Modern Value Investing

Marcel’s Depot

altueller DEPOT-Überblick:

UnternehmenBrancheTrendDepotanteilStrategie
3MMischkonzernpriv / industr. Konsum1,46%Dividenden
AdidasKonsumgüterDirect-to-Consumer1,39%
AdobeSoftwareDigitalisierung / Workflow3,05%Buy and Hold
AirbnbTouristikReisen / Plattform1,55%Buy and Hold
Air LiquideIndustriegaseWasserstoff / Industrieversorger1,52%Buy and Hold
AlibabaE-CommerceRetail / Fintech / Cloud2,07%Buy and Hold
AlphabetAll-TechSocial Media / Ads5,28%Buy and Hold
AltriaKonsum / TabakE-Cig2,81%Dividenden
AmazonE-CommerceRetail / Media / Cloud10,37%Buy and Hold
AmerescoEnergie ServicesGreen Stock2,19%Langfr. Trade
American TowerREIT-Funkmasten5G1,33%Buy and Hold
AppleKonsumgüterWorkflow / Media / Lifestyle8,85%Buy and Hold
AT&TTelekommunikation5G1,29%Dividenden
AumannMaschinenbauE-Mobility0,26%Sell
BayerPharma / Agrardemogr. Wandel / Gesundheit1,41%Buy and Hold
CerenceSoftwareKI / autonomes Fahren1,15%mittelfr. Trade
CrowdStrikeSoftwareCyberSec1,56%Buy and Hold
Enphase EnergySolarGreen Stock0,42%langfr. Trade
eXp WorldImmo-SoftwareDigitalisierung / Marktplatz / SocialMedia0,65%mittelfr. Trade
FacebookSocial MediaAds / VR3,40%Buy and Hold
HubSpotSoftwaresteigender Marketing Bedarf2,39%Buy and Hold
IlluminaGesundheitpersonalisierte Medizin / CRISPR2,06%Buy and Hold
JinkoSolarSolarGreen Stock1,49%langfr. Trade
LivePersonSoftwareKI1,35%langfr. Trade
Match GroupSoftwareDigitalisierung der Partnersuche1,16%langfr. Trade
MicrosoftAll-TechCloud / Gaming / Workflow / Digitalisierung3,77%Buy and Hold
M/I HomesEigenheimHausbau0,72%
MowiFishfarmingwachsende Weltbevölkerung0,30%Buy and Hold
NextEra EnergyEnergieversorgerwachsender Energiebedarf / Green Stock1,85%Buy and Hold
NVIDIAChipherstellerGaming / KI / Deep Learning / auton. Fahren4,49%Buy and Hold
PalantirSoftwareKI / Big Data0,74%
PaychexSoftwareDigitalisierung2,03%Buy and Hold
PinterestSocial MediaAds0,70%
Proto Labs3DOutsourcing 3D0,75%
ServiceNowSoftwareWorkflow / Cloud1,89%Buy and Hold
SquareFintechDigitalisierung der Zahlungsströme1,83%Buy and Hold
StrykerMedizintechnikdemografischer Wandel / wachsender Wohlstand2,55%Buy and Hold
Sierra WirelessChiphersteller5G / IoT0,41%kurzfr. Tade
Teladoc HealthTelemedizinDigitalisierung / Medizin / Big Data0,64%Buy and Hold
TencentSocial MediaSocial Media / Payment / Gaming3,10%Buy and Hold
Thermo FisherMischkonzernwachsender Pharma-/ Biotech-Bedarf1,76%Buy and Hold
T Rowe PriceVermögensverwaltersteigender Investitionsbedarf /-verwaltung2,94%Buy and Hold
Trade DeskSoftwareDigitalisierung – Ads2,18%Buy and Hold
VisaPaymentwachsender Wohlstand / Konsum2,10%Buy and Hold
Walt DisneyKonsumErlebnis / Streaming1,67%
ZscalerSoftwareCyberSecurity1,26%Buy and Hold
ZuoraSoftwareIntegration Subscription0,54%Buy and Hold
%uale Gewichtung Stand 01.05.2021

altuelle STRONG-BUY-Liste:

AbbviePharmaLebensqualitätKauf bei Cash im Dividendendepot
Affirm HoldingsFinteche-CommerceKauf bei deutlichen Rücksetzer
EPAM System SoftwareDigitalisierungKauf bei deutlichen Rücksetzer
ExponentConsultingGreen StockKauf bei deutlichen Rücksetzer
DanaherMed-Tecsteigende LebenserwartugKauf bei Gelegenheit
SolarEdgeSolarGreen StockKauf bei signifikanten Rücksetzer
Tyler TechnologiesSoftwareGov-TechKauf bei Gelegenheit
Stand 31.03.2021

Entwicklung Dividenden:

JahrDividenden%uale Entwicklung
2016127,82€
2017394,98€+209%
2018690,30€+75%
2019664,47€-4%
2020751,19€+13%
2021255,94€
Stand: 03.05.21

Neuigkeiten

08.04.2021 Kauf Zuora zu 13,84€ (WKN: A2JHJJ) zur Vorstellung

Abo-Modelle sind im Prinzip nichts neues. So gibt es seit Jahrenzehnten die Möglichkeit Zeitungen / Zeitschriften zu abonnieren. Aber auch Pay-TV ist mit diesem Modell seit Jahren umsetzbar. Die Digitalisierung eröffnet den Zugang zu neuen Dienstleistungen und Produkten. Insbesondere Software-as-a-Service rückt immer stärker in den Vordergrund. Nachvollziehbar ist dieser Wandel, weil man aus Kunden- und Anbietersicht mehrere Vorteile hat. Vorteile sind zum Beispiel regelmäßige und somit planbare wiederkehrende Einnahmen/Ausgaben. Zudem ist es für die Anbieter sehr margenreich so ein Modell zu betreiben. Einmal in die Unternehmensprozesse implementiert ist es skalierbar. Eine Ursache warum Investoren bei einigen Tech-Unternehmen eine hohe Bewertung hinnehmen. Möchte ein Unternehmen auf ein Abo-Modell umstellen, so ist dies Softwareseitig nicht immer leicht. Zuora bietet seinen Kunden ein fertiges System, mit dem es leicht wird Abo-Modell-Prozesse umzusetzen und analytisch auszuwerten. Dementsprechend hoch ist das Marktpotenzial der Zuora Aktie. Um das Investmentcase nochmal zu skizzieren, muss man bedenken, dass nicht nur Software in einer Art Abo nutzbar ist. Immer mehr Produktanbieter bieten ein Abo-Modell an. Beispielsweise das Food Start-Up YFOOD, welches seinen Kunden ein individuelles Abo für seine Produkte anbietet. So kann man sich als Kunde aller X-Wochen eine neue Bestellung liefern lassen. Die Kundenliste von Zuora beinhaltet prominente Unternehmen. Das Wachstum von Zuora ist im Corona-Jahr 2020 etwas geringer geworden. Nach der Pandemie könnte Zuora aber ein Gewinner sein, da Unternehmen wieder investieren werden und ggf. auch Abo-Modelle integrieren werden. Gewiss ist dieses Investment als spekulativ zu beurteilen. Geht das Szenario auf, so hat das Unternehmen potential zu einen Tenbagger. Von diesem Begriff bin ich zwar kein Fan, jedoch liegt es in diesem Fall relativ nahe. Für ein Unternehmen aus dem Tech-Sektor ist Zuora relativ gering bewertet. Zum Zeitpunkt des Kaufes wurde Zuora mit unter 1,7 Mrd. $ bewertet. Das entspricht einem KUV von knapp 5. Gewinne werden noch keine erzielt, da der Fokus weiter auf Wachstum liegt, was ich als Investor sehr begrüße. Wichtiger ist der Punkt, dass Zuora positiven Cashflow erzielt und so aus eigenen Mitteln wachsen kann. Charttechnisch befand sich die Aktie lange in einem Abwärtstrend. Nach dem Corona-Tief im März 2020 kämpfte sich die Aktie wieder in den Bereich der Vorkrisenzeit zurück. Sollte der Kurs über die 16,55$ ausbrechen, so ist eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) aufgelöst. Dieses Chartmuster kündigt einen Trendwechsel an und generiert damit ein Kaufsignal.

08.04.2021 Verkauf Cellink zu 45,40€

Klassische Kursbewegung bei Cellink. Nach dem Einstieg am 26.03. stieg der Kurs in kurzer Zeit auf ein neues AZH. Demzufolge nutzte ich erneut die Chance und veräußerte die Position mit +19%. Die Gewinnmitnahme wurde erneut umgeschichtet. Sollte Cellink, wie üblich, 15 – 20% korrigieren, werde ich eine erneute Position aufbauen.

26.03.2021 Kauf Cellink zu 38,25€ (WKN: A2PX00) zur Vorstellung

Keinen halben Monat später erwerbe ich die Position von Cellink AB zurück. Die langfristige Story sowie der Chart sind weiter intakt. Die Tradingaktivität hat sich ausgezahlt. Der Chartverlauf hinterlässt ein markantes Muster, welches zum traden einlädt. Erfolgreicher allerdings sind Buy-and-Hold-Anleger bei Cellink. Das Investmentcase für Cellink habe ich im Beitrag vom 30.12.2020 erläutert. Dem ist noch hinzuzufügen, dass die Quartalszahlen deutlich die Erwartungen der Analysten übertroffen haben. Das gibt weiter Auftrieb.

19.03.2021 Kauf Thermo Fisher zu 377,65€ (WKN: 857209)zur Vorstellung

Lange befand sich Thermo Fisher auf meiner Strong-Buy-List. Nun befindet sich das Qualitätsunternehmen im Langzeit-Depot. Buy and Hold verfolge ich mit dieser Position. Charttechnisch bot sich eine attraktive Gelegenheit, nachdem die Konsoldierung den Kurs auf die Unterstützungen fallen lies. Diese hielt zuverlässig. Diese Chance nutzte ich. Profitieren wird das Unternehmen in Zukunft von den weiter steigenden Forschungsausgaben weltweit. Die Dienste und Produkte von Thermo Fisher, werden in den kommenden Jahren mehr und mehr gebraucht. Der Wettlauf gegen die bislang noch nicht heilbaren Krankheiten, werden der Pharmaindustrie noch einiges an Kapital abverlangen.

19.03.2021 Verkauf Covestro zu 55,70€

Mit Covestro verlässt der letzte traditionelle Zykliker mein Depot. Nachdem ich im Frühjahr 2017 viel zu hoch eingestiegen bin, hielt ich die Aktie überwiegend im signifikanten Minus. Lediglich die Dividenden boten einmal im Jahr trost. Nachdem die Rally der Zykliker und der Value-Werte stattgefunden hat, entschied ich mich nun die Position im Minus zu verkaufen. An einer anderen Stelle wartet ein Unternehmen, mit dem ich mich deutlich wohler fühle.

17.03.2021 Kauf Xiaomi zu 2,77€ (WKN: A2JNY1) zur Vorstellung

Mitte Januar trennte ich mich von meiner Xiaomi-Tradingposition. Der Grund war die Unsicherheit der Tatsache, dass Xiaomi auf die Blacklist geraten ist. Mittlerweile hat das Gericht entschieden, dass dieser Schachzug der Trump-Administration unhaltbar war. Daher wurde die Unsicherheit gebannt und die Aktie sprang nach einer zweimonatigen Konsolidierung wieder an. Diesen Zeitpunkt nutzte ich, um eine erneute Trading-Position zu eröffnen. Gleichzeitig veröffentlichte Xiaomi seinen neuen Smartphones für den wichtigen eurpoäischen Markt. Das neue Flagschiff Mi 11 scheint ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis für ein Oberklassengerät zu bieten. Die Mittelklasse wurde auch durch neue Modelle ersetzt. Das könnte weiter für Auftrieb sorgen. US-Bürger dürfen jetzt wieder über ihren Broker Xiaomi ADR’s kaufen. Das könnte den Weg auf alte Höhen stützen. Mein Kursziel liegt bei 4,5€. Spätestens dann werden die Gewinne mitgenommen.

17.03.2021 Verkauf Cellink zu 41,35€

Eine kurzfristige Gewinnmitnahme bei Cellink, nachdem der Kurs einen typischen Anstieg vollzogen hatte. Nach einem neuen Hoch setzt der Kurs zuverlässig zurück. Da sich mitte März eine weitere Opportunität aufgetan hat, habe ich den Gewinn mitgenommen. Cellink ist nach wie vor auf der Strong-Buy-Liste.

11.03.2021 Kauf eXp World Holdings zu 42,8 (WKN: A2H6LH)

Das Kapital der Cloudera Position wird sofort wieder investiert. Vom Wachstumsunternehmen, welches kaum noch so genannt werden kann, zu einem Unternehmen, welches das Immobiliengeschäft digitalisiert. Die cloud-basierte Plattform exprealty.com verbindet Immobilien-Marktplatz und Social Media miteinander. Netzwerkeffekte unter Maklern und eine attraktive Provision für eXp , locken immer mehr Makler auf die Plattform. Wirft man einen Blick auf die Oberfläche, so findet man einen klassischen Immobilien Marktplatz. Schaut man genauer hin, so kann man die Angebote kommentieren, liken und teilen. Die Folge ist, dass Nutzer, Makler und Kunden tendenziell mehr Zeit auf der Plattform verbringen. Außerdem ermöglicht es eXp einen virtuellen Rundgang für jegliche Immobilie zuz ermöglichen, welche auch Live vom Anbieter kommentiert werden können. Makler erhalten zur Vergütung Aktien von eXp World Holdings. Das führt dazu, dass Makler freiwillig verstärkt über diese Plattform handeln. Schließlich geht es um ihren eigenen Geldbeutel. Bislang ist das Unternehmen in den USA tätig. Seit neustem expandiert man in weitere Märkte, wie Brasilien, Kanada und Mexiko. Das Wachstum spricht für die Win-Win-Situation der Plattform. Das Wachstum betrug unglaubliche 99% vom Jahr 2018 zu 2019. Die aktuellen Quartalszahlen komplettierten auch das gesamte Jahresergebnis von 2020. Demnach wuchs man auch im letzten Jahr noch 75%. Auf diesem Niveau ist das eine echte Leistung. Der Ausblick für 2021 verspricht erneut ein hervorragendes Jahr. Dafür spricht die Expansion in andere Länder, sowie die weitere Gewinnung von Kunden und Maklern auf dem Heimatmarkt. Der CEO und Gründer Glenn Sanford hält 29% der Anteile und hat somit ein wahres Interesse am langfristigen Erfolg seines Unternehmens. Die Vanguard Group hält ebenfalls 5,8% der Aktien. Namenhafte Investoren an Board zu haben, gibt enorme Sicherheit. Wer nun denkt, dass das Unternehmen aufgrund des Wachstums defizitär arbeitet, der irrt. Seit 2020 weist man Gewinne aus. Charttechnisch gab es einen kräftigen Rücksetzer im Zuge des Tech-Rücksetzers. Diese Chance nutzte ich um einen Einstieg zu finden. Die Trendwende könnte sich gebildet haben. Die starken Quartalszahlen, sollten weiter support geben.

11.03.2021 Verkauf Cloudera zu 11,30€

Nach Bekanntgabe der vergangenen Quartalszahlen (Q4/2020) entschied ich mich die Tradingposition zu schließen. Zwar konnte ich die Position mit Gewinn veräußern, jedoch war der Gewinn schon deutlich höher. Dennoch muss man dann rational reagieren und der Verkauf war noch rechtzeitig, bevor der Wert weiter korrigierte.

05.03.2021 Nachkauf JinkoSolar 35,35 (WKN: A0Q87R) + Nachkauf Ameresco 35,60€ (WKN: A1C2FD)

Die Rücksetzer fanden nicht nur im Tech-Sektor statt. Eine Vielzahl der Green-Stocks haben ebenfalls deutlich nachgegeben. Diese Chance nutzte ich, um vorhandene Positionen weiter aufzustocken. Am langfristigen Investmentcase hat sich in meinen Augen nichts verändert. Die Bewertung des chinesischen Solarunternehmens JinkosSolar ist nach wie vor gering und auch charttechnisch könnten wir das Tief gesehen haben. Die Position ist nun voll. Einen weiteren Nachkauf werde ich nicht in Betracht ziehen. Ähnlich verhält es sich bei Ameresco. Der Rücksetzer schrie nach einem Nachkauf. Das Investmentcase ist ebenfalls intakt und der Green-Deal der Amerikaner wird die Nachfrage nach den Produkten von Ameresco weiter befeuern.

04.03.2021 Kauf The Trade Desk zu 551,40 (WKN: A2ARCV)zur Vorstellung

Digitale Werbekampagnen werden immer wichtiger. Vom Dienstleister bis hin zum Konsumgüterunternehmen haben alle Marktteilnehmer ein Ziel. So ressourcenschonend wie möglich den jeweiligen Kunden erreichen. Das World Wide Web wächst und wächst von Jahr zu Jahr. Dementsprechend schwierig ist es digitale Werbung zu platzieren. Die Software von Trade Desk ermöglicht es seinen Kunden digitale Werbekampagnen auf verschiedenen Devices und über diverse Wege an die Zielgruppe zu bringen. Der Online-Handel breitet sich weiter aus. Die Corona-Krise hat ihren Anteil daran. Das kommt dem Software Unternehmen zugute. Nach einem deutlichen Rücksetzer im Tech-Sektor und einer zwischenzeitlichen enormen Überbewertung, nutzte ich die Chance für einen langfrisigen Einstieg. Tendenziell ist dies eine Buy-and-Hold-Position. Je nach stärke des Anstiegs, halte ich mir Gewinnmitnahmen offen. Langfristig betrachtet ist der Aufwärtstrend sowie die Wachstums-Story intakt. Auch wenn ich einen Tag zu früh gekauft habe, ist die Position mittlerweile deutlich im Plus.

01.03.2021 Kauf Square zu 194,72 (WKN: A143D6)zur Vorstellung

Schon lange habe ich Square auf meiner Watchlist gehabt. Im Corona-Tief bei 40$ noch darüber nachgedacht zu kaufen. Leider hatte ich damals PayPal als klaren Favorit für mich gesehen. Mittlerweile hat sich die Cash App als ein starken Wachstums- und Profittreiber entpuppt. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass Square einiges richtig macht. Gefühlt sehr teuer, kaufte ich den Rücksetzer nach den Quartalszahlen, die alle Erwartungen in den Schatten stellten. Dieses mal nutzte ich die Chance. Geplant ist es die Aktie langfristig zu halten. Für weitere Fantasie spricht, dass die Cash App erst 38 Mio. Kunden in den USA zählt. Da ist noch einiges an Wachstum denkbar. Außerdem steht die Internationalisierung bevor. Sollten die Produkte von Square nur annähernd so erfolgreich sein wie in Nordamerika, so wird die Bewertung von Square weiter steigen. Darüber hinaus investierte Square mittlerweile mehr als 220 Mio $ in den Bitcoin. Da meine Haltung generell skeptisch ggü. Bitcoin und dessen Akzeptanz ist, möchte ich mich langfristig nicht komplett dem Markt entziehen. Umso mehr prominente Unternehmen den Bitcoin akzeptieren, umso erfolgreicher wird die private Währung sein. Sobald die Touristik- und Reisebranche wieder Umsätze einfahren kann, wird man das auch an den Ergebnissen von Square bemerken. Die Zahlungen über die Square Terminals sowie die Transaktionen via Cash App werden weiter zulegen. Sollte die Aktie noch weiter zurücksetzen, ist ein Nachkauf für mich denkbar.

10.02.2021 Kauf Match Group zu 143,00 (WKN: A2P75D)zur Vorstellung

Tinder und Co. sind wieder zurück in meinem Depot. Nachdem ich vor ein paar Jahren die Aktie mit einem sehr starken Gewinn veräußern konnte, bot sich nun wieder ein Einstieg an. Dafür sprechen drei Gründe. Der erste Grund waren schlichtweg die starken Quartalszahlen. Wenngleich Umsatz und Gewinn innerhalb der Erwartungen lagen, konnte man aber die Marge deutlich steigern und auch die MAUs (Monthly Activ User) sind deutlich angestiegen. In Zeiten der weltweiten Lockdowns konnten Menschen kaum oder keine neuen sozialen Kontakte über traditionelle Wege schließen. Bars und Clubs hatten geschlossen und da bietet unter anderem Tinder eine gute Alternative um Kontakte zu knüpfen. Wer einmal die Vorteile des Online-Datings kennenlernen durfte, wird wahrscheinlich der Plattform treu bleiben. Sicher gibt es auch berechtigte Nachteile, doch welche Alternative bleibt? Einsamkeit? Beziehungsweise nach dem Reopening den Mut aufzubringen potentielle Partner in der Bar anzusprechen? Für den ein oder anderen sicher kein Problem.Für die Masse ist es jedoch leichter, zeitsparender und einfacher auch die Partnersuche zu digitalisieren. Ein zweiter wichtiger Grund für den Kauf, war die Bekanntgabe der Übernahme von dem südkoreanischen Tech-Unternehmen HyperConnect. HyperConnect bietet zwei beliebte Apps, mit fortschrittlichen Technologien, die die Match Group nun bei Tinder, aber auch bei den zahlreichen weltweiten Alternativen von Tinder, implementieren. In meinen Augen ist die Übernahme eine gelungene Investition in die Zukunft des Unternehmens. Am 11.02.2021 war der Börsengang des Konkurrenten Bumble an der NASDAQ. Der Konkurrenzkampf ist weiter groß, weshalb man investieren muss, um den Kunden einen Mehrwert zu bieten. Der dritte Auslöser meines Kaufs, war der charttechnische Ausbruch auf ein neues AZH und die damit verbundene mögliche Trendfortsetzung. Als Pivotal-News-Point dient die Nachricht der Übernahme und könnte in den kommenden Wochen und Monaten weiter Auftrieb geben.

10.02.2021 Kauf Zscaler zu 185,00 (WKN: A2JF28)

Lange stand Zscaler auf meiner Strong-Buy-Liste. Nach dem Verkauf der Tradingpositionen AppFolio und Qualys, nutzte ich das frei gewordene Kapital zum Einstieg bei diesem CyberSecurity Wert. Neben CrowdStrike ist Zscaler ebenfalls eines der erfolgreichsten CyberSec-Werte. Gewiss ist die Bewertung von Zscaler sehr hoch. Dennoch ist noch einiges an Luft im Vergleich zu CrowdStrike. Zudem werden die Ausgaben für CyberSec-Dienstleistungen weiter steigen. Die wirtschaftlichen Schäden durch verschiedenste Angriffe aus dem Netz, sind enorm hoch. Der Fall Symrise und die Attacken auf die US-Regierungsbehörden zeigen dies deutlich. Mit Zscaler und CrowdStrike habe ich die beiden Branchenführer im Depot. Das rundet diesen Sektor in meinem Depot ab, weil Zscaler weltweit mehr Kunden verzeichnet, währenddessen CrowdStrike überwiegend in den USA aktiv ist (noch). Charttechnisch ist der Aufwärtstrend ungebrochen.

10.02.2021 Kauf Enphase Energy zu 176,24 (WKN: A1JC82)

Die Quartalszahlen des Solar-Stock’s zeigten einen Anstieg des Wachstums, was die Aktie kurzzeitig auf das AZH führte. Nach dem Einstieg lies der Green-Deal-Profiteur zwar noch etwas federn, dennoch sollten die Quartalszahlen weiter für Auftrieb sorgen. In wenigen Wochen wird das Thema Green Deal, unter der US-Administration von Biden, wieder in den Vordergrund rücken. Langfristig werden die Unternehmen aus der Solarbranche weiter eine stark ansteigende Nachfrage erleben. Enphase Energy ist in der Gewinnzone bietet laut Website eine Palette von Produkten, die eine breite Vielfalt von Kunden anspricht. Charttechnisch befindet sich die Aktie weiter in einem intakten Aufwärtstrend. Die Trendfortsetzung wurde zwar wieder abverkauft, jedoch stabilisierte sich der Kurs bereits am Folgetag. Der Kauf stellt eine erste kleine Position dar. Sollte der Kurs nochmal in den grünen Bereich laufen, werde ich die Position vervollständigen.

10.02.2021 Verkauf Akamai zu 85,76€

Die Quartalszahlen waren enttäuschend und demzufolge ging meine Spekulation auf ein höheres Wachstum als erwartet wurde nicht auf. Die Konsequenz ist die Gewinnmitnahme. Der Bereich ist zwar weiter interessant, jedoch würde ich in Zukunft auch hier auf die Branchen-Leader setzen. Das sind offenbar aktuell Cloudflare und Fastly. Deren Wachstum ist weiter ungebrochen.

10.02.2021 Verkauf Qualys zu 96,90€

Der charttechnische Ausbruch bei Qualys entpuppte sich in den darauffolgenden Tagen als ein Fehlausbruch. Erst zogen die relativ schwachen Quartalszahlen von Check Point Software Qualys mit nach unten. Kurz darauf bekam das CyberSec-Unternehmen eine Abstufung eines renomierten Analystens. Die daraus resultierende Kursschwäche gab mir den Anlass die Aktie noch vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen am Abend des 10.02.2021 zu verkaufen. Im nachhinein betrachtet war das die richtige Entscheidung. Die Aktie verlor am Tag darauf weitere 13%. Mein Learning aus dem Trade? Setze weiter auf die Branchen-Leader!

10.02.2021 Verkauf AppFolio zu 145,70€

Schneller als erwartet ging der Trade von AppFolio auf. Der Wert näherte sich an die Oberkante des aktuellen Trends. Demnach sicherte ich mir die Gewinne und habe mein Cash Bestand erhöht. Neue Käufe boten sich an anderer Stelle an. AppFolio ist allerdings auf der Watchlist der Wachstumswerte verblieben.

25.01.2021 Kauf AppFolio zu 132,75 (WKN: A14TU7)zur Vorstellung

AppFolio bietet eine cloud-basiertes Softwarelösung für KMU’s im Breich der Immobilienwirtschaft. Dabei stellt AppFolio den Vermietern, Hausverwaltungen und Immobilienunternehmen eine mobile Plattform die Daten aufbereitet, anzeigt und analysiert. Das Wachstum des Unternehmens ist rasant. In den USA wuchs man von 2018 auf 2019 mit über 35%. Im Zuge der Digitalisierung und des Home-Office Trends wird die Nachfrage weiter angestiegen sein. Die Mitarbeiter der Immobilienfirmen benötigen einen Zugriff auf die unternehmensspezifischen Daten in Echtzeit und können diese wiederum pflegen. Die Expansion außerhalb der USA ist denkbar und steigert die Fantasie des Unternehmens. Die hohe Bewertung des Unternehmens ist typisch in diesem Sektor. Allerdings ist AppFolio bereits profitabel. Charttechnisch befindet sich das Unternehmen in einer Seitwärtsphase. Langfristig allerdings ist der Aufwärtstrend völlig intakt. Ein Ausbruch aus der Konsolidierung wird den Anstieg der Aktie weiter befeuern. Dennoch behalte ich es mir vor kurzfristig eintretende Gewinne zu realisieren. Demnach schließe ich es als B&H Titel aus.

25.01.2021 Kauf Qualys zu 108 (WKN: A1J423)zur Vorstellung

Mit dem Kauf von Qualys baue ich den Bereich der CyberSecurity in meinem Depot weiter aus. Qualys ist im Hinblick auf die Bewertung deutlich günstiger als Kandidaten der Peergroup. Dafür wächst Qualys auch nicht mehr so stark. Was das Unternehmen aber ausmacht ist die Profitabilität. Die ist enorm hoch und darüber hinaus ist das Geschäftsmodell dennoch auf dem aktuellen Stand der Technik. Man bietet Cloud-basierte Sicherheits- und Compliance Lösungen. Im vergangenen Jahr wuchs die Qualys Cloud Plattform um 15%. Nicht üppig aber solide. Im Hinblick auf die Ende 2020 eingetretenen Cyber-Attacken, werden Unternehmen und Behörden aller Art weiter in die Sicherheit ihrer IT-Systeme investieren müssen. Das Investmentcase ist über kurz oder lang attraktiv. Die charttechnische Situation gab ebenfalls einen positiven Impuls. Nach einer von Nachrichten stark getriebenen Rally, konsolidierte der Kurs auf einem hohen Nivea. Die ausgebildete Flagge signalisierte ein weiter bullisches Verhalten der Aktie. Der Ausbruch erfolgte, welches ich als Kaufsignal nutzte. Die Haltedauer bestimme ich zunächst einmal nicht. Tendenziell kann ich mir auch ein Buy and Hold vorstellen. Zu bedenken ist allerdings, dass der CEO Philippe Courtot bereits 75 Jahre als ist und das Unternehmen in die Hände eines Nachfolgers legen wird. Er selbst hält 13,8% der Aktien von Qualys. Er wird eine Entschiedung mit bedacht treffen.

25.01.2021 Verkauf iRobot zu 114,48€

Nicht geplant war der Verkauf des Herstellers von Haushaltsrobotern. Wie aus dem nichts stieg der Kurs am 25.01.2021 um in der Spitze 50% auf ein neues Allzeithoch. Nach kurzer Überlegung stellte ich fest, dass mein Trading-Szenario aufgegangen war. Früher als gedacht und stärker als erwartet. Ich setzte ein Trailing Stop Loss, welches dann auch griff. Im nachhinein betrachtet ein glücklicher Zug, da die Aktie wieder auf 95€ fiel. Gewinne schaden nicht. Bei einem erneuten Rücksetzer denke ich erneut über einen Einstieg nach. Anbei bemerkt sind die Verluste aus dem Verkauf der VMWare mehr als wett gemacht.

14.01.2021 Kauf Array Technologies zu 41,44(WKN: A2QFA4) – zur Vorstellung

Die Aktie von Array Technologies ist seit der Betrachtung in unserer IPO-Check Folge, in der wir das Unternehmen näher betrachteten, auf meiner Strong-Buy-Liste. Zweifelsohne ist das relativ hoch bewertete Unternehmen zu den Green-Stocks zu zählen. Dieser Vertrauensvorschuss der Investoren könnte berechtigt sein. Zum Geschäftsmodell gehören bewegliche Gelenke für Solarpanelen. Für die Solarindustrie macht es mehr als Sinn, wenn sich die Panelen dauerhaft der Sonne zuwenden können und damit mehr Strom erzeugen können am Tag. Das zeigen auch die Wachstumsraten des Unternehmens. Der Umsatz konnte von 2018 auf 2019 um 122% gesteigert werden. Die Erwartungen der kommenden Jahren könnten konservativ sein, wenn man bedenkt, dass in der USA der Green Deal noch nicht mal beschlossen ist. Erst vor wenigen Tagen kündigte Biden erneut ein Volumen von 1,9 Bio $ an. Jeder potentielle Solarpark könnte auf die Produkte von Array Technologies zurückgreifen. Die Umsätze werden zu über 85% in den USA erzielt. Insofern ist der Expansionskurs möglich und fantasiereich. Die geplante Haltedauer ist nicht weniger als Buy-and-Hold. Charttechnisch bewegte sich die Aktie seit dem Börsengang eher seitwärts. Den Ausbruch auf ein neues AZH nutzte ich für einen Einstieg.

14.01.2021 Kauf Upwork zu 35,56€ (WKN: A2N5QE) zur Vorstellung

Upwork betreibt einen Online-Arbeitsmarktplatz. Auf deren Plattform bieten vor allem Freelancer, Künstler und kreative Menschen ihre Dienste an. Damit sind sie ein Wettbewerber von Fiverr, dessen Wachstum in den vergangenen Monaten enorm war. Die weltweiten Lockdowns unterstützen den Trend dieser Plattformen. Jeder, der sich selbst verwirklichen will, kann dies nun entgeltlich umsetzen. Das ist in meinen Augen ein unterschätztes Argument, was für diesen Markt spricht. Warum habe ich mich für Upwork entschieden? Fiverr erzielt noch deutlich geringere Umsätze und ist mittlerweile fast doppelt so hoch bewertet als Upwork. Des weiteren findet man im Chart von Upwork einen Pivotal News Point, der ein hohes Momentum ermöglichen kann. Den Ausbruch auf ein neues Allzeithoch nutzte ich, um die Aktie in mein US-Wachstumsdepot aufzunehmen. Die Haltedauer ist nicht festgelegt. The trend is your friend.

13.01.2021 Kauf Airbnb zu 139,58$ (WKN: A2QG35)zur Vorstellung

Einen neuen Buy-and-Hold-Titel kaufte ich mir mit Airbnb ins Depot. Warum ausgerechnet jetzt? Die Aktie nahm im vorbörslichen Handel langsam Fahrt auf und setzte an zu einem Ausbruch. Der fand dann auch statt und es folgten auch Kursgewinne am darauffolgenden Tag. Ein guter Start der Position. Der hohen Bewertung bin ich mir bewusst, doch sehe eine große Chance für Airbnb zu den ganz großen Unternehmen der Welt zu gehören. Das Reopening des Tourismus ist nur noch eine Frage der Zeit. Was bleibt nach der Corona-Krise in der Tourisitk-Branche? Voraussichtlich werden deutlich weniger Reisebüros existieren und der Reisemarkt kommt den digitalen Anbietern zu gute. Booking.com und Airbnb werden dementsprechend stärker denn je aus der Krise kommen. Der Trend während des Urlaubs in einer individuellen und ggf. speziellen Unterkunft zu wohnen, wird sich weiter verstärken. Insbesondere die Millenials werden das Reisen individueller gestalten und die Dienste des Airbnb-Marktplatzes nutzen. Mit der Aufnahem der Aktie in mein Buy-and-Hold-Depot bilde ich eine ohnehin unterbesetzte Branche in meinem Depot ab. Touristik fand sich in meinen Depot’s bisher nicht wieder. Das änderte sich jetzt. Der Chart ist nach einem Monat der Börsenpräsenz noch nicht sehr ausgebildet.

13.01.2021 Verkauf VMWare zu 109,43€

Am 13.01.2021 wurde bekannt, dass der CEO Patrick Gelsinger VMWare nach über 8 Jahren in Richtung Intel verlässt. Er baute VMWare von auf und sorgte dafür, dass das Unternehmen erfolgreich ist. Dennoch zeichnete sich in den vergangenen Monaten an, dass der Kurs des Unternehmens, trotz deutlicher Peergroup Unterbewertung nicht weiter Fahrt aufnehmen konnte. Das Unternehmen Dell hält nach wie vor einen großen Teil von VMWare. Sicher auch ein Grund, warum eine gewisse Behäbigkeit zu erkennen war. Ausschlagebend für meinen Verkauf mit deutlichen Verlust war allerdings der Abgang des CEOs. Warum sollte man ein Unternehmen verlassen, welches vermeintlich eine rosige Zukunft hat? Warum geht man zu Intel, die vor einer der größten Herausforderungen deren Unternehmensgeschichte stehen? Dann muss bei VMWare etwas im argen liegen, was ich nicht einschätzen kann. Ich realisiere die Verluste und habe direkt einen Kaufkandidaten gefunden.

13.01.2021 Verkauf Alfen zu 83,30€

Nach einem rasanten Anstieg in kurzer Zeit, kündigte sich eine Abkühlung des Green-Stock-Sektors an. Ein Gewinn von 14 € pro Aktie nehme ich gern mal mit. Bei einem signifikanten Rücksetzer werde ich die Position wieder ins Depot aufnehmen. Langfristig bin ich von Alfen und den Chancen mehr als überzeugt. Ein weiterer Grund des Verkaufs ist auch die Umstrukturierung des Depots.

13.01.2021 Verkauf Xiaomi zu 3,47€

Aufgrund eines organisatorischen Grundes habe ich die Xiaomi Position verkauft. Im Zuge der Neustrukturierung meiner Depot’s verkaufte ich die Aktien von Xiaomi, um das alte Depot schließen zu können. Das ich damit richitg Glück hatte, weil die Aktie am Folgetag um bis zu 15% viel, hatte ich zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht gedacht. Der Grund des Kurssturzes war die Aufnahme der Xiaomi Aktie auf die US-Blacklist. Der letzte Zug des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump richtete sich gegen ein paar weitere chinesische Unternehmen. Die Entscheidung besagt, dass es bis Ende 2021 verboten sein wird die Aktien von Xiaomi zu handeln. Ein potentieller Kauf zu den günstigen Kursen, war zwar verlockend, jedoch durfte ich den Untergang von Huawei in der westlichen Welt beobachten. Entscheidend für mich ist, ob der neue US-Präsident diese Politik fortführt oder ob er den Bann aufheben wird. Sollte er diese Entscheidung nicht dementieren bzw. rückgängig machen, so kann Xiaomi dem Beispiel Huawei’s folgen. 60% des Umsatzes sind Smartphones und 45% der Umsätze werden außerhalb China’s erzielt. Europa ist mittlerweile ein wichtiger Markt für die expansionsstrategie Xiaomi’s. Insofern meide ich das erhöhte Risiko und nehm mir andere Unternehmen vor.

30.12.2020 Kauf Cellink zu 23,25€ (WKN: A2PX00) zur Vorstellung

Mein letzter Kauf für 2020 stellt die Aktie des Bioprinting-Spezialisten Cellink dar. Das Investmentcase, welches ich mit dem wohl spekulativsten Kauf des Jahres verfolge, ist schlichtweg der medizinische Fortschritt. Cellink ermöglicht es mit seinen Produkten, dass Gewebe und Organe durch einen 3D-Drucker gedruckt werden können. Was auf den ersten Blick wie Science-Fiction klingt, ist auf dem zweiten näheren Blick eine große Chance für die Medizin. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und die Technologie eröffnet der Forschung neue Türen, um effizienter, effektiver und einfacher zu testen. Ein Bild machst du dir am besten auf der Website von Cellink. Der medizinische Fortschritt ist für mich Herzensache. Eine Welt in der schwere Krankheiten vermieden werden können, ist eine bessere. Cellink zählt bereits einen prominenten Kundenstamm. Mit Bayer und Novartis sind nur mal zwei davon benannt. Das 2016 gegründete Unternehmen ist zwar noch sehr jung, aber die jüngsten Entwicklungen sind vielversprechend. Das gilt auch für die Entwicklung der fundamentalen Daten. Einen Vorteil gegenüber einigen Wettbewerbern ist, dass Cellink selbst die Bio-Tinte (Bioink) herstellt und vertreibt. In der Liste der Hauptaktionäre, finden sich große Teile aus dem Board wieder. Der CEO und der CFO halten gemeinsam allein 33% des in Bosten ansässigen Unternehmens. Ein potentieller Tenbagger könnte die Aktie sein. Dennoch muss ich an dieser Stelle erwähnen, wie spekulativ diese Position ist. Demnach ist natürlich vorsicht geboten. Die charttechnische Situation ist positiv zu bewerten. Der Aufwärtstrend ist intakt. Aufgrund der hohen Bewertung, könnte ein starker Rücksetzer jederzeit möglich sein. Die Devise lautet: wenn du spekulativ kaufst, sei dir dem bewusst.

16.12.2020 Kauf Ameresco zu 38,80€ (WKN: A1C2FD) zur Vorstellung

Mit dem Kauf der Ameresco Aktien erweitere ich die Green-Stocks in meinem Portfolio. Die klassischen Green-Stocks im Bereich Solarmodule oder Wasserstoff sind aktuell sehr heiß gelaufen. Diese Bewertung muss fundamental erstmal geliefert werden. Auf der Suche nach einem Green Stock, welches möglicherweise unterbewertet sein könnte, traf ich auf das Unternehmen Ameresco. Ameresco ist ein vielfältiger Anbieter für Energiedienstleistungen. Konkret bedeutet das, dass das Unternehmen Aufträge umsetzt, die Behörden, öffentliche Einrichtungen oder auch private Unternehmen, geben, um energieeffizienter und -sicherer agieren zu können. Infrastrukturprojekte, wie Netzwerke werden effizient und umweltfreundlich kostruiert und umgesetzt. 70% der Umsätze werden durch staatliche Behörden erzielt. Ein triviales konkretes Beispiel ist der Austausch von Glühlampen an Straßenlaternen in LEDs in den Ortschaften. Stark zunehmen werden aber auch die privaten Aufträge im Zuge des Nachhaltigkeitsbewusstseins, der sich in der gesamten Welt ausbreietet. Kommt der Green Deal der USA, so werden einige Mrd. $ in den Ausbau der staatlichen Einrichtungen fließen, um diese nachhaltiger aufzustellen. Ein positives Zeichen ist die Aktionärsstruktur. Der CEO hält 11% der Aktien und ist somit stark daran interessiert nachhaltigen Mehrwert für seine Aktionäre zu generieren. Die fundamentale Bewertung des Unternehmens ist im Vergleich zu den meisten bekannten Green Stock’s moderat. Mit einer MarketCap in Höhe von 2,8 Mrd. $ und einem Umsatz im Jahre 2020 in Höhe von voraussichtlich 1 Mrd $, ergibt sich ein KUV von 3. Dabei macht das Unternehmen seit Jahren Gewinn, der zuverlässig von Jahr zu Jahr gesteigert werden kann. Der Trend wird die Bewertung weiter in die Höhe treiben, da der Wandel zur Nachhaligkeit erst begonnen hat und meines Erachtens nach noch lange nicht den Höhepunkt erreicht hat. Ich bin gespannt, ob diese Spekulation aufgeht. Ein Blick auf den Traderfox Qualitäts- und Wachstums-Score beruhigt ungemein, da diese sehr hoch ausfallen. Das zeigt ein solides Unternehmen mit einem starken finanziellen Fundament.

16.12.2020 Teilverkauf iRobot zu 65,50€

Geringfügig habe ich meine iRobot Position verringert. Die Gründe hierfür sind vor allem eine gute Rally und eine Gefahr, die die Lieferketten des Haushaltsroboter-Hersteller betreffen. Ein weiterer harter Lockdown könnte die Kosten zur Aufrechterhaltung der Lieferketten wieder ansteigen lassen. Warum nur ein Teilverkauf? Das Weihnachtsquartal ist für iRobot sehr wichtig und in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Die charttechnische Situation ist ebenfalls positiv, weshalb ich einen kompletten Verkauf für unsinnig halte. Das freigewordene Kapital wird verwende, um den grünen Sektor im Depot auszubauen.

16.12.2020 Kauf Apple zu 103,14€ (WKN: 865985)

Es hat nicht lange gedauert, da konnte ich den Verkauf der Pluralsight-Aktien wieder neu investieren. Ich habe mich dazu entschieden Apple eine noch höhere Gewichtung in meinem Depot zu geben. Das steht garantiert in keinem Lehrbuch einen Wert im Depot eine zu hohe Gewichtung zu geben. In diesem Fall ist es die Summe der kleinen Teile, die zu meiner Entscheidung führte. Seit dem Aktiensplitt ist die Aktie von Apple in eine Konsolidierungsphase übergegangen. Diese verlief, wie im Chart zu sehen, seitwärts und wenig volatil. Der Kurs hielt sein Niveau und bildete einen steigenden Keil. Das ist eine bullische Chartformation, wenn sie in einem positiven Ausbruch endet. Zum Zeitpunkt des Kaufes setzte der Kurs nochmal von oben auf das Chartmuster. Ein positives Signal und ein Auslöser meiner Kaufentscheidung. Aus fundamentaler Sicht muss man erwähnen, dass die Q3 Zahlen aus nachvollziehbaren Gründen nicht, die ohnehin hohen Erwartungen, getroffen haben. Die COVID-19 Pandemie sorgte dafür, dass der Verkaufsstart der iPhone 12er Modelle ins Q4 verschoben wurde. Ein Blick auf alle anderen reporteten Kennzahlen zeigt aber, dass die Kopfhörer (AirPods) weiter sehr stark nachgefragt wurde. Die Sparte der Dienstleistungen ist sehr stark gewachsen und auch die Entwicklung der MacBooks war sehr erfreulich. Im aktuellen Q4 kommt das Weihnachtsgeschäft hinzu. Das heißt, dass iPhones, Watches, AirPods usw. die Gesichter unter dem Weihnachtsbäumen aufhellen werden. Zudem gefällt mir das Produkt Apple One. Dieses umfasst vier Services aus der Apple Welt für knapp 15$/Monat. Vermutlich wird auch dieses Produkt zu weiterem Wachstum führen. Noch ein weiterer Punkt spricht für starke Zahlen und eine weitere Trendfortsetzung in 2021. Alle iPhone Modelle werden bereits ohne Netzteil und ihne Kopfhörer geliefert. Das ist doch kundenunfreundlich, meint der ein oder andere dazu sagen. Auf dem ersten Blick ja. Auf dem Zweiten spart sich Apple nicht nur die Kosten für das Zubehör, sondern kurbelt den Umsatz der schnelleren Netzteile und der besseren AirPods weiter an. Die Kosten für die globale Lieferkette wird sich stark verringern, denn die Verpackung der iPhone Modelle ist knapp halb so groß, wie die alte Verpackung. Auf ein Schiff/Zug/LKW passen somit knapp doppelt so viele Geräte rein. Daraus folgt, dass die Kosten pro Stück noch weiter gesenkt werden können. Ein paar Tage später kam die offizielle Nachricht. Apple möchte im ersten Halbjahr die Produktion der 12er Modelle um 30% erhöhen. Mit gefällt die Strategie des Luxusgut- und Lifestyleprodukt-Herstellers. Der Ausbruch aus dem Chartmuster wird weiter für Auftrieb sorgen. Die Haltedauer habe ich bei diesem Kauf nicht definiert. Die Ausgangsposition ist nach wie vor 220% im Plus.

16.12.2020 Verkauf Pluralsight zu 16,52€

Nach genau zwei Monaten Haltedauer, habe ich die Aktien von Pluralsight wieder verkauft. Geplant war eine längere Zeit, jedoch kam ein Übernahmeangebot von Vista Equity Partners in Höhe von 3,5 Mrd. $ in die quere. Vista Equity Partners ist ein privates Unternehmen. Damit ist Pluralsight in Zukunft nicht mehr an der Börse handelbar. Pluralsight hat sich bereits zur Übernahme geäußert und wird das Angebot annehmen. Das heißt, dass der Kurs auf dem Niveau des Übernahmeangebots bleiben wird. Um Kapital nicht nutzlos liegen zu lassen, habe ich das Geld herausgezogen, um es anderweitig zu investieren. Leider habe ich jetzt keinen Wert im Depot, der den Bereich E-Learning explizit abdeckt.

14.12.2020 Kauf HubSpot zu 311,80€ (WKN: A12CWQ) zur Vorstellung

Ein weiterer Teil des Sixt-Verkaufs wurde in HubSpot investiert. HubSpot bietet eine cloudbasierte Marketing- und Salessoftwareplattform an. Bekannt wurde das Unternehmen durch die Umsetzung des Inbound-Marketings. Inbound-Marketing ist eine Form der Kundengewinnung, die durch Begeisterung potentieller Kunden geschieht. Anders als beim Outbound Marketing, werden beim Inbound-Marketing die Kunden nicht „kalt“ angesprochen und ggf. genervt. Um diesen kurzen Umriss genauer zu durchblicken hier ein Link zur tieferen Einarbeitung in die Thematik. Ziel des Marketings ist letztend Endes die Gewinnung neuer Kunden. Dabei hilft die HubSpot-Plattform Kunden und Geschäftspartner eine 360 Grad Betreuung zu ermöglichen. HubSpot lässt sich einfach in den Alltag der Geschäftsprozesse implementieren. Ein simples Beispiel ist die Mail eines Kunden, welches automatisch in das CRM (Customer-Relationship-Management) übertragen wird. Das Unternehmen schreibt es auf seiner Website wie folgt: „Software für Marketing, Vertrieb und Kundenservice, die das Wachstum Ihres Unternehmens fördert, ohne dass Sie dafür Kompromisse eingehen müssen. Denn was gut für Ihr Unternehmen ist, sollte auch gut für Ihre Kunden sein.“ Schon Henry Ford sagte damals: „Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“ Die Kunden von HubSpot erzielen einen klaren Mehrwert, der dem HubSpot-Kunden höhere Umsätze erzielen lässt. HubSpot bietet eine SaaS-Plattform (Software as a Service) – ein sogenanntes Abo-Modell, welches sich hoch skalieren lässt und den Cashflow in die Höhe treibt. Dieses Modell erwirtschaftet 95% des Umsatzes. Mit einer Bewertung von knapp 19 Mrd. $ ist HubSpot kein Schnäppchen. Das Wachstum auf der anderen Seite ist sehr hoch, was die Vorschusslorbeeren des Marktes erklärt. Seit 2020 werden Gewinne erzielt und das Unternehmen ist frei von Schulden. Werden die Erwartungen der Analysten erfüllt, so wächst das Unternehmen rasant in seine hohe Bewertung hinein. Den Kauf handhabe ich als sogenannten No-Brainer. Manchmal muss man einfach mal investieren, auch wenn es einem teuer vorkommt. Nach einigen Jahren wird man froh sein, diese Entscheidung getroffen zu haben. Dementsprechend verfolge ich bei HubSpot den B&H-Ansatz. Charttechnisch kam HubSpot sehr stark aus dem Corona-Tief. Nach wenigen Monaten war der Verlust weg. Die Rally setzt sich unaufhaltsam fort. Ein Rücksetzer ist sicher auch wahrscheinlich. Sollte er kommen, so hab ich eine Chance den Einstieg zu verbilligen. Leider bin ich nicht eher auf das Unternehmen aufmerksam geworden. Jedoch bin ich nicht beim Schnäppchenkauf beim Shopping, sondern beim investieren.

14.12.2020 Kauf Cloudera zu 10,34€ (WKN: A2DPXW) zur Vorsellung

Ein Teil der Sixt-Gewinne finden sich im Unternehmen Cloudera wieder. Cloudera ist ein Spezialist für Datenmanagement-Plattformen im B2B-Bereich. Cloudübergreifend sammeln die Cloudera Datenplattformen sämtliche unsortierte Daten auf, filtert, analysiert und verwertet diese und setzt diegewonnenen Erkenntnisse zum maschinellen lernen um. Die Cloudera Plattformen ermöglicht es seinen Kunden via App auf Geschäftsprozesse zuzugreifen und im Zweifel einzugreifen. Der Vorteil für die Cloudera-Kunden sind immense Kosteneinsparungen durch efiizienzgewinne und Vorteile, die nun gehobene Daten, hervorbringen. Ein digitaler Wissensvorsprung. Auf www.cloudera.com kannst du dir das ganze nochmal ausführlich ansehen. Der zu addressierbare Kundenkreis ist nahezu unerschöpflich. Von den Erbauern von Automobilen über die Daten des Straßenverkehrs und deren Infrastruktur bis hin zum Flottenmanagement eines Unternehmens, ergibt sich allein auf der Straße eine Vielzahl von potentiellen Kunden. Überall und nahezu bei allen Prozessen des Alltags werden Daten generiert. Daten werden nicht ohne Grund als das Gold des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Lufthansa, Deutsche Telekom aber auch die Bank of America, Mastercard und Navistar zählen zu den Kunden von Cloudera. am 03.10.2018 gab Cloudera und der Wettbewerber Hortonworks bekannt, dass sie fusionieren wollen. Seitdem hat man knapp 2500 Kunden weltweit. Der Prozess der Integration beider Unternehmen ist abgeschlossen. Ein weiterer positiver Aspekt ist das Abo-Modell des Unternehmens. Kunden, die einmal die Plattform verwenden, werden diese nicht wieder kündigen. So werden beständige und planbare Umsätze erzielt analog des Beispiels von Adobe. Unternehmen der digitalen Welt sind immens hoch bewertet. Cloudera ist zum Zeitpunkt knapp 4 Mrd. $ Wert. Das entspricht einem KUV von 4 und einem KGV von knapp 30 für 2021, was Gewiss nicht hoch ist, vergleicht man es mit anderen Big-Data-Spezialisten. Ab 2021 soll das Unternehmen Cashflow positiv sein und der geplante Umsatz soll weiter stark zulegen. In Q3-2020 hat Cloudera sogar Non-GAAP-Gewinne ausweisen können. Das kam überraschend. Des weiteren wurden die Prognosen erhöht. Sie sind schuldenfrei und haben genug Cash auf der Seite liegen. Aus charttechnischer Sicht ist das Unternehmen durch die Fusion und deren Nebenwirkungen stark unter die Räder gekommen. Die Stabilisierung hat bereits statt gefunden und die letzten Quartalszahlen waren stets positiv. Der neue ausgebildete Aufwärtstrend scheint sich fortzusetzen. Ich sehe Cloudera als einen potentiellen Tenbagger und werde die Aktie nicht so schnell wieder verkaufen.

10.12.2020 Verkauf Sixt VZ zu 60,10€

Wer mich länger kennt, war überrascht vom Verkauf der Sixt VZ-Aktien. In meiner Depotvorstellung lobte ich das Unternehmen in den höchsten Tönen. Dieser Ansicht bin ich nach wie vor. Warum habe ich aber verkauft? Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste Grund ist der, dass das Unternehmen, nachdem es sich wieder einer Prognose für 2020 zugetraut hatte, eine erstaunliche Rally hingelegt hat. Diese führte an der Spitze zur Oberkante des mittelfristigen Abwärtstrendes (siehe Chart). Des Weiteren warten darüber hinaus viele Widerstände auf den Kurs, die Verkäufer anlocken könnten. Der Kurs drohte wieder zu drehen. Der zweite Grund liegt in der aktuellen Politik. am 10.12.2020 wurde es immer wahrscheinlicher, dass es einen neuen Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie geben wird. Nicht nur in Deutschland, sondern europaweit ist dieses Szenario realistisch. Das sich so langsam erholende Geschäftsmodell der Sixt SE wurde erneut auf die Probe gestellt. Ein weiterer Grund, dass die Aktie nochmal abverkauft wird. Der Verkauf erfolgte mit einem satten Gewinn. Das frei gewordene Kapital investiere ich in Unternehmen, die vom Trend der Digitalisierung profitieren und durch Schließungen keinen Schaden erleiden. Sollte der Kurs, wie von mir angenommen, in Richtung 50€ laufen, so werde ich, gesetzt dem Fall, dass die Bekämpfung der Corona Pandemie nach und nach erfolgreich ist, die Aktie wieder ins B&H Depot aufnehmen. Langfristig zeigt sich, dass Unternehmen, wie Sixt die Qualität haben, sich im hart umkämpften Mobility Markt durchzusetzen. Der Kursalarm ist gesetzt.

03.12.2020 Kauf Teladoc H. zu 166,14€ (WKN: A14VPK) Kauf im JustTRADE-Depotzur Vorstellung

In Zeiten von Corona verstärkt sich der Wunsch nach einem Besuch beim Arzt ohne ihm persönlich zu begegnen. Der Aztbesuch wird nach und nach digitalisiert und das bringt einige Vorteile mit sich. 1. Patienten entgehen der Gefahr von Infektionen beim Arzt oder im Wartezimmer. 2. Der Zeit- und Kostenaufwand für Patienten wird deutlich gesenkt. Keine wertvolle Zeit verschwenden, während man im Wartezimmer sitzt oder einen ggf. beschwerlichen Weg auf sich nehmen muss. 3. Für Ärzte ist die Digitalisierung ein Effizienzgewinn. Die Anzahl der behandelbaren Patienten steigt stetig. 4. Steigt die Versorgung der Patienten, da eine regelmäßigere Kontrolle der Gesundheitsdaten abgeglichen werden kann. In meinen Augen eine Win-Win-Situation. Doch was macht das Geschäftsmodell so lukrativ? Die Plattform von Teladoc Health hat bereits eine gewisse Akzeptanz in den USA. Das Geschäftsmodell ist skalierbar und das heißt wachsende Umstäze und Gewinne mit der Zunahme an Kunden. Teladoc ist selbstverständlich nicht der Einzige auf diesem Markt. Konkurrenten, wie Doctor on Demand und Amwell haben das Potenzial auch erkannt und profitieren davon. Aus meiner Sicht ist der Markt der Telemedizin groß genug, dass viele Unternehmen groß werden können. Eine Konsolidierung ist zu erwarten, sobald Marktsättigung eingetreten ist. Dann setzen sich die Unternehmen durch, die ihren Kunden Vorteile verschaffen. Damit ergibt sich ein weiterer Grund auf Teladoc Health zu setzen. Mit der Übernahme von Livongo Health kommt ein weiterer spannender Geschäftsbereich dazu. Die Livongo-Plattform ermöglicht es durch modernste Technologie und Wissenschaft, Daten von chronisch erkrankten Patienten zu analysieren und anschließend auszuwerten. Die ausgewerteten Daten führen dazu, dass die Patienten gecoached werden können, wie sie ihren Gesundheitszustand stetig verbessern können. Insbesondere Diabetes- und Bluthochdruck-Patienten nutzen diese Plattform. Livongo Health wuchs rasant und ist mit einer Bewertung von über 14 Mrd. $ auch kein „Kleiner“ mehr. Teladoc Health zahlt für Livongo Health knapp 16 Mrd $. Zu viel für einige Investoren von Teladoc. Die Aktie knickte nach der Veröffentlichung der Nachricht ein (siehe Chart). In den darauffolgenden Wochen tendierte die Aktie seitwärts. Bei einem Rücksetzer auf 150$, werde ich die Position sehr wahrscheinlich aufstocken. Vom gesamten Konzept des Unternehmens bin ich überzeugt und werde aus diesem Grund die Position als ein B&H betrachten. Sollte die Übernahme noch scheitern, so würde ich meine Entscheidung überdenken.

27.11.2020 Kauf Alfen zu 69,2€ (WKN: A2JGMQ) – zur Vorstellung

Um den Anteil an Grünen-Aktien auszubauen, habe ich mich für die Aktie von Alfen entschieden. Mir ist bewusst, dass die Aktie bereits jetzt hoch bewertet ist. Allerdings gehe ich davon aus, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Europa weiter an fahrt aufnehmen wird. Der deutschen Regierung ist offenbar bewusst geworden, dass es nicht genügend Ladesäulen für Elektroautos gibt. Kurzerhand hat man eine Prämie / Subvention für den Ausbau der Ladesäule beschlossen. Für den privaten Haushalt beispielsweise fördert die KFW-Bank den Ausbau einer Ladesäule mit 900€. Davon wird auch das niederländische Unternehmen Alfen profitieren. Allein das Geschäft der Ladesäulen ist von 2018 bis 2019 ohne Subventionen um rund 113% gewachsen. 2020 und 2021 wird sich dies vermutlich weiter fortsetzen. Die Errichtung von Ladesäulen sind allerdings nicht das einzige Geschäftsfeld des Unternehmens. Darüber hinaus liefern sie auch intelligente Stromnetze und Energiespeicherspeichersysteme für die Industrie. Ein Besipiel findest du HIER. Des weiteren wird Alfen vorraussichtlich auch von dem Trend IoT (Internet der Dinge) profitieren. Schon jetzt sind 35.000 Alfen Produkte mit dem Internet verbunden. (Quelle: HIER). Das vernetzte Auto und die digitale Infrasturktur müssen in Zukunft harmonisch interagieren, um in der Praxis einen effizienten und effektiven Nutzen gewährleisten zu können. Dies ist aber nur ein Beispiel. Der Green Deal schreitet voran. Koste es was es wolle. Die Regierungen weltweit werden weiter Geld in die Hand nehmen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Auch charttechnisch gab es einen Grund für den Kauf. Nach der Konsolidierung auf einem hohen Niveau, ohne nennenswerte Rücksetzer, brach der Kurs nach oben aus. Das Ausbruchsniveau wurde noch einmal getestet und diese Chance habe ich genutzt, um den Wert einzukaufen (siehe Chart). Der Aufwärtstrend könnte nun fortgesetzt werden. Eine festgelegte Haltefrist habe ich mir hierbei nicht gesetzt.

20.11.2020 Kauf JinkoSolar Holdings zu 54,3€ (WKN: A0Q87R)zur Vostellung

Der chinesische Solar-Spezialist Jinko Solar meldete wie auch schon First Solar sehr starke Wachstumsraten in den vergangenen Quartalen. Das Kapital, welches für den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert werden soll, scheint auch in der Wirtschaft anzukommen. Warum habe ich nun Jinko Solar gekauft. Das hat mehrere Gründe. Der erste Grund ist die fundamentale Bewertung der Aktie. Mit einem erwarteten Umsatz in 2020 von rund 5,2 Mrd. $ weißt das Unternehmen, trotz des zuletzt starken Kursanstieges, eine moderate Bewertung in Höhe von 2,6 Mrd $ auf. Im Vergleich zur erweiterten Peer Group könnte dies ein Zeichen der Unterbewertung sein, auch wenn für chinesische Unternehmen immer ein gewisser Bewertungsabschlag anzuerkennen ist. Ein zweiter Grund ist, dass ich meine Investitionen in China weiter ausbauen wollte. Die kürzlich beschlossene größte Freihandelszone der Welt, wird insbesondere den chinesischen Firmen auftrieb geben. Des weiteren hat die chinesische KP erkannt, dass sie den Trend des Klimaschutzes mitgehen werden und das eröffnet wiederum die Chance für Jinko Solar weiteres Wachstum zu generieren. Werfen wir einen Blick auf die Regionen in denen Jinko Solar Geld verdient, so stellen wir fest, das 25% des Umsatzes in Nordamerika erzielt werden und rund 42% im asiatischen Raum entstehen. Insofern profitiert das Unternehmen von der weltweiten Erkenntnis des Klimawandels. Deswegen fiel mir die Entscheidung die Gewinne von First Solar mitzunehmen nicht sehr schwer. Der dritte Grund ist die charttechnische Situation. Nach dem starken Anstieg in den vergangenen Monaten, den ich leider verpasst habe, gab es einen wirklich starken Rücksetzer. Dieser Rücksetzer stabilisierte sich auf dem Niveau und die Unterstützungszone im Bereich der 56$ hat wiederholt gehalten und Käufer angelockt (siehe Chart). Zudem sinkt auch das Handelsvolumen der Aktie. Ein Zeichen, dass die Aktie nicht mehr im Fokus der kurzfristigen Marktteilnehmer steht. In Summe der Faktoren sehe ich hier ein gutes Chancen-Risiko-Verhältnis. Die Haltedauer lass ich zunächst offen, da es von der weiteren fundamentalen und charttechnischen Situation abhängig ist.

20.11.2020 Verkauf First Solar zu 71,83€

Nach einer starken Rally und wirklich soliden Quartalszahlen, habe ich bei First Solar die Gewinne mitgenommen. Langfristig ist der Wert sicher ein Gewinner der weltweiten Klimapolitik. Diesen Trend möchte ich lieber mit anderen Unternehmen abdecken (siehe Kauf Jinko Solar Holdings). Gewinne schaden nur demjenigen, der keine hat. 🙂

30.10.2020 Kauf Akamai zu 82,28€ (WKN: 928906) Kauf im JustTRADE-Depotzur Vorstellung

Immer mehr Menschen auf dieser Welt haben einen Internetzugang und bauen verschiedenste Handlungen der digitalen Welt in den Alltag ein. Vom Smartphone bis zum klassischen stationären Rechner werden die Zugänge und Zugriffe auf die Daten des World Wide Web mehr und mehr. Umso mehr Traffic stattfindet umso schwerer wird es für Websiten und Dienstleistungen die Software in voller Geschwindigkeit am Endverbraucher vorzufinden. Pro Minute werden auf dieser Welt 66,6 Mio Websiten geöffnet. 3,7 Terabyte pro Sekunde werden permanent abgeufen. Diese Statistiken stammen von der Website von Akamai. Um sicherzustellen, dass man als Nutzer von bspw. Adobe einen reibungslosen Ablauf der Programme erlebt, beschleunigt Akamai die Verbindung zwischen dem Anwender und dem Server. Die Performance der Anwendungen ist für dessen Anwender ein wichtiger Punkt. Keiner arbeitet gern mit Systemen, die langsam sind. So beschleunigt Akamai Online-Anwendungen und Geschäftsprozesse überall auf der Welt. Dabei agiert das Unternehmen branchenübergreifend und zählt eine Vielzahl an prominenten Kunden. Neben Adobe finden sich unter anderem AirBNB, Audi, DAZN und auch Domino’s Pizza auf der Kundenliste wieder. Bei letzteren sollte der Bestellprozess auch während eines Lockdowns bei hoher Traffic, problemlos funktionieren. Zudem sorgt Akamai auch für die Sicherheit. Es bietet sich an den Zugang der Infrastruktur der Akamai Kunden zu nutzen, um auch Cyber-Angriffe abzuwehren. Die angebotene Platform-Edge von Akamai verbindet alle großen Technologien des 21. Jahrhunderts. Das Wachstum des Unternehmens spiegelt den Bedarf der Kunden wider. Dementsprechend hoch ist die Bewertung. Wettbewerber, wie Cloudflare und Fastly wachsen auf diesem Markt auch rasant. Mit einem 2020er KGV von 30 ist Akamai jedoch noch relativ günstig bewertet. Die Gewinne sollen in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Dies ist der Vorteil des Subscription-Modells. Jede neue Kundenzahlungen landet als Gewinn in der Kasse von Akamai. Die Infrastruktur steht und wird immer wieder erweitert. Charttechnisch ist das Unternehmen in einer Konsolidierungsphase. Ein Einstieg bot sich dementsprechend nach einem Rücksetzer an. (Siehe Grafik) Glücklicherweise konnte ich exakt am Teif kaufen. Die nachfolgende Entwicklung war positiv. Ziel ist es die Position als Buy & Hold Titel zu behandeln.

24.10.2020 Kauf Cerence zu 54,14€ (WKN: A2PRLS) zur Vorstellung

Cerence ist ein Technologie Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Dabei spezialisiert sich das Unternehmen auf die Mobilität. Schon heute kann man der Plattform von Cerence im Alltag begegnen und die meisten wissen wohl nicht, dass sie bereits Kontakt zu diesem System hatten. BMW, Toyota, der Volkswagen Konzern, aber auch Nio und XPENG Motors sind Kunden von Cerence. Als Fahrer eines modernen Fahrzeugs, wird man bereits mit künstlicher Intelligenz verwöhnt. Sei es die Eingabe des Navigationesziels via Sprachbefehl oder die Nachfrage nach der nächsten Tankstelle, dem nächsten Supermarkt oder das Hotel am Ort X. All das verarbeitet das Cerence System binnen Sekunden und zeigt bzw. sagt dem Verbraucher die bestmöglichen Lösungen an. Das aktive Sprechen des Systems ist auf einem hohen Niveau. Die Aussprache des Systems lässt sich der eines echten Menschen kaum unterscheiden. Dabei lernt das System seine Nutzer immer besser kennen, was die Services und Routen immer weiter verbessert. Jedoch ist das nicht alles. Cerence arbeitet auch an weiteren Innovationen. Pay-by-Car ist ein Projekt, welches aktuell in das System implementiert wird. Parktickets, Drive-In-Besuche, Tankfüllungen oder Mobile Apps, die in das System integriert sind, können einfach über das Auto abgewickelt werden. Dabei bietet Cerence mit dem Produkt „Cerence Studio“ ein System, was offen für Programmierer ist. Weitere Anwendungen werden das System komplettieren. Wer sich ein komplettes Bild des Geschäftsmodells machen möchte, dem empfehle ich die Internetseite des Unternehmens. In meinen Augen wird es in Zukunft tendenziell weniger Autos auf den Straßen der Welt geben. Dennoch wird die Anzahl der Fahrzeuge mit dem Cerence System weiter stark wachsen. Die Neuzulassungen von Fahrzeugen sind auch im Hinblick des Klimawandels notwendig. Wenngleich ein aktueller Diesel nicht „sauber“ ist, ist der doch im Längen „sauberer“ als ein Diesel von vor 15 Jahren. Das System ist unabhängig vom Antrieb des Fahrzeuges implementierbar und insbesondere für das autonome Fahren sind Fahrassistenzen auf KI-Basis sowie Angebote von digitalen Dienstleistungen hochgradig interessant. Die Story ist intakt. Die traditionellen Autobauer können Autos bauen, aber ihnen liegt es nicht, als Software Entwickler hervorzustechen. Aus diesem Grund zählt das amerikanische Tech-Unternehmen einen Großteil der Automobilhersteller. Knapp 56% der Umsätze sind Wiederkehrend durch Lizenzeinnahmen. Der Rest des Umsatzes wird durch Services über die Plattform generiert. Die Daten, die das Unternehmen sammelt ist sprichwörtlich Gold wert. Cerence ist ein Wachstumunternehmen und wird voraussichtlich 2021 in der Gewinnzone landen. Charttechnisch ist der Aufwärtstrend weiter intakt. Mit einer 2,25 Mrd $ Bewertung ist Cerence kein Schnäppchen. Diese spekulativere Position baute ich nach dem Ausbruch auf ein neues AZH auf. Die Trendfortsetzung ist unter hoher volatilität sehr wahrscheinlich. Das Motto: The Trend Is Your Friend!. 🙂

24.10.2020 Kauf Bechtle zu 154,90€ (WKN: 515870) zur Vorstellung

In diesen Zeiten bin ich nur von wenigen deutschen Unternehmen überzeugt. Eines davon ist die Bechtle AG aus Neckarsulm. Als die Aktie noch zu knapp 40€ zu bekommen war, hielt ich sie bereits mehrere Jahre bis ich anschließend Gewinne mitgenommen hatte. Nach meinem Verkauf schaute ich der Aktie nur noch hinterher. Mittlerweile befindet sich die Bechtle AG auf einem anderen Niveau. Vor wenigen Wochen machten Philipp und ich eine ausführliche Analyse zum IT-Spezialisten. Dies bestärkte mich mein Buy & Hold Depot weiter aufzustocken. Die langfristige Story passt in meinen Augen. im Zuge der Corona-Krise erkannte Europa, dass es erhebliche Defizite in Sachen Digitalisierung gibt. Das Problem sollte mittlerweile erkannt sein und die logische Quintessenz wird sein, dass Unternehmen und staatliche Institutionen einem ggf. eintretenden erneuten Desaster entgegen wirken wollen. An dieser Stelle kommt die Kompetenz der Bechtle AG ins Spiel. In den letzten Jahren gewann das Unternehmen aus Baden-Württemberg schon öfter europäische und staatliche Ausschreibungen. Das Wachstum hat sich in den letzten Jahren stabil und relativ robust fortgesetzt. Das ist auch ein Verdienst des Managements, welches einen souveränen Job erledigt. Der Wert des Unternehmens ist im Vergleich zu den letzten Jahren mittlerweile verhältnismäßig günstig. Die charttechnische Situation hat einen Einstieg attraktiv gemacht. Nach einer längeren Seitwärtsbewegung, die relativ stabil verlief, prallte die Aktie an der Unterstützung des letzten Hochs sowie am Gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage nach oben ab. Dies generierte ein Kaufsignal, welches ich nutze, um ebenfalls wieder an Board zu sein.

22.10.2020 Verkauf Fortinet zu 111,88€

Da mein Tradingszenario für Fortinet nicht aufgegangen ist, liquidiere ich die Position. Der Wert ist nach wie vor teuer und bei einem Rücksetzer könnt ich mir einen Einstieg vorstellen. Den langfristigen Weg im Bereich der Cyber-Security gehe ich bevorzugt mit CrowdStrike. Dessen Bewertung ist zwar ebenfalls sehr hoch, aber die USP’s der Falcon Plattform scheinen die Kunden zu begeistern. Für langfristige Anleger ist die Aktie von Fortinet sicher weiter interessant.

16.10.2020 Kauf Pluralsight zu 16,14€ (WKN: A2JL45) zur Vorstellung

Das Tech-Unternehmen Pluralsight hat sich darauf spezialisiert, Menschen in den verschiedenen Bereichen der digitalen Welt weiterzubilden. Viele Unternehmen aus der ganzen Welt nutzen die Software des Unternehmens, um die Mitarbeiter*innen in den Tehmen Cloud, IT-Infrastuktur, Networking, KI, Online-Marketing, Big Data, Software-Entwicklung, usw. weiterzubilden. Die langfristige Story ermöglicht hier ein robustes Geschäftsmodell. Da alle Firmen der Welt digitaler werden müssen, kommt auch kein Unternehmen an dem Know-How von Pluralsight vorbei. Der potentielle Markt für Mitarbeiterentwicklung wächst voraussichtlich auf über 400 Mrd. $ bis 2025. Das Unternehmen entzog sich bislang der Tech-Rallye und ist aktuell noch nicht so hoch bewertet. 2018 kam das Unternehmen an die Börse. Charttechnisch befindet sich Pluralsight in einer tendenziell steigenden Seitwärtsphase. Der Ausreißer der Corona-Krise wurde recht schnell wieder aufgeholt und die Trendbewegung wieder aufgenommen. Dabei entstand eine Schulter-Kopf-Schulter-Chartformation (SKS). Das ist bei einem Ausburch aus der oberen Linie ein Trendwechselsignal. Kurse in Höhe von 30 – 35$ sind anschließend denkbar. Das entspricht einem Potential von 80 – 100%. Das ist das Kursziel, in dem ich den Trade neu bewerten werde und gegebenenfalls die Investition herausziehe, um die Gewinne weiter laufen zu lassen. Nachdem ich Chegg veräußert hatte, bin ich hiermit wieder im Bildungssektor investiert.

16.10.2020 Kauf Illumina zu 278,80€ (WKN: 927079) zur Vorstellung

Ich habe sie zurück im Depot! Nachdem ich die Aktie bereits Anfang 2018 im Depot hatte, verkaufte ich sie mit einem erheblichen Gewinn Anfang des Jahres 2020. Der Grund war schlichtweg die drohende Corona-Krise sowie die Überbewertung des Unternehmens. Die Seitwärtsphase im Chart (Siehe Bild) zog sich hin und das Unternehmen benötigte seine Zeit, um in die hohe Bewertung hineinzuwachsen. Was macht Illumina? Das Unternehmen ist im Segment der Gen-Sequenzierung tätig und ermöglicht es kostengünstig die DNA eines Menschen zu entschlüsseln und dadurch schlummernde Krankheiten im Vorfeld zu erkennen. Der größte Teil des Umsatzes wird durch den Verkauf von Werkzeugen und Instrumenten zur Sequenzierung der DNA sowie für die Genotypisierung erzielt. Überwiegend werden die Umsätze in den USA erzielt. Aber auch in den europäischen Ländern und sogar in China ist das Unternehmen tätig und vertreibt seine Produkte. Wie kann man sich das vorstellen? Als Patient kann ich durch die Instrumente und Verfahren der jeweiligen Unternehmen, die sich der CRISPR/CAS9 Technologie verschrieben haben, meine DNA sequenzieren lassen. Dadurch erfahre ich, welche potentiellen Erbkrankheiten sich in meiner DNA befinden. Dieser Wissensvorsprung ermöglicht mir den Vorteil, der Erkrankung vorzubeugen oder früher oder später mir diesen „Fehler“ aus der DNA entfernen zu lassen. Vor zwei Wochen kündigte Illumina an, das Unternehmen GRAIL für 8 Mrd. $ zu übernehmen. Interessant ist, dass Illumina bereits 14,6% der Anteile von GRAIL hält. GRAIL ist ein Unternehmen, welches sich das Ziel gesetzt hat, verschiedene Krebsarten frühzeitig zu erkennen, um sie anschließend zu bekämpfen. Daher macht die Übernahme in meinen Augen Sinn, da die frühzeitige Erkennung der Krankheiten und die proaktive Behandlung derer einen Ausbruch verzögern oder gar verhindern könnte. Dieses Verfahren würden Chemotherapien in Zukunft obsolet machen. Das Leben von Millionen Menschen wird verbessert und verlängert. Ein großer Teil meiner Investition in Illumina ist eine Investition in den Fortschritt der Medizin. Leider habe ich den Rücksetzer nach der Bekanntmachung der GRAIL Übernahme nicht nutzen können. Dies begründete ich auch in den Folgen des Podcasts. Nachdem die Erholungsbewegung ohne Pause stattgefunden hatte, nutzte ich den letzten kleineren Rücksetzer, um wieder dabei zu sein. Dieses Mal ist es eine Buy-and-Hold-Position. Sollte der Kurs nochmal auf die letzten Tiefs (270$) zurücksetzen, so werde ich die Position übergewichten. Charttechnisch hält die Seitwärtsphase weiter an. Im Sommer diesen Jahres setzte der Kurs kurzzeitig auf ein neues Allzeithoch. Dies wurde durch das Verfehlen der Erwartungen bei den Q2-Zahlen abverkauft. Seitdem ist der Wert wieder auf meiner Strong Buy-Liste gewesen. Ein Ausbruch über die 400$ würde den langfristigen intakten Aufwärtstrend fortsetzen.

15.10.2020 Verkauf Chegg zu 68,50€

Es ist der dritte Verkauf in dieser Woche. Mit diesem Verkauf habe ich weitere Depotgewinne gesichert. Der Corona Profiteur erreichte das Allzeithoch und stoppte am Widerstand zunächst ab. Aufgrund der wirklich hohen Bewertung, bot es sich an, die Gewinne zu sichern. Die Story ist weiter intakt. Die Nachfrage nach Online-Schulungen wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Die COVID-19 Krise offenbarte die Notwendigkeit des Geschäftsmodells. Eine erneute Investition in das Unternehmen kann ich mir gut vorstellen. Die bereits angesprochene Bewertung ergab zum Zeitpunkt des Kaufs ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 25. Das ist enorm hoch und ein Rücksetzer ist sehr wahrscheinlich. Das wäre dann wieder meine Chance zum Einstieg.

14.10.2020 Verkauf Jungheinrich zu 33,90€

Nach fast drei Jahren habe ich die Position verkauft. Ursprünglich wollte ich die ohnehin kleine Position bei einem Rücksetzer aufstocken. Jedoch drehte der anfängliche Aufwärtstrend deutlich aufgund schwacher Quartals- und Jahreszahlen. Nach dem sich die Aktie seit dem Corona-Tief verdreifacht hat, war es Zeit, mit geringem Verlust zu verkaufen. Die in der Depotvorstellung beschriebene Story des Unternehmens ist intakt. Jedoch wird die Corona-Krise die Wirtschaft in den kommenden Jahren weiter belasten. So ist es denkbar, dass die Investitionen in vollautomatisierte Lager nicht signifikant zulegen. Das würde das Ergebnis des Unternehmens belasten bzw. kein Wachstum zulassen. Eine kleine Steuerrückerstattung hat diesen Verkauf taktisch etwas versüßt.

13.10.2020 Verkauf Enphase Energy zu 89,63€

Mit knapp 56% Gewinn hat es meine Enphase Energy Position ausgestoppt. Der Solarmodulhersteller profitiert vom Green Deal und ist im Rahmen der Rallye der Grünen Aktien in den letzten Wochen rasant angestiegen. Mittlerweile hat die Aktie stark abgebremst und die Volatilität erhöht sich. Da ich durch die Wirecard-Verluste noch steuerfreie Gewinne mitnehmen durfte, nutzte ich die Chance, um den starken Anstieg zu vergolden. Die Aktie schafft es dennoch direkt wieder auf die Strong Buy Liste. Sollte sie etwas stärker zurücksetzen, so bin ich schnell wieder dabei. Langfristig werden sich im Grünen Sektor die Gelder der Green Deals auf wenige Unternehmen bündeln. Sollte Biden gewinnen, werden sich die Unterehmen der Branche neu bewerten. Zwischen 80 und 90 € ist ein erneuter Einstieg für mich denkbar. Die Quartalszahlen werden außerdem sehr interessant.

29.09.2020 Kauf Xiaomi zu 2,27€ (WKN: A2JNY1) zur Vorstellung

Eröffnung einer kleinen Trading Position des Consumer-Elektronik Herstellers Xiaomi. Insbesondere im Smartphone Bereich profitiert das Unternehmen von der Schwäche von Huawei. Die Geräte von Huawei sind mit der eigenen Betriebssoftware ausgestattet. Das heißt zunehmend gibt es keine Huawei Smartphones mehr, auf denen die Google Dienste zu finden sind. Für die Europäer ist dies ein Grund den Hersteller zu wechseln. An dieser Stelle kommt Xiaomi ins Bild. Innerhalb des letzten Jahres hat sich Xiaomi immer stärker auf dem europäischen Markt positioniert und den Markt mit günstigen, aber dennoch leistungsstarken Geräten überschwemmt. Mittlerweile ist Xiaomi auf dem Smartphone Markt ein ernstzunehmender Player. Die Abverkäufe in Europa nehmen stark zu und der Marktanteil wird rapide ausgebaut. Aus eigener Erfahrung konnte ich diesen Trend selbst beobachten. Zunehmends bekommt man das Kundenfeedback mit. Trotz des geringen Preises sind die Kunden mit den Geräten zufrieden, was zu wiederverkäufen führt. Auch in anderen Bereichen des Haushalts lassen sich Produkte von Xiaomi finden. Vom Saugroboter bis hin zum TV bietet die Chinesen eine breite Produktfamilie rund um den Trend IoT. Nachdem ich den Einstieg beim Ausbruch auf das AZH verpasst hatte, nutze ich den derzeitigen Rücksetzer auf die vorangeganenen Hochs. Diese Abwärtsbewegung wird zunehmend durch Käufern gebremst, weshalb ich meinen Kauf tätigte. Gewiss ist diese Position spekulativ, weshalb sie auch nur zu einem geringen Bruchteil des Depot gewichtet ist. Kursziel sind 3€/Aktie. Danach bewerte ich den Trade neu.

09.09.2020 Kauf eHealth zu 60,5€ (WKN: A0LBT4)zur Vorstellung

Der Tech-Sektor ist nahezu flächendeckend überkauft. Das zeigen neben den Charts auch die Bewertungen der Unternehmen. Ein paar wenige Unternehmen allerdings sind sehr fair bewertet und gehören dennoch zu den Gewinnern der Zukunft. Eine Aktie, die mir besonders aufgefallen ist, ist eHealth. Dieses High-Growth Unternehmen wurde in den letzten Wochen und Monaten aufgrund relativ enttäuschenden Zahlen Abverkauft. Absolut betrachtet ist das Wachstum aber weiter intakt. Drei Gründe gibt es für meinen Kauf. Der Erste ist das Geschäftsmodell. eHealth ist ein Online-Vergleichsportal für Krankenversicherungen in den USA. Mit verschiedenen Plattformen treten sie auf und erfreuen sich einer immer stärker werdenden Nachfrage. Darüber hinaus werden auch noch weitere Dienstleistungen angeboten. Hier findest Du weitere Infos zu eHealth. Der zweite Grund für meinen Einstieg ist die fundamentale Bewertung. Mit einem KGV2020 von 21 ist das Unternehmen zum Zeitpunkt meines Kaufs mehr als günstig, wenn man bedenkt, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eigentlich kein Gradmesser für die Bewertung eines High-Growth Unternehmens ist. Des weiteren beträgt das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) gerade einmal bei knapp 4. Im Verhältnis zu anderen High-Growth Unternehmen ist das ein sehr geringer Wert (8 – 12). Die Kennzahl EV/Sales ist mit 2,82 ebenfalls sehr günstig. Der dritte und letzte Grund meines Kaufs ist die Charttechnik. Im Big Picture erreichte die Korrektur eine wichtige Unterstützung, die mehrere Handelstage hielt (Siehe Bild). Insgesamt erinnert mich die Situation an iRobot, die eine ähnliche Bewertung und ein ähnliches Szenario darstellte. Das Chancen-Risiken-Verhältnis liegt in meinen Augen bei den Chancen. Die Haltedauer hängt natürlich von der weiteren Entwicklung ab. Kursziel ist das grüne Feld in der Grafik. An dieser Stelle werde ich das Investment neu bewerten und entscheiden. Entscheidend sind hierbei die kommenden Quartalszahlen. Sollte das Unternehmen stärker an Wachstum verlieren, so überdenke ich die Position ebenfalls.

09.09.2020 Teilverkauf CrowdStrike:

Aufgrund der starken Rallye des CyberSecurity-Spezialisten seit dem Corona-Tief, habe ich meinen Einsatz herausgezogen und die Aktienanzahl halbiert. Damit bin ich lediglich mit den Gewinnen investiert, welche ich laufen lassen möchte. Langfristig steht dem Unternehmen wahrscheinlich eine rosige Zukunft bevor. Die aktuelle Bewertung ist extrem hoch, weshalb die Chance Gewinne mitzunehmen verlockend war. Bei einem deutlicheren Rücksetzer und einer Bewertung von knapp 20 Mrd. $, werde ich erneut kaufen.

Hintergrund und Antrieb:

Zum Zeitpunkt der Depotvorstellung bin ich 29 Jahre alt, ledig und Selbstständig.

Seit 2014 bin ich hauptberuflich Selbstständig tätig und bin somit (glücklicherweise 🙂 ) für meine Altersvorsorge selbst zuständig. Als ich mich im Rahmen meiner Studienzeit mit den Möglichkeiten der Altersvorsorge beschäftigte, bemerkte ich schnell, dass es nicht wirklich viel gibt, das Renditen abwirft, dabei noch geringe Kosten verursacht und zudem kein überdimensionales Risiko erzeugt. Noch in der Zeit des Studiums erinnerte ich mich an das Börsenspiel, welches wir damals in der 10. Klasse im Fach Wirtschaft/Technik/Haushalt, betrieben haben. In langweiligen Vorlesungen begann ich mein Selbststudium zum Thema Börsen / Aktien sowie die Grundeinstellung zum Thema Finanzen und Wirtschaft. Glücklicherweise erfreute ich mich in meiner Studienzeit über eine komfortable Liquidität, da ich mein Gewerbe als Nebengewerbe seit 2010 führte und somit neben dem Einkommen aus dem dualen Studium, noch ein ordentliches Nebeneinkommen generieren konnte. Damals, wie auch heute, legte ich kaum Wert auf materielle Dinge. Unnötige Ausgaben versuchte ich weitestgehend zu vermeiden. Mit einem kleinen Betrag von 350€ wagte ich im Jahre 2013 den Kauf von 5 BMW Aktien zum Preis von 82€/Stück. Kurz darauf folgten weitere Werte, wie die Deutsche Post und die Software AG. Wie es uns wahrscheinlich allen ging, kaufte ich die Werte, dessen Produkte und Dienstleistungen ich für zukunftsfähig hielt. Mein Depot wuchs von Monat zu Monat mit neuen Werten und aufgrund der fehlenden Erfahrungen, verkaufte ich viele Positionen auch schnell wieder. Nachdem ich in den Jahren 2014 und 2015 mit dem Handeln von Hebelprodukten deutliche Kursverluste hinnahm, entschloss ich mich kurz darauf, das Thema Optionsscheine für mich abzuhaken. Insbesondere auch, weil ich ohnehin gefallen daran empfunden hatte, echte Anteile eines Unternehmens zu besitzen. Zahlreiche Bücher und Artikel festigten mein Wissen über die Materie. Nicht unerwähnt möchte ich meinen heimlichen Mentor lassen und mich an dieser Stelle bedanken. Simon Betschinger ist der Gründer der Seite TraderFox GmbH. Mit Hilfe seiner Formate erlernte ich unter Anderem die Charttechnik und dessen Deutung, wie marktrelevante Themen im Hinblick auf die Börse einzuordnen sind, welche Visionen und Trends der Zukunft, welche Unternhemen eine Chance bieten könnten. Dadurch konnte ich meine Strategie festlegen, welche ich bis heute festige und umsetze.

Strategie:

Bevorzugt kaufe ich auf langfristige Sicht. Daher unterscheide ich in Positionen, die ich klassisch als Buy-and-Hold Titel ansehe und Positionen, die verkauft werden, sobald sich die Aussicht oder die Realität des Unternehmens zum Nachteil verändern. Wenige Positionen kaufe ich auf kurz- bis mittelfristige Sicht. Dies ist dann der Fall, wenn ein Unternehmen in meinen Augen überverkauft wurde und bei erreichen eines definierten Kurses wieder veräußert wird. Alle Aktien haben aber gemeinsam, dass deren Geschäftsmodell auf Sicht der kommenden 15 Jahre nicht wegzudenken sind. Weiterhin müssen die Unternehmen den Fokus auf Wachstum legen. Außer wenige Ausnahmen wachsen die Unternehmen in meinem Depot über 10%. Dividenden spielen in der Regel bei meiner Investmententscheidung keine Rolle. Wächst ein Unternehmen stark, so bin ich froh, dass es die Cashflows verwendet, um weiter zu expandieren und den Kuchen weiter vergrößert. Bei den offensiven Werten spielt ein KGV in meinen Augen auch keine Rolle, da das Unternehmen keine großen Gewinne ausweisen muss, wenn es weiter wächst. Natürlich muss man das von Unternehmen zu Unternehmen individuell betrachten. Daher werde ich meine Ambitionen in der Depotvorstellung näher erläutern.

Mein Depot

3M

(WKN: 851745): Kaufkurs: 187€ – Kaufdatum: 12.02.2018 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: 3M dient zur Diversifikation in meinem Depot und ist einer der defensiveren Werte. Das Unternehmen ist in der westlichen Welt nicht wegzudenken. Zahlreiche Produkte vertreibt 3M auf der ganzen Welt und dabei besitzt das Unternehmen einen Schatz an zehntausenden Patenten. Sie werden von der weiteren Globalisierung und vom Bevölkerungswachstum weiter stark profitieren. Der übergeordnete Trend ist weiter in Takt.

Adobe

(WKN: 871981): Kaufkurs: 292,5€ – Kaufdatum: 19.12.2019 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Adobe besitzt einen starken Burggraben. Mit der Umstellung auf eine Abo-Modell hat sich das Unternehmen zu einem robusten Branchenleader gemausert. Die zahlreichen Programme sind aus den Unternehmen der Welt nicht mehr wegzudenken. Dabei erweitert Adobe sein Portfolio regelmäßig und erhält jedes Jahr wachsende Einnahmen aus dem Lizenzverkauf der Programme.

Air Liquide

(WKN: 850133): Kaufkurs: 120,95€ – Kaufdatum: 15.11.2019 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Air Liquide ist neben Linde der größte Hersteller von industriellen und medizinischen Gasen. Unternehmen auf der ganzen Welt greifen auf die Produkte der Fanzosen zurück. Dabei besitzt das Unternehmen einen Burggraben, der dazu führt, dass das Unternehmen so robust ist, dass es auch in Krisenzeiten erfolgreich arbeiten kann. Für Air Liquide habe ich mich aufgrund der aktionärsfreundlichen Unternehmenspolitik entschieden. Neben Gratisaktien und Sonderdividenden ist der langfristige Chart der Aktie höchst attraktiv.

Alibaba

(WKN: A117ME): Kaufkurs: 171,00€ – Kaufdatum: 02.05.2019 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Alibaba ist eines der am stärksten wachsenden Online-Plattformen in China. Der aufstrebende Mittelstand im Reich der Mitte wird in den kommenden Jahren das Wachstum aufrechterhalten. Perspektivisch wird Alibaba die Internationalisierung angehen und auf der ganzen Welt aktiv werden. Alibaba ist aber noch viel mehr als eine Handelsplattform. Mit den Töchterunternehmen bieten die chinesischen auch eine wichtige Cloud á la Amazon und Microsoft. Neben vielen weiteren Wachstumsfeldern bietet Alibaba auch den Zahlungsdienst AliPay unter dem Dach von AntFinancial, welche in naher Zukunft selbst an die Börse treten wird. AntFinancial ist aktuell das höchstbewertete FinTech der Welt. AliPay wird jetzt schon sehr stark genutzt und dessen Ausweitung auf die westliche Welt ist eine Frage der Zeit.

Alphabet

(WKN: A14Y6F): Kaufkurs: 1039,35€ – Kaufdatum: 05.03.2019 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Alphabet versteht es seit Jahren aus Daten Geld zu machen. Sie haben erkannt, dass Daten das Gold des 21. Jahrhunderts sind, denn sie monetarisieren ihren Datenbestand, wie kein anderer. Aus der täglichen Welt eines jeden Einzelnen ist Google nicht mehr wegzudenken. Über die einfache Google Suchmaschine, über die Routenführung bis hin zum Betriebssystem für einen großen Teil der Smartphonebesitzer. Mit den Töchtern, wie bspw. YouTube, Weimo und Stadia weiß das Unternehmen sich zu diversifizieren und verschiendene Trends mitzuspielen.

Altria

(WKN: 200417): Kaufkurs (durchschnittl.): 58,76€ – Kaufdatum: 17.08.2016 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Der Tabak-Riese gehört zu eines meiner ersten Buy-and-Hold käufe. Auch wenn die Branche seit geraumer Zeit in einer Krise steckt, kann man erkennen, dass die Gewinne trotz sinkender Umsätze weiter steigen. In meinem Depot stellt die Position einen defensiven Wert dar. Dennoch bin ich überzeugt, dass die Tabakalternativen sich über kurz oder lang durchsetzen werden. Die Investition von Altria in den trendigen E-Zigarettenhersteller JUUL Labs scheint auf dem ersten Blick nicht erfolgreich gewesen zu sein. Dennoch könnte sich die Situation schnell drehen, wenn JUUL Labs nach den Kritiken in den Medien das IPO forciert. Der Burggraben von Altria ist weiterhin sehr stabil aufgrund starker Marken und Produkten. Die Dividenden entschädigen die Wartezeit, bis der Kurs sich aus dem Abwärtstrend befreit.

Amazon

(WKN: 906866): Kaufkurs: 788,44€ – Kaufdatum: 24.03.2017 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Jeff Bezos hat mit seinem Unternehmen viele Branchen umgekrempelt. Mittlerweile ist es völlig normal bei Amazon zu bestellen. Es ist einfacher, schneller und flexibler. Neben dem Handel, gibt es weitere Burggräben, die für Wachstum sorgen. Die Cloud AWS ist das Zugpferd im Amazon Portfolio. Aber viele weitere Tochterunternehmen wirken in ihren Branchen disruptiv. Immer mehr Menschen bekommen einen Zugang zum Internet und damit werden auch die Umsätze der jeweiligen Amazon-Unternehmungen weiter steigen.

American Tower

(WKN: A1JRLA): Kaufkurs: 237,75€ – Kaufdatum: 08.06.2020 – Haltedauer B&H – zum Trend

Investmentthese: American Tower Corp. ist eine sogenannte REIT (Real Estate Investment Trust), welche Kommunikationsimmobilien besitzt, betreibt und entwickelt. Die Holding ist weltweit tätig und besitzt demnach auf der ganzen Welt Immobilien. Zu den Immobilien zählen insbesondere Sendemasten zur drahtlosen Datenübermittlung. Diese Sendemasten werden an Unternehmen aus Radio- & TV-Industrie, Telekommunikationsunternehmen und Regierungen verleast. Das Geschäftsmodell ist somit sehr robust, da die Kommunikation rund um den globus weiter stark ausgebaut wird. Mittel- bis Langfristig wird das Unternehmen vom 5G Trend profitieren. 5G ist der neue Mobilfunkstandard, der auf der ganzen Welt ausgebaut wird. Alle Einzelheiten zum Trend 5G findest Du in unserer Podcast Folge zu 5G (Link: zum Trend). ATC investiert weiter stark in sein Netz, um weltweit von der Digitalisierung zu profitieren. Aus diesem Grund stellt American Tower Corp. einen weiteren Teil der Depot Wirbelsäule dar.

Apple

(WKN: 865985): Kaufkurs: 129,49€ – Kaufdatum: 12.06.2017 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Todgesagte leben länger – Apple hat es geschafft weiter Wachstum zu generieren. Die Abhängigkeit vom iPhone ist zwar noch hoch, aber wurde verringert. Kritiker werfen dem Giganten aus Cupertino vor keine Innovationen zu präsentieren. Das müssen sie auch nicht, denn sie verkaufen nicht über die technischen Akzente. Sie nutzen die bewährten Innovationen der Konkurrenz und verbessern sie bzw. passen sie an das Betriebssystem IOS an. Das ist ein Mehrwert für den Kunden, denn wer einmal in der IOS-Welt tätig war und weitere Apple Produkte nutzt, der erkennt eine reibungslose Harmonie zwischen den Geräten. Apple muss auch nicht, im Gegensatz zu den Wettbewerbern, an der Preisschraube drehen. Es funktioniert nach dem Prinzip von Louis Vuitton. Apple ist vor allem ein Luxusgut- und Lifestyle-Geräte-Hersteller. Optik und Statussymbol zählen auch bei den Millenials mehr. Dazu versteht es Apple die Geräte weiter zu vergolden. Das Dienstleistungsangebot wird weiter gesteigert. Neben der Cloud, werden auch der Streamingdienst Apple TV+, die Spieleplattform „Arcade“ und natürlich Apple Music weiter für Wachstum sorgen. Auch hier ist ein wichtiger Burggraben zu erkennen. Die neuen Geräte der iPhone 12er Generationen werden einen Nachfrageschub bei Apple auslösen aufgrund der steigenden Präsenz des 5G Trends. Daher ist der Wechsel der älteren iPhones auf die neuen sehr wahrscheinlich und das zu höheren Verkaufspreisen, als es vor einigen Jahren noch der Fall war. Ich zweifel nicht am zukünftigen Erfolg des Börsengiganten.

AT&T

(WKN: A0HL9Z): Kaufkurs: 36,23€ – Kaufdatum: 22.08.2016 – Haltedauer: Mittel-Langfristig – zur Vorstellung

Investmentthese: Auch wenn der Chartverlauf des Telekommunikationsriesen nicht sehr attraktiv aussieht, bin ich guter Dinge, dass AT&T durch den 5G Trend und durch die Übernahme von Time Warner wieder in Fahrt kommt. Die 5G Tarife werden deutlich höhere monatliche Zahlungen erfordern und umso stärker es kippt umso eher wird man auf die Tarife umsteigen. Dazu noch der HBO Streamingdienst, der langfristig für zusätzliche Einnahmen sorgen sollte. Der Wert stand bereits auf der Verkaufsliste, doch dann stieg der aktivistische Investor Elliott ein, der dafür sorgen wird, dass defizitäre Geschäftsteile veräußert werden. Solange nehm ich die Dividenden gern mit.

Aumann

(WKN: A2DAM0): Kaufkurs: 59,89€ – Kaufdatum: 15.05.2018 – Haltedauer: Kurzfristig – zur Vorstellung

Investmentthese: Aus heutiger Sicht ein Fehlgriff und die Entscheidung des Kaufes, war ein Musterbeispiel für ein irrationales Handeln. Ich kaufte den Wert völlig überteuert, aufgrund der aufkommenden Elektromobiliät. Die fundamentalen Ergebnisse konnten die hohen Erwartungen nicht bedienen und so wurde der Wert gnadenlos abverkauft. Den Absprung hatte ich nicht geschafft. Zuletzt wurde der Abwärtstrend beendet und ein kurzfristiger Aufwärtstrend wurde gebildet. Diesen beobachte ich noch eine Weile, bis ich die Reißleine ziehe und den Zykliker aus dem Depot kegel. Das positive: die investierte Summe belief sich auf eine halbe Position und ich habe viel lernen dürfen. Gegebenenfalls ist Aumann auch ein Übernahmenkandidat.

Bayer

(WKN: BAY001): Kaufkurs: 68,30€ – Kaufdatum: 09.08.2019 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Der Pharma- und Agrarkonzern geriet nach der Übernahme von Monsanto ins wanken. Der Aktienkurs stürzte in die Tiefe. Die Klagen gegen Bayer durch den Unkrautvernichter „Glyphosat“ häuften sich. Als der Kurs einen Boden ausbildete war ich mir recht sicher, dass zu diesem Zeitpunkt nur noch die „Hartgesottenen“ die Aktie behielten. Die Nachricht über einen möglichen Vergleich mit den Klägern, ließ mich nicht daran Zweifeln die Chance für einen Einstieg zu nutzen. Bayer ist weiterhin ein sehr starkess Unternehmen. Neben der Pharmasparte ist auch der Bereich Agrar ein wichtiges Zugpferd. Die zyklischen Unternehmensteile (Lanxess & Covestro) wurden an die Börse gebracht und anschließend aus der Hand gegeben. 2019 und 2020 trennte man sich außerdem von weiteren Geschäftsbereichen. Nach und nach konzentriert sich das Traditionsunternehmen auf die wesentlichen Geschäftsbereiche Pharma und Crop-Science. Die wachsende Weltbevölkerung benötigt immer mehr Nahrung und somit ist es notwendig, dass die Landwirte immer effizienter ihre Flächen nutzen. Mit Hilfe der KI, wird für den Landwirt, die genaue Menge Saatgut berechnet, so dass Bayer eine Ertragsgarantie an die Landwirte verkauft. Das ist eine Win-Win-Situation.

Chegg

(WKN: A1W4ER): Kaufkurs: 59,30€ – Kaufdatum: 13.05.2020 – Haltedauer: kurz – mittelfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: Chegg ist ein Technologie-Unternehmen im Bereich Bildung. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Digitalisierung in vielen Ländern noch nicht im Bildungssystem angekommen ist. Das sieht, wie so oft, in den USA schon besser aus. Online Plattformen, wie Chegg ermöglichen Schülern, Studenten und Lehrkräften über digitale Medien gegenüberzutreten. Der Vorteil von Chegg ist das geschlossene System, welches weitere Vorteil für dessen Kunden bereitstellt. Neben dem Verleih von digitalen und physischen Büchern bietet Chegg verschiedene Dienstleistungen rund um die schulische und studentische Ausbildung. Wird ein digitaler Nachhilfe-Lehrer gesucht, so ist dieser über 24h erreichbar. Die Aktie zählt zu den spekulativeren Werten im Depot und bietet eine große Chance. Die letzten Quartalszahlen (Q1/2020) zeigten einen starken Nachfrageanstieg, die sich im Zuge der Zuspitzung der COVID-19 Krise in den USA weiter fortsetzen sollte. Gewinnmitnahmen sind denkbar, da das Unternehmen noch nicht profitabel ist und dennoch eine hohe Bewertung mitbringt.

Covestro

(WKN: A2DPX5): Kaufkurs: 74,75€ – Kaufdatum: 24.10.2017 – Haltedauer: kurz – mittelfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: Covestro ist einer der wenigen Zykliker in meinem Depot. Der Zeitpunkt des Kaufs war leider völlig irrational. Zu diesem Zeitpunkt wäre von einem Kauf abzuraten gewesen. Fundamental hat die ehemalige Bayer-Tochter schwierige Zeiten vor sich. Zwei Strategien aus der aktuellen Situation sind folgende: 1. Verluste realisieren und damit steuerliche Vorteile ziehen. 2. Abwarten bis wieder Wachstum eintritt und der Kurs sich wieder erholt. Das entscheide ich in den kommenden Wochen und Monaten. Für ein langfristiges Investment spricht, dass der chemische Sektor nach wie vor einer wachsenden Nachfrage steht.

CrowdStrike

(WKN: A2PK2R): Kaufkurs: 58€ – Kaufdatum: 22.01.2020 – Haltedauer: mittelfr. – B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Die Schäden durch Cyber-Kriminalität wachsen von Jahr zu Jahr. Unternehmen, Staatsorgane und der private Haushalte müssen sich immer stärker davor schützen. Der Trend wird durch die steigende Digitalisierung weiter wachsen. CrowdStrike könnte einer der Profiteure aus dem Bereich Cyber-Security sein. (Verweis auf die Podcast-Folge: „Cyber-Security“) Neben vielen anderen starken Unternehmen in diesem Trend, ist CrowdStrike mit seiner KI-Technologie einen Schritt voraus. Unternehmen können mit Hilfe der CrowdStrike-Cloud-Software Cyber-Angriffe im voraus erkennen und Schwachstellen beseitigen. Dieses Szenario spiele ich mit, da der Kuchen für alle Cyber-Sec-Unternhmen größer wird, wird auch der Aufschwung der Branche weitergehen. Nach dem Hype in Folge des IPO’s ist die Aktie deutlich konsolidiert. Nach der Bodenbildung habe ich zugeschlagen. Die Haltedauer wird sich nach der Entwicklung der Branche und des Unternehmens richten.

Enphase Energy

(WKN: A1JC81): Kaufkurs: 57,49€ – Kaufdatum: 18.05.2020 – Haltedauer: Mittelfristig – zur Vorstellung

Investmentthese: Das Thema Klima ist seit spätestens 2017 in aller Munde. Nicht mehr nur die Wissenschaft, sondern auch die restliche Menschheit hat erkannt, dass der CO2-Ausstoß in dem Umfang der letzten Jahre nicht mehr vertretbar ist, wenn der Planet nicht nachhaltig zerstört werden soll. Aus diesem Antrieb heraus ist es notwendig „alte unsaubere“ Industrien gegen „saubere“ Industrien umzutauschen. Der Weg zur CO2-Neutralität ist kein leichter und schon gar kein günstiger. Im Hinblick auf den weiter steigenden Bedarf an Energie (siehe NextEra Energy) werden unmengen an Kapital benötigt, um Kohlekraftwerke, aber auch Atomkraftwerke zu kompensieren. Man kann von diesem Vorgehen halten was man möchte und die Meinungen zu diesem Thema gehen weit auseinander. Aus Investorensicht muss man aber die rationale Seite und damit auch die Chancen erkennen. Das Thema alternative Energien ist in Deutschland schon seit Jahrzehnten bekannt. Unsere Solarindustrie, namentlich Solarworld, ging nach und nach Anfang der zweitausender Jahre in die Insolvenz, da ohne Subventionen des Staates keinerlei Wirtschaftlichkeit bestand. Die Technologie wanderte ab und mittlerweile ist die Technologie bereit dafür lukrativ eingesetzt zu werden. Einer dieser Gewinner ist neben SolarEdge, Enphase Energy. Das amerikanische Unternehmen vertreibt Mikroumrichtersystemen für Photovoltaikanlagen. Dabei werden insbesondere der private Haushalt und Unternehmen als Kunden angesprochen. Besitzt eine Familie auf ihrem Einfamilienhaus eine Photovoltaikanlage, so kann sie die Produkte von Enphase Energy nutzen. Dabei stellt das Unternehmen auch Energiespeicher-Systeme zur Verfügung. Im Zuge des Umdenkens der Industrienationen (mehr oder weniger) profitieren grüne Aktien im besonderen Maße. Dazu auch der Querverweis auf SolarEdge, die auf dem europäischen Markt aktiver sind als Enphase und somit vom Green Deal der EU profitieren. Der Trend und das gelenkte Geld der Politik wird sich weiterhin positiv auf die Ergebnisse der erneuerbaren Energien auswirken. Enphase wächst umsatzseitig sehr stark und ist im Vergleich zu anderen spannenden Unternehmen noch relativ moderat bewertet. Dennoch gehört die Aktie zu den etwas spekulativeren und vor allem volatilen Werten in meinem Depot. Gewinnmitnahmen sind relativ wahrscheinlich, weshalb ich die Aktie nicht als B&H Position sehe.

Facebook

(WKN: A1JWVX): Kaufkurs: 158,32€ – Kaufdatum: 03.08.2018 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: „Das soziale Netzwerk der Welt“ – so lautet meine Kurzbeschreibung zu Facebook. Trotz Datenskandalen, Einmischungen in diverse Wahlkämpfe, Hate-Speech, usw., ist das Tech-Unternehmen eines der möglichen Gewinner in den kommenden 20 Jahren. Facebook hat es geschafft, dass es aus unser aller Leben nicht wegzudenken ist. Sei es die Plattform selbst, die sich in Zukunft noch breiter aufstellen wird. Neben einer neuen Dating-Funktion möchte Facebook auch die Libra etablieren. Eine digitale Währung, die es ermöglicht einen verstärkten Handel über die Plattform zu ermöglichen. Die Werbeeinnahmen könnten somit weiter steigen. Instagram gehört ebenfalls zum Portfolio von Facebook. Es wächst nach wie vor unaufhaltsam und war als Erlebnis-Chronik der Trendsetter der letzten Jahre. Viele Hypes sind erst aufgrund von Instagram entstanden. Monetariesiert wird Instagram ebenfalls durch Werbeanzeigen. Über 2 Mrd. Menschen auf der Erde nutzen bislang WhatsApp. In Deutschland ist die App nicht wegzudenken. Sollte es Mark Zuckerberg gelingen auch WhatsApp früher oder später zu monetarisieren, so wird es einen sehr starken Wachstumsschub geben. Langfristig spielt dem Konzern auch die steigende Nachfrage nach VR-Erlebnissen in die Karten. Mit Oculus soll noch eine weitere Tochter genannt werden. Allein dessen Aussichten könnten im Rahmen der Digitalisierung und des 5G-Ausbau’s weitere starke Wachstumsraten erreichen. Schlussendlich haben immer mehr Menschen auf der Welt die Möglichkeit auf das Internet zuzugreifen. Insofern ist auch in den kommenden Jahren weiter mit Wachstum zu rechnen. Daher halte ich die Aktie auf der B&H Strategie.

Fortinet

(WKN: A0YEFE): Kaufkurs: 116,42€ – Kaufdatum: 15.07.2020 – Haltedauer: Mittelfr. – Langfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: Neben CrowdStrike halte ich Fortinet als einen starken Kandidaten im Bereich der CyberSecurity. Fortinet bietet integrierte Sicherheitslösungen für Unternehmen und Institutionen auf der ganzen Welt. In allen drei Segmenten wächst das Unternehmen rasant und das spiegelt sich auch im Chart wider. Dennoch werde ich die Entwicklung von Fortinet sehr genau beobachten, da ich bei CrowdStrike durch die Cloud-basierte Lösung einen Wettbewerbsvorteil sehe. Andererseits ist der Markt groß genug, um viele CyberSecurity Unternehmen wachsen zu lassen. Eine Konsolidierung durch Fusionen oder Übernahmen sind also noch nicht greifbar, jedoch früher oder später zu erwarten. Fortinet ist vorerst eine mittelfristige Position in meinem Depot. Gewinnmitnahmen sind sehr wahrscheinlich. Der Kauf erfolgte durch den charttechnischen Support, da die Aktie an einer Unterstützung nach oben drehte.

First Solar

(WKN: A0LEKM): Kaufkurs: 65,55€ – Kaufdatum: 25.08.2020 – Haltedauer: Mittelfr. – Langfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: First Solar stellt Dünnschicht-Halbleitertechnologie für Photovoltaikanlagen her. Damit sind die Bauteile der Amerikaner de facto in jedem Solarmodul verbaut. Das steigende Umweltbeswusstsein der Menschen, wird sich kurz- bis langfristig auf die Nachfrage nach alternativen Energieträgern auswirken. Eine wird die Solarindustrie sein, die mittlerweile auch profitabel arbeitet und nicht mehr von direkten Subventionen abhängig ist. Die Ziele der Unternehmen und Staaten „klimaneutral“ zu werden, werden viel Kapital in „grüne Unternehmen“ spülen. Insbesondere der „Green Deal“ der EU, so umstritten er auch sein mag, befördert Milliarden in die grünen Aktien. Sollte Joe Biden die Wahl gegenüber Trump in 2020 gewinnen, dann wird die USA weitere Gelder in Richtung klimaneutral verschieben. Diese Chance lass ich mir nicht entgehen. Charttechnisch steht die Aktie an der Oberkante des Seitwärtstrends und scheint nach oben auszubrechen. Die Investition plane ich vorerst langfristig zu halten.

iRobot

(WKN: A0F5CC): Kaufkurs: 63,64€ – Kaufdatum: 05.08.2020 – Haltedauer: Mittelfr. – Langfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: iRobot ist ein Haushaltsroboterhersteller aus den USA. Bekannt ist das Unternehmen durch seine Saug- und Wischroboter Roomba und Braava. Der private Haushalt unterliegt auch dem technischen Fortschritt der Digitalisierung und mal ehrlich, wer möchte in Zukunft simple Aufgaben im Haushalt nicht abgeben? Die Roboter von iRobot sind mittlerweile in einer Vielzahl der Haushalte zu finden und werden nach wie vor stark nachgefragt. Die Bewertung der Aktie war vor dem Ausbruch des Handelsstreits zwischen den USA und China utopisch hoch. So unterliegen die Produkte von iRobot, die in China hergestellt werden, den Zoll-Restriktionen der USA. Das Unternehmen scheiterte dabei die 25% Zoll auf die Kunden abzuwälzen. Zu viel Konkurrenz hat das Unternehmen aus Massachusetts. Der Umsatz brach ein und die Aktie ebenfalls. Als sich die Spannungen des Handelsstreits scheinbar verringerten, war iRobot hoch attraktiv. Einen ersten Kauf hatte ich Ende 2019 getätigt. Die Aufkommende Corona-Krise verschärfte die Situation, weshalb ich Gewinne, die mittlerweile entstanden waren sichern konnte. iRobot ist einer meiner jüngsten Positionen, da sie nach den Q2 Zahlen 2020 stark abverkauft wurden, obwohl die Zahlen positiv überraschten und der Ausblick auch nicht katastrophal waren. Das zeugt von einer soliden und vernünftigen Unternehmensführung, was ich als Investor sehr schätze. Charttechnisch wurde der Einstieg zusätzlich begünstigt. Mein erstes Kursziel sind die 100$, die bei einer weiteren Entspannung der COVID-19 Krise und einen positiven Ausgang des US-China Handelskonflikts, realistisch erscheinen. Ein Trade den ich mittel – bis langfristig halten möchte.

Jungheinrich

(WKN: 621993): Kaufkurs: 38,53€ – Kaufdatum: 15.11.2017 – Haltedauer: Mittelfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: Der deutsche Wert aus der zweiten Reihe ist ein weiterer Zykliker in meinem Depot. Sie stellt lediglich eine kleine Position dar, da ich den Rücksetzer nutzte um mich einzukaufen. Der darauffolgende Abverkauf kam etwas überraschend, da ich mit besseren Zahlen gerechnet hatte. Den Trend, den Jungheinrich langfristig profitieren lassen wird, hat sehr großes Potential. Jungheinrich ist nicht nur Flurförderfahrzeughersteller sondern kann ganze Logistikzentren automatisieren. Die Logistik ist ein Teilbereich in einem Unternehmen, indem die Effizienz eine große Rolle spielt. Aktuell werden die meisten Logistikzentren noch manuel oder teilautomatisch betrieben. Gewinnt Jungheinrich einen neuen Kunden für ein vollautomatisiertes Lager, so ist es nicht die Installation, die für einen Umsatzschub sorgt, sondern die jahrelangen Wartungsverträge. Daran verdienen KION und JH langfristig sehr viel Geld. Dies bedingt allerdings, dass die Kunden investieren. Aufgrund der Rezessionsängste, hält sich die Industrie in Sachen Investition, trotz Nullzinspolitik, zurück. Das merkt auch JH, weshalb die mittelfristigen Aussichten kassiert wurden. Bei Gelegenheit und einer Aufhellung der Aussichten, werde ich die Position antizyklisch aufstocken.

LivePerson

(WKN: 936891): Kaufkurs: 35,51€ – Kaufdatum: 13.05.2020 – Haltedauer: Mittelfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: Das junge Tech-Unternehmen LivePerson ist ein High-Growth Unternehmen, welches in meinen Augen den nächsten Schritt im Sinne der Digitalisierung der Unternehmen tätigt. Schon heute zählt das US-Unternehmen eine Vielzahl an Großen Konzernen zu seinen Kunden. LivePerson ermöglicht seinen Kunden eine Channel-Übergreifende Kommunikation mit dem jeweiligen Endkunden. Das Cloud-basierte Produkt LiveEngage ermöglicht den Kontakt zu Verbrauchern. Dahinter steht eine Künstliche Intelligenz (KI/AI), die mit jeder Beanspruchung mitlernt. So werden einfache und häufig wiederkehrende Kundenanfragen automatisch über einen Chatbot beantwortet. Unternehmen sparen sich so Teile seiner Call Center, bzw können die Mitarbeiter fokussiert die komplexeren Anfragen bearbeiten lassen. Ein bildliches Beispiel: Kunde K fragt Unternehmen U nach dem Preis des Produktes P. Dazu fragt K über den Facebook Massenger an. U Antwortet automatisch binnen Sekunden und der Kunde kommt schnell und effiziet zu seinem Ergebnis, ohne einen Anruf tätigen zu müssen oder auf eine Antwort via Mail zu warten. Das gleiche Pinzip funktioniert über WhatApp, Instagram usw. Dementsprechend ist LivePerson ggf. auch ein interessantes Übernahmeziel eines Techkonzerns. Das fundamentale Wachstum ist beachtlich und verspricht weiter stark zu bleiben. Eine hoch bewertete Aktie ist es in jedem Fall und sie gehört zu der Rubrik einer eher spekulativeren Position.

Microsoft

(WKN: 870747): Kaufkurs: 140,44€ – Kaufdatum: 25.03.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Microsoft regiert die Welt. Zumindest was die digitale Infrastruktur betrifft ist das Betriebssystem Windows in einer Vielzahl von Unternehmen und Institutionen vertreten. Die Microsoft Office Anwendungen Word, Excel und PowerPoint sind den meisten Anwendern bekannt und werden in den täglichen Prozessen der Arbeitswelt regelmäßig genutzt. Das macht Microsoft sehr schwer ersetzlich. Seitdem Satya Nadella CEO von Microsoft ist, hat der Software Konzern eine starke Wandlung vollzogen. Das Zugpferd des Unternehmens ist die Cloud namens „Azure“. Dieser Geschäftsbereich wächst von Quartal zu Quartal in starken Raten. Des Weiteren wird der Bereich Gaming abgedeckt. Neben der erfolgreichen Konsole XBOX und deren Games, möchte Microsoft auch eine Cloud-Gamingplattform anbieten. Das sollte in den kommenden Jahren weiter Auftrieb geben. Trotz der Größe, des von Bill Gates gegründeten Unternehmens, ist der Börsengigant nach wie vor flexibel. In der Zeit des Corona-Virus implementierte man in kurzer Zeit Microsoft-Teams, welches innerhalb weniger Tage die ganze Welt verbinden konnte. Meetings konnten plötzlich weltweit stattfinden ohne das man um den gesamten Globus reisen musste. Konkurrenten, wie Zoom wurden dabei nahezu unbrauchbar gemacht. Microsoft ist ein zuverlässiger Dividendenzahler und steht fundamental auf gesunden Füßen. Für mich eine Buy-and-Hold Aktie, die ich im Corona-Crash einkaufen durfte.

Mowi

(WKN: 924848): Kaufkurs: 18,38€ – Kaufdatum: 03.06.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Mowi (ehemals Marine Harvest) ist ein Unternehmen, welches sich auf die Produktion und Vermarktung von Lachs und Forellen spezialisiert hat. Damit bedient das norwegische Unternehmen zwei wichtige und globale Trends. Zum Einen wächst die Weltbevölkerung von Jahr zu Jahr. Um immer mehr Menschen satt zu bekommen wird sich die Nachfrage nach Lebensmitteln in den kommenden Jahren weiter erhöhen. Zum Anderen spielt der Trend des Luxuskonsums Mowi in die Karten. Nicht nur LVMH, Kering und Apple profitieren vom wachsenden Wohlstand und dem damit verbundenen Anstieg am Konsum von Luxusartikeln. Immer mehr Menschen leisten sich einen Lachs zu einer Mahlzeit. Charttechnisch und fundamental wächst Mowi nach wie vor stark. Es gibt immer mal ein paar Rückschläge, welche ich nutze, um die bisher kleine Position aufzustocken. Unter geregelten Voraussetzungen zahlt Mowi auch eine stattliche Dividende. Das könnte man aber auch als einen Nachteil für das Unternehmen in Bezug auf Gewinnverwendung anwenden. Aktuell, wie erwähnt eine kleine Position, die ich ggf. bei Gelegenheit aufstocken werde.

NextEra Energy

(WKN: A1CZ4H): Kaufkurs: 228,15€ – Kaufdatum: 08.06.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: NextEra Energy ist einer der größten Stromerzeuger in Nordamerika und gleichzeitig einer der größten Erzeuger von erneuerbaren Energien. Ein großer Anteil der produzierten Energie wird aus Sonne und Wind gewonnen. Dennoch betreibt das Unternehmen auch Kohle- und Atomkraftwerke. Jedes Jahr investiert NEE Milliarden Dollar in den Ausbau von erneuerbaren Energien. Diese Investitionen treffen den Zahn der Zeit. Den Vorsprung gewann die Holding aufgrund der frühzeitigen Erkenntnis, dass man sich als Energieunternehmen „grüner“ und nachhaltiger aufstellen muss. NextEra wächst weiter stark. Dies könnte auch weiter so gehen, da der Energiebedarf pro Kopf auf der gesamten Welt ansteigt. Die Digitalisierung erfordert mehr und mehr Energie. Davon wird auch NEE profitieren. Nebenbei gibt es eine stattliche Dividende. Die Risiken sind insbesondere die staatlichen Regulierungen. 100% der Umsätze werden in den USA erzielt. Diese sind allerdings in den USA nicht so hoch, wie bei uns in Deutschland. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Regierungen verläuft laut Geschäftsbericht 2019 sehr eng und konstruktiv. Ein weiterer Kandidat, der zu meinen Wirbelsäulen-Titeln in meinem Depot gehört.

NVIDIA

(WKN: 918422): Kaufkurs: 240,60€ – Kaufdatum: 30.03.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Der Grafikchipspezialist war und ist ein Renditegarant im Depot. Aufmerksam auf den Wert bin ich im Jahre 2016 geworden als Simon Betschinger (CEO Traderfox) die Aktie in seinen Kanälen vorstellte. Damals notierte die Aktie bei 28$. Der rasante Anstieg, der nach dem charttechnischen Big-Picture-Breakout erfolgte, war eine Freude eines jeden Anlegers. Meine erste NVIDIA-Position eröffnete ich im Mai 2017 bei einem Preis von 108€. Seitdem durfte ich insgesamt 5 mal Gewinne mitnehmen, weshalb mein letzter Einstieg noch nicht so lang her ist. Buy-and-Hold Investoren mögen nun mit dem Kopf schütteln, warum ich die Aktie zwischenzeitlich überhaupt verkauft hatte. Vielleicht zurecht! Doch in den jeweiligen Situationen habe ich nicht einen stärkeren Kursverfall der NVIDIA-Aktie hinnehmen müssen. Der Bitcoin-Hype erhöhte die Nachfrage nach starken Grafikkarten so stark, dass es abzusehen war, dass NVIDIA, nach dem platzen der Bitcoin-Blase, dieses Kennzahlenniveau nicht halten werden konnte. Die Aktie sammelte ich bei 144€ wieder ein und konnte Gewinne realisieren, mit denen ich weitere Investments tätigen konnte. Langfristig wird NVIDIA von vielen Trends profitieren. Der Gaming-Markt ist einer der aussichtsreichsten Branchen der Welt. Nicht ohne Grund positionieren sich auch Alphabet, Apple und Amazon mit eigenen Cloud-Gamingplattformen. Alle werden eines gemeinsam haben. Sie benötigen eine leistungsstarke Grafikkarte. Nach wie vor ist NVIDIA Marktführer. Ein weiterer Trend, der von NVIDIA besetzt wird ist die zukünftige Mobilität. Das „autonome fahren“ wird sich früher oder später in unseren Alltag etablieren. Maschinen machen weniger Fehler als Menschen, was zu weniger Verkehrstoten führen wird. NVIDIA liefert die Sensorik und schafft es die enormen grafischen Datenmengen zu verarbeiten und das Auto auf veränderte Situationen reagieren zu lassen. Ein einziger Kilometer erzeugt eine Datenmenge von 5TB. Zahlreiche Automobilkonzerne sind Kunde bei NVIDIA. Aber auch die Themen Deep Learning, Virtual Reality sowie künstliche Intelligenz (KI) werden das Unternehmen in Zukunft wachsen lassen. Ein großer Vorteil ist, dass NVIDIA ein gründergeführtes Unternehmen ist. CEO Jen-Hsun Huang hält 3,53% der Aktien und hat somit ein besonderes Interesse am Erfolg seines „Baby’s“ NVIDIA.

Paychex

(WKN: 868284): Kaufkurs: 76,14€ – Kaufdatum: 24.06.2019 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Paychex gehört zu den eher langweiligen Positionen in meinem Depot. Das Geschäftsmodell ist sehr robust und Krisenresistent. Der Lohn- und Gehaltsabrechnungsdienstleister betreut KMU’s und zählt somit einen branchenübergreifenden Kundenkreis. Über Jahre hinweg kann das Unternehmen stabile Wachstumsraten erzielen und profitiert von den wirtschaftlichen Aufschwung seiner Kunden. Fundamental ist Paychex hervorrand aufgestellt. Neben den Wachstumsraten kann das US-amerikanische Unternehmen eine starke Bilanz aufweisen. Das schuldenfreie Unternehmen wird seit 2010 erfolgreich von CEO Martin Mucci geführt. Darüber hinaus zahlt das Software Unternehmen eine stabile und attraktive Dividende. In der Corona-Krise zeigte sich eine Schwäche des Geschäftsmodells, die sich im nachhinein betrachtet als keine langfristige Schwäche darstellt. Aufgrund der stark gestiegenen Arbeitslosenzahlen gingen auch die Buchungen über die Systeme von Paychex zurück. Dennoch war dies nur ein kurzfristiger Effekt, denn die Unternehmen verzichten mittel- bis langfristig nicht auf funktionierende Software. Das gibt einem als Aktionär eine gewisse Sicherheit. Daher ist Paychex eine Art Ankerposition in meinem Depot, der für einen regelmäßigen Dividendeneingang sorgt. Zudem kann sich der Chart über Jahre hinweg in einer starken Verfassung präsentieren.

ServiceNow

(WKN: A1JX4P): Kaufkurs: 334,90€ – Kaufdatum: 14.05.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: ServiceNow ist ein Software Anbieter der die Prozesse innerhalb von Unternehmen digitalisiert und dadurch den Work Flow und damit auch die Effizienz ihrer Kunden verbessert. Die Services werden über die Cloud angeboten. Die Plattform von ServiceNow heißt „NOW“ und ermöglicht die Erstellung serviceorientierter Anwendungen für das gesamte Unternehmen. So kann jedes Unternehmen seine Abläufe auch selbst über die Plattform verbessern. Zu den Kunden zählen bekannte Unternehmen aus den Sektoren Finanzdienstleistungen, Informationstechnologiedienstleistungen, Konsumgüter, Bildung, Gesundheitswesen, Technologie und Regierung. Das weltweit tätige Unternehmen wird von William McDermott geführt, der zuvor den Softwareriesen SAP zum Erfolg führte. Im Zuge der Wettbewerbsfähigkeit ist für Unternehmen unerlässlich zu digitalisieren und Prozesse auf Effizienz und Effektivität zu trimmen. Dem kann sich keine Branchen entziehen, was den potentiellen Kundenkreis von ServiceNow riesig macht. Davon möchte ich profitieren, weshalb ServiceNow zu VMWare eine starke Ergänzung ist, um die digitale Transformation im Depot abzubilden. Buy-and-Hold heißt meine Devise dazu.

Sierra Wireless

(WKN: 920860): Kaufkurs: 37,49€ – Kaufdatum: 08.01.2015 – Haltedauer: unbestimmt – zur Vorstellung

Investmentthese: Das kanadische IoT-Unternehmen ist mein ältestes Investment in meinem Portfolio. Das Unternehmen produziert Mobilfunkmodule und drahtlose Breitbanddienste. In den Jahren 2013 und 2014 herrschte ein regelrechter Run auf Aktien aus dem Sektor IoT. Das Internet der Dinge (IoT) war in aller Munde und die jeweiligen Profiteure stiegen von einem auf das nächste Hoch. Angesteckt von dieser Euphorie investierte ich in die Kanadier eine für die damalige Zeit erhebliche Summe. 2015 dann der ernüchternde Einbruch in der gesamten Branche. Was war das Problem? Die Unternehmen konnten den hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Obwohl prognostiziert wurde, dass die Anzahl der miteinander kommunizierenden Geräte auf der Welt durch die Decke gehen werden, spiegelte sich dies nicht in den Kennzahlen der vermeintlichen Profiteure wider. Damit ging es dem Sektor, wie der 3D-Druck-Branche, die in der Zeit ebenfalls den Boden der Tatsachen erfahren musste. Aus heutiger Sicht bedienen diese Sektoren in Sachen Chips insbesondere Qualcomm, Samsung, TSMC, NVIDIA, usw. Die Aktie der Sierra Wireless konnte sich von den Tiefs wieder ein wenig erholen, hat allerdings die alten Hochs nie wieder nur ansatzweise erreicht. Ich halte sie weiterhin im Depot als eine Art Mahnmal, welches mich errinnern soll, dass ich nicht wieder Kaufe ohne fundamentale und charttechnische Kriterien anzusehen. Ich lerne nicht aus.

Sixt Vz.

(WKN: 723133): Kaufkurs: 50,13€ – Kaufdatum: 02.09.2017 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Der Mobilitätsdienstleister aus München ist Marktführer, wenn es darum geht Fahrzeuge zu vermieten. Das Familienunternehmen wird solide geführt und wächst jährlich in soliden Raten. Insbesondere in den südlichen Ländern Europa’s und in Nordamerika wächst Sixt rasant. Eine nicht geringe Rolle dabei spielt die außergewöhnlich starke Marketing Abteilung des Unternehmens, denen es regelmäßig gelingt, durch gezielte Kampagnen, den Lacher auf ihre Seite zu ziehen und dabei in den Blickpunkt der Zielgruppe zu gelangen. Neben einem langfristigen Aufwärtstrend zahlt Sixt eine solide Dividende und ist dennoch flexibel genug, um in Krisenzeiten die richtigen Entscheidungen zu treffen. Im Jahr 2018 stellt Sixt seine neue Mobilitäts-App „Sixt One“ vor. Diese ermöglicht eine schnelle und reibungslose Buchung eines Fahrzeuges. Außerdem bietet man mit Sixt Share eine kostengünstige Gelegenheit in den Städten von A nach B zu gelangen. Dabei verschließt sich das im SDAX-gelistete Unternehmen nicht davor mit der Mobilitätskonkurrenz zusammen zu arbeiten. So bietet man in der APP auch den Kontakt zu Taxi-Firmen an. Perspektivisch möchte Sixt über die Vermittlung von Taxi-, Uber- und Lyft-Fahrten provisionen generieren. Die Zusammenarbeit soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Langfristig wird Sixt davon profitieren, dass die Menschen keine eigenen Autos mehr benötigen werden. In den Städten ist dieser Trend jetzt schon zu beobachten und auf den ländlichen Regionen wird dies nachziehen, sobald man alternative Transportmittel als geeignet und bezahlbar ansieht. Ein Prozess der mittelfristig in den Städten verstärkt auftreten wird. Eine Vision dazu könnte wie folgt aussehen. Eine in einer Stadt lebenden dreiköpfigen Familie bestellt früh ein autonomes Fahrzeug über die Sixt App. Ein Fahrzeug hält vor der Haustür der Familie und transportiert das Kind sicher zur Schule. Doch auch die Eltern werden über dieses Mobilitätsangebot den Weg zur Arbeit finden. Aufgrund der Kundenbindung wird diese Art der Fortbewegung deutlich kostengünstiger, sicherer und effizienter sein, als die öffentlichen Alternativen. Darüber hinaus fallen die Kosten für das eigene Auto inkl. Versicherungen und Steuern weg. Die nervige Suche nach einem Parkplatz an der Arbeitsstelle sowie zu Hause hat ebenfalls ein Ende. Dieses Szenario ist mein persönliches Bild der Zukunft, die vor allem Sixt in die Hände spielen sollte, da sie sich bereits jetzt perfekt dafür aufgestellt haben und in dieses Szenario hineinwachsen können. Der Trend des klimafreundlichen Bewusstseins verstärkt dieses Szenario zusätlich. Für mich ein B&H-Kandidat auch wenn die Margen eines Zyklikers gleichkommen.

Stryker

(WKN: 864952): Kaufkurs: 160,34€ – Kaufdatum: 18.04.2019 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Stryker ist in meinen Augen eine Aktie zum kaufen und liegen lassen. Zu diesem Ergebnis bin ich gekommen, nachdem ich mich mit dem demografischen Wandel beschäftigt habe. Das amerikanische Unternehmen bietet Krankenhäusern diverse Geräte, die zur Grundeinrichtung zählen. Beginnend mit Krankenhausbetten bis hin zu chirurgischen Gerätschaften zählt das Porfolio von Stryker zahlreiche wichtige Produkte. Darüber hinaus verkauft Stryker auch Implantate. Im Hinblick auf die alternde Bevölkerung sowie dem steigenden Wohlstand auf der Welt, wird die Nachfrage nach künstlichen Gelenken und Implantate weiter stark steigen. Auf der ganzen Welt werden weiter Krankenhäuser errichtet werden müssen, um den Bedarf an Patienten zu decken. Die Lebensqualität im Alter ist bzw. wird in Zukunft immer wichtiger und somit ist das Geschäftsmodell auf Langfristigkeit ausgelegt. Die Produkte des Medizintechnikers werden auf der gesamten Welt verkauft und zudem liefert Stryker auch fundamental starke und konstante Wachstumsraten aus. Das zeigt auch der langfristige Chart, der seit Jahren nur eine Richtung kennt. Eine moderate Dividende wird ebenfalls an die Aktionäre ausgezahlt. Größter Aktionär von Stryker ist die T Rowe Price Group.

T Rowe Price Group

(WKN: 870967): Kaufkurs: 96,50€ – Kaufdatum: 08.04.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Die T Rowe Price Group ist ein Finanzdienstleister aus den USA. Die Gesellschaft berät private und institutionelle Investoren in Sachen Geldanlage. Hauptsächlich verwaltet die Gruppe verschiedene Fonds. In den Recherchen zu den Unternehmensanalysen begegnet man der T Rowe Price Group relativ oft. Mit einem Investment in die Aktie des Unternehmens ist man indirekt auch an einer Vielzahl an weiteren Unternehmen investiert. Charttechnisch steckt das Unternehmen in einem langfristigen Aufwärtstrend und zahlt regelmäßig eine stattliche Dividende. Für mich ist das Investment eine B&H-Position und stellt im Depot eine Art Wirbelsäule dar.

Tencent

(WKN:A1138D) Kaufkurs: 47€ – Kaufdatum: 16.01.2018 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Tencent ist eines der größten chinesischen Unternehmen. Trotz der schon hohen Marktkapitalisier wächst das Unternehmen weiter sehr stark. Das Tech-Unternehmen agiert mittlerweile als eine Art Holding. In Börsenkreisen hört man vermehrt, dass Tencent das chinesische Facebook sei. Das ist aber nur eine Teilwahrheit, denn die Verbindung trägt insbesondere die Kommunikationsplattform WeChat. Was in der westlichen Welt WhatsApp ist, ist in der chinsischen Volksrepublik WeChat. Dabei bietet WeChat noch viel mehr Funktionen. Neben dem chatten und telefonieren können Nutzer der WeChat App auch Lebensmittel bestellen, Rechnungen bezahlen (WeChat-Pay), auf Jobsuche gehen, Leute in der Nähe suchen aber auch Arzttermine buchen. Im Megamarkt Online Games spielen die Chinesen auch eine signifikante Rolle. Neben eigenen Blockbustern, wie „PUBG“ und „Clash Royale“ besitzt Tencent auch viele Anteile an anderen Gaming Publishern. Unter anderem übernahm man im Jahre 2016 das Unternehmen Riot Games. Weitere Beteiligungen sind: 48% von Epic Games, 5% von Activision Blizzard und 5% von Ubisoft. Mit Tencent Music hat Tencent erst vor kurzer Zeit an die Börse gebracht. Damit ist der Streamingmarkt auch erschlossen. Zudem hält Tencent auch in diesem Bereich noch Anteile an der Konkurrenz (Spotify 7,5%). Zur Vollständigkeit noch weitere Beteiligungen: JD.com (18%), Snap (12,1%) und Tesla (5%). Gründer Hua-Teng Ma hält selbst noch 8,5% der Tencent Anteile. Insgesamt ist das Unternehmen auf vielen Wachstumsmärkten aktiv was für die Zukunft noch einiges bereit halten könnte.

Visa

(WKN: A0NC7B) Kaufkurs: 153,72€ – Kaufdatum: 06.08.2019 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Kreditkartenanbieter Visa besitzt neben MasterCard ein Duopol für einen der margenreichsten Märkte. Bei jeder Zalung, egal ob stationär oder online, verdient Visa mit. Sie erheben beim Händler eine Gebühr für jede Transaktion, die beim jeweiligen Händler anfällt. Der Trend des bargeldlosen Zahlens ist nicht mehr aufzuhalten und immer mehr Menschen weltweit greifen zum Plastikgeld zurück. Von Jahr zu Jahr wächst das Transaktionsvolumen der getätigten Zahlungen über die verschiedensten Geldkarten. Davon wird Visa weiter profitieren. Wenn auch die Dividendenrendite nicht sehr hoch aussieht, wird sie von Visa regelmäßig kräftig erhöht. Der Chart kennt über Jahre nur einen Weg. Damit wird man als Anleger doppelt belohnt und bei den Margen weiß man auch, dass Visa auch bei schwierigen Marktlagen flexibel reagieren kann. Das Unternehmen sehe ich als eine Depotposition fürs Rentenalter.

VMWare

(WKN: A0MYC8) Kaufkurs: 135,40€ – Kaufdatum: 19.06.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: VMWare ist ein Software Unternehmen im Bereuch des Cloud Computing sowie der Virtualisierung von Rechenzentrumsinfrastrukturen. Damit haben sie einen großen Beitrag bei der Transformation der digitalen Welt. Die Kunden des Tech-Konzerns strecken sich über alle Branchen hinweg. VMWare ist für das kommende Geschäftsjahr bereits Klimaneutral. Die Digitalisierung ist ein Überbegriff für die einzelnen Disziplinen die vom US-Unternehmen abgedeckt werden. Vom maschinellen Lernen über künstliche Intelligenz und Edge Computing bis hin zur Blockchain ist VMWare involviert. Das Unternehmen hat bereits eine hohe Marktkapitalisierung erreicht und ist im Begriff weiter stark zu wachsen. Dabei sind sie weltweit tätig und haben mit Dell Technologies einen großen Anker Aktionär, der 27,4% des Unternehmens hält. Mit seinen Produkten fördert VMWare die Innovationskraft ihrer Kunden in den Bereichen Medizin/Biotech bis hin zu ganz normalen Industrieunternehmen. Die Bewertung war zum Zeitpunktes des Kaufes im Vergleich zu anderen Cloud-Software Unternehmen relativ günstig. Daher halte ich diese Position voraussichtlich langfristig.

Walt Disney

(WKN: 855686) Kaufkurs: 99,51€ – Kaufdatum: 21.02.2019 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Wahrscheinlich kennt Jeder die Marke Walt Disney aus seiner Kindheit. Das Imperium rund um Mickey Mouse blickt auf eine lange Historie. Von Klassiker, wie Schneewittchen, das Dschungelbuch und das Schöne und das Biest bis zu modernen Kinohits wie die Eiskönigin und Zoomania, schaut das Unternehmen auf viele Erfolge zurück. In der Vergangenheit wuchs Walt Disney durch Übernahmen. Mittlerweile zählen auch die Star Wars Sagen zum Portfolio der Amerikaner. Das Marvel Imperium sowie das Zeichentrick Studio Pixar sind ebenfalls ein Teil des Konglomerat. Die letzte große Übernahme geschah im Jahre 2019 als man 21st Century Fox für 71 Mrd. Dollar übernahm. Neben der Präsenz auf den Leinwänden der Welt, betreibt Disney auch mehrere Freizeitparks, womit ein Großteil der Umsätze und Gewinne generiert werden. Einen großen Teil der Einnahmen verdankt das Unternehmen einer intelligenten Merchandising Politik. Neben allen Stars der Filme gibt es diverse Fan-Artikel von dessen Lizenzrechten Disney nachhaltig profitiert. Die größte Herausforderung der letzten Jahre ist die Digitalisierung. Um vom Trend des Streamingmarktes zu profitieren übernahm man einen großen Anteil an HULU. Mithilfe dessen Kompetenz stellte Walt Disney im Jahre 2019 seinen eigenen Streaming-Dienst „Disney+“ vor. Kurze Zeit nach dem Marktstart überraschte der Medienkonzern mit starken Abo-Zahlen und erfreute seine Anleger. Für mich ist Walt Disney ein Grundpfeiler in meinem Depot. Auch wenn Emotionen beim investieren nichts zu suchen haben, so ist es genau das, was es für mich zu einem Buy-and-Hold Titel macht. Mickey Mouse auf der Kursrakete ist mein persönliches Szenario. 🙂

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