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Akamai Technologies, Inc. – Aktienanalyse

Viel Spaß beim Lesen der Aktienanalyse zur Akamai Technologies, Inc.

Übersicht

Alle relevanten Fundamentaldaten, in Form der Dokumentation für die Aufsichtsbehörden, sind hier im Archiv der Securities and Exchange Commission ebenso wie hier im SEC „Edgar“ Filing Tracker zu finden.

Unternehmen und Geschäftsmodell - Akamai Technologies, Inc.

Unternehmen und Geschäftsmodell – Akamai Technologies, Inc.

Hauptsitz von Akamai Technologies, Inc. in Cambridge, Massachusetts

Die Akamai Technologies, Inc. ist ein in den Vereinigten Staaten ansässiges IT-Service- und Software-Unternehmen, dass seinen Hauptsitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts hat. Der Name leitet sich aus dem hawaiischen Akamai- für „intelligent“ oder „raffiniert“ ab. Das global agierende Unternehmen wirtschaftet im Bereich der so genannten Content Delivery Networks (CDN), also computergestützter Netzwerke und über das Internet verbundener Server, mit denen große Datenströme übertragen werden. Das Unternehmen sorgt hier für einen möglichst optimalen Datendurchsatz auch bei einer hohen Auslastung des Netzwerks, indem ein Netzwerk von Servern auf der ganzen Welt unterhalten wird und die Firma ihren Kunden Kapazitäten auf diesen Servern vermietet. Die Webangebote der Kunden werden dadurch funktionsfähiger und schneller, da Besucher der Webangebote von Akamai-Kunden auf Kopien der Webseiten umgeleitet werden, die sich auf Akamai-Servern in der Nähe befinden. Außerdem bietet Akamai Cybersicherheits-Lösungen, Sicherheitsdienste für das Internet und Cloud-Services, also vordergründig Speicherplatz, Rechenleistung und Anwendungssoftware. Mit seinen „State of the Internet„-Studien, veröffentlicht das Unternehmen auch regelmäßig Berichte über die Sicherheitslage in Netz. Insgesamt bietet das Unternehmen Web-Performance-Lösungen, Media-Delivery-Lösungen, Cloud-Sicherheits-Lösungen, Cloud-Networking-Lösungen und Network-Operator-Lösungen und kombiniert das mit seiner eigenen intelligenten Plattform, der Akamai Intelligent Platform , die als Overlay zum Internet fungiert und ein verteiltes Netzwerk aus Servern und intelligenter Software darstellt, die Webbedingungen ständig überwacht und die Benutzer näher an die gewünschten Inhalte heranführt. In seiner Branche gehört Akamai Technologies heute zu den Marktführern und Arbeitet für über 3500 Kunden, zu denen unter anderem bekannte Firmen, Organisationen und Behörden wie AdobeAirbusAppleARDBMW, das deutsche Bundeskanzleramt, eBayFacebookMicrosoft, die NSA, die NASAPhilipsRed Bull, die US-Army und das US-Außenministerium gehören, sowie die Hersteller von Virenschutz-Software McAfeeBitdefender und Avast und zahlreiche weitere Fernsehsender und öffentliche Stellen wie Sicherheitsbehörden und Universitäten. Das Unternehmen stellt darüber auch Datenmaterial zur Verfügung, um über die Erfolgsgeschichten der Kunden zu berichten. Nach eigenen Angaben zeichnet Akamai heute für 15 bis 30 Prozent des web-Verkehrs verantwortlich und erreicht dabei einen Datenstrom (Datenübertragungsrate) von mehr als 8 Terabit pro Sekunde bei einer bereitgestellten Rate von 50 Terabyte pro Sekunde. Die Netzwerkbereitstellung umfasst dabei rund 288.000 Server in 136 Ländern und fast 1500 Netzwerke. Rund die Hälfte der Firmen der Fortune Global 500 und etwa 40 Prozent der Fortune 1000 sind Kunden bei Akamai sowie 19 der 20 führenden E-Commerce-Händler der USA. Das Unternehmen selbst veröffentlicht Zahlen und Fakten zu sich. Seit seinem Börsengang am 29. Oktober 1999, ist das Unternehmen unter der ISIN US00971T1016 an der NASDAQ (Unternehmensprofil NASDAQ) gelistet sowie Bestandteil des S&P 500 Index. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 18,0 Milliarden US-Dollar.

Akamai Technologies, Inc. bietet neben Produkten auch eine Reihe von Ressourcen an sowie ein Support-Angebot. Das Geschäft von Akamai besteht im wesentlichen aus der Bereitstellung von Cloud-Diensten zur Sicherung, sowie der Bereitstellung und Optimierung von Inhalten und Geschäftsanwendungen über das Internet. Beispielsweise bietet Akamai eine breite Palette an APIs (Programmierschnittstellen) für Web-Entwickler zur Verfügung, die eine große Zahl an Kategorien und Anwendungsmöglichkeiten abdecken. Das Angebot umfasst diverse Starterprogramme, Lösungen für verschiedene Problemstellungen, Docs und verschiedene Tools. Da das Unternehmen als eine Einheit betrieben und geführt wird, werden keine Informationen über separate Segmente erfasst.

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Neben den normalen Operationen und der Geschäftstätigkeit, dem anbieten von Produkten und Lösungen oder dem vermieten verschiedener Netzwerkkapazitäten, bietet Akamai Technologies auf seine Internetpräsenz auch eine sehr gut ausgebaute Sparte Ressourcen, die das Unternehmen zur Verfügung stellt und die sich wie folgt zusammensetzen:

  • Fallstudien: Unter diesem Punkt bietet Akamai Einsicht in die Erfolgsgeschichten seiner Kunden. Die Seite ist wie ein Archiv aufgebaut und bietet dem interessierten Leser die Möglichkeit, die Kunden zu filtern und gezielt zu suchen, sei es nach Firmennamen, Produkten, Branchen oder nach Regionen.
  • Einblicke (Visualizing): Ein Ressourcenportal, das auch grafische Darstellungen der Überwachungs- und Research-Tätigkeit von Akamai beinhaltet. Das Unternehmen betreibt hier einen Real Time Web Monitor, der dem Interessenten Auskünfte darüber gibt, welche Branchen, Regionen oder Sektoren gerade am häufigsten mit welcher Art von Cyber-Bedrohung zu rechnen haben und stellt das in absoluten und relativen Betrachtungen dar. Detaillierte Darstellungen findet man in einem Bedrohungsmoitor, den das Unternehmen zur Verfügung stellt oder auch ein einer Web-Attack-Visualization. Weitere zusätzliche Tools sind ein Enterprise Threat Monitor, der Einblick in den zeitlichen Verlauf von Bedrohungen wie Malware, Pishing und Command-and-Control Angriffe gibt, eine globale Visualisierung für die Einführung des Internet Protocoll Version 6 (IPv6), sowie eine Darstellung von DNS Trends und des Verkehrs.
Einblick in den von Akamai Technologies zur Verfügung gestellten Bedrohungsmonitor; Quelle: https://globe.akamai.com/
  • Das Unternehmens-Leitbild: Dieser Bereich fasst einige Unterpunkte von Akamai zusammen, in denen das Unternehmen seinen Betriebszweck herausstellt und Informationsmaterial für Informationssicherheit sowie Ratgeber zu Cybersicherheitsbedrohungen publiziert. Speziell für Chief Inforamtion Officers von Unternehmen, gibt es hier einen gesonderten Unterpunkt, unter dem Artikel zu den Themen Sicherheit, Finanzdienstleistung und Einzelhandel sowie der Zukunftsorientierung veröffentlicht werden.
  • „State of the Internet“-Berichte: Hier fasst das Unternehmen Expertenwissen und professionelle Einblicke in die Bereiche Web-Performance und Cloudsicherheit zusammen, die auf Grundlage der Daten aus der Akamai Intelligent Edge Plattform erhoben werden. Das Unternehmen berichtet in einem Security Blog regelmäßig über Themen aus der Bedrohungsforschung, gibt einen Bedrohungsratgeber heraus und veröffentlicht Datenvisualisierungen.
  • Dokumentenbibliothek: Eine Online-Bibliothek mit Artikeln und Videos zu allen relevanten Themen im Bereich der Informationstechnologie.
  • CDN-Infoseiten: Hier stellt Akamai einen Überblick und Informationsmaterial für die Nutzung von Content Delivery Netzwerken zur Verfügung. Das umfasst neben allgemeinen Informationen spezielle CDN Ressourcen, Infografiken, Kaufberatung, verschiedene Services und Plattformen.
  • Glossar: Ein Schlagwortverzeichnis und Lexikon für das Cloud-Computing.
  • Dokumentationen: Hier findet der Interessent Dokumentationen zu Akamai-Produkten, Versionshinweise, Kurzanleitungen und Tutorials.

Neben allen bereits genannten Geschäftsfeldern und Angeboten, gibt es auch noch ein Akamai Developer Programm und ein Angebot für Entwickler, Akamai for DevOps.

Geschichte des Unternehmens

Geschichte des Unternehmens

Die Wurzeln des heutigen Unternehmens Akamai Technologies, Inc. liegen am Massachusetts Institute of Technology, dem MIT in Cambridge. Hier trat 1994 der britische Physiker und Informatiker Dr. Tim Berners-Lee ein und leitete das Labor für Informatik. Der 1955 in London geborene Berners-Lee studierte an der University of Oxford in England Physik, wo er 1976 am Queens College seinen Abschluss machte und er gilt allgemein als der Begründer des 1989 entwickelten Softwareprogramms World Wide Web, ein über das Internet abrufbares System von elektronischen Hypertext-Dokumenten, sogenannten Webseiten, welche mit HTML beschrieben werden. Sie sind durch Hyperlinks untereinander verknüpft und werden im Internet über die Protokolle HTTP oder HTTPS übertragen. Damit ist Berners-Lee einer der Gründerväter des modernen Internets. Nach seinem Eintritt beim MIT, äußerte er ab 1995 seine Befürchtungen, dass Traffic-Probleme das bis dahin rasante Wachstum des Internets zum Erliegen bringen könnten. Unter anderem sah Berners-Lee hier das Problem, dass es einen Mangel an Geschwindigkeit gab („World Wide Wait„) und er erkannte die Gefahr, dass eine große Zahl an Nutzern, die versuchen zeitgleich auf die selbe Website zuzugreifen, Engpässe verursachen können und dass das auch zu einem Dominoeffekt führen könnte, der das Netzwerk rund um die Seite zum Erliegen bringen könnte. Darum forderte Berners-Lee seine Kollegen am MIT schließlich auf, die Bereitstellung von Internetinhalten zu verbessern und weiter zu entwickeln.

Der Aufforderung folgten Frank Thomas Leighton, Professor für angewandte Mathematik, der die Gruppe für die Entwicklung von Algorithmen im Labor für Informatik leitete und der Doktorand Daniel Mark Lewin, der Schlüsselalgorithmen entwickelte, die Teil eines Systems werden sollten, das den Internetverkehr effizient weiterleitet. Über zwei Jahre hinweg wurde an dem Problem geforscht und gearbeitet, allerdings ohne größere Dringlichkeit. Daniel Lewin brachte schließlich die Idee vor, dass er selbst und Professor Leighton ihre Forschungsergebnisse nutzen könnten, um an einem Unternehmerwettbewerb teilzunehmen, der von der Sloan School of Management des MIT ausgerichtet wurde. Der eingebrachte Geschäftsvorschlag gehörte von 100 Einsendungen zu den 6 Finalisten und veranlasste Lewin und Leighton dazu, ihre Arbeit fortzusetzen und einen Prototypen ihres Systems zu entwickeln, der bis August 1998 einsatzbereit war. Es fanden sich auch schnell große Kunden, die sich dazu bereit erklärten an einer Beta-Studie mitzuarbeiten und so fanden schließlich Bestrebungen statt, ein Unternehmen zu gründen. Dazu gehörte auch die Lizenzierung von geistigem Eigentum des MIT, da das geplante Unternehmen sich auf die Forschungen stützen würde. Über ein hawaiianisches Wörterbuch wurde auch bald der Name des Unternehmens gefunden und Akamai wurde aus der Taufe gehoben. Bei seiner Gründung und den damit verbundenen Finanzierungsrunden, erfreute sich Akamai eines regen Interesses von Venture-Kapitalgebern. In einer ersten Runde sammelte das Unternehmen außerbörsliches Beteiligungskapital in Höhe von 8,3 Millionen US-Dollar von Boston’s Polaris Ventures, hier interessierte sich vor allem ein Partner des Venture Unternehmens, George H. Conrades, für das Geschäftsmodell von Akamai und New Yorks Baker Communications ein, die nur Monate später um rund 35 Millionen US-Dollar in einer zweiten Finanzierungsrunde erhöht wurden, als Boston’s Polaris Ventures und New Yorks Baker Communications zusammen mit Newcomer Battery Ventures aus Wellesley, Massachusetts, und der TCW Group aus Los Angeles weitere Gelder einbrachten. Dazu kamen noch Verkäufe von Anteilen an Akamai, die anderen Unternehmen der Hochtechnologie-Branche angeboten wurden. Beispielsweise kam es zu einer Übereinkunft mit Cisco Systems, Inc. über den Austausch von Technologien. Infolgedessen wurden rund 4 Prozent an Akamai für etwa 50 Millionen US-Dollar an Cisco verkauft. Rund 1 Prozent der Firma wurde kurz darauf für 15 Millionen US-Dollar an die Microsoft Corp. verkauft. Das Geschäft mit Microsoft diente auch dazu, dem Unternehmen Zugriff auf das NTBetriebssystem des Unternehmens zu geben um dafür Software zu entwickeln. Bis dahin wurde die von Akamai entwickelte Software auf einem Unix-basierten Betriebssystem, Linus, ausgeführt. Später schloss sich auch Apple, Inc. mit einer Beteiligung von rund 12,5 Millionen US-Dollar diesem Geschäft an.

Im April 1999 übernahm der George H. Conrades, der sich als einer der ersten für Akamai interessierte und im Unternehmen schon beratend tätig war, die Leitung der Firma und wurde zum Chairman und CEO ernannt. Der aus Youngstown, Ohio stammende Conrades hatte bereits eine 31 jährige Karriere bei International Business Machines Corp. hinter sich, diente als CEO bei der Entwicklungsfirma BBN Technologies in Massachusetts und hatte mehrere andere führende Tätigkeiten inne, inklusive der Tätigkeit als Partner von Boston Polaris Venture. Er studierte Physik und Mathematik an der Ohio Wesleyan University und erhielt 1971 einen Master of Business Asministration von der Graduate School of Business der University of Chicago. Bereits zu diesem Zeitpunkt, waren viele bekannte Unternehmen Kunden von Akamai, darunter Yahoo, CNN und Go Network. Das so genannte FreeFlow-System von Akamai arbeitete zu dieser Zeit mit einem Verbund von 4 Algorithmen:

  • Randomisierte-Algorithmen: Ein randomisierter Algorithmus (auch stochastischer oder probabilistischer Algorithmus) ist ein Algorithmus, der versucht, durch die Wahl von zufälligen Zwischenergebnissen zu einem (im Mittel) guten bzw. näherungsweise korrekten Ergebnis zu gelangen. Er bildet somit das Gegenstück zum deterministischen Algorithmus.
  • Online-Algorithmen: Ein OnlineAlgorithmus ist ein Lösungsverfahren für Probleme, bei denen zu Beginn des Berechnungsvorgangs nicht alle Eingabedaten verfügbar sind. Bei vielen algorithmisch lösbaren Problemen in der Informatik sind die vollständigen Eingabedaten vor der Ausführung des jeweiligen Algorithmus bekannt. Anhand dieser Daten wird eine Lösung berechnet und ausgegeben. Solche Probleme werden Offline-Probleme genannt. Bei Online-Problemen hingegen werden die Eingabedaten zur Zeit der Ausführung des Algorithmus laufend ergänzt. Anders formuliert: Bestimmte Informationen stehen erst dann zur Verfügung, wenn bestimmte andere Daten bereits vorliegen – und können auch erst dann zur Lösung des Problems berücksichtigt werden. Der Algorithmus kann keine Annahmen über die vollständigen Daten treffen.
  • Flow-Algorithmen: Ein gieriger Algorithmus, der den maximalen Fluss in einem Flussnetz berechnet. Es wird manchmal als „Methode“ anstelle eines „Algorithmus“ bezeichnet, da der Ansatz zum Auffinden von Erweiterungspfaden in einem Restgraphen nicht vollständig spezifiziert ist.
  • Consistent Hashing: Eine spezielle Form der Hashfunktion (Streuwertfunktion), die ein besonderer Fall von Rendezvous-Hashing darstellt, das einen konzeptionell einfacheren Algorithmus aufweist.

Die von Akamai entwickelte Software lief auf jedem einzelnen Server und verteilte Informationen im Netzwerk ohne auf Anpassungen von einer Zentrale aus notwendig waren. Bei Ausfall eines Servers, konnte das automatisch erkannt werden und ein anderer Server füllte die Lücke. Ein Beispiel für die Wirkung von FreeFlow, war die Webseite NetAid, die im Oktober 1999. NetAid veranstaltete einen Webcast eines Konzerts um auf das Problem des Hungers in der Welt aufmerksam zu machen und es gelang dem System trotz eines enormen Traffics verzögerungsfrei und ohne Abstürze zu arbeiten. Im Gegensatz dazu erlebte Victoria’s Secret bei der Veranstaltung einer Online-Modenschau ein Debakel, da hier nicht mit einem dynamischen System gearbeitet wurde.

Im Oktober 1999 erfolgte der Börsengang von Akamai. Das Unternehmen konnte bereits einige Erfolge vorweisen, wie der genannte Webcast für NetAid und so wurde der Börsengang ein enormer Erfolg. Akamai hoffte seine Aktien für einen Stückpreis von 16 bis 18 US-Dollar veräußern zu können, was der Firma rund 86 Millionen US-Dollar frischer Mittel eingebracht hätte. Tatsächlich war die Nachfrage aber so groß, dass Akamai für 9 Millionen ausgegebene Aktien über 234 Millionen US-Dollar eingenommen werden konnten. Das Netting lag bei etwa 216,5 Millionen US-Dollar. Mit dem Listing an der NASDAQ, stieg der Aktienkurs von 26 US-Dollar bei Börsengang binnen kurzer Zeit auf über 145 US-Dollar je Aktie. Diese enorme Kursbewegung machte sogar MIT-Absolventen, die Sommer- und Teilzeitarbeit für Aktienoptionen geleistet hatten, zu Millionären. Der mit dem erfolgreichen Börsengang verbundene Geldzufluss gab dem Unternehmen die Möglichkeit, sein Geschäft auszuweiten. Anfang des Jahres 2000 investierte Akamai rund 203 Millionen US-Dollar in den Kauf von Network24 Communications, Inc., ein in Cupertino, Kalifornien ansässiges Streaming-Media-Unternehmen, dass Akamai dabei unterstützen, Internet-Broadcasting-Dienste anzubieten. Kurz nach Abschluss dieses Geschäftes, investierte Akamai rund 2,8 Milliarden US-Dollar in den Kauf von InterVU, Inc., ein weiterer Anbieter für Streaming-Medien. Diese Übernahme verschaffte dem Unternehmen die Möglichkeit, Streaming-Dateien in den Formaten RealVideo von RealNetworks und den Windows Media-Formaten von Microsoft zu erstellen. Zuvor konnte Akamai nur das QuickTime Format von Apple verwenden. Eine dritte Übernahme im Jahr 2000 folgte kurz darauf mit CallTheShots, Inc. aus Santa Clara, Kalifornien für knapp 6 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen entwickelte Technologien, die den Nutzern von Webseiten benutzerdefinierte Inhalte zur Verfügung stellen, ohne dafür eine teure großräumige Infrastruktur zu benötigen. Akamai kam allerdings selbst bald in Schwierigkeiten. Im März 2000 platzte die so genannte Dotcom-Blase und löste eine allgemeine Wirtschaftskrise aus, in deren Verlauf viele Unternehmen in Schieflage gerieten. Akamai hatte in schneller folge viele Neueinstellungen an Personal vorgenommen, hatte Immobilien erworben und Kunden geworben. Die Entwicklung nach dem Blatzen der Blase im Internet-Sektor sorgten nun dafür, dass viele Kunden ihr Geschäft aufgeben mussten, Investitionen hinausgeschoben wurden oder die Dienstleistungen und Produkte von Akamai schlicht zu teuer waren um sie in dieser Lage zu erwerben oder weiter zu bezahlen. Im ersten Halbjahr 2001 verlor das Unternehmen so rund 12 Prozent seiner fortlaufenden (wiederkehrenden) Verträge. So sah sich das Unternehmen gezwungen Personal abzubauen und Mietverträge zu kündigen. Am 31. Dezember 1999 notierte die Aktie der Firma bei 344,88 US-Dollar – der Tiefpunkt wurde 2002 erreicht, als das Wertpapier bei nur noch 0,50 US-Dollar notierte. 2001 wies das Unternehmen einen Nettoverlust von rund 2,4 Milliarden US-Dollar aus, der allerdings auch die Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen und andere Belastungen enthielt. 2001 stellte außerdem eine weitere Tragödie dar, als im Zuge der Ereignisse des 11. September und den damit verbundenen Terroranschlägen in den USA. Daniel Lewin kam als einer der Passagiere der Flugzeuge ums Leben, die in das New Yorker World Trade Center stürzten.

Während der Anschläge kam es zu einem starken Anstieg des Internetverkehrs, da viele Nutzer versuchten Informationen zu erhalten und die Ereignisse verfolgen wollten. Das System, an dessen Entwicklung Akamai beteiligt war, schaffte es allerdings, dieser enormen Belastung stand zu halten. Ab 2002 konnte das Unternehmen auch wieder Kunden gewinnen und es setzte eine langsame Erholung ein. Mit der Veröffentlichung der EdgeSuite 2002, einer robusteren Version des FreeFlow-Systems, begann Akamai damit sich an Großunternehmen zu wenden, die eine große Webpräsenz erreichen wollten. Die EdgeSuite kombinierte die früheren Funktionen zur dynamischen Verkehrssteuerung mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen, erhöhte Geschwindigkeit bei digitalen Downloads und die Möglichkeit, Streaming-Medien bereitzustellen. Zu den neuen Kunden von Akamai gehörte beispielsweise das Federal Bureau of Investigation (FBI), neben anderen Regierungsbehörden und Einrichtungen, wie dem US Repräsentantenhaus, das die Akamai-Angebote dazu nutzte um Anhörungen zu streamen. So wurde das Unternehmen schnell zu einem bevorzugten Partner offizieller Stellen und Behörden und konnte auch weitere private Kunden werben. Allerdings gab es im Verlauf des Jahres 2002 auch weniger erfreuliche Entwicklungen. Das Personal musste von rund 1300 Mitarbeitern im Jahr 2000 auf gerade einmal 550 Ende 2002 zusammengestrichen werden und es gab mehrere Berichte im Boston Globe über die Verwendung von College-Servern zur Verbreitung von pornografischen Inhalten und Offshore-Glücksspielseiten. Colleges profitierten von der Bereitstellung ihrer Server für das Akamai System, die neben den firmeneigenen Servern verwendet wurden, da sie dadurch eine schnellere Internetverbindung bekamen und sich Kosten für die Bandbreite sparen konnten. Die Erholung des Unternehmens setzte sich aber trotz aller Probleme über die Jahre 2003 und 2004 fort. Es zahlte sich eine viel kritisierte Entscheidung des Unternehmens aus, ein großes und für das damalige Traffic-Volumen überdimensioniertes Infrastruktur-System aufzubauen. Als immer mehr Unternehmen ihre Online-Präsenz ausbauen wollten, stand Akamai eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur zur Verfügung, die die Kundenlast stemmen konnte. Die Nachfrage nach Musik, Filmen, Sport und Software stieg kontinuierlich und das Unternehmen war in der Lage diese Nachfrage zu bedienen. 2004 erreichte Akamai so schließlich die Profitabilität und konnte einen Gewinn ausweisen.

Das Unternehmen sah sich Anfang der 2000er Jahre aber auch mit diversen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert, die meistens den Streit um geistiges Eigentum zum Inhalt hatten. 2002 gewann Akamai eine Patentverletzungsklage gegen Cable & Wireless plc und einen damit verbundenen Rechtsstreit mit Digital Island, die von Cable & Wireless übernommen worden waren. Im selben Jahr kam es allerdings auch zu einer gegenseitigen Anklage mit dem Content Delivery Netzwerk-Anbieter Speedera Networks aus Santa Clara in Kalifornien, der sich bis 2005 hinzog und nach horrenden Rechtskosten mit einem Deal und der Übernahme von Speedera Networks für 130 Mio. US-Dollar in Aktien. 2004 kam es bei Akamai durch einen Programmfehler zu einem nahezu vollständigen Ausfall der Webdienste, der erst nach 90 Minuten behoben werden konnte

2005 übernahm den Posten des CEO der amerikanische Geschäftsmann Paul Sagan, geboren 1959 und sein 1998 bei Akamai, wo er direkt als Chief Operating Officer begann. Im folgenden Jahr 1999 wurde er zum Präsidenten gewählt und war für eine Reihe von Übernahmen während seiner Tätigkeit als CEO verantwortlich. So akquirierte Akamai unter seiner Leitung 2006 Nine Systems, Inc. für 157,5 Millionen US-Dollar, 2007 die Firmen Netli, Inc. für 154 und das Content Delivery Netwerk Red Swoosh, Inc. für 18,7 Millionen US-Dollar, 2008 aCerno, Inc. für rund 90,8 Millionen US-Dollar, 2010 Velocitude LLC für 12 Millionen US-Dollar und 2012 Blaze Software, Inc. und einen weiteren Content- und Applikations-Lieferanten, Cotendo, Inc., für 19,3 und 278,9 Millionen US-Dollar sowie FastSoft, Inc. für 14,4 Millionen und Verivue, Inc. für 30,9 Millionen US-Dollar. Während der Dienstzeit von Paul Sagan als CEO konnte Akamai so sein Geschäft stark ausbauen und war einer der großen Technologiekonzerne, als 2013 der Mitgründer des Unternehmens, Frank T. Leighton die Firmenleitung von Sagan übernahm. Eine Position die er bis heute ausfüllt. Bis 2019 übernahm das Unternehmen weiter Firmen und vergrößerte nach und nach sein Geschäft. Akquisitionen waren Velocius Networks 2013, der Cyber-Sicherheits-Anbieter Prolexic Technologies 2014, Xerocole Inc., Octoshape und der Anbieter für Secure Web Gateways Bloxx 2015, Concord Systems, ein Technologieanbieter für die Hochleistungsverarbeitung von Daten in großem Maßstab, Soha Systems, ein Abieter für sichere Webzugänge für Unternehmen und Cyberfend, ein Anbieter von Bot- und Automatisierungserkennungslösungen wurden 2016 übernommen. Danach folgten die SOASTA, Inc., ein digitales Performance-Management-Unternehmen mit Sitz in Mountain View, Kalifornien, Nominum, ein Carrier-Grade-DNS- und DHCP-Anbieter und einer der Hauptakteure bei der Entwicklung des modernen DNS-Systems, die beide 2017 übernommen wurden sowie der Software-Sicherheits-Anbieter ChameleonX und JanRain, einen CIAM-Anbieter, die 2019 zu Akamai hinzugefügt wurden. Insgesamt hat das Unternehmen bis heute 28 Gesellschaften übernommen und große Investitionen in 12 weitere Gesellschaften getätigt, von denen die Firma bei 3 als Hauptaktionär auftritt.

Heute ist Akamai einer der Marktführer für Content-Delivery-Netzwerke und arbeitet für eine große Zahl bekannter Kunden, darunter Adobe SystemsAirbnbAMDAutoTrader.comCOSESPNThe Great CoursesHewlett-PackardHilton WorldwideIBMJ. C. PenneyJehovah’s WitnessesMTV NetworksNASANational Academy of Recording Arts and SciencesNBC SportsPearson EducationRed Bull GmbHRed HatSony PlayStation und Yahoo!, sowie Microsoft, Nintendo und Apple, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Damit zählt Akamai heute zu den bedeutendsten Anbietern von Content Delivery Netzwerken und Cybersicherheit weltbeit.

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Management

Management:

Amtierender Chief Executive Officer von Akamai Technologies ist der US-amerikanische Wissenschaftler Frank Thomson „Tom“ Leighton, geboren 1956, der diesen Posten seit 2013 ausfüllt und einer der Mitgründer der Firma ist. Vor der Übernahme der Position des CEO, arbeitete er als Chef-Wissenschaftler bei Akamai. Er ist eine der weltweit führenden Autoritäten für Algorithmen für Netzwerkanwendungen und Cybersicherheit und war von 1982 bis 1989 Professor für Mathematik und Mitglied des Labors für Computerwissenschaften und künstliche Intelligenz des Massachusetts Institute of Technology, kurz MIT. Seine akademische Ausbildung umfasst einen Bachelor of Science in Elektroingenieurwesen und Informatik der Princeton University, erhalten 1978 mit summa cum laude und einen Doktortitel in Mathematik, der er sich 1981 am MIT erworben hat. Seit der Unternehmensgründung 1998 war er als Professor beurlaubt und seither arbeitete er als leitender Wissenschaftler (Chief Scientist) für das Unternehmen. Seit Januar 2013 ist er CEO des Unternehmens und hat zeitgleich auch einen Lehrstuhl für angewandte Mathematik am MIT inne. Laut der Investor Relations des Unternehmens, hat sich in den ersten 6 Jahren seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Umsatz von Akamai fast verdoppelt und das Unternehmen konnte sich erfolgreich als großer Anbieter im Markt für Cybersicherheit etablieren.

Daneben wer er in mehreren Beratungsgremien für Politik, Industrie und Wissenschaft tätig, beispielsweise im Präsidialausschusses für Informationstechnologie (PITAC) und Vorsitzender des Unterausschusses für Cybersicherheit. Außerdem diente er als Mitglied im Kuratorium der Society for Science & the Public (SSP) und beim Center for Excellence in Education (CEE) und beteiligte sich an der Distinguished Lecture Series des CEE, dem Vorzeigeprogramm für High School Schüler, dem Research Science Institute (RSI). Außerdem ist er Mitglied der National Academy of Sciences, der National Academy of Engineering und der American Academy of Arts and Sciences. Seine verschiedenen Entwicklungen und seine wissenschaftliche Tätigkeit haben ihm eine Vielzahl von Preisen und Ehrungen eingebracht. Mit Blick auf das Unternehmen ist hier vor allem die Aufnahme in die National Inventors Hall of Fame zu nennen, die ihm und postum dem Mitgründer Danny Lewin zuteil wurde, für die Entwicklung der Methoden um Inhalte über ein großes Netzwerk verteilter Server intelligent zu replizieren und bereitzustellen. Zu seinen Beratertätigkeiten für die Regierung: Er war einer von 18 CEOs, die 2017 zum Start des American Technology Council ins Weiße Haus eingeladen wurden, um Lösungen zur Modernisierung und Sicherung der IT-Systeme der US-Regierung zu entwickeln. Von 2003 bis 2005 war er Mitglied des Beratungsausschusses für Informationstechnologie des Präsidenten und wie bereits erwähnt, Vorsitzender des Unterausschusses für Cybersicherheit. Zu erwähnen ist hier noch die Unterstützung von Akamai und Dr. Leighton im besonderen für die Akamai Foundation, die den Mathematikunterricht fördert und unter seiner Aufsucht erfolgte auch die Gründung der Akamai Technical Academy, die das Ziel verfolgt, Fachkräfte aus nichttechnischen Bereichen für technische Karrieren auszubilden.

Ein Punkt der positiv ins Auge fällt, ist der hohe Anteil an Firmenaktien die Dr. Leighton an Akamai hält. Mit rund 2,7 Mio. Aktien (Stand August 2020), hält er etwa 1,65 Prozent aller ausstehenden Aktien des Unternehmens, was mit Blick auf die hohe Marktkapitalisierung der Firma ein hoher Anteil für einen Einzelaktionär ist. Grundsätzlich sehe ich es als gutes Zeichen für ein Unternehmen an, wenn es von einem Gründer geführt wird, der auch noch als Anteilseigner auftritt. Zuletzt lag die Bezahlung des CEO bei rund 10,9 Millionen US-Dollar, die vollständig in Form von Aktien mit eingeschränktem Verfügungsrecht ausbezahlt wurden. Diese Art der Kompensation sehe ich ebenfalls als deutlich positiv an, da die Bezahlung in dieser Form einen Anreiz darstellt, das Unternehmen langfristig gut aufzustellen. Diesen Anreiz unterstelle ich auch einem Mitgründer des Unternehmens, was die Begründung dafür liefert, warum ich einen Gründer gerne in der Position des Geschäftsführers sehe, bzw. generell einen Geschäftsführer mit einem hohen Besitzanteil am Unternehmen. Das Fehlen von Aktienoptionen als Bezahlung, ist ebenfalls positiv zu werten. Hier auf der Seite Morningstar sind weitere Informationen über die Bezahlung des Managements übersichtlich zusammengefasst.

Für Aktienoptionen führe ich hier wie immer folgende Betrachtung an: Optionen werden aufgrund des direkten Bezuges zur Aktienkursentwicklung als durchaus problematisch betrachtet, da ihnen eine kurzfristige Leistungsbeurteilung von Führungskräften unterstellt werden kann. Kritiker bezeichnen die mittels Aktienoptionsplänen geschaffenen Anreizstrukturen als nicht genügend nachhaltig, da sie vorwiegend auf kurzfristige Kurssteigerungen abzielen würden (Gabler Wirtschaftslexikon, online). Nachteile können beispielsweise aus Fehlentscheidungen resultieren, die auf die kurzfristige Erhöhung des Börsenkurses abzielen. Damit verbunden sind riskantere Entscheidungen, die nicht zwingend höhere Erträge für das Unternehmen einbringen. Über Vergütungssysteme finden Sie hier auf Controling-Wiki weitere Informationen.

Amtierender Chairman von Akamai ist der 75 jährige Frederic V. Salerno, der diese Position seit März 2018 ausfüllt. Bereits zuvor diente er als unabhängiger Direktor von 2013 bis 2018 und hatte in im Laufe seiner Karriere mehrere führende Positionen bei Unternehmen wie Verizon Communications, Inc. inne, wo er zuletzt bis zu seiner Pensionierung im September 2002 als stellvertretender Vorsitzender und Finanzvorstand tätig war. Seine Ausbildung umfasst einen Bachelor in Elektrotechnik, den er sich am Manhattan College erwarb und einen Master of Business Administration der Adelphi University in Garden City, New York. In der Vergangenheit war Herr Salerno Präsident der Nynex Worldwide Service Group, Inc., stellvertretender Vorsitzender und Finanzvorstand von Verizon Communications, Inc., Vorsitzender, Finanzvorstand und Executive Vice President bei Bell Atlantic Corp. Präsident und Chief Executive Officer von Verizon New York, Inc. Präsident und Chief Executive Officer bei New York Telephone Co. Präsident und Chief Operating Officer bei New England Telephone & Telegraph Co. und stellvertretender Vorsitzender für Finanzen und Geschäftsentwicklung bei NYNEX Corp. (alles Tochterunternehmen von Verizon) Communications, Inc.), Senior Advisor bei Welsh, Carson, Anderson & Stowe, Vorsitzender von GGCP, Inc., Vorsitzender von Orion Power Holdings, Inc. und Vorsitzender der State University of New York.

News - Akamai Technologies, Inc.

News – Akamai Technologies, Inc.

Nachrichten über das Unternehmen können hier im Pressebereich der Investor Relations gefunden werden, oder hier auf der Seite Simplywallstreet.com im Nachrichtenbereich.

03. August 2020 – Akamai Technologies, Inc. tritt dem Tech Compact for Social Jusitice des Massachusetts Technology Leadership Council bei. Als einer der 62 Unterzeichner des Technologieunternehmens in Massachusetts verpflichtet sich Akamai, Änderungen in Richtung Rassengleichheit in seiner Organisation vorzunehmen. Die Nachricht wurde hier auf der Seite der Investor Relations veröffentlicht.

28. Juli 2020Akamai Technologies, Inc. gab die Ergebnisse für das am 30. Juni 2020 endende zweite Quartal bekannt. Für das zweite Quartal gab das Unternehmen einen Umsatz von 794,715 Mio. USD gegenüber 705,074 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 190,429 Millionen gegenüber USD 135,782 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 161,915 Millionen gegenüber USD 113,915 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 1 gegenüber USD 0,7 vor einem Jahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,98 gegenüber USD 0,69 im Vorjahr. Im Halbjahr betrug der Umsatz USD 1.559,017 Mio. gegenüber USD 1.411,582 Mio. im Vorjahr. Das Betriebsergebnis betrug USD 342,759 Millionen gegenüber USD 270,307 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug 285,061 Mio. USD gegenüber 221,045 Mio. USD im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 1,76 gegenüber USD 1,35 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 1,74 gegenüber USD 1,34 im Vorjahr.

Aktuelle Quartalsmeldungen des Unternehmens sind hier zu finden. Ein Transkript zum Conference Call und eine entsprechende Audiodatei wurden hier auf seekingalpha zu finden.

30. Juni 2020 – Akamai Technologies, Inc. (NasdaqGS: AKAM) wurde zum Russell 1000 Defensive Index hinzugefügt. Außerdem wurde das Unternehmen Bestandteil des Russell 1000 Value-Defensive Index und des Russell 1000 Growth-Defensive Index.

28. Mai 2020Conviva kündigte eine Partnerschaft mit Akamai an, die die Teilnahme an der Conviva Ecosystem Initiative und den Einsatz von Conviva für die Qualität der Erfahrungsinformationen umfasst. Conviva kündigte außerdem die Verfügbarkeit einer Lösung an, die in Zusammenarbeit mit Akamai entwickelt wurde, um automatisch CDN Edge Server-IP-Adressen für Streaming-Anwendungen auf allen Geräten zu erfassen. Akamai gehört zu den ersten in der CDN-Branche, die Qualitätsdaten von Endbenutzern integrieren, um ein vollständiges Bild der Bereitstellung von Inhalten zu erstellen – vom Server über das Netzwerk bis hin zu Videoplayern auf Consumer-Geräten. Die Lösung, die Conviva mithilfe von Akamai-Eingaben entwickelt hat, erweitert die Akamai zur Verfügung stehende Echtzeit-Intelligenz um zusätzliche Transparenz und Granularität auf individueller Serverebene. Conviva und Akamai planen, die Umsetzbarkeit dieser Informationen durch automatisierte KI-Warnungen mit CDN Edge Server-IP-Adressen weiter zu verbessern, um Fehler und Leistungsengpässe proaktiv zu verringern. Dieser Service wird durch den neu veröffentlichten einheitlichen Sensor von Conviva ermöglicht, der die Integration für Publisher vereinfacht, um das gesamte Produktportfolio von Conviva zu integrieren und ihre Streaming-Services innerhalb weniger Tage zu starten.

26. Mai 2020Akamai kündigte den Start von Page Integrity Manager an, einer Lösung zur Erkennung von Bedrohungen im Browser, mit der kompromittierte Skripts aufgedeckt werden können, mit denen Benutzerdaten gestohlen oder die Benutzererfahrung beeinträchtigt werden können. Ursprünglich von Magecart-Gruppen populär gemacht und jetzt von anderen Bedrohungsakteuren genutzt, wächst der Angriffsvektor bösartiger Webseiten-Skripte und ist zu einer häufigen Quelle von Datenverletzungen geworden.

28. April 2020Akamai Technologies, Inc. gab die Ergebnisse des ersten Quartals zum 31. März 2020 bekannt. Für das erste Quartal gab das Unternehmen einen Umsatz von 764,302 Mio. USD gegenüber 706,508 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 152,330 Millionen gegenüber USD 134,525 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug 123,146 Mio. USD gegenüber 107,130 Mio. USD im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,76 gegenüber USD 0,66 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,75 gegenüber USD 0,65 im Vorjahr.

Akamai Technologies, Inc. hat die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2020 zurückgezogen. Aufgrund dieser Unsicherheit, insbesondere in Bezug auf die Weihnachtsgeschäftssaison im vierten Quartal, zieht das Unternehmen derzeit die Prognose für das Gesamtjahr 2020 zurück. Das Unternehmen plant, die Bereitstellung der jährlichen Prognose für das nächste Quartal neu zu bewerten.

Akamai Technologies, Inc. gab Gewinnprognosen für das zweite Quartal 2020 bekannt. Das Unternehmen prognostiziert für das zweite Quartal 2019 einen Umsatz im Bereich von 752 bis 778 Millionen US-Dollar oder währungsbereinigt um 6 bis 12 Prozent.

09. April 2020Akamai Technologies, Inc., Jahreshauptversammlung, 20. Mai 2020, 09:30 Uhr Eastern Daylight. Tagesordnung: Wahl von drei Kandidaten, die derzeit als Mitglieder der Klasse II des Verwaltungsrates fungieren, und von vier Kandidaten, die derzeit als Mitglieder der Klasse III des Verwaltungsrates fungieren; auf beratender Basis die Vergütung eines ernannten leitenden Angestellten zu genehmigen; die Auswahl von PricewaterhouseCoopers LLP als unabhängige Prüfer für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr zu ratifizieren; und andere Geschäfte zu tätigen, die ordnungsgemäß vor der Versammlung oder einer Vertagung oder Verschiebung derselben zustande kommen.

18. Mai 2020Akamai gab die Ernennung von Marianne Brown zum Akamai-Verwaltungsrat mit Wirkung zum 13. März 2020 bekannt. Frau Brown trat 2019 dem Verwaltungsrat von VMware, Inc. bei und ist seit 2015 Mitglied des Verwaltungsrats der Northrop Grumman Corporation Zu seiner Karriere gehört die Tätigkeit als Corporate Executive Vice President und Co-Chief Operating Officer im globalen Segment für Finanzlösungen von Fidelity National Information Services, Inc. (FIS).

11. Februar 2020Akamai Technologies, Inc. gab die Ergebnisse für das am 31. Dezember 2019 endende vierte Quartal bekannt. Für das vierte Quartal gab das Unternehmen einen Umsatz von 772,123 Mio. USD gegenüber 713,363 Mio. USD im Vorjahr bekannt. Das Betriebsergebnis betrug USD 135,322 Millionen gegenüber USD 120,288 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 119,100 Mio. gegenüber USD 94,015 Mio. vor einem Jahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,74 gegenüber USD 0,58 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 0,73 gegenüber USD 0,57 im Vorjahr. Für das Gesamtjahr betrug der Umsatz USD 2.893.617 Millionen gegenüber USD 2.714,474 Millionen im Vorjahr. Das Betriebsergebnis betrug USD 548,918 Millionen gegenüber USD 362,499 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug USD 478,035 Millionen gegenüber USD 298,373 Millionen im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 2,94 gegenüber USD 1,78 im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug USD 2,9 gegenüber USD 1,76 im Vorjahr.

Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe - Akamai Technologies, Inc.

Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe – Akamai Technologies, Inc.

Unter den Aktionären von Akamai befinden sich bekannte institutionelle Investoren und verschiedene Holding- und Anlagegesellschaften. Mit einem Anteil von über 10,5 Prozent, hat die Vanguard Group, Inc. den größten Posten an Aktien der Firma und liegt damit sogar rund doppelt so hoch wie der nächst größte Eigner, die ClearBridge Investments LLC, die 5,1 Prozent auf sich vereinnahmen kann. Auch BlackRock Fund Advisors befindet sich unter den 10 größten Anlegern.

Eine Zusammenfassung der Besitzverhältnisse, kann hier auf morningstar.com gefunden werden. Aktuell befinden sich rund 90,7 Prozent der ausstehenden Aktien im Besitz von institutionellen Investoren. 7,0 Prozent befinden sich gerade einmal im öffentlichen Umlauf und etwa 2,2 Prozent werden von Unternehmens-Insidern gehalten. Der größte Teil der Insider-Aktien entfällt dabei auf den CEO Frank Leighton, der rund 1,65 Prozent der Akamai Aktien hält.

Dividenden werden nicht ausgeschüttet.

Es gibt ein aktuelles Aktienrückkaufprogramm, welches vom 1. November 2018 bis zum 31. Dezember 2021 terminiert wurde und mit einem volumen von 1,1 Milliarden US-Dollar ausgestattet ist. Die Anzahl ausstehender Aktien wurde so von rund 191 Millionen Stück im Jahr 2010 auf etwa 165 Millionen im Jahr 2020 reduziert. Die Meldung über das aktuelle Aktienrückkaufprogramm wurde hier auf Onvista veröffentlicht. Im zweiten Quartal wurden für rund 27 Millionen US-Dollar Aktien zurückgekauft, in einer Stückzahl von rund 300.000 Aktien.

Mit Blick auf Aktienrückkäufe, müssen aber diverse Kritikpunkte beachtet werden, wie beispielsweise der Umstand, dass die Rückkäufe zu viel zu teuren Kursen stattfinden können. In einem Artikel von wallstreet-online.de, wird hier Warren Buffett´s Meinung und seine Kriterien im Bezug auf Aktienrückkäufe beschrieben. Der Artikel wurde unter dem Titel „Warren Buffett über Aktienrückkäufe“ veröffentlicht.

Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite) - Akamai Technologies, Inc.

Peergroupvergleich (Gesamtkapitalrendite) – Akamai Technologies, Inc.

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Um einen besseren Vergleich der Peer Group untereinander ziehen zu können, verwende ich hier mehrere Kennzahlen, darunter die Gesamtkapitalrendite, das Enterprise Value zu EBIT-Verhältnis, mit dem sich Unternehmen einer Branche gegeneinander vergleichen lassen (je niedriger die Zahl desto günstiger ist das Unternehmen im Verhältnis zu seiner operativen Ertragskraft) und die Kennzahlenkombination Return on Capital (Kapitalrendite; ROC) und Earnings Yield (Gewinnrendite; EY) nach der Berechnungsmethode von Joel Greenblatt, die Bestandteil seiner „Börsenzauberformel“ sind. Mit der kombinierten Betrachtung dieser beiden Kennzahlen, lässt sich die aktuelle Leistung des Unternehmens (ROC) gegen seine aktuelle Bewertung (EY) vergleichen. Eine Methode der Preis/Leistungs-Berechnung für Aktiengesellschaften.

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Segmente und Umsatzverteilung - Akamai Technologies, Inc.

Segmente und Umsatzverteilung – Akamai Technologies, Inc.

Das Unternehmen gliedert seine Umsätze in zwei Teilbereiche und weist diese im Geschäftsbericht unter der Rubrik Revenue from Contracts with Customers (Umsäte aus Kundenverträgen) aus. In der Segmentberichterstattung wird explizit darauf hingewiesen, dass das Unternehmen für seine Dienstleistungen keine wesentlich separaten Geschäftsbereiche betreibt und darüber auch keine entsprechenden Finanzinformationen sammelt. Das bedeutet im Zusammenhang mit den zwei „Geschäftsbereichen“ im wesentlichen, dass Verträge in zwei Kategorien eingeteilt werden. In Web oder Media and Carrier. Die Segmentbereichterstattung weist für Akamai lediglich ein Netto-Sachanlagevermögen zwischen 482,7 und 303,7 Mio. US-Dollar für den Stichtag 31. Dezember 2019 aus, ausgenommen verwendeter Software, welches sich global verteilt. 2018 verfügte das Unternehmen noch global über 331,5 bis 235,7 Mio. US-Dollar an Netto-Assets. Zwischen den Segmenten Web und Media and Carrier verteilen sich Umsätze für das Geschäftsjahr 2019 relativ gleichmäßig. Für Web wurden 1.566 Mio. US-Dollar Umsatz ausgewiesen (54,1 Prozent) und Media and Carrier zeichnete für 1.327 Mio. US-Dollar Umsatz verantwortlich (45,9 Prozent). Das internationale Geschäft, mit 1.199 US-Dollar Umsatz, steht hier für 41,5 Prozent der regionalen Umsätze, während die restlichen 1.684 Mio. US-Dollar, 58,5 Prozent aller Umsätze, in den USA erwirtschaftet wurden. Damit ist das Geschäft sehr stark amerikalastig, was in Anbetracht der größten Zahl der weltweit tätigen Internetunternehmen und Sitz vieler der größten Firmen der Welt nicht überraschend ist, von denen viele Kunden bei Akamai sind.

Aus dem Earnings Call vom 28. Juli 2020 geht folgendes hervor: Akamai erwirtschaftete im 2. Quartal 2002 rund 259 Millionen US-Dollar mit Cloud-Sicherheitslösungen, die dem Segment für Webkunden zugerechnet werden. Der Umsatz mit Cloud-Sicherheit machte 33 Prozent des Gesamtumsatzes des Quartals aus, verglichen mit 29 Prozent im Vorjahresquartal.

Wichtige Kennzahlen - Akamai Technologies, Inc.

Wichtige Kennzahlen – Akamai Technologies, Inc.

Verschuldungsgrad und finanzielle Stabiliät

GeschäftsjahrEigenkapital-quoteFremdkapital-quote
201952,21 %47,79 %
201858,44 %41,56 %
201772,33 %27,67 %
201673,73 %26,27 %
201574,63 %25,37 %
201473,60 %26,40 %
201388,90 %11,10 %
201290,20 %9,80 %
201191,93 %8,07 %
201092,56 %7,44 %
200983,29 %16,71 %

Entwicklung der Verschuldung und des Gesamtkapitals: Die Geschäftsberichte des Unternehmens zeigen einen starken Trend des Unternehmens, seine Eigenkapitalquote zu reduzieren. Das Eigenkapital wächst zwar ebenfalls, genau wie das Gesamtkapital des Unternehmens, aber es wurden in den letzten 2 Jahren enorme Mengen Fremdkapital aufgenommen, vor allem langfristige Schulden. Auch wenn die Umsätze kontinuierlich wachsen, die Gewinne wachsen langsamer und die hohen Schulden können hier eine ernsthafte Bedrohung für die finanzielle Stabilität darstellen, sollte sich das Unternehmen in seiner Schuldentragfähigkeit verschätzt haben. Aktuell weist die Bilanz von Akamai rund 3.348 Mio. US-Dollar Schulden aus, davon rund 2.531 Mio. US-Dollar langfristige Schulden. Bei der Berücksichtigung der Schuldensituation, sollte man hier auch einen Blick auf die liquiden Mittel werfen, die für das Jahr 2019 mit insgesamt 1.536 Mio. US-Dollar, von denen rund 1.143 Mio. kurzfristigen Investments sind, ausgewiesen. Damit kann man die Gefahr für die finanzielle Stabilität wieder etwas relativieren. Ein weitere mildernder Punkt stellen die durchgängig soliden Cashflows des Unternehmens dar, die es in die Lage versetzen mit höheren Fremdkapitalbeständen zu operieren.

Außerdem finden gerade größere Umstrukturierungsmaßnahmen statt, die eine mögliche Teil-Begründung für den Kapitalbedarf geben könnten. So heißt es im Jahresbericht: „Im vierten Quartal 2019 verpflichtete sich das Management zu einer Umstrukturierung bestimmter Teile des Unternehmens, um sich auf Investitionen mit dem Potenzial zur Beschleunigung des Umsatzwachstums zu konzentrieren. Infolgedessen waren bestimmte Personalreduzierungen erforderlich, und für aktivierte Software, die aufgrund dieser Maßnahme noch nicht fertiggestellt und implementiert wurde, wurden bestimmte aktivierte Softwaregebühren für den internen Gebrauch realisiert. Dem Unternehmen sind für das am 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 10,2 Mio. USD angefallen und es erwartet für das erste Quartal 2020 weitere 4,0 Mio. USD bis 7,0 Mio. USD für Abfindungen und damit verbundene Leistungen sowie Kosten für den Ausstieg aus Einrichtungen im Zusammenhang mit dieser Maßnahme.

Finanzielle Stabilität: Das Current Ratio und das Quick Ratio des Unternehmens liegen beide aktuell bei 3,34, was bedeutet, dass das Unternehmen sehr gut in der Lage ist, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Umlaufvermögen und maßgeblich aus den liquiden Mitteln zu tilgen.

Entwicklung des Goodwills in der Bilanz: Mit Blick auf die Gefahr außerordentlicher Abschreibungen, muss auch ein Blick auf die immateriellen Vermögenswerte und besonders auf den Goodwill geworfen werden. Netto ist der Goodwill-Betrag in der Bilanz zuletzt um rund 113 Mio. US-Dollar auf insgesamt 1.600 Mio. US-Dollar gewachsen, was im Verhältnis zur Bilanzsumme des Unternehmens rund 22,8 Prozent entspricht. Zwar ist der relative Anteil des Goodwills an der Bilanz in den letzten 3 Jahren gesunken, 2017 lag dieser noch bei 32,2 Prozent, allerdings sind über 22 Prozent an der Bilanz noch immer ein hoher Anteil. Sollte es im Rahmen einer Neubewertung des Goodwills zu außerordentlichen Abschreibungen kommen müssen, besteht die Gefahr, dass sich die Bilanzsumme stark verkürzt und ein Anteilseigner an Akamai Wertverluste hinnehmen müsste. Die eigentliche Geschäftstätigkeit wird zwar nicht gefährdet, mit Blick auf die Regel, dass der Gewinn im Einkauf liegt, muss das Risiko eines hohen Goodwills aber unbedingt berücksichtigt werden. Außerdem könnte eine Korrektur dieser Vermögenswerte weitere negative Folgeereignisse nach sich ziehen. Die rege Übernahmetätigkeit des Unternehmens stellt hier eine mögliche Gefahr dar, dass der Goodwill durch evtl. zu teure Käufe weiter und unverhältnismäßig anwachsen könnte.

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Entwicklung der Pensionsrückstellungen: Laut Geschäftsbericht, überwies das Unternehmen für das Jahr 2019 rund 16,6 Mio. US-Dollar an Geldern für einen 401 (k) Sparplan für seine Mitarbeiter überwiesen.

Entwicklung der Kosten für Forschung und Entwicklung: Rund 14 Prozent der Bruttogewinne des Unternehmens gehen in die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit von Akamai. Die Aufwendungen sind in den letzten Jahren stark gestiegen, die relative Belastung liegt seit drei Jahren aber stabil um die 14 Prozent-Marke.

Zinsdeckungsgrad: Der Zinsdeckungsgrad des Unternehmens liegt bei rund 10,3. Damit kann das Unternehmen seine Zinslast, trotz des stark gestiegenen Fremdkapitalanteils, sehr gut aus dem Unternehmensergebnis bestreiten und es besteht aktuell kein außergewöhnliches Zinsrisiko. Rund 8,5 Prozent der Gewinne müssen aktuell für die Zinsdeckung ausgegeben werden, der Zinssatz auf das Fremdkapital liegt bei rund 1,6 Prozent.

Anzahl ausstehender Aktien

GeschäftsjahrAusstehende Aktien
in Mio. Stück
Veränderung
2019162,0-0,6 %
2018162,9-4,1 %
2017169,9-1,9 %
2016173,3-2,2 %
2015177,2-0,6 %
2014178,3+0,2 %
2013177,9+0,3 %
2012177,4-3,8 %
2011184,3+4,4 %
2010176,5+2,8 %
2009171,7+2,9 %

Entwicklung der Anzahl ausstehender Aktien: In den letzten Jahren hat das Unternehmen im Rahmen von Aktienrückkaufprogrammen kontinuierlich Aktien zurück gekauft. Das Unternehmen hat dabei keine Aktien als Treasury Stocks in die Bilanz genommen.

Operative Marge

GeschäftsjahrUmsätze
in Mio. USD
EBIT
in Mio. USD
operative
Marge
20192.893,6578,019,97 %
20182.714,5416,115,33 %
20172.489,0392,515,77 %
20162.348,0477,820,35 %
20152.197,4468,721,33 %
20141.963,9489,524,93 %
20131.577,9414,026,24 %
20121.373,9314,522,89 %
20111.158,5290,625,09 %
20101.023,6254,324,84 %
2009859,8223,525,99 %

Entwicklung der Umsätze, des EBIT und der Gewinne: Wie bereits erwähnt, konnte Akamai seine Umsätze kontinuierlich steigern und das im Geschäftsbericht 2019 angesprochene Restrukturierungsprogramm zielt ebenfalls darauf ab, die Umsätze zu steigern. Seit 2017 steigen die Gewinne des Unternehmens wieder, nachdem sich in von 2016 auf 2017 signifikant eingebrochen sind, trotz gesteigerter Umsätze. Ein positiver Punkt der Beachtung findet: Während der Finanzkrise in den Jahren 2008 bis 2009 und den darauf folgenden Entwicklungen, konnte das Unternehmen seine Umsätze ebenfalls weiter steigern und die Gewinne blieben stabil.

Entwicklung der operativen und der Nettomarge: Die operative Marge lag vor 2017 fast immer über 20 Prozent, teilweise sogar über 25 Prozent. Mit dem Einbruch der Gewinne und der operativen Gewinne auf 2017, sank auch die operative Marge auf knapp über 15 Prozent für die Jahre 2017 und 2018. Erst 2019 wurde mit rund 19,97 Prozent wieder eine höhere operative Marge erreicht. Für die Nettomarge zeigt sich ein ähnliches Bild. Sie liegt für 2019 bei rund 16,52 Prozent und befindet sich damit wieder in ihrem langfristigen Korridor, der bis 2016 um die 15 Prozent lag.

Free Cashflows

GeschäftsjahrFree Cashflows
in Mio. USD
Veränderung
in %
2019855,9+4,4 %
2018820,2+28,1 %
2017640,4-13,1 %
2016736,5+11,6 %
2015660,1+94,5 %
2014339,4+11,7 %
2013303,8-1,7 %
2012309,0+14,4 %
2011270,2+28,4 %
2010210,4-33,5 %
2009316,3+38,7 %

Entwicklung der operativen und freien Cashflows: Die Cashflows von Akamai sind fast durchgängig solide und zeigen ein gutes Wachstum. Sogar die große Finanz- und Wirtschaftskrise nach 2008 konnte das Unternehmen seine Cashflows halten und weiter ausbauen, was ein solides Geschäft impliziert. Für 2019 weist das Unternehmen freie Cashflows von rund 855,9 Millionen US-Dollar aus.

Buchwert

GeschäftsjahrBuchwert
in Mio. USD
Veränderung
in %
20193.658,0+14,6 %
20183.191,9-5,1 %
20173.362,5+4,3 %
20163.224,4+3,3 %
20153.120,9+6,0 %
20142.945,3+12,0 %
20132.629,4+12,1 %
20122.345,8+,8,8 %
20112.156,3+1,0 %
20102.177,6+25,2 %
20091.735,7+10,8 %

Entwicklung des Eigenkapitals:

Entwicklung der Treasury Stocks in der Bilanz: Das Unternehmen kauft zwar regelmäßig eigene Aktien zurück, diese wurden aber nicht als Treasury Stocks in die Bilanz genommen.

Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis

Geschäftsjahr Dividenden
in USD /Aktie
Earnings
per Share
KGV
20190,002,90 USD29,40
20180,001,76 USD34,30
20170,001,26 USD51,20
20160,001,79 USD35,90
20150,001,78 USD29,20
20140,001,84 USD33,70
20130,001,61 USD28,60
20120,001,12 USD35,60
20110,001,07 USD29,60
20100,000,90 USD48,50
20090,000,78 USD29,80

Entwicklung der Dividenden und des KGV, sowie des KBV: Das Unternehmen schüttet keine Dividenden an seine Aktionäre aus. Wie aus den Daten der Firma ersichtlich ist, bewegt sich das KGV durchgehend in einem sehr hohen Bereich und unterliegt einer beträchtlichen Schwankung. Betrachtet man die Kursentwicklung über einen längeren Zeitraum von 10 Jahren, wird deutlich, dass sich der Marktwert von Akamai ebenfalls unter starken Schwankungen entwickelt.

Entwicklung der Gewinne je Aktie, der Freien Cashflows je Aktie und der Owners Earnings: Das Unternehmen konnte die Gewinne je Aktie und auch die Freien Cashflows je Aktie über einen längeren Zeitraum betrachtet steigern. Nach einem Einbruch 2017 bei den Gewinnen je Aktie und einem noch leichten Rückgang der freien Cashflows je Aktie, konnten beide in den Folgejahren wieder deutlich gesteigert werden. So wuchsen die EPS um rund 39,7 Prozent 2018 und um nochmal 61,1 Prozent 2019. Die freien Cashflows konnten um immerhin 31,3 Prozent 2018 gesteigert werden, aber nur um weitere 5,5 Prozent 2019. Die Ownders Earnings zeigen dagegen ein uneinheitliches Bild, aber positiv ist zu vermerken, dass sie bis auf eine Ausnahmen 2007, immer im positiven Bereich waren. Das deutet darauf hin, dass das Unternehmen auch nach der Berücksichtigung von Abschreibungen und Amortisationen, sowie anderer Non-Cash-Positionen und den Investitionsausgaben noch profitabel ist.

Aussichten - Akamai Technologies, Inc.

Aussichten – Akamai Technologies, Inc.

Unternehmensspezifisch: Für das 3. Quartal prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz zwischen 760 und 785 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um rund 7 bis 11 Prozent im Vergleich zum 3. Quartal 2019. Die Erwartungen sehen eine Bruttomarge von 76 Prozent, bei Betriebskosten (Non-GAAP) zwischen 249 und 260 Millionen US-Dollar. Die erwartete EBITDA-Marge liegt bei rund 43 Prozent.

Zitat aus dem Earnings Call Transkript: „Für die Abschreibung erwarten wir einen nicht GAAP-konformen Abschreibungsaufwand zwischen 99 und 101 Millionen US-Dollar. Für das dritte Quartal erwarten wir eine Non-GAAP-Betriebsmarge von ca. 30%. Bei CapEx erwarten wir, dass wir im dritten Quartal etwa 193 bis 203 Millionen US-Dollar ohne Eigenkapitalvergütung ausgeben werden. Und mit der Gesamtkonfiguration von Einnahmen und Ausgaben, die ich gerade skizziert habe, erwarten wir für das dritte Quartal drei Non-GAAP-EPS im Bereich von 1,20 bis 1,24 USD oder währungsbereinigt um 8% bis 12%. Diese EPS-Prognose geht von Steuern von ca. 34 bis 35 Mio. USD aus, basierend auf einem geschätzten vierteljährlichen Non-GAAP-Steuersatz von ca. 15%. Dies spiegelt auch eine vollständig verwässerte Aktienanzahl von rund 164 Millionen Aktien wider.

Für das Gesamtjahr 2020 rechnet Akamai mit Umsätzen von 3.125 bis 3.175 Millionen US-Dollar. Davon sollen rund 1.000 Millionen US-Dollar auf das Cyber-Sicherheitsgeschäft entfallen. Die Prognose sieht eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 43 Prozent, bei Non-GAAP-Betriebsmargen von 30 bis 31 Prozent für das Unternehmen, bei Non-GAAP-Gewinnen je verwässerter Aktie von 50,2 bis 5,12 US-Dollar. Also ein erwartetes Wachstum von etwa 12 bis 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Non-GAAP-Gewinnprognose basiert auf einem Non-GAAP-Steuersatz von ca. 15 Prozent und einer vollständig verwässerten Aktienanzahl von ca. 164 Millionen Aktien. Schließlich wird erwartet, dass CapEx für das Gesamtjahr 22 bis 23 Prozent des Umsatzes ausmacht.

Die Analyseten gehen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens davon aus, dass Akamai seine Umsätze und Gewinne in den kommenden Jahren bis 2022 weiter wird steigern können. Auch rechnet man mit steigenden Nettomargen des Unternehmens, die bis 2022 bei rund 19,5 Prozent liegen sollen. Ein ähnliches Bild wird für die Entwicklung der liquiden Mittel prognostiziert, die sehr stark steigen sollen, zumindest nach der Konsensmeinung der Analysten. Das Eigenkapital soll ebenfalls weiter wachsen. Die Analysten auf finanzen.net sehen in ihren Schätzungen ein vergleichbares Bild und gehen ebenfalls von einer sich deutlich verbessernden Ertragslage aus. Hier werden auch Schätzungen zu den Cashflows abgegeben. Diese prognostizieren für Akamai einen kontinuierlichen Anstieg der operativen und freien Cashflows bis 2024. Hier muss allerdings eine Diskrepanz erwähnt werden. Zwar rechnen die Analysten auf finanzen.net mit steigenden Nettogewinnen bis 2024, aber bei den Gewinnen vor Steuern gehen die Erwartungen für das Jahr 2022 von 1.143 Mio. US-Dollar aus, gefolgt von 789 Mio US-Dollar für 2023. Die Nettogewinne hingegen sollen von 992 Mio. US-Dollar 2022 auf 1.103 Mio. US-Dollar 2023 steigen. Wie diese Ungereimtheit in der Konsensmeinung zustande kommt, ist nicht bekannt.

Erwartungen der Analysten auf simplywallstreet.com

Gesamtmarkt: Immer mehr Länder verfügen über gut ausgebaute Breitband-Internet-Infrastrukturen, die das Geschäft von Akamai begünstigen und für eine steigende Zahl potentieller Kunden sorgen.

Dazu passt die Prognose, steigender Ausgaben für Telekommunikation. Die Investitionen wachsen zwar relativ langesam, aber man geht in der Summer von einer kontinuierlichen Steigerung aus. Im weitesten Sinne kann hierunter auch das Geschäft von Akamai mit untergebracht werden, da die Bereitstellung eines Content Delivery Netzwerkes nur mit einem gut ausgebauten Telekommunikationsnetz möglich ist.

Publikationen auf marketsandmarkets.com und der Research-Plattform marketresearch.com, zeigen im Folgenden die Erwartungen über die künftige Entwicklung:

SegmentPrognose
Markt für Verbraucheridentitäts- und ZugangsmanagementDer Markt für Verbraucheridentitäts- und Zugangsmanagement wird voraussichtlich von 7,6 Mrd. USD im Jahr 2020 auf 15,3 Mrd. USD im Jahr 2025 wachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 15,1% im Prognosezeitraum entspricht. Die zunehmende Risikokapitalfinanzierung und die wachsenden Investitionen in Consumer Identity- und Access Management-Technologie, um das Marktwachstum voranzutreiben.
Markt für verwaltete DNS-DiensteDie weltweite Marktgröße für verwaltete DNS-Dienste wird voraussichtlich von 372 Mio. USD im Jahr 2020 auf 862 Mio. USD im Jahr 2025 steigen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 18,3% im Prognosezeitraum entspricht. Zunehmende DDoS-Angriffe, Datenverkehr, sich ändernde Geschäftstrends und eine zunehmende Digitalisierung zwingen Unternehmen und Einzelpersonen, sich für verwaltete DNS-Dienste zu entscheiden. Die Verfügbarkeit der Website ist wichtig für Unternehmen, um die steigende Nachfrage nach technisch versierten Kunden zu befriedigen. Der Markt für verwaltete DNS-Dienste scheint in den kommenden Jahren lukrativ zu sein, da die Internetnutzung und die Verbreitung von Mobilfunkteilnehmern allgegenwärtig sind.
Software Defined PerimeterMarketsandMarkets prognostiziert ein Wachstum der globalen Marktgröße für Software Defined Perimeter (SDP) von 2,9 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 13,8 Mrd. USD im Jahr 2024 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 36,5% im Prognosezeitraum. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern des Marktes zählen der steigende Bedarf an richtlinienbasierter Sicherheitsarchitektur zur Reduzierung der Netzwerkkomplexität und die steigende Nachfrage nach Cloud-basierten Anwendungen.
Markt für Video-on-Demand AngeboteDie weltweite Marktgröße für Video-on-Demand wird voraussichtlich von 38,9 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 87,1 Mrd. USD im Jahr 2024 steigen, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 17,5% im Zeitraum 2019–2024. Die Bequemlichkeit, jederzeit und überall auf Videos zuzugreifen, eine höhere Verbreitung intelligenter Geräte, Hochgeschwindigkeitsverbindungen und Erschwinglichkeit werden voraussichtlich das Wachstum des VoD-Marktes (Video on Demand) bei verschiedenen Endbenutzern weltweit vorantreiben.
Markt für Zero Trust SecurityDie Marktgröße für Zero Trust Security wird voraussichtlich von 15,6 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 38,6 Mrd. USD im Jahr 2024 steigen, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 19,9% von 2019 bis 2024. Zu den Hauptfaktoren, die den Markt antreiben, gehört die zunehmende Anzahl von Fehlalarmen.
Markt für Content Delivery NetworksMarketsandMarkets prognostiziert ein Wachstum des Marktes für Content Delivery Networks von 12,4 Milliarden im Jahr 2019 auf 22,1 Milliarden USD bis 2024 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 12,3% im Prognosezeitraum. Der CDN-Markt verzeichnete aufgrund mehrerer treibender Faktoren ein beträchtliches Wachstum, darunter die steigende Nachfrage nach verbesserter Qualität der Erfahrung (QoE) und der Qualität des Dienstes (QoS), die Verbreitung von Video und Rich Media über Websites sowie die steigende Nachfrage nach verbessertem Videoinhalt und verbesserter Latenz -freies Online-Spielerlebnis.
Markt für Application GatewaysDie weltweite Marktgröße für Application Gateways wird voraussichtlich von 1,6 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 2,5 Mrd. USD im Jahr 2024 steigen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 10,0% im Prognosezeitraum. Der Markt für Anwendungsgateways wächst und wird von Trends wie der gestiegenen Nachfrage nach geschützten Netzwerken und dem Wachstum einer Reihe verschiedener Angriffe auf Anwendungsebene angetrieben. Das Application Gateway ist ein wichtiger Produkttrend, der die Sicherheitsanforderungen der Anwendungsschicht von Regierung und öffentlichem Sektor, Bankwesen, Finanzdienstleistungen und Versicherungen (BFSI), IT und Telekommunikation, Einzelhandel und verschiedenen anderen Bereichen (Bildung, Energie und Versorgungsunternehmen) erfüllt.
Markt für DDoS-SchutzDie weltweite Marktgröße für DDoS-Schutz (Distributed Denial of Service) für Schutz und Schadensbegrenzung wird voraussichtlich von 2,4 Mrd. USD im Jahr 2019 auf 4,7 Mrd. USD im Jahr 2024 steigen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 14,0% im Prognosezeitraum. Mit zunehmender Anzahl von DDoS-Angriffen mit mehreren Vektoren wird auch die Nachfrage nach DDoS-Lösungen voraussichtlich steigen. Daher könnte diese Nachfrage zu einem deutlichen Wachstum des DDoS-Schutz- und Minderungsmarktes führen. Eine umständliche Verwaltung wird voraussichtlich den Markt nach der Erkennung von Bedrohungen antreiben.
Markt für Peer-to-Peer-Content-Delivery-NetzwerksDie Marktgröße des kommerziellen Peer-to-Peer-Content-Delivery-Netzwerks (P2P CDN) soll von 1,3 Mrd. USD im Jahr 2018 auf 2,6 Mrd. USD im Jahr 2023 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 14,8% im Prognosezeitraum steigen. Die Studie umfasste vier Hauptaktivitäten zur Schätzung der aktuellen Marktgröße für den kommerziellen P2P-CDN-Markt (Peer-to-Peer Content Delivery Network). Umfassende Sekundärforschung wurde durchgeführt, um Informationen über den Markt, den Vergleichsmarkt und den Muttermarkt zu sammeln. Der nächste Schritt bestand darin, diese Ergebnisse, Annahmen und Größen mit den Branchenexperten entlang der Wertschöpfungskette durch Primärforschung zu validieren. Zur Schätzung der gesamten Marktgröße wurden sowohl Top-Down- als auch Bottom-Up-Ansätze verwendet. Danach wurden die Marktaufteilungs- und Datentriangulationsverfahren verwendet, um die Marktgröße der Segmente und Teilsegmente des kommerziellen P2P-CDN-Marktes zu schätzen.
Markt für PublikumsanalysenDer Markt für Publikumsanalysen soll von 3,25 Mrd. USD im Jahr 2017 auf 6,30 Mrd. USD im Jahr 2023 wachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 11,8% im Prognosezeitraum entspricht. Das für diese Studie berücksichtigte Basisjahr ist 2017 und der Prognosezeitraum ist 2018–2023. Mit dem zunehmenden Engagement für digitale Plattformen und den wachsenden Anstrengungen zur Entwicklung intelligenter Städte wird erwartet, dass die Nachfrage nach Lösungen und Diensten für die Publikumsanalyse bei Unternehmen erheblich zunimmt.
Markt für AnwendungsplattformenDer globale Markt für Anwendungsplattformen wurde 2017 mit 8,48 Mrd. USD bewertet und wird voraussichtlich bis 2023 11,69 Mrd. USD erreichen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 5,4% im Prognosezeitraum entspricht. Das für diese Studie berücksichtigte Basisjahr ist 2017 und der Prognosezeitraum ist 2018–2023.
Web-Performance-MarktDer globale Web-Performance-Markt belief sich 2016 auf 3,22 Mrd. USD und wird voraussichtlich bis 2022 5,45 Mrd. USD erreichen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 9,2% im Prognosezeitraum entspricht.
CDN-SicherheitsmarktDer CDN-Sicherheitsmarkt wurde 2016 mit 1,53 Mrd. USD bewertet und wird voraussichtlich bis 2022 7,63 Mrd. USD erreichen, was einer CAGR von 31,6% im Prognosezeitraum entspricht. Das für die Studie berücksichtigte Basisjahr ist 2016 und der Prognosezeitraum ist von 2017 bis 2022.
Markt für Webanwendungs-FirewallsDie Marktgröße der Webanwendungs-Firewall wird voraussichtlich von 2,09 Mrd. USD im Jahr 2016 auf 5,48 Mrd. USD im Jahr 2022 steigen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 18,3% im Prognosezeitraum. Das für die Studie berücksichtigte Basisjahr ist 2016 und der Prognosezeitraum ist von 2017 bis 2022.
Markt für Cloud Content Delivery NetworkDer Markt für Cloud Content Delivery Network soll von 1,81 Mrd. USD im Jahr 2016 auf 6,23 Mrd. USD im Jahr 2021 wachsen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 28,0%. 2015 wurde als Basisjahr angesehen, während der Prognosezeitraum 2016-2021 ist.

Einteilung nach Peter Lynch - Akamai Technologies, Inc.

Einteilung nach Peter Lynch – Akamai Technologies, Inc.

Mit Blick auf die starken Umsatz-Zuwächse und die erwarteten Wachstumsraten für Gewinne und operative Gewinne, handelt es sich bei Akamai Technologies, Inc. um einen Fast Grower nach Peter Lynch. Die Empfehlung des Profi-Investors wäre demnach: Kaufen und Halten. Rückblickend, konnte das Unternehmen seine Gewinne um rund 14,09 Prozent Jahr für Jahr steigern. Ähnliche Wachstumsraten stehen bei den Umsätzen mit 14,44 Prozent und sogar rund 18,36 Prozent p.a. bei den operativen Gewinnen.

Levermann Score – Akamai Technologies, Inc.

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WertPunkte
1Eigenkapitalrendite
2EBIT-Marge
3Eigenkapitalquote
4Kurs-Gewinn-Verhältnis
5Kurs-Gewinn-Verhältnis (5Jahre)
6Analystenmeinung
7Reaktion auf die Quartalszahlen
(SPX)
8Gewinnrevision
9Kursverlauf der letzten 6 Monate
10Kursverlauf der letzten 12 Monate
11Trendumkehr
12Reversaleffekt
13Erwartetes Gewinnwachstum

Gesamt

Piotroski F-Score – Akamai Technologies, Inc.

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WertPunkt
1Positiver NettoertragJa1
2Positiver operativer CashflowJa1
3Gesamtkapitalrendite höher als im VorjahrJa1
4operativer Cashflow höher als NettogewinnJa1
5Niedrigerer Verschuldungsgrad als im VorjahrNein0
6Current Ratio höher als im VorjahrJa1
7Weniger oder gleich viele umlaufende Aktien
als im Vorjahr
Ja1
8Bruttomarge höher als im VorjahrJa1
9Kapitalumschlag höher als im VorjahrNein0
Gesamt7 von 9

Berichte und Präsentationen – Akamai Technologies, Inc.

Detailanalyse

Bei einigen Bewertungsverfahren, werde ich Annahmen und Prognosen über zukünftige Entwicklungen des Unternehmens machen müssen. Immer wenn ich Schätzungen machen muss, werde ich versuchen diese unter möglichst konservativen Annahmen zu machen, um keinen zu optimistischen Standpunkt einzunehmen.

SWOT - Analyse - Akamai Technologies, Inc.

SWOT – Analyse – Akamai Technologies, Inc.

Stärken:

  • Eine der maßgeblichen Stärken von Akamai Technologies, Inc. ist die enorme Kundenbasis des Unternehmens. Viele der größten Firmen der Welt zählen zu den Kunden von Akamai und dazu kommen noch eine enorme Anzahl kleinerer und mittlerer Unternehmen. Das sorgt für eine gewisse Sicherheit im Geschäftsmodell, denn das Unternehmen ist nicht im wesentlichen von einigen wenigen Kunden abhängig und hat daraus resultierend eine gewisse Preissetzungsmacht, die von seiner globalen Aktivität und Präsenz noch unterstützt wird. Dieser Punkt muss allerdings mit Vorsicht betrachtet werden, da Konkurrenz diese Preissetzungsmacht auch einschränkt.
  • Das Geschäftsmodell ist sehr leicht verständlich, auch wenn die technische Umsetzung mit einem erheblichen Fach- und Spezialwissen verbunden ist. Als große Stärke des Unternehmens kann man hier neben seiner Vorreiterrolle und dem bekannten Markennamen auch das solide ausgebaute und global verteilte Netzwerk sehen, sowie die Tatsache, dass der CEO nicht nur ein Mitbegründer des Unternehmens ist, sondern auch ein ausgewiesener Fachmann und Kapazität im Bereich Informationstechnologie ist.
  • Das Unternehmen wirtschaftet sehr erfolgreich in seiner Branche und kann auf jahrelange starke Umsatzzuwächse und Gewinnsteigerungen zurückblicken. Daher resultieren auch solide und starke Cashflows und auskömmliche liquide Mittel, die eine gute finanzielle Stabilität vermuten lassen.
  • Das Segment in dem Akamai wirtschaftet, also im wesentlichen der Betrieb und die Bereitstellung von Content Delivery Netzwerken, ist eines der Zukunftsthemen. Da die Vernetzung der globalen Wirtschaft und der Privatpersonen konstant steigt und das Internet immer besser ausgebaut wird, gewinnt das Geschäft von Akamai immer mehr an Bedeutung.
  • Das bereits erwähnte globale Netzwerk stellt einen Punkt dar, der gesondert als große Stärke von Akamai betrachtet werden sollte. Das Unternehmen verfügt bereits über ein großes Netz von Servern und kann auf diese Ressource zurückgreifen. Diese Server sind zahlreich und an vielen Orten auf dem Globus aufgestellt. Das verschafft dem Unternehmen eine große Reichweite und ermöglicht es auch den Kunden von Akamai ihre Online-Angebote mit großer Reichweite auszustatten. Außerdem kann dieses Netzwerk als wertvolles Asset betrachtet werden. Zuletzt hat das Unternehmen Netto-Vermögensgegenstände mit 303,7 bis 482,7 Millionen US-Dollar gemeldet, die als Server oder Netzwerke betrieben werden.
  • Aktuell stellt sich das Unternehmen auch immer stärker im Bereich Cybersicherheit auf und kann entsprechend adäquate Lösungen für seine eigene Netzwerk-Infrastruktur entwickeln.

Schwächen:

  • Eine der großen Schwächen von Akamai ist die lokale Abhängigkeit vom US-Amerikanischen Markt, der über die Hälfte der Umsätze generiert. Zwar ist das Unternehmen hier für viele verschiedene Kunden tätig, aber es bleibt ein Klumpenrisiko für eine einzelne Region.
  • Der Bestand an Fremdkapital ist zuletzt stark angestiegen. Das Unternehmen hat auch zeitgleich weiter Aktien zurück gekauft, was in diesem Zusammenhang die Kritik zulässt, dass man Geld, welches für diese Rückkäufe genutzt wurde, auch sinnvoller hätte investieren können, anstelle von Schulden die aufgenommen wurden (Unter der Voraussetzung, dass Fremdkapital zum Zwecke der Investition aufgenommen wurde und nicht Aktienkäufe sogar direkt durch Fremdkapital finanziert wurden).

Chancen:

  • Akamai kann auch in Zukunft strategisch sinnvolle Akquisitionen durchführen, um sein Geschäft weiter auszubauen und um gut wachsende Segmente wie die Cybersicherheit weiter zu stärken und auszubauen oder den Bereich Cloud Computing zu stärken. Das Unternehmen hat eine gute Historie in diesem Bereich und es spricht somit etwas dafür, dass das Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich von Übernahmen oder Investitionen in andere Unternehmen profitieren kann.
  • Cybersicherheit könnte hier eine der größten Chancen sein, denn mit der rasanten Entwicklung der Vernetzung und immer leistungsfähigerer Computer, sind auch die möglichen Bedrohungen gestiegen, denen sich Nutzer und Unternehmen ausgesetzt sehen. Da Akamai auch sein eigenes Netzwerk unterhält, liegt in diesem Bereich eine doppelte Chance. Zum einen kann so das Unternehmen den Selbstschutz gewährleisten, was sich in den Kosten für Sicherheit bemerkbar machen dürfte, zum anderen bietet das auch eine Geschäftsmöglichkeit. Die starke Zunahme von Abo-Modellen, könnte hier auch für regelmäßige und besser planbare Geschäfte sorgen.
  • Die Verfügbarkeit von größeren Bandbreiten und allgemein immer leistungsfähigerer Netzwerke, erhöhen den Bedarf an Cloud Computing und ermöglichen ein immer größeres Geschäft mit Content Delivery, dem ursprünglichen Gründungnszweck des Unternehmens.

Risiken:

  • Wie bereits erwähnt sorgt die lebhafte Konkurrenz dafür, dass die Preissetzungsmacht des Unternehmens auch seine Grenzen hat. Dazu kommt die veritable Bedrohung durch neue und möglicherweise hoch innovative Wettbewerber, die Akamai sehr schnell auch Marktanteile streitig machen können.
  • Auf der regulatorischen Seite können hier vor allem neue Richtlinien dem Unternehmen zu schaffen machen.
  • Der schnelle technische Fortschritt birgt die Gefahr, dass Akamai von Entwicklungen überrollt wird und sich nicht rechtzeitig neuen Trends widmen kann, diese verpasst, an veralteten Technologien festhält oder Fehlentwicklungen auf den Markt bringt, die unrentabel oder sogar Rufschädigend sein könnten.
  • Die Gefahr der Rufschädigung spielt hier auch eine besondere Rolle, da der gute Name von Akamai ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber Wettbewerbern ist und dieser sehr fragil sein kann, sollte es zu einem Datenleck oder ähnlichen Skandalen kommen, die Kunden schädigen können.
  • Dazu kommen noch die allgemeinen Markt und Währungsrisiken.

Bewertungsverfahren – Akamai Technologies, Inc.

Für die Bewertung von Akamia, greife ich in diesem Abschnitt auf verschiedene Verfahren zurück, die mir für das Unternehmen als sinnvoll und aussagekräftig erscheinen. Da eine Bewertung zukünftiger Entwicklungen hier eine wesentliche Rolle spielt, werde ich bei Prognosen, Schätzungen und Annahmen versuchen, wie bereits gesagt, eine möglichst konservative Sichtweise einzunehmen. Dabei muss aber immer berücksichtigt werden, dass ich hier keine explizite Annahme aufstelle, wie sich das Unternehmen nach meiner Ansicht über einen bestimmten Zeitraum in der Zukunft entwickeln wird. Vielmehr versuche ich, auch bedingt durch eher konservative Schätzungen, Szenarien für eine mögliche Entwicklung zu entwerfen, was das Unternehmen theoretisch wert sein könnte, sollte ein bestimmtes Szenario eintreten.

Bewertung der Arbeit des Managements

Bewertung der Arbeit des Managements

Um hier eine möglichst fundierte Aussage zu treffen, betrachte ich mehrere Kennzahlen, anhand derer ich eine Einschätzung über die Leistung der Geschäftsleitung treffen will. Ich gebe die Kennzahlen für den Prognose-Zeitraum zwar mit an, diese fließen aber nicht in die Berechnung mit ein. Die Schwäche bei dieser Methode der Managementbewertung liegt in der doppelten Wertung von Unternehmenskennzahlen. Die Finanzkennzahlen des Unternehmens fließen in die Bewertung der Aktie mit ein, daher ergibt sich ein grundlegendes Problem, ein gutes Management anhand derselben Zahlen abzuleiten und das Ergebnis bei der Bewertung eines Unternehmens nochmals zu berücksichtigen.

Erläuterung: Bei allen Kapitalrenditen, nehme ich Werte von > 15% im Durchschnitt, als 100% an. Für die Tilgungsdauer des Fremdkapitals, nehme ich alle Wert von < 1 Jahr als 100%

Nach dem von mir verwendeten System, erreicht das Management von Akamai nur eine Leistung von 17 Prozent. Der Return on Investment liegt im langjährigen Durchschnitt bei -2,2 Prozent, was allerdings durch Verzerrung durch die Jahre 2001 bis 2003 zustande kommt, die diese Datenreihe massiv ins Negative zerren. Ab 2006 zeigt sich hier ein relativ stabiler Wert, der in etwa zwischen 5 und 7 Prozent schwankt, der die Bewertung hier auf 40 Prozent verbessern würde. Die relativ gute Eigenkapitalrendite ist der Tatsache geschuldet, dass der Fremdkapitalbestand ausgeweitet wurde, auch wenn sich das Betriebsergebnis im Verlauf des Betrachtungszeitrauems konstant verbessert hat. Die Gesamtkapitalrendite sieht entsprechend schlechter aus. Korrigiere ich die beiden Werte um Ausreißer und nehme eine durchschnittliche Eigenkapitalrendite von 9 Prozent und eine durchschnittliche Gesamtkapitalrendite von 5 Prozent an, korrigiert sich die Bewertung dieser Einzelpunkte auf 60 bzw. 33 Prozent. Zuletzt musste ich noch Anpassungen beim Return on Capital Employed vornehmen, um die auch hier starken Ausreißer der Jahre 2001 bis 2006 zu relativieren. Das Ergebnis ist hier ein durchschnittliches ROCE von rund 79 Prozent und eine verbesserte Bewertung von 100 Prozent. Damit verbessert sich das Gesamtergebnis des Managements auf 33 Prozent. Die theoretischen Schuldentilgungszeiten sich allerdings ein deutlicher negativer Aspekt, ungeachtet wofür die Gelder benötigt werden.

Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

Faires Kurs-Gewinn-Verhältnis

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Das Verfahren basiert darauf, dass auf ein Sockel-KGV, dem mindesten Vielfachen der Gewinne, zu dem ein Unternehmen bewertet sein sollte, Aufschläge berechnet und addiert werden, die sich nach bestimmten Fundamentaldaten des Unternehmens richten. Für dieses Verfahren muss ich verschiedene Annahmen treffen die sich teils auf Prognosen und Schätzungen stützen. Wo immer ich eine Einschätzung über zukünftige Entwicklungen machen muss, werde ich versuchen eine möglichst konservative Annahme zu treffen.

Für das Sockel KGV von Akamai, gehe ich vorerst von 8,00 aus. Das mittlere KGV bzw. auch das niedrigste KGV der letzten 10 Jahre lag allerdings deutlich über diesem Wert. Ich werde diese Daten in der Ergebniszusammenfassung mit auswerten.

Für die finanzielle Stabilität errechne ich einen Aufschlag von 1,83 auf das Sockel KGV.

(5-Kräfte-Modell nach Porter; Branchenstrukturanalyse) Akamai ist ein bereits sehr großes und sehr gut vernetztes Unternehmen. Darum rechne ich hier zugunsten des Unternehmens mit 12,0 Porter Punkten, die einen nur mäßigen Wettbewerb implizieren. Die Tabelle dient hier in erster Linie nur einer äußerst groben Orientierung, was die Umsatzrenditen angeht.

Für die Marktposition und die Rentabilität ergibt sich hier ein Aufschlag von 3,6 auf das Sockel-KGV, plus 3,8 für das Wachstum des Unternehmens.

Für seine individuellen Faktoren, wie die soliden Cashflows, einer langen und äußerst erfolgreichen Geschichte, der Führung der Firma durch einen der Mitgründer, der auch Anteilseigner ist, des soliden Geschäftsmodells und der Vorreiterstellung von Akamai in diesem Bereich, der überaus guten Vernetzung und breiten Kundenbasis der Firma, bin ich bereit dem Unternehmen einen Aufschlag von 5,0 auf das Sockel KGV zuzubilligen.

Ergebnis: Das faire KGV für Akamai beträgt somit 22,23. Für die von mir unterstellten Bedingungen, ergibt sich ein theoretischer fairer Wert von 65,60 US-Dollar ja Aktie für die aktuell ausgewiesenen Gewinne. Berücksichtigt man die Gewinnerwartungen für 2020, erhält man einen möglichen fairen Wert je Aktie von rund 77,12 US-Dollar je Aktie. Ich habe in einer zusätzlichen Betrachtung das Sockel KGV angepasst und einmal das niedrigste KGV der letzten 10 Jahre (Quelle: gurufocus) herangezogen, sowie das mittlere KGV der letzten 10 Jahre. Das niedrigste KGV lag bei rund 19,7 und daraus ergeben sich theoretisch faire Werte von rund 100,12 US-Dollar und mit Blick auf die erwarteten Gewinne 2020 rund 117,71 US-Dollar je Aktie. Für das mittlere KGV von 34,1 als Sockel, ergeben sich mögliche faire Werte von 142,61 und 167,66 US-Dollar je Aktie. Diese halte ich allerdings für zu optimistisch angesetzt, da sich im Ergebnis des Verfahrens ein faires KGV von 48,3 errechnen würde. Das Verfahren mit dem niedrigsten KGV der letzten 10 Jahre als Sockel zu verwenden geht davon aus, dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass das KGV darunter fällt. Mit einem Sockel von 19,7 läge das faire KGV bei rund 33,9, was nahe am 10-Jahres-Median liegt und damit den Schluss nahe legt, dass hier ein fairer Wert sein könnte. Es könnte hier aber empfehlenswert sein, eine zusätzliche Sicherheitsmarge zu berücksichtigen, beispielsweise in Form eines Abschlages auf das Sockel KGV oder eine pauschale Marge auf das berechnete Ergebnis. Erwähnenswert ist hier noch die Einschätzung der Analysten von beispielsweise marketscreener.com, die bis 2022 ein KGV von rund 24,2 erwarten und ein sukzessives Absinken auf diesen Wert.

Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

Faires Kurs-Buchwert-Verhältnis:

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Ähnlich dem fairen Kurs-Gewinn-Verhältnis sucht die Bewertung mit dem fairen Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) nach einem fairen Aufschlag auf den Buchwert des Zielunternehmens. In die Berechnung fließt das faire KGV als Variable mit ein, um die Eigenkapitalkosten des Unternehmens einzuschätzen. Eine andere Möglichkeit diese Kosten zu berechnen, wäre zum Beispiel das Weighted Average Cost of Capital-Modell zur Berechnung von Kapitalkosten. Ein weiterer Bestandteil, ist der „risikofreie Zinssatz„. Für diesen verwende ich den Zins 10-jähriger US-Staatsanleihen (Treasury Bonds), der hier auf der Seite des U.S. Department of Treasury gefunden werden können.

Für das faire KGV von 22,23 als variable, ergibt sich ein theoretisch faires Kurs-Buchwert Verhältnis von 3,03, was einen fairen Wert von 68,45 US-Dollar je Aktie bedeuten würde.

Für das faire KGV von 33,9 als variable, welches sich für ein Sockel-KGV von 19,7 ergibt, also dem 10-Jahres-Minimum, liegt das theoretisch faire KBV bei rund 4,47 und einem möglichen fairen Wert von 101,00 US-Dollar je Aktie.

Ergebnis: Je nachdem welches faire KGV man als Variable für die Berechnung der Eigenkapitalkosten heranzieht, ergibt sich ein möglicher fairer Wert des Unternehmens je Aktie zwischen 68,45 und 101,00 US-Dollar je Aktie. Eine Sicherheitsmarge wurde aber bei der Berechnung noch nicht Berücksichtigt. Der aktuelle Zinssatz auf 10 jährige US-Staatsanleihen liegt aktuell zwar bei rund 0,7 Prozent, ich bin hier allerdings von einem niedrigeren Wert ausgegangen. Legt man als risikofreien Zins 0,7 Prozent an, korrigiert sich der faire Wert je Aktie von 101,00 US-Dollar auf rund 88,74 US-Dollar.

Gewinnrenditendiskontierung

Gewinnrenditendiskontierung

Mit diesem Verfahren, betrachtet man eine Aktie wie eine Anleihe, mit einem variablen Zinssatz. Hier stellt der Gewinn je Aktie (EPS) den Zinskupons auf den Aktienkurs dar. Dabei kann man das Vorsteuerergebnis verwenden, sowie das Nachsteuerergebnis. Ich unterstelle in diesem Verfahren den EPS ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, berechne die Rendite am prognostizierten Zeitpunkt auf den aktuellen Aktienkurs und zinse diese Rendite mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab. Mittels des Kurs-Gewinn-Verhältnisses berechne ich einen theoretischen fairen Wert je Aktie. Ich beziehe mich im Folgenden auf das Nachsteuerergebnis. Für mögliche faire Werte, die sich aus diesem Verfahren berechnen, berücksichtige ich auch den Buchwert des Unternehmens je Aktie.

Für dieses Diskontierungsverfahren, rechne ich standardmäßig mit einem Abzinsungsfaktor von 12,0 Prozent. Diesen Wert sehe ich als minimale Rendite, die ich von einem Investment erwarte. Es gibt noch die Option, über ein Verfahren wie beispielsweise das Modell der Weighted Average Cost on Capital einen Diskontierungsfaktor zu berechnen. Desweiteren rechne ich mit einem Gewinnwachstum je Aktie von 10,0 Prozent p.a. über die nächsten 10 Jahre und vorerst mit dem fairen KGV von 22,23, das ich berechnet habe. Ich betrachte hier hauptsächlich das Nachsteuerergebnis.

Eine beisipielhafte Berechnung der gewichteten Kapitalkosten könnte so aussehen:

Ich hab für die Berechnung die Daten von Damodaran für den Sektor IT-Services verwendet

Ergebnis: Unter den von mir unterstellten Bedingungen, ergibt sich für das Unternehmen ein theoretisch fairer Wert von 54,78 US-Dollar je Aktie, ohne Berücksichtigung einer Sicherheitsmarge. Es lassen sich aber mit andren Variablen weitere Szenarien und damit mögliche andere Bewertungen aufstellen. Für die Korrektur der Wachstumserwartungen, einmal nach unten auf nur noch 5 Prozent, einmal nach oben auf 15 Prozent, ergeben sich bei einem Betrachtungszeitraum von 10 Jahren auf das Nachsteuerergebnis faire Werte von 34,40 und 85,44 US-Dollar je Aktie. Das faire KGV von 22,23 habe ich hier beibehalten. Setzte ich das faire KGV von 33,93 an, das ich durch Anpassung des Sockel-KGV in der Berechnung erhalten habe, ergibt sich ein fairer Wert von 83,61 US-Dollar je Aktie nach 10 Jahren.

Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)

Cashflowdiskontierung (Brutto- und Nettoverfahren)

Bei diesem auf Cashflows basierenden Verfahren, habe ich einmal das Bruttoverfahren (Free Cashflow to Firm) und das Nettoverfahren (Free Cashflow to Equity) angewendet, um einen Zielbereich für einen möglichen fairen Wert zu bestimmen. Als mögliche Wachstumsraten, habe ich auch hier wieder versucht möglichst konservative Schätzungen anzunehmen.

Für viele Schätzungen berücksichtige ich die Mittelwerte der letzten 10 Jahre und ich betrachte in der Unternehmensentwicklung einen Zeitraum über die kommenden 10 Jahre.

Free Cashflow to Firm – Bruttoverfahren:

Für das Bruttoverfahren rechne ich mit einer mittleren Investitionsquote von rund 74,57 Prozent und lege in einer ersten Betrachtung ein Wachstum der operativen Gewinne nach Steuern von 10,0 Prozent über alle Laufzeiten zugrunde, mit Ausnahme des Terminal Growth, den ich mit nur 5,0 Prozent Wachstum annehme. Der Median der Investitionen ins Betriebskapital lag in den letzen 10 Jahren bei rund 0,74 Prozent, für meine Berechnung lege ich allerdings eine höhere Quote von 5,0 Prozent p.a. zugrunde. Das dient in erster Linie der Sicherheit, da ich es für möglich halte, dass das Unternehmen in der betrachteten Zeit mehr Betriebsmittel benötigen könnte. Das Verhältnis der Abschreibungen zu den Investitionen lag in der Vergangenheit bei 116,57 Prozent im Mittel. Ich gehe für meine Betrachtung zunächst davon aus, dass die Investitionen in den kommenden 10 Jahren steigen könnten und und sukzessive über die Abschreibungen steigen. Deswegen rechne ich mit Verhältnissen von zunächst 115,0 Prozent, dann 105,0 Prozent, 95,0 Prozent und zuletzt mit einem Verhältnis von 80,0 Prozent um diese Entwicklung abzubilden. Für das Brutto- und das Nettoverfahren rechne ich mit einem Abzinsungsfaktor von 12,0 Prozent über alle Laufzeiten.

Free Cashflow to Equity – Nettoverfahren:

Für das Nettoverfahren rechne ich ebenfalls mit einem Wachstum von 10,0 Prozent p.a., hier für die Nettogewinne, nach Abzug der Steuerlast. Den Terminal Growth berechne ich mit angenommenen 5,0 Prozent Wachstum. Für die Nettoinvestitionsquote gehe ich von einer Entwicklung aus, dass das Unternehmen in den kommenden 10 Jahren Netto mehr investieren wird müssen. Darum rechne ich sukzessive mit höheren Nettoinvestitionsquoten, angefangen bei -10,0 Prozent, also noch geringeren Investitionen als Abschreibungen, anschließend mit -5,0 Prozent, mit 5,0 Prozent und im letzten Schritt mit 10,0 Prozent. Damit will ich meine Einschätzung in die Berechnung einfließen lassen, dass der Investitionsbedarf des Unternehmens steigen könnte. Die Investitionen ins Betriebskapital veranschlage ich durch die Bank mit 5,0 Prozent, obwohl der langfristige Durchschnitt der letzten 10 Jahre deutlich niedriger bei nur 0,19 Prozent lag. In diesem Fall sind die höheren Annahmen auch eine gewisse Sicherheit, die Kosten für Betriebsmittel nicht zu niedrig anzusetzen.

Ergebnis: Aus den von mir unterstellten Annahmen und Bedingungen ergeben sich folgende theoretisch faire Werte: Für das Bruttoverfahren 64,55 US-Dollar je Aktie und für das Nettoverfahren 52,52 US-Dollar je Aktie. Lege ich als Variante dieser Berechnung einen längeren Zeitraum bei ansonsten gleichen Variablen zugrunde, ergeben sich für 20 Jahre folgende Werte: Für das Bruttoverfahren 89,61 US- Dollar und für das Nettoverfahren 71,00 US-Dollar je Aktie. Bei einer Veränderung der Wachstumserwartungen auf nur noch 5,0 Prozent über alle Laufzeiten, bei einem Betrachtungszeitraum von insgesamt 10 Jahren, ergeben sich mögliche faire Werte von 46,31 und 38,15 US-Dollar je Aktie. Gehe ich dagegen davon aus, dass das Wachstum bei 10,0 Prozent inklusive des Terminal Growth liegt, läge ein fairer Wert bei 159,23 bzw. 128,69 US-Dollar je Aktie. Es lassen sich hier über weitere Anpassungen der Variablen noch andere Szenarien betrachten.

Dividendendiskontierung

Dividendendiskontierung

Das Dividend Discount Model (DDM) ist ein einfaches Verfahren zur Bestimmung des theoretisch fairen Wertes einer Aktie. Es eignet sich gut für die Bestimmung des fairen Wertes von Dividendenaktien, geht aber von der Annahme eines vollkommenen Kapitalmarktes aus. Die zukünftigen Dividendenzahlungen werden mit einem Eigenkapitalkostensatz abgezinst (diskontiert). Man erhält so den fairen Wert der Aktie bzw. den gegenwärtigen Wert des Eigenkapitals je Aktie. Das Dividend Discount Model ist eine Unterform des Discounted Cash-Flow (DCF), wobei man hiefür die Dividende anstelle der Gewinne eines Unternehmens für die Berechnungen heranzieht. Für die Berechnung unterstelle ich den Dividenden ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, in meinem Fall 15 Jahre, sowie einen Terminal Growth, der auch als „ewige Wachstumsrate“ bezeichnet wird. Die so berechneten Dividendenerträge zinse ich mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab, das 1 Dollar heute mehr wert ist, als 1 Dollar in 15 Jahren. Die abgezinsten Dividenden je Aktie werden anschließend aufsummiert. Dazu gibt es hier noch einen Artikel auf finanzsenf.de.

Akamai schüttet aktuell zwar keine Dividenden aus, aber ich habe hier interessehalber ein hypothetisches Szenario entworfen, was wäre, wenn das Unternehmen 2020 mit der Ausschüttung von Dividenden beginnen würde. Dafür habe ich die erwarteten Gewinne des Unternehmens von rund 562,0 Mio. US-Dollar herangezogen und unterstellt, dass die Firma rund 5,0 Prozent in Form von Dividenden an seine Aktionäre ausschütten würde, ein Betrag von etwa 28,1 Mio. US-Dollar:

Ich habe über einen Zeitraum von 15 Jahren ein durchschnittliches Dividendenwachstum von 19,0 Prozent unterstellt, ein sehr hoch angesetzter Wert, plus einen Terminal Growth von 10,0 Prozent. Als Abzinsungsfaktor rechne ich mit 12,0 Prozent.

Ergebnis: Daraus ergäbe sich ein theoretisch fairer Wert des Unternehmens von 25,52 US-Dollar je Aktie, bezogen auf die reine Dividendenausschüttung.

Summe-der-Teile Analyse (SOTP)

Summe-der-Teile Analyse (SOTP)

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Die Summe-der-Teile-Analyse macht am ehesten bei Mischkonzernen und Konglomeraten Sinn, die klar voneinander getrennte Geschäftsbereiche vorweisen. Das Bewertungsverfahren basiert auf der separaten Bewertung und anschließenden Aufsummierung der Segmente.

Im Rahmen der SOTP Bewertung wird jedes Segment mithilfe von für das jeweilige Segment passenden Bewertungsverfahren bewertet. Diese Verfahren können entweder auf Basis der aktuellen Marktbewertung (Trading Multiples), kürzlicher Transaktionen (Transaction Multiples) oder auch eines intrinsischen Ansatzes (z.B. Earnings Power Value oder DCF) ermittelt werden. Über die Annahmen wird der Enterprise Value (EV) je Segment sowie für das Gesamtunternehmen ermittelt und anschließend die Nettoverschuldung (Schulden – Cash und Beteiligungen) vom EV ab, um den Wert des Eigenkapitals zu ermitteln. Daraus lässt sich der Wert je Aktie ermitteln, nachdem noch gegebenenfalls Korrekturen vorgenommen wurden.

Im Falle von Akamai, das nicht in Semgmenten unterteilt operiert, ist die Summe der Teile-Analyse nur sehr eingeschränkt angwendbar, ich habe aber trotzdem Versucht hier eine Wertung vorzunehmen, die hauptsächlich einen Vergleich mit Konkurrenzunternehmen darstellt. Ich habe dafür die Segmentierung von marketscreener.com verwendet.

Ich betrachte hier das EV/Umsatz-Verhältnis von Akamai und den verwendeten Peers, da mir für weitergehende Berechnungen zum Beispiel für das EV/EBIT-Verhältnis die Daten zum Unternehmen fehlen.

Ergebnis: Unter den von mir unterstellten Bedingungen, liegt die Bewertung von Akamai bei rund 127,53 US-Dollar je Aktie. Allerdings ist das Verfahren wie bereits erwähnt hier nur eingeschränkt nutzbar. Eine Konservativere Annahme über den fairen Wert, mit einer Korrektur des verwendeten Multiplikators (EV/Umsatz) um 20 Prozent, ergibt einen möglichen fairen Wert von rund 98,36 US-Dollar je Aktie.

Zusammenfassung und Fazit - Akamai Technologies, Inc.

Zusammenfassung und Fazit – Akamai Technologies, Inc.

Akamai Technologies, Inc. ist ein weltweit tätiges und in dieser Beziehung sehr breit aufgestellt, mit rund 288.000 Servern in 136 Ländern. Das Unternehmen unterhält eine Vielzahl an Serverfarmen und sein Kunden-Netz ist sehr weitläufig. Viele bekannte Unternehmen, darunter einige der größten Firmen weltweit, nutzen die Dienste von Akamai. Das Geschäftsmodell ist einfach zu verstehen, auch wenn die technische Umsetzung und der Betrieb ein hohes Maß an Spezialwissen erfordern. Es werden Lösungen für das bereitstellen von Online-Inhalten zur Verfügung gestellt, um diese auszuliefern und zu beschleunigen. Wikipedia fasst das Modell sehr gut zusammen: „Anfängliches Kerngeschäft war, die Endnutzer-Zugriffe auf Webangebote (Server) von Unternehmen, die Akamai-Kunden sind, auf eigene Server umzulenken, die deutlich näher am Endnutzer stehen. Dadurch werden die Anbieter-Server sowie die Weitverkehrsnetze entlastet, die Zugriffszeiten für den Endnutzer beschleunigt und die Inhalte-Anbieter benötigen keine super-breitbandigen Internetverbindungen.“

Das Geschäft umfasst da dabei den Dienst als Cloud Service, die Lastverteilung von Web-Inhalten als Content Delivery Network und auch der Schutz vor illegalem Zugriff und anderen Sicherheitsrisiken. Wie bereits erwähnt, ist das Geschäft einfach erklärt, aber die Details dieses Geschäftsmodells zu durchblicken ist ein nicht einfaches Unterfangen, da hierzu umfassende Kenntnisse über spezifische Technologien, Verfahren, Methoden und Möglichkeiten erforderlich ist. Anhand der Kundenliste und der im Großen guten Geschäftszahlen, kann man allerdings davon ausgehen, dass Akamai in seinem Bereich zu einem der Marktführer gezählt werden kann, was ein Hinweis auf einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten sein kann. Besonders gefällt mir an der Management-Struktur, dass einer der Gründer das Unternehmen als CEO leitet und gleichfalls Aktionär seiner eigenen Firma ist.

Das Zahlenwerk von Akamai sieht gut aus. Negativ fallen hier vor allem die zuletzt stark gestiegenen Fremdkapitalbestände auf. Außerdem befindet sich das Unternehmen aktuell in einem Umstrukturierungsprozess. Auch die langen Zeiten die nötig wären um das Fremdkapital aus dem bestehenden Betriebsergebnis zu begleichen, sind ein negativer Aspekt plus der hohe Goodwill-Anteil in der Bilanz. Der Goodwill ist hier allerdings keine Gefahr für das Kerngeschäft, sondern stellt für einen Aktionär zunächst nur eine potentielle Bedrohung für Bewertung der Aktie dar, sollten große außerordentliche Abschreibungen erfolgen müssen. Die Umsätze zeigen dagegen ein sehr erfreuliches Bild und sind praktisch durchgehend Jahr für Jahr gewachsen. In den letzten 3 Jahren zeigen auch die Gewinne wieder ein stabiles Wachstum und es besteht die Möglichkeit, dass die Umstrukturierung der Firma nicht nur die Umsätze positiv beeinflusst, sondern auch die operativen und die Nettogewinne in Zukunft stärker wachsen können. Außerdem hat das Unternehmen gute Chancen, von der immer weiter fortschreitenden Entwicklung hin zu einer immer dichter vernetzten Welt zu profitieren.

Als möglichen fairen Wert für die Aktie von Akamai, sehe ich einen Preis zwischen 70,00 und 80,00 US-Dollar je Aktie. Die Bewertung des Unternehmens von simplywallstreet.com, geht von einem fairen Wert von rund 105,88 US-Dollar aus. Die Fundamentalanalyse auf finanzen.net, geht allerdings von einer Prämie auf den fairen Wert von rund 12,13 Prozent aus.

Fazit: Ich sehe Akamai als einen sehr gut aufgestellten Wettbewerber im Bereich Internet und Cloud-Services, der sich sehr gut etabliert hat und daher über eine starke Position verfügt, um auch in Zukunft vom Trend hin zu immer mehr Digitalisierung und Vernetzung zu profitieren. Auch sehe ich die Bemühungen im Bereich der IT-Sicherheit als positiv. Das Gesamtbild der Firma gefällt mir gut, aber ich muss hier Einschränkungen machen, da mir die zuletzt schnelle Steigerung des Fremdkapitals, der hohe Goodwill und vor einigen Jahren stark eingebrochenen Gewinne nicht gefallen, auch wenn letztere seither wieder sehr zufriedenstellend gewachsen sind. Das Unternehmen befindet sich noch in einem Prozess der Umstrukturierung, aber die Umsätze sind konstant gewachsen und ich habe hier die Erwartung, dass auch die Gewinne mit Fortschreiten dieses Prozesses weiter wachsen. Aber im Fazit wäre eine Investition in Akamai bei einer weiteren Korrektur des Kurses für mich eine Option.

Ich hoffe die Analyse war interessant zu lesen

Peter Merkle

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