Bechtle – IT mit System!

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Wir müssen reden oder lesen? Über ein tolles Unternehmen aus der zweiten Reihe in Deutschland. Heute geht es um Bechtle und die damit verbundene Bechtle Aktie. Wer denkt, dass die Digitalisierung weiterhin ein Trend sein wird, der kommt an Bechtle nicht vorbei. Viel Spaß beim lesen & beachte bitte unseren Disclaimer.

Übersicht Bechtle Aktie

Hauptsitz:Neckarsulm, Deutschland
WKN:515870
ISIN:DE0005158703
Branche:IT-Dienstleistungen
Aktueller Kurs:
Ausstehende Aktien:
Marktkapitalisierung in Mrd. €
Traderfox – Qualitätsscore:14/15
Indizes:MDAX & TechDax
Datum der Analyse:

Chart

Der Chart von Bechtle zeigt einen intakten langfristigen Aufwärtstrend. Gekennzeichnet ist der Chart dennoch von deutlichen Rücksetzern und starken Anstiegen. Die erhöhte Volatilität sollten Anleger aushalten müssen.

Geschäftsmodell

Geschäftsmodell Bechtle

Bechtle ist ein Anbieter von IT Dienstleistungen dies macht Bechtle über ihre 75 IT – Systemhäuser und 24 IT – Handelsgesellschaften in 14 Ländern Europas. Über diese Systemhäuser & Handelsgesellschaften bieten sie Produkte & Dienstleistungen für:

  • IT-Architekturen
  • IT-Infrastruktur
  • Digitalisierung
  • Cloud
  • Modern Workplace
  • Security und IT als Service
  • Hardware- und Softwareprodukte über Onlineshop oder auf kundenindividuellen E-Procurement-Plattformen und per Telesales verfügbar

Bechtle kombiniert Produkte & Dienstleistungen über ihren Direktvertrieb und vertreibt diese an mittelständische Unternehmen, Konzerne und öffentliche Auftraggeber.

Bechtle konzentriert sich verstärkt auf mittelständische Unternehmen. Das Stichwort ist hier der PC-Arbeitsplatz. Die meisten Kunden beginnen bei 50 und gehen bis 2000 PC-Arbeitsplätze. Bechtel hat über 70.000 Kunden als allen Branchen, in der Hauptsache aber aus den Bereichen Industrie und Handel, öffentlichen Dienst und Finanzmarkt.

Historie

Historie

Als eine GmbH wurde Bechtle im Jahre 1983 von Klaus von Jan (Professor Hochschule Heilbronn), Gerhard Schick (Unternehmer) und Ralf Klenk gegründet. Im Kern beschäftigte sich das Unternehmen mit dem Vertrieb von IT-Produkte und Dienstleistungen. Der Börsengang des mittelständischen Unternehmens erfolge im Jahr 2000 vor der Dotcom-Blase und wurde im „Neuen Markt“ gelistet. Vier Jahre nach dem Platzen der Blase wurde die Bechtle AG im TecDAX aufgenommen. Der Umsatz stieg über die Jahre hinweg zuverlässig bis er im Jahre 2012 die zwei Milliarden Euro Marke knackte. Neben dem organischen Wachstum wurde Bechtle auch tätig in Sachen Übernahmen. So verstärkte man das Portfolio im Jahre 2018 mit der Übernahme des französischen Unternehmens Inmac Wstore. Die Bechtle AG ist mittlerweile auch im MDAX gelistet und zählt namenhafte Institutionen zu ihren Kunden. Neben der NATO, die mit dem IT-Dienstleister einen Rahmenvertrag bis 2022 hält, gewannen sie auch eine Software-Ausschreibung der EU-Kommission für die Lieferung von Software bis zum Jahre 2025.

Management & Aktionärsstruktur

Management - CEO & Aufsichtsrat der Bechtle AG

Dr. Thomas Olemotz

Vorstandsvorsitzender, verantwortlich für Logistik & Service, Finanzen, Controlling und Risikomanagement, Human Resources und Personalentwicklung, IT, Unternehmenskommunikation und Investor Relations, Mergers & Acquisitions, Recht und Compliance sowie Digital Business Services.

Jahrgang 1962. Dr. Thomas Olemotz startete seinen Berufsweg nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gießen. Nach seiner Promotion war er zunächst Vorstandsassistent bei der Westdeutschen Landesbank und wechselte anschließend zur Deutschen Gesellschaft für Mittelstandsberatung, wo er als Geschäftsbereichsleiter das Mergers & Acquisitions-Geschäft verantwortete. Seine nächste berufliche Station führte ihn als Leiter der Unternehmensentwicklung zur Delton AG. In diesem Konzernverbund verantwortete Dr. Thomas Olemotz zuletzt im Vorstand der Microlog Logistics AG die Ressorts Finanzen und Human Resources. Im März 2007 wechselte er als Finanzvorstand zur Bechtle AG. Ab Januar 2009 ist er Vorstandssprecher  – seit Juni 2010 Vorstandsvorsitzender.

Weitere Mandate:

  • Vorsitz im Aufsichtsrat der Bechtle E-Commerce Holding AG, Neckarsulm
  • Vorsitz im Aufsichtsrat der Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm
  • Vorsitz im Aufsichtsrat der PP2000 Business Integration AG, Stuttgart
  • Vorsitz im Aufsichtsrat der Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm
  • Vorsitz im Aufsichtsrat der SolidLine AG, Walluf
  • Vorsitz im Aufsichtsrat der AMARAS AG, Monheim am Rhein
  • Vorsitz im Aufsichtsrat der Financial Services AG, Berlin
  • Vorsitz im Aufsichtsrat der Modus Consult AG, Gütersloh
  • Vorsitz im Verwaltungsrat der Bechtle Holding Schweiz AG, Rotkreuz

Quelle – https://www.bechtle.com/ueber-bechtle/unternehmen/organe

Aktionärsstruktur

https://www.bechtle.com/ueber-bechtle/investoren/bechtle-aktie

Wir sehen, mehr als 50% der Aktien sind in fast festen Händen wie BlackRock, Baillie Gifford under der DWS. Familie Schick hat am meisten Einfluss auf das Unternehmen. Sie halten 35,02% aller Aktien. Dies hat Vor- & Nachteile. Für Kleinaktionäre gibt es starke große, welche aber auch nicht unbedingt im Sinne aller Aktionäre handeln müssen.

Segmente / Produkte / Dienstleistungen

Segmente Bechtle

Bechtle berichtet in zwei Segmente

  1. IT-Systemhaus & Managed Services

Hier deckt Bechtle das Leistungsspektrum von IT-Strategieberatung über Vertrieb von Hard- und Software, Anwendungslösungen sowie Projektplanung und -durchführung, Systemintegration,
Wartung und Schulung bis hin zum Angebot von Cloud-Services oder bei Managed Services zum
Komplettbetrieb der Kunden-IT ab.

2. IT-E-Commerce

In diesem Segment ist das Handelsgeschäft gebündelt. Man bietet den Kunden mit einer Mehrmarkenstrategie über Telefon und Internet Hardware & Standardsoftware an. Insgesamt gibt es in diesem Segment über 50.000 Produkte.

64% der Umsätze erwirtschaftet die Bechtle AG im Segment – IT-Systemhaus & Managed Services. Die restlichen 36% werden im Segment IT-E-Commerce erwirtschaftet. Die Kosten für die Verwaltung & Vertrieb sowie der Wettbewerb scheinen bei Bechtle hoch. Die operative Marge lag seit 2015 nicht über 5% sondern bewegt sich in einer Range von 4,5% – 4,7%.

Branche & Wettbewerber – IT Dienstleistung

Die IT – Dienstleister dürften weiter stark Wachsen. Das durchschnittliche Umsatzwachstum der Branche lag in den vergangen Jahren bei 11,9% pro Jahr. Analysten und Branchenkenner sind überzeugt, dass das Wachstum weiterhin leicht über 10% liegen wird.

Die Investition in Digitalisierung und Modernisierung ist für Unternehmen unabdingbar für das Fortbestehen des Geschäftsmodells.

Laut der Studie von PwC sind die wichtigsten digitalen Zukunftstrends:

  • – Big Data
  • – Künstliche Intelligenz
  • – E-Payment

Digitalisierung in Deutschland

Deutschland lebt von seinen Mittelständischen Unternehmen und diese investieren immer mehr Geld in Digitaliserungsvorhaben.

Politik zur Digitalisierung

Das Bundesministerium für Wirtschaft & Energie will wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und gezielte Förderung von Unternehmen. – Quelle

Die Politik ist sich durchaus bewusst, dass wir in einer digitalisierten Welt angekommen sind und diese in Deutschland vorangetrieben werden muss. Dank der Digitalisierung könnte die Politik fairen und stärkeren Wettbewerb fördern.

Wettbewerber von Bechtle

Wichtig ist, hierbei handelt es sich nur um einen groben Auszug.

Fundamentale Entwicklung

Umsatz- & EBITentwicklung

EBIT Entwicklung

Wie du siehst, ist der Unterschied zwischen dem Umsatz (was rein kommt) under EBIT (was am ender über ist) erheblich. Die EBIT Marge liegt unter <5%. Dennoch schwankt diese zwischen 4,5% – 4,7% was eine Schwankung von unter 4% bedeutet. Dies deutet auf ein solides / robustes Geschäftsmodell hin. Dennoch kann eine Marge von <5% auch schnell wegbrechen bei zum Beispiel einem Auftrag mit hohem Wettbewerb.

Dividendenpolitik & Aktienrückkäufe

Dividendenpolitik

Seit dem Börsengang 2000 betreibt Bechtle eine auf Kontinuität ausgerichtete Dividendenpolitik und schüttet Gewinne an die Aktionäre aus. Zusätzlich wurde die Dividende kontinuierliche erhöht, sodass Bechtle in diesem Jahr die zehnte Dividendenerhöhung in Folge verzeichnete. Die Regel ist: Rund ein Drittel des Gewinn je Aktie wird ausgeschüttet.

MVI fragt nach: Wie ist die Dividendenstrategie von Bechtle?

Antwort Bechtle:

Seit dem Börsengang 2000 betreibt Bechtle eine auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik und schüttet Gewinne an die Aktionäre aus. Zusätzlich wurde die Dividende kontinuierliche erhöht, sodass Bechtle in diesem Jahr die zehnte Dividendenerhöhung in Folge verzeichnete. Die Regel ist: Rund ein Drittel des EAT wird ausgeschüttet.

Chancen für Bechtle

Chancen des Marktes und des Wettbewerbs

Chancen des Marktes und des Wettbewerbs

Die Bechtle AG unterliegt, wie alle Marktteilnehmer den allgemeinen Marktschwankungen, den damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sowie den branchenspezifischen Konjunkturzyklen. Eine Chance, die sich daraus ergibt, ist der Ausbau des relativen Marktanteils, durch intensive regelmäßige strategische Markt- und Wettbewerbsanalysen. Daraus folgen konkrete Wachstumsoptionen, die im Fall einer Marktkonsolidierung umgesetzt werden können.

Die Trends der Technologie stehen für Bechtle im Fokus. Der hohe Innovationsgrad der Branche hat eine direkte Einflussnahme auf das profitable Wachstum. Der Trend der Digitalisierung gewinnt in der Industrie und im Handel immer mehr an Bedeutung, weshalb sich Unternehmen in Sachen IT wettbewerbsfähig aufstellen müssen. Durch die Komplexität der IT, werden Unternehmen einen kompetenten Partner für dieses Gebiet benötigen. Hier sieht sich die Bechtle AG als einen ganzheitlichen Partner, der eine sichere IT sowie die damit verbundene Dienstleistung bietet. Konkret benennt der IT-Experte Dienstleistungen wie Managed- und Cloud Services.

MVI fragt nach:

Bezüglich des Trends der Digitalisierung antwortet die IR-Abteilung, dass man auch vor Corona von der Digitalisierung stark profitiert hat. Die Corona-Krise hat dieses Bewusstsein bei den Kunden der AG geweckt, was wie ein Katalysator wirken könnte. Hierfür benötigen Mittelständer nicht nur einen Ausstatter, sondern einen langfristigen Berater. Zusätzlich vom Haupttrend der Digitalisierung benennt uns die IR-Abteilung weitere Trends wie zum Beispiel: Big Data, KI (Künstliche Intelligenz), Cloud, Storage & Security.

Als besonders wichtige Themen hebt das Unternhemen die Zukunft von KI und 3D-Druck hervor. Aktuell seien diese Bereiche noch Nischen, jedoch möchte die Bechtle AG aufgrund ihres Status‘ als Allrounder diese Nischen abdecken, um den Bedürfnissen der Kunden zuvorzukommen. Damit positioniert sich die Bechtle AG bevor diese Trends den Massenmarkt erreichen. Ein konkretes Beispiel stellt die Kooperation mit HP im Bereich 3D-Druck dar. Die Bechtle AG ist einer der wenigen Partner, die zwei spezielle Democenter für diese Technologie errichten durfte. Dabei betonte das Unternehmen, dass es nicht in jeden Trend investieren werde. Zuvor soll eine strategische Auswahl für die Trends, die konkrete Chancen bieten, getroffen werden. Ist ein solcher Trend gefunden, so baut man intern Know-How auf diesem Gebiet auf bzw. akquiriert dieses durch eine Übernahme.

Die Expansion in den Märkten West- und Mitteleuropas bietet ebenfalls starkes Wachstumspotenzial.

Industrielle und öffentliche Kunden werden durch das Produkt- und Leistungsportfolio von Bechtle adressiert. Im Leistungsumfang des Angebotes unterscheidet sich die Bechtle AG von seinen Wettbewerbern. Hier sieht sich das Unternehmen aus Neckarsulm strategisch und strukturell gut aufgestellt, um Wachstumspotenziale auszuschöpfen.

Die aktuelle Konsolidierung der Branche nutzt die Bechtle AG aus. Durch eine solide Finanzkraft kann das Unternehmen Übernahmen tätigen. Hier verweist das Unternehmen im Geschäftsbericht auf über 80 Akquisitionen seit dem Börsengang. Anorganisches Wachstum soll auch weiterhin eine bedeutende Rolle spielen.

Nicht zu vernachlässigen ist die dezentrale Struktur des Unternehmens, die es ermöglicht, trotz der Unternehmensgröße, agil und flexibel zu agieren und Wettbewerbern zuvorzukommen.

Chance der Kunden

Chance der Kunden

Aufgrund eines flächendeckenden Netzes von Systemhäusern können in den DACH-Regionen Kunden aus verschiedenen Branchen individuell bedient werden. Somit haben Veränderungen in vereinzelten Standorten keinen starken Einfluss auf das Ergebnis des Unternehmens. Als Beispiel wird die Schwäche der Automobilindustrie präsentiert, welche keine nenneswerten Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis hatten.

Bechtle verweist auf die starke Präsenz im Mittelstand und sieht somit die Chance, die Marktführerschaft weiter zu festigen und auszubauen. Des Weiteren möchte Bechtle im Bereich IT-E-Commerce die Expansion in Europa weiter vorantreiben und Kunden über verschiedene Kanäle adressieren.

Chancen sieht Bechtle auch über ihre eigene Onlineplattform bechtle.com. Diese vereinigt das Handelsgeschäft der Onlineshops und die Dienstleistungen der Systemhäuser. Das ermöglicht Cross-Selling Effekte. Bestehende Kunden lernen weitere Angebote aus dem Bechtle-Portfolio kennen, die sie anschließend nutzen können.

Öffentliche Auftraggeber machen 30% des Umsatzes. Diese Erfahrung und errungene Spezialisierung steigert die Attraktivität der AG um weitere öffentliche Auftraggeber zu gewinnen. Vorteil der öffentlichen Hand ist, dass sie weniger zyklisch und weniger konjunkturanfällig ist.

Chancen der Hersteller und Distributoren

Chancen der Hersteller und Distributoren

Ein enges und umfassendes Netzwerk mit wichtigen Lieferanten und Herstellern aus der IT-Branche, ermöglicht dem Unternehmen den wachsenden Anforderungen der Kunden flexibel zu begegnen. Eine direkte Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an Partnerunternehmen ebnet zusätzlich den Weg für weiteres Wachstum.

Bei seinen Partnerunternehmen besticht die Bechtle AG durch Zertifizierungen mit dem höchsten Partnerstatus. Um diesen Zustand beizubehalten beschäftigt die Bechtle AG sog. Vendor Integrated Product Manager, die nicht nur für die Interessen der AG arbeiten sollen sondern zudem die Interessen der Hersteller wahren. Damit sichert sich das Unternehmen optimale Zugänge zu neusten Technologien und Dienstleistungen. Außerdem steigert es die Qualität des Vertriebes, was wiederum dem Kundenkreis zugute kommt.

Synergien erreicht die Bechtle AG durch die Vereinheitlichung der Warenwirtschaftssysteme, die zwischen Bechtle und seinen Partnern implementiert wurden. Logistische Abläufe und eine Standardisierung führen zu einer besseren Realisierung der Produkte und Dienstleistungen beim Kunden und erhöhen gleichzeitig die Attraktivität weiterer Distributoren und Hersteller. Positive Kosteneffekte bringt diese Art der Organisation ebenfalls mit sich.

Chancen des Leistungsspektrums

Chancen des Leistungsspektrums

Die Entwicklung zeigt, dass Unternehmenskunden stärker denn je nach Komplettlösungen suchen. Hier sieht sich Bechtle sehr stark aufgestellt, da man eine Kombination aus Handel und Dienstleistung anbieten kann. Insbesodere die Diversifizierung des Dienstleistungsangebotes ermöglicht es dem Unternehmen diesen Trend zu bedienen.

Die Bedürfnisse der Kunden sind vielfältig. Wettbewerbsfähigkeit, Effizienzgewinne oder Modernisierung sind Beispiele dieser Bedürfnisse. Bechtle kann dieser Vielfalt gerecht werden und nimmt Geschäftsprozesse beim Kunden unter die Lupe, um nach deren Analyse die richtigen Produkte anzubieten. Hier erwähnt das Unternehmen erneut das breite Produktportfolio, welches die individuellen Anforderungen der Kunden abdecken kann. Ein Wettbewerbsvorteil ergibt sich für Bechtle als Komplettanbieter, was die Chancen im Vergleich zu den Nischenanbietern erhöht.

Die steigende Implementierung der IT in den Unternehmensprozessen der Kunden erfordert bei der Auswahl des Anbieters einen genauen Blick auf die Stabilität, Sicherheit und Finanzkraft. Die Bechtle AG sieht sich im Rahmen dieser Kriterien auf einer marktführenden Position. Dies unterstreichen die langjährigen Erfahrungen, die Verlässlichkeit, die Preisgestaltung, die positive Reputation sowie die finanzielle Lage des IT-Konzerns aus dem MDAX. Die Wachstumschancen, die sich hieraus ergeben, liegen insbesondere im Angebot des sogenannten As-a-service-Geschäfts. Eine langfristige Zusammenarbeit erhöht die Planbarkeit der Geschäftsentwicklungen, die wiederum die Margen steigen lässt.

Der Vertrieb der Eigenmarken im Bereich des IT-Zubehörs wird auf allen Kanälen offeriert. Die Kunden profitieren dabei von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Besonders großes Wachstumspotenzial sieht die Bechtle AG im Cloud Computing. Der Umgang mit der Cloud ist für Großunternehmen Alltag. Für den Kundenkreis der AG, zu denen insbesondere Unternehmen aus dem Mittelstand zählen, ist dies weniger verbreitet. Die Nachfrage wächst jedoch deutlich. Für das Cloud Computing werden Rechenleistung, Speicher, Applikationen und IT-Services benötigt, um jederzeit auf Informationen zugreifen zu können. Dabei bezahlen die Kunden die Leistungen, die sie tatsächlich nutzen. Die Bechtle AG bietet hierfür eigenständige Lösungsangebote, aber ebenso die Kooperation mit namenhaften Partnern, die im Cloud-Computing-Markt tätig sind. Hier wird durch die Bechtle Systemhäuser sichergestellt, dass indivuelle Anforderungen der Kunden bedient werden können und die Implementierung durch die beratende Kompetenz beim Kunden erfolgreich ist. Die eigenen Cloud-Angebote werden unter dem Bereich „Bechtle Public und Business Cloud Services“ zusammengefasst. Neben eigenproduzierten Cloud-Diensten wird auch eine große Anzahl an Public-Cloud-Lösungen angeboten. Damit ergreift die Bechtle AG die Chance, im Trend Industrie 4.0 mitzuspielen und dadurch als kompetenter Partner auf dem Gebiet der IT zu wachsen.

Chancen durch Personal

Chancen durch Personal

Die Bechtle AG sieht in seinen Mitarbeitern einen signifikanten Wettbewerbsvorteil, der sich aus einer langfristigen Bindung der Mitarbeiter, einer hohen Motivation und einer positiven Unternehmenskultur ergibt. Das Unternehmen möchte die Attraktivität als Arbeitgeber weiter ausbauen und somit Chancen generieren. Das Unternehmen sieht den stärker werdenden Fachkräftemangel als eine Chance. Begründet wird dies im Geschäftsbericht durch die Intensivierung der eigens ausgebildeten Fachkräfte. Perspektivisch kann der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern gedeckt werden. Um dies zu erreichen, plant das Unternehmen die Ausbildungsquote um 12% zu erhöhen.

Wettbewerbsvorteile werden durch zahlreiche Weiterbildungen der bestehenden Mitarbeiterdecke generiert. Seit Jahren steigt die Anzahl der Mitarbeiter der Bechtle AG.

Die Chancen für das Unternehmen stehen gut. Zeit einen Blick auf die Risiken zu werfen.

Risiken für Bechtle

Risiko der Gesamtwirtschaft und Branche

Risiko der Gesamtwirtschaft und Branche

Einen besonderen Einfluss haben die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen. In einer Krise, welche die Wirtschaft allumfassend betrifft, werden auch die Geschäfte der Bechtle AG betroffen sein. Hervorhebend zu erwähnen ist die Situation in Europa, da das Unternehmen nicht global tätig ist. Ein besonderes Augenmerk fällt auf die konjunkturelle Situation in Deutschland, da 60% der Umsätze in Deutschland erzielt werden. Eine Verschlechterung der Wirtschaft hätte negative Auswirkungen auf das Wachstum.

Die IT-Branche ist aus Sicht der Bechtle AG ein wettbewerbsintensiver und technologisch schnelllebiger Markt, weshalb in Bezug auf die Preisbildung sowie für das Produktportfolio immer das Risiko besteht, unter Druck zu geraten.

Die Branchenkonsolidierung, die bereits im Abschnitt „Chancen“ angesprochen wurde, könnte dazu führen, dass Wettbewerber eine bedeutende Größe erreichen. Kann Bechtle die Chancen, der Größe und des Ausbaus des Geschäftsbereichs durch Übernahmen nicht nutzen, so kann dies die Ertragslage beeinflussen.

Als ein weiteres Risiko benennt das IT-Unternehmen, das Verfehlen der Anforderungen der Kunden in Sachen Effizienz und Effektivität, was zum Verlust derer führen kann.

In 2019 ließ das BIP Wachstum der BRD nach, was zu einer Konsolidierung in der Branche geführt hat. Die Bechtle AG geht davon aus, dass sich die Situation in Zukunft wieder aufhellt. (Anm. d. Autors: Auswirkungen von COVID-19 nicht einschätzbar)

Ein zusätzliches gesamtwirtschaftliches Risiko sind die Auswirkungen des Brexits, da weiterhin eine große Unsicherheit besteht, wie die Beziehungen bezüglich des Handels zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU geregelt werden. Das Risiko, welches Bechtle konkret betrifft, ist eher ein indirektes, da ein „harter Brexit“ wirtschaftliche Folgen für die gesamte EU haben kann. Das direkte Risiko ist überschaubar, denn Bechtle generierte lediglich 2% des Umsatzes im Vereinigten Königreich.

Eine genaue Einschätzung der Folgen von COVID-19 war zur Erstellung des GB 2019 noch nicht möglich. Jedoch gab es drei Ansätze, wie eine Pandemie sich auswirken würde. Das zuerst genannte Szenario verhält sich analog des Brexit-Risikos. Die gesamtwirtschaftliche Situation kann direkte Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis der Bechtle AG haben. Ein weiteres Szenario könnte die Lieferketten der Bechtle AG betreffen. Die meisten Produkte der Hersteller werden in China gefertigt. Wird die Produktion und die Logistik in China negativ beeinflusst, so wird es Auswirkungen auf die Kunden von Bechtle haben, deren Bedarf nicht gedeckt werden könnte. Dies könnte dazu führen, dass Umsätze im schlimmsten Fall komplett wegfallen. Eine letzte Situation wird im Geschäftsbericht beschrieben und diese bezieht sich auf den Shut Down, der durch eine höhere Gewalt durchgesetzt wird. Jenes Szenario des Stillstandes betrifft Bechtle sehr stark und wird direkten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens haben. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes hat die Bechtle AG reagiert und die Vorräte bestimmter Produkte erhöht.

Risiken durch Kostenstruktur

Risiken durch Kostenstruktur

Als ein hohes Risiko beziffert die Bechtle AG die Kostenstruktur und die darin enthaltenen hohen Personalkosten. So ist es dem Unternehmen lediglich in beschränktem Umfang möglich, in schwachen Konjukturphasen, die Personalkosten zu senken. Im Fall der Fälle ist es dem Unternehmen mittelfristig durch vorrübergehende Unterstützungen, wie Kurzarbeit sowie das Nutzen der normalen Fluktuation möglich, darauf zu reagieren. Langfristig muss eine Reaktion bezüglich der Personalkosten immer den Fachkräftemangel berücksichtigen. Die Beschaffung neuer Fachkräfte ist wiederum kostenintensiv. Das Interesse der AG ist es, die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.

In besonders guten Phasen achtet das Unternehmen darauf, dass das Gehaltsniveau in Relation nicht zu stark steigt, damit in schwachen Phasen keine Überbelastungen entstehen. Im Bezug auf den sich weiter verstärkenden Fachkräftemangel könnte die Bechtle AG gezwungen sein, das Gehaltsniveau zu erhöhen. Entgegnet wird dem Risiko mit der Aus- und Weiterbildung bestehender Mitarbeiter.

Zusammengefasst stuft das IT-Unternehmen die Risiken, die aus der Personalkostenentwicklung und aus dem Gehaltsniveau resultieren als wahrscheinlich und hoch ein. Dies hat direkte Auswirkungen auf die fundamentalen Zahlen des Unternehmens.

Risiken der Beschaffung

Risiken der Beschaffung

Die Beschaffung der Produkte des Bechtle-Produktportfolios werden von namenhaften Herstellern und Distributoren aus der Branche bezogen. Mit steigendem Wachstum des Netzwerkes im Zuge der Expansion könnte es passieren, dass die Hersteller direkt an Bechtle liefern und die in Summe 2.200 Distributoren umgehen. Die Folge sind ausfallende Bonuszahlungen der Distributoren an die Bechtle AG. Dieses Risiko belastet insbesondere die Ergebnis- und Margensituation. Das Risiko wird von Bechtle ebenfalls als sehr wahrscheinlich und hoch eingestuft.

Auf dem IT-Markt herrscht ein hoher Wettbewerbs-, Preis- und Margendruck. Sollten Hersteller und Distributoren die Preise ihrer Produkte erhöhen, ist es möglich, dass Bechtle diese Preiserhöhungen aufgrund des Wettbewerbs nicht an seine Kunden weitergeben kann. Insbesondere langfristige Verträge mit Kunden bieten hiefür ein erhöhtes Risiko. Auf der anderen Seite könnten Hersteller und Distributoren auch mit der Kürzung der Werbemittel sowie der Kürzung von Bonuszahlungen an die Bechtle AG reagieren. Dieses Risiko stuft die Bechtle AG als hoch und wahrscheinlich ein.

Aus verschiedenen wirtschaftlichen Gründen hält die Bechtle AG die Lagerhaltung auf einem möglichst niedrigem Niveau. Größere Lager werden lediglich an drei Standorten gehalten. Das Preisänderungsrisiko für Bechtle kann durch ein Lager also nicht abgefangen werden und auf der Gegenseite birgt ein hoher Vorratsbestand Risiken für die Cashflow- sowie Working Capital Entwicklungen. Der Eintritt des Risikos wird durch die AG als hoch und sehr wahrscheinlich eingestuft und hat zudem Einfluss auf das Ergebnis.

Risiken des Leistungsspektrums

Risiken des Leistungsspektrums

Die schnelllebige technologische Welt der IT fordert von der Bechtle AG in Zukunft neue Trends zu erkennen und gegebenenfalls das Produktporfolio in die jeweiligen Richtungen zu verschieben bzw. zu überdenken, ob alle Produkte noch bedarfsgemäß sind. Das Risiko, einen wichtigen Trend zu verpassen oder verspätet wahrzunehmen, sieht das Unternehmen selbst als unwahrscheinlich an und begründet diese Einschätzung mit der 36-jährigen Geschichte, in der bewiesen wurde, dass auf die Entwicklungen am IT-Markt immer rechtzeitig reagiert wurde. Zudem wird das Risiko durch ein starkes Netzwerk mit engen Kontakten und Partnern minimiert. Sollte dieses Risiko widererwartend eintreten, wird dies Auswirkungen auf die Ertragskraft des Unternehmens haben. Es wird als ein mittleres Risiko eingestuft.

Ein weiteres nennenswertes Risiko ist das Auftreten einiger Hersteller als direkter Konkurrent der Bechtle AG, wobei Produkte direkt an die Kunden verkauft werden und Hersteller Kunden direkt betreuen. Insbesondere im Cloud-Geschäft ist dieses Risiko akut, da multinationale Unternehmen die Dienste direkt beim Kunden platzieren. Dieses Risiko betrifft ebenso die IT-Services des Unternehmens. Dem wird durch eine flächendeckende Präsenz in der DACH-Region entgegnet. Die ganzheitliche Betreuung der Kunden aus dem Mittelstand ist ein Wettbewerbsvorteil des Unternehmens. Effiziente Vertriebsteams sollen diesen Wettbewerbsvorteil weiter ausbauen und das Risiko eindämmen. Dennoch wird dieses Risiko als sehr wahrscheinlich und hoch eingestuft und hat einen direkten negativen Einfluss auf die wirtschaftlichen Entwicklungen.

Risiko der Kunden

Risiko der Kunden

70.000 Kunden zählt die Bechtle AG in beiden Segmenten. Das Unternehmen legt einen besonderen Wert auf die Kundenzufriedenheit und sieht diese als existenziell wichtig für den langfristigen Erfolg. Dabei setzt die AG auf Weiterempfehlungen durch zufriedene Kunden. Sensibel versucht das Unternehmen mögliche Neukunden von Beginn an lösungsorientiert zu betreuen. Regelmäßig ermittelt die AG die Zufriedenheit der Kunden und versucht Schwachstellen zu beseitigen. Dass dies nicht gelingt, schätzt das Unternehmen als nicht wahrscheinlich und mit einem mittleren Risiko ein.

Risiko der IT

Risiko der IT

Als IT-Spezialist ist die Bechtle AG selbst möglichst stark digitalisiert, um effiziente und effektive Geschäftsprozesse zu garantieren. Dies führt zu IT-Risiken für verschiedene Bereiche des Unternehmens. Mögliche Ausfälle oder Bedienungsfehler stellen ein Risiko für die Verfügbarkeit des Produktportfolios dar. Besonders schwer einzuschätzen sind mögliche Schäden durch externe Zugriffe auf die Bechtle Systeme. Dies könnte auch zu einem Vertraulichkeitsrisiko führen. Kunden- und Partnerdaten sind hierbei immer in Gefahr. Um diesem Szenario vorzubeugen, werden Krisenpläne ständig aktualisiert. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe ist zur Verringerung des Risikos eingesetzt. Die IT-Sicherheitsrisiken werden von der AG als sehr wahrscheinlich und hoch eingeschätzt und können einen nicht vorhersehbaren Einfluss auf das Unternehmensergebnis darstellen.

Risiko des Personals

Risiko des Personals

Ein wichtiger Erfolgsfaktor des Unternehmens sind die Mitarbeiter. Um weiter zu wachsen, ist es wichtig, weiterhin fähiges Personal zu finden und langfristig zu binden. Ein daraus resultierendes Risiko ist das Nichtbesetzen von notwendigen Stellen durch Fachkräfte. Der demografische Wandel verschärft dieses Risiko. Eine steigende Fluktuation könnte zusätzlich zum Abfluss von Know-How führen. In Summe könnte sich das negativ auf die Geschäftsbeziehungen der Kunden auswirken. Dem Risiko entgegnet Bechtle mit dem Employer Branding und der damit verbundenen Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie der Attraktivität am Arbeitsmarkt. Dazu zählt die Weiterbildung der Mitarbeiter und die Förderung des Managementnachwuchses innerhalb des Unternehmens. Trotz dieser Maßnahmen besteht das Risiko, dass es dem Unternehmen nicht gelingt, genügend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Unbesetzte oder nicht ausreichend besetzte Stellen können erhebliche Auswirkungen auf den Erfolg des Unternehmens haben. Der Eintritt des Problems wird als mittleres Risiko und wahrscheinlich eingeschätzt.

Risiken des Risikomanagements

Risiken des Risikomanagements

„Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegen einem aktiven Manage-ment auf Basis konzernweit geltender Richtlinien. Dabei werden die spezifischen Anforderungen an die organisatorische Trennung der Funktionsbereiche zwischen Abwicklung und Kontrolle beachtet.Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte und betriebsnotwendiger Finanztransaktionen in Form von Devisentermingeschäften, Devisenoptionen sowie Devisen- und Zinsswaps.Das finanzbezogene Risikomanagement ist geprägt durch klare Zuordnungen von Verantwortlichkei-ten, zentrale Regeln zur grundlegenden Begrenzung finanzieller Risiken, die bewusste Ausrichtung der eingesetzten Instrumente an den Erfordernissen der Geschäftstätigkeit und die gesonderte Überwachung durch ein zentral gesteuertes Treasur.“ (Zitat: GB2019 Bechtle AG)

Fremdwährungsrisiken

Fremdwährungsrisiken

Existent ist das Fremdwährungsrisiko an allen Stellen, an denen Transaktionen aus Ländern, die nicht der Währungsunion zugehörig sind, vorgenommen werden. Konkret beinhaltet das Risiko die Entwicklung der Schweizer Franken, da ein bedeutender Teil des Geschäfts in der Schweiz erwirtschaftet wird. Eine geringe Einflussnahme auf das Ergebnis haben die Leistungen in den Ländern: Großbritannien, Polen, Tschechien und Ungarn. Beim Einkauf von Waren wird zudem der US-Dollar relevant. Um diesen Risiken zuvorzukommen schließt die Bechtle AG Termingeschäfte ab.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken

Die Liquidität ist eine wichtige Voraussetzung für das operative Geschäft eines Unternehmens. Die Zahlungsfähigkeit sollte uneingeschränkt gewährleistet sein. Die Überwachung und Steuerung erfolgt durch das Treasury. Die zum Zeitpunkt des Geschäftsberichts verfügbare Liquidität beziffert sich auf 272,2 Mio. €, welche als liquide Mittel sowie Geld- und Wertpapieranlagen verfügbar sind. Weitere 95,4 Mio. € sind nicht beanspruchte Bar,- Aval- und Geldmarktkreditlinien. Ergänzt wird die Liquidität Ende des Jahres 2019 durch den positiven Cashflow in Höhe von 186 Mio. €. Diese Situation wird vom Unternehmen als komfortabel eingeschätzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Liquiditätsrisikos sieht die Bechle AG als begrenzt.

Welchen Einfluss die Corona-Krise auf die Liquidität der Bechtle AG hatte, zeigt sich in den Quartalsberichten 2020 des Konzerns.

Forderungsausfallrisiken

Forderungsausfallrisiken

Dabei spielt die Bonität der Geschäftskunden der Bechtle AG eine besondere Rolle. Das Risiko von Zahlungsausfällen durch eine schlechte Finanzierung oder Geschäftslage der Kunden besteht jederzeit. Die Bechtle AG stellt dem Risiko eine detaillierte Überwachung der Kundenbeziehung sowie eine regelmäßige Bonitätsprüfung entgegen. Des Weiteren minimiert das proaktive Forderungsmanagement weitere Risiken durch beispielsweise Warenkreditversicherungen. Zudem wird der Zahlungsverkehr nur über solide Banken abgewickelt.

Zinsrisiken

Zinsrisiken

Bei Vermögenswerten und Schulden mit längeren Laufzeiten sind Zinsänderungsrisiken zu berücksichtigen. Eine genaue Analyse und daraus resultierende Maßnahmen werden im Konzernfinanzwesen gesteuert.

Den Eintritt der finanziellen Risiken stuft die Bechtle AG als unwahrscheinlich und gering ein. Dennoch könnte ein Eintreten Auswirkungen auf das finanzielle Ergebnis der AG haben.

Risiken durch Akquisitionen

Risiken durch Akquisitionen

Seit dem Börsengang im Jahre 2000 wurden durch die Bechtle AG 81 Gesellschaften übernommen. Sie tragen einen wichtigen Beitrag zum Wachstum bei. Auch in Zukunft wird das Unternehmen in dieser Art das Unternehmenswachstum ankurbeln. Bei jedem Kauf einer Gesellschaft besteht das Risiko, spezielle Probleme zu übersehen oder die Integration in den Konzern nicht reibungslos zu gestalten. Dies stellt ein unternehmerisches Risiko dar. Dabei kann es auftreten, dass das zu akquirierende Unternehmen die gestellten Erwartungen nicht erfüllen kann. Dem wird durch umfangreiche Prüfungen im Vorfeld entgegengewirkt. Implementierte Prozesse regeln die Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle der Übernahme. Positiv wirken sich dabei die bisherigen Erfahrungen aus. Aus diesen Gründen überwiegen laut Geschäftsbericht die Chancen den Risiken. Dennoch wird das Risiko als hoch und wahrscheinlich eingeschätzt.

Compliancerisiken

Compliancerisiken

In den ganzheitlichen Geschäftsbeziehungen mit Partnern und Kunden ist die Compliance unerlässlich. Die Einhaltung von Gesetzen und Regelungen wird allseitig eingefordert. Um das Risiko eines möglichen Fehlverhaltens möglichst auszuschließen, hat die Bechtle AG einen Verhaltenskodex („Code of Conduct“) eingeführt. Des Weiteren wurde das Compliance-Board eingerichtet, welches aus dem Vorstand der AG sowie einem Vertreter aus dem Fachbereich Recht besteht. Trotz der Maßnahmen sei das Risiko nicht unwahrscheinlich und wird von der AG als mittleres Risiko eingestuft.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken

Das rechtliche Risiko ist für international tätige Unternehmen aufgrund verschiedenster Gesetze in verschiedenen Ländern permanent akut. Um dieses zu umgehen, konsultiert die AG frühzeitig interne und externe Experten auf dem Gebiet des Rechts. Zum Zeitpunkt des Geschäftsberichtes ist das Unternehmen in keine Rechtsstreitigkeiten involviert, die einen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis haben könnten. Im Falle eines Rechtstreites bildet das Unternehmen rechtzeitig Rückstellungen für ggf. auftretende Strafzahlungen.

Fazit Marcel & Philipp

Fazit Marcel

Fazit Marcel:

Die Bechtle AG ist ein solides und stabiles Unternehmen aus der zweiten Reihe der deutschen Indizes. Dabei beeindruckt das Unternehmen durch seine Beständigkeit und Flexibilität. In meinen Augen übetreffen die Chancen die Risiken der AG. Begründet sehe ich das durch die Vorbereitungen des Unternehmens, wie sie den Risiken begegnen. Das langfristige Wachstum und die Entwicklungen im Trend der Digitalisierung bestärken mich, die Bechtle AG als einen zukünftigen Gewinner zu bezeichnen. Ein Investment in dieses Unternehmen kommt für mich definitiv in Frage.

Fazit Philipp

Spannendes Unternehmen aus der zweiten Reihe. Mir gefällt, dass die operative Marge wenig schwankt. Dies deutet auf eine Robustheit des Geschäftsmodells hin. Leider ist die Marge dennoch klein und ich vermute, es könnte hier zur Disruption kommen. Bechtle produziert nicht viel sondern vermarktet und stellt den Support. Ein Investment für mich, ist es nicht.

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Quellen

https://www.bechtle.com/

https://traderfox.com/

Geschäftsbericht Bechtle

https://de.marketscreener.com/kurs/aktie/BECHTLE-AG-54095346/?type_recherche=rapide&mots=bechtle

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