Honeywell International Inc. – Aktienanalyse

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Viel Spaß beim Lesen der Honeywell Aktienanalyse

Gliederung

  • 1. Übersicht
    • 1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell
    • 1.2 News
    • 1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe
    • 1.4 Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite)
    • 1.5 Segmente und Umsatzverteilung
    • 1.6 Wichtige Kennzahlen
    • 1.7 Aussichten
    • 1.8 Einteilung nach Peter Lynch
    • 1.9 Levermann-Score
    • 1.10 Piotroski F-Score
  • 2. Detailanalyse
    • 2.1 SWOT-Analyse
    • 2.2 Bewertungsverfahren
      • 2.2.1 Bewertung der Managementleistung
      • 2.2.2 Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis
      • 2.2.3 Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis
      • 2.2.4 Gewinnrenditendiskontierung
      • 2.2.5 Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)
      • 2.2.6 Dividendendiskontierung
      • 2.2.7 Summe-der-Teile Analyse (SOTP)
    • 2.3 Zusammenfassung und Fazit

1. Übersicht

1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell – Honeywell International, Inc.

Das Unternehmen Honeywell International, Inc. ist ein international tätiger Mischkonzern aus den vereinigten Staaten von Amerika, mit Hauptsitz in Morristown, New Jersey. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens umfasst eine Reihe von unterschiedlichen Branchen. Honeywell ist in der Luft- und Raumfahrt, sowie der Verteidigung aktiv, Gebäude und Städte, Chemikalien und Materialien, Industrie und Produktion, Verkauf, Sicherheitslösungen, Sportwaren und Lieferketten. Das Unternehmen selbst fasst seine Tätigkeiten in insgesamt vier Kategorien zusammen, in Aerospace, Building Technologies, Performance Materials and Technologies und Safety and Productivity Solutions. In diesen Segmenten werden auch die Umsätze berichtet. Das Angebot umfasst eine breit diversifizierte Palette von Produkten , von denen die meisten als Komponenten für Produkte anderer Unternehmen verwendet werden. Honeywell ist heute unter der ISIN US4385161066 an der New York Stock Exchange notiert und ist im S&P 500 Index gelistet mit einer Marktkapitalisierung von ca. 120,3 Mrd. USD.

Gegründet wurde die Firma bereits 1885, von dem Amerikaner mit schweizer Wurzeln, Albert Butz, als Butz Thermo-Electric Regulator Co. in Minneapolis. Ein Unternehmen, dass sich der Herstellung von Ofenregelanlagen widmete, zur Regelung der Gebäude-Innentemperatur. Im Jahr 1898 übernahm William Sweatt, ein Geschäftsmann, der 1891 in die Firma eingetreten war, den Betrieb und die Leitung. Mit dem Bau der ersten eigenen Fertigungsstätte in Minneapolis 1912, benannte sich das Unternehmen in Minneapolis Heat Regulator Co. um und erhielt 1927 über eine Fusion mit der Honeywell Heating Specialties Co. zur nun börsennotierten Minneapolis-Honeywell Regulator Company, Verstärkung durch den Automatisierungspionier Martk C. Honeywell. Diese Entscheidung war auch begründet durch das hohe Wachstum des Markts für Haushaltsheizungen, das immer mehr Konkurrenten in dieses Geschäft lockte. Beide Unternehmen stellten komplementäre, teilweise konkurrierende Produkte her und befanden sich zum Zeitpunkt der Fusion einem Rechtsstreit über Patente. Der Zusammenschluss gab dem Unternehmen die Ressourcen, um auch nach dem Börsencrash von 1929 zu expandieren, und markierte den Beginn eines Jahrzehnts der Akquisition und des Wachstums. In den zehn Jahren nach der Fusion mit Honeywell im Jahr 1927, hatte Minneapolis-Honeywell seine Mitarbeiterzahl und seinen Umsatz verdreifacht.

1931 kaufte Minneapolis-Honeywell, Time-O-Stat Controls Corporation durch einen Austausch von Aktien und in den 1950er Jahren, begann die Firma mit der Expansion in die Bereiche Computer, sowie Luft- und Raumfahrt. Mit der Entwicklung seines ersten Autopiloten bereits 1941, war Minneapolis-Honeywell schon technologisch führend. Ab 1963 begann das US-Verteidigungsministerium mit dem Aufbau des computergesteuerten Verteidigungssystems WIMEX, auch Worldwide Military Command and Control System (WWMCCS) genannt, dessen Netzwerk auf Rechnern von Honeywell basiert. Das Unternehmen war an jeder amerikanischen Weltraummission beteiligt und lieferte digitale Flugsteuerungssysteme sowie Anzeige- und Leistungsmonitore für das Space Shuttle. Es gab im 20 Jahrhundert immer wieder Akquisitionen, Geschäftssparten wurden gekauft und teilweise verkauft, so dass Honeywell einem permanenten Prozess der Veränderung unterworfen war. 1989 lagerte Honeywell seine Waffenproduktion in den eigens dafür gegründeten Konzern Alliant Techsystems aus. Alliant ist heute der größte Produzent von Landminen und Munition. Seit 1999 ist die Ottawa-Konvention zur Ächtung von Antipersonenminen zwar in Kraft, aber die größten Minenherstellerstaaten, darunter auch die USA, haben diese Konvention nicht ratifiziert. Wegen seiner Teilhabe an der Waffenproduktion, insbesondere während des Vietnamkrieges, stand Honeywell immer wieder im Zentrum harter Kritik.

1999 wurde Honeywell von AlliedSignal aufgekauft, wobei das Unternehmen seit dieser Fusion unter dem bekannteren Namen Honeywell firmiert. Durch diese Fusion wurde Honeywell zu einem der größten Unternehmen weltweit. Neben dem Chemiegeschäft war AlliedSignal auch in der Luft- und Raumfahrt tätig und stellte Satellitenflugsteuerungssysteme sowie Telemetriedaten- und -verarbeitungssysteme her. Ende 1999 erwarb Honeywell die Pittway Corp., wodurch Notifier, ein Hersteller von intelligenten Brandmeldern, ein Teil der Honeywell Life Safety Group wurde. Im Jahr 2000 kam Honeywell in Schwierigkeiten, als die Europäische Kommission den Kauf von Honeywell durch General Electric ablehnte, aufgrund kartellrechtlicher Bedenken. Im Jahr 2005 kaufte Honeywell den Britischen Mischkonzern Novar mit dessen Marken Esser, Ackermann und TREND. Die deutschen Novar-Standorte Neuss und Albstadt sind im Honeywell-Konzern verblieben. Hier werden Produkte der Sicherheitstechnik entwickelt und produziert. Der Rest des Novar-Konzerns wurde weiterverkauft. Anfang 2006 kaufte Honeywell den britischen Konzern First Technologies, zu dem auch die Firmen City Tech, BW, MST und EnviteC-Wismar gehören, die vorwiegend im medizintechnischen Bereich arbeiten.

Im Oktober 2010 hat Honeywell die in Lüdenscheid ansässigen Paul Hochköpper GmbH & Co. KG (Peha), einen führenden Hersteller von Gebäudesystemtechnik und Elektroinstallationslösungen, zu 100 % übernommen. Die deutsche Firma wurde in den Geschäftsbereich „Automation und Kontroll-Lösungen“ eingegliedert. Besonders interessant für Honeywell war offenbar das Know-how der Peha im Bereich neuer Technologien und innovativer Lösungen zur Energieeinsparung. Die in Werne ansässige Schalter- und Steckdosenproduktion wurde in das Peha-Hauptwerk nach Lüdenscheid und in ein Werk in Asien verlagert. Das Werk in Werne wurde Ende Oktober 2011 geschlossen. 2015 übernahm Honeywell von Merck aufgrund von Kartellauflagen Sigma-Aldrichs europäisches Geschäft mit Lösungsmitteln und anorganischen Stoffen. Dazu wurde hier ein Artikel auf prnewswiere.com gefunden. Zum Januar 2016 wurde die Übernahme der Elster Group abgeschlossen. Ende 2018 wurde der Homes Geschäftsbereich unter dem Namen Resideo abgespalten und Ende 2018 wurde der Transportation Geschäftsbereich abgespalten und firmiert unter dem Namen Garrett.

Ein tieferer Einblick in die Geschichte von Honeywell, Inc. ist hier auf encyclopedia.com zu finden.

Logo von Sigmar Aldrich, einem großen Lieferanten von Grund- und Spezialchemikalien

Hier noch einmal die wichtigsten Ereignisse kurz zusammengefasst:

1883: Dämpferklappe wird von Albert Butz erstellt.
1909: Erster geregelter Thermostat wird angelegt.
1927: Die Gesellschaft wurde als Minneapolis-Honeywell Regulator Company gegründet.
1941: Honeywell wird während des Zweiten Weltkriegs zu einem wichtigen Verteidigungsunternehmen.
1950-1959: Die Fortschritte von Honeywell bei Mikroschaltern veranlassen das Unternehmen, in den Computermarkt einzusteigen.
1967: Die Computer-Sparte weist erstmals einen Gewinn aus.
1988: Das Unternehmen konzentriert sich auf seine Luft- und Raumfahrtabteilungen, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern.
1999: AlliedSignal und Honeywell fusionieren.
2000: Die Übernahme von Honeywell durch General Electric wird von der Europäischen Union abgelehnt.

Heute ist Honeywell, Inc. ein typisches Unternehmenskonglomerat und bietet in einer großen Anzahl an Segmenten und Branchen seinen Kunden Produkte und Dienstleistungen an. Die Liste ist für ein Unternehmen dieser Größe und Produktbreite sehr umfangreich.

Gasturbine vom Typ Honeywell AGT 1500 – Hauptantrieb amerikanischer M1 Abrams Panzer; Die Eigenschaft „von Diesel bis Chanell Nummer 5“, mit allem betankt werden zu können, wird ihnen zugeschrieben. defensworld.net

Auszug der Segmentzusammensetzung aus dem Jahresbericht von Honeywell International, Inc. – 2018
  • Im Segment Aerospace, bietet Honeywell Dienstleistungen und Software an und fertigt verschiedene Produkte wie Triebwerke und Triebwerksteile für die kommerzielle und militärische Luftfahrt, Navigationshardware und -Software, Antriebs- und Kommunikationssysteme, Satelliten- und Raumfahrtkomponenten, Beleuchtungseinrichtungen, aber auch Turbolader für Kraftfahrzeuge, sowie andere Produkte. Das Angebot umfasst auch Helicopter für unterschiedliche Einsatzzwecke und Komponenten für eine Reihe militärischer Nutz- und Einsatzfahrzeuge, ebenso die Angebote rund um Logistik und Transport. Flugzeugantriebsmotoren, Hilfsaggregate, Umweltkontrollsysteme, integrierte Avionik, elektrische Energiesysteme, Hardware für die Triebwerkssteuerung, Flugsicherheit, Kommunikation und Navigation, Satelliten- und Weltraumkomponenten, Räder und Bremsen von Flugzeugen, Turbolader und Wärmesysteme. Die Software umfasst Triebwerkssteuerungen, Flugsicherheits-, Kommunikations-, Navigations-, Radar- und Überwachungssysteme, Internetkonnektivität und Flugzeuginstrumentierung. Kunden erhalten Dienstleistungen für die Reparatur, Überholung, Nachrüstung und Modifikation von Antriebsmotoren, Hilfsaggregaten, Avionik- und mechanischen Systemen sowie Flugzeugrädern und -bremsen.
  • Im Segment Building Technologies werden Produkte, Softwarelösungen, Dienstleistungen und Technologien angeboten, wie Steuerungen und Anzeigen für Heizung, Kühlung, Raumluftqualität, Lüftung, Befeuchtung, Verbrennung, Beleuchtung und Heimautomation. Sensoren, Schalter, Steuersysteme und Instrumente zum Messen von Druck, Luftstrom, Temperatur und elektrischem Strom; Zugangskontrolle; Videoüberwachung; Feuermelder; Fernüberwachungssysteme für Patienten; Installation, Wartung und Aufrüstung von Systemen, die Gebäude sicher, komfortabel und produktiv machen. Die Software umfasst die Überwachung und Verwaltung von Heizung, Kühlung, Raumluftqualität, Lüftung, Befeuchtung, Verbrennung, Beleuchtung und Heimautomation. fortschrittliche Anwendungen für die Steuerung und Optimierung von Wohnhäusern / Gebäuden; Videoüberwachung; und Unterstützung von Fernüberwachungssystemen für Patienten. Installation, Wartung und Modernisierung von Produkten für gewerbliche Gebäudeanwendungen zum Heizen, Kühlen, Aufrechterhalten der Raumluftqualität, Belüftung, Befeuchtung, Verbrennung, Beleuchtung, Videoüberwachung und Brandschutz.
  • Das Segment Performance Materials and Technologies umfasst Produkte wie Katalysatoren, Absorptionsmittel, Ausrüstungen und Hochleistungsmaterialien, Geräte zum Messen, Regeln, Steuern und Messen von Gasen und Elektrizität sowie Mess- und Kommunikationssysteme für Wasserversorger und die Industrie. Es wird Software zur Unterstützung von Prozesstechnologien zur Unterstützung der Automatisierung und zur Überwachung einer Vielzahl industrieller Prozesse bereitgestellt, die in Branchen wie Öl und Gas, Chemie, Petrochemie, Metalle, Mineralien und Bergbau eingesetzt werden. Dienstleistungen werden für die Installation und Wartung von Produkten erbracht. Eine Reihe von Produkten werden auch von der Leiterplattenindustrie benötigt.
  • Das Segment Productivity Solutions besteht aus Angeboten rund um den Schutz von Personal, für Lieferketten und Lagerung sowie der Datenerfassung und dem Produktionsprozessmanagement. Zu den Produkten gehören persönliche Schutzausrüstungen und Schuhe, Gasdetektionsgeräte, mobile Computer, Datenerfassungs- und Thermodruckgeräte, Automatisierungsgeräte für die Lieferketten- und Lagerautomation sowie kundenspezifische Sensoren, Schalter und Steuerungen. Kunden erhalten Software und Lösungen für die Automatisierung der Lieferkette und des Lagers, für die Verwaltung von Daten und Assets zur Steigerung der Produktivität sowie für die Verarbeitung, Datenerfassung und den Thermodruck.

Das Unternehmen betreibt außerdem eine Softwareplattform, die Honeywell unter der Kategorie Enterprise Performance Management für die Betriebstechnologie zusammenfasst. Dabei handelt es sich um eine industrielle Internet-of-Things-Plattform, die das Unternehmen „Honeywell Forge“ getauft hat. Diese nutzt das Know-how des Unternehmens zur Asset- und Prozesssteuerung und kombiniert es mit Analysen, Artifical Intelligence (AI) und Daten. Dazu wurde hier ein Artikel auf zdnet.com gefunden. Diese Schmiede umfasst Lösungen für Luft- und Raumfahrt, Gebäudetechnik, Cybersicherheit, Industrie und Arbeitskräftemanagement, indem Daten großflächig eingesammelt, verarbeitet und ausgewertet werden. Daraus kann das Unternehmen Lösungen für mehr Effizienz erarbeiten und seinen Kunden bei der Optimierung von Prozessen zur Seite stehen.

Aktuell arbeitet Honeywell daran, zu einem großen Software-Industrieunternehmen zu werden, was im Jahresbericht 2018 unterstrichen wurde.

Auszug aus der Investor Conference Presentation 2019

Honeywell vereint unter seinem Dach eine Reihe assoziierter Unternehmen oder Tochterfirmen:
Honeywell Aerospace; Honeywell Automation & Control; Honeywell Industrial Control; Honeywell Mesurex Corp.; Honeywell Transportation & Power; Honeywell Consumer Products; Honeywell Sensing and Control; Honeywell DMC SVC Inc., Honeywell Friction Materials; Honeywell Federal Systems Inc.; Honeywell Finance Inc.; Honeywell Asia Pacific Inc. (Hong Kong); Honeywell Ltd. (Canada); Honeywell Europe S.A.; Tata Honeywell Ltd. (India, 50%); GoldStar-Honeywell Co., Ltd. (South Korea, 50%).

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Management:

Darius E. Adamczyk

Amtierender Chief Executive Officer (CEO) und Vorstandsvorsitzender von Honeywell International, Inc. ist der 1966 in Polen geborene Amerikaner Darius Adamczyk. Er immigrierte 1977 in die vereinigten Staaten, ohne Sprachkenntnisse. Das deutet auf einen sehr ausgeprägten Leistungswillen hin. Seinen jetzigen Posten als Vorstandsvorsitzender trat er im April 2018 an, CEO ist er bereits seit März 2017, eine Position die er von David Cote übernahm. Seit 2008, als er im Zuge der Übernahme von Metrologic, Inc., dessen ‚CEO er war, zu Honeywell kam, hatte er verschiedene leitende Positionen inne, Zum Beispiel als Präsident und CEO von Honeywell Performance Materials and Technologies Sparte. Seine Karriere begann er als Elektroingenieur bei General Electric. Er hat einen Bachelor in Elektrotechnik und Computertechnik von der Michigan State University, einen Master-Abschluss in Computertechnik der Syracuse University und einen MBA der Harvard University. Da er seine Position als CEO erst seit kurzem inne hat, kann man über seine Qualitäten als Firmenleiter noch kein abschließendes Urteil bilden. Da er aber bereits leitende Positionen ausgefüllt hat, kann man das als Indiz für gute Leistung werten, denn kein Teilbereich unter seiner Leitung zeigte während seiner Amtszeit eine signifikant schlechtere Leitung. Sein Profil auf Bloomber ist hier zu finden.

Sein Gehalt betrug zuletzt rund 19,2 Mio. USD und ist in den letzten Jahren entsprechend der Unternehmensperformance gestiegen. Seine Kompensation enthält zwar Aktienoptionen, das Volumen beläuft sich allerdings auf „nur“ 3,2 Mio. USD und ist sein 3 Jahre rückläufig. Dafür wird er überproportional mit Aktien bezahlt. Das waren 2018 rund 9,6 Mio. USD in Aktien mit eingeschränktem Verfügungsrecht. Aktienoptionspläne werden aufgrund des direkten Bezuges zur Aktienkursentwicklung als durchaus problematisch betrachtet, da ihnen eine kurzfristige Leistungsbeurteilung von Führungskräften unterstellt werden kann. Kritiker bezeichnen die mittels Aktienoptionsplänen geschaffenen Anreizstrukturen als nicht genügend nachhaltig, da sie vorwiegend auf kurzfristige Kurssteigerungen abzielen würden (Gabler Wirtschaftslexikon, online). Nachteile können beispielsweise aus Fehlentscheidungen resultieren, die auf die kurzfristige Erhöhung des Börsenkurses abzielen. Damit verbunden sind riskantere Entscheidungen, die nicht zwingend höhere Erträge für das Unternehmen einbringen. Über Vergütungssysteme finden Sie hier weitere Informationen.

Bei Honeywell gibt es für jede der fünf Hauptbereiche einen CEO, die hier kurz vorgestellt werden sollen:

Que Dalara, President and CEO, Connected Enterprise. Sie leitet den Bereich Software-Innovation, einschließlich IoT-Lösungen, Datenanalyse und Entwicklung neuer Geschäftsbereiche

Rajeev Gautam, President and CEO, Performance Materials and Technologies.

Vimal Kapur, President and CEO, Building Technologies. Er leitet die Entwicklung von Produkten, Software und Technologien, die in mehr als 10 Millionen Gebäuden weltweit zu finden sind und dafür sorgen, dass die Einrichtungen sicher, energieeffizient, nachhaltig und produktiv sind.

Tim Mahoney, President and CEO Aerospace. Er leitet die Luftfahrt und Raumfahrtabteilung von Honeywell mit ihren Schwerpunkten Luftverkehr und Regionalverkehr, Geschäfts- und allgemeine Luftfahrt sowie Verteidigung und Raumfahrt.

John Waldron, President and CEO, Safety and Productivity Solutions. Er trägt die Verantwortung für Technologien des Unternehmens die zur Unterstützung der Produktivität und Sicherheit von mehr als einer halben Milliarde Arbeitnehmern weltweit genutzt werden.

1.2 News – Honeywell International, Inc.

27.09.2019 Der Artikel „Rising Energy Sector Cyber Attacks Being Repulsed By Agile Platforms, Says Honeywell Executive“ erschien hier im Forbes Magazine. Die Risiken für die Betriebstechnologie (OT) und das industrielle Internet der Dinge (IIoT) des Energiesektors sind „weit verbreitet und steigen“, was Anlass zur Sorge geben dürfte, so ein leitender Angestellter von Honeywell, der für die weltweite Automatisierung der Softwareindustrie und die Steuerung der Cybersicherheit zuständig ist.

25.09.2019 Ein Artikel mit dem Titel „Aktie von Honeywell: Kurs mit wenig Bewegung“, erschien hier auf ariva.de. An der US-amerikanischen Börse ist die Aktie von Honeywell (Honeywell-Aktie) gegenwärtig unauffällig. Außerdem stellt Honeywell seine neue Softwareplattform zur Vereinfachung, Stärkung und Skalierung der industriellen Cybersicherheit vor.

30.08.2019 Unter dem Titel“Honeywell Suite mit Gebäudeintegrations- und Cyberlösungen verbessert Effizienz, Datenanalysen und Kontrolle“ erschien hier ein Artikel auf recknagel-online.de. Honeywell präsentiert die nächste Generation des Enterprise Building Integrator (EBI), der Command and Control Suite (CCS) und des Digital Video Manager (DVM). Die Lösungen bauen auf der Plattform Honeywell Forge for Buildings auf.

29.08.2019 Im Wall Street Journal erschien hier ein Artikel unter dem Titel „Honeywell Won’t Face SEC Charges Related to Asbestos Accounting“. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr seine Asbestverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Bendix, seinem früheren Geschäft mit Fahrzeugbremsen, erhöht. Honeywell International Inc. sagte, die Wertpapieraufsichtsbehörden hätten beschlossen, keine Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Untersuchung der Bilanzierung von asbestbedingten Verbindlichkeiten zu ergreifen.

23.08.2019 Honeywell, Inc. wird hier in einem Artikel auf Bloomberg erwähnt, der unter dem Titel “ A manufacturing recession Is here. Now what?“ erschien. Die Eskalation der Handelsspannungen zwischen den USA und China hat das amerikanische verarbeitende Gewerbe an den Rand einer Rezession gedrängt, und es gibt wenig, was es davon abhält, über die Grenze zu fallen. Eine vorläufige IHS Marktanzeige für die Fabrikaktivität wurde veröffentlicht.

26.06.2019 Honeywell startet neues ergebnisbasiertes Serviceprogramm für Distributionscenter-Kunden.

18.06.2019 Honeywell hat seine Quartalszahlen für das 2. Quartal 2019 veröffentlicht. Das Unternehmen erzielte im 2. Quartal 2019 einen Gewinn von 2,10 USD je Aktie bei einem Umsatz von 9,2 Mrd. USD. Die Konsensgewinnschätzung betrug 2,08 USD je Aktie bei einem Umsatz von 9,4 Mrd. USD. Die Earnings Whisper-Zahl betrug 2,11 USD pro Aktie. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,3% zurück. Die Meldung erschien hier auf earningswhispers.com.

Auszug aus dem Quartalsbericht Q2 2019

03.06.2019 Honeywell schließt ein unprofitables Werk in St. Asaph in Denbigshire. Die Meldung erschien hier auf BBC News.

15.01.2019 In einem Artikel hier auf The Motley Fool, wurde Honeywell erwähnt. Der Artikel wurde unter dem Titel „Fusions-Monitor KW1: Shell diversifiziert, Honeywell kauft groß in Deutschland zu, Reederei CMA CGM will der Hapag-Lloyd wegsegeln“ veröffentlicht.

Weitere Meldungen können hier auf simplywallstreet.com eingesehen werden.

1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe – Honeywell International, Inc.

Honeywell International, Inc. ist ein sehr großes und bedeutendes Unternehmen. Daher finden sich unter seinen Aktionären viele große institutionelle Anleger, die vergleichsweise große Positionen an Unternehmensaktien halten.

Unter den großen Investoren finden sich Namen wie die Vanguard Group, Inc., BlackRock fund Advisors und T. Rowe Price Associates, Inc., sowie JPMorgan Investment Management, Inc. Insgesamt werden aktuell 77% aller ausstehenden Aktien von Institutionen gehalten. Rund 23% der Aktien befinden sich im öffentlichen Umlauf, weniger als 1% wird von Insidern des Unternehmens gehalten. Betrachtet man das aktuelle Kauf- und Verkaufverhalten, stellt man fest, dass aktuell besonders die Institutionen in höherem Maße Verkäufe tätigen. Daten dazu finden sich hier auf morningstar.com.

Honeywell schüttet regelmäßig Dividenden aus, zuletzt 3,04 USD je Aktie für das Gesamtjahr 2018. Die Dividende wird einmal pro Quartal ausgeschüttet und zuletzt wurden rund 33% der Gewinne an die Anteilseigner ausgeschüttet.

Im Dezember 2017 genehmigte der Verwaltungsrat den Rückkauf von bis zu 8 Mrd. USD an Stammaktien von Honeywell, darunter auch Beträge, die unter dem zuvor genehmigten Aktienrückkaufprogramm verbleiben und dieses ersetzen. Zum 31. Dezember 2018 standen noch 3,7 Mrd. USD für zusätzliche Aktienrückkäufe zur Verfügung. Honeywell geht derzeit davon aus, von Zeit zu Zeit ausstehende Aktien zurückzukaufen, besonders wenn sich attraktive Gelegenheiten ergeben.

Auszug aus dem Jahresbericht 2018

Weitere Informationen rund um die Dividenden von Honeywell gibt es hier auf mydividends.de.

1.4 Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite) – Honeywell International, Inc.

Da es sich bei Honeywell um einen Mischkonzern handelt, ist es schwer hier eine taugliche Peer Group zu finden.

UnternehmenGesamtkapital
-rendite
EV/EBITReturn on
Capital
Earnings Yield
Honeywell International, Inc.11,9%16,4112,2%6,1%
3M Co.13,0%16,447,5%6,1%
General Electric Co.-5,8%-7,2-34,3%-14,0%
United Technologies Corp.4,1%17,175,4%5,9%
MTU Aero Engines AG6,6%20,061,6%5,0%
Boeing Co.4,2%40,144,6%2,5%
Safran SA5,4%21,170,2%4,7%
L3 Technologies, Inc.7,6%19,984,7%5,0%

Um einen besseren Vergleich der Peer Group untereinander ziehen zu können, verwende ich hier mehrere Kennzahlen, darunter die Gesamtkapitalrendite, das Enterprise Value zu EBIT-Verhältnis, mit dem sich Unternehmen einer Branche gegeneinander vergleichen lassen (je niedriger die Zahl desto günstiger ist das Unternehmen im Verhältnis zu seiner operativen Ertragskraft) und die Kennzahlenkombination Return on Capital (Kapitalrendite; ROC) und Earnings Yield (Gewinnrendite; EY) nach der Berechnungsmethode von Joel Greenblatt, die Bestandteil seiner „Börsenzauberformel“ sind. Mit der kombinierten Betrachtung dieser beiden Kennzahlen, lässt sich die aktuelle Leistung des Unternehmens (ROC) gegen seine aktuelle Bewertung (EY) vergleichen. Eine Methode der Preis/Leistungs-Berechnung für Aktiengesellschaften.

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1.5 Segmente und Umsatzverteilung – Honeywell International, Inc.

Honeywell ist global aktiv und berichtet in insgesamt 4 Segmenten, die das Unternehmen in 18 Untersegmente einteilt. Die Verteilung der Umsätze nach Segmenten gliedert sich wie folgt:

Im Luft- und Raumfahrtsektor verdient Honeywell den größten Teil seiner Umsätze, rund 37%. Allerdings sind die Segmente Aerospace, Building Technologies und Performance Materials and Technologies von vergleichbarer Größe.

Mit rund 57% der Umsätze, wird das meiste Geld in den vereinigten Staaten verdient, gefolgt von Europa mit rund 24%.

Umsatzentwicklung: Die Entwicklung der Umsätze zeigt, dass Honeywell gerade in wirtschaftlich schwächeren Zeiten, wie beispielsweise während der Finanzkrise 2008 bis 2009, einen großen Rückgang der Umsätze verkraften musste. Zwar sind die Umsätze anschließend wieder schnell auf das alte Niveau gestiegen, aber mann kann auch hier zeitweise, kleinere Schwächephasen erkennen.

1.6 Wichtige Kennzahlen – Honeywell International, Inc.

Verschuldungsgrad

GeschäftsjahrEigenkapital-quoteFremdkapital-quote
201831,8%68,2%
201728,0%72,0%
201636,1%63,9%
201537,4%62,7%
201439,1%60,9%
201338,7%61,3%
201231,2%68,8%
201127,4%72,6%
201028,5%71,5%
200924,9%75,1%

Der Zinsdeckungsgrad durch das operative Ergebnis, lag zuletzt bei einem Faktor von 18,4x, womit die anfallende Zinslast sehr gut gedeckt ist. Das Current Ratio, oder Liquidität 3. Grades, lag bei 1,19, das Quick Ratio, oder Liquidität 2. Grades, bei 0,96.

Entwicklung des langfristigen Fremdkapitals: Die Eigenkaitalquote von Honeywell lag in den vergangenen 10 Jahren nie über 40%. Das Unternehmen arbeitet durchgehend mit großen Mengen Fremdkapital. Allerdings ist der Fremdkapitalanteil seit 208 wieder stark zurück gegangen.

Entwicklung der liquiden Mittel: Die liquiden Mittel haben sich sehr gut entwickelt und ein Großteil des Fremdkapitals ist durch diese gedeckt, was die Gefahr eines höheren Anteils an zinstragendem Fremdkapital stark reduziert.

Der Effekt einer Plötzlichen Zinserhöhung auf das Fremdkapital von +2% effektivem Jahreszins, hätte im Jahr 2018 einen negativen Einfluss auf den Gewinn vor Steuern von -8,7% bewirkt. Damit ist das Risiko eines schnellen Zinsanstiegs relativ gering einzuschätzen.

Anzahl ausstehender Aktien

GeschäftsjahrAusstehende Aktien
in Mio. Stück
Veränderung
2018753,0-2,5%
2017772,1-0,4%
2016775,3-1,8%
2015789,3-0,7%
2014795,2-0,3%
2013797,3+0,7%
2012791,9+0,04%
2011791,6+1,4%
2010780,9+3,3%
2009755,7+1,6%

Seit 2014 ist die Anzahl ausstehender Aktien konstant rückläufig.

Operative Marge

GeschäftsjahrUmsäte
in Mio. USD
EBIT
in Mio. USD
operative
Marge
201841.8026.70516,0%
201740.5346.30315,6%
201639.3026.05115,4%
201538.5816.82817,7%
201440.3065.83114,5%
201339.0555.50114,1%
201237.6654.15611,0%
201136.5292.5747,1%
201032.3503.0119,3%
200929.9512.3687,9%

Das Margenhoch war im Jahr 2015 mit rund 17,7%. Aktuell liegt die operative Marge, bezogen auf die letzten Unternehmensergebnisse, bei 17,0%. Weitere Kennzahlen können hier auf gurufocus.com gefunden werden.

Entwicklung der operativen und der Netto-Marge:

Free Cashflows

GeschäftsjahrFree Cashflows
in Mio. USD
Veränderung
in %
20185.606+13,6%
20174.953+12,1%
20164.403-1,0%
20154.446+11,5%
20143.986+17,7%
20133.388+28,7%
20122.633+29,4%
20112.035-42,7%
20103.552+6,4%
20093.337+17,8%

Das Unternehmen konnte, von wenigen Ausnahmen abgesehen, seine freien Kapitalflüsse regelmäßig steigern und auf einem konstant hohen Niveau halten.

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Buchwert

GeschäftsjahrBuchwert
in Mio. USD
Veränderung
in %
201818.358+10,2%
201716.665-14,7%
201619.547+6,1%
201518.418+3,6%
201417.784+1,2%
201317.579+34,6%
201213.065+19,8%
201110.902+1,1%
201010.787+20,2%
20098.971+23,4%

Entwicklung Gesamt- und Eigenkapital: Mit Ausnahme 2017, hat sich der Buchwert, also das Eigenkapital der Firma, stetig nach oben entwickelt. Der Einbruch 2017, mit annähernd -15%, ist allerdings markant. In einem Artikel des Handelsblatts über die Siemens AG zu dieser Thematik, der unter dem Titel „Aufschwung mit Schönheitsflecken“ veröffentlicht wurde, wird unter anderem die Honeywell, Inc. erwähnt. Der Artikel ist hier zu finden.

Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis

Geschäftsjahr Dividenden
in USD/Aktie
Earnings
per Share
KGV
20183,04 USD8,98 USD14,5
20172,83 USD2,21 USD70,7
20162,53 USD6,39 USD18,4
20152,22 USD6,23 USD17,0
20141,93 USD5,50 USD18,5
20131,73 USD5,07 USD18,3
20121,58 USD3,80 USD17,0
20111,41 USD2,69 USD20,5
20101,25 USD2,67 USD20,4
20091,13 USD2,94 USD13,7

Das mittlere KGV von Honeywell, lag im Zeitraum der letzten 10 Jahre bei rund 18,1.

Entwicklung des KGV und des KBV:

Entwicklung der Dividenden und der Gewinne je Aktie: Die Dividenden von Honeywell haben sich konstant gut entwickelt, obwohl die Stabilität nicht ganz ausreichend ist, um in den Dividendenadel aufgenommen zu werden. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei etwa 1,9%.

1.7 Aussichten – Honeywell International, Inc.

Unternehmensspezifisch:

Honeywell International, Inc. erwartet für das 3. Quartal 2019 ein Umsatzwachstum von (2 bis 4)%. Die Erwartungen für die Gewinne je Aktie liegen zwischen 1,97 und 2,02 USD je Aktie, was einem erwarteten Zuwachs von (4 bis 6)% entspricht. Für seine Segmente Aerospace, Building Technologies und Process Solutions, erwartet Honeywell weiter konstante Zuwächse, aber auch einen stärkeren Gegenwind bei Productivity Products. Die Erwartungen gehen auch in Richtung steigender Margen des Unternehmens.

Auszug aus der Investor Conference Presentation 2019

Für das Gesamtjahr 2019 erwartet das Unternehmen ein organisches Wachstum von (3 bis 6)%. Die Gewinne je Aktie sollen zwischen (8 bis 10)% im Jahr 2019 wachsen.

Analysten erwarten für das laufenden Geschäftsjahr 2019 zunächst einen Rückgang bei Umsätzen und Gewinnen im Vergleich zu 2018. Bis 2021 erwartet man allerdings wieder eine Erholung der Finanzergebnisse. Der Buchwert soll indessen weiter wachsen und die finanzielle Stabilität wird weiter in einem guten Bereich erwartet, in dem das Unternehmen aktuell in keine finanziellen Schwierigkeiten geraten sollte. Die Margen werden leicht ansteigend erwartet.

Unter Berücksichtigung weiterer Schätzungen, wie hier die Veröffentlichungen auf finanzen.net, gehen die Analysten bis 2023 von einem mittleren Zuwachs der Gewinne je Aktie von rund 4,9% p.a. aus. Im Großen und Ganzen gehen die Erwartungen von einem stabilen Geschäft aus, auch wenn die aktuelle Marktlage die Erwartungen getrübt und mehr Vorsicht am Aktienmarkt verursacht hat.

Dazu konnte hier auf seekingalpha ein Artikel gefunden werden, der unter dem Titel „Honeywell: Promising, But With Higher Volatility Of Late“ veröffentlicht wurde.

Die Analysten hier auf simplywallstreet.com, rechnen mit einem Gewinnwachstum von +5,6% für die kommenden 2 bis 3 Jahre. Für die Branche und den Gesamtmarkt, erwarten die Analysten hier Zuwächse der Gewinne von 12,4% und 13,9%. Die Umsätze der Branche sollen dabei um 3,4% und die des Gesamtmarktes um 7,3% wachsen.

Gesamtmark:

Aufgrund seiner Größe, der globalen Reichweite und seines Charakters als breit diversifizierter Mischkonzern, hängt ein Großteil des Unternehmenserfolgs von Honeywell an der globalen Entwicklung der Wirtschaft. Unter den Titel „Global Slowdown Spreads Across U.S. Economy“, erschien hier bereits am 27.09.2019 ein Artikel im Wall Street Journal, der sich mit den aktuellen Geschehnissen beschäftigen, die die weltweite Wirtschaft aktuell gefährden. Hauptsächlich geht der Artikel auf niedrigere Konsumentenausgaben, rückläufige private Investitionen und höhere Zölle ein. Ein Artikel der sich mit der Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums, konnte hier auf BBC News gefunden werden. Der Artikel erschien am 26.09.2019.

Daten über die globale Wirtschaftsentwicklung, können beispielsweise hier und hier auf der Hauptseite des Internationalen Währungsfonds gefunden werden.

Wie in einem vorangegangenen Artikel, kann hier für die globale Entwicklung auf die Daten des Internationalen Währungsfonds und der Bank für internationalen Zahlungsausgleich verweisen. Eine Zusammenfassung über die aktuelle Marktlage und alle relevanten Variablen, bietet der wirtschaftliche Jahresbericht der Bank für internationalen Zahlungsausglich (BIS) in Basel.

Ebenfalls geben hier die Veröffentlichungen des Internationalen Währungsfonds, die hier zu finden sind, Aufschluss über gesamtwirtschaftliche Erwartungen. Für 2020 rechnet die Organisation mit einem Wirtschaftswachstum global von 3,5%. Dabei sieht sie aber größere Risiken aufkommen.

Zwei interessante Artikel im Wall Street Journal:

Ein interessanter Artikel konnte hier gefunden werden, der unter dem Titel „War and (Nearly) Peace – 28 Events in the U.S.-China Trade Conflict“ auf S&P Global Market Intelligence am 08.05.2019 veröffentlicht wurde.

Publikationen auf marketsandmarkets.com, zeigen im Folgenden die Erwartungen über die künftige Entwicklung:

SegmentPrognose
Militärische Sensorenvon 24,7 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 33,2 Mrd. USD im Jahr 2024;
CAGR +5,1% p.a.
Militärische Aktuatorenvon 1,1 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 1,4 Mrd. USD im Jahr 2024;
CAGR +5,8%; Die steigende Nachfrage nach elektrischen
Antrieben aus der Luft- und Raumfahrt- und
Verteidigungsindustrie ist ein wesentlicher Faktor für das
Wachstum des Marktes für militärische Antriebe. Die
Verwendung dieser Aktuatoren reduziert den
Energieverbrauch von Flugsteuerungssystemen, was zu
einer erhöhten Nachfrage im Luftfahrtsektor führt.
Militärische Navigationvon ca. 8,87 Mrd. USD im Jahr 2018 auf 12,07 Mrd. USD im Jahr 2023;
CAGR +6,4% p.a.; Zunehmende Präferenz für den Einsatz von UAVs
in der modernen Kriegsführung und steigende Nachfrage nach
Raketen und Artilleriesysteme aufgrund geopolitischer Instabilitäten
und sich ändernder Kriegsführung sind die Schlüsselfaktoren, die den
Markt für militärische Navigation im Prognosezeitraum voraussichtlich
bestimmen.
Kunststoff für Luft-
und Raumfahrt
14,7 Mrd. USD im Jahr 2018 auf 20,7 Mrd. USD im Jahr 2023;
CAGR +7,1% p.a.; Das Wachstum des Kunststoffmarktes für
die Luft- und Raumfahrt ist auf das Wachstum im Segment der
Verkehrsflugzeuge sowie der allgemeinen und
Geschäftsflugzeuge zurückzuführen.
Ventile für Luft- und Raumfahrtvon geschätzten 3,71 Mrd. USD im Jahr 2018 auf 4,84 Mrd. USD im Jahr 2023;
CAGR +5,4% p.a.; Dieses Wachstum ist auf die steigenden
Flugzeugbestellungen infolge des weltweit gestiegenen Passagieraufkommens
zurückzuführen. Die Zunahme des Passagieraufkommens führt zu einer
Erhöhung der Flugstunden von Flugzeugen, was zu kurzen Austauschzyklen
führt. Dies ist ein Schlüsselfaktor für die Nachfrage nach Luftfahrtventilen bei
den Unternehmen für Wartung, Reparatur und Überholung (MRO).
Verkehrsflugzeuge entscheiden sich für leichte Ventile, die das
Flugzeuggewicht reduzieren und die Kraftstoffeffizienz verbessern würden.
Hochintegrierte
Druckschutzsysteme
von 486 Mio. USD im Jahr 2019 auf 724 Mio. USD im Jahr 2024;
CAGR +8,3% p.a.
Massenmeldesystemevon 7,3 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 17,3 Mrd. USD im Jahr 2024;
CAGR +18,8% p.a.; Die wachsende Sorge um die öffentliche
Sicherheit und die zunehmende Implementierung von
IP-basierten Benachrichtigungsgeräten (Internet Protocol)
sind die Hauptfaktoren für das Marktwachstum.
Belegungssensorenvon 2,2 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 3,9 Mrd. USD im Jahr 2024 ;
CAGR +12,3% p.a.; Zu den Schlüsselfaktoren, die zum Wachstum
des Marktes beitragen, gehören die steigende Nachfrage nach
energieeffizienten Geräten und günstige staatliche Richtlinien
zur Energieeinsparung sowie die Entwicklung genauer und
effizienter Sensoren, die für HLK-Systeme konfiguriert und
programmiert werden können. Darüber hinaus ist der
weltweit zunehmende Trend zu umweltfreundlichen
Gebäuden einer der wesentlichen Faktoren, die
Wachstumschancen für den Markt für Präsenzmelder
eröffnen dürften.
Wärmekontrollsysteme2019 11,1 Mrd. USD, bis 2024 16,2 Mrd. USD; CAGR +8,0% p.a.
Aliphatische
Kohlenwasserstoffe
von 4,6 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 5,2 Mrd. USD im Jahr 2024;
CAGR +2,7% p.a.; Die steigende Nachfrage nach Wohn-
und Geschäftsgebäuden aus Schwellenländern ist eine Chance
für das weltweite Wachstum des Marktes für aliphatische
Kohlenwasserstofflösungsmittel und -verdünner.
Prozessautomatisierung2019 71,4 Mrd. USD bis 2024 95,5 Mrd. USD; CAGR +6,0%p.a.;
Das Wachstum dieses Marktes wird von Faktoren wie der
wachsenden Bedeutung von Energieeffizienz und
Kostenreduzierung, der Betonung digitalisierter Technologien
wie des Internet der Dinge (IIoT), der zunehmenden
Akzeptanz industrieller Automatisierung und der
optimalen Nutzung von Ressourcen vorangetrieben.
Umweltüberwachungbis 2024 25,5 Mrd. USD gegenüber 18,4 Mrd. USD im Jahr 2019;
CAGR +6,8% p.a.; Das zunehmende Bewusstsein für die Überwachung
der Umweltverschmutzung und die Ausweitung der Infrastruktur
zur Überwachung der Umweltverschmutzung auf aufstrebende
Märkte sind die Hauptfaktoren für das Wachstum des globalen
Marktes für Umweltüberwachung.

Ich habe für Honeywell eine Reihe von Prognosen gwählt, die mir für das Unternehmen repräsentativ erscheinen. Die Anhalt weiterer Studien und Markteinschätzungen ist zu umfangreich, um abschließend hier behandelt zu werden. Weitere Marktdaten können aber hier auf marketsandmarkets.com zusammenfassend eingesehen werden.

Weitere interessante Marktdaten können hier auf TheCoinGossip gefunden werden. Allgemein wird weiterhin ein Wachstum der für Honeywell Relevanten Marktsegmente erwartet. An diesen Daten kann man eine grobe Orientierung aufbauen, was realistische Zuwachsraten für Das Unternehmen betrifft.

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1.8 Einteilung nach Peter Lynch – Honeywell International, Inc.

Nach der Einteilung von Peter Lynch, ist Honeywell International, Inc. bisher ein Fast Grower gewesen und wird nun in den kommenden Jahren, nach Analystenschätzungen, zu einem Average Grower. Diese Aussage gilt für den Fall, dass Honeywell nach 2019 ein konstantes Wachstum von rund (7 bis 8)% pro Jahr erreichen kann. Die Margen sind relativ konstant und in den letzten Jahren sehr stabil, ein Zykliker liegt hier nicht vor und es wird eine mittlere Dividende ausgeschüttet. Die Empfehlung wäre demnach, Kaufen wenn das Unternehmen unter seinen eigenen Durchschnitt bewertet ist, gegebenenfalls verkaufen, wenn das Unternehmen über seinem eigenen Schnitt bewertet ist.


1.9 Levermann Score – Honeywell International, Inc.

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WertPunkte
1Eigenkapitalrendite38,7%+1
2EBIT-Marge17,1%+1
3Eigenkapitalquote31,0%+1
4Kurs-Gewinn-Verhältnis17,8-1
5Kurs-Gewinn-Verhältnis (5Jahre)23,0-1
6Analystenmeinung(1,5) Kaufen-1
7Reaktion auf die Quartalszahlen
(SPX)
-0,97%-1
8GewinnrevisionKeine0
9Kursverlauf der letzten 6 Monate+9,9%+1
10Kursverlauf der letzten 12 Monate+12,8%+1
11TrendumkehrKeiner0
12ReversaleffektKeiner0
13Erwartetes Gewinnwachstum-12,4%-1

Large Cap <= 2 – VerkaufenGesamt0

1.10 Piotroski F-Score – Honeywell International, Inc.

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WertPunkt
1Positiver NettoertragJa1
2Positiver operativer CashflowJa1
3Gesamtkapitalrendite höher als im VorjahrJa1
4operativer Cashflow höher als NettogewinnNein0
5Niedrigerer Verschuldungsgrad als im VorjahrJa1
6Current Ratio höher als im VorjahrJa1
7Weniger oder gleich viele umlaufende Aktien
als im Vorjahr
Ja1
8Bruttomarge höher als im VorjahrNein0
9Kapitalumschlag höher als im VorjahrNein0
Gesamt6

2. Detailanalyse

Bei einigen Bewertungsverfahren, werde ich Annahmen und Prognosen über zukünftige Entwicklungen des Unternehmens machen müssen. Immer wenn ich Schätzungen machen muss, werde ich versuchen diese unter möglichst konservativen Annahmen zu machen, um keinen zu optimistischen Standpunkt einzunehmen.

2.1 SWOT – Analyse – Honeywell International, Inc.

Stärken:

  • Honeywell International, Inc. ist ein sehr großes Unternehmen und eines der letzten großen Konglomerate, mit einem breit gestreuten Geschäftsbereich, der sich von ziviler und militärischer Luft- und Raumfahrt über Gebäudetechnik und Ingenieurleistungen, bis hin zu Konsumprodukten, Chmieangeboten und Industriesoftware erstreckt. In seinen Segmenten hat Honeywell dabei eine sehr gute Position und ähnlich 3M Co., trifft man im täglichen Leben häufig auf Produkte an deren Herstellung das Unternehmen beteiligt. Honeywell hat neben dem Größenvorteil noch eine globale Reichweite und seine 4 Hauptsegmente haben vergleichbare Anteile am Gesamtumsatz, sind also relativ gut ausbalanciert. Insgesamt hat Honeywell einen sehr starken Markennamen entwickelt, der nach meiner Einschätzung der größte Wettbewerbsvorteil ist.
  • Das Unternehmen verfügt über starke Free Cashflows und eine solide Bilanz. Die liquiden Mittel sind ausreichend vorhanden und eine plötzliche Zinserhöhung könnte das Unternehmen gut verkraften. Die langfristige Betrachtung der Unternehmenszahlen zeigt, dass Honeywell tatsächlich über sehr lange Jahre diese Stabilität halten konnte. Die Firma kann auch auf sehr gute Renditekennzahlen verweisen und hat eine lange und erfolgreiche Geschichte von Produktinnovationen und Neuentwicklungen, sowie Verbesserungen. Ein Beispiel dafür ist die noch junge IoT-Plattform, die Honeywell Forge, mit der das Unternehmen in den Bereich der industriellen Software und Datenmanagementsysteme expandiert.
  • Honeywell hat in seiner Geschichte eine Vielzahl an Firmenübernahmen getätigt und andere Geschäftsbereiche verkauft. Daraus resultiert eine enorme Erfahrung im Bereich der Akquisitionen und der Eingliederung in das bestehende Firmengeflecht. Die bestehende technische Expertise konnte Honeywell so immer weiter ausbauen und seine Infrastruktur erweitern. Es bedeutet auch, dass das Unternehmen über eine ansehnliche Anzahl an Patenten und geistigen Eigentums verfügt.
  • In technischer Hinsicht ist Honeywell hervorragend aufgestellt und im Bereich der Automatisierung tätig. Dadurch konnte neben einem Geschäftsbetrieb auch die eigene Produktivität gesteigert werden. Ebenfalls hervorzuheben ist der gute Service, der von Honeywell für seine Kunden geleistet wird.
  • Zuletzt war der Goodwill rückläufig und in der Summe ist dieser, in Bezug auf die Gefahr von außerordentlichen Abschreibungen, als ungefährlich zu betrachten.

Schwächen:

  • Der Ruf des Unternehmens leidet noch heute unter den Vorwürfen und Kritiken mit Bezug zur Landminenproduktion und anderer kritischer Fälle, zum Beispiel dem Vorwurf der Steuerhinterziehung. Das führt zu einem markanten Schwachpunkt der Marke Honeywell, denn jede aufkommende Kritik am Verhalten des Unternehmens, kann hier zu einer schweren Schädigung des Images führen.
  • Die breite Diversifizierung hat auch einige markante Nachteile. Zwar werden die einzelnen Segmente getrennt geleitet, aber die Verteilung des Geschäfts auf so viele unterschiedliche Branchen kann zu Ineffizienzen führen. Eine Konglomeratstruktur wie Honeywell könnte das Wachstum einschränken, wenn sie nicht ordnungsgemäß verwaltet wird.
  • Dementsprechend könnte ein Unternehmen mit einem spezialisierten Geschäft einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Honeywell erlangen.
  • Zusätzlich ist das Unternehmen noch kaum in den Schwellenländern vertreten.

Chancen:

  • Die Aussichten für die größten Segmente des Unternehmens, wie die Luft- und Raumfahrt und die Gebäudetechnik, sind sehr positiv und geben Honeywell die Chance hier weiter zu wachsen und sich größere Marktanteile zu sichern. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, die Präsenz in den aufstrebenden Märkten auszubauen, entweder durch Neugründungen weiterer Tochterunternehmen ober durch Übernahmen und strategische Partnerschaften. Dazu kommt noch eine wachsende Nachfrage nach Sicherheitsangeboten.
  • Neue harmonisierte Standards, beispielsweise im Bereich Umweltschutz, schaffen gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Akteure der Branche. Für Honeywell ist dies eine großartige Gelegenheit, seinen Vorsprung bei neuen Technologien auszubauen und Marktanteile in der neuen Produktkategorie zu gewinnen.
  • Der Aufbau der Honeywell Forge bietet dem Unternehmen die Gelegenheit, ein solides Online-Geschäft aufzubauen und die Digitalisierung für sich selbst, sowie als Geschäftsfeld zu nutzen. In den nächsten Jahren kann das Unternehmen diese Gelegenheit nutzen, indem es seine Kunden besser kennt und ihre Anforderungen mithilfe von Big-Data-Analysen erfüllt und Lösungen entwickelt. Im Allgemeinen ist die Honeywell Forge nach meiner Meinung die größte Chance für den zukünftigen Unternehmenserfolg, zusammen mit einer fortschreitenden technischen Entwicklung.
  • Der wirtschaftliche Aufschwung und die Zunahme der Kundenausgaben in der Branche bieten Honeywell die Gelegenheit, neue Kunden zu gewinnen und ihren Marktanteil zu erhöhen.
  • Ein weiterer Abbau von Handelshemmnissen und Zollschranken, könnte ebenfalls das Geschäft ankurbeln. Dazu kommt noch der positive Effekt von Steuersenkungen.

Risiken:

  • Eine strengere Regierungspolitik und Umweltvorschriften können sich auf das Geschäft auswirken, ebenso wie wirtschaftliche Schwankungen und Währungsabwertungen die die finanzielle Performance belasten können.
  • Als internationales Unternehmen, hängt der Erfolg von Honeywell sehr stark an der globalen Wirtschaftsentwicklung. Das Risiko bei einem Abschwung oder einer Rezession ist für Honeywell daher unbedingt zu berücksichtigen. Dazu kommt noch der hohe Anteil der Vereinigten Staaten an den regionalen Umsätzen, sowie der US Regierung als einem der größten Kunden. Hier liegt definitiv ein Klumpenrisiko, gerade für den Bereich Luft- und Raumfahrt.
  • Ein substanzielles Risiko geht von der technischen Entwicklung konkurrierender Unternehmen aus. Durchbrüche in der Entwicklung anderer Unternehmen, könnten zum Verlust von Marktanteilen führen.
  • Die Abhängigkeit von wenigen Lieferanten, könnte dazu führen, dass die Preissetzungsmacht dieser ausreicht, um das Ergebnis von Honeywell negativ zu beeinflussen.
  • Neue Unternehmen könnten eine steigende Konkurrenz aufbauen und Honeywell ebenfalls Marktanteile kosten. Zwar sind die Markteintrittsbarrieren relativ hoch um ein Unternehmen von der Größe Honeywells anzugreifen, aber das Riskio als solches besteht. Insbesondere könnten günstigere Ersatzprodukte sich hier negativ auswirken.

2.2 Bewertungsverfahren – Honeywell International, Inc.

Für die Bewertung von …, greife ich in diesem Abschnitt auf verschiedene Verfahren zurück, die mir für das Unternehmen als sinnvoll und aussagekräftig erscheinen. Da eine Bewertung zukünftiger Entwicklungen hier eine wesentliche Rolle spielt, werde ich bei Prognosen, Schätzungen und Annahmen versuchen, wie bereits gesagt, eine möglichst konservative Sichtweise einzunehmen.

2.2.1 Bewertung der Arbeit des Managements

Um hier eine möglichst fundierte Aussage zu treffen, betrachte ich mehrere Kennzahlen, anhand derer ich eine Einschätzung über die Leistung der Geschäftsleitung treffen will. Ich gebe die Kennzahlen für den Prognose-Zeitraum zwar mit an, diese fließen aber nicht in die Berechnung mit ein. Die Schwäche bei dieser Methode der Managementbewertung liegt in der doppelten Wertung von Unternehmenskennzahlen. Die Finanzkennzahlen des Unternehmens fließen in die Bewertung der Aktie mit ein, daher ergibt sich ein grundlegendes Problem, ein gutes Management anhand derselben Zahlen abzuleiten und das Ergebnis bei der Bewertung eines Unternehmens nochmals zu berücksichtigen.

Erläuterung: Bei allen Kapitalrenditen, nehme ich Werte von > 15% im Durchschnitt, als 100% an. Für die Tilgungsdauer des Fremdkapitals, nehme ich alle Wert von < 1 Jahr als 100%

Return on Assets, Return on Equity, Return on Investment:

Nach einem kurzzeitigen Einbruch, konnte Honeywell seit 2018 neue Rekorde bei der Rendite erzielen.

Nach der Auswertung der Renditekennzahlen und der theoretischen Schuldentilgungsdauer, kommt die Effizienz der Firmenleitung von Honeywell International, Inc. auf 54%. Hauptsächlich liegt dieser Wert an der relativ langen Tilgungsdauer der gesamten Verbindlichkeiten durch das operative Ergebnis von fast 6 Jahren. Trotz der nur 43% bei der Gesamtkapitalrendite, hat das Unternehmen im Vergleich zu seiner Peer Group einen relativ hohen Return on Assets. Hier könnte sich eine weitere Betrachtung der Peer Group und die Auswertung der Managementleistung lohnen, um einen Vergleich zu ziehen. Relativ zu seiner Vergleichsgruppe könnte sich hier ein durchaus besseres Bild ergeben, die trotz der „nur“ 54%, bezogen auf meine unterstellten Kriterien für ein gutes Management, eine gute Führung vermuten lassen. Ein erstes Indiz dahin sind die sehr gute Eigenkapitalrendite und der Return on Capityl Employed.

Die durchschnittlichen Wachstumskennzahlen der letzten 10 Jahre ergeben hier ein durchmischtes Bild.

2.2.2 Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

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Das Verfahren basiert darauf, dass auf ein Sockel-KGV, dem mindesten Vielfachen der Gewinne, zu dem ein Unternehmen bewertet sein sollte, Aufschläge berechnet und addiert werden, die sich nach bestimmten Fundamentaldaten des Unternehmens richten. Für dieses Verfahren muss ich verschiedene Annahmen treffen die sich teils auf Prognosen und Schätzungen stützen. Wo immer ich eine Einschätzung über zukünftige Entwicklungen machen muss, werde ich versuchen eine möglichst konservative Annahme zu treffen.

Honeywell ist schon sehr lange und überaus erfolgreich am Markt und wirtschaftet überaus solide. Besonders mit Blick auf die sehr stabilen und hohen Free Cashflows, erscheint mir für das Unternehmen ein Sockel KGV von 8,0 für angebracht. Trotz der hoch komplexen Unternehmensstruktur, die für Mischkonzerne typisch ist, kann Honeywell im Vergleich zu seiner Peer Group sehr gute Ergebnisse abliefern. Ein weiterer Punkt, der eine relativ hohes Sockel KGV rechtfertigt. Das minimale KGV der letzten 10 Jahre lag für das Unternehmen bei rund 6,5.

Für die finanzielle Stabilität konnte ich einen Aufschlag von insgesamt 1,21 auf das Sockel KGV berechnen. Vor allem das relativ niedrige Eigenkapital von 31,8% ist hier auffällig und korrigiert den Aufschlag nach unten.

Für die Wettbewerbssituation von Honeywell, gehe ich von einem tendenziell starken Konkurrenzkampf aus und gebe hier 10 Porter Punkte. Da in allen Bereichen in denen die Firma wirtschaftet hohe Konkurrenz herrscht, versuche ich hier wieder eine konservativere Sicht einzunehmen, obwohl die Umsatzrendite eine bessere Stellung vermuten lässt.

Ich nehme hier als Grundlage die Analystenschätzungen und setze einen niedrigeren Wert von +5,0% für die kommenden Jahre an. Dabei lasse ich aber die Schätzung für das kommende Jahr außer Acht, die von einem Gewinn-Minus von -12,4% ausgehen. Insgesamt konnte ich hier einen Aufschlag auf das Sockel KGV von 1,00 berechnen.

Als individueller Faktor, honoriere ich die von mir formulierten Charaktereigenschaften der Firma mit insgesamt 2,5 als Aufschlag auf das Sockel KGV.

Ergebnis: Im Ergebnis konnte ich ein theoretisch faires KGV von 15,71 berechnen. Bezogen auf die aktuell ausgewiesenen Gewinne des Jahres 2018, ergibt sich daraus ein möglicher fairer Wert von 141,16 USD je Aktie. Bezogen auf die erwarteten Gewinne 2019, konnte ich einen theoretisch fairen Wert von 112,48 USD je Aktie berechnen. Dabei habe ich noch keine Sicherheitsmarge berücksichtigt.

2.2.3 Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

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Ähnlich dem fairen Kurs-Gewinn-Verhältnis sucht die Bewertung mit dem fairen Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) nach einem fairen Aufschlag auf den Buchwert des Zielunternehmens. In die Berechnung fließt das faire KGV als Variable mit ein, um die Eigenkapitalkosten des Unternehmens einzuschätzen. Eine andere Möglichkeit diese Kosten zu berechnen, wäre zum Beispiel das Weighted Average Cost of Capital-Modell zur Berechnung von Kapitalkosten. Ein weiterer Bestandteil, ist der „risikofreie Zinssatz„. Für diesen verwende ich den Zins 10-jähriger US-Staatsanleihen (Treasury Bonds), der hier auf der Seite des U.S. Department of Treasury gefunden werden können.

Ergebnis: Bei einem erwarteten „risikofreien“ Zins von 1,8% auf 10 jährige US Staatsanleihen und dem zuvor berechneten fairen KGV, berechnet sich das mögliche faire Kurs-Buchwert-Verhältnis von 5,04 für Honeywell. Daraus abgeleitet liegt ein theoretischer fairer Wert bei 122,79 USD je Aktie.

2.2.4 Gewinnrenditendiskontierung

Mit diesem Verfahren, betrachtet man eine Aktie wie eine Anleihe, mit einem variablen Zinssatz. Hier stellt der Gewinn je Aktie (EPS) den Zinskupons auf den Aktienkurs dar. Dabei kann man das Vorsteuerergebnis verwenden, sowie das Nachsteuerergebnis. Ich unterstelle in diesem Verfahren den EPS ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, berechne die Rendite am prognostizierten Zeitpunkt auf den aktuellen Aktienkurs und zinse diese Rendite mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab. Mittels des Kurs-Gewinn-Verhältnisses berechne ich einen theoretischen fairen Wert je Aktie. Ich beziehe mich im Folgenden auf das Nachsteuerergebnis.

Ich habe für die Entwicklung der Gewinne je Aktie, eine konservative Annahme von +5,0% p.a. getroffen und ich rechne standardmäßig mit einem relativ hohen Abzinsungsfaktor von 12,0% pro Jahr. Als dritte und letzte Variable habe ich das mittlere KGV der letzten 10 Jahre herangezogen von 18,2. Ich betrachte das Ergebnis für einen Prognosezeitraum von 10 Jahren..

Ergebnis: Für die von mir getroffenen Annahmen, berechnet auf einen Prognosezeitraum von 10 Jahren, konnte ich einen theoretischen fairen Wert von 85,75 USD je Aktie berechnen.

2.2.5 Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)

Bei diesem auf Cashflows basierenden Verfahren, habe ich einmal das Bruttoverfahren (Free Cashflow to Firm) und das Nettoverfahren (Free Cashflow to Equity) angewendet, um einen Zielbereich für einen möglichen fairen Wert zu bestimmen. Als mögliche Wachstumsraten, habe ich auch hier wieder versucht möglichst konservative Schätzungen anzunehmen.

Free Cashflow to Firm – Bruttoverfahren:

Free Cashflow to Equity – Nettoverfahren:

Ich habe bei der Berechnung für das Brutto- und das Nettoverfahren identische Wachstumsannahmen herangezogen, ebenso habe ich mit einem Diskontierungsfaktor von 12,0% für alle Prognosezeiträume, inklusive Terminal Growth und alle Verfahren gerechnet. Der betrachtete Zeitraum beläuft sich wieder auf 9 Jahre mit dem Terminal Value ab dem 10. Jahr.

Ergebnis: Unter der von mir unterstellten Entwicklung der Finanzergebnisse, konnte ich für das Bruttoverfahren (FCFF) einen theoretischen fairen Wert von 131,77 USD je Aktie, für das Nettoverfahren (FCFE) einen theoretischen fairen Wert von 122,75 USD je Aktie berechnen. Wieder ohne Berücksichtigung einer Sicherheitsmarge. Das Unternehmen konnte in der Vergangenheit bereits sehr solide wirtschaften. Die Ergebnisse liegen sehr dich zusammen, für identische Annahmen.

2.2.6 Dividendendiskontierung

Das Dividend Discount Model (DDM) ist ein einfachesVerfahren zur Bestimmung des theoretisch fairen Wertes einer Aktie. Es eignet sich gut für die Bestimmung des fairen Wertes von Dividendenaktien, geht aber von der Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes aus. Die zukünftigen Dividendenzahlungen werden mit einem Eigenkapitalkostensatz abgezinst (diskontiert). Man erhält so den fairen Wert der Aktie bzw. den gegenwärtigen Wert des Eigenkapitals je Aktie. Das Dividend Discount Model ist eine Unterform des Discounted Cash-Flow (DCF), wobei man hiefür die Dividende anstelle der Gewinne eines Unternehmens für die Berechnungen heranzieht. Für die Berechnung unterstelle ich den Dividenden ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, in meinem Fall 15 Jahre, sowie einen Terminal Growth, der auch als „ewige Wachstumsrate“ bezeichnet wird. Die so berechneten Dividendenerträge zinse ich mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab, das 1 Dollar heute mehr wert ist, als 1 Dollar in 15 Jahren. Die abgezinsten Dividenden je Aktie werden anschließend aufsummiert. Dazu gibt es hier noch einen Artikel auf finanzsenf.de.

Ich habe unter Berücksichtigung der moderaten Ausschüttungsquote von Honeywell, ein Dividendenwachstum von 10,0% p.a. im Mittel unterstellt. Der Wert ist relativ hoch prognostiziert, ich halte ihn aber für realistisch, sollte Honeywell für seine Erträge keine besseren Investitionsmöglichkeiten finden. Ich rechne wieder mit einem Abzinsungsfaktor von 12,0%. Für den Terminal Value, habe ich nur noch mit 3,0% Dividendenwachstum als „ewiges“ Wachstum gerechnet und einen Abzinsungsfaktor von 10,0% unterstellt.

Ergebnis: Unter den von mir vorgegebenen Annahmen, ergibt sich ein möglicher fairer Wert von 96,90 USD je Aktie. Berücksichtigt man dabei den Buchwert pro Aktie, erhöht sich der theoretische faire Wert auf 121,28 USD je Aktie.

2.2.7 Summe-der-Teile Analyse (SOTP)

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Die Summe-der-Teile-Analyse macht am ehesten bei Mischkonzernen und Konglomeraten Sinn, die klar voneinander getrennte Geschäftsbereiche vorweisen. Die Stryker Corp. hat zwar keine explizit voneinander getrennten Segmente, da sich hier alle Segmente im gleichen Bereich, der Medizintechnik bewegen, aber aus Interesse habe ich diese Analysemethode zur Diversifizierung und tieferen Betrachtung herangezogen. Das Bewertungsverfahren basiert auf der separaten Bewertung und anschließenden Aufsummierung der Segmente.

Im Rahmen der SOTP Bewertung wird jedes Segment mithilfe von für das jeweilige Segment passenden Bewertungsverfahren bewertet. Diese Verfahren können entweder auf Basis der aktuellen Marktbewertung (Trading Multiples), kürzlicher Transaktionen (Transaction Multiples) oder auch eines intrinsischen Ansatzes (z.B. Earnings Power Value oder DCF) ermittelt werden. Über die Annahmen wird der Enterprise Value (EV) je Segment sowie für das Gesamtunternehmen ermittelt und anschließend die Nettoverschuldung (Schulden – Cash und Beteiligungen) vom EV ab, um den Wert des Eigenkapitals zu ermitteln. Daraus lässt sich der Wert je Aktie ermitteln, nachdem noch gegebenenfalls Korrekturen vorgenommen wurden.

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Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Segment-Building-Technologies-1024x83.png
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Die Daten der Segmentergebnisse können im Jahresbericht gefunden werden.

Für die Berechnung eines fairen Wertes über die Summe-der-Teile-Analyse, habe ich für Honeywell das EBIT als Berechnungsbasis herangezogen und das für alle 4 Hauptsegmente in denen das Unternehmen berichtet.

Solide Vergleichswerte für die einzelnen Segmente zu finden ist bei Honeywell nicht einfach und einige der Peers sind selbst Mischkonzerne. Ich habe dennoch versucht für jedes Segment solide Vergleiche zu finden. Für die Berechnung habe ich das Enterprise Value-EBIT-Verhältnis (EV/EBIT) herangezogen. Da mir die Peers für Building Technologies aber sehr hoch erschienen, habe ich hier als Korrekturfaktor den Durchschnitt der gesamten Branche von Honeywell hinzugezogen.

Ergebnis: Für die Basisbewertung, habe ich mit den von mir verwendeten Vorlagewerten einen theoretisch fairen Wert von 136,48 USD je Aktie berechnet. Dabei ist noch keine Sicherheitsmarge berücksichtigt. Die Preisspanne zwischen konservativ und ambitioniert wäre für meine Berechnung rund 101,18 bis 171,77 USD je Aktie als mögliche faire Spanne.

2.3 Zusammenfassung und Fazit – Honeywell International, Inc.

Honeywell International, Inc. ist ein großes und erfolgreiches Unternehmen, das eine lange und bewegte Geschichte vorzuweisen hat und sich bereits in einer großen Zahl an Krisen, Wirtschaftseinbrüchen und Abschwüngen am Markt bewährt hat. Das Unternehmen ist ein Konglomerat, ein Mischkonzern, der in einem breit diversifizierten Branchen-Pool wirtschaftet und hier eine sehr hohe Marktpräsenz entwickelt hat. In seinen Segmenten zivile und militärische Luft- und Raumfahrt, Gebäudetechnik, Chemie, Sicherheitslösungen und der noch relativ jungen Honeywell Forge, arbeitet das Unternehmen überaus erfolgreich. Vor allem mit der Honeywell Forge, versucht das Unternehmen aktuell sich zu einem Software-Konzern weiter zu entwickeln, um der Industrie digitale Lösungen anzubieten, sowie Dienstleistungen rund um das auswerten von Massendaten. Hier dürfte für die Zukunft auch das nächste große Potential der Firma liegen, ähnlich wie es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Luft- und Raumfahrtbereich war. Die breite Diversifizierung des Unternehmens bietet einige Vorteile, sie hat allerdings auch Risiken, die vor allem eine ineffiziente Verwaltung, die dort auftritt wo viele unterschiedliche Bereiche zentral verwaltet werden sollen. Obwohl Honeywell für jedes Segment, inklusive der Honeywell Forge, eigene CEO´s beschäftigt, darf das Risiko nicht unterschätzt werden. Die Abhängigkeit von der globalen Konjunktur dürfte das allgemein und aktuell größte Risiko für Honeywell darstellen, was auch seinem breiten Geschäftsfeld und seiner globalen Reichweite geschuldet ist. In der Vergangenheit hat der Ruf der Firma immer wieder unter heftiger Kritik gelitten und ein möglicher geschäftsschädlicher Imageschaden stellt ein mögliches Risiko dar, dass unbedingt beachtet werden muss.

Zusammenfassend, hat Honeywell ein gutes und solides Geschäftsmodell und wirtschaftet in starken Brachen, wo sich die Firma bereits seit vielen Jahren einen guten Ruf erarbeitet hat. Seine Produkte sind gefragt und ich halte das Management für fähig, auch mit schwierigen Zeiten umgehen zu können. Da das Unternehmen stark von der Konjunktur abhängt, kann es bei einer schwachen Wirtschaft schnell zu Kursrückgängen kommen, aber langfristig halte ich Honeywell für sehr gut aufgestellt. Eine faire Spanne des Aktienkurses sehe ich aktuell bei etwa 120,00 bis 140,00 USD je Aktie. Unter Berücksichtigung einer Sicherheitsmarge von 25%, die ich hier für angebracht halte, komme ich auf eine Spanne von 90,00 bis 110,00 USD je Aktie.

Auf der Seite simplywallstreet.com, wird noch folgende Bewertung auf Basis der Free Cashflows getroffen:

Fazit: Ich halte Honeywell, Inc. für sehr gut aufgestellt und solide finanziert. Die Bilanz enthält relativ wenige Risiken und das Unternehmen war in den letzten 10 Jahen durchgehend profitabel. Dazu kommen auch hohe Free Cashflows, die bis auf wenige Ausnahmen sehr stabil waren. Stabil waren im gleichen Zeitraum auch die Margen der Firma und die Zinsdeckung ist sehr gut, so dass auch starke Zinserhöhungen verkraftet werden können. Mit Blick auf eine sich abschwächende Konjunktur, sehe ich die Hauptrisiken aktuell in möglichen Rückgängen bei Umsatz und Gewinn, allerdings wird nur wenig Geschäft in China gemacht, was die Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und der Volksrepublik zu einem geringeren Risiko werden lässt, ohne dabei jedoch die Zulieferer-Struktur genauer zu kennen. Darum sehe ich es als geboten an, eine Sicherheitsmarge zu verlangen und darum ist Honeywell für mich zwar ein interessanter Kandidat, aber aktuell zu teuer. Sollte sich der Kurs in Richtung 120,00 USD bewegen, wäre für mich ein Signal einer erneuten Betrachtung der Lage gegeben und nach einer Einschätzung der Chancen und Risiken evtl. ein Kauf von Honeywell die logische Folge.

Ich hoffe die Analyse war interessant zu lesen

Peter Merkle

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