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Intuitive Surgical, Inc. – Unternehmens- und Aktienanalyse

Viel Spaß beim Lesen der Aktienanalyse zu Intuitive Surgical, Inc. aus den USA

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Übersicht

Alle relevanten Fundamentaldaten, in Form der Dokumentation für die Aufsichtsbehörden, sind hier im Archiv der Securities and Exchange Commission ebenso wie hier im SEC „Edgar“ Filing Tracker zu finden.

Unternehmen und Geschäftsmodell

Unternehmen und Geschäftsmodell
Da Vinci Xi – Robotersystem von Intuitive Surgical Inc. Das Da Vinci System ist der Vorreiter des Unternehmens
Quelle: https://www.intuitive.com/en-us/products-and-services/da-vinci/systems##

Das Unternehmen Intuitive Surgical, Inc. ist eine US-Amerikanische Firma aus der Branche der Medizintechnik und hat sich hier auf den Bereich der Robotik für medizinische Anwendungen spezialisiert, wo es Entwickler, Produzent und Vertreiber ist. Dabei verfügt Intuitive über 2 Hauptproduktserien. Zum einen stellt das Unternehmen roboter-assistierte Chirurgiesysteme für die Durchführung von minimalinvasiver Chirurgie unter dem Markennamen Da Vinci her und zum anderen gehört zum Portfolio von Intuitive eine robotergestützte endoluminale Plattform für die minimalinvasive periphere Lungenbiopsie, die Ion genannt wird. Die minimal invasive Chirurgie ist die Kernkompetenz des Unternehmens, sie umfasst die Teilbereiche laparoskopische Chirurgiethorakoskopische Chirurgie und endoskopische Operation durch natürliche Öffnungen. Vereinfacht fasst dieser Begriff sämtliche operativen Eingriffe mit kleinstmöglichem Trauma (Verletzung von Gewebe) zusammen, also dem Ziel einer Behandlung mit maximaler Schonung des Patienten führ bestmögliche Genesung. Die Produkte des Unternehmens finden mittlerweile weltweiten Absatz und senken durch ihren minimal invasiven Ansatz das Infektionsrisiko, führen zu einer schnelleren Genesung des Patienten und verkürzen die Krankenhausaufenthalte. Da Intuitive Surgical im medizinischen Bereich wirtschaftet, ist eine Zulassung der Produkte durch die U.S. Food and Drug Administration (FDA) notwendig, der Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten, die dem amerikanischen Gesundheitsministerium unterstellt ist. Das Da Vinci-System erhielt im Jahr 2000 von der FDA die Zulassung für Verfahren wie Herzklappenreparatur, Prostatektomie und Hysterektomie erhalten (Siehe hierzu auch Laparoskopische Chirurgie). Wichtig ist hier zu erwähnen, dass die Systeme nicht vollautomatisch arbeiten, sondern von einem Chirurgen gesteuert werden. Das Hauptquartier von Intuitive liegt in Sunnyvale, im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Stadt gilt als Zentrum des Silicon Valley und beherbergt die Hauptsitze der Firmen AMDJuniper NetworksMIPS TechnologiesBloom EnergyOCZ TechnologyNetAppHP Palm und Yahoo!, das hier auch sein Hauptrechenzentrum unterhält. Eine Region mit einer überdurchschnittlich hohen Konzentration an Hochtechnologie-Unternehmen. Das Unternehmen ist heute ein Bestandteil des NASDAQ-100 und S&P 500 Index und wird unter der ISIN US46120E6023 (Kürzel: ISRG) an der Technologiebörse NASDAQ gehandelt. Die Marktkapitalisierung von Intuitive Surgical liegt aktuell bei rund 88,1 Mrd. US-Dollar. Nach Angaben des Unternehmens sind bis heute rund 5500 Da Vinci Systeme installiert und in Gebrauch.

Ion-System von Intuitive Surgical zur Durchführung von Lungenbiopsien mit nur minimal invasiven Mitteln
Quelle: https://www.intuitive.com/en-us/products-and-services/ion/how-ion-works

Intuitive Surgical Inc. teilt seine Umsätze in drei Segmente ein, die sich nach der Produktkategorie richten. Diese drei Segmente sind Instruments & Accessories, Systems und Services.

  • Systems: Hierunter fasst Intuitive seine Systemlösungen zusammen. Das sind zum einen die Systeme der Da Vinci Serie, die bereits angesprochenen Robotersysteme für minimal invasive Eingriffe und zum anderen das endoluminale System Ion, eine roboter-assistierte Plattform, die speziell für minimal invasive Lungenbiopsien ausgelegt ist.
  • Services: Dieses Segment umfasst alle Serviceleistungen des Unternehmens im Zusammenhang mit seinen Produkten. Darunter klassische Angebote wie Reparatur, Wartung, Installation und Ausbildungsprogramme.
  • Instruments & Accessories: Hier werden alle Werkzeuge und Instrumente zusammengefasst, die Intuitive für seine Produkte anbietet. Diese Instrumente sind für verschiedene Zwecke ausgelegt und sind variabel. Da sie eine eingeschränkte Lebensdauer haben, in der Regel werden sie 10 mal verwendet, sind das wiederkehrend nachgefragte Produkte. Zu den Produkten dieser Kategorie gehören unter anderem Greifer, Nadeltreiber und Energieinstrumente sowie laparoskopische und andere Klammern und Endoskopoptik. Für das Ion-System unfasst das Angebot Katheter, periphere Sichtsonden und Flexionsbiopsienadeln.

Neben den Systemen und dem dafür notwendigen Zubehör, gehört auch die notwendige Software für den Betrieb zu den Produkten des Unternehmens. Zu nennen ist hier die PlanPoint Software für das Ion-System. Intuitive Surgical schreibt dazu auf seiner Webseite:

„PlanPoint ist eine Softwareplattform, auf die Sie von Ihrem Planungs-Laptop aus zugreifen können, mit der Sie Ihre robotergestützte Bronchoskopie-Navigation und Biopsie strategisch planen können, bevor Sie den Behandlungsraum betreten. Es verwendet einen CT-Scan der Lunge des Patienten, um 3D-Atemwegsbäume zu erzeugen. Über eine einfache Benutzeroberfläche können Sie dann den Ziel-Lungenknoten identifizieren, zu dem die Software automatisch einen Pfad erstellt.

Nachdem Sie den Plan überprüft und bearbeitet haben, können Sie ihn auf ein USB-Flash-Laufwerk exportieren. Das USB-Laufwerk wird dann in den Ion-Controller eingesteckt und während Ihres Falles für Sie angezeigt. Mit der PlanPoint-Software von Ion und dem ultradünnen, voll beweglichen Katheter des Systems können Sie weit in die periphere Lunge navigieren.“

Geschichte des Unternehmens

Geschichte des Unternehmens

Anfänge und Hintergründe:

Die Ursprünge des Unternehmens Intuitive Surgical gehen auf ein Forschungsprogramm am Ende der 1980er Jahre zurück. Am Standford Research Institute, dem späteren Non-Profit Forschungs-Institut SRI International mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien, wurde ein Programm initiiert mit dem Ziel, die chirurgische Instrumente für die damals noch junge minimal invasive Chirurgie (MIS) zu verbessern.

Hippokrates von Kos; Griechischer Arzt –
allgemein als Vater der Medizin bekannt
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/
Hippokrates_von_Kos

Hier liegen die Wurzeln des späteren Da Vinci-Systems. Das Konzept der minimal invasiven Chirurgie wurde bereits von Hippokrates in der griechischen Antike in Grundzügen postuliert. Es finden sich später weitere Entwicklungen der Römer für die Inspektion innerer Organe. Die Endoskopie, die Untersuchung innerer Organe durch den Einsatz von Licht, Spiegeln und Linsen, wurde erst im 19. Jahrhundert etabliert. Ihm folgte die Laparoskopie, die sich auf den menschlichen Bauchraum konzentriert. Hierbei wurde vor allem im Nabel ein Einschnitt vorgenommen, um die Inspektion von Bauch- und Beckenorganen und die Behandlung einiger Erkrankungen zu ermöglichen. 1973 wurde die Laparoskopie erstmals bei Krebspatienten zur Beobachtung und Biopsie der Leber eingesetzt. Die Einführung von Videokameras in den frühen 1980er Jahren war ein großer Fortschritt in der MIS und führte dazu, dass Chirurgen die Laparoskopie zur Entfernung von Gallenblasen und Ovarialzysten verwendeten. Die langen Instrumente, die in einen Patienten eingeführt wurden, waren jedoch schwer zu manövrieren und bewegten sich in die entgegengesetzte Richtung der Hände des Chirurgen, und die geringste Bewegung wurde am anderen Ende verstärkt. Ein Chirurg verglich die Aufgabe mit dem Binden von Schnürsenkeln mit Golfschlägern.

1990 erhielt das SRI Gelder des National Institute of Health, das als Hauptbehörde der US-Regierung, für die biomedizinische Forschung und die Forschung im Bereich der öffentlichen Gesundheit zuständig ist und seinen Hauptsitz in Bethesda, im US-Bundesstaat Maryland hat. Mit diesen Mitteln ausgestattet, begann das SRI mit der Forschung und der Entwicklung eines Prototypen für ein robotergesteuertes chirurgisches System, das über eine stereoskopische Bildgebung, ergonomisches Design und Kraftrückkopplung verfügte. Auf dieses Projekt wurde schließlich die Defense Advanced Research Projects Agency(DARPA) aufmerksam, eine Behörde des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten, die Forschungs-Projekte für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten durchführt. Das Interesse der DARPA an dem neu entwickelten System sah die Möglichkeit vor, „Telechirurgie“ an verwundeten Soldaten direkt auf dem Schlachtfeld durchzuführen. Die Idee dahinter sah vor, dass Militärchirurgen mit Satellitenübertragung, die Hunderte von Kilometern entfernt sind, ein Roboterchirurgiesystem verwenden könnten, um lebensrettende Eingriffe an den Verwundeten an abgelegenen Orten durchzuführen und die Patienten dann in ein Krankenhaus für Intensivpflege zu evakuieren.

Aerial photo of the NIH Mark O. Hatfield Clinical Research Center, Bethesda, Maryland
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/National_Institutes_of_Health

SRI versuchte in den Folgejahren das nicht militärische Potential der Entwicklung herauszustellen und demonstrierte den Prototyp einer Reihe von potentiellen Risikokapitalgebern sowie andere möglicher Investoren, blieb aber bis 1994 relativ erfolglos. 1994 zeigte sich ein Mitarbeiter der Guidant Corp. ernsthaftes Interesse. Dr. Frederick Moll, geboren 1952 und aus Seattle stammend.

Dr. Moll war in seiner Kindheit ein Klassenkamerad der späteren Microsoft Gründer Bill Gates und Paul Allen und genoss seine akademische Ausbildung an der University of California in Berkeley, die er mit einem Bachelor verlies und an der University of Washington, wo er seinen Doktor der Medizin erhielt. In den 1980er Jahren arbeitete er am Virginia Mason Medical Center in  Seattle, Washington und neben der Entwicklung eines sicheren Trokar, der die allgemeine laparoskopische Chirurgie ermöglichte, da sich damit ohne die Gefahr von Organschäden ein Loch in die Bauchdecke eines Patienten bohren lässt, gründete er zwei Unternehmen für medizinische Geräte. Zum einen die Firma Endotherapeutics, zur Vermarktung des Trokars, die später 1992 von der United States Surgical Corporation aufgekauft wurde und Origin Medsystems Inc., welches schließlich von Eli Lilly and Company übernommen wurde und medizinische Werkzeuge entwickelte. Dieses Unternehmen wurde 1992 von Eli Lilly für 100 Millionen US-Dollar gekauft und in eine Tochtergesellschaft der Guidant Corporation für Herzinstrumente umgewandelt. Moll blieb als Chefarzt der Einheit bis 1995. Zu seinen bisherigen Abschlüssen kamen außerdem noch ein Bachelor of Arts in Wirtschaftswissenschaften von der University of California in Berkeley und einen Master of Science in Management von der Stanford University hinzu.

Er versuchte Guidant von der Unterstützung des SRI-Projekts zu überzeugen, scheiterte mit seinem Anliegen jedoch. Moll wandte sich im folgenden an den Mayfield Fund als möglichen Risikokapitalgeber. Zur gleichen Zeit lernte Dr. Moll John Freund kennen. Freund hatte neben einem Abschluss in Medizin von der Harvard University auch einen Master of Business Administration von der selben Universität und er analysierte das Potential der Idee von Moll. Schließlich schloss sich der Mayfield Fund mit Moll, Freund und dem von Freund hinzugeholten Elektrotechniker und Standford-Absolventen Rob Younge zusammen. Younge war ebenfalls Mitbegründer der Acuson Corporation, einem bedeutenden Ultraschallentwickler und -hersteller, bei dem Freund seit 1988 leitender Angestellter war. Laut US News & World Report erkannte Younge sofort, dass die Technologie vorhanden war, um einen chirurgischen Roboter zu entwickeln. Unter der Federführung von John Freund konnte die Technologielizenz von SRI erworben werden und es wurden weitere Lizenzen von IBM und dem Massachusetts Institute of Technology gekauft. Im November 1995 gründeten Moll und Freund die Intuitive Surgical Devices, Inc. Der Name wurde 1997 zu Intuitive Surgical, Inc. geändert und bis heute beibehalten. Das Startkapital von 5 Mio. US-Dollar wurde neben Mayfield auch von einem weiteren Kapitalgeber bereit gestellt, Sierra Ventures. An weiteren Finanzierungsrunden nahm danach auch Morgan Stanley Ventures teil sowie eine Reihe privater Investoren in darauf folgenden Runden. So konnte Intuitive bis zum Ende der 90er Jahre rund 127 Millionen US-Dollar einsammeln.

Unter der Leitung von Rob Young wurde bis März 1997 der erste Prototyp aus der Technologie des SRI entwickelt und an verstorbenen getestet. Benannt wurde der erste Prototyp als „Lenny“, nach italienischen Universalgelehrten Leonardo Da Vinci. Ihm folgten die Prototypen „Leonardo“ und „Mona“, benannt nach dem bekanntesten Gemälde von Leonardo Da Vinci, der Mona Lisa. Als Schöpfer des weltweit ersten Roboters wurde Leonardo Da Vinci schließlich der Namensgeber der bekanntesten Produktserie des Unternehmens Da Vinci. Mona wurde zu Tests am Menschen nach Belgien verbracht, wo relativ einfache Verfahren wie die periphere Gefäßchirurgie durchgeführt wurden. Es stellte sich bald heraus, dass die Bildgebung nicht ausreichte, was zu weiteren Investitionen in diesem Bereich und zur Entwicklung eines Endoskops führte, das ein 3D-Bild liefern konnte. 1998 wurde das so entwickelte System, das heute als Da Vinci vermarktet wird, zu weiteren Tests nach Europa geschickt und in Paris und in der Bundesrepublik Deutschland zur Durchführung von Bauchoperationen und Operationen am offenen Herzen verwendet.

1999 wurden das System bereits in Europa vertrieben und Intuitive begann bereits zuvor mit der Beantragung einer Zulassung durch die Food and Drug Administration für den amerikanischen Markt. Die Zulassung erfolge im Jahr 2000 und im Juni diesen Jahres schloss Intuitive seinen Börsengang (Initial Public Offering) erfolgreich ab und konnte mit der Ausgabe von Aktien 46 Millionen US-Dollar vereinnahmen. Lead Underwriter war die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers. Dem Börsengang ging allerdings ein Rechtsstreit mit dem damals größten Konkurrenten Computer Motion, Inc. voraus, der Intuitive wegen Patentverletzungen verklagte. Computer Motion wurde bereits 1989 speziell für die Entwicklung von Operationsrobotern gegründet und hatte bis 1997 sein eigenes und vergleichsweise günstigeres ZEUS Robotic Surgical System auf den europäischen Markt gebracht, zeitgleich mit seinem eigenen Börsengang. Computer Motion war bis dahin sogar der erste Marktführer in seiner Branche. Für das ZEUS-System wurden außerdem Roboterarme (Aesop genannt), Computersteuerungen und eine Videokonsolen (Hermes genannt) sowie eine Spracherkennungssoftware kombiniert, damit der Chirurg bestimmte Kommentare zu den Armen abrufen konnte. Für das ZEUS-System fehlte aber ebenfalls die Zulassung für den US Markt von Seiten der FDA. Diese gab schließlich die Zulassung für das Da Vinci System zur Anwendung bei Gallenblasenerkrankungen und gastroösophagealen Erkrankungen und löste damit den Rechtsstreit aus. Gelöst wurde dieser schließlich im Jahr 2003 mit der einvernehmlichen Fusion von Intuitive Surgical und Computer Motion, Inc. Das ZEUS-System wurde aufgegeben. Ein dritter Anbieter auf diesem Gebiet, Integrated Surgical Systems Inc., hatte RoboDoc entwickelt und auf den Markt gebracht, um Hüftendoprothesen und andere orthopädische Operationen durchzuführen.

Bei der Zulassung von Da Vinci gab Intuitive den Hauptverwendungszweck zur Entfernung der Gallenblase an, was allerdings nicht eintrat, da für eine relativ simple Operation wie diese, weitaus günstigere laparoskopische Geräte am Markt verfügbar waren. Im Juni des Jahres 2001 gab die FDA schließlich die Zulassung für die Anwendung des Systems in der Prostata-Chirurgie. Die Vorteile für die praktischen Chirurgen waren mehr Kontrolle und Präzision bei geringerem Blutverlust durch den Einsatz von Da Vinci-Systemen. Weitere Anwendungen waren schließlich bei Thoraxoperationen und Reparaturen an Mitralklappen des menschlichen Herzens. 2002 verließen Dr. Moll und Rob Young das Unternehmen um mit Hansen Medical, Inc. ein weiteres medizinisches Start Up zu gründen, das Robotersysteme für vaskuläre und interventionelle elektrophysiologische Verfahren sowie eine robotergesteuerte Katheterhülle entwickelte und welches 2016 von Auris Surgical Robotics aufgekauft wurde. Die steuerbare Katheterhülle sollte Eingriffe im inneren eines Patienten ermöglichen. Moll blieb bis Anfang 2003 im Board of Directors von Intuitive. Den Posten des Chairman und CEO übernahm Lonnie Smith.

Im Geschäftsjahr 2004 konnte das Unternehmen erstmalig einen Gewinn von 23,5 Millionen US-Dollar ausweisen und erreichte damit die Profitabilität. Im Frühjahr 2005 erhielt das Da Vinci-System auch die FDA-Zulassung für die Durchführung von Hysterektomien, die operative Entfernung der Gebärmutter. Diese Zulassung war deswegen ein bedeutender Schritt für die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, da diese Art der Operation rund fünf mal häufiger als Prostata-Operationen durchgeführt wird.

Im Juni 2009 wurde das Unternehmen Neoguide Systems übernommen. Die Firma entwickelte eine endoskopische Robotertechnologie für die transluminale endoskopische Chirurgie mit natürlichen Öffnungen. Im Januar 2010 übernahm schließlich der amtierende CEO Gary S. Guthart die Leitung von Intuitive Surgical, Inc. und es folgten der Kauf von Luna Innovations – medical applications im Januar 2014 und Orpheus Medical im Februar 2020. Außerdem tritt Intuitive als einer der führenden Investoren der Firmen Broncus Technologies und Luna Innovations auf.

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Management:

Management

Amtierender Chief Executive Officer von Intuitive Surgical, Inc. ist der 53 jährige Amerikaner Dr. Gary S. Guthart. Er arbeitet bereits seit 1996 für das Unternehmen und wurde ursprünglich als Analyst für Kontrollsysteme angestellt. Seine Ausbildung umfasst einen Bachelor der University of California in Berkeley und einen Master des California Institute of Technology kurz CIT, beide in Ingenieurwissenschaften. Am CIT promovierte Dr. Guthart und erhielt einen Doktor Phil. (Ph. D.) in Ingeneurwissenschaften. Im Jahr 1999 wurde Dr. Guthart schließlich Vice President für den Bereich Engineering von Intuitive, eine Position die er bis 2002 inne hatte, ehe er zum Senior Vice President of Product Operations befördert wurde. 2006 folgte schließlich folgte die Ernennung zum Chief Operating Officer. Dieser Ernennung folgte 2007 die zusätzliche Position des President, die er bis 2018 ausfüllte. Mit Januar 2010 übernahm er schließlich von Lonnie Smith die Position des CEO des Unternehmens. Auf der Webseite des Unternehmens heißt es zu Dr. Gutharts Vita: „Bevor er zu Intuitive kam, war Guthart Teil des Kernteams, das bei SRI International (ehemals Stanford Research Institute), einer renommierten gemeinnützigen wissenschaftlichen Forschungsorganisation, die grundlegende Technologien für die computergestützte Chirurgie entwickelte. Während seiner Zeit bei SRI entwickelte er auch Algorithmen zur Vibration und akustischen Steuerung von Großsystemen. Gutharts erste wissenschaftliche Erfahrung machte er zu Beginn seiner Karriere in einem Human Factors Lab bei der NASA und unterstützte ein Team, das die Bewertung der menschlichen Leistung von Piloten untersuchte.
Guthart ist Mitglied des Board of Directors von Illumina, Inc. Er ist außerdem Mitglied des Board of Directors der Silicon Valley Leadership Group.

In seiner bisherigen Karriere war Dr. Guthart an einer Vielzahl von Projekten beteiligt. Eine Sammlung an Artikeln, Publikationen und Patenten an denen Dr. Guthart beteiligt war, kann hier im Archiv von Google Scholar gefunden werden. Positiv zu werten ist erstens seine lange Betriebszugehörigkeit, die besonders in diesem Fall nahezu seine gesamte Karriere umfasst und seine fachspezifische Ausbildung, die ihn als Führungskraft in diesem Bereich prädestiniert.

Dr. Guthart hält mit rund 393.868 Aktien etwa 0,34 Prozent an Intuitive Surgical, Inc. Dieser Umstand ist positiv zu betrachten. Da das Management und in diesem Fall die Geschäftsleitung als Teilhaber am Unternehmen auftritt, kann man dem Management ein großes Interesse am langfristigen Erfolg des Unternehmens unterstellen.

Die Bezahlung von Dr. Guthart stellt sich im Großen und Ganzen als positiv dar. Die Bezahlung des CEO entspricht der Entwicklung der Firma, was sich auch in einem leichten Rückgang der Bezüge 2019 im Vergleich zu 2018 darstellt. Das Gehalt enthält auch einen substanziellen Anteil an Aktien mit eingeschränktem Verfügungsrecht von rund 42,4 Prozent, ein ebenfalls positives Merkmal. Negativ fällt hier der Anteil an gewährten Optionen auf, der 2019 rund 32,8 Prozent der Gesamtbezüge ausgemacht hat.

Für Aktienoptionen führe ich hier wie immer folgende Betrachtung an: Optionen werden aufgrund des direkten Bezuges zur Aktienkursentwicklung als durchaus problematisch betrachtet, da ihnen eine kurzfristige Leistungsbeurteilung von Führungskräften unterstellt werden kann. Kritiker bezeichnen die mittels Aktienoptionsplänen geschaffenen Anreizstrukturen als nicht genügend nachhaltig, da sie vorwiegend auf kurzfristige Kurssteigerungen abzielen würden (Gabler Wirtschaftslexikon, online). Nachteile können beispielsweise aus Fehlentscheidungen resultieren, die auf die kurzfristige Erhöhung des Börsenkurses abzielen. Damit verbunden sind riskantere Entscheidungen, die nicht zwingend höhere Erträge für das Unternehmen einbringen. Über Vergütungssysteme finden Sie hier auf Controling-Wiki weitere Informationen.

Amtierender Chairman of the Board ist der 56 jährige Amerikaner Craig H. Barratt (Bloomberg-Profil). Er ist seit April 2011 Mitglied des Board of Directors und übernahm im April 2020 die Position des Chairman. Seine akademische Ausbildung umfasst einen Bachelor of Science in Elektrotechnik sowie einen Bachelor in Mathematik und Physik der University of Sidney, sowie einen Master und einen Doktor (Ph. D.) der Stanford University. Auf der Homepage von Intuitive heißt es zu seiner Person: „Dr. Barratt war zuvor seit April 2018 unser unabhängiger Lead Director. Bis Mai 2020 war Barratt Senior Vice President und General Manager der Connectivity Group der Intel Corporation, einem Halbleiterunternehmen, seit der Übernahme von Barefoot Networks, Inc., a Computer-Networking-Unternehmen, im Juli 2019, wo er zuvor seit April 2017 als President und Chief Executive Officer tätig war.
Von Juni 2013 bis Januar 2017 hatte Barratt verschiedene Funktionen bei Google, Inc., einem Internetunternehmen, inne, darunter Senior Vice President, Access and Energy und Advisor. Zuvor war er von 2011 bis 2013 Präsident von Qualcomm Atheros, der Netzwerk- und Konnektivitätstochter von Qualcomm Inc. („Qualcomm“), einem Unternehmen für mobile Technologien. Er war Präsident, Chief Executive Officer und Direktor von Atheros Communications, Inc. ., ein fabless Halbleiterunternehmen, von 2003 bis zu seiner Übernahme durch Qualcomm im Jahr 2011.

Hier fällt eines allerdings negativ auf: Herr Barratt war bereits in viele verschiedenen Unternehmen unterschiedlichster Branchen in führenden Stellungen aktiv. Der negative Aspekt hier liegt daran, dass daraus keine besondere Qualifikation als Chairman of the Board abgeleitet werden kann, immerhin das Firmenorgan welches das Management kontrollieren und beraten soll. Dieser Aspekt zieht sich allerdings nicht durch das gesamte Board of Directors, was mich mit der Situation wieder größtenteils versöhnt.

News

News

23. Juli 2020 – Intuitive Surgical, Inc. hat eine Regalregistrierung in Höhe von 2,72536 Milliarden US-Dollar eingereicht. Wertpapiername: Angebotene Stammaktien: 4.000.000 Transaktionsmerkmale: ESOP-bezogenes Angebot

21. Juli 2020 – Intuitive Surgical, Inc. gab die Ergebnisse für das am 30. Juni 2020 endende zweite Quartal bekannt. Für das zweite Quartal gab das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 852,1 Mio. USD gegenüber 1.098,9 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 80,6 Millionen gegenüber USD 359 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 68 Millionen gegenüber USD 318,3 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,58 gegenüber USD 2,76 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,57 gegenüber USD 2,67 im Vorjahr. Im Halbjahr betrug der Gesamtumsatz USD 1.951,6 Mio. gegenüber USD 2.072,6 Mio. im Vorjahr. Das Betriebsergebnis betrug USD 363,6 Millionen gegenüber USD 611,2 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 381,5 Millionen gegenüber USD 624,8 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 3,27 gegenüber USD 5,42 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 3,19 gegenüber USD 5,23 im Vorjahr.

30. Juni 2020 – Intuitive Surgical, Inc. (NasdaqGS: ISRG) wurde zum Russell 1000 Dynamic Index hinzugefügt.

27. April 2020 – Intuitive gab die Wahl von Joseph C. Beery in den Verwaltungsrat mit Wirkung zum 23. April 2020 bekannt. Beery war bis zu seiner Pensionierung im September 2019 Senior Vice President für Informationstechnologie und Chief Information Officer bei Thermo Fisher Scientific, einem Biowissenschaftsunternehmen.

16. April 2020 – Intuitive Surgical, Inc. gab die Ergebnisse für das erste Quartal zum 31. März 2020 bekannt. Für das erste Quartal gab das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 1.099,5 Mio. USD gegenüber 973,7 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug 283 Mio. USD gegenüber 252,2 Mio. USD im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug 313,5 Mio. USD gegenüber 306,5 Mio. USD im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 2,69 gegenüber USD 2,67 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 2,62 gegenüber USD 2,56 im Vorjahr.

08. April 2020 – Intuitive Surgical, Inc. zieht die Gewinnprognose für das Gesamtjahr des Geschäftsjahres 2020 zurück. Das Unternehmen zieht seine Finanz- und Verfahrensprognose für das Gesamtjahr 2020 zurück. Mit der Ausweitung der COVID-19-Pandemie haben Regierungen und Gesundheitsbehörden weltweit beispiellose Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, einschließlich der Verschiebung elektiver medizinischer Verfahren und sozialer Kontaktbeschränkungen, die es gegeben haben und wahrscheinlich auch weiterhin geben werden Dies hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und das Finanzergebnis. Aufgrund des ungewissen Umfangs und der ungewissen Dauer der Pandemie sowie des ungewissen Zeitpunkts der globalen Erholung und der wirtschaftlichen Normalisierung kann das Unternehmen die künftigen Auswirkungen auf seine Geschäftstätigkeit und seine Finanzergebnisse derzeit nicht abschätzen.

20. Februar 2020 – Intuitive Surgical, Inc., Jahreshauptversammlung, 23. April 2020, um 15:00 Uhr Pacific Daylight. Tagesordnung: Wahl von zehn Mitgliedern in den Verwaltungsrat der Gesellschaft bis zur Jahreshauptversammlung 2021; auf beratender Basis die Vergütung der benannten leitenden Angestellten (neos) des Unternehmens zu prüfen und zu genehmigen, wie in der Vollmachtserklärung angegeben; die Ernennung von pricewaterhousecoopers llp (pwc) zur unabhängigen, eingetragenen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft des Unternehmens für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr zu ratifizieren; die Änderung und Anpassung des geänderten und angepassten Incentive-Prämienplans 2010 zu genehmigen; und jede andere Angelegenheit davon zu diskutieren.

03. Februar 2020 – Intuitive gab bekannt, dass Lonnie M. Smith beschlossen hat, aus dem Verwaltungsrat des Unternehmens auszutreten, wenn seine Amtszeit auf der für April geplanten Jahreshauptversammlung 2020 des Unternehmens endet. Herr Smith wird nach seiner Pensionierung dem Board of Directors der Intuitive Foundation beitreten. Der Verwaltungsrat von Intuitive wählte Dr. Craig H. Barratt zum Nachfolger von Herrn Smith zum Vorsitzenden mit Wirkung zum Datum der Jahreshauptversammlung 2020 des Unternehmens. Dr. Barratt ist Senior Vice President und General Manager der Connectivity Group bei der Intel Corporation. Er ist seit 2011 im Vorstand von Intuitive und seit 2018 als unabhängiger leitender Direktor tätig. Herr Smith war seit seinem Eintritt als CEO im Juni 1997 als Vorstandsvorsitzender von Intuitive tätig.

23. Januar 2020 – Intuitive Surgical, Inc. gab die Ergebnisse für das am 31. Dezember 2019 endende vierte Quartal bekannt. Für das vierte Quartal gab das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 1.277,7 Mio. USD gegenüber 1.046,5 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 397,6 Millionen gegenüber USD 332 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 357,7 Millionen gegenüber USD 292,5 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 3,09 gegenüber USD 2,56 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 2,99 gegenüber USD 2,45 im Vorjahr. Für das Gesamtjahr betrug der Gesamtumsatz USD 4.478,5 Millionen gegenüber USD 3.724,2 Millionen im Vorjahr. Das Betriebsergebnis betrug USD 1.374,5 Millionen gegenüber USD 1.199,4 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 1.379,3 Mio. gegenüber USD 1.127,9 Mio. im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 11,95 gegenüber USD 9,92 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 11,54 gegenüber USD 9,49 im Vorjahr.

09. Januar 2020 – Intuitive gab ungeprüfte vorläufige ungeprüfte Umsatzergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2019 bekannt. Das Unternehmen erwartet für das vierte Quartal 2019 einen Umsatz von ca. 1,278 Mrd. USD, eine Steigerung von 22% gegenüber 1,047 Mrd. USD im vierten Quartal 2018. Das Unternehmen erwartet für 2019 einen Umsatz von ca. 1,278 Mrd. USD 4,479 Mrd. USD, eine Steigerung von 20% gegenüber 3,724 Mrd. USD im Jahr 2018.

26. November 2019 – Intuitive gab die Freigabe von zwei innovativen Technologien für zwei der da Vinci®-Chirurgiesysteme des Unternehmens durch die US-amerikanische Food and Drug Administration bekannt, um die Verfahren zu verbessern, die eine Versiegelung erfordern. Der E-100-Generator des Unternehmens ist der erste intern entwickelte Robotergenerator, der zwei Schlüsselinstrumente der da Vinci X®- und Xi -Systeme antreibt. Vessel Sealer Extend ist heute das Instrument im da Vinci Energy Sealing-Portfolio, und das neue SynchroSeal-Instrument bietet erweiterte Funktionen in der allgemeinen Chirurgie. Der E-100 ist der erste Generator von Intuitive und wird als Upgrade für Power Vessel Sealer Extend und SynchroSeal angeboten. Mit SynchroSeal kann ein Chirurg mit einem einzigen Pedal schnell in einem Schritt schnell versiegeln und durchtrennen. SynchroSeal verwendet fortschrittliche bipolare Energie von seiner angehobenen Schnittelektrode, um Gewebe zu durchtrennen und dann schnell abzukühlen, und ermöglicht es den Chirurgen, mit dem nächsten Schritt fortzufahren. SynchroSeal bietet mit seiner Handgelenkartikulation, seinem schnellen Versiegelungszyklus und der raffinierten, gebogenen Backe eine verbesserte Vielseitigkeit für das da Vinci Energy-Portfolio.

Weitere Nachrichten zum Unternehmen können hier im News-Bereich von simplywall.st gefunden werden oder hier im Press Room der Investor Relations.

Fragen an die Investor Relations

Fragen an die Investor Relations

Hier muss zunächst negativ beanstandet werden, dass nach einer schriftlichen Anfrage an die Investor Relations von Intuitive Surgical, Inc., bisher noch keine Antworten auf die gestellten Fragen gegeben wurden. Es entsteht daher der Eindruck, dass wenig oder nur ein nachrangiges Interesse an den eigenen Anteilseignern besteht, was dem Unternehmen und der Firmenkultur anzulasten ist.

Aktionäre, Dividenden und Aktienrückkäufe

Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe

An Intuitive Surgical, Inc. sind eine Reihe namhafter und großer Institutionen beteiligt. Vorneweg sind hier T. Rowe Price Associates, Inc. mit 8,9 Prozent und The Vanguard Group, Inc. mit rund 7,5 Prozent Besitz am Unternehmen zu nennen. Beide Anleger verfügen damit über einen substanziellen Anteil der ausstehenden Aktien. Ein detailliertes Bild über die Besitzstruktur des Unternehmens kann hier auf morningstar.com gefunden werden. Auffällig ist bei dieser Betrachtung, dass mittlerweile auch BlackRock, Inc. mit über 8 Prozent große Anteile am Unternehmen besitzt und alle drei der genannten großen Teilhaber weiter Aktien des Unternehmens zukaufen.

Unter den Aktionären von Intuitive sind auch der ehemalige CEO Lonnie Smith und der amtierende CEO Gary Guthart zu finden, die mit jeweils 0,49 Prozent und 0,34 Prozent Anteil an der Firma beteiligt sind. Im Ganzen betrachtet sind das relativ geringe Anteile, für private Einzel-Aktionäre allerdings beträchtliche Positionen und mit Blick auf ihre Bedeutung für das Unternehmen auf jeden Fall positiv zu betrachten. Auch hält der Chairman Craig Barratt rund 7600 Aktien des Unternehmens.

Nach Daten von simplywallstreet.com, befinden sich bereits 89,9 Prozent aller ausstehenden Aktien im Besitz institutioneller Anleger befinden. 0,9 Prozent werden von Insidern des Unternehmens gehalten und mit Blick auf die von führenden Angestellten gehaltenen Anteile, besitzen der CEO Gary Guthart und der ehemalige CEO Lonnie Smith zusammen rund 0,83 Prozent. Weitere 9,5 Prozent der Aktien des Unternehmens befinden sich im freien Umlauf.

Eine Dividende wird aktuell nicht ausgeschüttet. Ebenso gibt es keine Informationen über eine mögliche erste Ausschüttung in naher Zukunft. Die Anzahl ausstehender Aktien steigt seit 2017 und liegt aktuell bei rund 117,6 Mio. Stück. Über mögliche Aktienrückkäufe in Zukunft ist ebenfalls noch nichts bekannt.

Mit Blick auf Aktienrückkäufe, müssen aber diverse Kritikpunkte beachtet werden, wie beispielsweise der Umstand, dass die Rückkäufe zu viel zu teuren Kursen stattfinden können. In einem Artikel von wallstreet-online.de, wird hier Warren Buffett´s Meinung und seine Kriterien im Bezug auf Aktienrückkäufe beschrieben. Der Artikel wurde unter dem Titel „Warren Buffett über Aktienrückkäufe“ veröffentlicht.

Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite)

UnternehmenGesamtkapitalrenditeEV/EBITReturn on Capital (Joel Greenblatt; Leistung)Earnings Yield (Joel Greenblatt; Preis)
Intuitive Surgical, Inc.10,6%78,859,9%1,3%
Edwards Lifesciences Corp.18,2%38,376,1%2,6%
Stryker Corp.7,6%30,953,8%3,2%
Medtronic plc4,9%25,975,3%3,2%
Zimmer Biomet Holdings, Inc.4,7%35,827,1%2,8%
Smith & Nephew plc8,6%25,235,1%4,0%
Align Technology, Inc.19,2%40,581,7%2,5%
Abbott Laboratories5,4%36,747,2%2,7%
Boston Scientific Corp.5,0%60,038,6%1,7%
Insulet Corp.1,7%275,113,9%0,4%
Bruker Corp.9,4%28,237,5%3,5%
Abiomed, Inc.22,5%27,7109,1%3,6%
Cochlear Ltd.21,9%36,5105,9%2,7%
Penumbra, Inc.2,8%149,24,8%0,7%
Globus Medical, Inc.10,9%32,042,1%3,1%
Masimo Corp.15,9%42,872,9%2,3%
West Pharmaceutical Services, Inc.11,8%42,829,5%2,3%
Steris plc6,6%29,230,8%3,4%
Varian Medical Systems, Inc.7,2%32,457,2%3,1%
ICU Medical, Inc.4,6%50,410,5%2,0%
Siemens Healthineers AG7,3%16,766,9%6,0%
Carl Zeiss Meditec AG15,4%38,240,3%2,6%
Baxter International, Inc.5,0%42,015,7%2,4%
ResMed, Inc.14,3%34,676,7%2,9%
Becton, Dickinson and Co.1,7%60,918,6%1,6%
Olympus Corp.4,0%38,123,5%2,6%
Thermo Fisher Scientific, Inc.6,3%44,652,8%2,2%
DexCom, Inc.8,1%132,456,1%0,8%
Illumina, Inc.9,7%48,849,6%2,1%
Danaher Corp.4,5%47,596,4%2,1%
Mettler-Toledo International, Inc.20,0%36,275,4%2,8%
Agilent Technologies, Inc.7,4%38,362,1%2,6%
Atrion Crop.13,7%29,729,8%3,4%
Sartorius AG5,1%76,030,8%1,3%
Mazor Robotics Ltd.----
Hansen Medical, Inc.----
Omnicell, Inc.4,0%67,221,8%1,5%
Ekso Bionics Holdings, Inc.-78,5%-1,8-331,1%-56,0%

Um einen besseren Vergleich der Peer Group untereinander ziehen zu können, verwende ich hier mehrere Kennzahlen, darunter die Gesamtkapitalrendite, das Enterprise Value zu EBIT-Verhältnis, mit dem sich Unternehmen einer Branche gegeneinander vergleichen lassen (je niedriger die Zahl desto günstiger ist das Unternehmen im Verhältnis zu seiner operativen Ertragskraft) und die Kennzahlenkombination Return on Capital (Kapitalrendite; ROC) und Earnings Yield (Gewinnrendite; EY) nach der Berechnungsmethode von Joel Greenblatt, die Bestandteil seiner „Börsenzauberformel“ sind. Mit der kombinierten Betrachtung dieser beiden Kennzahlen, lässt sich die aktuelle Leistung des Unternehmens (ROC) gegen seine aktuelle Bewertung (EY) vergleichen. Eine Methode der Preis/Leistungs-Berechnung für Aktiengesellschaften.

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Mit Blick auf die Gesamtkapitalrendite des Unternehmens, liegt es mit rund 10,6 Prozent nach Daten von gurufocus.com in einem sehr guten Bereich, auch wenn es mit den Spitzenreitern wie Abiomed (22,5%) und Cochlear Ltd. (21,9%) nicht mithalten kann. Betrachtet man zusätzlich das EV/EBIT-Verhältnis, als Kennzahl für eine mögliche Wertung des Unternehmens, muss man mit 78,8 eine sehr teure Bewertung im Vergleich zur Peer-Group annehmen. Diese Annahme deckt sich mit der Betrachtung nach Joel Greenblatt. Hier verfügt das Unternehmen mit einem Return on Capital von 59,9 Prozent über eine gute Leistung im Vergleich, ist mit einer Gewinnrendite (Earnings Yield) von nur 1,3 Prozent aber auch vergleichsweise teuer.

Segmente und Umsatzverteilung

Segmente und Umsatzverteilung

Wie aus den Daten des Unternehmens ersichtlich ist, stellen die Verkäufe der Anlagen mit rund 30,1 Prozent nicht die größte Position der Umsätze dar. Services steht für rund 16,2 Prozent der Umsätze und mit über 53,8 Prozent erwirtschaftet Intuitive mit dem Verkauf von Zubehör, Instrumenten und anderen Werkzeugen hier das meiste Geld. Die Instrumente mit denen die Systeme ausgerüstet werden unterliegen wegen ihrer Verwendung in sensiblen Bereichen wie Operationen hohen Anforderungen an Desinfektion und Vorbereitung. Entsprechend liegen hier für das Unternehmen wiederkehrende Erträge, da alle Nutzer der Anlagen auf den Erwerb der entsprechenden Instrumente angewiesen sind. Eine Position die mit dem Verkauf und der Installation weiterer Anlagen im gleichen Maße wachsen dürfte. Dabei wurden insgesamt 69,9 Prozent der Umsätze in den USA erwirtschaftet und die restlichen 30,1 Prozent verteilen sich auf den Rest der Welt. Hier könnet demnach ein Klumpenrisiko liegen, das Intuitive sehr stark von nur einem Markt abhängig ist. Der Hauptumsatz entsteht auf der Produktseite durch Verkäufe, der Umsatz aus dem Verleih- bzw. der Vermietung schlägt mit rund 188,5 Mio. US-Dollar für das Jahr 2019 zu Buche.

Quelle: 2020 Intuitive Shareholder Annual Meeting

Wichtige Kennzahlen

Wichtige Kennzahlen

Verschuldungsgrad und finanzielle Stabiliät

GeschäftsjahrEigenkapital-quoteFremdkapital-quote
201985,12 %14,88 %
201885,23 %14,77 %
201782,09 %17,91 %
201689,07 %10,93 %
201588,02 %11,98 %
201485,35 %14,65 %
201388,64 %11,36 %
201288,20 %11,80 %
201186,37 %13,63 %
201085,23 %14,77 %
200984,95 %15,05 %

Finanzielle Stabilität: Das des Unternehmens liegt bei rund Current Ratio 7,0 und das Quick Ratio bei 6,3. Damit kann Intuitive Surgical Inc. seine Verbindlichkeiten vollständig aus seinen liquiden Mitteln und sogar rein aus seinen Cash-Reserven bedienen. Die finanzielle Stabilität ist damit an dieser Front nicht gefährdet. Wie aus der oberen Aufstellung hervorgeht, kann das Unternehmen sein Eigenkapital und die Bilanzsumme insgesamt immer weiter ausbauen, unter gelegentlichen Rücksetzern. Gleichzeitig schafft es Intuitive aber, keine nennenswerten Fremdkapitalanteile aufzunehmen und langfristige Schulden die Zinsbelastungen bedeuten würden, fehlen komplett.

Entwicklung des Goodwills in der Bilanz: Der in der Bilanz ausgewiesene Anteil an Goodwill bewegt sich seit mehreren Jahren in einem sehr tiefen Bereich und seit 2010 konstant unter 5 Prozent der Bilanzsumme. Damit ist die Gefahr außerordentlicher Abschreibungen ein nur marginales Risiko für die finanzielle Stabilität. Ein definitiv positiv zu bewertender Umsand. (Darstellung auf visualcapitalist.com)

Der Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2019 gibt dazu folgende detaillierte Auskunft:

Entwicklung der Pensionsrückstellungen: Im Rahmen von 401k-Pensionsplänen, führt das Unternehmen die Altersvorsorge für seine Angestellten. Dazu wird im Geschäftsbericht nur folgende Information veröffentlicht:

Entwicklung der Kosten für Forschung und Entwicklung: Bei den Kosten für Forschung- und Entwicklung ist klar erkannbar, dass die Ausgaben hierfür deutlich von Jahr zu Jahr steigen. Außerdem steigen die Kosten auch mit Blick auf ihr Verhältnis zu den Bruttogewinne der Firma. Zuletzt hat das Unternehmen rund 17,9 Prozent dieser als Kosten für die Forschung aufgewendet. Auf der einen Seite müssen diese Kosten kritisch betrachtet werden, da sie zunächst hohe Ausgaben bedeuten, denen zunächst kein entsprechende Ertrag gegenübersteht und besteht immer das Risiko, dass Forschungsprojekte erfolglos bleiben. Für diese Aufwendungen spricht der Umstand, dass das Unternehmen in einer hoch innovativen und auch innovationsabhängigen Branche wirtschaftet und die konstante Weiterentwicklung ein entscheidender Faktor für das Unternehmen ist. Insofern sind die Bemühungen des Unternehmens positiv zu werten, hohe Beträge für die Forschung frei zu machen und gleichzeitig die finanzielle Stabilität dabei zu gewährleisten. Ausgedrückt wird das dadurch, dass das Unternehmen keine Schulden aufnehmen muss um seine Forschung zu finanzieren und das alles aus den laufenden Erträgen heraus bewerkstelligen kann. Eine weitere kritische Betrachtung wäre insofern, dass das Unternehmen bei schlechter Geschäftslage nicht mehr in der Lage sein könnte, seine hohen und evtl. notwendigen Forschungen zu finanzieren. Dieses Risiko besteht. Hier bietet lediglich der Umstand etwas Schutz, dass das Unternehmen, wie bereits angesprochen, keine nennenswerten Schulden hat, hohe Cash-Reserven vorzuweisen hat und „lediglich“ gerundet 18 Prozent seiner Bruttogewinne für die Forschung aufwenden muss und somit noch ausreichend Spielraum hat.

Zinsdeckungsgrad: Da das Unternehmen kein zinstragendes Fremdkapital aufgenommen hat, ist die Zinsdeckung irrelevant, da hier keine Belastungen für die Firma entstehen.

Anzahl ausstehender Aktien

GeschäftsjahrAusstehende Aktien
in Mio. Stück
Veränderung
2019116,0+1,3 %
2018114,5+2,0 %
2017112,3-3,5 %
2016116,4+3,8 %
2015112,1+2,1 %
2014109,8-4,1 %
2013114,5-4,9 %
2012120,4+2,0 %
2011118,0+1,2 %
2010116,6+0,9 %
2009115,5-1,7 %

Entwicklung der Anzahl ausstehender Aktien: Die Anzahl der ausstehenden Aktien hat sich im Betrachtungszeitraum von 2009 bis 2019 immer im Bereich zwischen 110 Mio. und 120 Mio. Stück bewegt.

Operative Marge

GeschäftsjahrUmsätze
in Mio. USD
EBIT
in Mio. USD
operative
Marge
20194.478,51.374,530,69 %
20183.724,21.199,432,21 %
20173.128,91.054,633,71 %
20162.704,4945,234,95 %
20152.384,4740,031,04 %
20142.131,7544,825,56 %
20132.265,1852,537,64 %
20122.178,8878,140,30 %
20111.757,3694,839,54 %
20101.413,0555,239,29 %
20091.052,2377,435,87 %

Entwicklung der Umsätze, des EBIT und der Gewinne: Das Unternehmen hat mit wenigen Ausnahmen ein konstantes Wachstum zu verzeichnen und konnte seine Umsätze und Gewinne konstant steigern.

Entwicklung der operativen und der Nettomarge: Nach einem Rückgang im Jahr 2014, sind die Margen des Unternehmens seither wieder konstant gestiegen. Daraus kann geschlossen werden, dass das Unternehmen es versteht immer effizienter zu wirtschaften.

Free Cashflows

GeschäftsjahrFree Cashflows
in Mio. USD
Veränderung
in %
20191.172,6+19,4 %
2018982,2+3,0 %
2017953,2-3,6 %
2016989,0+43,2 %
2015690,9+23,5 %
2014559,5-27,8 %
2013775,4+10,8 %
2012700,0+17,7 %
2011594,7+32,2 %
2010449,8+32,8 %
2009338,8+96,8 %

Entwicklung der operativen und freien Cashflows: Intuitive Srugical konnte im laufe der Jahre seine Cashflows konstant ausbauen und immer weiter steigern. Seit 2005 ist das Unternehmen durchgehend im positiven Bereich und konnte seine Cashflows immer weiter ausbauen. Auch mit Blick auf die finanzielle Stabilität, sind die hohen Cashflows ein klarer Pluspunkt.

Buchwert

GeschäftsjahrBuchwert
in Mio. USD
Veränderung
in %
20198,284,7+23,9 %
20186.687,5+41,5 %
20174.726,8-18,2 %
20165.777,8+33,8 %
20154.319,5+27,8 %
20143.379,4-3,5 %
20133.501,4-2,2 %
20123.580,1+35,3 %
20112.645,6+29,9 %
20102.037,4+32,5 %
20091.537,3+21,4 %

Entwicklung des Eigenkapitals: Das Unternehmen konnte seinen Buchwert konstant steigern. Mit wenigen Ausnahmen hat das Eigenkapital des Unternehmens immer zugelegt.

Entwicklung der Treasury Stocks in der Bilanz: Das Unternehmen hat keine eigenen Aktien in die Bilanz genommen.

Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis

Geschäftsjahr Dividenden
in USD /Aktie
Earnings
per Share
KGV
20190,00 USD11,54 USD49,5
20180,00 USD9,49 USD48,3
20170,00 USD5,67 USD61,7
20160,00 USD6,24 USD33,0
20150,00 USD5,18 USD34,4
20140,00 USD3,70 USD46,6
20130,00 USD5,58 USD22,4
20120,00 USD5,33 USD29,7
20110,00 USD4,11 USD36,7
20100,00 USD3,16 USD26,5
20090,00 USD1,98 USD50,0

Entwicklung der Dividenden und des KGV, sowie des KBV: Das Unternehmen schüttet aktuell keine Dividenden an seine Aktionäre aus.

Entwicklung der Gewinne je Aktie, der Freien Cashflows je Aktie und der Owners Earnings: Das Unternehmen konnte auch seine Gewinne und seine Freien Cashflows je Aktie in der Mehrzahl der zurückliegenden Jahre immer weiter steigern. Die Owners Earnings sind hier allerdings mitunter stark schwankend und schlagen auch immer wieder in den negativen Bereich aus.

Aussichten

Aussichten

Unternehmensspezifisch:

Die Erwartungen der Analysten von marketscreener.com gehen für die kommenden 3 Jahre von einer durchmischten Entwicklung aus. Es werden für das Jahr 2020 zunächst fallende Erträge in Kombination mit sinkenden Margen erwartet. In den Folgejahren geht die Prognose allerdings davon aus, dass sich die Lage wieder deutlich verbessert und über die Ergebnisse des Jahres 2019 steigt. Entgegen diesem Trend erwarten die Vorhersagen aber eine enorme Steigerung der liquiden Mittel im Jahr 2020, die fast einer Verdreifachung entsprechen. Auch in den Jahren nach 2020 sollen die liquiden Mittel weiter wachsen. Dem gegenüber stehen die Schätzungen auf finanzen.net, die von einer vergleichbaren Entwicklung der Geschäftszahlen ausgehen.

Branchenspezifisch:

Die US-amerikanischen Medizinprodukte wurden im Ausblick von Moody’s für das Jahr 2019 für das globale Gesundheitswesen aufgrund innovativer neuer Produkte und steigender Marktnachfrage als positiv eingestuft. Laut der Veröffentlichung auf S&P Global Market Intelligence, erwartet die Ratingagentur für Medizinprodukte dank neuer Produkterweiterungen und gestiegener Nachfrage einen Zuwachs 4,5% bis 5,5% der Branchengewinne. Die jüngsten Akquisitionen sollen weiterhin dem US-amerikanischen Sektor zugute kommen. Die Prognose ist hier nachzulesen.

Publikationen auf marketsandmarkets.com und der Research-Plattform marketresearch.com, zeigen im Folgenden die Erwartungen über die künftige Entwicklung:

SegmentPrognose
Assistive Robotikbis 2024 Zuwachs von 11,2 Mrd. USD,
CAGR von 22,3%
Endoskopiegeräte25,6 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 35,2 Mrd. USD
im Jahr 2024, CAGR 6,6%
Temperatur
-management
2,6 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 3,0 Mrd. USD
im Jahr 2024, CAGR 3,2%
Aspirations- und
Biopsienadeln
bis 2024 1.272 Mio. USD, CAGR 7,3%
Sportmedizin 6,6 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 9,1 Mrd. USD
im Jahr 2024, CAGR 6,5%
regenerative Medizin13,3 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 38,7 Mrd. USD
bis 2024, CAGR 23,8%).
Operationsroboter 3,9 Mrd. USD im Jahr 2018 auf 6,5 Mrd. USD
im Jahr 2023, CAGR 10,4%
Nervenreparatur und
-regeneration
10,59 Milliarden USD nach 5,13 Milliarden USD
im Jahr 2016 , CAGR 12,9%.

Hier wurde ein Ausschnitt gewählt, das Marktdatenarchiv umfasst weitere Segmente und Marktprognosen, die hier nicht alle erwähnt wurden. Für den breiten Markt der medizinischen Technologie, wird aber ein solides Wachstum in allen Bereichen unterstellt und prognostiziert.

Das englische Marktforschungsunternehmen Evaluate MedTech prognostizierte im Herbst 2018 einen durchschnittlichen Anstieg des weltweiten Medizintechnik-Marktes um 5,6% von 405 Mrd. USD im Jahre 2017 auf 595 Mrd. USD im Jahre 2024. Das Wachstum ist je nach Produktart aber unterschiedlich. Produkte für die Neurologie werden mit plus 9,1% am stärksten wachsen. Auch Diabetes-Produkte liegen mit plus 7,8% sehr gut im Rennen. Unterdurchschnittlich werden sich dagegen die diagnostische Bildgebung und Orthopädie-Produkte mit jeweils plus 3,7% entwickeln, laut Prognose.

Der Brachnenverband BVMed sieht den Markt für Medizintechnik weiterhin als Wachstumsmarkt und hat hierfür 3 Begründungen formuliert:
Der medizinisch-technische Fortschritt
Die demografische Entwicklung
Der erweiterte Gesundheitsbegriff in Richtung mehr Lebensqualität Laut Prognosen soll der Markt bis zum Jahr 2024 ein jährliches Wachstum von 6% erreichen.

Die Seite TheCoinGossip sieht außerdem einen starken Trend im Bereich computerunterstützter chirurgische Systeme (CAS), ebenso ist hier ein Artikel auf medical-design.news ein Themenartikel zu finden.

Auf der Seite openPR.com ist über den Markt in dem sich das Unternehmen bewegt folgender Artikel zu finden:

Markt für chirurgische Heftgeräte Zukünftige Trends, Chancen und Prognosen 2025 | Intuitive Surgical, Inc., Covidien (Medtronic plc), Ethicon Endo-Surgery, Inc.

Der weltweite Markt für chirurgische Heftgeräte wird in den kommenden Jahren voraussichtlich stetig wachsen. Die wachsenden Bedenken hinsichtlich Fettleibigkeit und Optionen bariatrischer Verfahren dürften das Marktwachstum in den kommenden Jahren begünstigen. Die wachsende Beliebtheit endoskopischer Verfahren und die Verfügbarkeit technologisch fortschrittlicher chirurgischer Geräte, insbesondere für das Gewebe- und Wundmanagement, haben das Wachstum des globalen Marktes in den letzten Jahren weitgehend gefördert. Schnelle technologische Entwicklungen, eine gut etablierte Gesundheitsinfrastruktur in entwickelten Teilen der Welt und eine wachsende Nachfrage nach angetriebenen chirurgischen Instrumenten wurden als die zugrunde liegenden Faktoren identifiziert, die die Entwicklung des globalen Marktes in den kommenden Jahren bestimmen werden.

Chirurgische Klammergeräte oder chirurgische Klammergeräte spielen bei Operationen eine immer wichtigere Rolle, insbesondere bei komplexen wie gastrointestinalen, gynäkologischen und bariatrischen Eingriffen. In den letzten Jahren sind diese mechanischen medizinischen Geräte proportional gewachsen, um die verschiedenen Fortschritte bei chirurgischen Eingriffen zu ergänzen. Die Verwendung von chirurgischen Heftergeräten hilft bei der Entwicklung neuer chirurgischer Techniken, modifiziert die vorhandenen und verbessert die Patientenergebnisse. Der Markt für chirurgische Klammergeräte ist auch ein starker Impuls für die wachsende Nachfrage nach minimalinvasiven Operationen auf der ganzen Welt. Eines der wichtigsten Kriterien für die optimale Nutzung dieser Geräte durch Chirurgen ist das umfassende Wissen über die Wechselwirkungen zwischen Gewebe und Geräten, damit eine stabile Anastomose erzeugt werden kann. Da jedes Gewebe eine einzigartige Eigenschaft und intrinsische biomechanische Eigenschaften aufweist, hängt die Wechselwirkung der chirurgischen Heftvorrichtung von mehreren Faktoren ab, wie z. B. Klammerhöhe, Kompression, Gewebedicke und Gewebekompressibilität. In diesem Sinne müssen sich Chirurgen dieser Wechselwirkungen bewusst sein. Wenn sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten über die Funktionsweise neuer Geräte sowie überarbeitete vorhandene Typen nicht aktualisieren, kann dies zu unerwartet niedrigen chirurgischen Ergebnissen führen.

Trotz der hohen Effizienz und Marktvielfalt dieser Heftgeräte sind sie anfällig für unzureichende Verwendung, wenn sie von technischen Fehlern geplagt werden. In den letzten Jahren wurden Fälle von Heftklammerlecks gemeldet, die eine instabile Anastomose verursachen und zu verschiedenen postoperativen Komplikationen führen. Das Auftreten von Klammerlecks kann auf die Wissenslücke zurückzuführen sein, die Chirurgen hinsichtlich der Gewebehandhabungseigenschaften dieser Heftvorrichtungen haben. Dies erfordert zeitnahe und regelmäßige Forschungsprogramme, die von Bildungsprogrammen zusammengearbeitet werden, um diese Lücke zu schließen. Es ist jedoch noch ein langer Weg, um die optimale Verwendung von chirurgischen Heftgeräten in der medizinischen Praxis zu erreichen. Dies wird durch konzertierte Bemühungen von Chirurgen und Medizinprodukteherstellern untermauert, ein solides Grundgerüst zu entwickeln.

Chirurgische Heftvorrichtungen werden nicht nur bei bariatrischen Eingriffen verwendet, sondern auch bei kardiothorakalen, orthopädischen und Hauttransplantationsverfahren. Die hohen Inzidenzen für diese Art von Operationen werden voraussichtlich in naher Zukunft die Nachfrage nach verschiedenen Arten von chirurgischen Heftgeräten erhöhen. Der unglückliche Anstieg der Anzahl von Notfällen hat auch zu einer explodierenden Nachfrage nach angetriebenen chirurgischen Klammern geführt.

Analysten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Einwegklammern in den kommenden Jahren weiterhin hoch sein wird, da sie die Möglichkeit einer Kreuzinfektion ausschließen, die durch Medizinprodukte verursacht werden kann. Die Nachfrage nach Einwegklammern wird ebenfalls steigen, da sie bei Patienten, die an Allergien gegen Nickel oder andere Metalle leiden, sicher verwendet werden können.

Produktinnovation wird voraussichtlich die Schlüsselstrategie der Unternehmen sein, die auf dem globalen Markt für chirurgische Heftgeräte tätig sind. Darüber hinaus wird erwartet, dass eine unterstützende Haltung der US-amerikanischen Food and Drug Administration bei der Erteilung von Zulassungen für diese Heftklammern eine Schlüsselrolle bei der Verfügbarkeit der neueren Medizinprodukte auf dem Markt spielt. Zum Beispiel erhielt ECHELON CIRCULAR Powered Stapler die 510 (k) -Zulassung von der US-amerikanischen FDA. Dieser Hefter wurde entwickelt, um die Häufigkeit von Anastomosenkomplikationen zu verringern, die bei Operationen an Magen-, Darm- und Brustkrebs auftreten können. Die neue Technologie zielt darauf ab, Leckagen um 61% zu reduzieren, ohne die Perfusion zu beeinträchtigen. Solche Innovationen und Produktverbesserungen sollen den Patienten eine bessere Lebensqualität bieten.

Aus geografischer Sicht ist der weltweite Markt für chirurgische Heftgeräte in Amerika, Europa, den Nahen Osten und Afrika sowie den asiatisch-pazifischen Raum unterteilt. Von diesen wird erwartet, dass Amerika in den kommenden Jahren den globalen Markt mit der höchsten CAGR anführt. Es wird erwartet, dass die hohe Prävalenz von Magen-Darm-Erkrankungen und die zunehmende Häufigkeit chronischer Erkrankungen bei Menschen wie Rektumkrebs, Dickdarmkrebs und anderen schweren Bauchkrankheiten die Aufnahme chirurgischer Klammergeräte in der Region vorantreiben.

Analysten gehen davon aus, dass der Markt für chirurgische Heftgeräte im asiatisch-pazifischen Raum einen wesentlichen Beitrag zum Umsatzanstieg auf dem Weltmarkt leisten wird. Die aufstrebende Medizintourismusbranche in der Region sowie der enorme ungedeckte medizinische Bedarf dürften die Schlüsselfaktoren sein, die das Wachstum dieses regionalen Marktes unterstützen dürften.

Einige der führenden Unternehmen auf dem globalen Markt für chirurgische Heftgeräte sind Intuitive Surgical, Inc., Covidien (Medtronic plc), Ethicon Endo-Surgery, Inc., United States Surgical Corp., Cardica, Inc., Zimmer Biomet, Smith & Nephew plc, Stryker Corporation, Conmed Corporation und CareFusion Corporation.

Einteilung nach Peter Lynch

Einteilung nach Peter Lynch

Das Unternehmen schüttet keine Dividende aus, weist aber ein starkes Wachstum seiner Umsätze und Gewinne aus. Mit Blick auf die Erwartungen der Analysten für die kommenden Jahre, wird sich dieser Trend nach deren Meinung weiter fortsetzen. Damit handelt es sich bei Intuitive Surgical nach Peter Lynch um einen Fast Grower. Seine Empfehlung wäre: Buy and Hold

Levermann Score

Eine Erläuterung zum Levermann-Score ist hier zu finden.



WertPunkte
1Eigenkapitalrendite
2EBIT-Marge
3Eigenkapitalquote
4Kurs-Gewinn-Verhältnis
5Kurs-Gewinn-Verhältnis (5Jahre)
6Analystenmeinung
7Reaktion auf die Quartalszahlen
(SPX)
8Gewinnrevision
9Kursverlauf der letzten 6 Monate
10Kursverlauf der letzten 12 Monate
11Trendumkehr
12Reversaleffekt
13Erwartetes Gewinnwachstum

Gesamt

Piotroski F-Score

Ein Artikel zum Piotroski F-Score ist hier auf diyinvestor.de zu finden.

WertPunkt
1Positiver NettoertragJa1
2Positiver operativer CashflowJa1
3Gesamtkapitalrendite höher als im VorjahrNein0
4operativer Cashflow höher als NettogewinnJa1
5Niedrigerer Verschuldungsgrad als im VorjahrNein0
6Current Ratio höher als im VorjahrNein0
7Weniger oder gleich viele umlaufende Aktien
als im Vorjahr
Nein0
8Bruttomarge höher als im VorjahrNein0
9Kapitalumschlag höher als im VorjahrNein0
Gesamt3 von 9

Berichte und Präsentationen

Detailanalyse

Bei einigen Bewertungsverfahren, werde ich Annahmen und Prognosen über zukünftige Entwicklungen des Unternehmens machen müssen. Immer wenn ich Schätzungen machen muss, werde ich versuchen diese unter möglichst konservativen Annahmen zu machen, um keinen zu optimistischen Standpunkt einzunehmen.

SWOT – Analyse

SWOT - Analyse

Stärken:

  • Das Geschäftsmodell von Intuitive zielt zum einen auf die Systeme ab, lebt aber in gleichen Maß von den Serviceangeboten, die immerhin 2019 für 16,1 Prozent der Umsätze standen und vor allem kann das Unternehmen wiederkehrende Einnahmen aus dem Verkauf von Instrumenten und Zubehör erwirtschaften, die mit über 53,8 Prozent Umsatzanteil das Rückgrat der Ertragskraft von Intuitive bilden. Die Tatsache, dass diese Instrumente eine eingeschränkte Lebensdauer haben und aus Gründen der Sicherheit für den Patienten regelmäßig ausgetauscht werden müssen, stärkt das Geschäft von Intuitive durch ihre besser einschätzbaren Verkäufe, die mit dem Verkauf jedes Systems weiter steigen.
  • Intuitive Surgical hat eine sehr stabile Bilanz vorzuweisen, die erstens kaum Fremdkapital enthält und die Firma vollständig ohne langfristige Schulden mit Zinslast operieren kann und zweitens hohe Bestände an liquiden Mitteln ausweist. Drittens hat das Unternehmen kaum Goodwill in seiner Bilanz stehen, was die Gefahr durch außerordentliche Abschreibungen minimiert.
  • Eine andere Stärke von Intuitive ist seine Präsenz in den sozialen Medien.
  • Mit seinen Da Vinci-Systemen ist Intuitive Surgical heute einer der Marktführer im Bereich der medizinischen Robotik. Das gibt dem Unternehmen einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern.
  • Da für die medizinische Technik Zulassungen der entsprechenden Gesundheitsbehörden notwendig sind, ergeben sich hier höhere Makrteintrittsbarrieren. Das sorgt in der Tendenz für weniger Konkurrenz.
  • Nach den vorliegenden Betrachtungen, kann man bei Intuitive Surgical von einem starken und gut wirtschaftenden Management ausgehen. Die erzielten Ergebnisse, die lange Betriebszugehörigkeit der leitenden Angestellten und die fachlich spezifischen Ausbildungen können hier auch als Stärke gewertet werden.

Schwächen:

  • Die Anschaffungskosten für die Produkte von Intuitive sind mit rund 1,1 bis über 2 Millionen US-Dollar je System sehr hoch. Dazu kommen noch die laufenden Kosten, die die eingeschränkte Nutzbarkeit der Instrumente mit sich bringt und der hohe Aufwand der Vorbereitung dieser für eine Operation, beim sterilisieren.

Anmerkung: Intuitive ist bereits dabei länger lebige Instrumente einzuführen und nach dem Earnings Call für das 3. Quartal 2020 sollen auch sukzessive die Kosten für die Instrumente gesenkt werden, was niedrigere Preise bedeutet. Das geht mit Vor- wie Nachteilen für das Unternehmen einher, was von breiterer Verwendung der Anlagen bis zu niedrigeren Margen reicht. Dazu der CFO Marshall Mohr: „Anfang Oktober haben wir unsere Instrumente für den erweiterten Gebrauch in den USA eingeführt. Instrumente für den erweiterten Gebrauch haben 12 bis 18 Verwendungszwecke, verglichen mit unseren vorherigen 10 Verwendungsinstrumenten. Darüber hinaus senken wir den Preis für bestimmte Instrumente, die üblicherweise bei Verfahren mit geringerer Sehschärfe und bei Verfahren mit niedrigerer Erstattung verwendet werden. Wir planen, unsere Extended Use Instruments später im vierten Quartal in Europa und in den Jahren 2021 und 2022 in anderen Märkten je nach regulatorischen Anforderungen auf den Markt zu bringen.
Insgesamt führen Extended Use Instruments und niedrigere Instrumentenpreise zu geringeren INA-Einnahmen pro Verfahren für Intuitive. Wären beispielsweise die Instrumente für den erweiterten Gebrauch verfügbar gewesen und die niedrigeren Instrumentenpreise für das gesamte Jahr 2019 gelten, wären die Einnahmen für 2019 um 150 bis 170 Millionen US-Dollar niedriger gewesen als angegeben, und der INA pro Verfahren wäre um 7% niedriger gewesen.

Quelle: https://seekingalpha.com/article/4379331-intuitive-surgical-inc-s-isrg-ceo-gary-guthart-on-q3-2020-results-earnings-call-transcript?page=1

  • Die Umsatzstruktur zeit eine deutliche Abhängigkeit vom US-Amerikanischen Markt, der rund 70 Prozent der Umsätze von Intuitive abwirft.

Chancen:

  • Das Konzept der Telechirurgie, der Operation über große räumliche Entfernungen hinweg, ist nach wie vor ein Forschungsgebiet und hier könnte sich eine mögliche große Chance für das Unternehmen befinden.
  • Mit einer zunehmenden Weltbevölkerung und dem Aufstieg der Emerging Markets, ergibt sich für Intuitive die Möglichkeit noch andere Märkte zu erschließen und sich dort zu etablieren. Gerade in den aufstrebenden Ländern wird der Bedarf an Grundversorgung und im weiteren Verlauf an hoch entwickelter medizinischer Technik steigen.
  • Intuitive hat durch seine sehr stabile Bilanz und seine hohen liquiden Mittel die Möglichkeit, vielversprechende Start Ups oder neue Technologien aufzukaufen und für sich nutzbar zu machen. Das hätte neben den möglichen kommerziellen Erfolgen auch Vorteile mit Blick auf die Konkurrenzsituation.
  • Die fortschreitende Digitalisierung kommt dem Unternehmen zu gute. Hier könnten sich große Chancen mit der Vernetzung von Anlagen und den Möglichkeiten maschinellen Lernens eröffnen.

Risiken:

  • Für ein Unternehmen im Bereich der medizinischen Technologie, besteht ein wesentliches Risiko immer darin, dass die Zulassung neuer Geräte oder Instrumente von der FDA oder dem Pendant in den jeweiligen Zielländern verweigert wird. Damit gehen erhebliche Verlustrisiken an investierten Forschungsgeldern einher. Das kann bis hin zu ernsten finanziellen Schieflagen gehen.
  • Bei fehlerhaften Anlagen oder ernsthaften Fehlfunktionen, können enorme Rufschäden für das Unternehmen entstehen. Eine große Gefahr für das Unternehmen besteht hierbei im Verlust von Zulassungen seiner Produkte.
  • Hierzu kommen noch allgemeine Markt- und Währungsrisiken für ein international tätiges Unternehmen sowie rechtliche Risiken und Risiken der Zulassung. Da das Unternehmen auf die Zulassung seiner Produkte durch FDA und andere Gesundheitsbehörden angewiesen ist, können hier Risiken ergeben, sollten Produkte keine Zulassung bekommen oder ihre Zulassung verlieren.

Bewertungsverfahren

Für die Bewertung greife ich in diesem Abschnitt auf verschiedene Verfahren zurück, die mir für das Unternehmen als sinnvoll und aussagekräftig erscheinen. Da eine Bewertung zukünftiger Entwicklungen hier eine wesentliche Rolle spielt, werde ich bei Prognosen, Schätzungen und Annahmen versuchen, wie bereits gesagt, eine möglichst konservative Sichtweise einzunehmen. Dabei muss aber immer berücksichtigt werden, dass ich hier keine explizite Annahme aufstelle, wie sich das Unternehmen nach meiner Ansicht über einen bestimmten Zeitraum in der Zukunft entwickeln wird. Vielmehr versuche ich, auch bedingt durch eher konservative Schätzungen, Szenarien für eine mögliche Entwicklung zu entwerfen, was das Unternehmen theoretisch wert sein könnte, sollte ein bestimmtes Szenario eintreten.

Außerdem lassen sich mit verschiedenen Modellen auch Aussagen darüber treffen, welche Entwicklungen theoretisch eintreten müssten, damit das Unternehmen einen fairen Wert nahe dem aktuellen Kurswert erhalten würde. Inwiefern diese Entwicklungen dann wahrscheinlich und möglich sind, bleibt der Einschätzung jedes Einzelnen überlassen.

Bewertung der Arbeit des Managements

Bewertung der Arbeit des Managements

Um hier eine möglichst fundierte Aussage zu treffen, betrachte ich mehrere Kennzahlen, anhand derer ich eine Einschätzung über die Leistung der Geschäftsleitung treffen will. Ich gebe die Kennzahlen für den Prognose-Zeitraum zwar mit an, diese fließen aber nicht in die Berechnung mit ein. Die Schwäche bei dieser Methode der Managementbewertung liegt in der doppelten Wertung von Unternehmenskennzahlen. Die Finanzkennzahlen des Unternehmens fließen in die Bewertung der Aktie mit ein, daher ergibt sich ein grundlegendes Problem, ein gutes Management anhand derselben Zahlen abzuleiten und das Ergebnis bei der Bewertung eines Unternehmens nochmals zu berücksichtigen.

Erläuterung: Bei allen Kapitalrenditen, nehme ich Werte von > 15% im Durchschnitt, als 100% an. Für die Tilgungsdauer des Fremdkapitals, nehme ich alle Wert von < 1 Jahr als 100%

Nach den von mir zugrunde gelegten Kriterien kommt das Management von Intuitive Surgical, Inc. auf eine gute Gesamtleistung von rund 85 Prozent. Vor allem die sehr niedrigen Zeiten für die theoretische Bedienung sämtlichen Fremdkapitals fallen positiv auf.

Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

Dazu ist hier ein interessanter Artikel auf diyinvestor.de zu finden.

Das Verfahren basiert darauf, dass auf ein Sockel-KGV, dem mindesten Vielfachen der Gewinne, zu dem ein Unternehmen bewertet sein sollte, Aufschläge berechnet und addiert werden, die sich nach bestimmten Fundamentaldaten des Unternehmens richten. Für dieses Verfahren muss ich verschiedene Annahmen treffen die sich teils auf Prognosen und Schätzungen stützen. Wo immer ich eine Einschätzung über zukünftige Entwicklungen machen muss, werde ich versuchen eine möglichst konservative Annahme zu treffen.

In einer ersten Annahme habe ich ein Sockel KGV von 8,00 als Basis angenommen. Nach Daten von GuruFocus.com, lag das niedrigste KGV der letzten 10 Jahre bei rund 21,7. Demnach kann man für die Annahme eines Sockels von 8,0 eine relativ hohe Sicherheitsannahme unterstellen. In einer weiteren Betrachtung kann auch das niedrigste und im weiteren das mittlere KGV der letzten 10 Jahre in die Berechnung eingefügt werden um zu beobachten, welche Effekte das auf die theoretische Bewertung hätte.

Für die finanzielle Stabilität ergibt sich ein Aufschlag von 2,0 auf das Sockel KGV. Da das Unternehmen ein hohes Eigenkapital und kein zinstragendes langfristiges Fremdkapital in seinen Büchern ausweist, bekommt Intuitive in dieser Kategorie den höchsten mögliche Aufschlag.

Für die Marktposition des Unternehmens habe ich mit 15 Porter Punkten (5-Kräfte-Modell nach Porter; Branchenstrukturanalyse) einen tendenziell mäßigen bis sogar oligopolistischen Wettbewerb angenommen. Das bedeutet eine hohe Marktmacht für das Unternehmen. Für die Rentabilität und die Marktposition ergibt sich hier ein Aufschlag auf das Sockel KGV von rund 4,5

Ich rechne hier mit einem relativ hohen Wachstum, da ich die zukünftigen Wachstumschancen für das Unternehmen als sehr gut einschätze. Daraus ergibt sich ein Aufschlag von 3,0

Für individuelle Faktoren bin ich bereit, Intuitive Surgical einen Aufschlag von 6,0 auf das Sockel KGV zuzusprechen. Das Unternehmen hat eine sehr solide Bilanz, bei hohen Cash-Reserven, starken Cashflows und einem sehr guten Umsatz und Gewinn-Wachstum. Dazu kommt ein Innovatives Geschäft mit hochentwickelter Technologie, ein Marktsegment das durch Gesundheitsbehörden eine relativ hohe Markteintrittsbarriere aufweist und ein doch differenziertes Geschäft, da hier wiederkehrende Einnahmen durch den Verkauf von Systemwerkzeugen und Komponenten vorhanden ist.

Ergebnis: Im Ergebnis errechnet sich so ein theoretisch faires KGV von 23,5 und daraus ergeben sich mögliche faire Aktienkurse von 279,47 US-Dollar, bezogen auf die aktuellen Gewinne, bzw. 213,37 US-Dollar je Aktie, bezogen auf die erwarteten Gewinne für das Geschäftsjahr 2020. Dabei wurde noch keine gesonderte Sicherheitsmarge berücksichtigt.

Legt man bei der Auswertung das niedrigste KGV der letzten 10 Jahre zugrunde, ein Wert von 21,7 als Sockel, ergibt sich daraus ein theoretisch faires KGV von 37,20. Das entspräche möglichen fairen Werten von 442,39 bzw. 337,76 US-Dollar je Aktie, je nachdem ob man die letzten erwirtschafteten Gewinne oder die prognostizierten Gewinne des Unternehmens zugrunde legt. Ein zugrunde gelegtes median KGV der letzten 10 Jahre von 39,1 würde zu einem theoretisch fairen KGV von 54,6 führen mit entsprechend möglichen fairen Werten von 649,31 bzw. 495,75 US-Dollar je Aktie.

Da es sich bei Intuitive Surgical um ein schnell wachsendes Unternehmen handelt, könnte man hier für die Verwendung des mittleren KGV argumentieren um einen möglichen fairen Wert einzugrenzen. Damit würde man allerdings einen Sicherheitsspielraum durch die Verwendung niedrigerer Multiplikatoren aufgeben. Es wäre durchaus möglich, dass sich das KGV wieder dem niedrigsten Wert annähert und diesen auch weit unterschreitet. Ein Risiko das durchaus besteht, auch wenn man hier von einem soliden Geschäft sprechen kann.

Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

Erläuterungen über die relative Bewertung mithilfe von Miltiples und Multiplikatoren sind hier auf der Seite diyinvestor.de zu finden.

Ähnlich dem fairen Kurs-Gewinn-Verhältnis sucht die Bewertung mit dem fairen Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) nach einem fairen Aufschlag auf den Buchwert des Zielunternehmens. In die Berechnung fließt das faire KGV als Variable mit ein, um die Eigenkapitalkosten des Unternehmens einzuschätzen. Eine andere Möglichkeit diese Kosten zu berechnen, wäre zum Beispiel das Weighted Average Cost of Capital-Modell zur Berechnung von Kapitalkosten. Ein weiterer Bestandteil, ist der „risikofreie Zinssatz„. Für diesen verwende ich den Zins 10-jähriger US-Staatsanleihen (Treasury Bonds), der hier auf der Seite des U.S. Department of Treasury gefunden werden können.

Ich nehme hier einen risikofreien Zinssatz von 0,5 Prozent an und rechne vorerst mit dem ersten berechneten fairen KGV, das auf einem Sockel von 8,0 fußt.

Ergebnis: Im Ergebnis erhält man ein mögliches faires KBV von rund 4,0 und einen darauf bezogenen theoretisch fairen Wert von 286,53 US-Dollar je Aktie. Wieder wurde keine gesonderte Sicherheitsmarge berücksichtigt.

Als weitere Variation kann man nun mit den zuvor betrachteten fairen KGV´s alternative Berechnungen anstellen und käme für ein faires KGV von 37,2 auf ein theoretisch faires KBV von 5,93 bzw. für ein faires KGV von 54,6 würde sich das theoretisch faire KBV auf 8,06 erhöhen. Entsprechend würde man faire Werte von 423,68 US-Dollar je Aktie und 575,97 US-Dollar je Aktie berechnen können.

Gewinnrenditendiskontierung

Gewinnrenditendiskontierung

Mit diesem Verfahren, betrachtet man eine Aktie wie eine Anleihe, mit einem variablen Zinssatz. Hier stellt der Gewinn je Aktie (EPS) den Zinskupons auf den Aktienkurs dar. Dabei kann man das Vorsteuerergebnis verwenden, sowie das Nachsteuerergebnis. Ich unterstelle in diesem Verfahren den EPS ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, berechne die Rendite am prognostizierten Zeitpunkt auf den aktuellen Aktienkurs und zinse diese Rendite mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab. Mittels des Kurs-Gewinn-Verhältnisses berechne ich einen theoretischen fairen Wert je Aktie. Ich beziehe mich im Folgenden auf das Nachsteuerergebnis. Für mögliche faire Werte, die sich aus diesem Verfahren berechnen, berücksichtige ich auch den Buchwert des Unternehmens je Aktie, aber zuerst interessieren mich hier die reinen abgezinsten Werte.

Eine beispielhafte Berechnung der gewichteten Kapitalkosten könnte für Intuitive Surgical so aussehen:

Ich gehe hier von einem Wachstum der Gewinne je Aktie von rund 10,0 Prozent pro Jahr aus und rechne mit einem Abzinsungsfaktor von 12,0 Prozent, den ich als Standardwert verwende. 12,0 Prozent entsprechen der minimalen Rendite, die ich von einem Investment erwarte und sind ein relativ hoch angesetzter Wert. Als dritte Variable rechne ich mit dem mittleren KGV der letzten 10 Jahre von 39,10. Ich betrachte einen Zeitraum von 10 Jahren und berücksichtige das Ergebnis nach Steuern.

Ergebnis: Aus diesem ersten Szenario erhalte ich einen theoretisch fairen Wert von 388,31 US-Dollar je Aktie ohne eine Sicherheitsmarge zu berücksichtigen. In einer weiteren Betrachtung des Szenarios könnte man nun den Betrachtungszeitraum auf 20 Jahre ausweiten, was zu einem möglichen fairen Wert von 324,29 US-Dollar führen würde, bedingt durch die längere Abzinsung mit einem Abzinsungsfaktor der über dem unterstellten Gewinnwachstum liegt. Ändert man die Wachstumserwartung auf 15,0 Prozent pro Jahr, würde man faire Werte von 605,67 US-Dollar für 10 Jahre und 788,92 US-Dollar je Aktie für 20 Jahre erhalten. Bei einem geringeren Wachstum von nur noch 5,0 Prozent per Annum, würden diese möglichen fairen Werte bei nur noch 243,87 und 127,90 US-Dollar je Aktie für die oben genannten Zeiträume liegen.

Eine andere Variable zu ändern, wie das finale KGV beispielsweise auf das 10-Jahres-Minimum von 21,7 zu senken, hätte faire Werte von 215,51 und 179,98 US-Dollar je Aktie zu folge, wenn man alle anderen Variablen unverändert lässt. Eine letzte Änderung des Abzinsungsfaktors auf 8,0 Prozent, hätte faire Werte von 558,63 und 671,14 US-Dollar zur Folge.

Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)

Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)

Bei diesem auf Cashflows basierenden Verfahren, habe ich einmal das Bruttoverfahren (Free Cashflow to Firm) und das Nettoverfahren (Free Cashflow to Equity) angewendet, um einen Zielbereich für einen möglichen fairen Wert zu bestimmen. Als mögliche Wachstumsraten, habe ich auch hier wieder versucht möglichst konservative Schätzungen anzunehmen.

Für viele Schätzungen berücksichtige ich die Mittelwerte der letzten 10 Jahre und ich betrachte in der Unternehmensentwicklung einen Zeitraum über die kommenden 10 Jahre.

Free Cashflow to Firm – Bruttoverfahren: Ich rechne im Folgenden mit einem Wachstum des operativen Nachsteuerergebnisses (EBIT nach Steuern) von +10,0 Prozent pro Jahr und orientiere mich bei allen anderen Variablen an den Durchschnittswerten der letzten 10 Jahre für einen Betrachtungszeitraum von 10 Jahren. Entsprechend rechne ich mit einer Investitionsquote von 20,0 Prozent, von Investitionsquoten in das Betriebskapital von durchschnittlich 5,0 Prozent und einem Verhältnis von Abschreibungen zu Investitionen von rund 80,0 Prozent. Als Abzinsungsfaktor ziehe ich wiederum 12,0 Prozent pro Jahr als Standard heran und ich setze alle Werte für alle betrachteten Zeitabschnitte ein, inklusive Terminal Value.

Free Cashflow to Equity – Nettoverfahren: Auch hier rechne ich mit durchschnittlich 10,0 Prozent Zuwachs pro Jahr für die Nettoeinnahmen nach Steuern. Ich rechne weiterhin mit einer Nettoinvestitionsquote von 5,0 Prozent jährlich im Schnitt und Investitionen ins Betriebskapital von rund 5,0 Prozent im Jahr und zwar wiederum für alle Zeitabschnitte. Der Betrachtungszeitraum liegt hier ebenfalls bei zunächst 10 Jahren. Der Abzinsungsfaktor liegt hier ebenfalls bei 12,0 Prozent.

Ergebnis: Unter den oben beschriebenen Annahmen würden sich theoretische faire Werte von 519,65 US-Dollar für das Bruttoverfahren und 535,03 US-Dollar je Aktie für das Nettoverfahren ergeben. Wieder habe ich keine Sicherheitsmarge speziell berücksichtigt.

Für weitere Szenarien können die Variablen geändert werden. Beispielsweise kann man den Betrachtungszeitraum ändern und auf 20 Jahre ausdehnen. Damit hätte man faire Werte von 528,51 und 544,68 US-Dollar je Aktie für die beiden Verfahren berechnet. Die Veränderung im Vergleich zu den oben stehenden Ergebnissen wäre hier nur marginal. Eine Änderung der Wachstumserwartungen hätte folgende Effekte: Würde ich die langfristige Wachstumserwartung nur für den Terminal Value auf 5,0 Prozent ändern, würde man faire Werte von 220,84 und 210,01 US-Dollar je Aktie erhalten. Es lassen sich hier noch weitere Szenarien entwerfen, je nachdem welche Variablen man anpassen möchte.

Dividendendiskontierung

Dividendendiskontierung

Das Dividend Discount Model (DDM) ist ein einfaches Verfahren zur Bestimmung des theoretisch fairen Wertes einer Aktie. Es eignet sich gut für die Bestimmung des fairen Wertes von Dividendenaktien, geht aber von der Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes aus. Die zukünftigen Dividendenzahlungen werden mit einem Eigenkapitalkostensatz abgezinst (diskontiert). Man erhält so den fairen Wert der Aktie bzw. den gegenwärtigen Wert des Eigenkapitals je Aktie. Das Dividend Discount Model ist eine Unterform des Discounted Cash-Flow (DCF), wobei man hiefür die Dividende anstelle der Gewinne eines Unternehmens für die Berechnungen heranzieht. Für die Berechnung unterstelle ich den Dividenden ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, in meinem Fall 15 Jahre, sowie einen Terminal Growth, der auch als „ewige Wachstumsrate“ bezeichnet wird. Die so berechneten Dividendenerträge zinse ich mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab, das 1 Dollar heute mehr wert ist, als 1 Dollar in 15 Jahren. Die abgezinsten Dividenden je Aktie werden anschließend aufsummiert. Dazu gibt es hier noch einen Artikel auf finanzsenf.de.

Intuitive Surgical schüttet noch keine Dividenden aus und es ist nicht zu erwarten, dass in naher Zukunft Dividenden gezahlt werden. Darum erstelle ich ein Szenario über den möglichen Wert des Unternehmens unter der Annahme, dass ab 2019 Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet worden wären, rechne aber . Die Idee dahinter stellt eine theoretische Bewertung der Firma auf der Grundlage dar, welcher faire Wert je Aktie sich einstellen würde, wenn ein Teil der den Aktionären zustehenden Gewinne regelmäßig ausgeschüttet werden würde. In diesem Zusammenhang lassen sich eine Reihe von Annahmen prüfen. Dementsprechend sind alle folgenden Berechnungen rein hypothetisch und dienen lediglich zur Veranschaulichung, wie sich ein theoretisch fairer Wert in Abhängigkeit von den getroffenen Annahmen verändern würde und welche Annahmen erfüllt werden müssten, um einen fairen Wert nahe dem aktuellen Kurswert zu erhalten.

Ich rechne hier mit folgenden Annahmen: Ich gehe für das Jahr 2020 von Unternehmensgewinnen von rund 1.379,3 Mio. US-Dollar aus und rechne in einer ersten Annahme damit, dass rund 30 Prozent davon an die Aktionäre ausgeschüttet werden würden. Das entspricht in etwa Dividenden in einer Gesamthöhe von 413,79 Mio. US-Dollar.

Von den oben getroffenen Annahmen ausgehend, rechne ich mit einem Dividendenwachstum von relativ hohen 20,0 Prozent im Jahr über die nächsten 15 Jahre im Schnitt und mit einem Plus von 10,0 Prozent für den Terminal Value. Abgezinst wird alles mit 12,0 Prozent als Diskontierungsfaktor.

Ergebnis: Als Ergebnis erhält man einen theoretisch fairen Wert von 590,26 US-Dollar je Aktie aus Sicht der Dividendenausschüttungen. Hier könnte man beispielsweise auch eine Plausibilitätsprüfung aufstellen, indem man die gesamten, im Jahr 2035 als Terminal Value ausgeschütteten Dividenden heranzieht und unterstellt, dass Intuitive diese Dividenden als 50 Prozent seiner Gewinne ausschüttet. Bei Dividenden in Höhe von rund 7.012,8 Mio. US-Dollar, würde das Gewinne in Höhe von 14.025,6 Mio. US-Dollar bedeutet. Von 2019 aus gerechnet, würde das ein Gewinnwachstum von 15,6 Prozent pro Jahr bedeuten, ein aus meiner Sicht sehr hoher Wert um ihn tatsächlich zu erreichen.

Ein anderes Szenario könnte so aussehen, dass man als Investor 100 Prozent der erwirtschafteten Gewinne als sein Eigentum betrachtet und die erwirtschafteten Gewinne wie eine Ausschüttung betrachtet. Hier würden sich natürlich sehr konservative Annahmen über das Wachstum anbieten, da die Dividenden in jedem Jahr den Gewinnen entsprechen würden.

Wie aus der Aufstellung ersichtlich ist, hätte dieses vorgehen bei geringeren Wachstumsannahmen einen theoretisch fairen Wert von 227,31 US-Dollar je Aktie zur Folge. Eine weitere Variation die ich durchgespielt habe, war die Annahme eines durchschnittlichen Wachstums von 15,6 Prozent pro Jahr, in Anlehnung an das oben ermittelte theoretisch notwendige Gewinnwachstum und die Annahme eines Terminal Growth von 8,0 Prozent bei weiterhin 12,0 Prozent Abzinsungsfaktor. Das Ergebnis wäre ein theoretisch fairer Wert von rund 692,70 US-Dollar je Aktie.

Summe-der-Teile Analyse (SOTP)

Summe-der-Teile Analyse (SOTP)

Erläuterungen über die Summe der Teile Analyse sind hier auf der Seite Diyinvestor.de zu finden.

Die Summe-der-Teile-Analyse macht am ehesten bei Mischkonzernen und Konglomeraten Sinn, die klar voneinander getrennte Geschäftsbereiche vorweisen. Das Bewertungsverfahren basiert auf der separaten Bewertung und anschließenden Aufsummierung der Segmente.

Im Rahmen der SOTP Bewertung wird jedes Segment mithilfe von für das jeweilige Segment passenden Bewertungsverfahren bewertet. Diese Verfahren können entweder auf Basis der aktuellen Marktbewertung (Trading Multiples), kürzlicher Transaktionen (Transaction Multiples) oder auch eines intrinsischen Ansatzes (z.B. Earnings Power Value oder DCF) ermittelt werden. Über die Annahmen wird der Enterprise Value (EV) je Segment sowie für das Gesamtunternehmen ermittelt und anschließend die Nettoverschuldung (Schulden – Cash und Beteiligungen) vom EV ab, um den Wert des Eigenkapitals zu ermitteln. Daraus lässt sich der Wert je Aktie ermitteln, nachdem noch gegebenenfalls Korrekturen vorgenommen wurden.

Man kann eine Summer der Teile Analyse auch so aufstellen, dass man das Unternehmen als Summe der daraus bestehenden Unternehmen, ergo Töchter und anderer im Besitz befindlichen Firmen betrachtet. Aus der Bewertung dieser Einzelfirmen lässt sich dann schließen, ob das Gesamtunternehmen günstiger bewertet ist als seine einzelnen Bestandteile.

Für Intuitive könnte das beispielsweise so aussehen, dass man neben Intuitive auch die von ihm übernommenen Unternehmen bewertet. Intuitive Surgical hat bisher 4 Unternehmen übernommen: Orpheus Medical, die Sparte „Medical Applications“ von Luna Innovations, NeoGuide Systems und Computer Motion. Dazu kommt noch eine große Investition in Broncus Technologies und Luna Innovations wo Intuitive als führender Investor auftritt.

Aus diesen Teilen könnte man eine Summe der Teile Analyse mit Bezug auf „Teil“-Unternehmen erstellen. Leider konnte ich zu einigen dieser Firmen keine Daten finden die ich ohne erheblichen Aufwand auswerten könnte.

Zusammenfassung und Fazit

Zusammenfassung und Fazit

Das Unternehmen Intuitive Surgical, Inc. arbeitet in einem sehr gefragten und hoch innovativen Teilbereich der Medizintechnik, dem Bereich „Medical Robotics“. Hier konnte sich das Unternehmen nach meiner Einschätzung einen hervorragenden Ruf aufbauen und hat es geschafft seine Produkte global an den Markt zu bringen. Besonders gut gefallen mir in diesem Zusammenhang zwei Aspekte: Zum einen schafft es das Unternehmen sehr profitabel zu wirtschaften und regelmäßig wachsende Summen in Forschung und Entwicklung zu investieren, die allerdings sehr gut im Rahmen des machbaren liegen. Zum anderen ist das Geschäftsmodell sehr gut aufgestellt, da es sich nicht in erster Linie auf den Verkauf der Operationssysteme stützt, namentlich der Da Vinci Systeme, sondern ein kleiner Teil über Service-Leistungen erwirtschaftet wird und der Großteil der Umsätze aus dem Verkauf von Werkzeugen und Instrumenten für den Betrieb der Systeme generiert wird, was wiederkehrende Einnahmen für Intuitive bedeutet und somit eine bessere Planung erlaubt. In diesem Zusammenhang sehe ich beispielsweise die Ankündigung des Unternehmens als positiv, zukünftig günstigere und länger verwendbare Tools anzubieten. Der Grund für meine eher positive Einschätzung liegt in den für den Kunden geringeren Kosten und damit einem größeren Nutzen und einer höheren Akzeptanz der Systeme, was sich langfristig als positiv herausstellen könnte. Der Nachteil dürfte hauptsächlich darin liegen, dass diese Strategie kurzfristig die Margen des Unternehmens eher belastet. Aber ich werte dies auf lange Sicht auch als klaren Wettbewerbsvorteil für Intuitive Surgical. Ich sehe für das Unternehmen gerade mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung und zunehmende Automatisierung große Chancen sich hier zu profilieren. Außerdem könnten sich in Zukunft durch neue Produkte und die Weiterentwicklung bestehender Produkte große Chancen ergeben, die ein tüchtiges Management zu Nutzen wüsste. Was das Management angeht, gefällt mir der Gesamteindruck. Der CEO ist fachspezifisch hervorragend ausgebildet, was ebenfalls für den Rest des Managements gilt und besonders gern sehe ich die lange Betriebszugehörigkeit und die bereits langen Jahre, die der CEO sein Amt bereits bekleidet, ein Indiz für Kompetenz vor allem in Kombination mit den sehr guten Unternehmenszahlen. Negativ fällt hier der Chairman auf, der in seiner Karriere bereits in, nach meiner Auffassung, zu vielen unterschiedlichen Firmen und Fachbereichen tätig war. Der Grund für meine Skepsis liegt vor allem darin begründet, dass ich nicht davon ausgehe, dass ein Mensch in einer Vielzahl von Fachbereichen die gleiche Kompetenz aufweisen kann. Vor allem als Chairman, der mit dem Board of Directors immerhin die Aufgabe hat das Management zu kontrollieren, muss daher eine solide Qualifikation vorliegen um das gewährleisten zu können. Der schnelle Wechsel zwischen Firmen unterschiedlichster Branchen ist für mich daher ein Kritikpunkt. Wieder ein positiver Aspekt ist die hohe finanzielle Stabilität des Unternehmens, gestützt auf hohe Cash-Reserven, keine zinstragenden Schulden und nur sehr wenig Goodwill in der Bilanz. Die soliden Cashflows gefallen mir ebenfalls, mit dem einzigen Kritikpunkt, dass sich die operativen Cashflows nur knapp über den Gewinnen bewegen und nicht signifikant über den Gewinnen, was wünschenswert wäre.

Ein harter Kritikpunkt muss allerdings mit Blick auf die Investor Relations gemacht werden. Am 19. Oktober habe ich eine Email mit Fragen an die Investor Relations geschickt, ebenso am 30. Oktober. Bisher wurde darauf nicht geantwortet. Als möglicher Investor des Unternehmens muss ich es mit äußerster Kritik sehen, dass meine Fragen offensichtlich ignoriert wurden und man es von Unternehmensseite nicht für nötig befunden hat, mir eine Antwort zukommen zu lassen. Sollte sich hier doch noch eine Antwort von Firmenseite ergeben, werde ich das selbstverständlich noch nachträglich in den Artikel einfügen, aber die Kritik am Verhalten der Investor Relations bleibt bestehen.

Die Seite simplywall.st sieht in ihrer Bewertung des Unternehmens einen fairen Wert bei rund 447,57 US-Dollar je Aktie. Die Seite finanzen.net sieht hier ebenfalls eine Überbewertung und weist in ihrer Fundamentalanalyse ein Premium von 18,95 Prozent auf den aktuellen Kurs aus.

Fazit: Trotz der harten Kritik an den Investor Relations der Firma, gefällt mir das Geschäftsmodell und die Firma im Großen und Ganzen sehr gut. Um nochmal auf das Geschäftsmodell zu sprechen zu kommen, es gefällt mir sehr gut, dass hier ein substanzieller Teil der Umsätze mit dem „Verschleißmaterial“ für den Betrieb der OP Systeme erwirtschaftet wird. Jedes weitere in Betrieb genommene System vergrößert hier den Bedarf an Instrumenten und mit Blick auf den Globus, hat Intuitive hier noch ein enormes Potential das man heben kann. Darum suche ich bereits einen Einstiegspunkt für das Unternehmen. Mit Blick auf meine Bewertungen der Firma, wäre ein Aktienkurs um 600,00 US-Dollar je Aktie für mich ein wünschenswertes Ziel. Damit bewege ich mich außerhalb eines Bereiches den ich mit einer Sicherheitsmarge abdecken würde, aber es wäre mir eventuell sogar einen weiteren Aufschlag auf 600,00 US-Dollar wert das Unternehmen zu halten, eben weil ich das Geschäftsmodell als sehr attraktiv betrachten würde. Der genannte Wert von 600,00 US-Dollar würde das Unternehmen unter sonst gleichen Bedingungen und der vorhandenen Ertrags- und Innovationskraft, sowie nicht grundsätzlich schlechteren Wachstumserwartungen als sehr günstig zu bekommen erscheinen lassen.

Ich hoffe die Analyse war interessant zu lesen

Peter Merkle

Weitere Analysen gibt es hier.

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