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Dolby Laboratories, Inc. – Unternehmens- und Aktienanalyse

Viel Spaß beim Lesen der Aktienanalyse zu Dolby Laboratories, Inc.

Übersicht

Alle relevanten Fundamentaldaten, in Form der Dokumentation für die Aufsichtsbehörden, sind hier im Archiv der Securities and Exchange Commission ebenso wie hier im SEC „Edgar“ Filing Tracker zu finden.

Unternehmen und Geschäftsmodell

Unternehmen und Geschäftsmodell
Dolby Laboratories, Inc. – Hauptsitz; San Francisco; Vereinigte Staaten von Amerika

Das Unternehmen Dolby Laboratories, Inc., häufig einfach nur mit Dolby abgekürzt, ist ein in den USA angesiedeltes Unternehmen, dass für seine Sound-Systeme bekannt ist und führend im analogen und digitalen Audiobereich, bei der Signalverarbeitung und -Komprimierung ist (siehe Branche: Tontechnik). Das Unternehmen stellt eine Ingenieurgesellschaft dar, dass sich heute auf die Entwicklung von digitalen Mehrkanal-Tonsystemen spezialisiert hat, die beispielsweise in Kinos oder Heimkinos verwendet werden. Der Begriff Dolby-Surround hat sich hier etabliert. Insgesamt ist Dolby in den Bereichen Audio-, Video– und Sprachtechnologien präsent. Die Produkte der Firma werden hauptsächlich in den Bereichen Film und Television, Musik und Gaming eingesetzt. Dabei leistet Dolby im Bereich der Sprachtechnologien wertvolle Forschungsarbeit, die das Unternehmen für die Verbesserung von Unterhaltungserlebnissen nutzt. Zum Bereich der Sprachtechnologien gehören im Allgemeinen Applikationen wie etwa SpracherkennerÜbersetzungssystemeFahrgastinformationssysteme, Kontexttechnik (Auswertung des Inhalts elektronischer Dokumente), Diktiersysteme, Internet-SuchmaschinenRechtschreibprüfungVolltextsuche und Expertensysteme. Die theoretischen Grundlagen liefern die sprach bezogenen Bereiche der Künstlichen Intelligenz und die Computerlinguistik/linguistische Datenverarbeitung. (dolby.com) Insgesamt können die Technologien von Dolby in die Kategorien analoge Audio Rauschunterdrückung, Audio Dekodierung und Kompression, Audio Prozession, Video Prozession, Digitales Kino und Live Sound eingeordnet werden.
Für die Bereiche Kino, Zuhause, Unterwegs und in der Arbeit, bietet Dolby eine Reihe von Produkten an. Neben den Produkten für das Kino, wie Digital Cinema Server und Cinema Audio Products, sowie Broadcast und andere Produkte, bietet Dolby Dienstleistungen zur Unterstützung von Theater- und Fernsehproduktionen für Kinoausstellungen, Rundfunk und Heimunterhaltung an, einschließlich Gerätetraining und -Wartung, Ausrichtung und Ausgleich von Mischräumen sowie Audio-, Farb- und Lichtbild-Kalibrierung. Ein wesentlicher Teil des Geschäftsmodells von Dolby ist dabei die Entwicklung von Produkten, mit dem Zweck diese zu lizensieren. Eine herausragende Besonderheit im Geschäftsmodell, denn annähernd 90 Prozent der Umsätze wird aus Lizenzeinnahmen generiert, die sich aus mehreren Lizensierungsmodellen ergeben, die Dolby seinen Kunden anbietet und die verschiedene Marktsegmente abdecken. Neben bekannten Plattformen wie Amazon Music, nutzen auch AppleTV, Disney+ und Netflix für ihre Streaming-Angebote Dolby-Entwicklungen, ebenso viele andere Kunden. Geräte von Amazon, Apple, LG TCL oder Samsung werden ebenfalls mit Komponenten von Dolby ausgestattet. Das Unternehmen hat heute seinen Hauptsitz in San Francisco und seine Aktien werden seit dem 17. Februar 2005 unter der ISIN US25659T1079 (Symbol: DLB) an der New York Stock Exchange gehandelt. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 9,1 Mrd. US-Dollar.

Das Geschäftsmodell von Dolby beruht wie bereits erwähnt zu einem großen Teil auf der Entwicklung von Technologien im Bereich der Audiotechnik sowie der Videotechnik mit der anschließenden Lizenzvergabe an die Kunden des Unternehmens, die diese Entwicklungen in ihre Produkte integrieren können. Das Unternehmen listet hierbei seine Schlüsseltechnologien wie folgt auf:

SchlüsseltechnologienBeschreibung
Advanced Audio Coding (AAC) und
High Efficiency-Advanced Audio Coding (HE-AAC)
Bei beiden Technologien handelt es sich um verlustbehaftete Audiokompressionsverfahren, die beide von der Moving Picture Experts Group, einer Gruppe von Experten, die sich mit der Standardisierung von Videokompression und den dazugehörenden Bereichen, wie eben Audiodatenkompression oder Containerformaten, beschäftigt. (350 Experten aus 200 Unternehmen und Organisationen aus 20 Ländern nehmen an den regelmäßigen MPEG-Meetings teil)
Dabei handelt es sich um eine Datenreduktion (verlustbehafteter Algorithmus), im Gegensatz zur Datenkompression (verlustfreier Algorithmus). Audiodatenkompression bezeichnet spezialisierte Arten der Datenkomprimierung, um digitale Audiodaten effektiv in ihrer Größe zu reduzieren. Wie bei anderen spezialisierten Arten der Datenkomprimierung (vor allem Video- und Bildkompression) werden spezifische Eigenschaften der entsprechenden Signale mit verschiedenen Möglichkeiten ausgenutzt, um einen Verkleinerungseffekt zu erzielen.
AAC basiert nicht wie MPEG Layer 3 (MP3) auf dem Filterbank-Design von MPEG Layer 2, sondern ist eine Neuentwicklung und benutzt wie Dolby Digital und Vorbis allein die MDCT als Basistransformation. Bei geringerer Komplexität als MP3 sind bei gleicher Datenrate bessere Qualitäten erreichbar. Mehrkanal-Kodierung wird direkt unterstützt. Außerdem werden verschiedene „Tools“ unterstützt; das sind Methoden, die in Profilen mit höherer Komplexität erlaubt sind, um kritische Signale besser kodieren zu können.
HE-AAC oder auch MPEG-4, ist ein lizenzpflichtiger Audio-Codec und liefert als Standard bei niedrigen Bitraten (96 kbit/s und niedriger) vergleichsweise gute Ergebnisse und eignet sich daher besonders für Live-Streams und kommt beim Mobilfunk zum Einsatz. HE-AAC basiert auf MPEG-4 AAC, wurde jedoch um eine Technik namens Spektralband-Replikation (SBR) erweitert. HE-AAC unterstützt bis zu 48 Tonkanäle und Digitale Rechteverwaltung (DRM). HE-AAC kann mit konstanter oder variabler Bitrate verwendet werden. HE-AAC ist eingeschränkt abwärtskompatibel zu AAC. Das bedeutet, dass alle AAC-Dekoder auch HE-AAC-Streams dekodieren können; ohne spezielle SBR-Unterstützung allerdings nur mit halbierter Abtastrate. Da SBR hohe Frequenzen nur synthetisch erzeugt, kann mit HE-AAC im Gegensatz zu AAC (Main- oder LC-Profil) keine Transparenz erreicht werden.
Advanced Video Coding (AVC)AVC oder auch H.264, ist ein H.-Standard für die Videokompression, der von einer Gruppe der Internationalen Fernmeldeunion entwickelt wurde. Im Jahr 2001 schloss sich die ITU-Gruppe mit MPEG-Visual zusammen und führte die Entwicklung gemeinschaftlich im Joint Video Team (JVT) fort. Ziel des Projektes war es, ein Kompressionsverfahren zu entwerfen, das im Vergleich zu damaligen Standards sowohl für mobile Anwendungen als auch im TV- und HD-Bereich die benötigte Datenrate bei gleicher Qualität mindestens um die Hälfte reduziert. Mitglieder der Arbeitsgruppe stammen unter anderem vom Fraunhofer-Institut für NachrichtentechnikMicrosoft und Cisco Systems. Im Jahr 2003 wurde der Standard von beiden Organisationen mit identischem Wortlaut verabschiedet. Die ITU-Bezeichnung lautet dabei H.264. Bei ISO/IEC MPEG läuft der Standard unter der Bezeichnung MPEG-4/AVC (Advanced Video Coding) und ist der zehnte Teil des MPEG-4-Standards (MPEG-4/Part 10, ISO/IEC 14496-10). Der Standard sollte nicht mit dem MPEG-4/ASP-Standard verwechselt werden (MPEG-4/Part 2, ISO/IEC 14496-2). H.264 erreicht typischerweise eine etwa dreimal so hohe Codiereffizienz wie H.262 (MPEG-2) und ist wie auch H.262[2] für hoch aufgelöste Bilddaten (z. B. HDTV) ausgelegt. Das heißt, vergleichbare Qualität ist bei etwa einem Drittel der MPEG-2-Datenmenge zu erreichen. Allerdings ist der Rechenaufwand auch um den Faktor 2 bis 3 höher.
Die für den Standard benutzten FourCCs sind „AVC1“, „DAVC“, „H264“, „x264“ und „VSSH“. Die Matroska-Codec-ID lautet „V_MPEG4/ISO/AVC“.
Das standardisierte Dateiformat/Containerformat ist MP4. AVC wird breit verwendet, beisielsweise in HD TV, im Bereich Portable Video, Für Multimedia-Anwendungen, in der Videokonferenztechnik und in Video- und Digitalkameras.
High Efficency Video Coding (HEVC)Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Standard zur Kodierung von Videoinhalten und Bildern, der auch als H.265 bekannt ist und somit Nachfolger des H.264/MPEG-4-AVC-Standards, mit einer doppelt so starken Kompression bei gleichbleibender Qualität. Zusätzlich kann H.265/HEVC von 320 × 240 Pixel (QVGA) bis zu 8192 × 4320 Pixel inklusive Ultra High Definition Television 2 (UHD-2) und 8K skalieren. Er ist eine gemeinsame Entwicklung der ISO/IEC Moving Picture Experts Group (MPEG) und der Internationalen Fernmeldeunion Video Coding Experts Group (VCEG). MPEG und VCEG richteten mit dem „Joint Collaborative Team on Video Coding (JCT-VC)“ eine gemeinsame Arbeitsgruppe ein, um den HEVC-Standard zu entwickeln.
Anwendungen sind beispielsweise die Übertragung ultra-hochauflösender Fernsehprogramme, Unterhaltungselektronik (Blu-ray-Disc-Player mit 4K-Auflösung, Camcorder) oder Streaming-Angebote. Auch bei der terrestrischen Verbreitung von Inhalten in HD (DVB-T2) in Deutschland kommt der Codec zum Einsatz.

In den Technologien AAC, HE-AAC, AVC und HEVC nimmt Dolby mit anderen Patentinhabern an Patentlizenzprogrammen teil.

SchlüsseltechnologienBeschreibung
Dolby AC-4Eine von Dolby selbst entwickelte Audiokomprimierungstechnologie, deren Bitströme Audiokanäle und Audioobjekte sowie jeweils nur eines von beiden enthalten können. Die AC-4 Technologie wurde auch von Digital Video Broadcasting-Projekt, einer Reihe von internationalen offenen Standards für digitales Fernsehen, übernommen und vom European Telecommunications Standars Institute (ETSI) mit Sitz in Sophia-Antipolis, Frankreich standardisiert. Entwickelt wurde das Format ab 2011 für mehrere Zwecke und ist in Streaming-Diensten, zukünftigen TV-Sendungen und hauptsächlich als Ersatz für das traditionelle Dolby AC-3 vorgesehen. Beispielsweise Sony Visual Products unterstützen das Format sein Juli 2015 und ab 2017 unterstützen auch Fernseher von Samsung das AC-4 Format. Außerdem wird die Technologie für Dolby Atmos verwendet.
Dolby Atmos
Dolby Atmos ist ein proprietäres, objektbasiertes Surround-Sound-Format, das im April 2012 vorgestellt wurde. Es erfordert die Erweiterung bzw. Modifizierung der Lautsprecherkonfiguration bestehender Heimkino-Anlagen. Die Dolby Atmos Technologie erlaubt theoretisch eine unbegrenzte Anzahl von Tonspuren. Im Gegensatz zu den rein kanalbasierten Surround-Formaten können im Datenstream vektorbasierte Metadaten für bewegte Objekte eingebunden werden, deren Koordinaten dann vom Receiver relativ zur jeweiligen eingemessenen Lautsprecheraufstellung berechnet werden. Die erste Generation der Hardware, der Dolby Atmos Cinema Processor, unterstützt bis zu 128 einzelne Tonspuren und bis zu 64 separate Ausgangssignale. Ein wesentlicher Bestandteil des Systems ist eine Erweiterung – oder ein teilweiser Ersatz – des bestehenden Lautsprechersystems, wobei entweder bis zu vier Lautsprecher an der Decke des Hörraums positioniert werden, oder die bisherigen Lautsprecher des Heimkinosystems durch „Dolby Atmos Enabled Speakers“ ergänzt/ersetzt bzw. dazu modifiziert werden. Beim Einsatz von vier Deckenlautsprechern wird dabei ein bisheriges 5.1-System zu einem 5.1.4-System, ein 7.1-System wird zu 7.1.4.
Durch die Erweiterung des Lautsprechersets wird eine realistische Simulation von beispielsweise Regen oder Hubschraubern möglich. Dolby Atmos ist abwärtskompatibel zu älteren Systemen wie 5.1 oder 7.1. Das erste Kino, in dem die neue Technik auch zur Demonstration zum Einsatz kam, ist das Dolby Theatre in HollywoodKalifornien. Dort wurde im Juni 2012 mit Pixars Merida – Legende der Highlands der erste Film gezeigt, der das neue System verwendete.
Dolby Digital (DD)
ATSC A/52 oder auch AC-3 genannt, ist ein mittlerweile durch Ablauf der Patente frei verfügbares Mehrkanal-Tonsystem des Unternehmens , das in der Filmtechnik (Kino), auf LaserdiscsDVDsBlu-ray Discs und in der Fernsehtechnik zum Einsatz kommt. Das letzte für Dolby Digital relevante Patent ist im März 2017 abgelaufen. Im Bereich Kino und DVD sind die direkten Konkurrenten DTS und Sony Dynamic Digital Sound (SDDS nur Kino). Dolby Digital unterstützt bis zu sechs diskrete Kanäle und verwendet ein psychoakustisches verlustbehaftetes Verfahren zur Datenkompression.
Das Format wurde vom Advanced Television Systems Committee mit der Dokumentnummer A/52 international standardisiert.
Dolby Digital Plus (DD+)
Ebenfalls ein Mehrkanal-Tonsystem das der deutschen Fachpresse erstmals Ende Oktober 2005 vorgestellt wurde. Es wurde speziell für den Einsatz beim hochauflösenden Fernsehen HDTV, den DVD-Nachfolgeformaten HD DVD und Blu-ray Disc, sowie zur Codierung von mehrkanaligen Medien für Streaming-, On-Demand und Download-Dienste entwickelt, die uncodiert nur Stereoton ausgeben könnten, so z. B. für den kostenpflichtigen Streamingdienst Microsoft Azure Media Services. Dolby Digital Plus findet ebenfalls Anwendung zur psychoakustischen Raumsimulation (Surround Virtualizer), zur Verbesserung der Sprachverständlichkeit (Dialogue Enhancer) und zur akustischen Dynamikkomprimierung (Volume Leveler) von Stereo- und Mehrkanalton für die Wiedergabe mit Kopfhörern auf mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones mit Android– und Windows Mobile Betriebssystem. Hierfür steht ein Auswahlmenü zur Verfügung für die unterschiedlichen Musikgenres.
Dolby Digital Plus steht damit in Konkurrenz zu dem psychoakustischen Konzept SRS der SRS Labs, Inc., welches seit dem Jahr 2012 unter dem Markennamen Headphone:X von der DTS, Inc. weitergeführt wird.
Der Dolby Digital Plus Codec unterstützt Datenraten bis zu 6 Mbit/s (DVD: 448 kbit/s) und bis zu 7.1 Kanäle. DD+ ist der Nachfolger des vor allem durch die DVD weit verbreiteten Dolby Digital. Die Unterstützung des Dolby-Digital-Plus-Codecs ist bei Blu-ray-Abspielgeräten optional. Daher enthält die auf Blu-ray-Discs übliche Variante von Dolby Digital Plus in der Regel einen abwärtskompatiblen Kern, der im herkömmlichen Dolby-Digital-Verfahren (5.1 Kanäle) komprimiert ist.
Dolby Digital Plus wurde als primäre Tonoption auf der HD DVD eingesetzt. Heute erscheint DD+ in „abgespeckter“ Form auf Blu-ray Discs, außerdem wird es auf allen Sendern von SimpliTV (DVB-T2) in Österreich / Servus TV (DVB-S2) in Österreich und Deutschland sowie über einige Sender des französischen, terrestrischen Fernsehens TNT (eine Art erweitertes DVB-T) ausgestrahlt. Zudem wird DD+ vom Amazon-Videodienst Amazon Video mit Hilfe des FireTV-Streaminggerätes über HDMI ausgegeben.
Dolby True HD
Dolby TrueHD ist ein verlustfreier Audiocodec. Er wurde speziell für den Einsatz auf HD DVDs und Blu-ray Discs als optionales verlustfreies Raumklang-Format entwickelt. Es steht damit in direkter Konkurrenz zu DTS-HD Master Audio, welches eine deutlich höhere Verbreitung hat.
Er basiert auf Meridian Lossless Packing (MLP) und versteht sich als dessen Nachfolger. TrueHD wurde um Unterstützung von höheren Abtastraten, mehr Kanälen und höheren Datenraten erweitert. FFmpeg enthält einen freien Encoder und Decoder für MLP und TrueHD.
Der Codec unterstützt auf HD DVD und Blu-ray Disc bei 96 kHz Abtastfrequenz bis zu acht Kanäle, bei 192 kHz bis zu 6 Kanäle, jeweils mit bis zu 24 bit Abtasttiefe. Die maximal erlaubte Datenübertragungsrate beträgt 18.432 kbit/s.
Dolby Vision
Dolby Vision ist eine Technologie für High Dynamic Range Video (HDR Video). Es unterstützt das von ihnen entwickelte und standardisierte Verfahren SMPTE ST-2084 Perceptual Quantizer (PQ) und bis zu 12 Bit Farbinformationen. Praktisch können damit Helligkeitsinformationen mit Leuchtdichten von 10.000 cd/m² dargestellt werden. Heutzutage übliche Masterdisplays erreichen maximal meist nur 4.000 cd/m². Ein größerer Gamut-Bereich wird mittels ITU-R Rec. 2020 ermöglicht. Es unterstützt ebenfalls SMPTE ST 2086 und SMPTE ST 2094-10. Letzteres ist in der Lage, dynamische Metadaten an das Ausgabegerät zu übertragen. Diese können beispielsweise Farbkalibrierungen abhängig von der Szene enthalten, was eine originaltreuere Wiedergabe zur Folge hat. Diese dynamischen Metadaten werden in einem Enhancement Layer zusammengefasst, bei dem zwei Typen unterschieden werden: MEL (M steht für Minimal) und FEL (F steht für Full). Diese zwei Typen unterscheiden sich in der Menge an Bildinformationen und der daraus resultierenden Größe.
Die maximale Auflösung bei Dolby Vision beträgt 7680 × 4320 Pixel (8K), die maximale Bildwiederholfrequenz 120 fps. Im Broadcast-Bereich kommt Dolby Vision zusammen mit HLG zum Einsatz. Die Dolby-Vision-Metadaten SMPTE ST 2094-10 werden in einem HLG-Signal mitgeliefert und sind zudem abwärtskompatibel zum Standard HDR der HLG-Spezifikation. Technisch wird bei Dolby Vision jede Fernsehmodellserie vor der Massenproduktion anhand eines Vorserienmodelles von Facharbeitern von Dolby genau eingemessen und alle relevanten Daten werden in einem Chip auf dem Fernsehgerät gespeichert. Diese Daten werden für die Berechnungen des optimalen Bildes gebraucht, die mit patentierten Algorithmen berechnet werden. Dolby-Vision-Geräte bis zum Modelljahr 2019 erhalten Unterstützung bis Algorithmus-Version 2.9 und ab Modelljahr 2020 ein Update auf Algorithmus-Version 4.0 (außer LG-Fernseher aus dem Modelljahr 2019). Die Algorithmus-Version 4.0 bringt Verbesserungen bei der Feinabstimmung des Bildes mit, sodass es für den Coloristen noch mehr Möglichkeiten gibt, das Bild an die Wünsche des Regisseurs anzupassen. Im Gegensatz zu HDR10+ ist Dolby Vision für die Gerätehersteller nicht lizenzfrei.
Dolby VoiceDarunter fallen Hardware- und Software-Produkte, die für Webkonferenzen auf Unternehmensebene benötigt werden.

Dolby gibt auch eine Auflistung ihrer Hauptmärkte und damit verbundener Angebote, für die die Firmentechnologie genutzt wird. Die Märkte in denen die Firma ihre Entwicklungen anbietet, sind Broadcast (Übertragung) und hier hauptsächlich Fernsehübertragungen und so genannte Set -Top-Boxen, Mobile, wo sich die Angebote hauptsächlich auf Smartphones und Tablet-Computer beziehen, Consumer Electronics (CE), wo sich die Angebote über Digital Media Adapter, Blue-ray Discs, AV-Receiver, Soundbars, DVD´s und HTIB´s (Home Theater in a Box) erstrecken, Personal Computers, mit Produkten und Lösungen für Windows und macOS Betriebssysteme und zuletzt eine Position für sonstige Bereiche, unter die Angebote für Spielekonsolen, Auto DVD sowie Dolby Cinema und Dolby Voice fallen.

Quelle: Jahresbericht Dolby Laboratories, Inc. – 2019

Seine Entwicklungen bietet Dolby im wesentlichen über 4 unterschiedliche Lizenz Modelle an:

  • Zweistufiges Modell (Two-Tier Model): Unter diesem Lizenzmodell erwirtschaftet Dolby den größten Teil seines Umsatzes. Dabei werden Dekodierungstechnologien des Unternehmens mit entsprechender Soft- und Firmware-Kodierungen, Halbleiter-Herstellern zur Verfügung gestellt werden. Diese Hersteller treten als Implementierungslizenznehmer auf und integrieren die Technologien von Dolby in ihre integrierten Schaltkreise, die im Anschluss an die Hersteller von Unterhaltungselektronik und sonstigen Geräten vertrieben werden. Die Hersteller der Endgeräte für den Kunden (OEM – Original Equipment Manufacturer), werden als Systemlizenznehmer bezeichnet und bilden die zweite Stufe des Lizenzmodells.

    Die Implementierungslizenznehmer bezahlen Dolby eine Gebühr für die Vertragsabwicklung und im folgenden generiert das Unternehmen seine Umsätze aus der Bereitstellung von Dienstleistungen bei der Implementierung der Dolby-Technologie. Einnahmen aus den anfänglichen Gebühren werden anteilig über die Vertragslaufzeit als Bestandteil der Lizenzerlöse erfasst.

    Die Systemlizenznehmer stellen dem Unternehmen wiederum Prototypen von Produkten oder Selbsttestergebnisse zur Verfügung, die von Dolby entwickelte Technologien enthalten. Dolby Laboratories überprüft den optimalen Einsatz und die Konsistenz der verwendeten Technologien des Unternehmens und im Falle einer Bestätigung, können die Systemlizenznehmer anschließend Produkte der Implementierungslizenznehmer erwerben und diese in genehmigte Produkte integrieren um sie an Händler, Einzelhändler und Verbraucher zu vertreiben. Für seine verwendeten Produkte vereinnahmt Dolby dabei Lizenzgebühren, die je nach Art der verwendeten Technologie, deren Zusammensetzung und der Menge der Produkte variieren.
  • Integriertes Lizenzmodell: Das integrierte Lizenzmodell kombiniert Implementierungs- und Systemlizenznehmer, beispielsweise für Anbieter von Software- und Betriebssystemen. Diese Art von Lizenznehmern integrieren die Dolby-Technologien in ihre Software-Angebote für PC´s, für mobile Anwendungen oder in integrierte Schaltkreise, welche in Produkte der jeweiligen Hersteller verbaut werden.

    Analog der Vergütung für das zweistufige Lizenzmodell, wird Dolby Laboratories hier eine anfängliche Lizenzgebühr bezahlt, sowie zusätzlich die laufenden Lizenzgebühren, die sich aus der Mischung der verwendeten Dolby-Technologien, der Art der Implementierung und dem Volumen der hergestellten Produkte ergeben und dem gleichen Qualitätskontroll- und Bewertungsprozess unterliegen.
  • Patentlizenzmodell: Das Unternehmen lizenziert seine Patente über so genannte Patentpools, über Vereinbarungen zwischen mehreren Patentinhabern, um gemeinsam gepoolte Patente anzubieten und zu lizenzieren. Außerdem lizenziert Dolby auch eigene Patente direkt an Hersteller, die das geistige Eigentum der Firma in ihren Produkten verwenden. Unter der wirtschaftlichen Aktivität dieses Modells fasst das Unternehmen außerdem die Generierung von Servicegebühren für die Verwaltung von Patentpools im Auftrag von Patentinhabern Dritter zusammen. Dieser Geschäftsbereich wird über die hundertprozentige Tochtergesellschaft Via Licensing Corp. betrieben, die ihren Hauptsitz in San Francisco hat. Mit den Lizenzen der Via Licensing Corp.-Patentpools, können Produzenten Patentlizenzen für Audiokodierung, interaktives Fernsehen, digitales Radio und drahtlose Technologien effizient und transparent sichern. Dolby bietet diese Patente für AAC, AVC, HE-AAC, HEVC und andere geistige Eigentumsrechte durch Patentlizenzen an.
  • Kooperationsvereinbarungen: Hier weist das Unternehmen vor allem Vereinbarungen über die Nutzung von Dolby Cinema und Dolby Voice-Systemen aus.

    Dolby Cinema: Dolby Laboratories arbeitet mit verschiedenen Ausstellern zusammen und vertreibt seine Dolby Vision und Dolby Atmos – Systeme als Premium-Kinoangebote an deren Standorten. Daraus resultierend vereinnahmt das Unternehmen einen Teil der erzielten Umsätze an Dolby-Cinema-Standorten durch Kassenbelege. Diese Einnahmen an den Theatern, die mit Dolby-Installationen arbeiten, erfasst das Unternehmen wieder als Lizenzerlöse. In einigen Fällen werden auch Mindestbeträge im Voraus als Produkt- und Dienstleistungserlöse umgesetzt.

    Dolby Voice: Hierfür trifft das Unternehmen Vereinbarungen mit Anbietern von Audio- und Videokonferenzen. Die Lizenzierung von geistigem Eigentum der Firma, gewährt Kunden den Zugang zu Technologien und zu Service-Angeboten von Dolby, für die wiederum entsprechende Einnahmen generiert werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Dolby´s Geschäftstätigkeit sich maßgeblich auf die Generierung von Lizenzgebühren stützt, was eine schlanke Verwaltung erlaubt und keine eigene Produktion im großen Stil erforderlich macht. Die Produkte und Serviceangebote von Dolby teilt das Unternehmen heute wie folgt ein:

Auszug aus dem Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2019

Geschichte des Unternehmens

Geschichte des Unternehmens
Quadruplex Videorekorder der Firma Ampex, Typ VR 2000; Gewicht ca. 600 kg

Die Ursprünge des heutigen Unternehmens Dolby Laboratories, Inc., gehen auf das Wirken des US-Amerikanischen Ingenieurs Ray Milton Dolby zurück. Ray Dolby, geboren am 18. Januar 1933 in Portland, Oregon, hatte bereits als Teenager mit der damaligen Bandtechnologie zu tun, als er im Rahmen von Ferienjobs bei Ampex in Redwood City, Kalifornien, heute als Ampex Data Systems Corp. eine Tochter von Delta Information Systems, mit deren ersten Tonbandgeräten arbeitete. Das war im Jahr 1949. Er gehörte auch dem Team an, welches 1957 den ersten Videorekorder entwickelte und aus ihm und weiteren 5 Personen bestand. Als Berater leistete er so einen wertvollen Beitrag bei der Entwicklung des Quadruplex-Videorekorders, den Ampex im April 1956 vorstellte. Bis zu diesem Zeitpunkt war Ray Dolby noch Student am San Jose State College und danach, mit einer Unterbrechung von 2 Jahren durch Militärdienst, an der Standford University, die er 1957 mit einem Bachelor of Science in Elektroingenieurswesen verließ. Im selben Jahr erhielt er über ein Marshall Scholarship, ein Stipendium für junge Amerikaner über einen Doktor Phil. in Physik an der University of Cambridge in Großbritannien, wo er als Forschungsmitarbeiter am Pembroke College tätig war. Seinen akademischen Grad erhielt er 1961. Anschließend war er bis 1965 als technischer Berater für die Vereinten Nationen tätig, ehe er 1965 nach England zurück kehrte. Während seiner Tätigkeit für die UNESCO, entwickelte er sein Verfahren zur Geräuschreduzierung. Bei einem Besuch 1964 in Ashram, versuchte Dolby Sitar-Musik mit einem Ampex-Tonbandgerät aufzunehmen und bemerkte ein Zischen, das als Störgeräusch die Feinheiten der Instrumente übertönte. Dolbys Lösung für dieses Problem, war die Erfindung eines Schaltkreises, der das auftretende Rauschen bei der Aufnahme beseitigt. Damit hatte Ray Dolby ein funktionsfähiges Verfahren für die Rauschunterdrückung geschaffen. Bei diesen Verfahren der Signalverarbeitung, welche das Ziel haben das meist unerwünschte Rauschen in einem Nutzsignal zu verringern, werden im Signal mit auf die Anwendung abgestimmten Filtern bestimmte Frequenzanteile unterdrückt oder verstärkt. Anwendungsbereiche sind unter anderem die Audiotechnik bei Sprache und Musik, allgemein die Akustik, oder die Bildverarbeitung um das Rauschen von Bildsensoren zu minimieren.

Dolby 361-A Rauschunterdrückungs-Modul für Tonstudios;
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Dolby_noise-reduction_system

1965, nach seiner Rückkehr nach England, gründete Ray Dolby in London sein Unternehmen und nannte es Dolby Laboratories. Auf Grundlage seiner Erfindungen, entwickelte Dolby nun das Dolby noise-reduction system, kurz Dolby NR, welches in Form des Dolby A 1965 für den Einsatz in Tonstudios vorgestellt wurde. Erste Nutzer des Systems war beispielsweise das britische Musik-Label Decca Records. Die Dolby-Rauschunterdrückung ist eine Form der dynamischen Preemphasis, die während der Aufnahme verwendet wird, sowie eine Form der dynamischen Deemphasis, die während der Wiedergabe verwendet wird und zusammen das Signal-Rausch-Verhältnis verbessert. Das Signal-Rausch-Verhältnis gibt einfach an, wie groß das Musiksignal im Vergleich zu dem geringen Pegel des Bandrauschens ohne Signal ist. Wenn die Musik laut ist, ist der tiefe Hintergrundrauschpegel nicht wahrnehmbar, aber wenn die Musik leise oder leiser ist, ist das meiste oder alles, was zu hören ist, das Geräusch. Wenn der Aufnahmepegel so eingestellt wird, dass die Musik immer laut ist, ist das Geräusch mit niedrigem Pegel nicht hörbar.
Man kann die Lautstärke der Aufnahme nicht einfach erhöhen, um dieses Ziel zu erreichen. Bänder haben eine maximale Lautstärke, die sie aufnehmen können, sodass bereits laute Töne verzerrt werden. Die Idee ist, die Lautstärke der Aufnahme nur zu erhöhen, wenn das Originalmaterial noch nicht laut ist, und dann die Lautstärke bei der Wiedergabe um den gleichen Betrag zu verringern, damit das Signal auf die ursprünglichen Lautstärkepegel zurückkehrt. Wenn die Lautstärke bei der Wiedergabe verringert wird, wird der Geräuschpegel um den gleichen Betrag verringert. Dieses Grundkonzept, bei dem die Lautstärke erhöht wird, um das inhärente Rauschen zu überwinden, wird als Pre-Emphasis oder Akzentuierung bezeichnet und bedeutet die Anhebung der hohen Frequenzen und Absenkung der tiefen Frequenzen während des Aufzeichnens oder Sendens (lineare Vorverzerrung). Sie wird anschließend bei der Wiedergabe bzw. beim Empfang rückgängig gemacht (EntzerrungDeemphase, Deakzentuierung, engl. deemphasis), so dass insgesamt eine originalgetreue Übertragung erfolgt. Dieses Vorgehen reduziert das Rauschen, das verstärkt bei hohen Frequenzen auftritt. Zusätzlich zu diesem Grundkonzept bieten Dolby-Geräuschreduzierungssysteme eine weitere Verbesserung. Dies berücksichtigt die Tatsache, dass Bandrauschen bei Frequenzen über 1.000 Hz weitgehend zu hören ist. Es sind die niederfrequenten Klänge, die oft laut sind, wie Schlagzeugschläge. Wenn Sie also die Kompandierung, ein Kofferwort aus „Kompression“ und „Expandierung„, nur auf bestimmte Frequenzen anwenden, kann die Gesamtverzerrung des Originalsignals reduziert und nur auf die problematischen Frequenzen fokussiert werden. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Dolby-Produkten zeigen sich weitgehend in dem genauen Satz der von ihnen verwendeten Frequenzen und dem Ausmaß der Modifikation des ursprünglichen Signalvolumens, das auf jedes der Frequenzbänder angewendet wird.

Mit dem Dolby B, der 1968 vorgestellt wurde, folgte alsbald ein Gleitbandsystem für den breiten Publikums-Markt, das eine hohe Wiedergabetreue auf Kassetten praktisch umsetzbar machte, die bis dahin ein relativ verrauschte Bandgröße und -Geschwindigkeit verwendeten. Von den Geräuschreduzierungssystemen wurden Dolby A und Dolby SR für den professionellen Einsatz entwickelt und es sind wie bereits angesprochen so genannte Kompandersysteme. Dolby B, C und S wurden für den Verbrauchermarkt entwickelt. Abgesehen von Dolby HX arbeiten oder komprimieren alle Dolby-Varianten den Dynamikbereich des Sounds während der Aufnahme und erweitern ihn während der Wiedergabe. 1969 wurde schließlich ein US-Patent für das von Dolby entwickelte System angemeldet. Die intelligente Geschäftspolitik von Ray Dolby sorge für einen großen Erfolg des Unternehmens, denn er behielt durchgehend die Kontrolle über alle Marken und Patente, sorgte aber gleichzeitig für günstige Konditionen der genommenen Lizenzgebühren. Diese Geschäftspraxis des Unternehmens hat sich bis heute bewährt und sie kennzeichnet das geschäftliche Verständnis des Gründers, der bei der Einführung seiner Produkte mehrere Schwierigkeiten zu meistern hatte. Eines der Hauptprobleme für das junge Unternehmen war es, die Hersteller von Rekordern davon zu überzeugen, seine Rauschunterdrückungssysteme zu verbauen, ehe entsprechende Bänder mit der Dolby-Technologie verkauft werden konnten. Für einen Musikproduzenten machte es keinen Sinn, Dolby-Bänder auf den Markt zu bringen, wenn den Kunden entsprechende Abspielgeräte fehlten.

Die Lösung von Ray Dolby bestand darin, zunächst professionelle Aufnahmestudios zu engagieren und anschließend an Hersteller von Unterhaltungselektronik im High-End-Bereich heranzutreten. Damit hatte das Unternehmen den ersten Zugang zum Markt und nachdem beide Sektoren erfolgreich erschlossen waren, konnte sich die Firma auf den Massenmarkt konzentrieren. Dabei konnte Dolby erfolgreich ein augenscheinliches High-End-Produkt als günstige und leicht integrierbare Komponente verkaufen. Erste Wiedergabegeräte wurden noch mit Schaltern ausgestattet, mit der die Rauschunterdrückung ausgeschaltet werden konnte, um Kunden die Option zu bieten auch weiterhin Bänder ohne die Dolby-Technologie abzuspielen. Mit dieser Strategie konnte das Unternehmen das erste Problem lösen und mit dem Aufkommen von Dolby-Playern, folgten schnell Audiokassetten mit Dolby-Sound.

Filmbild mit zwei Lichttonspuren für Stereoton in Zackenschrift (zwei Doppelzackenspuren); Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lichttonverfahren

Mit dem Einsetzen der flächendeckenden Digitalisierung in den 1970er Jahren, drohte dem Rauschunterdrückungssystem von Dolby die Veraltung. Die Reaktion von Ray Dolby darauf war die Diversifizierung des Unternehmens. Die Firma Dolby verlegte sich auf Kino-Soundsysteme und perfektionierte um 1975 den Dolby-Stereo-Sound, ein analoges Lichttonformat für Kinofilme. Analoge Filme, wie sie zu dieser Zeit üblich waren, enthielten neben einer digitalen Tonspur noch eine analoge Lichttonspur, wobei die Tonspur nicht nur in Stereo, sondern auch mit Rauschunterdrückung nach den Kompandersystemen Dolby SR, bei älteren Kopien auch Dolby A vorlag. In dieser, eigentlich zweispurigen Tonspur, sind vier Kanäle (Links, Mitte, Rechts, Raumklang) matriziert, ein so genannter quadrophonischer Klang, die bei der Wiedergabe der Filmkopie auf dem Projektor durch ein Lichttongerät abgetastet und vom Tonprozessor dematriziert werden. Der Prozessor verarbeitet – durch Addition, Subtraktion und Phasenverschiebung der Signale – diese zwei Tonspuren so, dass jene Toninformationen, die lediglich in der linken oder rechten Tonspur vorkommen, links beziehungsweise rechts wiedergegeben werden, und solche, die in beiden zu gleichen Teilen vorkommen, in die Mitte gelegt und links und rechts ausgeblendet werden. Gleiche Toninformationen, die in der linken Tonspur zeitversetzt zur rechten auftreten, werden in den Bühnenkanälen ausgeblendet und in den Raumklang-Kanal gelegt. Anteilig vorkommende Toninformationen werden entsprechend zwischen den betreffenden Kanälen aufgeteilt. Das Lichttonverfahren ist das älteste und noch heute gebräuchliche Tonfilm-Verfahren, bei dem Bild- und Toninformation auf demselben Träger aufgebracht sind. Der Ton eines Kinofilms wird dabei auf einem maximal einen Zehntel Zoll (also maximal 2,54 mm) breiten, Tonspur genannten Streifen zwischen den Einzelbildern und den Perforationslöchern des Films fotografisch gespeichert. Da die Bilder schrittweise weiterbefördert werden während ein analoges Tonsignal vom konstant laufenden Filmstreifen abgetastet werden muss, werden hier Bild und Ton zeitlich versetzt auf dem Träger gespeichert, siehe Zeitversatz. Seit 1976 gibt es Lichtton mit dem Dolby A-Rauschunterdrückungssystem. Dieses System verbesserte die Tonqualität erheblich. Es war außerdem möglich zwei Lichttonspuren auf dem Raum unterzubringen, den früher eine Spur benötigte, und in diesen beiden Spuren noch die Information für einen Surroundkanal und einen Centerkanal unterzubringen. Das war der Beginn von Dolby Stereo. Seit 1987 wurde das Dolby-Spectral-Recording-Rauschunterdrückungssystem (Dolby SR) benutzt. Demnach nannte man den Lichtton Dolby Stereo SR oder einfach Dolby SR, dazu später mehr. Im Februar 1979 trat auch William Jasper Jr. in das Unternehmen ein, der im Mai 1983 President von Dolby werden sollte und schließlich bis 2009 den Posten des CEO inne hatte, neben Ray Dolby, der als Chairman of the Board weiter im Unternehmen blieb.

Nachdem Dolby erfolgreich den Markt für Kino-Sound für sich erschlossen hatte, folgte mit Dolby Surround Sound schnell ein System für Videorecorder-Stereosysteme, mit dem das Unternehmen auf den Markt für Heimvideo drängte. Bis 1982 konnte Dolby so Lizenzeinnahmen von 6 Millionen US-Dollar im Jahr vereinnahmen und hatte über 125 Kunden, die sich mit der Herstellung von Audiogeräten befassten. rund 70 Millionen verschiedene Konsumgüter verwendeten Komponenten, die mit der Technologie von Dolby ausgestattet waren und das Unternehmen verfügte somit über eine monopolartige Stellung im Bereich der Lärmreduzierung. Das System Dolby B war zum Standard für fast alle vor aufgezeichneten Kassetten geworden. Mit dbx, Inc., die 1971 gegründet wurden und ihren Hauptsitz in Newton, Massachusetts hatten, kam 1980 erstmals ernste Konkurrenz für Dolby auf den Markt. dbx, Inc. konnte ein Rauschunterdrückungssystem entwickeln und erfolgreich an mehrere Audiohersteller verkaufen. Der Gründer von dbx, der Ingenieur David E. Blackmer, entwickelte zwischen 1970 bis 1973 die so genannte Blackmer gain cell (Verstärkungszelle), eine VCA-Schaltung (Audio Frequency Voltage Controlled Amplifier) mit einem Exponentialsteuergesetz. Zusammen mit dem dbx-RMS-Detektor, waren das die wichtigsten Entwicklungen des Dolby-Konkurrenten. Der 1976 vorgestellte dbx 160 Kompressor, der dezilinearen VCA- und RMS-Pegelerkennungsschaltungen von dbx verwendete, war in der Lage, Hintergrundgeräusche um bis zu 40 dB zu reduzieren, eine deutliche Verbesserung zu Dolbys System mit 10 dB Reduzierung. Mit der Entwicklung der ersten Miniatur-Rauschunterdrückungsschaltung für Walkmen, schaffte es dbx sich 1982 vor Dolby zu stellen und einen rasant wachsenden Markt für sich zu gewinnen. Dabei ging dbx intelligent vor, denn das von dbx entwickelte Rauschunterdrückungssystem für den professionellen Markt, dbx k9, war so designt worden, dass es in den Ramhem der Dolby -A-A361 Module passte. Ein Merkmal des DBX-Systems war ein eingebautes Noise-Gate, mit dem alles unter einem bestimmten Dezibelpegel abgeschaltet werden konnte. Bis 1982 konnte dbx so rund 70 Prozent des Gesamtmarktes für kommerzielle Aufnahmegeräte für sich vereinnahmen, da sein System von Aufnahmeprofis bevorzugt eingesetzt wurde. Dolby reagierte auf diese Herausforderung mit der Entwicklung einer verbesserten Version seines Rauschunterdrückungssystems, welches der Öffentlichkeit als Dolby C vorgestellt wurde. Dolby C arbeitet mit zwei kaskadierten Kompressoren sowie einer Antisättigungsschaltung. Der erste Kompressor entspricht genau dem Dolby-B-Kompressor. Der zweite arbeitet bei 20 dB geringeren Pegeln mit einem Einsatzpunkt, der reichlich zwei Oktaven tiefer liegt (5-dB-Punkt: 200 Hz statt 1 kHz). Das Antisättigungsnetzwerk verbessert die Höhenaussteuerbarkeit bei 10 kHz um etwa 4 dB und verhindert bei kurzzeitig auftretenden zu hohen Pegeln eine Übersättigung des Bandmaterials durch übermäßige Aussteuerung des Nutzsignals, indem es die Pegel leicht reduziert. Zusätzlich entwickelte Dolby auch ein tragbares System. Eine andere Entwicklung wurde 1982 bei Bang &Olufsen, einem dänischen Hersteller von Unterhaltungselektronik gemacht, welche später von Dolby als Dolby HX Pro vermarktet wurde. Es ist eine Einrichtung, die die Höhenaussteuerbarkeit erweitert und somit mittelbar auch die Hörbarkeit des Rauschens verringert.

Wie bereits angesprochen, erfolgte ab 1986 die Einführung des Dolby Spectral Recording, kurz Dolby SR, für professionelle Audio-Aufnahmen und ab 1988 wurde es auch in Kinos eingesetzt. Das neue System arbeitet mit magnetischen Tonspuren für Filme und Musikkassetten und erzeugt digitale Klarheit aus einem analogen Soundsystem. Hierfür orientiert sich das System an früheren Dolby Formaten und kombiniert Charakteristiken von Dolby A, B und C, wie beispielsweise Gleitband- und Festbandbegleiter, um den Dynamikbereich von analogen Aufnahmen zu verbessern. Mit dem Dynamikbereich ist der Dezibel-Bereich zwischen Spitzenpegel und Grundrauschen gemeint. Mit dem Dolby SR System konnten analoge Aufnahmen und Übertragungen um bis zu 25 dB verbessert werden. Dolby SR findet vor allem im Bereich der professionellen Audioaufnahmen, bei Aufnahme- und Postproduktionsingenieuren, Rundfunkveranstaltern und anderen professionellen Audio-Anwendern Verwendung. Bis heute wird das System als optisches Analogformat für für fast alle 35mm Filme verwendet und bildet immer das optische Analogformat, wenn Dolby Digital zum Einsatz kommt. Erste Implementierungen von Dolby SR waren Pin-Kompatibel mit Dolby A Modulen. Im Jahr 1989 konnte Dolby Laboratories sowohl den analogen wie auch den digitalen Markt abdecken und auf beiden Teilbereichen Fortschritte erzielen (Vergleiche Analogsignal; Digitalsignal). Das Unternehmen war bemüht, in einer zunehmend digitalen Welt analogen Sound am Leben und wettbewerbsfähig zu halten, suchte sich aber zeitgleich neue Geschäfte im digitalen Markt. Das erste Produkt in dieser Richtung war eine modifizierte Version von Dolby SR, die unter dem Namen Dolby S-Type eingeführt wurde. Der Hauptunterschied zu Dolby SR war die Kompatibilität mit Dolby B-Systemen, dem damaligen Hauptsystem, das bei handelsüblichen Kassetten verwendet wurde. Dolby B konnte eine Rauschunterdrückung auf 10 dB leisten, Dolby S steigerte diese Leistung mittels variabler Filter auf 24 dB bei hohen Frequenzen und noch bis zu 10 dB bei niedrigen Frequenzen, was Störgeräusche für das menschliche Ohr praktisch nicht mehr hörbar macht. Zur Zeit der Einführung von Dolby S, wurden Kassetten immer weiter von den Compact Discs (CD) verdrängt und obwohl Dolby behauptete, niemand könnte einen Qualitätsunterschied zwischen dem Klang einer CD und einer Dolby S kodierten Kassette erkennen, fand Dolby S nie große Verbreitung. Das System kann als eine verschlankte Variante von Dolby SR gesehen werden, das zwar widerstandsfähiger ist gegen Wiedergabeprobleme, die durch Rauschen des Bandtransportmechanismus verursacht werden. Dolby C lieferte eine vergleichbare Rauschunterdrückung, hier konnte Dolby S aber im Bereich der mittleren Töne 10 dB Rauschunterdrückung hinzufügen. Die Dolby B Kompatibilität sorgte dafür, dass entsprechende Rekorder die Qualität wiedergeben konnten, auf denen das B-System zum Einsatz kam. Mit der Entwicklung von Microchips durch die Firma Sony, konnten Rekorder S-Funktionen bereitstellen.

Eine Compact Disc (CD); Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Compact_Disc

Gleichzeitig mit Dolby S, stellte das Unternehmen auch ein System für die Anwendung bei digitalen Aufzeichnungen vor, das als Dolby Adaptive Transform Coding, oder kurz Dolby ATC vermarktet wurde. Das neue digitale System machte es möglich, die erforderlichen Informationen für die Aufnahme von Sound mit hoher Wiedergabetreue so weit zu reduzieren, dass bis zu 6 Mal mehr Sound gespeichert werden konnte, als auf bisherigen CD´s. Das Unternehmen hatte bereits mit digitaler Codierung experimentiert und sein Delta Link-System in australischen Satellitenrundfunkmärkten verbreitet, wo es auch zur Archivierung von Musikaufnahmen verwendet wurde. Das System machte die Produktion von Audio CD´s deutlich günstiger.

So konnte Dolby bis 1992 einen Umsatz von 40 Millionen US-Dollar ausweisen, wovon rund ein Drittel aus der Vergabe von Lizenzen erwirtschaftet wurde. Im Juni 1992 landete Dolby Laboratories einen große Erfolg, als das Unternehmen mit dem Film Batman Returns zum ersten Mal seinen neuen digital codierten Stereo-Soundtrack-Prozess vorstellen konnte. Seit 1995 wird das System nur noch Dolby Digital genannt, oder Dolby AC-3 und es war zu dieser Zeit als eines der möglichen Audioformate für DVD´s festgelegt worden. Konkurrenten von Dolby hatten zwar digitale Soundtracks für Filme auf den Markt gebracht, das System des Unternehmens hatte für die Vertreiber aber einige Vorzüge. Die Konkurrenzsysteme zwangen die Kunden dazu, sowohl digitale als auch analoge Filmabzüge auf Lager zu halten, bedingt durch Kompatibilitätsprobleme. Dank einer SR-D Innovation, einem digitalen 6-Spur-Soundtrack, der in die leeren Räume zwischen den Löchern eines herkömmlichen 35-Millimeter-Filmdrucks gedrückt wurde, konnten Verleiher mit nur einem Druck sowohl für digitalen als auch für analogen Ton arbeiten. Tatsächlich war dies die erste erfolgreiche Kombination von digitalem und analogem Ton auf einem einzigen Druck. Die Kosten für Wiedergabegeräte, die SR-D-Sound leisten können, betrugen für die Kinos etwa 20.000 US-Dollar, was eine erhebliche Einsparung gegenüber Alternativen mit zwei Systemen darstellt. Die Qualität von SR-D war vergleichbar mit einer CD, professionellen Digitalformaten und Dolby Stereo 70mm Magnetbändern. Dolby Digital basiert auf der Grundlage einer modifizierten diskreten Cosinustransformation, abgekürzt MDCT, die als ein verlustbehafteter Audiokomprimierungsalgorithmus eingesetzt wird und ihrerseits auf der diskreten Cosinustransformation (DCT-IV) des Elektroingenieurs Nasir Ahmed aus dem Jahr 1972 basiert. Der Algorithmus war ursprünglich für die Bildkomprimierung vorgesehen und wurde 1987 von 3 Forschern der University of Surrey in die modifizierte diskrete Cosinustransformation überführt. Im Vergleich zur diskreten Cosinustransformation vom Typ IV, hat die MDCT eine weitere wertvolle Eigenschaft hinzugewonnen: Sie ist für aufeinanderfolgende Blöcke eines größeren Datensatzes ausgelegt, wobei nachfolgende Blöcke sich überlappen, so dass die letzte Hälfte eines Blocks mit der ersten Hälfte des nächsten Blocks übereinstimmt. Diese Überlappung macht das MDCT zusätzlich zu den Energieverdichtungseigenschaften des DCT besonders attraktiv für Signalkomprimierungsanwendungen, da es hilft, Artefakte zu vermeiden, die von den Blockgrenzen herrühren. Aufgrund dieser Vorteile ist das MDCT die am weitesten verbreitete verlustbehaftete Komprimierungstechnik bei der Audiodatenkomprimierung. Es wird in den meisten modernen Audiokodierungsstandards verwendet, einschließlich MP3, Vorbis (Ogg), Windows Media Audio (WMA), ATRAC, Cook, Advanced Audio Coding (AAC) und High-Definition Codierung (HDC), LDAC, Dolby AC-4,und MPEG-H 3D Audio, sowie Sprachcodierungsstandards wie AAC-LD (LD-MDCT) und eben auch im Format Dolby Digital.

Das alte Logo von Dolby Digital; Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Dolby_Digital
Darstellung der verlustbehafteten Kompression; Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Audiodatenkompression

Als verlustbehaftete Audiodatenkompression, auch weniger präzise, kürzer Verlustbehaftete Audiokompression beziehungsweise in entsprechendem Kontext Verlustbehaftete Kompression oder englisch „lossy“ (verlustbehaftet), bezeichnet man Verfahren, die eine Datenreduktion durchführen und gezielt weniger relevante Signalanteile in der Regel näherungsweise mit minderer Präzision abspeichern oder unwiederbringlich verwerfen. Bei simplen Verfahren wie μ-law und A-law werden nur die einzelnen Abtastpunkte des PCM-Datenstroms anhand einer logarithmischen Kennlinie abhängig vom Pegel quantisiert. Verfahren wie ADPCM nutzen bereits die Korrelationen aufeinanderfolgender Abtastpunkte aus. Moderne Verfahren basieren meist auf Frequenztransformationen in Verbindung mit psychoakustischen Modellen, die die Eigenschaften des menschlichen (Innen-)Ohres nachbilden und entsprechend dessen Unzulänglichkeiten die Darstellungspräzision maskierter Signalanteile reduziert. Für spezialisierte Verfahren werden weiterhin Modelle eingesetzt, die den Klangerzeuger nachbilden und so eine Klangsynthese beim Empfänger beziehungsweise im Decoder ermöglichen, womit dann ein großer Signalanteil mit Parametern zur Steuerung des Synthesizers beschrieben werden kann.

Variante der AC-3 Dekodierung; Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dolby_Digital

Das nächste Ziel des Unternehmens war schließlich der Markt für Heimkino-Systeme und dafür wurde SR-D Sound entsprechend angepasst und so das heute bekannte Dolby AC-3 entwickelt. Das System war für den breiten Markt ausgelegt und stellte somit ein digitales Surround-Sound-System für Konsumenten zur Verfügung. AC-3 zeichnet 5 Audiokanäle und einen zusätzlichen Kanal für Subwoofer als digitalen Code auf und es war der Nachfolger von Dolby Surround beziehungsweise dem System Dolby Pro Logic von 1986, das auch separate linke und rechte Surround-Sound Kanäle bereitstellte. Das Advanced Television Systems Committee führ Dolby Digital als Standard mit der Nummer A/52. Auf Wikipedia heißt es zur Audiokompression:

Das Audiosignal wird in seiner Dynamik nicht komprimiert. Aufgrund der großen Kanalanzahl, der hohen Abtastrate von 48 kHz und der möglichen Auflösung zwischen 16 und 24 Bit fällt in unkomprimierter Form eine enorme Menge an Audiodaten an. Für die Tonspur eines zweistündigen Films liegt der Platzbedarf bei ungefähr 4 GB, was etwa der halben Speicherkapazität einer Double-Layer-DVD entspricht. Deshalb arbeitet Dolby Digital mit einer verlustbehafteten Datenkompression. Das verwendete Kodierungsverfahren heißt AC-3 und wird im Standard ATSC A/52 beschrieben. Die Komprimierung basiert – wie beispielsweise auch bei MP3Vorbis und AAC – auf der Tatsache, dass das menschliche Ohr bestimmte Toninformationen nicht wahrnimmt (siehe Psychoakustik).
AC-3 unterstützt Bitraten zwischen 32 und 640 kbit/s (Kilobit pro Sekunde). Auf einer DVD werden für 5.1-Ton gewöhnlich 384 oder 448 kbit/s verwendet, für Stereoton 192 oder 224 kbit/s. Im Kino lag die Datenrate (bei Einsatz von Dolby Digital) bei 320 kbit/s (mittlerweile wird unkomprimiertes PCM verwendet). Auf einer Blu-ray werden für 5.1 Ton gewöhnlich 640 kbit/s verwendet und dadurch wird die größtmögliche Bitrate voll ausgeschöpft.

Konfigurationen bei Dolby Digital; Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dolby_Digital

1993 konnte Dolby mit einem Unternehmen aus Santa Clara in Kalifornien eine Vereinbarung abschließen. Der Chiphersteller Zoran Corp., der 1980 in Delaware gegründet worden war und dessen Name sich aus dem Hebräischen für Silizium ableitet, hatte seinen Fokus auf so genannten SoC-Schaltkreisen, was System on a Chip bedeutet, die für Anwendungen in der Unterhaltungselektronik produziert wurden. Unter der Abkürzung SoC versteht man die Integration aller oder eines großen Teils der Funktionen eines programmierbaren elektronischen Systems auf einem Chip (Die), also einem integrierten Schaltkreis (IC) auf einem HalbleiterSubstrat, auch monolithische Integration genannt. Aufgrund der häufigen Nutzung von Silizium als Substratmaterial spricht man auch von System-on-Silicon (SoS). Als System wird dabei eine Kombination unterschiedlicher Elemente (logischen Schaltungen, Taktgebung, selbständiges Anlaufen, mikrotechnische Sensoren usw.) aufgefasst, die zusammen eine bestimmte Funktionalität bereitstellen, beispielsweise ein Beschleunigungssensor samt Auswertungselektronik. Eingesetzt werden SoCs üblicherweise in eingebetteten Systemen. Das Unternehmen Zoran Corp. entwickelte zusammen mit Dolby einen 6-Kanal-Chip für die digitale Signalverarbeitung, der als Produkt für den Verbrauchermarkt beworben wurde. Dolby vermarktete seinen Surround-Sound aggressiv und schuf eine Präsenz durch ein Dolby Audio / Video-Forum zum Internetdienst von America Online, besser bekannt als AOL. Anschließend begann die Bartelmann Music Group, Musik im Dolby-Surround-Format zu veröffentlichen.

Eine Andere Entwicklung, die mit Beginn der 90er Jahre immer weiter an Fahrt gewann, war die Einführung und Verbreitung von hochauflösendem Fernsehen (HDTV) in den USA. (Geschichte des HDTV) Das beschreibt einen Sammelbegriff, der eine Reihe von Fernsehnormen bezeichnet, die sich gegenüber dem Standard Definition Television (SDTV) durch eine erhöhte vertikale, horizontale oder temporale Auflösung auszeichnen. Als diese Entwicklung sich Anfang der 1990er abzeichnete, adoptierten zwei der involvierten Unternehmensteams, die an einem landesweiten Wettbewerb teilnahmen, das Audiokodierungs-System von Dolby. Als unter US-Präsident Bill Clinton Pläne für Datenautobahnen erstellt werden sollten, kam es zu Gründung der HDTV Grand Alliance, die sich diesem Aspekt widmen sollte. Die Allianz entschied sich für das AC-3 System von Dolby als Audiotechnologie. Im weiteren Verlauf der 1990er Jahre konnte Dolby Laboratories weltweit mit verschiedenen Anwendungen für die Telekommunikation expandieren. 1995 brachte die Dolby Fax-Technologie Dolby-Sound durch Synchronisation von Studios in globale Übertragungen. Dolby Fax wurde entwickelt, um das Problem der Übertragung von qualitativ hochwertigem Audio für die lokale Speicherung oder über Satelliten zu lösen. Es wurde für die Synchronisation von älteren Filmen, für Audio-Feeds für Radiosendungen und für die digitale Fernübertragung von Hollywood-Filmen an Kinos mit Dolby-Sound verwendet . Im nächsten Jahr machte Dolby seinen ersten Internet-Audio-Deal. Das Softwareunternehmen Liquid Audio Inc. aus San Francisco, das 1996 gegründet wurde, brachte Dolbys Liquifier Audio Mastering Tool für World Wide Web-Entwickler auf den Markt. Gründer war der Unternehmer Gerald Kearby, der im so genannten dot-com Boom der späten 1990er Jahre eine gewisse Prominenz erhielt. Mit dem Jahr 2004, wurden die herausragenden technischen Leistungen des Unternehmens und seine Entwicklungsarbeit mit einem Primetime Emmy von NATAS gewürdigt.

Der Börsengang des Unternehmens erfolgte schließlich im Februar 2005 an der New York Stock Exchange.
Mit dem Jahr 2005, stellte Dolby der Öffentlichkeit seine Weiterentwicklung von Dolby Digital vor, Dolby Digital Plus (DD+). Das Fortschreiten von HDTV und die Marktreife der Blue-Ray Discs machten eine Verbesserung notwendig und ermöglichten diese. Eine Blue-Ray ist ein digitales optisches Speichermedium. Sie wurde als High-DefinitionNachfolgerin der DVD entwickelt und bietet ihrem Vorläufer gegenüber eine erheblich gesteigerte Datenrate und Speicherkapazität. Auf Blu-rays können daher Filme und Musik (Pure Audio) mit deutlich höherer Auflösung gespeichert werden und sie stellen den Sieger eines harten Konkurrenzkampfes zwischen Blue-Ray und den alternativen Formaten HD DVD und VMD dar. Diese Art der konkurrierenden Angebote werden in diesem Zusammenhang auch Formatkriege genannt. Neben diesen eher traditionellen Bereichen, begann auch die Expansion der Streaming-, On-Demand und Download-Dienste, für die ebenfalls digitale Mehrkanalton-Systeme notwendig wurden, die mit Dolby Digital Plus abgedeckt werden sollten. Mit Dolby True HD erfolgte ebenfalls 2005 die Vorstellung eines verlustfreien Audio-Codecs für Heimvideoanwendungen. Auch hier steht die Verwendung für Blue-ray Discs und eine entsprechend kompatible Hardware im Vordergrund. Dolby TrueHD konkurriert mit DTS-HD Master Audio (DTS-HD MA), einem weiteren verlustfreien Surround-Sound-Codec, der von der Firma DTS, Inc. entwickelt wurde. Neben Dolby Digital Plus und dem Format Dolby AC-4, ist Dolby TrueHD ein weiteres Nachfolgeprodukt für Dolby Digital bzw. AC-3. Die Dolby TrueHD-Spezifikation bietet bis zu 16 diskrete Audiokanäle mit einer Abtastrate von jeweils bis zu 192 kHz und einer Abtasttiefe von bis zu 24 Bit. Dolbys Komprimierungsmechanismus für TrueHD ist Meridian Lossless Packing (MLP). Meridian Lossless Packing, auch als Packed PCM (PPCM) bekannt, ist eine verlustfreie Komprimierungstechnik zum Komprimieren von PCM-Audiodaten, die von Meridian Audio, Ltd. entwickelt wurde. MLP ist die standardmäßige verlustfreie Komprimierungsmethode für DVD-Audio-Inhalte und bietet in der Regel eine Komprimierung von etwa 1,5: 1 für die meisten Musikmaterialien. Alle DVD-Audio-Player sind mit MLP-Decodierung ausgestattet, während die Verwendung auf den Discs selbst im Ermessen der Hersteller liegt. Vor Dolby TrueHD wurde MLP für das DVD-Audio-Format verwendet, obwohl die jeweiligen MLP-Implementierungen der beiden Formate nicht miteinander kompatibel sind. Ein Dolby TrueHD-Audiostream variiert in der Bitrate wie jedes andere verlustfrei komprimierte Audioformat. Das Unternehmen konnte im März 2005 beim ShoWest 2005 Festival in San Francisco sein vierzigjähriges Bestehen und eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte feiern.

2007 brachte das Unternehmen schließlich Dolby Volume auf den Markt, eine Schallpegeltechnologie, die die Messung und Analyse von Signalen nach einem Modell durchführt, das auf den Merkmalen des menschlichen Gehörs basiert, um eine gleichbleibende Lautstärke und Qualität über verschiedene Programme hinweg zu gewährleisten. Im November 2007 führte Dolby Laboratories die Übernahme von Coding Technologies durch, einem schwedischen Unternehmen aus der Informations-Technologie, das von Lars Liljeryd im Jahr 1997 in einem Keller auf dem Sveavägen in Stockholm gegründet worden war. Bekannteste Produkte des Unternehmens waren die SpektralbandReplikation (SBR) und (zusammen mit Philipsparametrisches Stereo (PS), an denen es Patente hielt und vermarktete. Diese Techniken sind heute kombiniert mit MPEG-4 Audio AAC zur Verbesserung der subjektiv empfundenen Audioqualität bei niedrigsten Bitraten und standardisiert als HE-AAC in breitem Einsatz. Coding Technologies hielt auch die Markenrechte an der synonym zu HE-AAC verwendeten Bezeichnung „aacPlus“ und vermarktete diese, ebenso davor „mp3PRO“ (MP3+SBR). Für 250 Millionen US-Dollar wurde die Akquisition durchgeführt.

2009 brachte die Firma Dolby Pro Logic IIz heraus, welches Dolby Pro Logic IIx um eine Höhenkomponente, die vordere Höhenkanäle über den vorderen linken und rechten Lautsprechern erstellt und ein 5.1- oder 7.1-System auf 7.1 Height oder 9.1 erweitert. Es identifiziert räumliche Hinweise in nicht korrelierten Informationen auf niedriger Ebene, wie z. B. Ambiente und Effekte wie Regen oder Wind in den seitlichen und hinteren Surround-Kanälen, und leitet sie an die Lautsprecher mit vorderer Höhe weiter. Die hinzugefügten Kanäle sind als Matrix kodiert und nicht diskret. Im März 2009 wurde außerdem Kevin Yeaman zum neuen CEO des Unternehmens bestellt und er übernahm den Posten von Bill Jasper. Unter seiner Führung wurde ebenfalls im März 2009 die Übernahme von STEP Labs durchgeführt. STEP Labs ist ein Unternehmen für akustische Software, dessen Technologie selbst in Umgebungen mit extremen Geräuschen kristallklare Sprachkommunikation erzeugt. Die patentierte Technologie von STEP, die auf der Physik der Schallwellenausbreitung basiert, ermöglicht so hochwertige Sprachsignale, dass Spracherkennung, Freisprechkommunikation, Sprachidentifikation und Sprachsteuerung nun zuverlässige Schnittstellen für die Unterhaltungselektronik sind. Mit Dolby Atmos stellte das Unternehmen im April 2012 sein proprietäres, objektbasiertes Surround-Sound-Format vor.

Die Dolby Atmos Technologie erlaubt theoretisch eine unbegrenzte Anzahl von Tonspuren. Im Gegensatz zu den rein kanalbasierten Surround-Formaten können im Datenstream vektorbasierte Metadaten für bewegte Objekte eingebunden werden, deren Koordinaten dann vom Receiver relativ zur jeweiligen eingemessenen Lautsprecheraufstellung berechnet werden. Die erste Generation der Hardware, der Dolby Atmos Cinema Processor, unterstützt bis zu 128 einzelne Tonspuren und bis zu 64 separate Ausgangssignale. Ein wesentlicher Bestandteil des Systems ist eine Erweiterung – oder ein teilweiser Ersatz – des bestehenden Lautsprechersystems, wobei entweder bis zu vier Lautsprecher an der Decke des Hörraums positioniert werden, oder die bisherigen Lautsprecher des Heimkinosystems durch „Dolby Atmos Enabled Speakers“ ergänzt/ersetzt bzw. dazu modifiziert werden.  Beim Einsatz von vier Deckenlautsprechern wird dabei ein bisheriges 5.1-System zu einem 5.1.4-System, ein 7.1-System wird zu 7.1.4. Durch die Erweiterung des Lautsprechersets wird eine realistische Simulation von beispielsweise Regen oder Hubschraubern möglich. Dolby Atmos ist abwärtskompatibel zu älteren Systemen wie 5.1 oder 7.1. Bei Blu-ray-Discs dient für eine Atmos-Abmischung ein 7.1-Klangbett mit eingebetteten Objekten als Ausgangskonfiguration, in dem Objekte einzeln bewegt werden. Die Wiedergabe ist für einen Raum mit maximal 9.1.6-Konfiguration vorgesehen. Dolby Atmos-Informationen werden dann im Dolby-TrueHD-Codec als Metadaten über einen Audio-Receiver wiedergegeben, ohne Atmos-Konfiguration wird gewöhnliches 7.1-oder 5.1 wiedergegeben. Eine Dolby-Atmos-Tonspur wird mithilfe eines Plugins für Pro Tools und eines Systems namens Dolby RMU erstellt. Dabei wird entweder der fertige Ton simuliert oder in einem kleinen Raum mit Atmos-Lautsprechern wiedergegeben.

Dolby-Theatre in Hollywood; Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dolby_Theatre

Zusätzlich erwarb Dolby Labs im Februar des Jahres 2012 auch die Rechte am Dolby-Theatre, Veranstaltungs- und Konzertsaal in Hollywood am Hollywood Boulevard, in welchem seit 2002 die Oscars (Academy Awards) der Academy of Motion Picture Arts and Sciences verliehen werden und das bis zur Übernahme durch Dolby noch Kodak-Theatre hieß. Im folgenden Jahr 2013, musste die Firma allerdings einen großen Verlust hinnehmen, als am 12. September der Gründer des Unternehmens, Ray Dolby, an den Folgen einer Leukämie mit 80 Jahren verstarb. Ray Dolby war bis zuletzt in seinem Unternehmen aktiv.

2014 wurde die Dolby Atmos Technologie erweitert. Zu diesem Zweck führte das Unternehmen die Terminologie des Dolby Surround wieder ein. Damit meint das Unternehmen einen so genannten Upmixer, der Atmos-Empfängern und Lautsprecherkonfigurationen ermöglichen soll, Signale zu liefern die nicht auf Atmos basieren. Dolby Surround ist ein vollständiger Ersatz für Pro Logic, der Stereo- und Mehrkanaleingänge für die Wiedergabe über Atmos-Konfigurationen mischt. Der Upmixer der für die Verwendung mit herkömmlichen kanalbasierten Layouts sowie Atmos-fähigen Layouts mit Overhead- oder Atmos-fähigen Lautsprechern entwickelt wurde, verarbeitet native Stereo-, 5.1- und 7.1 Inhalte. Die Übernahmetätigkeit der Firma wurde 2014 ebenfalls weiter fortgesetzt, als Dolby das in Burbank, Kalifornien ansässige Unternehmen Doremi Labs aufkaufte. Doremi Laboratories, Inc. war ein Entwickler und Hersteller von digitalen Servern und Formatkonvertern für den digitalen Kino-, Rundfunk-, Postproduktions- und professionellen A / V-Markt, das 1985 gegründet worden war. Die Übernahme hatte ein Volumen von rund 92,5 Millionen US-Dollar.

Im April 2019 folgte die bisher letzte Übernahme von Dolby Laboratories. Mit Voxeet kaufte sich Dolby eine eine VoIP-Webkonferenzsoftware (Voice over IP), die mithilfe der hochauflösenden 3D-Sprachtechnologie immersiven Sound erzeugt und für Windows, iPhone und Android verfügbar ist. 2012 gewann Voxeet den DemoGod Award von DEMO Spring ’12 und der Hauptsitz befindet sich in Sausalito, San Francisco. Auf Wikipedia heißte es zu Voxeet: „

In einem realen Gespräch folgen Geräusche einer komplexen Reise, bevor sie die Ohren des Hörers erreichen. Das Gehirn der Zuhörer analysiert dann die Geräusche und ihre Veränderungen, um die Position der Quelle im Raum zu bestimmen. Dies ermöglicht es ihnen, den Sprecher zu identifizieren, auch ohne sie zu sehen oder ihre Stimme zu erkennen. In einem überfüllten, lauten Raum kann das Gehirn bestimmte Geräusche isolieren und sich darauf konzentrieren, relevante Informationen zu dekodieren, während andere Geräusche ignoriert werden. Dieses Phänomen wird auch als Cocktailparty-Effekt bezeichnet.

Herkömmliche Konferenzsoftware verwendet ein Mikrofon, das alle Töne mischt, diese Standortinformationen verliert und es dem Gehirn unmöglich macht, räumliche Informationen zum Filtern des Gehörten zu verwenden. Dies erhöht die Müdigkeit, indem die Zuhörer unterscheiden müssen, wer spricht und was sie sagen.

Voxeet verwendet mehrere Mikrofone, um natürliche Ortungsmechanismen zu reproduzieren und einen virtuellen 3D-Audioraum zu schaffen, der das Hören einfacher und weniger anstrengend macht.“

IP-Telefonie (kurz für InternetProtokollTelefonie sowie Internettelefonie) oder Voice over IP (kurz VoIP; aus englisch voice over internet protocolSprachübertragung über das Internetprotokoll) genannt, ist das Telefonieren über Rechnernetze, welche nach Internetstandards aufgebaut sind. Dabei werden für Telefonie typische Informationen, mithin Sprache und Steuerinformationen beispielsweise für den Aufbau einer Verbindung, über ein Datennetz übertragen. Bei den Gesprächsteilnehmern können Computer, auf IP-Telefonie spezialisierte Telefonendgeräte oder klassische Telefone, die über spezielle Adapter angeschlossen sind, die Verbindung herstellen. IP-Telefonie ist eine Technik, die es ermöglicht, den Telefondienst auf IP-Infrastruktur zu realisieren, so dass diese die herkömmliche Telefontechnik samt ISDN und allen Komponenten ersetzen kann. Ziel des Einsatzes der IP-Telefonie bei Kommunikationsnetzbetreibern ist hierbei eine Kostenreduktion durch ein einheitlich aufgebautes und zu betreibendes Netz. Aufgrund der langen Einsatzdauer klassischer Telefoniesysteme und der notwendigen Neuinvestitionen für IP-Telefonie wird der Wechsel bei bestehenden Anbietern oft als lang andauernder, gleitender Übergang („sanfte Migration“) realisiert. Währenddessen existieren beide Techniken parallel. Daraus ergeben sich ein deutlicher Bedarf an Lösungen zur Verbindung beider Telefoniesysteme (etwa über VoIP-Gateways) und die Notwendigkeit zur gezielten Planung des Systemwechsels unter Berücksichtigung der jeweiligen Möglichkeiten für Kosten- und Leistungsoptimierung. Die Zahl von Anbietern ausschließlich mit neuer Technik (also IP-Telefonie statt herkömmlichem Telefon) nimmt zu. Ende 2016 nutzten in Deutschland rund 25,2 Millionen Menschen die Voice-over-IP-Technik.

Heute ist Dolby Laboratories einer der bekanntesten Marktteilnehmer, wenn es um Sound geht und das Unternehmen konnte sich global einen sehr guten Ruf erarbeiten. Mit David Dolby, einem der beiden Söhne des Gründers, sitzt bis heute ein Familienmitglied im Board of Directors des Unternehmens, der diesen Posten seit 2011 ausfüllt und zuvor in mehreren Positionen für das Unternehmen gearbeitet hat.

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Management:

Management

Der amtierende Chief Executive Officer von Dolby Laboratories, Inc. ist der 54 jährige US-Amerikaner Kevin J. Yeaman (Bloomber-Profil). Parallel zu seiner Tätigkeit als CEO des Unternehmens, steht Yeaman dem Unternehmen auch als dessen Präsident vor und hat einen Posten als Direktor der Board of Directors inne. Die Stelle des CEO wurde Yeaman im März 2009 übertragen, ebenso die Stellen als Präsident und Direktor. Seine Karriere bei Dolby Laboratories begann bereits 2005 als Chief Financial Officer des Unternehmens und zeitgleich als Vize Präsident. Er hatte entsprechend hohen Anteil am erfolgreichen Börsengang des Unternehmens. Seine akademische Ausbildung umfasst einen Bachelor in Handel, den er sich an der Santa Clara University erworben hat. Bevor er zu Dolby Laboratories kam, hatte er bereits mehrere leitende Positionen bei verschiedenen anderen Firmen inne. So startete er seine Karriere bei KPMG Peat Marwick LLP, wo er von 1988 bis 1998 die ersten 10 Jahre arbeitete, Prüfungsdienstleistungen, Fusionen und Übernahmen sowie Börsengänge sowohl für High-Tech-Start-up-Unternehmen als auch für Milliarden-Dollar-Unternehmen im Silicon Valley und in London leitete, ehe er eine Stelle als Vice President für den Bereich Worldwide Finance Operations bei Informix Software, Inc. antrat. Informix war ein Softwareunternehmen mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien und ein Entwickler relationaler Datenbanksoftware für Computer mit den Betriebssystemen Unix, Microsoft Windows und Apple Macintosh. Im Anschluss arbeitete er für das Softwareunternehmen Epiphany, Inc., zunächst von Juni bis August 1999 als Vice President für den Bereich Finance & Administration, danach bis einschließlich Oktober 2005 als Chief Financial Officer. Die langjährige Tätigkeit bei Dolby selbst, sowie die leitenden Anstellungen in Unternehmen mit vergleichbarem Tätigkeitsfeld, können hier positiv betrachtet werden. vor allem die Firmenkultur, fähige Mitarbeiter lange in leitenden Positionen zu halten, berücksichtigt man, dass Yeaman seit über 10 Jahren die Firma leitet.

Im letzten Geschäftsjahr 2019, wurde der Chief Executive Officer mit einer Bezahlung von insgesamt 7,4 Millionen US-Dollar entlohnt. Positiv ist hier vor allem der relativ hohe Anteil an Aktien des Unternehmens in der Vergütung zu bemerken, der sich auf rund 2,6 Millionen US-Dollar in Summe beziffern lässt. Was hier allerdings besonders negativ auffällt, ist der mit gerundet 3,3 Millionen US-Dollar überproportional hohe Anteil an Aktienoptionen. Dieser Anteil ist zeitgleich dir größte Einzelposition, daher ein besonders negativer Aspekt.

Für Aktienoptionen führe ich hier wie immer folgende Betrachtung an: Optionen werden aufgrund des direkten Bezuges zur Aktienkursentwicklung als durchaus problematisch betrachtet, da ihnen eine kurzfristige Leistungsbeurteilung von Führungskräften unterstellt werden kann. Kritiker bezeichnen die mittels Aktienoptionsplänen geschaffenen Anreizstrukturen als nicht genügend nachhaltig, da sie vorwiegend auf kurzfristige Kurssteigerungen abzielen würden (Gabler Wirtschaftslexikon, online). Nachteile können beispielsweise aus Fehlentscheidungen resultieren, die auf die kurzfristige Erhöhung des Börsenkurses abzielen. Damit verbunden sind riskantere Entscheidungen, die nicht zwingend höhere Erträge für das Unternehmen einbringen. Über Vergütungssysteme finden Sie hier auf Controling-Wiki weitere Informationen.

Laut Daten der Webseite simplywall.st, ist die Entwicklung der Gesamtbezüge des CEO konsisten mit der Entwicklung der Unternehmensgewinne.

Amtierender Chairman des Unternehmens, ist der 61 jährige US-Amerikaner Peter Gotcher (Bloomberg-Profil), der diese Position seit 2011 ausfüllt. Mitglied des Board of Directors von Dolby ist er bereits seit dem Jahr 2003. Neben seiner Mitgliedschaft dort, ist er seit Anfang 2018 auch Chairman bei Halo Neuro, Inc. und Chairman bei Topspin Media, Inc., welches er mitgegründet hat. Außerdem ist er Mitglied der Boards von GoPro, Inc.,  einem Hersteller von Action-Camcordern mit Sitz in San Mateo (Kalifornien) und dem Videospiel-Hersteller Trion Worlds, Inc. und hat 1984 das Unternehmen Digidesign, Inc. gegründet, eine Firma die als Hersteller von Hard- und Software für Musik und Postproduktion mit Sitz in Daly City/Kalifornien tätig war, ehe sie 1995 von Avid Technology, Inc. aufgekauft wurde. Als Präsident, Chairman und CEO der Firma, leitete der den Börsengang seines Unternehmens im Jahr 1993. Er verließ das Unternehmen schließlich 1996. Vor seiner Karriere als Gründer, arbeitete er bereits zuvor für Dolby Laboratories. Peter Gotcher ist ein unabhängiger Investor, der seinen Schwerpunkt auf Firmen im Bereich der digitalen Medientechnologie gelegt hat. So war er auch von 1999 bis 2003 Venture Partner bei Redpoint Ventures, einer Risikokapitalpartnerschaft im Silicon Valley. Von 1997 bis 1999 hatte er dieselbe Position bei Institutional Venture Partners inne. Seine akademische Ausbildung umfasst einen Bachelor der Universität von Kalifornien in Berkeley. Seine weitreichende Expertise als Investor für Firmen, deren Geschäftsfeld dem von Dolby sehr nahe steht, ist für seine Tätigkeit als Chairman von Dolby als positiv zu betrachten. Zudem kennt er als Unternehmer und Gründer von Firmen die unternehmerischen Unwägbarkeiten. Was man als negativ werten kann, ist die aktuelle Vielfalt an Posten die Gotcher gleichzeitig bekleidet, da man hier befürchten muss, dass der Chairman gezwungen ist seinen Schwerpunkt öfter zu ändern und nicht jedem Posten die selbe Sorgfalt aus Zeitgründen zukommen lassen kann. Für das Kontrollgremium eines Unternehmens ein zu berücksichtigender Aspekt.

Als weitere interessante Person im Unternehmen, kann David Dolby genannt werden, der als Sohn des Gründers Ray Dolby seit 2011 als Mitglied des Board of Directors im Unternehmen ist. Auf der Seite der Investor Relations steht zu ihm folgendes:

David Dolby ist seit 2011 Mitglied des Dolby-Verwaltungsrates. Vor seinem Eintritt in den Verwaltungsrat war David als Manager für strategische Partnerschaften bei Dolby tätig. In dieser Rolle war David für die Verwaltung der strategischen Partnerschaften und Technologiestandards von Dolby für die Codierung, Bereitstellung und Wiedergabe von Internetmedien verantwortlich. Er vertrat Dolby auch in technischen und geschäftlichen Arbeitsgruppen bei verschiedenen internationalen Standardgruppen, darunter Universal Serial Bus, die Digital Living Network Alliance, das Digital Entertainment Content Ecosystem und die Blu-ray Disc Association.

Davids Erfahrung umfasst Funktionen bei Kaleidescape, Inc., einem Unternehmen, das sich auf leistungsstarke Musik- und Filmserversysteme konzentriert, und NetVMG, das Routensteuerungssoftware entwickelte (und von Internap, einem Anbieter von IT-Infrastrukturdiensten, übernommen wurde). Bei der Perseus Group (jetzt GCA Savvian) war David ein Investmentbanking-Analyst mit Schwerpunkt Technologie. Er arbeitete auch für die Ingenieurbüros Bechtel und Poe & Associates. David hat auch seine eigenen Unternehmungen unternommen, einschließlich des Besitzes und des Betriebs eines privaten Flugzeugleasinggeschäfts, und hält derzeit Beteiligungen an mehreren privaten Unternehmen.

David erhielt einen BSE-Abschluss in Bauingenieurwesen von der Duke University und einen MBA-Abschluss von der Stanford University.

Als besonders positiven Aspekt sehe ich hier die enorme Beteiligung von David Dolby am Unternehmen Dolby Laboratories. Er hält rund 35,7 Prozent aller ausstehenden Aktien des Unternehmens, wie aus Daten der Seite simplywall.st hervorgeht. Grundsätzlich sehe ich es sehr positiv, wenn ein Gründer, oder wie in diesem Fall ein Familienmitglied des Gründers, eine hohe Aktienbeteiligung am Unternehmen hat und selbst auch in einem Gremium des Unternehmens sitzt.

Fundamental-Charts

News

News

28. Januar 2021 – Dolby Laboratories, Inc. gab die Ergebnisse für das am 25. Dezember 2020 endende erste Quartal bekannt. Für das erste Quartal gab das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 389,874 Mio. USD gegenüber 291,877 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 164,747 Millionen gegenüber USD 48,590 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 135,198 Millionen gegenüber USD 48,753 Millionen im Vorjahr.

Dolby Laboratories, Inc. gab Umsatzprognosen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2021 ab. Für das Quartal wird der Umsatz des Unternehmens auf 280 bis 310 Millionen US-Dollar geschätzt.

12. November 2020 – Dolby Laboratories, Inc. (NYSE: DLB) sucht nach möglichen Akquisitionen. Kevin Yeaman, President und Chief Executive Officer, sagte: „Wir überprüfen regelmäßig unsere Kapitalallokation. Und wie Sie betonten, haben wir auch Bargeld durch Rückkäufe und eine wiederkehrende Dividende zurückgegeben. Ich würde sagen, dass wir immer nach potenziellen Akquisitionen suchen, die unsere beschleunigen könnten Historisch gesehen war dies in der Regel das, was Sie als Technologie-Tuck-Ins betrachten, und – ich denke, wenn wir neue Bereiche betreten, könnte dies auch neue Möglichkeiten für uns eröffnen. Aber wir werden es tun Treffen Sie diese Entscheidungen basierend darauf, wo wir Möglichkeiten sehen, die Möglichkeiten, die wir verfolgen werden, zu beschleunigen und zu erweitern. „

Dolby Laboratories, Inc. gab die Ergebnisse für das am 25. September 2020 endende Gesamtjahr bekannt. Für das Gesamtjahr gab das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 1.161,792 Mio. USD gegenüber 1.241,620 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 218,742 Millionen gegenüber USD 257,077 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug 231,363 Mio. USD gegenüber 255,151 Mio. USD im Vorjahr.

Dolby Laboratories, Inc. lieferte Finanzprognosen für das erste Quartal und das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2021. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2021 wird der Gesamtumsatz auf 330 bis 360 Millionen US-Dollar geschätzt, und der verwässerte Gewinn je Aktie wird voraussichtlich zwischen 0,70 US-Dollar liegen auf GAAP-Basis auf 0,85 USD. Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2021 wird der Gesamtumsatz auf 270 bis 300 Millionen US-Dollar geschätzt.

03. August 2020 – Dolby Laboratories, Inc. hat Gewinnprognosen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr des Geschäftsjahres 2020 vorgelegt. Dolby legt die folgenden Schätzungen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2020 vor: Der Gesamtumsatz wird auf 225 bis 255 Millionen US-Dollar geschätzt. Der verwässerte Gewinn je Aktie wird voraussichtlich auf GAAP-Basis zwischen 0,05 USD und 0,20 USD und auf Non-GAAP-Basis zwischen 0,22 USD und 0,37 USD liegen. Dolby legt die folgenden Schätzungen für das Geschäftsjahr 2020 vor: Der Gesamtumsatz wird auf 1,12 bis 1,15 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der verwässerte Gewinn je Aktie wird voraussichtlich auf GAAP-Basis zwischen 2,04 USD und 2,19 USD und auf Non-GAAP-Basis zwischen 2,76 USD und 2,91 USD liegen.

Dolby Laboratories, Inc. gab die Ergebnisse für das am 26. Juni 2020 endende dritte Quartal bekannt. Für das dritte Quartal gab das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 246,909 Mio. USD gegenüber 302,159 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 34,139 Millionen gegenüber USD 34,256 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 67,285 Millionen gegenüber USD 39,574 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,67 gegenüber USD 0,39 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,66 gegenüber USD 0,38 im Vorjahr. In den neun Monaten belief sich der Gesamtumsatz auf 890,601 Mio. USD gegenüber 942,793 Mio. USD im Vorjahr. Das Betriebsergebnis belief sich auf 188,674 Mio. USD gegenüber 205,857 Mio. USD im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 204,534 Millionen gegenüber USD 211,233 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 2,03 gegenüber USD 2,07 vor einem Jahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 1,99 gegenüber USD 2,01 im Vorjahr.

12. Mai 2020 – Dolby Laboratories, Inc. kündigte Dolby.io an, eine API-Plattform, die die Möglichkeiten zur Erstellung in Dolby für den Unternehmens- und Anwendungsentwicklungsbereich weiter erweitert. Mit Dolby.io können Unternehmen, Entwickler und Ersteller von Inhalten jede Interaktion und jeden Inhalt verbessern, um spektakuläre Kommunikations-, Kollaborations- und audiovisuelle Erlebnisse in ihren Apps und Diensten bereitzustellen. Die anfänglich verfügbaren APIs können die Qualität von Medieninhalten analysieren und verbessern oder die Einbettung von Audio- und Videokommunikation mit mehreren Parteien in eine App ermöglichen. Mit Dolby.io können Entwickler Dolby-Erfahrungen auch in neue Branchen wie Gesundheitswesen, Fernunterricht, digitale Zusammenarbeit, Online-Schulungen, Podcasting und soziale Medien einbringen.

04. Mai 2020 – Dolby Laboratories, Inc. hat eine Gewinnprognose für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2020 vorgelegt. Für das Quartal wird der Gesamtumsatz auf 225 bis 250 Millionen US-Dollar geschätzt. Die Umstände der COVID-19-Pandemie entwickeln sich weiter und sind schwer vorherzusagen. Infolgedessen legt das Unternehmen Schätzungen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2020 vor, die bestimmte Annahmen über die möglichen Auswirkungen von COVID-19 enthalten, die auf der Berücksichtigung externer und interner Daten und Informationen beruhen. Das Unternehmen kann aufgrund mangelnder Transparenz keine Schätzung für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2020 abgeben. Daher wird der Finanzausblick des Unternehmens für das Gesamtjahr, wie bereits in der Ergebnisveröffentlichung für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2020 und der damit verbundenen Telefonkonferenz angegeben, zurückgezogen.

Dolby Laboratories, Inc. gab die Ergebnisse für das am 27. März 2020 endende zweite Quartal bekannt. Für das zweite Quartal gab das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 351,815 Mio. USD gegenüber 338,258 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 105,945 Millionen gegenüber USD 102,930 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug 88,496 Mio. USD gegenüber 73,440 Mio. USD im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,88 gegenüber USD 0,72 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,86 gegenüber USD 0,7 im Vorjahr. Im Halbjahr belief sich der Gesamtumsatz auf USD 643,692 Mio. gegenüber USD 640,634 Mio. im Vorjahr. Das Betriebsergebnis betrug USD 154,535 Millionen gegenüber USD 171,601 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 137,249 Millionen gegenüber USD 171,659 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 1,36 gegenüber USD 1,68 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 1,33 gegenüber USD 1,63 im Vorjahr.

25. Februar 2020 – Dolby Laboratories, Inc. hat eine Regalregistrierung in Höhe von 636,03 Mio. USD eingereicht. Wertpapiername: Klasse A Stammaktienangebot: 9.000.000 Transaktionsmerkmale: ESOP-bezogenes Angebot

Weitere Nachrichten zum Unternehmen können hier im News-Bereich von simplywall.st gefunden werden oder hier im Press Room der Investor Relations.

Fragen an die Investor Relations

Fragen an die Investor Relations

Trotz zweier Anfragen an die Investor Relations, blieben diese bisher unbeantwortet. Dieser Umstand muss als besonders negativ gewertet werden, da man daraus den Schluss ziehen muss, dass dem Unternehmen kein besonderes Interesse an den Anteilseignern oder möglichen Investoren unterstellt werden kann.

Möglicherweise kann man hier dem Unternehmen zu seinen Gunsten die aktuelle Lage zugute halten, da es auch bei Dolby Auswirkungen zu spüren gab, die eine rasche Antwort nicht möglich gemacht haben.

Aktionäre, Dividenden und Aktienrückkäufe

Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe

Aus der Aufstellung über die größten Anteilseigner an Dolby Laboratories geht hervor, dass mit über 35 Prozent ein einzelner Investor den größten Teil aller ausstehenden Aktien des Unternehmens besitzt. Diese Person ist David Dolby, der wie bereits angesprochen, als Sohn des Gründers Ray Dolby heute im Board of Directors sitzt. Weitere namhafte Anteilseigner sind beispielsweise The Vanguard Group mit rund 5,6 Prozent auf Platz 2 und Black Rock, Inc. mit 3,3 Prozent auf Platz 5. Daneben finden sich zahlreiche weitere institutionelle Investoren. Ein detailliertes Bild über die Besitzstruktur des Unternehmens kann beispielsweise hier auf morningstar.com gefunden werden.

Das Unternehmen schüttet aktuell Dividenden aus, die zuletzt einer Dividendenrendite von rund 0,99 Prozent auf den Kurswert des Unternehmens entsprochen haben, in summe rund 0,88 US-Dollar je Aktie. Ausschüttungen finden seit 2016 regelmäßig statt und es werden auch regelmäßig die Ausschüttungen gesteigert. Zuletzt schüttete Dolby Laboratories rund 28 Prozent der erwirtschafteten Gewinne in Form von Dividenden aus. Die Ausschüttung der Dividenden erfolgt quartalsmäßig.

Dolby kauft seit Jahren Aktien zurück. Dieser Trend setzte nach 2009 ein und mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 2018, in dem das Unternehmen neue Aktien ausgegeben hat, wurden kontinuierlich Aktien zurückgekauft. Ein bereits bestehendes Aktienrückkaufprogramm wurde Ende 2020 um 200 Mio. US-Dollar auf ein Gesamtvolumen von 260 Mio. US-Dollar ausgeweitet. Die Aktien des Unternehmens gliedern sich in rund 36,1 Mio. A-Aktien, die sich nicht in freiem Umlauf befinden und rund 65,5 Mio. B-Aktien.

Mit Blick auf Aktienrückkäufe, müssen aber diverse Kritikpunkte beachtet werden, wie beispielsweise der Umstand, dass die Rückkäufe zu viel zu teuren Kursen stattfinden können. In einem Artikel von wallstreet-online.de, wird hier Warren Buffett´s Meinung und seine Kriterien im Bezug auf Aktienrückkäufe beschrieben. Der Artikel wurde unter dem Titel „Warren Buffett über Aktienrückkäufe“ veröffentlicht.

Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite)

UnternehmenGesamtkapitalrenditeEigenkapitalrenditeEV/EBITReturn on Capital (Joel Greenblatt)Earnings Yield (Joel Greenblatt)
Dolby Laboratories, Inc.10,8 %13,1 %23,252,7 %4,3 %
Samsung Electronics Co. Ltd.6,9 %8,4 %12,924,0 %7,8 %
Mitsubishi Electric Corp.4,1 %7,3 %13,714,8 %7,3 %
Sony Corp.4,0 %21,6 %13,574,1 %7,4 %
Panasonic Corp.2,7 %8,7 %13,920,2 %7,2 %
Dell Technologies, Inc.2,0 %-22,860,5 %4,4 %
Microsoft Corp. 17,4 %43,0 %27,9116,8 %3,6 %
Analog Devices, Inc.5,2 %11,8 %---
MediaTek, inc.12,7 %13,4 %---
Cisco Systems, Inc.9,1 %27,1 %11,1552,2 %1,6 %

Andere Konkurrenten wie beispielsweise THX, Onkyo Corp., Bose Crop. oder DTS, Inc., sind zwar teilweise Aktiengesellschaften, werden aber nicht öffentlich gehandelt oder sind Tochtergesellschaften. Für Dolby Labs empfiehlt sich beispielsweise auch ein Vergleich mit der Peer-Group von The Walt Disney Company, da es sich hier um ein Unternehmen handelt, welches ebenfalls im Bereich Bild- und Ton wirtschaftet. Eine Vielzahl weitere Unternehmen, die sich ebenfalls im Bereich der Audiotechnik bewegen, kann beispielsweise hier im Mitgliederportal der Audio Engineering Association gefunden werden.

UnternehmenGesamtkapitalrenditeEV/EBITReturn on Capital (Joel Greenblatt; Leistung)Earnings Yield (Joel Greenblatt; Preis)
The Walt Disney Co.5,7 %15,946,2 %6,3 %
Comcast Corp.5,1 %12,846,6 %7,8 %
Netflix, Inc. 6,3 %58,5571,4 %1,7 %
Discovery, Inc.6,3 %9,1144,8 %11,0 %
DISH Network Corp.4,4 %11,5 76,6 %8,7 %
Roku, Inc.-7 %-164,2-25,5 %-0,6 %
Liberty Global plc22,4 %131,11,7 %0,8 %
ViacomCBS, Inc. 9,9 %7,184,5 %14,2 %
Kabel Deutschland Holding AG10,9 %19,828,1 %5,1 %
ProSiebenSat 1 Media SE6,4 %6,7188,7 %15,0 %
Liberty Boadband Corp. 1,0 %115,71144,0 %0,9 %
Amazon.com, Inc.6,1 %57,618,6 %1,7 %
Nexstar Media Group, Inc.2,3 %17,451,1 %5,7 %
RTL Group SA8,8 %5,7151,5 %17,5 %
Vivendi SA4,4 %17,671,3 %5,7 %
Zee Entertainment Enterprises Ltd.----

Um einen besseren Vergleich der Peer Group untereinander ziehen zu können, verwende ich hier mehrere Kennzahlen, darunter die Gesamtkapitalrendite, das Enterprise Value zu EBIT-Verhältnis, mit dem sich Unternehmen einer Branche gegeneinander vergleichen lassen (je niedriger die Zahl desto günstiger ist das Unternehmen im Verhältnis zu seiner operativen Ertragskraft) und die Kennzahlenkombination Return on Capital (Kapitalrendite; ROC) und Earnings Yield (Gewinnrendite; EY) nach der Berechnungsmethode von Joel Greenblatt, die Bestandteil seiner „Börsenzauberformel“ sind. Mit der kombinierten Betrachtung dieser beiden Kennzahlen, lässt sich die aktuelle Leistung des Unternehmens (ROC) gegen seine aktuelle Bewertung (EY) vergleichen. Eine Methode der Preis/Leistungs-Berechnung für Aktiengesellschaften.

Börsen-Zauberformel nach Joel Greenblatt

Segmente und Umsatzverteilung

Segmente und Umsatzverteilung

Wie bereits aus der Beschreibung des Geschäftsmodells ersichtlich ist, verdient Dolby Laboratories den größten Teil seiner Erträge mit der Vergabe von Lizenzen an seinem geistigen Eigentum. Dieser Posten steht für rund 92,8 Prozent aller Umsätze des Unternehmens.

Wie aus den verfügbaren Daten hervorgeht, erwirtschaftet Dolby Laboratories den größten Teil seiner Umsätze über die Vergabe von Lizenzen. Dieser Teil macht rund 93 Prozent des Unternehmensergebnisses aus. Daneben gibt es mit „Products and Services“ noch einen zweiten Geschäftsbereich, der mit rund 7 Prozent zu Buche schlägt und damit eine eher untergeordnete Rolle für das Unternehmen spielt, betrachtet man die reinen Umsätze. Mit rund 40 Prozent Anteil stellen die USA den größten und damit wichtigsten Markt für Dolby dar. Danach folgen mit China (20 Prozent), Süd Korea (12 Prozent), Europa (12 Prozent), Japan (11 Prozent) und Taiwan (2 Prozent), alle nennenswerten Länder und Regionen, in denen Unterhaltungselektronik entwickelt und produziert wird und die über eine große Halbleiterindustrie verfügen. Einzig Israel ist hier nicht separat aufgeführt, dürfte aber unter Sonstige zu finden sein, die immerhin noch 7 Prozent der Umsätze ausmachen.

Ersichtlich ist hier zuletzt ein Rückgang der erwirtschafteten Umsätze des Unternehmens. Bei einem weiteren Blick in den offiziellen Jahresbericht von Dolby wird weiterhin ersichtlich, dass die Vertrags-Aktiva des Unternehmens (Contract Assets) ebenfalls abgenommen haben. Die Umsätze haben in Summe etwa 5 Prozent eingebüßt, während die Vertragsaktiva sogar rund 18 Prozent zurückgingen. Bei den ausgewiesenen Passiva der Verträge, dargestellt als Contract Liabilities – current und Contract Liabilities – non-current, zeigen hier ebenfalls eine leichte aber nicht signifikante Veränderung.

Auszug aus dem Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2020

Wichtige Kennzahlen

Wichtige Kennzahlen

Verschuldungsgrad und finanzielle Stabiliät

GeschäftsjahrEigenkapital-quoteFremdkapital-quote
202083,58 %16,42 %
201981,97 %18,03 %
201882,58 %17,42 %
201784,62 %15,38 %
201685,66 %14,34 %
201585,13 %14,87 %
201487,28 %12,72 %
201386,31 %13,69 %
201288,90 %11,10 %
201189,44 %10,56 %
201087,32 %12,68
200986,20 %13,80 %

Finanzielle Stabilität: Das Current Ratio liegt für Dolby aktuell bei rund 5,45 und das Quick Ratio des Unternehmens bei etwa 5,39. Damit ist festzustellen, das das Unternehmen nur mit liquiden Mitteln und auch nur unter Verwendung sofort verfügbarer liquiden Mittel in der Lage wäre, seine Verbindlichkeiten sofort zu tilgen. Ein positiver Aspekt bei der Bewertung der finanziellen Eigenschaften des Unternehmens.

Entwicklung des Goodwills in der Bilanz: Dolby Laboratories weist aktuell rund 11,55 Prozent seiner Bilanzsumme als Goodwill aus. Damit ist die Gefahr außerordentlicher Abschreibungen relativ gut Einschätzbar und nicht übermäßig groß. Dazu fällt auf, dass sich der Goodwillanteil an in der Bilanz über einen längeren Zeitraum immer im Bereich zwischen 11 und 19 Prozent bewegt. Seit 2015 ist der Goodwill-Anteil auch leicht rückläufig. (Darstellung auf visualcapitalist.com)

Entwicklung der Pensionsrückstellungen: Das Unternehmen hat im Rahmen der in den USA verfügbaren 401(k) Pensionspläne, für seine Mitarbeiter Vorsorgeleistungen getroffen. Rund 25,257 Mio. US-Dollar für das Jahr 2020 werden hier im Jahresbericht von Dolby ausgewiesen. Diese Ausgaben haben sich in den Vorjahren mit jeweils rund 23 Mio. US-Dollar nicht wesentlich unterschieden. Ob für die Pensionen der Mitarbeiter hier eine mögliche Unterfinanzierung vorliegen könnte, ist aus den Daten nicht abzuleiten und müsste detailliert ausgeforscht werden.

Entwicklung der Kosten für Forschung und Entwicklung: Dolby Laboratories weist für das Geschäftsjahr 2020 rund 239 Mio. US-Dollar an Kosten für Forschung und Entwicklung aus, was bezogen auf die Bruttoumsätze der Firma etwa 23,5 Prozent entspricht. Dieser Wert ist etwa seit 2013 relativ stabil und schwankt im Bereich zwischen 20 und 24 Prozent. Nominal hat das Unternehmen seine Ausgaben für die Entwicklungsarbeit immer weiter gesteigert um konkurrenzfähig zu bleiben. Das hauptsächliche Risiko hier: Es gibt keine Garantie auf erfolgreiche Forschungsarbeit und entsprechende Kosten können im Ernstfall keine verwertbaren Ergebnisse hervorbringen. Daraus resultiert ein Risiko, Verluste zu erleiden. Generell ist eine hohe Forschungsaktivität in der Branche von Dolby aber wohlwollend zu betrachten.

Zinsdeckungsgrad: Dolby hat kaum zinstragendes Fremdkapital in seiner Bilanz vorzuweisen. Entsprechend liegt der Zinsdeckungsgrad mit rund 1669 sehr hoch und Zinslasten sind kaum ein nennenswerter Risikofaktor für das Unternehmen.

Investitionen: Zuletzt investierte Dolby rund 66,3 Mio. US-Dollar in neue Anlagen und Geräte und weist in seiner Bilanz für das Jahr 2020 Vermögenswerte in Höhe von 542 Mio. US-Dollar aus (Property, Plant and Equipment). Betrachtet man die Investitionen im Verhältnis zu den operativen Erträgen nach Steuern, so hat Dolby im Schnitt der letzten 10 Jahre etwa 37,5 Prozent dieser in Form von Investitionen verwendet.

Anzahl ausstehender Aktien

GeschäftsjahrAusstehende Aktien
in Mio. Stück
Veränderung
2020100,3+0,2 %
2019100,1-3,0 %
2018103,2+1,1 %
2017102,2+0,7 %
2016101,4-2,2 %
2015103,7+0,1 %
2014103,6+0,7 %
2013102,9-4,3 %
2012107,4-4,5 %
2011112,5-2,4 %
2010115,2+0,1 %
2009115,2+0,5 %

Entwicklung der Anzahl ausstehender Aktien: Das Unternehmen kauft regelmäßig und im Rahmen von Aktienrückkaufprogrammen eigene Anteile zurück.

Operative Marge

GeschäftsjahrUmsätze
in Mio. US-Dollar
EBIT
in Mio. US-Dollar
operative
Marge
20201.161,8220,618,98 %
20191.241,2293,623,65 %
20181.171,9299,625,56 %
20171.081,5261,524,18 %
20161.025,7233,022,72 %
2015970,6213,221,97 %
2014960,2273,728,51 %
2013909,7245,326,96 %
2012933,0362,038,80 %
2011961,1429,744,71 %
2010922,7429,446,53%
2009719,5363,750,54 %

Entwicklung der Umsätze, des EBIT und der Gewinne: Das Unternehmen konnte im Lauf der Zeit seine Ergebnisse sukzessive verbessern und seine Umsätze und Gewinne immer weiter ausbauen. Trotz gelegentlicher Jahre, in denen Rückgänge zu verzeichnen waren, hat das Unternehmen sich immer weiter verbessert.

Entwicklung der operativen und der Nettomarge: Die Margen von Dolby sind gut. Hier zeigen sich aber auch Ausschläge nach oben und nach unten.

Free Cashflows

GeschäftsjahrFree Cashflows
in Mio. US-Dollar
Veränderung
in %
2020277,5+19,9 %
2019231,4-17,2 %
2018279,4+2,9 %
2017271,4+6,0 %
2016256,1+68,6 %
2015151,9-46,9%
2014286,2+14,6 %
2013249,8+12,2 %
2012222,6-37,5 %
2011256,3+22,9 %
2010289,8+11,8 %
2009259,2+3,3 %

Entwicklung der operativen und freien Cashflows: Die operativen und die freien Cashflows zeigen nicht das Wachstum der Umsätze und Gewinne. Zwar kann das Unternehmen durchgehend mit positiven Zahlen aufwarten, die Chashflows schwanken aber immer wieder und es ist kein Zuwachs feststellbar.

Buchwert

GeschäftsjahrBuchwert
in Mio. US-Dollar
Veränderung
in %
20202.438,4+5,4 %
20192.313,0+5,3 %
20182.196,1+2,4 %
20172.143,8+8,3 %
20161.978,7+9,0 %
20151.816,0+4,9 %
20141.731,6+15,4 %
20131.500,0-14,0 %
20121.743,2+3,4 %
20111.685,4+12,8 %
20101.494,7+9,7 %
20091.363,1+29,9 %

Entwicklung des Eigenkapitals: Das Eigenkapital, sprich der Buchwert des Unternehmens, konnte sich im Laufe der Zeit sehr gut entwickeln. Seit 2009, mit einem ausgewiesenen Eigenkapital von rund 1,4 Mrd. US-Dollar, konnte Dolby diesen Wert bis 2020 mit knapp 2,4 Mrd. US-Dollar fast verdoppeln. Nur in einem einzigen Jahr wurde das Eigenkapital verringert, im Jahr 2013.

Entwicklung der Treasury Stocks in der Bilanz: Das Unternehmen weist in seiner Bilanz keine eigenen Aktien aus.

Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis

Geschäftsjahr Dividenden
in USD /Aktie
Earnings
per Share
KGV
20200,88 USD2,25 USD31,5
20190,77 USD2,44 USD34,2
20180,64 USD0,39 USD21,2
20170,56 USD2,00 USD94,7
20160,48 USD1,81 USD21,3
20150,40 USD1,75 USD19,4
20140,00 USD1,99 USD20,6
20133,97 USD1,84 USD20,3
20122,46 USD12,4
20112,75 USD9,5
20102,46 USD21,0
20092,11 USD19,5

Entwicklung der Dividenden und des KGV, sowie des KBV:

Entwicklung der Gewinne je Aktie, der Freien Cashflows je Aktie und der Owners Earnings: Die Owners Earnings des Unternehmens weisen eine starke Schwankung auf. Das ist in den meisten Fällen auf relativ hohe Investitionen bei tendenziell niedrigeren Gewinnen zurückzuführen. Auch die Gewinne je Aktie weisen eine stärkere Schwankung auf. Seit 2011 kann daher kein Wachstumstrend mehr erkannt werden.

Aussichten

Aussichten

Unternehmensspezifisch: Das Unternehmen selbst gibt hier nur einen möglichen Ausblick für das kommende Quartal 2 des Jahres 2021. Man geht bei Dolby Laboratories davon aus, dass man Umsätze zwischen 280 und 310 Mio. US-Dollar erwirtschaften kann. Damit rechnet das Unternehmen mit Umsätzen unter dem Niveau des Vorjahresquartals, von rund 351 Mio. US-Dollar.

Analysten verschiedener Portale gehen für die kommenden Jahre bis 2023 wieder von steigenden Umsätzen und Gewinnen aus, nachdem diese im Jahr 2020 unter Druck geraten waren, was hauptsächlich mit der momentan herrschenden globalen Lage begründet wird. Das Portal marktescreener.com rechnet mit einder deutlichen Erholung des Geschäfts und sogar bis 2023 mit Gewinnen, die das Rekord Jahr 2009 überflügeln sollen. Die Schätzungen auf der Seite finanzen.net zeigen hier eine vergleichbare Annahme für das Unternehmen.

Die Seite simplywall.st sieht für die zukünftige Entwicklung folgende Szenarien:

Branchenspezifisch: Für die Betrachtung der Audiotechnik-Branche, bieten sich Besuche bei zahlreichen Branchenverbänden an, bei denen viele Unternehmen Mitglieder sind. Speziell für die Bundesrepublik Deutschland wären das beispielsweise folgende Verbände:

Andere Verbände sind mit Blick auf Dolby ebenfalls interessant. Hier lohnt sich die Suche nach Branchenverbänden, die auf dem amerikanischen Markt heimisch sind und bei denen Dolby zum Teil eine Mitgliedschaft hat.

Hierzu sind auch einige Schaubilder der Webseite visualcapitalist.com von Interesse:

Publikationen auf marketsandmarkets.com und der Research-Plattform marketresearch.com, zeigen im Folgenden die Erwartungen über die künftige Entwicklung:

Segment, TeilbereichPrognose
Markt für Audio-CodecsDer Markt für Audio-Codecs wird voraussichtlich von 5,9 Mrd. USD im Jahr 2020 auf 7,8 Mrd. USD im Jahr 2025 wachsen, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 5,5%. Die Hauptgründe für diesen Anstieg der Nachfrage sind die zunehmende Verlagerung der Verbraucherbasis für IoT-fähige Geräte, die Zunahme der Kommunikationsgeräte inmitten der globalen Pandemie und die Anziehungskraft für elektronische Produkte für drahtlose Unterhaltung und Kommunikation.
Markt für SprachanalysenDie weltweite Marktgröße für Sprachanalysen soll von 1,5 Mrd. USD im Jahr 2020 auf 3,8 Mrd. USD im Jahr 2025 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 20,2% im Prognosezeitraum steigen. Die zunehmende Notwendigkeit, die Customer Journey und das Gesamterlebnis zu verbessern, die wachsende Nachfrage nach Überwachung und Verbesserung der Agentenleistung sowie die Einhaltung von Regulierungs- und Compliance-Standards sind die Hauptfaktoren für die Wertschöpfung der Sprachanalyse-Angebote, die Unternehmen in verschiedenen Bereichen Chancen bieten sollen Branchen im Sprachanalysemarkt. Das komplexe Datenökosystem, das zu Datenverletzungen und Sicherheitsproblemen führt, der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zur Formulierung von Geschäftsmöglichkeiten und die teure Integration von Sprachanalyselösungen in andere Analyselösungen sind eine der größten Herausforderungen auf dem Sprachanalysemarkt. Darüber hinaus sind die Notwendigkeit der Integration in das vorherrschende System und die Unfähigkeit, den Return on Investment (RoI) zu quantifizieren, einer der wichtigsten einschränkenden Faktoren auf dem Markt.
Markt für die Überwachung der AudiokommunikationDie weltweite Marktgröße für die Überwachung der Audiokommunikation wird voraussichtlich von 1,8 Mrd. USD im Jahr 2020 auf 4,3 Mrd. USD im Jahr 2025 steigen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 19,1% im Prognosezeitraum entspricht. Zunehmende betrügerische Aktivitäten und Cyberkriminalität im Internet, die Notwendigkeit, Audiogespräche in Echtzeit zu analysieren, und die wachsende Nachfrage nach Risiko- und Compliance-Management sind die Hauptfaktoren, die das Angebot zur Überwachung der Audiokommunikation aufwerten, das Unternehmen in verschiedenen Branchen Chancen bieten soll auf dem Markt für die Überwachung der Audiokommunikation. Bedenken hinsichtlich der Daten- und Informationssicherheit sind eine der größten Herausforderungen auf dem Markt für Audiokommunikation. Darüber hinaus ist das mangelnde Bewusstsein für Überwachungslösungen für die Audiokommunikation ein wesentlicher einschränkender Faktor auf dem Markt.
Markt für drahtlose AudiogeräteDie Marktgröße für drahtlose Audiogeräte wird voraussichtlich von 57,3 Mrd. USD im Jahr 2020 auf 134,2 Mrd. USD im Jahr 2025 steigen. Es wird erwartet, dass es von 2020 bis 2025 mit einer CAGR von 18,6% wachsen wird. Faktoren wie der Anstieg der weltweiten Nachfrage nach Infotainment-Geräten, die zunehmende Verwendung von drahtlosen Audiogeräten im kommerziellen Sektor und die erhöhten F & E-Ausgaben der OEMs für die Entwicklung neuer Geräte und fortschrittliche drahtlose Audiogeräte befeuern das Wachstum des Marktes.
Markt für 5G-InfrastrukturDer 5G-Infrastrukturmarkt wird 2019 auf 784 Mio. USD geschätzt und soll bis 2027 47.775 Mio. USD erreichen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 67,1% entspricht. Die Hauptfaktoren sind die geringere Latenz in 5G, die zunehmende Akzeptanz der virtuellen Netzwerkarchitektur in der Telekommunikation und das Wachstum des mobilen Datenverkehrs, die den Markt antreiben. Die zunehmenden M2M-Verbindungen in verschiedenen Branchen werden voraussichtlich auch das Wachstum der 5G-Infrastruktur im Prognosezeitraum vorantreiben.
Markt für AudioverstärkerDie Marktgröße für Audioverstärker wird voraussichtlich von 3,4 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 4,4 Mrd. USD im Jahr 2024 steigen, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 5,6% von 2019 bis 2024. Zu den wichtigsten Faktoren für das Wachstum des Marktes gehört die steigende Nachfrage nach energieeffizienten Technologien in tragbare Audiogeräte, zunehmende Beliebtheit von Geräten der Unterhaltungselektronik auf der ganzen Welt, wachsende Zugkraft von Infotainmentsystemen im Fahrzeug und steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Audioausgabe. Die Schnittstellenintegration von Audioverstärkern mit verschiedenen Audiogeräten und reduzierte Preisspannen für Hersteller von Audioverstärkern sind einige Schlüsselfaktoren, die das Wachstum des Marktes hemmen.
globaler Markt für digitale Audio-WorkstationsDer weltweite Markt für digitale Audio-Workstations wird voraussichtlich von 2,0 Mrd. USD im Jahr 2018 auf 3,1 Mrd. USD im Jahr 2023 wachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 9,2% im Prognosezeitraum entspricht. Die Nachfrage nach DAW wird in den nächsten 5 Jahren voraussichtlich aufgrund mehrerer Faktoren steigen, darunter die zunehmende Einführung von Cloud-basierten Audio-Workstations und die zunehmende Digitalisierung von Instrumenten. Die steigende Nachfrage nach KI-generierter Musik, die wachsende Medien- und Unterhaltungsindustrie und die zunehmende Akzeptanz von Android-basierten Betriebssystemen sind die wichtigsten Wachstumsfaktoren für den Markt.

Einteilung nach Peter Lynch

Einteilung nach Peter Lynch

Mit Blick auf die durchschnittliche Entwicklung der Gewinne von Dolby Laboratories, Inc. über die letzten 10 Jahre, handelt es sich hier um einen Fast Grower nach Peter Lynch. Auch die erwarteten Gewinne für die kommenden Jahre lassen den Schluss auf einen Fast Grower zu. Die Dividende ist tendenziell unregelmäßig und niedrig. Die Empfehlung von Peter Lynch wäre demnach: Kaufen und Halten.

Levermann Score

Eine Erläuterung zum Levermann-Score ist hier zu finden.



WertPunkte
1Eigenkapitalrendite
2EBIT-Marge
3Eigenkapitalquote
4Kurs-Gewinn-Verhältnis
5Kurs-Gewinn-Verhältnis (5Jahre)
6Analystenmeinung
7Reaktion auf die Quartalszahlen
(SPX)
8Gewinnrevision
9Kursverlauf der letzten 6 Monate
10Kursverlauf der letzten 12 Monate
11Trendumkehr
12Reversaleffekt
13Erwartetes Gewinnwachstum

Gesamt

Piotroski F-Score

Ein Artikel zum Piotroski F-Score ist hier auf diyinvestor.de zu finden.

WertPunkt
1Positiver NettoertragJa1
2Positiver operativer CashflowJa1
3Gesamtkapitalrendite höher als im VorjahrNein0
4operativer Cashflow höher als NettogewinnJa1
5Niedrigerer Verschuldungsgrad als im VorjahrNein0
6Current Ratio höher als im VorjahrJa1
7Weniger oder gleich viele umlaufende Aktien
als im Vorjahr
Nein0
8Bruttomarge höher als im VorjahrJa1
9Kapitalumschlag höher als im VorjahrNein0
Gesamt5 von 9

Berichte und Präsentationen

Detailanalyse

Bei einigen Bewertungsverfahren, werde ich Annahmen und Prognosen über zukünftige Entwicklungen des Unternehmens machen müssen. Immer wenn ich Schätzungen machen muss, werde ich versuchen diese unter möglichst konservativen Annahmen zu machen, um keinen zu optimistischen Standpunkt einzunehmen.

SWOT – Analyse

SWOT - Analyse

Stärken:

  • Dolby ist in seinem Bereich eines der bekanntesten, wenn nicht sogar das bekannteste Unternehmen und der Name „Dolby“ ist nahezu jedem Besitzer elektronischer Unterhaltungsgeräte ein Begriff. Dolby ist ein damit ein sehr starker Markenname und sorgt für eine größere Marktmacht des Unternehmens.
  • Dolby ist außerdem global aktiv und anhand der Umsätze nach Regionen ist ersichtlich, dass das Unternehmen in allen wichtigen Regionen und Ländern mit signifikanter Halbleiterindustrie oder einer großen Branche für die Produktion von Unterhaltungselektronik aktiv ist.
  • Dolbys Geschäft basiert fast ausschließlich auf der Vergabe von Lizenzen an seinen technologischen Entwicklungen. Hier hat das Unternehmen eine breite Vielfalt an Lizenzvergabe-Möglichkeiten entwickelt, die es unterschiedlichen Kunden erlauben das geistige Eigentum der Firma für ihre Zwecke zu nutzen.
  • Dolby verfügt über ein großes Portfolio an geistigem Eigentum und an entsprechenden Patenten, die dem Unternehmen den Betrieb seines Geschäftsmodells erlauben.
  • In allen Bereichen der digitalen Medien, sowie dem Kino-Geschäft, ist Dolby in einer sehr guten Position und verfügt über einen exzellenten Ruf bei seinen Kunden und den Endkonsumenten. Dieser Ruf gründet vor allem auf eine sehr gute Qualität der Produkte von Dolby, die das Unternehmen auf dem internationalen Markt sehr konkurrenzfähig macht.
  • Die große Marktmacht von Dolby Laboratories schlägt sich auch in starken Margen und sehr guten Umsätzen nieder. Dazu kommen noch weitere Stärken mit Blick auf die Finanzen. Das Unternehmen hat kaum zinstragende Schulden, entsprechend sind Brutto-, Netto-, und operative Marge sehr hoch. Die Cashflows die das Unternehmen erzielt sind ebenfalls über einen langen Zeitraum sehr solide und waren in 10 Jahren zu keinem Zeitpunkt negativ.
  • Durch seine hohe Bekanntheit ist Dolby oft auch ein Vorreiter für neue Innovationen in seinem Bereich und besitzt somit gegenüber seinen Konkurrenten den Initiativ-Vorteil früher als andere mit Neuerungen am Markt zu sein.
  • Hier gliedert sich noch eine weitere Stärke von Dolby an. Die hohe Qualität der Produkte und der starke Markenname des Unternehmens sorgen für eine große Kundentreue.

Schwächen:

  • Das Geschäft von Dolby basiert fast vollständig auf der Vergabe von Lizenzen. Neben den Stärken eines solchen Geschäftsmodells, birgt diese Konzentration auf einen bestimmten Aspekt aber auch eine markante Schwäche. Das Unternehmen ist hier auf den Erfolg in einem bestimmten, klar umrissenen Segment angewiesen und hat kaum Ausweichmöglichkeiten.
  • Mit 40 Prozent Anteil am Umsatz, ist Amerika die größte und wichtigste Region für Dolby Laboratories. Zwar ist das weniger als die Hälfte des Umsatzes, aber es ist dennoch ein signifikantes Klumpenrisiko für die Firma.
  • Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist sehr spezialisiert, aber es besteht kein großes Hindernis für einen möglichen Konkurrenten dieses zu kopieren und für sich nutzbar zu machen.

Chancen:

  • Die Zunahme der Verfügbarkeit an mobilen Endgeräten mit einer immer besseren Wiedergabequalität für digitale Medien wie Filme oder Musik, bieten Dolby die Möglichkeit auf einem rasant wachsenden Markt eine etablierte Marke zu werden und von seinem bereits vorhandenen Angebot bestmöglich zu profitieren.
  • Zukünftige interessante Geschäftsfelder, wie die breite Vermarktung von VR-Geräten oder noch nicht marktfähigen Technologien, die neue Systeme für die Audio-Verarbeitung benötigen, stellen ebenfalls ein großes zukünftiges Potential dar, welches Dolby für sich erschließen kann.
  • Im Bereich Streaming und Internet-Inhalten, bzw. für Anwendungen auf mobilen Endgeräten, bietet sich ein Feld für Dolby um sich als einer der Hauptakteure zu etablieren. Viele Streamingdienste greifen bereits auf Dolby zurück.
  • Auch vom allgemeinen Zuwachs des Marktes kann Dolby hier sehr gut profitieren.

Risiken:

  • Dolby erwirtschaftet bekanntlich seine größten Umsätze übe die Vergabe von Lizenzen. Dieses Geschäft macht allerdings ein solides Patentrecht und den Schutz des geistigen Eigentums der Firma zu einer zwingend notwendigen Voraussetzung. Daraus entsteht das Risiko, dass Produktpiraterie, Substitute von Konkurrenzunternehmen oder eine Änderung im Patentrecht, beispielsweise eine Verkürzung der Laufzeit, sich negativ auf das Geschäft des Unternehmens auswirken.
  • Ein weiters Risiko, ist die Verfügbarkeit von Offenen Lösungen. Damit sind Angebote gemeint, für die die Hersteller keine Lizenzgebühren bezahlen müssen. Hier kann sich Dolby fast ausschließlich nur über die Qualität seiner Angebote einen Vorteil verschaffen, sowie über die möglichst leichte und damit kostengünstige Integration seiner Produkte.
  • Schlechte Produkte oder ein nachlässiger Service könnten das Unternehmen Marktanteile kosten. Bei einer fortlaufenden Unzufriedenheit der Kunden, läuft Dolby in die Gefahr hinein, dass diese sich nach besseren Alternativen umsehen. Die niedrigen Markteintrittsbarrieren sind hier ebenfalls eine Gefahr für Dolby, denn es ist innovativen Konkurrenten jederzeit möglich auf den Markt zu drängen.

Bewertungsverfahren

Für die Bewertung greife ich in diesem Abschnitt auf verschiedene Verfahren zurück, die mir für das Unternehmen als sinnvoll und aussagekräftig erscheinen. Da eine Bewertung zukünftiger Entwicklungen hier eine wesentliche Rolle spielt, werde ich bei Prognosen, Schätzungen und Annahmen versuchen, wie bereits gesagt, eine möglichst konservative Sichtweise einzunehmen. Dabei muss aber immer berücksichtigt werden, dass ich hier keine explizite Annahme aufstelle, wie sich das Unternehmen nach meiner Ansicht über einen bestimmten Zeitraum in der Zukunft entwickeln wird. Vielmehr versuche ich, auch bedingt durch eher konservative Schätzungen, Szenarien für eine mögliche Entwicklung zu entwerfen, was das Unternehmen theoretisch wert sein könnte, sollte ein bestimmtes Szenario eintreten.

Außerdem lassen sich mit verschiedenen Modellen auch Aussagen darüber treffen, welche Entwicklungen theoretisch eintreten müssten, damit das Unternehmen einen fairen Wert nahe dem aktuellen Kurswert erhalten würde. Inwiefern diese Entwicklungen dann wahrscheinlich und möglich sind, bleibt der Einschätzung jedes Einzelnen überlassen.

Bewertung der Arbeit des Managements

Bewertung der Arbeit des Managements

Um hier eine möglichst fundierte Aussage zu treffen, betrachte ich mehrere Kennzahlen, anhand derer ich eine Einschätzung über die Leistung der Geschäftsleitung treffen will. Ich gebe die Kennzahlen für den Prognose-Zeitraum zwar mit an, diese fließen aber nicht in die Berechnung mit ein. Die Schwäche bei dieser Methode der Managementbewertung liegt in der doppelten Wertung von Unternehmenskennzahlen. Die Finanzkennzahlen des Unternehmens fließen in die Bewertung der Aktie mit ein, daher ergibt sich ein grundlegendes Problem, ein gutes Management anhand derselben Zahlen abzuleiten und das Ergebnis bei der Bewertung eines Unternehmens nochmals zu berücksichtigen.

Erläuterung: Bei allen Kapitalrenditen, nehme ich Werte von > 15% im Durchschnitt, als 100% an. Für die Tilgungsdauer des Fremdkapitals, nehme ich alle Wert von < 1 Jahr als 100%

Nach den von mir betrachteten Kriterien, kommt das Management von Dolby auf eine Gesamtleistung von rund 87 Prozent. Besonders die niedrigen theoretischen Zeiten für die Schuldentilgung des Unternehmens fallen hier positiv auf. Die Rentabilitätskennzahlen sind ebenfalls gut bis sehr gut, was ich für ein Indiz eines gut arbeitenden Managements sehe.

Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

Dazu ist hier ein interessanter Artikel auf diyinvestor.de zu finden.

Das Verfahren basiert darauf, dass auf ein Sockel-KGV, dem mindesten Vielfachen der Gewinne, zu dem ein Unternehmen bewertet sein sollte, Aufschläge berechnet und addiert werden, die sich nach bestimmten Fundamentaldaten des Unternehmens richten. Für dieses Verfahren muss ich verschiedene Annahmen treffen die sich teils auf Prognosen und Schätzungen stützen. Wo immer ich eine Einschätzung über zukünftige Entwicklungen machen muss, werde ich versuchen eine möglichst konservative Annahme zu treffen.

In einer ersten Betrachtung gehe ich von einem Sockel KGV von 8,0 für Dolby Laboratories aus. Das niedrigste KGV für das Unternehmen in den letzten 10 Jahren lag bei rund 9,98.

Dank der niedrigen Fremdkapitalbestände und den kurzen Zeiten für eine theoretische Schuldentilgung, bekommt Dolby den maximalen Aufschlag auf das Sockel KGV von 2,0.

Wegen der enormen Stärke der Marke von Dolby, gehe ich hier von 15 Porter-Punkten aus (5-Kräfte-Modell nach Porter; Branchenstrukturanalyse), unterstelle damit eine „oligopolistische“ Marktstruktur. Im Ergebnis berechnet sich hier ein Aufschlag für Marktposition und Rentabilität von insgesamt 4,5 auf das Sockel KGV.

Ich unterstelle mit 10,0 Prozent ein tendenziell hohes Wachstum für das Unternehmen, bezogen auf die Gewinne. Daraus ergibt sich hier ein Aufschlag von 3,0 auf das Sockel KGV.

Für individuelle Faktoren, habe ich insgesamt einen Aufschlag von 6,0 auf das Sockel KGV berechnet. Die Charakteristiken des Unternehmens waren mir diesen Aufschlag wert.

  • Sehr geringes Fremdkapital über einen sehr langen Zeitraum
  • hohe liquide Mittel und die Möglichkeit Verbindlichkeiten aus den sofort verfügbaren liquiden Mitteln (Quick Ratio) zu begleichen
  • Enormer Markenname im Bereich der Audioverarbeitung
  • Ein hoher Zuwachs im Streaming-Geschäft, von dem Dolby bestens profitieren kann
  • Die Zunahme mobiler Endgeräte sind ebenfalls ein großer Markt für das Unternehmen und in Verbindung mit dem steigenden Streaming-Angebot erst recht interessant
  • Felder wie virtuelle Realität und andere noch nicht marktreife Technologien (Beispiel Holografie) bieten Phantasie für zukünftige Entwicklungen

Ergebnis: Unter den von mir unterstellten Bedingungen, ergibt sich ein theoretisch faires KGV von rund 23,5 für Dolby Laboratories, Inc. Das durchschnittliche KGV von Dolby für die letzten 10 Jahre lag bei rund 23,7, das faire KGV ist damit nahe dem Durchschnitt. Das entspricht, berechnet für die zuletzt ausgewiesenen Gewinne der Firma, einem möglichen fairen Wert von rund 54,21 US-Dollar je Aktie. Lege ich hier die erwarteten Gewinne für das Jahr 2021 zugrunde, ergibt sich ein möglicher fairer Wert von rund 74,46 US-Dollar je Aktie. Das sind die Ergebnisse für die Grundannahmen. Ich habe hier weitere Variationen im Verfahren angewendet und überprüft, wie sich je nach Szenario die Bewertung verändert.

Nehme ich als Sockel KGV das durchschnittliche KGV der letzten 10 Jahre, ergibt sich ein mögliches faires KGV von rund 39,2 oder ein möglicher fairer Wert von rund 90,43 US-Dollar je Aktie, bezogen auf die zuletzt ausgewiesenen Gewinne, bzw. 124,21 US-Dollar je Aktie für die erwarteten Gewinne. Betrachtet man das erwartete KGV für 2021, das beispielsweise auf der Seite marketscreener.com angegeben wird, so liegt dieses aktuell bei 36,8 und damit nahe am berechneten Wert für dieses Szenario. Ich habe für keine Betrachtung eine gesonderte Sicherheitsmarge berücksichtigt.

Weitere Szenarien lassen sich abbilden, indem man beispielsweise die Marktstellung, die Wachstumsannahmen oder die individuellen Faktoren abändert. Je nach Variation, in der Regel habe ich schlechtere Werte für das Unternehmen angenommen, ergeben sich faire Werte auf die aktuellen Gewinne zwischen 47 und 49 US-Dollar je Aktie.

Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

Erläuterungen über die relative Bewertung mithilfe von Miltiples und Multiplikatoren sind hier auf der Seite diyinvestor.de zu finden.

Ähnlich dem fairen Kurs-Gewinn-Verhältnis sucht die Bewertung mit dem fairen Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) nach einem fairen Aufschlag auf den Buchwert des Zielunternehmens. In die Berechnung fließt das faire KGV als Variable mit ein, um die Eigenkapitalkosten des Unternehmens einzuschätzen. Eine andere Möglichkeit diese Kosten zu berechnen, wäre zum Beispiel das Weighted Average Cost of Capital-Modell zur Berechnung von Kapitalkosten. Ein weiterer Bestandteil, ist der „risikofreie Zinssatz„. Für diesen verwende ich den Zins 10-jähriger US-Staatsanleihen (Treasury Bonds), der hier auf der Seite des U.S. Department of Treasury gefunden werden können.

Ich habe mich für den „risikofreien“ Zins an den Zinssätzen auf 10 jährige US-Bonds orientiert und 0,5 Prozent als realistisch angenommen. In einer ersten Betrachtung habe ich für die Berechnung der Eigenkapitalkosten, das zuvor berechnete faire KGV von 23,5 als Variable herangezogen.

Ergebnis: Für die von mir unterstellten Annahmen, ergibt sich ein theoretisch faires KBV von rund 2,1 für Dolby Laboratories. Das entspricht einem theoretisch fairen Wert von etwa 51,00 US-Dollar je Aktie. In einer weiteren Betrachtung habe ich das faire KGV wieder mit 39,2 angenommen, wie es für ein Sockel KGV von 23,7 errechnet wurde. Daraus ergibt sich ein mögliches faires KBV von rund 3,26 und damit ein möglicher fairer Wert von rund 79,23 US-Dollar je Aktie.

Gewinnrenditendiskontierung

Gewinnrenditendiskontierung

Mit diesem Verfahren, betrachtet man eine Aktie wie eine Anleihe, mit einem variablen Zinssatz. Hier stellt der Gewinn je Aktie (EPS) den Zinskupons auf den Aktienkurs dar. Dabei kann man das Vorsteuerergebnis verwenden, sowie das Nachsteuerergebnis. Ich unterstelle in diesem Verfahren den EPS ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, berechne die Rendite am prognostizierten Zeitpunkt auf den aktuellen Aktienkurs und zinse diese Rendite mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab. Mittels des Kurs-Gewinn-Verhältnisses berechne ich einen theoretischen fairen Wert je Aktie. Ich beziehe mich im Folgenden auf das Nachsteuerergebnis. Für mögliche faire Werte, die sich aus diesem Verfahren berechnen, berücksichtige ich auch den Buchwert des Unternehmens je Aktie.

Eine beisipielhafte Berechnung der gewichteten Kapitalkosten könnte so aussehen:

Ungeachtet der Ergebnisse für das WACC-Modell, verwende ich für Abzinsungen standardmäßig einen Wert von 12,0 Prozent. Ich habe für mich festgelegt, dass ich von jedem Investment eine Rendite von mindestens 12,0 Prozent bei den Berechnungen verlangen will, was einen vergleichsweise sehr hohen Wert darstellt, berücksichtigt man die Kapitalkosten nach dem WACC-Modell. Das gilt im Übrigen für die meisten Unternehmen die ich betrachtet habe.

In einer ersten Berechnung habe ich hier ein Gewinnwachstum von +10,0 Prozent angenommen, obwohl diese Annahme bereits sehr hoch zu werten ist. Als relevantes KGV für die Berechnung verwende ich das mittlere KGV der letzten 10 Jahre von 23,7 und ich rechne weiterhin mit einem Abzinsungsfaktor von 12,0 Prozent. Der relevante Betrachtungszeitraum beträgt 10 Jahre und ich beziehe mich auf das Ergebnis nach Steuern.

Ergebnis: Aus den von mir unterstellten Variablen, ergibt sich ein möglicher fairer Wert von rund 45,66 US-Dollar je Aktie. In einem weiteren Schritt, habe ich weitere Szenarien geprüft und die Wachstumsannahmen auf 5,0 Prozent und 15,0 Prozent geändert. daraus ergaben sich theoretisch faire Werte von 28,67 und 71,21 US-Dollar je Aktie. Eine Änderung des Diskontierungsfaktors von 12,0 auf nur noch 8,0 Prozent, hätte einen theoretisch fairen Wert von rund 65,68 US-Dollar je Aktie zur Folge. So kann man weiter Szenarien abfahren, um ein möglichst breites Bild zu erhalten. Bei allen Berechnungen habe ich aber keine gesonderte Sicherheitsmarge berücksichtigt.

Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)

Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)

Bei diesem auf Cashflows basierenden Verfahren, habe ich einmal das Bruttoverfahren (Free Cashflow to Firm) und das Nettoverfahren (Free Cashflow to Equity) angewendet, um einen Zielbereich für einen möglichen fairen Wert zu bestimmen. Als mögliche Wachstumsraten, habe ich auch hier wieder versucht möglichst konservative Schätzungen anzunehmen.

Für viele Schätzungen berücksichtige ich die Mittelwerte der letzten 10 Jahre und ich betrachte in der Unternehmensentwicklung einen Zeitraum über die kommenden 10 Jahre.

Free Cashflow to Firm – Bruttoverfahren:

Free Cashflow to Equity – Nettoverfahren:

Ich betrachte für beide Verfahren zunächst einen Zeitraum von 10 Jahren. Annahmen über das zukünftige Wachstum habe ich gleichermaßen auf +10,0 Prozent für den ersten Zeitabschnitt von 3 Jahren angenommen, anschließend +5,0 Prozent für alle folgenden Zeiträume. Der Diskontierungsfaktor liegt durchgehend bei rund 12,0 Prozent. Für alle anderen Variablen, orientiere ich mich an den Durchschnittswerten der letzten 10 Jahre.

Ergebnis: Aus den von mir unterstellten Annahmen, berechnet sich ein theoretisch fairer Wert von 45,47 US-Dollar je Aktie für das Bruttoverfahren, bzw. 32,62 US-Dollar je Aktie für das Nettoverfahren. Wiederum ohne Berücksichtigung einer Sicherheitsmarge. Verlängert man den Betrachtungszeitraum auf 20 Jahre, ohne Veränderung anderer Variablen, erhält man mögliche faire Werte von 49,45 und 36,31 US-Dollar je Aktie. Als weiters Szenario habe ich die Wachstumsannahmen über alle Zeit Perioden, mit ausnahmen des Terminal Growth, auf +10,0 Prozent geändert. Daraus ergeben sich mögliche faire Werte von 67,14 und 52,74 US-Dollar je Aktie. Nimmt man nun auch noch den Terminal Growth mit +10,0 Prozent an, ergeben sich sogar 121,58 und 103,31 US-Dollar je Aktie. Ein Szenario, dass allerdings als wenig wahrscheinlich zu betrachten ist.

Dividendendiskontierung

Dividendendiskontierung

Das Dividend Discount Model (DDM) ist ein einfaches Verfahren zur Bestimmung des theoretisch fairen Wertes einer Aktie. Es eignet sich gut für die Bestimmung des fairen Wertes von Dividendenaktien, geht aber von der Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes aus. Die zukünftigen Dividendenzahlungen werden mit einem Eigenkapitalkostensatz abgezinst (diskontiert). Man erhält so den fairen Wert der Aktie bzw. den gegenwärtigen Wert des Eigenkapitals je Aktie. Das Dividend Discount Model ist eine Unterform des Discounted Cash-Flow (DCF), wobei man hiefür die Dividende anstelle der Gewinne eines Unternehmens für die Berechnungen heranzieht. Für die Berechnung unterstelle ich den Dividenden ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, in meinem Fall 15 Jahre, sowie einen Terminal Growth, der auch als „ewige Wachstumsrate“ bezeichnet wird. Die so berechneten Dividendenerträge zinse ich mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab, das 1 Dollar heute mehr wert ist, als 1 Dollar in 15 Jahren. Die abgezinsten Dividenden je Aktie werden anschließend aufsummiert. Dazu gibt es hier noch einen Artikel auf finanzsenf.de.

Dolby Laboratories ist zwar noch kein Unternehmen, für das die Dividenden ein maßgebliches Kriterium sind, ich möchte hier aber trotzdem eine Wertung mit Blick auf mögliche Dividendenzahlungen in Zukunft vornehmen. Das Unternehmen schüttet erst seit 2009 überhaupt Dividenden aus, von einer gesicherten Historie kann man hier also noch nicht sprechen. Ich nehme für diese Bewertung auch nur ein Szenario an. ich unterstelle den zukünftigen Dividendenausschüttungen ein jährliches Wachstum von +10,0 Prozent über die kommenden 15 Jahre und einen Terminal Growth von 5,0 Prozent. Die Abzinsung nehme ich wieder mit 12,0 Prozent vor, für alle Zeiträume.

Ergebnis: Aus diesem unterstellten Szenario, hätte Dolby einen theoretisch fairen Wert von rund 20,53 US-Dollar je Aktie. Dieser Wert bemisst sich rein durch die Dividendenzahlungen. Eine Sicherheitsmarge ist dabei nicht berücksichtigt.

Zusammenfassung und Fazit

Zusammenfassung und Fazit

Das Unternehmen Dolby Laboratories, Inc. ist eines der wohl bekanntesten Unternehmen im Bereich der Audiotechnologie sowie der Audio- und Video-Wiedergabe. Der Name ist vielen Leuten ein Begriff und das Geschäftsmodell der Firma ist sehr leicht verständlich, auch wenn das Produktangebot und das Verständnis der dahinter stehenden Technologien, ein großes Maß an Spezialwissen notwendig macht. Das Geschäft besteht zu über 90 Prozent aus der Vergabe von Lizenzen der eigenen selbst entwickelten Technologien an Hersteller und Anwender. Für diesen Zweck hat das Unternehmen mehrere verschiedene Arten der Lizenzen und der Lizenzvergabe für sich nutzbar gemacht, um unterschiedlichen Kunden und deren Bedürfnissen ein möglichst treffendes Angebot machen zu können, ohne dabei zu viele und unnötig komplizierte Lösungen unterhalten zu müssen. Positive Aspekte am Unternehmen, wie die hohe Eigenkapitalquote, große Reserven an liquiden Mitteln, solide Umsätze und Gewinne und hohe Margen, sind leicht ersichtlich und sprechen für das solide Geschäft der Firma. Die schwankenden Cashflows, die kein Wachstum aufweisen, sind hier allerdings negativ zu betrachten, obwohl das Unternehmen nie negative Cashflows in den letzten 10 Jahren ausweisen musste. Mit Blick auf das Management fällt ins Auge, dass zum einen langjährige Mitarbeiter in die Spitzenpositionen berufen werden und zum anderen dort über lange Jahre ihren Dienst verrichten. Lege ich die wirtschaftlichen Eckdaten der Firma zugrunden, kann ich dem Management hier eine gute Arbeit unterstellen. Auffällig bei der Betrachtung des Managements: Ein Sohn des Gründers ist im Aufsichtsgremium des Unternehmens vertreten und gleichzeitig der größte Einzelaktionär am Unternehmen. Das Unternehmen hat sich im Laufe der Jahre gut etabliert, sich gegen Konkurrenten behauptet und konnte seinen Markennahmen weltweit ausbauen.

Aktuell sehe ich einen theoretisch fairen Wert des Unternehmens zwischen etwa 55,00 und 75 US-Dollar je Aktie, wobei ich maßgeblich das Ergebnis des fairen KGV´s betrachte. Mit dieser Einschätzung bewege ich mich nahe am fairen Wert nach Cashflows, wie er auf der Seite simplywall.st unter der Rubrik Valuation ausgewiesen wird.

Die Fundamentalanalyse auf der Seite finanzen.net, sieht aktuell einen Discount von rund 2,14 Prozent auf den aktuellen Kurs, also eine leichte Unterbewertung bezogen auf das zu erwartende Wachstumspotential.

Fazit: Dolby Laboratories, Inc. gefällt mit als Unternehmen sehr gut. Das Unternehmen wirtschaftet solide, verdient jedes Jahr Geld, hat stabile Umsätze und Gewinne, auch wenn zuletzt etwas rückläufig, ist sehr gut geführt und finanziell überaus stabil aufgestellt. Die Zinslast ist vernachlässigbar, es sind hohe liquide Mittel vorhanden und die Eigenkapitalbasis ist sehr gut. Dazu kommt der moderate Anteil an Goodwill in der Bilanz, der das Risiko außerordentlicher Abschreibungen weiter reduziert und die stabilen und hohen Margen, die das Unternehmen erwirtschaften kann. Das Geschäftsmodell ist ein weiterer Punkt für das Unternehmen, es werden nämlich kaum kapitalintensive Herstellung benötigt und es stehen genug Mittel für die notwendige Entwicklungsarbeit zur Verfügung, welche für das Unternehmen auch notwendig ist. Die Vergabe unterschiedlicher Lizenzen hat es dem Unternehmen ermöglicht, bestens von seinen Entwicklungen zu profitieren und der Markenname Dolby ist weltweit bekannt. Daher würde ich mich für eine Investition in Dolby entscheiden. Ich nehme hier meinen bereits angesprochenen Korridor von 55,00 bis 75,00 US-Dollar als Referenzpunkt und würde hier weiterhin das Kurs-Gewinn-Verhältnis als weitere Kontrollgröße betrachten. Das mittlere KGV der letzten 10 Jahre lag bei rund 23,7. Wenn er Kurs von Dolby in die von mir gewünschte Richtung läuft oder sich die Bewertung der Unternehmensgewinne unter das langfristige Mittel bewegt, ist Dolby ein interessanter Kandidat für eine Investition. Beispielsweise lässt sich so auch mittelbar von der Entwicklung immer besserer mobiler Endgeräte mit besserer Wiedergabequalität für Online-Inhalte und Streaming-Inhalte profitieren.

Ich hoffe die Analyse war interessant zu lesen

Peter Merkle

Weitere Analysen gibt es hier.

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