Marcel’s Depot

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Neuigkeiten:

09.09.2020 Kauf eHealth (WKN: A0LBT4)

Der Tech-Sektor ist nahezu flächendeckend überkauft. Das zeigen neben den Charts auch die Bewertungen der Unternehmen. Ein paar wenige Unternehmen allerdings sind sehr fair bewertet und gehören dennoch zu den Gewinnern der Zukunft. Eine Aktie, die mir besonders aufgefallen ist, ist eHealth. Dieses High-Growth Unternehmen wurde in den letzten Wochen und Monaten aufgrund relativ enttäuschenden Zahlen Abverkauft. Absolut betrachtet ist das Wachstum aber weiter intakt. Drei Gründe gibt es für meinen Kauf. Der Erste ist das Geschäftsmodell. eHealth ist ein Online-Vergleichsportal für Krankenversicherungen in den USA. Mit verschiedenen Plattformen treten sie auf und erfreuen sich einer immer stärker werdenden Nachfrage. Darüber hinaus werden auch noch weitere Dienstleistungen angeboten. Hier findest Du weitere Infos zu eHealth. Der zweite Grund für meinen Einstieg ist die fundamentale Bewertung. Mit einem KGV2020 von 21 ist das Unternehmen zum Zeitpunkt meines Kaufs mehr als günstig, wenn man bedenkt, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eigentlich kein Gradmesser für die Bewertung eines High-Growth Unternehmens ist. Des weiteren beträgt das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) gerade einmal bei knapp 4. Im Verhältnis zu anderen High-Growth Unternehmen ist das ein sehr geringer Wert (8 – 12). Die Kennzahl EV/Sales ist mit 2,82 ebenfalls sehr günstig. Der dritte und letzte Grund meines Kaufs ist die Charttechnik. Im Big Picture erreichte die Korrektur eine wichtige Unterstützung, die mehrere Handelstage hielt (Siehe Bild). Insgesamt erinnert mich die Situation an iRobot, die eine ähnliche Bewertung und ein ähnliches Szenario darstellte. Das Chancen-Risiken-Verhältnis liegt in meinen Augen bei den Chancen. Die Haltedauer hängt natürlich von der weiteren Entwicklung ab. Kursziel ist das grüne Feld in der Grafik. An dieser Stelle werde ich das Investment neu bewerten und entscheiden. Entscheidend sind hierbei die kommenden Quartalszahlen. Sollte das Unternehmen stärker an Wachstum verlieren, so überdenke ich die Position ebenfalls.

09.09.2020 Teilverkauf CrowdStrike:

Aufgrund der starken Rallye des CyberSecurity-Spezialisten seit dem Corona-Tief, habe ich meinen Einsatz herausgezogen und die Aktienanzahl halbiert. Damit bin ich lediglich mit den Gewinnen investiert, welche ich laufen lassen möchte. Langfristig steht dem Unternehmen wahrscheinlich eine rosige Zukunft bevor. Die aktuelle Bewertung ist extrem hoch, weshalb die Chance Gewinne mitzunehmen verlockend war. Bei einem deutlicheren Rücksetzer und einer Bewertung von knapp 20 Mrd. $, werde ich erneut kaufen.

Hintergrund und Antrieb:

Zum Zeitpunkt der Depotvorstellung bin ich 29 Jahre alt, ledig und Selbstständig.

Seit 2014 bin ich hauptberuflich Selbstständig tätig und bin somit (glücklicherweise 🙂 ) für meine Altersvorsorge selbst zuständig. Als ich mich im Rahmen meiner Studienzeit mit den Möglichkeiten der Altersvorsorge beschäftigte, bemerkte ich schnell, dass es nicht wirklich viel gibt, das Renditen abwirft, dabei noch geringe Kosten verursacht und zudem kein überdimensionales Risiko erzeugt. Noch in der Zeit des Studiums erinnerte ich mich an das Börsenspiel, welches wir damals in der 10. Klasse im Fach Wirtschaft/Technik/Haushalt, betrieben haben. In langweiligen Vorlesungen begann ich mein Selbststudium zum Thema Börsen / Aktien sowie die Grundeinstellung zum Thema Finanzen und Wirtschaft. Glücklicherweise erfreute ich mich in meiner Studienzeit über eine komfortable Liquidität, da ich mein Gewerbe als Nebengewerbe seit 2010 führte und somit neben dem Einkommen aus dem dualen Studium, noch ein ordentliches Nebeneinkommen generieren konnte. Damals, wie auch heute, legte ich kaum Wert auf materielle Dinge. Unnötige Ausgaben versuchte ich weitestgehend zu vermeiden. Mit einem kleinen Betrag von 350€ wagte ich im Jahre 2013 den Kauf von 5 BMW Aktien zum Preis von 82€/Stück. Kurz darauf folgten weitere Werte, wie die Deutsche Post und die Software AG. Wie es uns wahrscheinlich allen ging, kaufte ich die Werte, dessen Produkte und Dienstleistungen ich für zukunftsfähig hielt. Mein Depot wuchs von Monat zu Monat mit neuen Werten und aufgrund der fehlenden Erfahrungen, verkaufte ich viele Positionen auch schnell wieder. Nachdem ich in den Jahren 2014 und 2015 mit dem Handeln von Hebelprodukten deutliche Kursverluste hinnahm, entschloss ich mich kurz darauf, das Thema Optionsscheine für mich abzuhaken. Insbesondere auch, weil ich ohnehin gefallen daran empfunden hatte, echte Anteile eines Unternehmens zu besitzen. Zahlreiche Bücher und Artikel festigten mein Wissen über die Materie. Nicht unerwähnt möchte ich meinen heimlichen Mentor lassen und mich an dieser Stelle bedanken. Simon Betschinger ist der Gründer der Seite TraderFox GmbH. Mit Hilfe seiner Formate erlernte ich unter Anderem die Charttechnik und dessen Deutung, wie marktrelevante Themen im Hinblick auf die Börse einzuordnen sind, welche Visionen und Trends der Zukunft, welche Unternhemen eine Chance bieten könnten. Dadurch konnte ich meine Strategie festlegen, welche ich bis heute festige und umsetze.

Strategie:

Bevorzugt kaufe ich auf langfristige Sicht. Daher unterscheide ich in Positionen, die ich klassisch als Buy-and-Hold Titel ansehe und Positionen, die verkauft werden, sobald sich die Aussicht oder die Realität des Unternehmens zum Nachteil verändern. Wenige Positionen kaufe ich auf kurz- bis mittelfristige Sicht. Dies ist dann der Fall, wenn ein Unternehmen in meinen Augen überverkauft wurde und bei erreichen eines definierten Kurses wieder veräußert wird. Alle Aktien haben aber gemeinsam, dass deren Geschäftsmodell auf Sicht der kommenden 15 Jahre nicht wegzudenken sind. Weiterhin müssen die Unternehmen den Fokus auf Wachstum legen. Außer wenige Ausnahmen wachsen die Unternehmen in meinem Depot über 10%. Dividenden spielen in der Regel bei meiner Investmententscheidung keine Rolle. Wächst ein Unternehmen stark, so bin ich froh, dass es die Cashflows verwendet, um weiter zu expandieren und den Kuchen weiter vergrößert. Bei den offensiven Werten spielt ein KGV in meinen Augen auch keine Rolle, da das Unternehmen keine großen Gewinne ausweisen muss, wenn es weiter wächst. Natürlich muss man das von Unternehmen zu Unternehmen individuell betrachten. Daher werde ich meine Ambitionen in der Depotvorstellung näher erläutern.

Mein Depot

3M

(WKN: 851745): Kaufkurs: 187€ – Kaufdatum: 12.02.2018 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: 3M dient zur Diversifikation in meinem Depot und ist einer der defensiveren Werte. Das Unternehmen ist in der westlichen Welt nicht wegzudenken. Zahlreiche Produkte vertreibt 3M auf der ganzen Welt und dabei besitzt das Unternehmen einen Schatz an zehntausenden Patenten. Sie werden von der weiteren Globalisierung und vom Bevölkerungswachstum weiter stark profitieren. Der übergeordnete Trend ist weiter in Takt.

Adobe

(WKN: 871981): Kaufkurs: 292,5€ – Kaufdatum: 19.12.2019 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Adobe besitzt einen starken Burggraben. Mit der Umstellung auf eine Abo-Modell hat sich das Unternehmen zu einem robusten Branchenleader gemausert. Die zahlreichen Programme sind aus den Unternehmen der Welt nicht mehr wegzudenken. Dabei erweitert Adobe sein Portfolio regelmäßig und erhält jedes Jahr wachsende Einnahmen aus dem Lizenzverkauf der Programme.

Air Liquide

(WKN: 850133): Kaufkurs: 120,95€ – Kaufdatum: 15.11.2019 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Air Liquide ist neben Linde der größte Hersteller von industriellen und medizinischen Gasen. Unternehmen auf der ganzen Welt greifen auf die Produkte der Fanzosen zurück. Dabei besitzt das Unternehmen einen Burggraben, der dazu führt, dass das Unternehmen so robust ist, dass es auch in Krisenzeiten erfolgreich arbeiten kann. Für Air Liquide habe ich mich aufgrund der aktionärsfreundlichen Unternehmenspolitik entschieden. Neben Gratisaktien und Sonderdividenden ist der langfristige Chart der Aktie höchst attraktiv.

Alibaba

(WKN: A117ME): Kaufkurs: 171,00€ – Kaufdatum: 02.05.2019 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Alibaba ist eines der am stärksten wachsenden Online-Plattformen in China. Der aufstrebende Mittelstand im Reich der Mitte wird in den kommenden Jahren das Wachstum aufrechterhalten. Perspektivisch wird Alibaba die Internationalisierung angehen und auf der ganzen Welt aktiv werden. Alibaba ist aber noch viel mehr als eine Handelsplattform. Mit den Töchterunternehmen bieten die chinesischen auch eine wichtige Cloud á la Amazon und Microsoft. Neben vielen weiteren Wachstumsfeldern bietet Alibaba auch den Zahlungsdienst AliPay unter dem Dach von AntFinancial, welche in naher Zukunft selbst an die Börse treten wird. AntFinancial ist aktuell das höchstbewertete FinTech der Welt. AliPay wird jetzt schon sehr stark genutzt und dessen Ausweitung auf die westliche Welt ist eine Frage der Zeit.

Alphabet

(WKN: A14Y6F): Kaufkurs: 1039,35€ – Kaufdatum: 05.03.2019 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Alphabet versteht es seit Jahren aus Daten Geld zu machen. Sie haben erkannt, dass Daten das Gold des 21. Jahrhunderts sind, denn sie monetarisieren ihren Datenbestand, wie kein anderer. Aus der täglichen Welt eines jeden Einzelnen ist Google nicht mehr wegzudenken. Über die einfache Google Suchmaschine, über die Routenführung bis hin zum Betriebssystem für einen großen Teil der Smartphonebesitzer. Mit den Töchtern, wie bspw. YouTube, Weimo und Stadia weiß das Unternehmen sich zu diversifizieren und verschiendene Trends mitzuspielen.

Altria

(WKN: 200417): Kaufkurs (durchschnittl.): 58,76€ – Kaufdatum: 17.08.2016 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Der Tabak-Riese gehört zu eines meiner ersten Buy-and-Hold käufe. Auch wenn die Branche seit geraumer Zeit in einer Krise steckt, kann man erkennen, dass die Gewinne trotz sinkender Umsätze weiter steigen. In meinem Depot stellt die Position einen defensiven Wert dar. Dennoch bin ich überzeugt, dass die Tabakalternativen sich über kurz oder lang durchsetzen werden. Die Investition von Altria in den trendigen E-Zigarettenhersteller JUUL Labs scheint auf dem ersten Blick nicht erfolgreich gewesen zu sein. Dennoch könnte sich die Situation schnell drehen, wenn JUUL Labs nach den Kritiken in den Medien das IPO forciert. Der Burggraben von Altria ist weiterhin sehr stabil aufgrund starker Marken und Produkten. Die Dividenden entschädigen die Wartezeit, bis der Kurs sich aus dem Abwärtstrend befreit.

Amazon

(WKN: 906866): Kaufkurs: 788,44€ – Kaufdatum: 24.03.2017 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Jeff Bezos hat mit seinem Unternehmen viele Branchen umgekrempelt. Mittlerweile ist es völlig normal bei Amazon zu bestellen. Es ist einfacher, schneller und flexibler. Neben dem Handel, gibt es weitere Burggräben, die für Wachstum sorgen. Die Cloud AWS ist das Zugpferd im Amazon Portfolio. Aber viele weitere Tochterunternehmen wirken in ihren Branchen disruptiv. Immer mehr Menschen bekommen einen Zugang zum Internet und damit werden auch die Umsätze der jeweiligen Amazon-Unternehmungen weiter steigen.

American Tower

(WKN: A1JRLA): Kaufkurs: 237,75€ – Kaufdatum: 08.06.2020 – Haltedauer B&H – zum Trend

Investmentthese: American Tower Corp. ist eine sogenannte REIT (Real Estate Investment Trust), welche Kommunikationsimmobilien besitzt, betreibt und entwickelt. Die Holding ist weltweit tätig und besitzt demnach auf der ganzen Welt Immobilien. Zu den Immobilien zählen insbesondere Sendemasten zur drahtlosen Datenübermittlung. Diese Sendemasten werden an Unternehmen aus Radio- & TV-Industrie, Telekommunikationsunternehmen und Regierungen verleast. Das Geschäftsmodell ist somit sehr robust, da die Kommunikation rund um den globus weiter stark ausgebaut wird. Mittel- bis Langfristig wird das Unternehmen vom 5G Trend profitieren. 5G ist der neue Mobilfunkstandard, der auf der ganzen Welt ausgebaut wird. Alle Einzelheiten zum Trend 5G findest Du in unserer Podcast Folge zu 5G (Link: zum Trend). ATC investiert weiter stark in sein Netz, um weltweit von der Digitalisierung zu profitieren. Aus diesem Grund stellt American Tower Corp. einen weiteren Teil der Depot Wirbelsäule dar.

Apple

(WKN: 865985): Kaufkurs: 129,49€ – Kaufdatum: 12.06.2017 – Haltedauer B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Todgesagte leben länger – Apple hat es geschafft weiter Wachstum zu generieren. Die Abhängigkeit vom iPhone ist zwar noch hoch, aber wurde verringert. Kritiker werfen dem Giganten aus Cupertino vor keine Innovationen zu präsentieren. Das müssen sie auch nicht, denn sie verkaufen nicht über die technischen Akzente. Sie nutzen die bewährten Innovationen der Konkurrenz und verbessern sie bzw. passen sie an das Betriebssystem IOS an. Das ist ein Mehrwert für den Kunden, denn wer einmal in der IOS-Welt tätig war und weitere Apple Produkte nutzt, der erkennt eine reibungslose Harmonie zwischen den Geräten. Apple muss auch nicht, im Gegensatz zu den Wettbewerbern, an der Preisschraube drehen. Es funktioniert nach dem Prinzip von Louis Vuitton. Apple ist vor allem ein Luxusgut- und Lifestyle-Geräte-Hersteller. Optik und Statussymbol zählen auch bei den Millenials mehr. Dazu versteht es Apple die Geräte weiter zu vergolden. Das Dienstleistungsangebot wird weiter gesteigert. Neben der Cloud, werden auch der Streamingdienst Apple TV+, die Spieleplattform „Arcade“ und natürlich Apple Music weiter für Wachstum sorgen. Auch hier ist ein wichtiger Burggraben zu erkennen. Die neuen Geräte der iPhone 12er Generationen werden einen Nachfrageschub bei Apple auslösen aufgrund der steigenden Präsenz des 5G Trends. Daher ist der Wechsel der älteren iPhones auf die neuen sehr wahrscheinlich und das zu höheren Verkaufspreisen, als es vor einigen Jahren noch der Fall war. Ich zweifel nicht am zukünftigen Erfolg des Börsengiganten.

AT&T

(WKN: A0HL9Z): Kaufkurs: 36,23€ – Kaufdatum: 22.08.2016 – Haltedauer: Mittel-Langfristig – zur Vorstellung

Investmentthese: Auch wenn der Chartverlauf des Telekommunikationsriesen nicht sehr attraktiv aussieht, bin ich guter Dinge, dass AT&T durch den 5G Trend und durch die Übernahme von Time Warner wieder in Fahrt kommt. Die 5G Tarife werden deutlich höhere monatliche Zahlungen erfordern und umso stärker es kippt umso eher wird man auf die Tarife umsteigen. Dazu noch der HBO Streamingdienst, der langfristig für zusätzliche Einnahmen sorgen sollte. Der Wert stand bereits auf der Verkaufsliste, doch dann stieg der aktivistische Investor Elliott ein, der dafür sorgen wird, dass defizitäre Geschäftsteile veräußert werden. Solange nehm ich die Dividenden gern mit.

Aumann

(WKN: A2DAM0): Kaufkurs: 59,89€ – Kaufdatum: 15.05.2018 – Haltedauer: Kurzfristig – zur Vorstellung

Investmentthese: Aus heutiger Sicht ein Fehlgriff und die Entscheidung des Kaufes, war ein Musterbeispiel für ein irrationales Handeln. Ich kaufte den Wert völlig überteuert, aufgrund der aufkommenden Elektromobiliät. Die fundamentalen Ergebnisse konnten die hohen Erwartungen nicht bedienen und so wurde der Wert gnadenlos abverkauft. Den Absprung hatte ich nicht geschafft. Zuletzt wurde der Abwärtstrend beendet und ein kurzfristiger Aufwärtstrend wurde gebildet. Diesen beobachte ich noch eine Weile, bis ich die Reißleine ziehe und den Zykliker aus dem Depot kegel. Das positive: die investierte Summe belief sich auf eine halbe Position und ich habe viel lernen dürfen. Gegebenenfalls ist Aumann auch ein Übernahmenkandidat.

Bayer

(WKN: BAY001): Kaufkurs: 68,30€ – Kaufdatum: 09.08.2019 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Der Pharma- und Agrarkonzern geriet nach der Übernahme von Monsanto ins wanken. Der Aktienkurs stürzte in die Tiefe. Die Klagen gegen Bayer durch den Unkrautvernichter „Glyphosat“ häuften sich. Als der Kurs einen Boden ausbildete war ich mir recht sicher, dass zu diesem Zeitpunkt nur noch die „Hartgesottenen“ die Aktie behielten. Die Nachricht über einen möglichen Vergleich mit den Klägern, ließ mich nicht daran Zweifeln die Chance für einen Einstieg zu nutzen. Bayer ist weiterhin ein sehr starkess Unternehmen. Neben der Pharmasparte ist auch der Bereich Agrar ein wichtiges Zugpferd. Die zyklischen Unternehmensteile (Lanxess & Covestro) wurden an die Börse gebracht und anschließend aus der Hand gegeben. 2019 und 2020 trennte man sich außerdem von weiteren Geschäftsbereichen. Nach und nach konzentriert sich das Traditionsunternehmen auf die wesentlichen Geschäftsbereiche Pharma und Crop-Science. Die wachsende Weltbevölkerung benötigt immer mehr Nahrung und somit ist es notwendig, dass die Landwirte immer effizienter ihre Flächen nutzen. Mit Hilfe der KI, wird für den Landwirt, die genaue Menge Saatgut berechnet, so dass Bayer eine Ertragsgarantie an die Landwirte verkauft. Das ist eine Win-Win-Situation.

Chegg

(WKN: A1W4ER): Kaufkurs: 59,30€ – Kaufdatum: 13.05.2020 – Haltedauer: kurz – mittelfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: Chegg ist ein Technologie-Unternehmen im Bereich Bildung. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Digitalisierung in vielen Ländern noch nicht im Bildungssystem angekommen ist. Das sieht, wie so oft, in den USA schon besser aus. Online Plattformen, wie Chegg ermöglichen Schülern, Studenten und Lehrkräften über digitale Medien gegenüberzutreten. Der Vorteil von Chegg ist das geschlossene System, welches weitere Vorteil für dessen Kunden bereitstellt. Neben dem Verleih von digitalen und physischen Büchern bietet Chegg verschiedene Dienstleistungen rund um die schulische und studentische Ausbildung. Wird ein digitaler Nachhilfe-Lehrer gesucht, so ist dieser über 24h erreichbar. Die Aktie zählt zu den Spekulativeren Werten im Depot und bietet eine große Chance. Die letzten Quartalszahlen (Q1/2020) zeigten einen starken Nachfrageanstieg, die sich im Zuge der Zuspitzung der COVID-19 Krise in den USA weiter fortsetzen sollte. Gewinnmitnahmen sind denkbar, da das Unternehmen noch nicht profitabel ist und dennoch eine hohe Bewertung mitbringt.

Covestro

(WKN: A2DPX5): Kaufkurs: 74,75€ – Kaufdatum: 24.10.2017 – Haltedauer: kurz – mittelfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: Covestro ist einer der wenigen Zykliker in meinem Depot. Der Zeitpunkt des Kaufs war leider völlig irrational. Zu diesem Zeitpunkt wäre von einem Kauf abzuraten gewesen. Fundamental hat die ehemalige Bayer-Tochter schwierige Zeiten vor sich. Zwei Strategien aus der aktuellen Situation sind folgende: 1. Verluste realisieren und damit steuerliche Vorteile ziehen. 2. Abwarten bis wieder Wachstum eintritt und der Kurs sich wieder erholt. Das entscheide ich in den kommenden Wochen und Monaten. Für ein langfristiges Investment spricht, dass der chemische Sektor nach wie vor einer wachsenden Nachfrage steht.

CrowdStrike

(WKN: A2PK2R): Kaufkurs: 58€ – Kaufdatum: 22.01.2020 – Haltedauer: mittelfr. – B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Die Schäden durch Cyber-Kriminalität wachsen von Jahr zu Jahr. Unternehmen, Staatsorgane und der private Haushalte müssen sich immer stärker davor schützen. Der Trend wird durch die steigende Digitalisierung weiter wachsen. CrowdStrike könnte einer der Profiteure aus dem Bereich Cyber-Security sein. (Verweis auf die Podcast-Folge: „Cyber-Security“) Neben vielen anderen starken Unternehmen in diesem Trend, ist CrowdStrike mit seiner KI-Technologie einen Schritt voraus. Unternehmen können mit Hilfe der CrowdStrike-Cloud-Software Cyber-Angriffe im voraus erkennen und Schwachstellen beseitigen. Dieses Szenario spiele ich mit, da der Kuchen für alle Cyber-Sec-Unternhmen größer wird, wird auch der Aufschwung der Branche weitergehen. Nach dem Hype in Folge des IPO’s ist die Aktie deutlich konsolidiert. Nach der Bodenbildung habe ich zugeschlagen. Die Haltedauer wird sich nach der Entwicklung der Branche und des Unternehmens richten.

Enphase Energy

(WKN: A1JC81): Kaufkurs: 57,49€ – Kaufdatum: 18.05.2020 – Haltedauer: Mittelfristig – zur Vorstellung

Investmentthese: Das Thema Klima ist seit spätestens 2017 in aller Munde. Nicht mehr nur die Wissenschaft, sondern auch die restliche Menschheit hat erkannt, dass der CO2-Ausstoß in dem Umfang der letzten Jahre nicht mehr vertretbar ist, wenn der Planet nicht nachhaltig zerstört werden soll. Aus diesem Antrieb heraus ist es notwendig „alte unsaubere“ Industrien gegen „saubere“ Industrien umzutauschen. Der Weg zur CO2-Neutralität ist kein leichter und schon gar kein günstiger. Im Hinblick auf den weiter steigenden Bedarf an Energie (siehe NextEra Energy) werden unmengen an Kapital benötigt, um Kohlekraftwerke, aber auch Atomkraftwerke zu kompensieren. Man kann von diesem Vorgehen halten was man möchte und die Meinungen zu diesem Thema gehen weit auseinander. Aus Investorensicht muss man aber die rationale Seite und damit auch die Chancen erkennen. Das Thema alternative Energien ist in Deutschland schon seit Jahrzehnten bekannt. Unsere Solarindustrie, namentlich Solarworld, ging nach und nach Anfang der zweitausender Jahre in die Insolvenz, da ohne Subventionen des Staates keinerlei Wirtschaftlichkeit bestand. Die Technologie wanderte ab und mittlerweile ist die Technologie bereit dafür lukrativ eingesetzt zu werden. Einer dieser Gewinner ist neben SolarEdge, Enphase Energy. Das amerikanische Unternehmen vertreibt Mikroumrichtersystemen für Photovoltaikanlagen. Dabei werden insbesondere der private Haushalt und Unternehmen als Kunden angesprochen. Besitzt eine Familie auf ihrem Einfamilienhaus eine Photovoltaikanlage, so kann sie die Produkte von Enphase Energy nutzen. Dabei stellt das Unternehmen auch Energiespeicher-Systeme zur Verfügung. Im Zuge des Umdenkens der Industrienationen (mehr oder weniger) profitieren grüne Aktien im besonderen Maße. Dazu auch der Querverweis auf SolarEdge, die auf dem europäischen Markt aktiver sind als Enphase und somit vom Green Deal der EU profitieren. Der Trend und das gelenkte Geld der Politik wird sich weiterhin positiv auf die Ergebnisse der erneuerbaren Energien auswirken. Enphase wächst umsatzseitig sehr stark und ist im Vergleich zu anderen spannenden Unternehmen noch relativ moderat bewertet. Dennoch gehört die Aktie zu den etwas spekulativeren und vor allem volatilen Werten in meinem Depot. Gewinnmitnahmen sind relativ wahrscheinlich, weshalb ich die Aktie nicht als B&H Position sehe.

Facebook

(WKN: A1JWVX): Kaufkurs: 158,32€ – Kaufdatum: 03.08.2018 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: „Das soziale Netzwerk der Welt“ – so lautet meine Kurzbeschreibung zu Facebook. Trotz Datenskandalen, Einmischungen in diverse Wahlkämpfe, Hate-Speech, usw., ist das Tech-Unternehmen eines der möglichen Gewinner in den kommenden 20 Jahren. Facebook hat es geschafft, dass es aus unser aller Leben nicht wegzudenken ist. Sei es die Plattform selbst, die sich in Zukunft noch breiter aufstellen wird. Neben einer neuen Dating-Funktion möchte Facebook auch die Libra etablieren. Eine digitale Währung, die es ermöglicht einen verstärkten Handel über die Plattform zu ermöglichen. Die Werbeeinnahmen könnten somit weiter steigen. Instagram gehört ebenfalls zum Portfolio von Facebook. Es wächst nach wie vor unaufhaltsam und war als Erlebnis-Chronik der Trendsetter der letzten Jahre. Viele Hypes sind erst aufgrund von Instagram entstanden. Monetariesiert wird Instagram ebenfalls durch Werbeanzeigen. Über 2 Mrd. Menschen auf der Erde nutzen bislang WhatsApp. In Deutschland ist die App nicht wegzudenken. Sollte es Mark Zuckerberg gelingen auch WhatsApp früher oder später zu monetarisieren, so wird es einen sehr starken Wachstumsschub geben. Langfristig spielt dem Konzern auch die steigende Nachfrage nach VR-Erlebnissen in die Karten. Mit Oculus soll noch eine weitere Tochter genannt werden. Allein dessen Aussichten könnten im Rahmen der Digitalisierung und des 5G-Ausbau’s weitere starke Wachstumsraten erreichen. Schlussendlich haben immer mehr Menschen auf der Welt die Möglichkeit auf das Internet zuzugreifen. Insofern ist auch in den kommenden Jahren weiter mit Wachstum zu rechnen. Daher halte ich die Aktie auf der B&H Strategie.

Fortinet

(WKN: A0YEFE): Kaufkurs: 116,42€ – Kaufdatum: 15.07.2020 – Haltedauer: Mittelfr. – Langfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: Neben CrowdStrike halte ich Fortinet als einen starken Kandidaten im Bereich der CyberSecurity. Fortinet bietet integrierte Sicherheitslösungen für Unternehmen und Institutionen auf der ganzen Welt. In allen drei Segmenten wächst das Unternehmen rasant und das spiegelt sich auch im Chart wider. Dennoch werde ich die Entwicklung von Fortinet sehr genau beobachten, da ich bei CrowdStrike durch die Cloud-basierte Lösung einen Wettbewerbsvorteil sehe. Andererseits ist der Markt groß genug, um viele CyberSecurity Unternehmen wachsen zu lassen. Eine Konsolidierung durch Fusionen oder Übernahmen sind also noch nicht greifbar, jedoch früher oder später zu erwarten. Fortinet ist vorerst eine mittelfristige Position in meinem Depot. Gewinnmitnahmen sind sehr wahrscheinlich. Der Kauf erfolgte durch den charttechnischen Support, da die Aktie an einer Unterstützung nach oben drehte.

First Solar

(WKN: A0LEKM): Kaufkurs: 65,55€ – Kaufdatum: 25.08.2020 – Haltedauer: Mittelfr. – Langfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: First Solar stellt Dünnschicht-Halbleitertechnologie für Photovoltaikanlagen her. Damit sind die Bauteile der Amerikaner de facto in jedem Solarmodul verbaut. Das steigende Umweltbeswusstsein der Menschen, wird sich kurz- bis langfristig auf die Nachfrage nach alternativen Energieträgern auswirken. Eine wird die Solarindustrie sein, die mittlerweile auch profitabel arbeitet und nicht mehr von direkten Subventionen abhängig ist. Die Ziele der Unternehmen und Staaten „klimaneutral“ zu werden, werden viel Kapital in „grüne Unternehmen“ spülen. Insbesondere der „Green Deal“ der EU, so umstritten er auch sein mag, befördert Milliarden in die grünen Aktien. Sollte Joe Biden die Wahl gegenüber Trump in 2020 gewinnen, dann wird die USA weitere Gelder in Richtung klimaneutral verschieben. Diese Chance lass ich mir nicht entgehen. Charttechnisch steht die Aktie an der Oberkante des Seitwärtstrends und scheint nach oben auszubrechen. Die Investition plane ich vorerst langfristig zu halten.

iRobot

(WKN: A0F5CC): Kaufkurs: 63,64€ – Kaufdatum: 05.08.2020 – Haltedauer: Mittelfr. – Langfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: iRobot ist ein Haushaltsroboterhersteller aus den USA. Bekannt ist das Unternehmen durch seine Saug- und Wischroboter Roomba und Braava. Der private Haushalt unterliegt auch dem technischen Fortschritt der Digitalisierung und mal ehrlich, wer möchte in Zukunft simple Aufgaben im Haushalt nicht abgeben? Die Roboter von iRobot sind mittlerweile in einer Vielzahl der Haushalte zu finden und werden nach wie vor stark nachgefragt. Die Bewertung der Aktie war vor dem Ausbruch des Handelsstreits zwischen den USA und China utopisch hoch. So unterliegen die Produkte von iRobot, die in China hergestellt werden, den Zoll-Restriktionen der USA. Das Unternehmen scheiterte dabei die 25% Zoll auf die Kunden abzuwälzen. Zu viel Konkurrenz hat das Unternehmen aus Massachusetts. Der Umsatz brach ein und die Aktie ebenfalls. Als sich die Spannungen des Handelsstreits scheinbar verringerten, war iRobot hoch attraktiv. Einen ersten Kauf hatte ich Ende 2019 getätigt. Die Aufkommende Corona-Krise verschärfte die Situation, weshalb ich Gewinne, die mittlerweile entstanden waren sichern konnte. iRobot ist einer meiner jüngsten Positionen, da sie nach den Q2 Zahlen 2020 stark abverkauft wurden, obwohl die Zahlen positiv überraschten und der Ausblick auch nicht katastrophal waren. Das zeugt von einer soliden und vernünftigen Unternehmensführung, was ich als Investor sehr schätze. Charttechnisch wurde der Einstieg zusätzlich begünstigt. Mein erstes Kursziel sind die 100$, die bei einer weiteren Entspannung der COVID-19 Krise und einen positiven Ausgang des US-China Handelskonflikts, realistisch erscheinen. Ein Trade den ich mittel – bis langfristig halten möchte.

Jungheinrich

(WKN: 621993): Kaufkurs: 38,53€ – Kaufdatum: 15.11.2017 – Haltedauer: Mittelfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: Der deutsche Wert aus der zweiten Reihe ist ein weiterer Zykliker in meinem Depot. Sie bildet lediglich eine kleine Position dar, da ich den Rücksetzer nutzte um mich einzukaufen. Der darauffolgende Abverkauf kam etwas überraschend, da ich mit besseren Zahlen gerechnet hatte. Den Trend, den Jungheinrich langfristig profitieren lassen wird, hat sehr großes Potential. Jungheinrich ist nicht nur Flurförderfahrzeughersteller sondern kann ganze Logistikzentren automatisieren. Die Logistik ist ein Teilbereich in einem Unternehmen, indem die Effizienz eine große Rolle spielt. Aktuell werden die meisten Logistikzentren noch manuel oder teilautomatisch betrieben. Gewinnt Jungheinrich einen neuen Kunden für ein vollautomatisiertes Lager, so ist es nicht die Installation, die für einen Umsatzschub sorgt, sondern die jahrelangen Wartungsverträge. Daran verdienen KION und JH langfristig sehr viel Geld. Dies bedingt allerdings, dass die Kunden investieren. Aufgrund der Rezessionsängste, hält sich die Industrie in Sachen Investition, trotz Nullzinspolitik, zurück. Das merkt auch JH, weshalb die mittelfristigen Aussichten kassiert wurden. Bei Gelegenheit und einer Aufhellung der Aussichten, werde ich die Position antizyklisch aufstocken.

LivePerson

(WKN: 936891): Kaufkurs: 35,51€ – Kaufdatum: 13.05.2020 – Haltedauer: Mittelfr. – zur Vorstellung

Investmentthese: Das junge Tech-Unternehmen LivePerson ist ein High-Growth Unternehmen, welches in meinen Augen den nächsten Schritt im Sinne der Digitalisierung der Unternehmen tätigt. Schon heute zählt das US-Unternehmen eine Vielzahl an Großen Konzernen zu seinen Kunden. LivePerson ermöglicht seinen Kunden eine Channel-Übergreifende Kommunikation mit dem jeweiligen Endkunden. Das Cloud-basierte Produkt LiveEngage ermöglicht den Kontakt zu Verbrauchern. Dahinter steht eine Künstliche Intelligenz (KI/AI), die mit jeder Beanspruchung mitlernt. So werden einfache und häufig wiederkehrende Kundenanfragen automatisch über einen Chatbot beantwortet. Unternehmen sparen sich so Teile seiner Call Center, bzw können die Mitarbeiter fokussiert die komplexeren Anfragen bearbeiten lassen. Ein bildliches Beispiel: Kunde K fragt Unternehmen U nach dem Preis des Produktes P. Dazu fragt K über den Facebook Massenger an. U Antwortet automatisch binnen Sekunden und der Kunde kommt schnell und effiziet zu seinem Ergebnis, ohne einen Anruf tätigen zu müssen oder auf eine Antwort via Mail zu warten. Das gleiche Pinzip funktioniert über WhatApp, Instagram usw. Dementsprechend ist LivePerson ggf. auch ein interessantes Übernahmeziel eines Techkonzerns. Das fundamentale Wachstum ist beachtlich und verspricht weiter stark zu bleiben. Eine hoch bewertete Aktie ist es in jedem Fall und sie gehört zu der Rubrik einer eher spekulativeren Position.

Microsoft

(WKN: 870747): Kaufkurs: 140,44€ – Kaufdatum: 25.03.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Microsoft regiert die Welt. Zumindest was die digitale Infrastruktur betrifft ist das Betriebssystem Windows in einer Vielzahl von Unternehmen und Institutionen vertreten. Die Microsoft Office Anwendungen Word, Excel und PowerPoint sind den meisten Anwendern bekannt und werden in den täglichen Prozessen der Arbeitswelt regelmäßig genutzt. Das macht Microsoft sehr schwer ersetzlich. Seitdem Satya Nadella CEO von Microsoft ist, hat der Software Konzern eine starke Wandlung vollzogen. Das Zugpferd des Unternehmens ist die Cloud namens „Azure“. Dieser Geschäftsbereich wächst von Quartal zu Quartal in starken Raten. Des Weiteren wird der Bereich Gaming abgedeckt. Neben der erfolgreichen Konsole XBOX und deren Games, möchte Microsoft auch eine Cloud-Gamingplattform anbieten. Das sollte in den kommenden Jahren weiter Auftrieb geben. Trotz der Größe, des von Bill Gates gegründeten Unternehmens, ist der Börsengigant nach wie vor flexibel. In der Zeit des Corona-Virus implementierte man in kurzer Zeit Microsoft-Teams, welches innerhalb weniger Tage die ganze Welt verbinden konnte. Meetings konnten plötzlich weltweit stattfinden ohne das man um den gesamten Globus reisen musste. Konkurrenten, wie Zoom wurden dabei nahezu unbrauchbar gemacht. Microsoft ist ein zuverlässiger Dividendenzahler und steht fundamental auf gesunden Füßen. Für mich eine Buy-and-Hold Aktie, die ich im Corona-Crash einkaufen durfte.

Mowi

(WKN: 924848): Kaufkurs: 18,38€ – Kaufdatum: 03.06.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Mowi (ehemals Marine Harvest) ist ein Unternehmen, welches sich auf die Produktion und Vermarktung von Lachs und Forellen spezialisiert hat. Damit bedient das norwegische Unternehmen zwei wichtige und globale Trends. Zum Einen wächst die Weltbevölkerung von Jahr zu Jahr. Um immer mehr Menschen satt zu bekommen wird sich die Nachfrage nach Lebensmitteln in den kommenden Jahren weiter erhöhen. Zum Anderen spielt der Trend des Luxuskonsums Mowi in die Karten. Nicht nur LVMH, Kering und Apple profitieren vom wachsenden Wohlstand und dem damit verbundenen Anstieg am Konsum von Luxusartikeln. Immer mehr Menschen leisten sich einen Lachs zu einer Mahlzeit. Charttechnisch und fundamental wächst Mowi nach wie vor stark. Es gibt immer mal ein paar Rückschläge, welche ich nutze, um die bisher kleine Position aufzustocken. Unter geregelten Voraussetzungen zahlt Mowi auch eine stattliche Dividende. Das könnte man aber auch als einen Nachteil für das Unternehmen in Bezug auf Gewinnverwendung anwenden. Aktuell, wie erwähnt eine kleine Position, die ich ggf. bei Gelegenheit aufstocken werde.

NextEra Energy

(WKN: A1CZ4H): Kaufkurs: 228,15€ – Kaufdatum: 08.06.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: NextEra Energy ist einer der größten Stromerzeuger in Nordamerika und gleichzeitig einer der größten Erzeuger von erneuerbaren Energien. Ein großer Anteil der produzierten Energie wird aus Sonne und Wind gewonnen. Dennoch betreibt das Unternehmen auch Kohle- und Atomkraftwerke. Jedes Jahr investiert NEE Milliarden Dollar in den Ausbau von erneuerbaren Energien. Diese Investitionen treffen den Zahn der Zeit. Den Vorsprung gewann die Holding aufgrund der frühzeitigen Erkenntnis, dass man sich als Energieunternehmen „grüner“ und nachhaltiger aufstellen muss. NextEra wächst weiter stark. Dies könnte auch weiter so gehen, da der Energiebedarf pro Kopf auf der gesamten Welt ansteigt. Die Digitalisierung erfordert mehr und mehr Energie. Davon wird auch NEE profitieren. Nebenbei gibt es eine stattliche Dividende. Die Risiken sind insbesondere die staatlichen Regulierungen. 100% der Umsätze werden in den USA erzielt. Diese sind allerdings in den USA nicht so hoch, wie bei uns in Deutschland. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Regierungen verläuft laut Geschäftsbericht 2019 sehr eng und konstruktiv. Ein weiterer Kandidat, der zu meinen Wirbelsäulen-Titeln in meinem Depot gehört.

NVIDIA

(WKN: 918422): Kaufkurs: 240,60€ – Kaufdatum: 30.03.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Der Grafikchipspezialist war und ist ein Renditegarant im Depot. Aufmerksam auf den Wert bin ich im Jahre 2016 geworden als Simon Betschinger (CEO Traderfox) die Aktie in seinen Kanälen vorstellte. Damals notierte die Aktie bei 28$. Der rasante Anstieg, der nach dem charttechnischen Big-Picture-Breakout erfolgte, war eine Freude eines jeden Anlegers. Meine erste NVIDIA-Position eröffnete ich im Mai 2017 bei einem Preis von 108€. Seitdem durfte ich insgesamt 5 mal Gewinne mitnehmen, weshalb mein letzter Einstieg noch nicht so lang her ist. Buy-and-Hold Investoren mögen nun mit dem Kopf schütteln, warum ich die Aktie zwischenzeitlich überhaupt verkauft hatte. Vielleicht zurecht! Doch in den jeweiligen Situationen habe ich nicht einen stärkeren Kursverfall der NVIDIA-Aktie hinnehmen müssen. Der Bitcoin-Hype erhöhte die Nachfrage nach starken Grafikkarten so stark, dass es abzusehen war, dass NVIDIA, nach dem platzen der Bitcoin-Blase, dieses Kennzahlenniveau nicht halten werden konnte. Die Aktie sammelte ich bei 144€ wieder ein und konnte Gewinne realisieren, mit denen ich weitere Investments tätigen konnte. Langfristig wird NVIDIA von vielen Trends profitieren. Der Gaming-Markt ist einer der aussichtsreichsten Branchen der Welt. Nicht ohne Grund positionieren sich auch Alphabet, Apple und Amazon mit eigenen Cloud-Gamingplattformen. Alle werden eines gemeinsam haben. Sie benötigen eine leistungsstarke Grafikkarte. Nach wie vor ist NVIDIA Marktführer. Ein weiterer Trend, der von NVIDIA besetzt wird ist die zukünftige Mobilität. Das „autonome fahren“ wird sich früher oder später in unseren Alltag etablieren. Maschinen machen weniger Fehler als Menschen, was zu weniger Verkehrstoten führen wird. NVIDIA liefert die Sensorik und schafft es die enormen grafischen Datenmengen zu verarbeiten und das Auto auf veränderte Situationen reagieren zu lassen. Ein einziger Kilometer erzeugt eine Datenmenge von 5TB. Zahlreiche Automobilkonzerne sind Kunde bei NVIDIA. Aber auch die Themen Deep Learning, Virtual Reality sowie künstliche Intelligenz (KI) werden das Unternehmen in Zukunft wachsen lassen. Ein großer Vorteil ist, dass NVIDIA ein gründergeführtes Unternehmen ist. CEO Jen-Hsun Huang hält 3,53% der Aktien und hat somit ein besonderes Interesse am Erfolg seines „Baby’s“ NVIDIA.

Paychex

(WKN: 868284): Kaufkurs: 76,14€ – Kaufdatum: 24.06.2019 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Paychex gehört zu den eher langweiligen Positionen in meinem Depot. Das Geschäftsmodell ist sehr robust und Krisenresistent. Der Lohn- und Gehaltsabrechnungsdienstleister betreut KMU’s und zählt somit einen branchenübergreifenden Kundenkreis. Über Jahre hinweg kann das Unternehmen stabile Wachstumsraten erzielen und profitiert von den wirtschaftlichen Aufschwung seiner Kunden. Fundamental ist Paychex hervorrand aufgestellt. Neben den Wachstumsraten kann das US-amerikanische Unternehmen eine starke Bilanz aufweisen. Das schuldenfreie Unternehmen wird seit 2010 erfolgreich von CEO Martin Mucci geführt. Darüber hinaus zahlt das Software Unternehmen eine stabile und attraktive Dividende. In der Corona-Krise zeigte sich eine Schwäche des Geschäftsmodells, die sich im nachhinein betrachtet als keine langfristige Schwäche darstellt. Aufgrund der stark gestiegenen Arbeitslosenzahlen gingen auch die Buchungen über die Systeme von Paychex zurück. Dennoch war dies nur ein kurzfristiger Effekt, denn die Unternehmen verzichten mittel- bis langfristig nicht auf funktionierende Software. Das gibt einem als Aktionär eine gewisse Sicherheit. Daher ist Paychex eine Art Ankerposition in meinem Depot, der für einen regelmäßigen Dividendeneingang sorgt. Zudem kann sich der Chart über Jahre hinweg in einer starken Verfassung präsentieren.

ServiceNow

(WKN: A1JX4P): Kaufkurs: 334,90€ – Kaufdatum: 14.05.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: ServiceNow ist ein Software Anbieter der die Prozesse innerhalb von Unternehmen digitalisiert und dadurch den Work Flow und damit auch die Effizienz ihrer Kunden verbessert. Die Services werden über die Cloud angeboten. Die Plattform von ServiceNow heißt „NOW“ und ermöglicht die Erstellung serviceorientierter Anwendungen für das gesamte Unternehmen. So kann jedes Unternehmen seine Abläufe auch selbst über die Plattform verbessern. Zu den Kunden zählen bekannte Unternehmen aus den Sektoren Finanzdienstleistungen, Informationstechnologiedienstleistungen, Konsumgüter, Bildung, Gesundheitswesen, Technologie und Regierung. Das weltweit tätige Unternehmen wird von William McDermott geführt, der zuvor den Softwareriesen SAP zum Erfolg führte. Im Zuge der Wettbewerbsfähigkeit ist für Unternehmen unerlässlich zu digitalisieren und Prozesse auf Effizienz und Effektivität zu trimmen. Dem kann sich keine Branchen entziehen, was den potentiellen Kundenkreis von ServiceNow riesig macht. Davon möchte ich profitieren, weshalb ServiceNow zu VMWare eine starke Ergänzung ist, um die digitale Transformation im Depot abzubilden. Buy-and-Hold heißt meine Devise dazu.

Sierra Wireless

(WKN: 920860): Kaufkurs: 37,49€ – Kaufdatum: 08.01.2015 – Haltedauer: unbestimmt – zur Vorstellung

Investmentthese: Das kanadische IoT-Unternehmen ist mein ältestes Investment in meinem Portfolio. Das Unternehmen produziert Mobilfunkmodule und drahtlose Breitbanddienste. In den Jahren 2013 und 2014 herrschte ein regelrechter Run auf Aktien aus dem Sektor IoT. Das Internet der Dinge (IoT) war in aller Munde und die jeweiligen Profiteure stiegen von einem auf das nächste Hoch. Angesteckt von dieser Euphorie investierte ich in die Kanadier eine für die damalige Zeit erhebliche Summe. 2015 dann der ernüchternde Einbruch in der gesamten Branche. Was war das Problem? Die Unternehmen konnten den hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Obwohl prognostiziert wurde, dass die Anzahl der miteinander kommunizierenden Geräte auf der Welt durch die Decke gehen werden, spiegelte sich dies nicht in den Kennzahlen der vermeintlichen Profiteure wider. Damit ging es dem Sektor, wie der 3D-Druck-Branche, die in der Zeit ebenfalls den Boden der Tatsachen erfahren musste. Aus heutiger Sicht bedienen diese Sektoren in Sachen Chips insbesondere Qualcomm, Samsung, TSMC, NVIDIA, usw. Die Aktie der Sierra Wireless konnte sich von den Tiefs wieder ein wenig erholen, hat allerdings die alten Hochs nie wieder nur ansatzweise erreicht. Ich halte sie weiterhin im Depot als eine Art Mahnmal, welches mich errinnern soll, dass ich nicht wieder Kaufe ohne fundamentale und charttechnische Kriterien anzusehen. Ich lerne nicht aus.

Sixt Vz.

(WKN: 723133): Kaufkurs: 50,13€ – Kaufdatum: 02.09.2017 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Der Mobilitätsdienstleister aus München ist Marktführer, wenn es darum geht Fahrzeuge zu vermieten. Das Familienunternehmen wird solide geführt und wächst jährlich in soliden Raten. Insbesondere in den südlichen Ländern Europa’s und in Nordamerika wächst Sixt rasant. Eine nicht geringe Rolle dabei spielt die außergewöhnlich starke Marketing Abteilung des Unternehmens, denen es regelmäßig gelingt, durch gezielte Kampagnen, den Lacher auf ihre Seite zu ziehen und dabei in den Blickpunkt der Zielgruppe zu gelangen. Neben einem langfristigen Aufwärtstrend zahlt Sixt eine solide Dividende und ist dennoch flexibel genug, um in Krisenzeiten die richtigen Entscheidungen zu treffen. Im Jahr 2018 stellt Sixt seine neue Mobilitäts-App „Sixt One“ vor. Diese ermöglicht eine schnelle und reibungslose Buchung eines Fahrzeuges. Außerdem bietet man mit Sixt Share eine kostengünstige Gelegenheit in den Städten von A nach B zu gelangen. Dabei verschließt sich das im SDAX-gelistete Unternehmen nicht davor mit der Mobilitätskonkurrenz zusammen zu arbeiten. So bietet man in der APP auch den Kontakt zu Taxi-Firmen an. Perspektivisch möchte Sixt über die Vermittlung von Taxi-, Uber- und Lyft-Fahrten provisionen generieren. Die Zusammenarbeit soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Langfristig wird Sixt davon profitieren, dass die Menschen keine eigenen Autos mehr benötigen werden. In den Städten ist dieser Trend jetzt schon zu beobachten und auf den ländlichen Regionen wird dies nachziehen, sobald man alternative Transportmittel als geeignet und bezahlbar ansieht. Ein Prozess der mittelfristig in den Städten verstärkt auftreten wird. Eine Vision dazu könnte wie folgt aussehen. Eine in einer Stadt lebenden dreiköpfigen Familie bestellt früh ein autonomes Fahrzeug über die Sixt App. Ein Fahrzeug hält vor der Haustür der Familie und transportiert das Kind sicher zur Schule. Doch auch die Eltern werden über dieses Mobilitätsangebot den Weg zur Arbeit finden. Aufgrund der Kundenbindung wird diese Art der Fortbewegung deutlich kostengünstiger, sicherer und effizienter sein, als die öffentlichen Alternativen. Darüber hinaus fallen die Kosten für das eigene Auto inkl. Versicherungen und Steuern weg. Die nervige Suche nach einem Parkplatz an der Arbeitsstelle sowie zu Hause hat ebenfalls ein Ende. Dieses Szenario ist mein persönliches Bild der Zukunft, die vor allem Sixt in die Hände spielen sollte, da sie sich bereits jetzt perfekt dafür aufgestellt haben und in dieses Szenario hineinwachsen können. Der Trend des klimafreundlichen Bewusstseins verstärkt dieses Szenario zusätlich. Für mich ein B&H-Kandidat auch wenn die Margen eines Zyklikers gleichkommen.

Stryker

(WKN: 864952): Kaufkurs: 160,34€ – Kaufdatum: 18.04.2019 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Stryker ist in meinen Augen eine Aktie zum kaufen und liegen lassen. Zu diesem Ergebnis bin ich gekommen, nachdem ich mich mit dem demografischen Wandel beschäftigt habe. Das amerikanische Unternehmen bietet Krankenhäusern diverse Geräte, die zur Grundeinrichtung zählen. Beginnend mit Krankenhausbetten bis hin zu chirurgischen Gerätschaften zählt das Porfolio von Stryker zahlreiche wichtige Produkte. Darüber hinaus verkauft Stryker auch Implantate. Im Hinblick auf die alternde Bevölkerung sowie dem steigenden Wohlstand auf der Welt, wird die Nachfrage nach künstlichen Gelenken und Implantate weiter stark steigen. Auf der ganzen Welt werden weiter Krankenhäuser errichtet werden müssen, um den Bedarf an Patienten zu decken. Die Lebensqualität im Alter ist bzw. wird in Zukunft immer wichtiger und somit ist das Geschäftsmodell auf Langfristigkeit ausgelegt. Die Produkte des Medizintechnikers werden auf der gesamten Welt verkauft und zudem liefert Stryker auch fundamental starke und konstante Wachstumsraten aus. Das zeigt auch der langfristige Chart, der seit Jahren nur eine Richtung kennt. Eine moderate Dividende wird ebenfalls an die Aktionäre ausgezahlt. Größter Aktionär von Stryker ist die T Rowe Price Group.

T Rowe Price Group

(WKN: 870967): Kaufkurs: 96,50€ – Kaufdatum: 08.04.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Die T Rowe Price Group ist ein Finanzdienstleister aus den USA. Die Gesellschaft berät private und institutionelle Investoren in Sachen Geldanlage. Hauptsächlich verwaltet die Gruppe verschiedene Fonds. In den Recherchen zu den Unternehmensanalysen begegnet man der T Rowe Price Group relativ oft. Mit einem Investment in die Aktie des Unternehmens ist man indirekt auch an einer Vielzahl an weiteren Unternehmen investiert. Charttechnisch steckt das Unternehmen in einem langfristigen Aufwärtstrend und zahlt regelmäßig eine stattliche Dividende. Für mich ist das Investment eine B&H-Position und stellt im Depot eine Art Wirbelsäule dar.

Tencent

(WKN:A1138D) Kaufkurs: 47€ – Kaufdatum: 16.01.2018 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Tencent ist eines der größten chinesischen Unternehmen. Trotz der schon hohen Marktkapitalisier wächst das Unternehmen weiter sehr stark. Das Tech-Unternehmen agiert mittlerweile als eine Art Holding. In Börsenkreisen hört man vermehrt, dass Tencent das chinesische Facebook sei. Das ist aber nur eine Teilwahrheit, denn die Verbindung trägt insbesondere die Kommunikationsplattform WeChat. Was in der westlichen Welt WhatsApp ist, ist in der chinsischen Volksrepublik WeChat. Dabei bietet WeChat noch viel mehr Funktionen. Neben dem chatten und telefonieren können Nutzer der WeChat App auch Lebensmittel bestellen, Rechnungen bezahlen (WeChat-Pay), auf Jobsuche gehen, Leute in der Nähe suchen aber auch Arzttermine buchen. Im Megamarkt Online Games spielen die Chinesen auch eine signifikante Rolle. Neben eigenen Blockbustern, wie „PUBG“ und „Clash Royale“ besitzt Tencent auch viele Anteile an anderen Gaming Publishern. Unter anderem übernahm man im Jahre 2016 das Unternehmen Riot Games. Weitere Beteiligungen sind: 48% von Epic Games, 5% von Activision Blizzard und 5% von Ubisoft. Mit Tencent Music hat Tencent erst vor kurzer Zeit an die Börse gebracht. Damit ist der Streamingmarkt auch erschlossen. Zudem hält Tencent auch in diesem Bereich noch Anteile an der Konkurrenz (Spotify 7,5%). Zur Vollständigkeit noch weitere Beteiligungen: JD.com (18%), Snap (12,1%) und Tesla (5%). Gründer Hua-Teng Ma hält selbst noch 8,5% der Tencent Anteile. Insgesamt ist das Unternehmen auf vielen Wachstumsmärkten aktiv was für die Zukunft noch einiges bereit halten könnte.

Visa

(WKN: A0NC7B) Kaufkurs: 153,72€ – Kaufdatum: 06.08.2019 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Kreditkartenanbieter Visa besitzt neben MasterCard ein Duopol für einen der margenreichsten Märkte. Bei jeder Zalung, egal ob stationär oder online, verdient Visa mit. Sie erheben beim Händler eine Gebühr für jede Transaktion, die beim jeweiligen Händler anfällt. Der Trend des bargeldlosen Zahlens ist nicht mehr aufzuhalten und immer mehr Menschen weltweit greifen zum Plastikgeld zurück. Von Jahr zu Jahr wächst das Transaktionsvolumen der getätigten Zahlungen über die verschiedensten Geldkarten. Davon wird Visa weiter profitieren. Wenn auch die Dividendenrendite nicht sehr hoch aussieht, wird sie von Visa regelmäßig kräftig erhöht. Der Chart kennt über Jahre nur einen Weg. Damit wird man als Anleger doppelt belohnt und bei den Margen weiß man auch, dass Visa auch bei schwierigen Marktlagen flexibel reagieren kann. Das Unternehmen sehe ich als eine Depotposition fürs Rentenalter.

VMWare

(WKN: A0MYC8) Kaufkurs: 135,40€ – Kaufdatum: 19.06.2020 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: VMWare ist ein Software Unternehmen im Bereuch des Cloud Computing sowie der Virtualisierung von Rechenzentrumsinfrastrukturen. Damit haben sie einen großen Beitrag bei der Transformation der digitalen Welt. Die Kunden des Tech-Konzerns strecken sich über alle Branchen hinweg. VMWare ist für das kommende Geschäftsjahr bereits Klimaneutral. Die Digitalisierung ist ein Überbegriff für die einzelnen Disziplinen die vom US-Unternehmen abgedeckt werden. Vom maschinellen Lernen über künstliche Intelligenz und Edge Computing bis hin zur Blockchain ist VMWare involviert. Das Unternehmen hat bereits eine hohe Marktkapitalisierung erreicht und ist im Begriff weiter stark zu wachsen. Dabei sind sie weltweit tätig und haben mit Dell Technologies einen großen Anker Aktionär, der 27,4% des Unternehmens hält. Mit seinen Produkten fördert VMWare die Innovationskraft ihrer Kunden in den Bereichen Medizin/Biotech bis hin zu ganz normalen Industrieunternehmen. Die Bewertung war zum Zeitpunktes des Kaufes im Vergleich zu anderen Cloud-Software Unternehmen relativ günstig. Daher halte ich diese Position voraussichtlich langfristig.

Walt Disney

(WKN: 855686) Kaufkurs: 99,51€ – Kaufdatum: 21.02.2019 – Haltedauer: B&H – zur Vorstellung

Investmentthese: Wahrscheinlich kennt Jeder die Marke Walt Disney aus seiner Kindheit. Das Imperium rund um Mickey Mouse blickt auf eine lange Historie. Von Klassiker, wie Schneewittchen, das Dschungelbuch und das Schöne und das Biest bis zu modernen Kinohits wie die Eiskönigin und Zoomania, schaut das Unternehmen auf viele Erfolge zurück. In der Vergangenheit wuchs Walt Disney durch Übernahmen. Mittlerweile zählen auch die Star Wars Sagen zum Portfolio der Amerikaner. Das Marvel Imperium sowie das Zeichentrick Studio Pixar sind ebenfalls ein Teil des Konglomerat. Die letzte große Übernahme geschah im Jahre 2019 als man 21st Century Fox für 71 Mrd. Dollar übernahm. Neben der Präsenz auf den Leinwänden der Welt, betreibt Disney auch mehrere Freizeitparks, womit ein Großteil der Umsätze und Gewinne generiert werden. Einen großen Teil der Einnahmen verdankt das Unternehmen einer intelligenten Merchandising Politik. Neben allen Stars der Filme gibt es diverse Fan-Artikel von dessen Lizenzrechten Disney nachhaltig profitiert. Die größte Herausforderung der letzten Jahre ist die Digitalisierung. Um vom Trend des Streamingmarktes zu profitieren übernahm man einen großen Anteil an HULU. Mithilfe dessen Kompetenz stellte Walt Disney im Jahre 2019 seinen eigenen Streaming-Dienst „Disney+“ vor. Kurze Zeit nach dem Marktstart überraschte der Medienkonzern mit starken Abo-Zahlen und erfreute seine Anleger. Für mich ist Walt Disney ein Grundpfeiler in meinem Depot. Auch wenn Emotionen beim investieren nichts zu suchen haben, so ist es genau das, was es für mich zu einem Buy-and-Hold Titel macht. Mickey Mouse auf der Kursrakete ist mein persönliches Szenario. 🙂

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