber von der Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes aus. Die zukünftigen Dividendenzahlungen werden mit einem Eigenkapitalkostensatz abgezinst (diskontiert). Man erhält so den fairen Wert der Aktie bzw. den gegenwärtigen Wert des Eigenkapitals je Aktie. Das Dividend Discount Model ist eine Unterform des Discounted Cash-Flow (DCF), wobei man hiefür die Dividende anstelle der Gewinne eines Unternehmens für die Berechnungen heranzieht. Für die Berechnung unterstelle ich den Dividenden ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, in meinem Fall 15 Jahre, sowie einen Terminal Growth, der auch als “ewige Wachstumsrate” bezeichnet wird. Die so berechneten Dividendenerträge zinse ich mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab, das 1 Dollar heute mehr wert ist, als 1 Dollar in 15 Jahren. Die abgezinsten Dividenden je Aktie werden anschließend aufsummiert. Dazu gibt es hier noch einen Artikel auf finanzsenf.de.

Ergebnis: Nach Dividendenausschüttungen über die kommenden 10 Jahre bewertet, hätte Moody’s einen fairen Wert bei rund 48,48 US-Dollar je Aktie.

Bewertung nach simplywall.st

Bewertung nach simplywall.st

Das Webportal simplywall.st, kommt anhand seiner Cashflow-Analyse zu dem Ergebnis, dass das Unternehmen einen theoretisch fairen Wert von rund 388,89 US-Dollar je Aktie haben sollte. Dabei wird mit einem Abzinsungsfaktor von rund 6,43 Prozent gerechnet. Berechnet wird der faire Wert in diesem Fall nach dem Excess Returns Modell.

Das Simply Wall St Company Analysis Model kann auf Github nachgelesen werden.

Zusammenfassung und Fazit

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.alleaktien.de zu laden.

Inhalt laden

Zusammenfassung und Fazit

Moody’s Corp. gehört zu den so genannten Ratingagenturen, oder im englischen Original: Credit Rating Agencies, deren Geschäft auf der gesetzlichen Vorgabe beruht, dass sich ein Unternehmen bewerten lassen muss, wenn es am amerikanischen Kapitalmarkt Gelder aufnehmen möchte. Gleiches gilt aber auch für Länder, Privatpersonen oder Institutionen. Ziel dieser Bewertung ist die Feststellung der Kreditwürdigkeit von Staaten, Unternehmen, Personen oder Finanzinstrumenten. Beaufsichtigt wird Moody’s von der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC), der Börsenaufsichtsbehörde.

Das Kerngeschäfte von Moody’s besteht nach wie vor aus der genannten Bewertung von Marktteilnehmern. Marktteilnehmer können über Ratings das Risiko möglicher Geschäftsbeziehungen abschätzen. Die Ratings werden von den Klienten bezahlt, ein Umstand der immer wieder für Kritik sorgt. Ratingagenturen wie Moody’s, die sich gegen eine Hand voll anderer Agenturen am Markt behaupten müssen, kann ein Interessenskonflikt unterstellt werden. Die Klienten, die in der Regel ein Interesse an guten Ratings haben, die diese Ratings selbst bezahlen, werden tendenziell zu einer Agentur gehen, bei der sie ein besseres Rating erwarten können. Dieser Umstand führte auch dazu, dass gute Ratings für Finanzprodukte vergeben wurden, die nach praktikablen Maßstäben nicht zu bewerten waren oder sogar hoch riskant waren, was auch zur Finanzkrise 2008 beigetragen hat. Ein anderer Kritikpunkt ist das Oligopol, bestehend aus 3 Ratingagenturen, zu denen auch Moody’s gehört und welches durch Regularien der SEC gesichert ist.

Neben dem bekannten Rating-Geschäfte, verfolgt Moody’s über sein Segment Moody’s Analytics aber auch eine eigene Softwaresparte, die Tools und andere Angebote in dieser Richtung macht. Allerdings nimmt dieses Segment mit nur rund 38,8 Prozent der Umsätze ein. Insgesamt ist das Unternehmen sehr gut aufgestellt und mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent die aktuelle Nummer 2 nach dem Hauptkonkurrenten S&P Corp. Die Margen sind sehr gut und das Unternehmen kann starke Cashflows erwirtschaften, was einen gesicherten Betrieb wahrscheinlich macht. Allerdings gibt es auch negatives in der Bilanz zu sehen. Zum einen fällt der sehr hohe Goodwill von über 50 Prozent auf, zum anderen hat das Fremdkapital stark zugenommen. Gerade der Goodwill könnte größere finanzielle Risiken bedeuten, sollte eine Neubewertung durchgeführt werden müssen und es zu außerordentlichen Abschreibungen kommt. Bemerkenswert ist hier auch, dass das Eigenkapital in mehreren Jahren negativ in der Bilanz stand. Das kann auf die Aktienrückkäufe von Moody’s zurückgeführt werden, da das Unternehmen diese als Treasury Stock in die Bilanz genommen hat.

Das Wachstum welches Moody’s über die letzten 10 Jahre erzielen konnte, ist beachtlich, gerade für eine Firma, die bereits eine Größe wie die von Moody’s erreicht hat. Berücksichtig man neben den guten Margen von Moody’s hier auch noch die guten Kapitalrenditen, mit Ausnahme der Eigenkapitalrendite, sin diese auch als gut zu bewerten. Daraus leite ich auch eine gute Arbeit des Managements ab. Was selbiges angeht, gefällt mir hier vor allem, dass langjährige Mitarbeiter auf hohe Posten berufen werden, dort auch lange bleiben und in der Regel größere Aktienpositionen des Unternehmens halten.

Insgesamt sieht das Geschäft von Moody’s somit gut aus. Die Nachfrage nach Ratings ist durch die gesetzlichen Vorgaben gesichert, solange Unternehmen Kapital an den Finanzmärkten suchen und die Marktstellung des Unternehmens ist von außen durch die Regelungen der SEC nur schwer angreifbar.

Fazit: Ich halte Moody’s für ein durchaus kritikwürdiges Unternehmen, allerdings sind seine Qualitäten für eine Investmententscheidung das gewichtigere Argument. Hier stellt das größte Pfund für das Unternehmen nach meiner Auffassung die SEC dar, deren Gesetzgebung die Position des Unternehmens sichert und ihm einen starken Wettbewerbsvorteil gegenüber jungen oder kleineren Konkurrenten gibt. Darin liegt aber auch ein Risiko, denn zum einen können sich die Gesetze ändern und damit der Wettbewerbsvorteil entfallen, zum anderen stellt die Bedeutung des US-Amerikanischen Kapitalmarktes als größter und wichtigster Markt sicher, dass Moody’s eine herausragende Bedeutung hat. Sollte der US-Markt an Wichtigkeit verlieren, schwindet folgerichtig auch die Bedeutung von Moody’s. Ich präferiere hier eine Bewertung nach Cashflows, da ich diese als besonders solide und als guten Wertmaßstab für das Unternehmen erachte. Ich betrachte aber auch die KGV Bewertung und nehme hier den über das faire KGV ermittelten Wert von rund 200,00 bis 235,00 US-Dollar als möglichen fairen Wert an. Simplywall.st kommt bei seiner Bewertung auf rund 388,00 US-Dollar, was nahe dem aktuellen Kurswert liegt. Lege ich hier pauschal eine Sicherheitsmarge von 20 Prozent an, würde der faire Wert mit Absicherung bei rund 310,00 US-Dollar je Aktie zu suchen sein. Bei diesem Kurs würde ich nach einem Einstieg in Moody’s suchen, da ich das Unternehmen insgesamt als robust ansehe.

Ich hoffe die Analyse war interessant zu lesen.

Peter Merkle

Weitere Analysen gibt es hier.

No votes yet.
Please wait...

You may also like

Leave a Comment