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Capcom Co. Ltd. – Aktienanalyse

by Peter Merkle

Viel Spaß beim Lesen der Capcom Aktienanalyse

Gliederung

  • 1. Übersicht
  • 1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell
  • 1.2 News
  • 1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe
  • 1.4 Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite)
  • 1.5 Segmente und Umsatzverteilung
  • 1.6 Wichtige Kennzahlen
  • 1.7 Aussichten
  • 1.8 Einteilung nach Peter Lynch
  • 1.9 Levermann-Score
  • 1.10 Piotroski F-Score
  • 2. Detailanalyse
  • 2.1 SWOT-Analyse
  • 2.2 Bewertungsverfahren
  • 2.2.1 Bewertung der Arbeit des Managements
  • 2.2.2 faires Kurs-Gewinn-Verhältnis
  • 2.2.3 Gewinnrenditendiskontierung
  • 2.2.4 Dividendendiskontierung
  • 2.2.5 Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)
  • 2.3 Zusammenfassung und Fazit

1. Übersicht – Capcom Aktienanalyse

1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell – Capcom Aktienanalyse

Capcom Co. Ltd., eine Abkürzung für Capsule Computers, ist ein japanischer Videospiele-Entwickler und -publisher, mit Hauptsitz in Osaka, Japan. Das Unternehmen wurde 1990 zur Aktiengesellschaft umgewandelt und ist heute unter der ISIN JP3218900003 an der Tokyo Stock Exchange gelistet. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei ca. 295,3 Mrd. JPY. Der Gründer von Capcom, Kenzo Tsujimoto, ist bis heute als CEO an der Unternehmensspitze.

Capcom ist heute für viele seiner Spielserien bekannt, wie die „Lost Planet“ Reihe, Street Fighter, Devil May Cry, Resident Evil, MegaMan und seit jüngstem, für die Monster Hunter Reihe. Ebenfalls gehören dazu die Spiele „The Legend of Zelda: Oracle of Ages“, sowie Oracle of Seasons und „The Legend of Zelda: The Minish Cap“, die für den Gameboy von Nintendo programmiert wurden. Daneben existieren noch weitere eigene Inhalte und Co.-Produktionen.

Cover von „Monster Hunter: World“

Das Unternehmen bedient dabei eine breite Palette an Konsolen und Systemen, darunter verschiedene PlayStations von Sony, das XBOX System von Microsoft und PC Systeme mit Microsoft Windows Versionen. Ein Ableger der Monster Hunter Serie erschien auch bereits für die Nintendo Switch. Daneben wird auch der immer wichtigere Markt für mobile Anwendungen mit Tablets und Smartphones bedient. Wichtig ist hier das Konzept, nach dem Capcom arbeitet:

„Single Content, Multiple Usage“

Das Unternehmen nutzt seine selbst entwickelten Inhalte nicht nur für Videospiele, sonder baut auf diesen auch eine Produktpalette in anderen Bereichen auf. Beispielsweise nutzt es sein geistiges Eigentum für Merchandise oder Filme.

In Japan betreibt Capcom zudem diverse firmeneigene Spielhallen, bevorzugt in großen Einkaufszentren. Hier werden Produkte verkauft und selbst hergestellte Arcade-Konsolen betrieben. Der Betrieb der Spielhallen und die Herstellung von Arcade-Spielen, stellen getrennte Unternehmensbereiche dar.

Das Geschäft mit Arcade-Spielen ist dabei der älteste Unternehmensbereich. 1979 wurde Capcom als „I.R.M. Corporation“ gegründet und beschäftigte sich ausschließlich mit der Produktion von Spielautomaten für Spielhallen. Dazu kam das hauseigene Capcom Play System (CPS) zum Einsatz. Bis 1999 wurden zeitweise auch Flipper-Automaten produziert. Das Unternehmen wurde erst 1983 zu Capcom umbenannt und mit der Entwicklung eigener Software begonnen, die Anfangs nur für Spielautomaten verwendet wurde. Der Vertrieb erfolgte bereits an Auslandskunden.

1987 wurden mit den bekannten Spielen „Street Fighter“ und „MegaMan“, die ersten Ableger für das Nintendo Entertainment System (NES) des gleichnamigen Herstellers produziert. 1996 folgte Resident Evil für die PlayStation. Resident Evil 2 erhielt 2019 einen goldenen Game Sales Award.

Allgemein legt Capcom einen großen Fokus auf die Pflege und den Erhalt seiner Inhalte. So wurden aus den meisten Inhalten die das Unternehmen entwickelt hat, langlebige und qualitativ hochwertige Serien. Ein Bereich in dem Capcom zunehmend aktiv wird, sind E-Sports. Hier hat das Unternehmen mit eigenen Events und in vielen verschiedenen Ligen, sich bereits fest etabliert. Die Capcom Pro Tour umfasst bereits 32 Länder und Regionen. Die Popularität von ESport steigt kontinuierlich.

Management:

Amtierender CEO und Chairman von Capcom Co. Ltd. ist Kenzo Tsujimoto, geboren 1940 in Nara. Er gründete das Unternehmen und steht bis heute an seiner Spitze. Er ist auch der CEO von Capcom USA Inc. Die Investor Relations enthalten auch ein ausführliches Interview mit Tsujimoto. Die Bezahlung erfolgt durch ein Gehalt, auf das noch Zuschläge berechnet werden. Aktien oder Aktienoptionen werden hier nicht ausgereicht.

Der COO von Capcom ist Haruhiro Tsujimoto, geboren 1964, der Sohn des CEO. Er arbeitete bereits zu Studienzeiten als Teilzeitkraft bei Capcom und ist seit 1987 fest bei Capcom angestellt. 1997 wurde er zum Direktor ernannt und konnte hier große Erfolge beim Aufbau des Heim-Videospiel-Bereichs verbuchen. Ebenfalls war er 2004 für die Reorganisation des Bereichs verantwortlich, sowie für die Auslandsexpansion und übernahm 2007 schließlich das Amt des Chief Operating Officers. Er hat sich bis heute durch eine hohe Managementkompetenz ausgezeichnet. Auch über ihn führen die Investor Relations ein Dossier mit einem Interview.

https://de.marketscreener.com/CAPCOM-CO-LTD-6492670/unternehmen/

Was sehr positiv beim Management von Capcom zu beobachten ist, ist eine gesunde Fokussierung auf den Sharholder Value.

1.2 News – Capcom Aktienanalyse

29.08.2019 Capcom wird am 9. September 2019 um 17 Uhr (MESZ) das „Project Resistance“ für PC, PlayStation 4 und Xbox One enthüllen. Das Spiel steht in Bezug zur Resident-Evil-Reihe. Meldung hier

29.07.2019 Die besten Game-Aktien für 2019 und darüber hinaus. Ein Artikel von The Motley Fool ist hier zu finden.

05.07.2019 Capcom und GungHo starten gemeinsam entwickelten Titel TEPPEN!, ein Mobiles Spiel, das weltweit veröffentlicht wurde und eine Vielzahl der wichtigsten Serien von Capcom enthält. Meldung hier

10.05.2019 Monster Hunter World: Iceborne für den Start am 6. September geplant. Capcom will den phänomenalen Erfolg der Marke mit einer massiven Erweiterung neu beleben. Meldung hier

17.04.2019 Für den Herbst 2019 hat Capcom eine Mini-Konsole angekündigt, die unter dem Namen Capcom Home Arcade verkauft werden soll. Damit will man vergleichbaren Systemen von Nintendo und Sony Konkurrenz machen. Meldung hier

1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe – Capcom Aktienanalyse

https://de.marketscreener.com/CAPCOM-CO-LTD-6492670/unternehmen/

Mit The Vanguard Group und OppenheimerFunds, Inc., sind zwei bekannte Institutionen bei Capcom investiert. Was positiv auffällt: Capcom ist mit 21,2% selbst größter Anteilseigner und die die Unternehmensleitung Kenzo Tsujimoto (CEO) und Haruhiro Tsujimoto (COO) sind mit 2,97% und 2,29% ebenfalls unter den größten Aktionären vertreten. Unter den Holdings finden sich weiterhin noch die Mizuho Financial Group, Inc., eines der größten Finanzdienstleistungsunternehmen der Welt. Insgesamt werden 28% der Aktien von institutionellen Anlegern gehalten und weitere 13% von Insidern, ein bemerkenswert hoher Anteil. Die restlichen 59% sind im freien Umlauf oder werden von privaten Unternehmen gehalten.

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 35,0 JPY je Aktie ausgeschüttet. Dafür wurden rund 28,3% der Gewinne verwendet.

2018 gab es einen Aktiensplit im Verhältnis 2:1 und die Anzahl ausstehender Aktien ist im Betrachtungszeitraum kontinuierlich gesunken, von 115,2 Mio. Stück in 2013 auf 106,8 Mio. Stück 2019. Wegen des Aktiensplits, erfolgt die Angabe hier splitbereinigt.

1.4 Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite) – Capcom Aktienanalyse

UnternehmenGesamtkapital
-rendite in %
EV/EBIT
Capcom Co. Ltd.11,76%12,33
Activision Blizzard, Inc.9,59%19,77
Take-Two Interactive Software, Inc.7,67%62,19
Electronic Arts, Inc.24,25%20,19
Hasbro, Inc. 6,05%34,59
Nintendo Co. Ltd.10,63%16,51

Capcom kann eine solide Gesamtkapitalrendite vorweisen und ist im Vergleich zu seiner Peer Group mit einem EV/EBIT-Verhältnis von 12,33 relativ günstig bewertet.

1.5 Segmente und Umsatzverteilung – Capcom Aktienanalyse

Capcom Co. Ltd. berichtet in 4 Segmenten. Von den 4 Bereichen in denen das Unternehmen wirtschaftet, nimmt „Digital Contents“ den größten Teil ein.

https://de.marketscreener.com/CAPCOM-CO-LTD-6492670/unternehmen/

Japan und Nordamerika machen hier den Hauptteil der regionalen Umsätze aus.

Der Finanzübersicht für das Jahr 2019 macht über die Verteilung der Umsätze in den verschiedenen Segmenten folgende Angaben:

SegmentUmsatz in
Mio. JPY
Anteil in %
Digital Content82.98283,0%
Arcade Operations
(Amusement Facility)
11.05011,0%
Amusement Equipments
(Amusement Machine)
3.4223,4%
Other Businesses2.5752,6%

Consolidated Financial Results for the year ended March 31, 2019

1.6 Wichtige Kennzahlen – Capcom Aktienanalyse

https://www.infrontanalytics.com/fe-en/JP3218900003/Capcom-Co-Ltd-/market-valuation

Verschuldungsgrad

GeschäftsjahrEigenkapital-quoteFremdkapital-quote
201971,92%28,08%
201868,02%31,98%
201765,41%34,59%
201666,49%33,51%
201570,78%29,22%
201467,89%32,11%
201363,93%36,07%
201260,41%39,59%
201164,16%35,84%
201062,29%37,71%

Capcom schafft es über einen langen Zeitraum, mit einem moderaten Teil an Fremdkapital auszukommen. Die Zinslast ist entsprechend niedrig und stallt kein substanzielles Risiko dar. Die Zinsdeckung liegt aktuell bei einem Faktor von 265,9, das bedeutet, die gesamte Zinslast ist aus den aktuellen Gewinnen rund 266 mal zu bezahlen. Das Current Ratio liegt bei 5,77, das Quick Ratio bei 4,23.

Der Effekt einer Zinssteigerung um +2% zum aktuellen Zinssatz, hätte keinen nennenswerten Einfluss auf die Gesamtkapitalrendite.

Anzahl ausstehender Aktien

Geschäftsjahr Ausstehende Aktien
in Mio. Stück
Veränderung
2018 555 3,9%%
2017 606 3,4%
2016 609 18,0%
2015 672 2,1%
2014 685 6,9%
2013 698 1,7%
2012 714 2,2%
2011 726 1,9%
2010 776 2,0%
2009 792 10,4%
2008 935 0,5%
2007 967 9,1%
2006 1.005 15,4%

Es gibt kein ausgewiesenes Aktienrückkauf-Programm, aber die Anzahl der Aktien im Umlauf nimmt kontinuierlich ab.

Grafische Darstellung zur Illustration

Operative Marge

GeschäftsjahrUmsäte
in Mio. JPY
EBIT
in Mio. JPY
operative
Marge
2019100.03118.14418,1%
201894.51516.03717,0%
201787.17013.65115,7%
201677.02112.03015,6%
201564.36410.58216,4%
2014102.20010.29910,1%
201394.07510.15110,8%
201282.06512.31815,0%
201197.71614.29514,6%
201066.8375.5878,4%

Seit 5 Jahren steigen die Margen tendenziell an oder sind zumindest sehr stabil.

Free Cashflows

GeschäftsjahrFree Cashflows
in Mio. JPY
Veränderung
in %
201917.642-44,5%
201831.804+25.142,5%
2017-127+92,8%
2016-1.756-27,8%
2015-1.374-113,1%
201410.501+429,6%
20131.983+119,2%
2012-10.307-151,0%
201120.22964,0%
201012.338

Die Freien Cashflows von Capcom zeigen ein sehr uneinheitliches Bild. Das arithmetische Mittel der Freien Cashflows liegt bei 8.093 Mio. JPY und damit deutlich im positiven Bereich. Betrachtet man die letzten 5 Jahre, fallen die negativen Cashflows bedeutend geringer aus und das Unternehmen konnte zuletzt auf sehr hohe Kapitalflüsse zurückgreifen.

Buchwert

GeschäftsjahrBuchwert
in Mio. JPY
Veränderung
in %
201988.749+3,9%
201885.421+9,8%
201777.774+3,5%
201675.168+5,4%
201571.331+8,8%
201465.593-1,7%
201366.718+12,4%
201259.352+2,3%
201158.007+7,5%
201053.956

Das Unternehmen hat seinen Buchwert in den letzten 10 Jahren permanent weiter ausgebaut und dabei nur in einem Jahr einen leichten Rückgang erlebt.

Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis

Geschäftsjahr Dividenden
in JPY/Aktie
Earnings
per Share
KGV
201935,00115,45 JPY 21,48
201830,0099,89 JPY 23,02
201725,0080,18 JPY 13,54
201620,0068,87 JPY 19,93
201520,0058,83 JPY 20,30
201420,0030,55 JPY 32,05
201320,0025,82 JPY 28,59

Das mittlere KGV der letzten 10 Jahre lag bei ca. 19,6.

Das Unternehmen hat es kontinuierlich geschafft, eine stetig steigende Dividende auszuschütten und weist auch konstant steigende Gewinne je Aktie aus.

1.7 Aussichten – Capcom Aktienanalyse

Unternehmensspezifisch:

Capcom selbst sieht eine zunehmende Bedeutung von Artificial Intelligence (AI) und Virtual Reality (VR) für seine Produkte. Daraus möchte das Unternehmen Synergien nutzen um seine Bekanntheit und den Wert seiner Marken global zu erhöhen. Auch werden die Möglichkeiten weitere Filmadaptionen der Inhalte ins Auge gefasst, wie zum Beispiel für Monster Hunter und Mega Man. Ein weiterer Bereich von hohem Interesse, bleibt der ESports Bereich, in dem das Unternehmen weiter wachsen und bekannter werden will.

Für das 3. Quartal 2019 rechnet Capcom mit Umsätzen in Höhe von 96.000 Mio. JPY im Vergleich zu 94.515 Mio. JPY im 3. Quartal 2018 und einer operativen Marge von 17,7%. Das Geschäft mit Arcade Operations soll aber rückläufig sein.

Auszug aus dem CEO Commitment

Für Capcom wird in den kommenden Jahren ein Zuwachs bei Umsätzen und Gewinnen erwartet. Weitere Konsensschätzugnen auf finanzen.net gehen von ähnlichen Erwartungen aus.

https://de.marketscreener.com/CAPCOM-CO-LTD-6492670/fundamentals/

Die fiananzielle Stabilität soll sich weiter verbessern und auch der Buchwert wird nach den Erwartungen bis 2022 weiter steigen.

Gesamtmarkt:

Mehrere Fachzeitschriften und diverse Branchenverbände gehen von weiter wachsenden Umsatzzahlen im Markt für Videospiele aus. Der Bereich Mobile Games soll dabei die Verkäufe im Segment PC bald übertreffen. Ein entsprechender Artikel findet sich hier. Das Fachmagazin Newzoo berechnete für 2018 einen Gesamtumsatz der Videospielbranche von 170 Mrd. USD. Der Gesamtmarkt soll sich weiterhin positiv entwickeln.

Ein weiterer Bericht über die Entwicklung findet sich hier. Für 2019 wird ein Marktzuwachs von 7,45% prognostiziert.

https://de.pdvg.it/2019/04/30/global-video-game-market-2019-2023-cross-platform-gaming-experiences-to-boost-growth-technavio/

Capcom selbst gibt ebenfalls eigene Markterwartungen aus und sieht den Trend ebenfalls positiv.

1.8 Einteilung nach Peter Lynch – Capcom Aktienanalyse

Mit einem mittleren Gewinnwachstum von 21,6% p.a. ist Capcom Co. Ltd. nach Peter Lynch ein Fast Grower und auch unter Berücksichtigung der Erwartungen über die zukünftige Ertragslage des Unternehmens, wäre hier die Empfehlung Kaufen und Halten.

Anmerkung: Ich verwende hier das geometrische Mittel um einen Zinssatz zu berechnen, mit dem der Unternehmensgewinn pro Jahr gewachsen ist über den betrachteten Zeitraum.


1.9 Levermann Score – Capcom Aktienanalyse



WertPunkte
1Eigenkapitalrendite11,8%0
2EBIT-Marge20,6%+1
3Eigenkapitalquote27,8%+1
4Kurs-Gewinn-Verhältnis21,2-1
5Kurs-Gewinn-Verhältnis (5Jahre)15,70
6AnalystenmeinungHold (2,2)0
7Reaktion auf die Quartalszahlen
(Nikkei225)
+17,08%+1
8Gewinnrevision+3,79%0
9Kursverlauf der letzten 6 Monate+30,0%+1
10Kursverlauf der letzten 12 Monate+11,3%+1
11TrendumkehrJa+1
12ReversaleffektKeiner0
13Erwartetes Gewinnwachstum+21,8%+1

Mid-Cap. 5 – 6 = HaltenGesamt+6

1.10 Piotroski F-Score – Capcom Aktienanalyse

WertPunkt
1Positiver NettoertragJa1
2Positiver operativer CashflowJa1
3Gesamtkapitalrendite höher als im VorjahrJa1
4operativer Cashflow höher als NettogewinnJa1
5Niedrigerer Verschuldungsgrad als im VorjahrJa1
6Current Ratio höher als im VorjahrJa1
7Weniger oder gleich viele umlaufende Aktien
als im Vorjahr
Ja1
8Bruttomarge höher als im VorjahrJa1
9Kapitalumschlag höher als im VorjahrJa1
Gesamt9

2. Detailanalyse – Capcom Aktienanalyse

2.1 SWOT – Analyse – Capcom Aktienanalyse

Stärken:

  • Capcom hat sich über lange Jahre einen sehr guten Ruf aufgebaut und eine Reihe sehr starker Spiele-Marken entwickelt. Diese Marken sind gegenüber Mitbewerbern ein Vorteil. Dabei wurden die Serien immer wieder an neue technologische Möglichkeiten angepasst und Storylines immer weiter entwickelt. Die Marken sind allesamt eigene Entwicklungen und damit wertvolles geistiges Eigentum.
  • Durch den Betrieb eigenen Spielhallen in großen Einkaufszentren, wenn auch nur in Japan, hebt sich Capcom von seinen Konkurrenten ab und sorgt so für mehr Bekanntheit. Gleichzeitig, kann es seine eigenen Inhalte für weitere Geschäftsfelder als nur Videospiele nutzen um in den eigenen Arcaden beispielsweise Merchandise anzubieten. Für die Inhalte und das geistige Eigentum werden alle Möglichkeiten der medialen Verbreitung genutzt.
  • Capcom verfolgt eine Strategie, die sich vor allem auf Kosteneffizienz stützt und legt großen Wert auf das Wohl seiner Anteilseigner. Die eigenen Inhalte werden dabei auf eine sehr effiziente Weise genutzt und über eine große Zahl an Nutzungsmöglichkeiten verwertet.
  • Zum vorherigen Punkt fallen hier zwei Punkte positiv auf: Das Unternehmen ist Gründergeführt und der Sohn des CEO bekleidet als COO ebenfalls eine hohe Managementposition. Zusätzlich, sind beide als Einzelpersonen unter den 10 größten Aktionären der Firma zu finden.
  • Capcom verfügt über eine der am breitesten aufgestellten Investor Relations Seiten und ist mit der Vermittlung von Firmendaten über Entwicklungen und Geschäftsbereiche sehr transparent.
  • Das Unternehmen ist auch im Bereich des ESports sehr aktiv und als Sponsor und Organisator eigener Events aktiv. Es werden hier immer mehr Menschen erreicht und im Geschäftsbericht des Unternehmens finden sich eigene Entwicklungsberichte in diesem Feld.
  • Capcom hat eine sehr gute Profitabilität und sehr saubere Bilanzen, bei hohem Eigenkapitalanteil und hohen Cash-Beständen.

Schwächen:

  • Das Unternehmen ist sehr von den eigenen Inhalten abhängig und unter diesen, von einigen wenigen Genres, die den Hauptteil der Einnahmen generieren. Als Beispiel werden 83% der Umsätze im Bereich Digital Content erwirtschaftet und davon entfallen die meisten Verkäufe auf die Monster Hunter Serie, die Resident Evil Serie und Street Fighter. Die anderen Geschäftsbereiche spielen keine signifikante Rolle.
  • Im Bereich mobiler Anwendungen fehlt es noch an Expertise und einer größeren Bandbreite an Titeln.
  • Die Arcade Operations und Amusement Facility Segmente wachsen entweder sehr langsam oder sind sogar rückläufig. Hier könnte unnötig Kapital gebunden sein, das in anderen Verwendungen besser investiert wäre.
  • Im Bereich der Spielautomaten (Amusement Facility) gibt es nur eine sehr kleine Auswahl an Titeln.
  • Das Unternehmen kann über die Vergabe von Lizenzen nur sehr geringe Einnahmen erzielen.

Chancen:

  • Durch den Ausbau seiner schon sehr bekannten Marken und die Entwicklung neuer erfolgreicher Titel, sowie durch den Vertrieb neuer Erweiterungen für die bestehenden Inhalte, könnte Capcom auch weiterhin nachhaltig wachsen und immer mehr Menschen für seine Spiele begeistern.
  • Die Bereiche ESports und Virtual Reality, zusammen mit dem Aufkommen von immer ausgefeilteren AI Systemen, könnten in der Zukunft zu weiteren Treibern für das Geschäft von Capcom werden. Gerade in diesem Bereich sieht man sehr große Aktivitäten des Unternehmens.
  • Der Markt für mobile Anwendungen ist einer der am schnellsten Wachsenden Märkte in der Spielebranche und vor allem auf den asiatischen Märkten, dem Heimatdomizil von Capcom. Mit der Entwicklung der Volkswirtschaften in dieser Region und der immer breiteren Anwendung von Smartphones und Tablets, hat Capcom in dieser Region ein großes Potential zu schöpfen. Hier hat Capcom durch die Partnerschaft mit GungHo bereits eine gute Vorlage geschaffen.
  • In seinen Arcade Operations könnte das Unternehmen versuchen sich weitere Kundengruppen zu erschließen, wie Kinder oder Senioren. hier könnten sich neue Möglichkeiten ergeben die eigenen Inhalte für neue Produkte zu nutzen.
  • Für das Geschäft mit Arcade Spielen, könnten neue Angebote wieder für mehr Nachfrage sorgen, auch wenn hier nur geringe Verbesserungen des Gesamtgeschäfts erreicht werden können.
  • Das Unternehmen könnte seine Inhalte auch für die Vergabe von Lizenzen nutzen und im Bereich Animation und Film noch mehr Content bieten.

Risiken:

  • Das Unterhaltungsangebot wächst stätig weiter und es kommen immer neue Mitbewerber auf den Markt, hier könnte die Gefahr für Capcom bestehen, Marktanteile an Konkurrenten zu verlieren. Die Markteintrittsbarrieren sind hier nicht sonderlich hoch und durch neue Finanzierungsmodelle wird es Unternehmen, zum Beispiel via Crowdfunding, sehr leicht gemacht Projekte zu finanzieren und zu realisieren.
  • Durch mangelnde Qualität in seinen Titeln könnte Capcom auch seinen hart erarbeitetem guten Ruf nachhaltig schädigen und sich so seiner Grundlage nehmen. Auch die Entwicklung von Spielen, die das Kundeninteresse nicht bedienen könnte hier ein großes Risiko sein.
  • Dazu kommen noch allgemeine Markt- und Währungsrisiken, die für Unternehmen mit globalem Aktionsradius bestehen.
  • Auf seinem wichtigsten Markt in Japan, gehen die Geburten beständig zurück und gerade das Arcade Geschäft könnte dadurch in Zukunft größere Einbußen erleiden. Für die Arcade Spiele ist eine schwache Nachfrage zu verzeichnen und im Fall weiter rückläufiger Bestellungen, könnte dieser Geschäftszweig schnell unrentabel werden.
  • Mit Fortschreiten der Globalisierung, könnte sich Capcom einer immer stärker werdenden Konkurrenz gegenüber sehen und mit immer mehr, auch Ausländischen Inhalten konfrontiert sehen.
  • Das Risiko einer länger anhaltenden Stagnation des Gesamtmarktes ist aktuell zwar unwahrscheinlich, aber sollte trotzdem erwähnt werden.

2.2 Bewertungsverfahren – Capcom Aktienanalyse

Ich werde im folgenden Abschnitt mittels verschiedener Verfahren eine Einschätzung über einen fairen Kurs der Capcom-Aktie vornehmen. Dazu benutze ich Verfahren, die ich für das Unternehmen als sinnvoll und aussagekräftig erachte. Für die Auswertungen muss ich teilweise Annahmen über die mögliche zukünftige Entwicklung des Unternehmens anstellen und je nachdem wie ich die Entwicklung einschätze, können sich Ergebnisse radikal voneinander unterscheiden. Wo immer ich Prognosen oder Schätzungen vornehme, werde ich versuchen diese möglichst konservativ zu treffen, um eine mögliche Fehlbewertung, in Form eines zu teuren „fairen Wertes“, zu vermeiden. Dabei muss noch folgendes betrachtet werden: Je mehr Annahmen ich in Form variabler Werte in die Analyse einfließen lassen muss, desto unzuverlässiger wird das Ergebnis ausfallen. Daher dienen diese Verfahren lediglich der Einschätzung des aktuellen Wertes zu möglichen fairen Bewertungen unter Berücksichtigung spezifischer Annahmen und Bedingungen und sind niemals als absolut zu betrachten.

Das Unternehmen selbst verfügt zwar über mehrer Geschäftsbereiche, die auch gut voneinander getrennt werden können, aber da der überbordende Teil der Umsätze über das Digital Content Segment erwirtschaftet wird und der Bereich Other Businesses in wesentlichen Teilen mit diesem zusammenhängt, ist eine Summe-der-Teile Analyse hier nicht sinnvoll.

2.2.1 Bewertung der Arbeit des Managements – Capcom Aktienanalyse

Um hier eine möglichst fundierte Aussage zu treffen, betrachte ich mehrere Kennzahlen, anhand derer ich eine Einschätzung über die Leistung der Geschäftsleitung treffen will. Ich gebe die Kennzahlen für den Prognosezeitraum zwar mit an, diese fließen aber nicht in die Berechnung mit ein.

Erläuterung: Bei allen Kapitalrenditen, nehme ich Werte von > 15% im Durchschnitt, als 100% an. Für die Tilgungsdauer des Fremdkapitals, nehme ich alle Wert von < 1 Jahr als 100%

Hier zeigt sich ein gemischtes Bild. Beim Return on Investment (ROI) und beim Return on Capital Invest (ROCI) ist die Managementleistung nicht ganz befriedigend, da aber die Schuldentilgungsdauer für langfristige Schulden und der Return on Capital Employed (ROCE) sehr gut aussehen, kommt das Management auf eine Gesamtleistung von 67%. Dazu können noch subjektive Merkmale herangezogen werden. Zum Beispiel ist die Firmenleitung seit Firmengründung im Amt und hat bisher das Unternehmen bestens geleitet, ebenso das hohe Interesse am Wohl der Anteilseigner von Seiten der Firmenleitung. Unter Vergleich der Peergroup, kann ich hier zumindest von einem guten Management ausgehen.

2.2.2 Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis – Capcom Aktienanalyse

Capcom notiert aktuell zu einem KGV von ca. 21,2 und das mittlere KGV der letzten 10 Jahre lag bei ca. 19,6. Das Unternehmen ist damit nahe des Mittelwertes und in einem Bereich, in dem das faire KGV-Verfahren sinnvoll angewendet werden kann. Es müssen mehrere Schätzungen vorgenommen werden, für die ich, wie bereits erwähnt, möglichst konservative Schätzungen annehme. Das Verfahren basiert darauf, dass auf ein Sockel-KGV, dem mindesten Vielfachen der Gewinne, zu dem ein Unternehmen bewertet sein sollte, Aufschläge berechnet und addiert werden, die sich nach bestimmten Fundamentaldaten des Unternehmens richten.

Faires KGV – Capcom

Für die Berechnung des fairen KGV, habe ich für das Sockel-KGV einen Wert von 8,00 angenommen. Capcom ist bereits lange Jahre erfolgreich am Markt unterwegs und hat bereits bewiesen, sein Geschäft den Gegebenheiten anpassen zu können. Das mittlere KGV der letzten 10 Jahre lag bei ca. 6.

Finanzielle Stabilität

Die finanzielle Stabilität von Capcom ist sehr gut und die Verschuldung, sowie die daraus hervorgehenden Zinslast, stellen kein substanzielles Risiko dar.

Marktposition und Rentabilität

Für die Marktposition, nehme ich einen konservativeren Wert an und gehe von tendenziell stärkerem Wettbewerb aus.

Wachstum

Für das Wachstum, verwende ich die von mir erwarteten Zuwächse bei den Gewinnen über die kommenden ca. 5 Jahre. Ich habe hier eine konservativere Einschätzung getroffen, als die Konsensschätzungen von Analysten erwarten lassen.

Individualität

Die individuellen Faktoren von Capcom, sind mir eine Aufschlag von 5,00 auf das Sockel KGV wert.

Ergebnis: Das theoretisch faire KGV, liegt für Capcom und nach meiner Bewertung bei ca. 21,53. Auf die aktuellen Gewinne je Aktie berechnet, ergibt sich damit ein möglicher fairer Wert von 2531,26 JPY je Aktie. Legt man bei dieser Berechnung die erwarteten Gewinne des kommenden Jahres 2020 zugrunde, ergibt sich ein möglicher fairer Wert von 3082,20 JPY je Aktie.

2.2.3 Gewinnrenditendiskontierung – Capcom Aktienanalyse

Mit diesem Verfahren, betrachtet man eine Aktie wie eine Anleihe, mit einem variablen Zinssatz. Hier stellt der Gewinn je Aktie (EPS) den Zinskupons auf den Aktienkurs dar. Dabei kann man das Vorsteuerergebnis verwenden, sowie das Nachsteuerergebnis. Ich unterstelle in diesem Verfahren den EPS ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, berechne die Rendite am prognostizierten Zeitpunkt auf den aktuellen Aktienkurs und zinse diese Rendite mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab. Mittels des Kurs-Gewinn-Verhältnisses, berechne ich einen theoretischen fairen Wert je Aktie. Ich beziehe mich im Folgenden auf das Nachsteuerergebnis.

Für die Berechnungen auf Nachsteuerbasis, verwende ich hier eine mittlere Wachstumserwartung von 12,0% p.a. über die nächsten 10 Jahre und das von mir berechnete faire KGV von 21,53. Ich rechne standardmäßig mit einem Diskontierungsfaktor von 12,0% p.a., um die Abzinsung vorzunehmen. Daraus berechnet sich hier ein theoretischer fairer Wert von 2531,33 JPY je Aktie. Unterstellt man in der Berechnung das mittlere KGV der letzten 10 Jahre von 19,61, erhalte ich hier einen möglichen fairen Wert von 2305,59 JPY je Aktie unter ansonsten gleichen Bedingungen.

2.2.4 Dividendendiskontierung – Capcom Aktienanalyse

Aktuell liegt die Dividendenrendite von Capcom bei 1,41% für das Jahr 2019 und da die Dividenden kontinuierlich gestiegen sind, lohnt sich hier eine Dividendendiskontierung, um den dividendenbezogenen fairen Wert je Aktie zu berechnen. Dabei unterstelle ich den Dividenden eine angenommene Zuwachsrate über einen bestimmten Zeitraum und einen dauerhaften Terminal Value am Ende der ersten Betrachtungsphase, mit dem die Dividenden weiter wachsen werden (Terminal Growth). Ich zinse diese Dividenden anschießend auf den heutigen Tag ab, wobei ein Diskontierungsfaktor zur Anwendung kommt, der meiner minimalen Renditeerwartung für das Unternehmen entspricht, und summiere die jährlichen Werte anschießend auf. Durch Division mit der aktuellen Anzahl an ausstehenden Aktien, ergibt sich der mögliche faire Wert je Aktie.

Für die Dividenden nehme ich hier einmal ein Wachstum von 10,0% p.a. über die nächsten 15 Jahre an, gefolgt von einem Terminal Growth von 5,0%. Als Abzinsungsfaktoren nehme ich einmal 12,0% als Standardwert und 10,0% für den Terminal Value.

Ergebnis: Als theoretischen fairen Wert berechne ich aus den gegebenen Annahmen 1069,24 JPY je Aktie, die unter Berücksichtigung des Buchwertes je Aktie bei 1900,60 JPY je Aktie liegen.

2.2.5 Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren) – Capcom Aktienanalyse

Bei diesem auf Cashflows basierenden Verfahren, habe ich einmal das Buttoverfahren (Free Cashflow to Firm) und das Nettoverfahren (Free Cashflow to Equity) angewendet, um einen Zielbereich für einen möglichen fairen Wert zu bestimmen. Als mögliche Wachstumsraten, habe ich auch hier wieder versucht möglichst konservative Schätzungen anzunehmen, die ich unter Betrachtung der vorhandenen Prognosen von Analysten angesetzt habe.

Bruttoverfahren (FCFF)

Nettoverfahren (FCFE)

Für das Brutto- und das Nettoverfahren, habe ich jeweils die gleichen Wachstumserwartungen angenommen und die kommenden 10 Jahre in 3 Phasen unterteilt. In der ersten Phase unterstelle ich ein Wachstum von +12,0% p.a. über 3 Jahre, in den kommenden zwei Phasen jeweils ein Zuwachs von +10,0% p.a. über ebenfalls jeweils 3 Jahre und schließlich einen Terminal Growth von +5,0%. Als Abzinsungsfaktor verwende ich durchgehend 12,0%, meine minimale Renditeerwartung an das Unternehmen.

Ergebnis: Ich errechne hier für das Bruttoverfahren einen theoretischen fairen Wert von 2562,09 JPY je Aktie, für das Nettoverfahren 2149,74 JPY je Aktie.

2.3 Zusammenfassung und Fazit – Capcom Aktienanalyse

Capcom Co. Ltd. ist ein, nach meiner Auffassung, gut geführtes und sehr erfolgreiches Unternehmen mit guten Zukunftsaussichten und der Fähigkeit, sich Veränderungen im Umfeld anzupassen. Mir gefällt hier vor allem Die Gründerführung, die familiäre Aufstellung im Management und die Tatsache, dass die wichtigsten Personen der Unternehmensleitung, also CEO und COO, unter den top 10 der größten Aktionäre zu finden sind. Das ist aus folgendem Grund wichtig: Da die Vergütung hauptsächlich über ein moderates Gehalt läuft, unterstelle ich dem Management als langjährige Großaktionäre, ein hohes Interesse an der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und somit an der weiteren guten Entwicklung. Entsprechend hoch schätze ich den Anreiz zu herausragenden Leistungen ein. Die Betonung auf das Wohl der anderen Anteilseigner in den Berichten und auf der Investor Relations-Seite von Capcom, verstärken hier diese Einschätzung. Es bestehen zwar weniger profitable Unternehmensbereiche, die aber im Vergleich zum Gesamtunternehmen kaum negativ auffallen, obwohl man hier vermuten kann, dass Kapital unnötig gebunden ist, welches in anderen Projekten besser verwendet werden könnte. In seinem Hauptgeschäft, der Entwicklung von Videospielen und deren Vertrieb, ist Capcom hervorragend aufgestellt und verfügt über einige sehr starke und bekannte Markentitel. Der Nachteil liegt hier definitiv in der enormen Abhängigkeit vom Erfolg einiger weniger Spielserien. Eine Gefahr, die beachtet werden sollte, die ich zum jetzigen Zeitpunkt aber als eher unwahrscheinlich einstufe. Gegen die großen Konkurrenten wie EA, Take-Two und Activision Blizzard, kann sich Capcom durchaus halten und zeigt mit seiner finanziellen Stabilität auch einen möglichen Vorteil. In der Gesamtbetrachtung, macht das Capcom für mich zu einem interessanten Investment, sofern der Preis für die zu erwartende Leistung stimmt.

Mit seinen stabilen Margen und der starken Bilanz, sehe ich eine faire Preisspanne zwischen 2300,00 und 2500,00 JPY je Aktie. Dabei berücksichtige ich alle verwendeten Analysenverfahren. Unter weniger konservativen Erwartungen, könnte sogar ein Wert von bis zu 2800,00 JPY je Aktie als fair betrachtet werden. Die Seite finanzen.net geht hier aber bereits von einer Überbewertung der Aktie aus.

Fazit: Nach der starken Performance nach der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen am 01. August 2019, befindet sich Capcom Co. Ltd. immer noch in einem möglichen fairen Preisbereich und sofern sich die Entwicklung über die kommenden Monate hält, könnte ich mir eine Investition in Capcom als rentabel vorstellen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Markterwartungen und der Einschätzungen über die Entwicklung des Unternehmens, halte ich Capcom für eine gute langfristige Investition. Weitere Daten zu Capcom sind hier zu finden.

Ich hoffe diese Analyse war interessant und aufschlussreich

Peter Merkle

Weitere Analysen finden sich hier

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