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Advanced Micro Devices Corp. – Aktienanalyse

by Peter Merkle

Viel Spaß beim Lesen der AMD Aktienanalyse

Gliederung

  • 1. Übersicht – AMD Aktienanalyse
  • 1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell
  • 1.2 News
  • 1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe
  • 1.4 Peergroup-Vergleich
  • 1.5 Segmente und Umsatzverteilung
  • 1.6 Wichtige Kennzahlen
  • 1.7 Aussichten
  • 1.8 Einteilung nach Peter Lynch
  • 1.9 Levermann-Score
  • 1.10 Piotroski F-Score
  • 2. Detailanalyse
  • 2.1 SWOT-Analyse
  • 2.2 Bewertungsverfahren
  • 2.2.1 Bewertung der Managementleistung
  • 2.2.2 Gewinnrenditendiskontierung
  • 2.3 Zusammenfassung und Fazit

1. Übersicht – AMD Aktienanalyse

1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell

Die Advances Micro Devices Corporation, kurt AMD, ist ein Entwickler von integrierten Schaltkreisen aus den vereinigten Staaten von Amerika, mit Hauptsitz in Sunnyvale, Kalifornien. Das Unternehmen entwickelt und produziert Mikroprozessoren, Chipsätze, Grafikchips und System-on-Chip-Lösungen (SoC) für die Computer-, Kommunikations- und Endverbraucherbranchen. Dabei verfügt AMD heute über keine eigenen Produktionsstätten mehr, diese wurde 2009 in die eigens gegründete Globalfoundries Inc. ausgelagert (Fabless-Prinzip), deren alleiniger Anteilseigner heute die Advanced Technology Investment Company ist, einer Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi. Von 1979 bis 2014 wurden die Aktien des Unternehmens an der New York Stock Exchange gehandelt und seit dem 2. Januar 2015 sind sie unter der ISIN US0079031078 an der NASDAQ notiert. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei etwa 34,1 Mrd. USD.

AMD Hauptquartier in Sunnyvale

Die Produktion der Entwicklungen von AMD, erfolgt bei Auftragsnehmern wie Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, Ltd.

Gegründet wurde AMD 1969 als Sanders Association. Die Gründer Jerry Sanders III und Ed Turney, erhielten dabei von mehreren Investoren Startkapital, unter denen sich auch der Intel-Gründer Robert Noyce befand. 1970 kam das erste Produkt auf den Markt, der Am2501, basierend auf den ersten, selbst gefertigten, integrierten Schaltkreisen.

Nach der Entwicklung weiter Produkte und dem Beginn der Expansion außerhalb der USA, erfolge 1979 der Börsengang des Unternehmens und der Erwerb einer Intel-Lizent für die Produktion der 8086- und 8088-Prozessoren. Mit der Kündigung dieser Lizenz 1986, folgte ein Rechtsstreit mit Intel Corp., in dessen außergerichtlicher Einigung AMD untersagt wurde, ab der 5. Generation (80586 – Intel Pentium) Nachbauten von Intels Prozessoren zu erstellen. Als Konsequenz daraus, begann AMD mit der Entwicklung eigener Architekturen. Das Ergebnis war schließlich der AMD K5, ein x86-Mikroprozessor.

1993 gründete AMD mit Fujitsu ein Joint Venture Unternehmen, die AMD Semiconductor Limited, die 2004 in Spansion umbenannt wurde. Die gesamte Flash-Produktion wurde von AMD und Fujitsu an Spansion übergeben. Ende 2005 wurde Spansion dann komplett als eigene Aktiengesellschaft ausgegliedert, da die Sparte andauernde Verluste aufwies.

1996 wurde NextGen übernommen, gefolgt vom CPU-Hersteller Alchemy. 1998 wurde in Dresden die Fab30 und 2004 die Fab36 eröffnet.

2006 wurde ATI Technologies übernommen, ein zu dieser Zeit führender Anbieter von Computergrafik-Chips.

Am 8. September 2008 erklärte AMD-CEO Dirk Meyer gegenüber dem US-Wirtschaftsmagazin Fortune, dass sich AMD „weg von einem durch eigene Produktionsanlagen gefesselten hin zu einem weniger auf Fabrikation konzentrierten Modell entwickeln werde“. Am 29. Februar 2012 übernahm AMD den Microserverspezialisten SeaMicro, um damit besser im Servermarkt Fuß zu fassen.

Heute umfasst das Produktangebot von AMD verschiedene Mikroprozessoren, Chipsätze, Grafikchips und Netzwerkchips. Diese Kategorien umfassen eine Vielzahl von einzelnen Produkten, die sich je nach Anwendungsbereich und Leistungsanforderung voneinander unterscheiden. Neben Desktop-, Notebook und Serverprozessoren liefert AMD zum Beispiel Prozessoren für diverse Spielekonsolen, wie zuletzt die Playstation 4 von Sony , die XBOX One von Microsoft und die WiiU von Nintendo. Ein weiterer nennenswerter Kunde von AMD ist Apple Inc. Im Q2 2019 Bericht wird zum Beispiel berichtet, dass die neuen McPro mit AMD Radeon Pro Vega II-GPU´s bestückt sein werden. Unter den Grafikkarten, gilt die AMD Radeon-Serie als großer Konkurrent zu Nvidia Corporation.

Die Top 20 Tech-Unternehmen nach Umsatz je Mitarbeiter (2017)
https://www.visualcapitalist.com/top-20-tech-companies-revenue-per-employee/

Management:

Amtierende Chief Executive Officer (CEO) und President von Advanced Micro Devices Corp. ist Dr. Lisa T. Su. Sie ist taiwanesische Amerikanerin und arbeitet seit 2012 bei AMD, wo sie im Oktober 2014 für ihre jetzige Position ernannt wurde. Sie hatte in ihrer bis dahin kurzen Karriere in der Firma, zwei führende Positionen inne: Einmal als Senior Vice President für das globale Geschäft und als Chief Operating Officer (COO).

Ihre Ausbildung umfasst einen Bachelor, einen Master sowie ein Doktorat, alle erworben am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Elektroingenieurwesen. Vor ihrer Tätigkeit bei AMD, arbeitete sie bei IBM (Arbeit im Forschungs- und Entwicklungszentrum für Halbleiter), Texas Instruments und Freescale Semiconductor in leitenden Positionen und als Ingenieurin. Bekannt ist sie vor allem für ihre Forschungsarbeiten bei IBM im Bereich effizienterer Halbleiterchips und für die Entwicklung von Silizium-auf-Isolator-Halbleiter-Fertigungstechnologien.

https://www.technologyreview.com/s/405802/found-in-translation/

http://www2.technologyreview.com/tr35/profile.aspx?trid=397

Ihre Bezahlung betrug im Geschäftsjahr 2018 rund 13,36 Mio. USD und setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen: Das Grundgehalt lag bei rund 961.000 USD und wurde ergänzt durch einen großen Bestandteil an Aktien mit eingeschränktem Verfügungsrecht im Wert von 8,62 Mio. USD. Dazu kommen noch 2,50 Mio. USD in Form von Aktienoptionen. Der geringe Anteil an Optionen sowie der hohe Anteil an Aktien, sind hier positiv zu bewerten. Was bei der Betrachtung der Gehaltsentwicklung negativ auffällt, ist die überproportionale Steigerung der Bezüge, verglichen mit der Ertragslage von AMD.

Insgesamt macht das Management einen soliden Eindruck und mit der CEO Lisa Su, verfügt AMD über eine erfahrene Fachkraft, die nicht nur Erfahrungen im Management hat, sondern auch eine enorme fachliche Kompetenz mit in die Firma bringt. Zusätzlich existieren so Verbindungen zu einer der bekanntesten Technologie-Universitäten in den USA.

https://de.marketscreener.com/ADVANCED-MICRO-DEVICES-19475876/unternehmen/

1.2 News – AMD Aktienanalyse

09.04.2019 CPU-Verkaufszahlen – AMD verkauft mehr, Intel auf Augenhöhe beim Umsatz.
https://www.gamestar.de/artikel/cpu-verkaufszahlen-mindfactory-amd-vor-intel,3342717.html

09.08.2019 Vorgestellung des neuen Prozessors für Rechenzentren namens “EPYC”. Es konnten auch Google und Twitter als neue Großkunden gewonnen werden.
https://www.reuters.com/article/us-amd-alphabet/amd-lands-google-twitter-as-customers-with-newest-server-chip-idUSKCN1UX2KL

https://boerse.ard.de/aktien/amd-aktie-hebt-ab100.html

27.08.2019 Nach harten Kritiken an seiner leistungsstärksten Grafikkarten, wird die Produktion eingestellt. Am 07. Februar 2019, fiel der Startschuss für den Verkaufsstart der AMD Radeon VII. Eigentlich sollte die Grafikkarte Nvidias Monopol im High-End-Bereich angreifen.
https://www.giga.de/news/amd-zieht-den-stecker-high-end-grafikkarte-landet-auf-dem-abstellgleis/

Bewerbung der Radeon VII GPU in der Präsentation von AMD

28.08.2019 Im Bulldozer-Prozess, hat sich AMD außergerichtlich mit den Klägern geeinigt. AMD zahlt 12,1 Millionen US-Dollar in einen Topf ein, um damit einen Rechtsstreit in Kalifornien beizulegen. Die Sammelklage bezieht sich auf das Marketing rund um AMDs Prozessoren mit dem Codenamen Bulldozer: Der Chiphersteller brachte die FX-8100-Serie im Jahre 2011 in den Handel und bewarb sie als erste Achtkern-CPUs für Desktop-PCs.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bulldozer-Prozessoren-AMD-zahlt-12-1-Millionen-US-Dollar-Schadensersatz-4508463.html
Es konnte auch ein großes Geschäft mit Samsung gemacht werden.
https://seekingalpha.com/article/4288448-amd-captures-23-percent-cell-phone-market-one-deal

30.08.2019 Bei GPUs für Desktop-PCs und Servern konnte AMD seinen Marktanteil im 2. Quartal um 71 Prozent auf 32,1 Prozent ausbauen. Außerdem verkaufen sich die Ryzen-APUs gut. Im zweiten Quartal 2019 sank der Absatz von Grafikkarten für Desktop-PCs, Workstations und Server – bei AMD leicht, bei Nvidia brach er regelrecht ein. Dadurch stieg AMDs Marktanteil von 22,7 auf 32,1 Prozent (+ 71 Prozent). Die 36,1 Prozent Marktanteil vom zweiten Quartal 2018 hat AMD allerdings nicht wiedererlangt.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/GPU-Marktanteile-AMD-verkauft-im-2-Quartal-mehr-GPUs-als-Nvidia-4510582.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.rss

Dazu auch ein Artikel von “The Motley Fool” https://www.fool.com/news/2019/08/29/amd-gains-graphics-card-market-share-but-still-a-d.aspx

02.09.2019 Coreboot: AMD arbeitet an aktivem Support von BIOS-Alternativen https://winfuture.mobi/news/110992

1.3 Aktionäre, Chart, Dividenden und Aktienrückkäufe – AMD Aktienanalyse

https://de.marketscreener.com/ADVANCED-MICRO-DEVICES-19475876/unternehmen/

Unter den Anteilseignern an AMD finden sich eine Reihe großer Institutionen, wie The Vanguard Group, Inc. als größten Aktionär mit einem Anteil von 9,72%, BlackRock Fund Advisors und Goldman Sachs & Co. LLC. 70% der ausstehenden Aktien werden von Institutionellen Investoren gehalten, rund 29% befinden sich im freien Umlauf. Das letzte 1%, wird von individuellen Insidern von AMD gehalten.

Aktuell schüttet das Unternehmen keine Dividenden aus und es gibt auch kein Aktienrückkaufprogramm. Im Schnitt, ist die Anzahl ausstehender Aktien in den letzten 15 Jahren um 6,9% pro Jahr gestiegen.

1.4 Peergroup-Vergleich – AMD Aktienanalyse

UnternehmenGesamtkapital
-rendite
EV/EBIT
Advanced Micro Devices Corp.4,2%122,4
Intel Corp.15,4%10,1
NVIDIA Corp.20,0%39,1
Texas Instruments, Inc.29,9%18,1
Taiwan Semiconductor
Manufacturing Co Ltd.
15,6%16,8
Qualcomm, Inc.8,8%14,1
Analog Devices, Inc.7,0%25,0
Skyworks Solutions, Inc.19,4%11,3

Hier zeigt sich ein deutliches Bild. AMD ist im Vergleich zur Peergroup weniger rentabel und über das Enterprise Value-EBIT-Verhältnis wesentlich teurer bewertet. Der Mittelwert der Gesamtkapitalrendite liegt bei 16,6%. Somit ist AMD mit 394,9% der Vergleichsgruppe bewertet.

1.5 Segmente und Umsatzverteilung

AMD berichtet in 2 Segmenten. Enterprise, Embedded and Semi-Custom zum einen und Computing and Graphics zum anderen.

https://de.marketscreener.com/ADVANCED-MICRO-DEVICES-19475876/unternehmen/

Die größten lokalen Umsätze erzielt AMD in Japan und in China, gefolgt von den USA.

Der Jahresbericht 2018 macht folgende Angaben zur Umsatzverteilung:

SegmentUmsatz in
Mio. USD
Anteil in %
Enterprise, Embedded
and Semi-Custom
4.12563,7%
Computing and Graphics2.35036,3%

1.6 Wichtige Kennzahlen – AMD Aktienanalyse

https://www.infrontanalytics.com/fe-en/US0079031078/Advanced-Micro-Devices-Inc-/market-valuation

Verschuldungsgrad

GeschäftsjahrEigenkapital-quoteFremdkapital-quote
201827,8%72,2%
201717,3%82,7%
201612,5%87,5%
2015-13,3%113,3%
20145,0%95,0%
201312,5%87,5%
201213,5%86,5%
201132,1%67,9%
201020,4%79,6%
20097,1%92,9%%
20081,7%98,3%
200725,9%74,1%
200644,0%56,0%

In den letzten 3 Jahre kann eine Erholung des Eigenkapitals beobachtet werden. Insgesamt ist die Eigenkapitalquote aber fast durchgehend niedrig. Das Current Ratio liegt bei 2,08, das Quick Ratio bei 1,52. Damit sind die kurzfristigen Schulden der Bilanz vollständig durch Umlaufvermögen und liquide Mittel gedeckt. Der Zinsdeckungsgrad von AMD liegt bei soliden 248%.

Anzahl ausstehender Aktien

GeschäftsjahrAusstehende Aktien
in Mio. Stück
Veränderung
20181.0053,9%%
20179673,4%
201693518,0%
20157922,1%
20147766,9%
20137261,7%
20127142,2%
20116981,9%
20106852,0%
200967210,4%
20086090,5%
20076069,1%
200655515,4%
https://www.macrotrends.net/stocks/charts/AMD/amd/shares-outstanding

Die Anzahl ausstehender Aktien nimmt im gesamten Betrachtungszeitraum ausnahmslos zu.

operative Marge

GeschäftsjahrUmsäte
in Mio. USD
EBIT
in Mio. USD
operative
Marge
20186.4754517,0%
20175.3292043,8%
20164.272-382-8,9%
20153.991-352-8,8%
20145.5061492,7%
20135.2991031,9%
20125.422-1.056-19,5%
20116.5683685,6%
20106.49484813,1%
20095.40366412,3%
20085.808-1.955-33,7%
20075.858-2.310-39,4%
20065.403-17-0,3%

Die operative Marge von AMD zeigt ein sehr unbeständiges Verhalten und es konnten in nur wenigen Jahren zweistellige Margen verdient werden.

Free Cashflows

GeschäftsjahrFree Cashflows
in Mio. USD
Veränderung
in %
2018-129-27,7%
2017-101-2.625%
20164101,2%
2015-322-66,8%
2014-19316,8%
2013-23250,7%
2012-471-456,8%
2011132123,6%
2010-560-8.100,0%
20097100,5%
2008-1.31634,0%
2007-1.995-146,3%
2006-810-2.600,0%

In der Mehrzahl der Fälle während des Betrachtungszeitraums, hat das Unternehmen negative Cashflows erwirtschaftet.

Buchwert

GeschäftsjahrBuchwert
in Mio. USD
Veränderung
in %
20181.266107,2%
201761146,9%
2016416201,0%
2015-412-320,3%
2014187-65,6%
20135441,1%
2012538-66,2%
20111.59057,0%
20101.01356,3%
2009648410,2%
2008127-95,8%
20072.990-48,3%
20065.78572,6%
https://www.macrotrends.net/stocks/charts/AMD/amd/total-assets

Hier ist ersichtlich, dass auch der Buchwert von AMD einer breiten Schwankung unterliegt. In den letzten 3 Jahren steigt der Buchwert allerdings stetig.

Dividenden und Kurs-Gewinn-Verhältnis

Geschäftsjahr Dividenden
in USD/Aktie
Earnings
per Share
KGV
20180,000,32 USD55,69
20170,00 0,04 USD257,00
20160,00 -0,60 USD-18,9
20150,00 -0,84 USD
20140,00 -0,52 USD
20130,00 -0,11 USD
20120,00 -1,60 USD

Das mittlere KGV der letzten 10 Jahre lag bei 41,25.

1.7 Aussichten

Unternehmensspezifisch:

Die Erwartungen für AMD sehen steigende Umsätze und Gewinne, bei steigenden Margen bis 2021. Diese Schätzungen werden auch durch andere Quellen bekräftigt https://www.finanzen.net/schaetzungen/amd

https://de.marketscreener.com/ADVANCED-MICRO-DEVICES-19475876/fundamentals/

Füt die Finanzielle Situation sehen Analysten ebenfalls eine weitergehende Verbesserung der Lage.

Für das dritte Quartal 2019 erwartet AMD selbst einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden USD, ein Anstieg von ungefähr 9% im Jahresvergleich. Die Zuwächse werden voraussichtlich von den Marken Ryzen, EPYC und
Radeon getragen.

Für das Gesamtjahr 2019 erwartet AMD nur ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber 2018 durch signifikantes Umsatzwachstum der neuen Ryzen-, EPYC- und Radeon-Prozessoren, das teilweise durch geringere Umsätze aus semi-custom Einnahmen ausgeglichen wurde. Der Umsatz ohne Semi-Custom wird voraussichtlich um rund 20% im Jahresvergleich steigen.

Gesamtmarkt:

Hier können bereits in einem früheren Artikel verwendete Daten angeführt werden, da es sich um die gleich Branche handelt.

Der Markt für Halbleiter ist im Zeitraum 2017 bis 2018 noch um etwa 12,5 bis 15% gewachsen, allerdings rechnen Industrieverbände für 2019 mit einem nur noch geringen Zuwachs des Marktes von etwa 4%. World Semiconductor Trade Statistics, geht sogar von einem Rückgang um ca. -3% aus. Daten hierzu werden auf Statista oder beim ZVEI veröffentlicht.

Umsatzveränderung in der Halbleiterindustrie

Der ZVEI hat dazu auch eine Präsentation veröffentlicht, die im Dezember 2018 erschienen ist, die eine Zusammenstellung der einzelnen Segmente der Halbleiterbranche auflistet und ihren Marktanteil illustriert, sowie die Entwicklung der Halbleiterindustrie behandelt.

1.8 Einteilung nach Peter Lynch – AMD Aktienanalyse

Das langfristige mittlere Wachstum der Gewinne lag zwar nur bei rund 9,8% p.a., aber die vergangenen 3 Jahre waren von einem starken Gewinnwachstum geprägt. 2016 um +24,7%, 2017 um +108,7% und 2018 um +683,7%. Damit ist AMD trotz seiner langfristig stark schwankenden Margen nach Peter Lynch ein Fast Grower.

Legt man hier noch die Erwartungen für die kommenden 3 Jahre zugrunde, die von einem Gewinnwachstum von +122,1% 2019, +67,2% 2020 und +29,6% für das Geschäftsjahr 2021 ausgehen, bestätigt sich die Klassifizierung als Fast Grower und damit wäre die Empfehlung von Peter Lynch: Kaufen und Halten!

1.9 Levermann Score – AMD Aktienanalyse



WertPunkte
1Eigenkapitalrendite4,2%-1
2EBIT-Marge4,7%-1
3Eigenkapitalquote27,8%+1
4Kurs-Gewinn-Verhältnis177,6-1
5Kurs-Gewinn-Verhältnis (5Jahre)15,70
6AnalystenmeinungHold (2,54)+1
7Reaktion auf die Quartalszahlen
(SPX)
-9,01%-1
8GewinnrevisionKeine0
9Kursverlauf der letzten 6 Monate+38,6%+1
10Kursverlauf der letzten 12 Monate+29,7%+1
11TrendumkehrNein0
12ReversaleffektKeiner0
13Erwartetes Gewinnwachstum+122,1%+1

Large-Cap. <= 2 = VerkaufenGesamt+2

1.10 Piotroski F-Score – AMD Aktienanalyse

WertPunkt
1Positiver NettoertragJa1
2Positiver operativer CashflowJa1
3Gesamtkapitalrendite höher als im VorjahrJa1
4operativer Cashflow höher als NettogewinnNein0
5Niedrigerer Verschuldungsgrad als im VorjahrJa1
6Current Ratio höher als im VorjahrNein0
7Weniger oder gleich viele umlaufende Aktien
als im Vorjahr
Nein0
8Bruttomarge höher als im VorjahrJa1
9Kapitalumschlag höher als im VorjahrJa1
Gesamt6

2. Detailanalyse der Advanced Micro Devices AMD Aktienanalyse

2.1 SWOT – Analyse – AMD Aktienanalyse

Stärken:

  • AMD ist im Bereich der Mikroprozessoren und Personal Computers eine beachtenswerte Marke und neben Nvidia der zweite große Anbieter von Grafikkarten. Damit ist AMD eine starke und beachtenswerte Firma mit globaler Präsenz und einem Portfolio an starken Marken, wie Ryzen (Mikroprozessoren), Radeon (GPU´s) und EPYC (Datenzentrumprozessoren).
  • AMD arbeitet heute mit vielen großen und bekannten Firmen zusammen, oder liefert wichtige Komponenten. Unter den Partnern und Kunden finden sich unter anderem HP, Microsoft, Samsung Electronics, Leonovo, Baidu und viele weitere.
  • Das Unternehmen hat eine starke Konzentration auf Forschungs- und Entwicklungskapazitäten gelegt. Mit dem Umbau des Unternehmens zu einem Betrieb ohne eigene Fabriken, liegt der Fokus deutlich auf der Entwicklung.
  • In den Segmenten GPU (Grafikprozessoren) und Mikroprozessoren, sieht sich AMD nur jeweils einem großen Konkurrenten gegenüber: Nvidia Corp. im Bereich der GPU´s und Intel im Bereich Mikroprozessoren. AMD ist dabei in der Lage, beiden Konkurrenten in etwa auf Augenhöhe zu begegnen oder, wie mit den neuen Ryzen Prozessoren geschehen, den Wettbewerber zu übertrumpfen.
  • Mit Dr. Lisa Su als CEO, hat AMD eine Kennerin der Branche und eine fachlich hoch versierte Führungskraft an der Spitze.
  • AMD hat sich einen Stamm an bekannten Großkunden aufgebaut und ist heute in vielen Bereichen mit seinen Produkten vertreten, wie Beispielsweise im Markt für Spielekonsolen.
  • In den vergangenen 2 Jahren, hat ein Trend zu geringeren Umsatzkosten eingesetzt, was bei einem stabilen Geschäft höhere Gewinne bedeutet. Über einen noch längeren Zeitraum, konnte AMD auch seine Verschuldung sukzessive abbauen, so dass heute die langfristigen Schulden annähernd mit liquiden Mitteln gedeckt sind.

Schwächen:

  • Das Geschäft mit PC´s zeigt seit Jahren geringer werdende Absatzzahlen. Ein Grund dafür, ist das verstärkte Aufkommen von Tablets und Smartphones.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160878/umfrage/prognose-zum-weltweiten-absatz-von-pcs/
  • Hier kommt auch die zweite große Schwäche von AMD zum tragen, das mangelnde Produktangebot für mobile Anwendungen wie Tablets oder Smartphones.
  • Die hohe Konkurrenz, der sich AMD gegenüber sieht, verringert den Umfang in dem Marktanteile vereinnahmt werden können. Hier sind wieder Nvidia und Intel als größte Konkurrenten zu nennen, die in ihren Bereichen spezialisierter sind als AMD.
  • Ein Schwachpunkt der immer wieder sichtbar wird, ist die Qualität. Wie zuletzt mit der neuen Radeon VII Grafikkarte ersichtlich, hat AMD wiederholt Defizite in der Produktqualität, die sich deutlich negativ auf die Performance auswirken und auch der Reputation des Unternehmens schaden.
  • Die Finanzlage hat sich in den letzten 3 Jahren zwar gut entwickelt und stark verbessert, aber AMD zeigt über einen längeren Zeitraum einen sehr schwankungsanfälligen Unternehmenserfolg.
  • Eine Stärke von AMD ist der Fokus im Bereich der Forschung und Entwicklung. Auf der anderen Seite, muss das Unternehmen regelmäßig hohe Summen für diese aufwenden. Zuletzt mussten 58,6% der erwirtschafteten Umsätze für die Forschung verwendet werden.

Chancen:

  • AMD könnte aus seiner Schwäche im Mobil-Segment eine große Chance generieren und hier mit Produkten in einen neuen Markt vordringen. Es wurde erst kürzlich ein Deal mit Samsung Electronics vereinbart und hier könnte sich eine große Chance bieten.
  • Eine der größten Chancen, könnte sich für die EPYC-Prozessoren ergeben. Mit dem Trend hin zu immer mehr Digitalisierung und der Notwendigkeit von Cloudlösungen und der damit zusammenhängenden Serverkapazität, hat AMD hier ein großes Potential zu heben.
  • Die aufstrebenden Märkte benötigen für ihre weitere Entwicklung ebenfalls immer mehr Rechenkapazität und eine bessere digitale Infrastruktur. AMD könnte auch hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Zum Beispiel mit günstigen Produkten, die speziell für solche Märkte geeignet sind.

Risiken:

  • Zuletzt konnte AMD sich zwar gegen Intel mit seinen neuen Prozessoren behaupten und Intel sogar in den Verkaufszahlen schlagen, aber es bleibt trotzdem eine gefährliche Konkurrenzsituation gegen Intel zum einen und Nvidia zum anderen. Eine weitere Gefahr könnte hier durch neue Wettbewerber entstehen, da der Markt keine besonders hohen Eintrittsbarrieren aufweist. Ein noch junges Unternehmen mit eigener Architektur, kann heute unter relativ geringem Aufwand, gestützt beispielsweise durch Crowdfunding, einen Hersteller mit der Produktion beauftragen und seine Waren an den Markt bringen.
  • Ein weiteres Risiko sind Geopolitische Implikationen, wie zuletzt durch den Handelsdisput zwischen den USA und der Volksrepublik China. Ebenso könnten neue Regularien in Kraft treten, oder bestehende Auflagen verschärft werden, die sich negativ auf das Geschäft auswirken können.
  • Wie bei jedem anderen Unternehmen mit globalem Aktionsradius, kommen noch allgemeine Markt- und Währungsrisiken hinzu.
  • Ein größerer Markteinbruch, könnte AMD hier empfindlich treffen. Ein weiteres Risiko in dieser Richtung wäre auch bei steigenden Preisen für Rohstoffe.

Quelle für Marktdaten im Bereich AI und Computer: https://www.idc.com/

2.2 Bewertungsverfahren

Ich werde im folgenden Abschnitt versuchen, einen Preiskorridor der AMD-Aktie festzulegen, den ich als gerechtfertigt oder fair betrachten kann. Dafür werde ich versuchen Bewertungsverfahren anzuwenden, die nach meiner Auffassung sinnvoll und aussagekräftig sind. Eine Bewertung über verschiedene Verfahren gestaltet sich für AMD aber schwierig, da hier mehrere Grundvoraussetzungen für einige Verfahren nicht gegeben sind. Bei einem KGV von weit über 100, ist eine Berechnung des fairen KGV nutzlos, ebenso werden keine Dividenden ausgeschüttet, was eine Diskontierung der Dividenden ebenfalls ausschließt. Auch für Free-Cashflow Verfahren sehe ich hier keine sinnvolle Anwendung, da es aktuell negative Free-Cashflows gibt und ich für diese Verfahren zu viele Annahmen treffen müsste, die die Zuverlässigkeit stark einschränken. Für die von mir verwendeten Verfahren, sind teilweise Schätzungen und Annahmen über die zukünftige Entwicklung notwendig. Wo immer ich solche Annahmen treffen muss, versuche ich diese möglichst konservativ zu treffen um eine zu optimistische Beurteilung des Unternehmens zu vermeiden.

2.2.1 Bewertung der Managementleistung – AMD Aktienanalyse

Um hier eine möglichst fundierte Aussage zu treffen, betrachte ich mehrere Kennzahlen, anhand derer ich eine Einschätzung über die Leistung der Geschäftsleitung treffen will. Ich gebe die Kennzahlen für den Prognosezeitraum zwar mit an, diese fließen aber nicht in die Berechnung mit ein.

Erläuterung: Bei allen Kapitalrenditen, nehme ich Werte von > 15% im Durchschnitt, als 100% an. Für die Tilgungsdauer des Fremdkapitals, nehme ich alle Wert von < 1 Jahr als 100%

Die Managementleistung liegt für AMD bei gerade einmal 1%. Der Grund dafür liegt hier klar in der Auswertung über den langfristigen Mittelwert. Hier muss ich aber zwei Einschränkungen machen: Wie man sehen kann, wird in den kommenden Jahren eine deutliche Verbesserung erwartet und seit dem Amtsantritt der CEO, konnten zwei Jahre später bereits erste Verbesserungen festgestellt werden. Die Bewertung ist hier demnach stark von Betrachtungszeitraum und den daraus berechneten Mittelwerten abhängig. Sollte sich der Trend fortsetzen, wie ihn die Erwartungen zeigen, wäre hier entgegen der Auswertung von einem guten Management auszugehen. Erste Indizien sind die Verbesserung der Margen, die Reduzierung der Schuldenlast bei gleichzeitigem Aufbau liquider Mittel und das Erreichen der Gewinnzone im letzten Geschäftsjahr.

2.2.2 Gewinnrenditendiskontierung – AMD Aktienanalyse

Mit diesem Verfahren, betrachtet man eine Aktie wie eine Anleihe, mit einem variablen Zinssatz. Hier stellt der Gewinn je Aktie (EPS) den Zinskupons auf den Aktienkurs dar. Dabei kann man das Vorsteuerergebnis verwenden, sowie das Nachsteuerergebnis. Ich unterstelle in diesem Verfahren den EPS ein angenommenes Wachstum über einen bestimmten Zeitraum, berechne die Rendite am prognostizierten Zeitpunkt auf den aktuellen Aktienkurs und zinse diese Rendite mit einem Diskontierungsfaktor auf den heutigen Tag ab. Mittels des Kurs-Gewinn-Verhältnisses, berechne ich einen theoretischen fairen Wert je Aktie. Ich beziehe mich im Folgenden auf das Nachsteuerergebnis und habe mich hier für dieses Verfahren entschieden, da es simpel anzuwenden ist und ich für eine Einschätzung von AMD auf zu viele Annahmen verzichten möchte.

Ich betrachte im Folgenden einen Zeitraum von 10 Jahren für das Nachsteuerergebnis und gehe davon aus, dass die Schätzungen der Analysten bis 2021 die mögliche Entwicklung darstellen. Anschließend gehe ich von einem mittleren EPS-Wachstum von 20% p.a. aus, was mir aktuell für AMD als mögliches Szenario erscheint, auch wenn ich damit weit über dem liege, was die Prognose für den Gesamtmarkt hergibt. Meine Annahme stützt sich vor allem darauf, dass AMD sich doch deutlich gegen Intel bei den Prozessoren durchgesetzt hat und ich die EPYC Prozessoren als großen Wachstumstreiber betrachte. Diese Annahme ist allerdings mit äußerster Vorsicht zu verwenden. Ich rechne hier mit einem standardmäßigen Abzinsungsfaktor von 12% p.a., der minimalen Rendite die ich von einem Investment erwarte und nehme das erwartete KGV des Jahres 2021 für meine Berechnungen an.

Ergebnis: Unter den gewählten Bedingungen, errechne ich einen theoretischen fairen Wert von 18,95 USD je Aktie. Verwendet man für die Berechnung das mittlere KGV der letzten 10 Jahre (41,0), errechnet man hier einen möglichen fairen Wert von 27,41 USD je Aktie.

2.3 Zusammenfassung und Fazit – AMD Aktienanalyse

In den letzten Jahren hat sich AMD immer besser entwickelt und es sieht so aus, als wäre das Unternehmen auf dem Weg, sein Geschäft besser zu organisieren und auszuweiten. Seine neuen Prozessoren der Marken Ryzen sind ein großer Erfolg und konnten sich gegen die Produkte von Intel durchsetzen. Im Segment der Grafikkarten, konnte sich AMD aber nicht gegen Nvidia durchsetzen. Mit den neuen EPYC Prozessoren und der Geschäftsbeziehung mit Samsung Electronics, stehen dem Unternehmen neue Bereiche für eine Expansion zur Verfügung die ausgenutzt werden können. Die Kennzahlen verbessern sich aktuell und im Jahr 2018 konnte AMD erstmals seit 2011 wieder einen Gewinn ausweisen. Dazu konnten die Umsätze gesteigert werden, liquide Mittel etwas aufgestockt und die Verschuldung reduziert werden. Betrachte ich den Zeitraum seit der Amtsübernahme von Lisa Su als CEO und President von AMD, kann ich eine signifikante Verbesserung des Unternehmensergebnisses unter ihrer Leitung feststellen. Die Stärken uns Chancen überwiegen hier nach meiner Meinung aktuell die Schwächen und Risiken. Ein Wettbewerbsvorteil für AMD sind seine starken und bekannten Marken, den ich hier aber nicht überbewerten möchte, da dies auch auf die großen Konkurrenten zutrifft.

Fazit: Einen möglichen fairen Wert für AMD festzulegen bzw. einen Korridor in dem sich dieser bewegen könnte, ist hier sehr schwierig. Ich nehme hier auf Basis meiner EPS-Diskontierung einen fairen Wert von ca. 25,00 USD je Aktie als möglichen fairen Wert an, ziehe aber für die Bewertung von AMD noch andere Faktoren mit in Betracht. Sollte es dem Unternehmen gelingen folgende Punkte in Zukunft zu erfüllen, sehe ich das als Indizien für eine Steigerung der Unternehmensqualität: Wenn das Unternehmen weiter seine Verschuldung reduzieren kann, seine Gewinne weiter ausbauen kann, die Free-Cashflows in den positiven Bereich gehen und die Anzahl ausstehender Aktien gleich bleibt oder sinkt und die Margen gesteigert werden können.

Bis AMD diesen Beweis erbracht hat, dass es in der Lage ist dauerhaft profitabel zu wirtschaften, halte ich eine Investition zu diesem Zeitpunkt für tendenziell spekulativ. Das Unternehmen bleibt aber auf jeden Fall auf meiner Liste zu beobachtender Unternehmen. Sollte sich die Partnerschaft mit Samsung und das Geschäft mit den EPYC-Prozessoren gut entwickeln, sehe ich hier ein mögliches enormes Potential des Unternehmens.

Dazu noch eine zweite Meinung: https://seekingalpha.com/article/4288508-market-may-undervaluing-amds-potential

Peter Merkle

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7 comments

Manfred September 3, 2019 - 7:24 pm

was für eine Arbeit – ich bin platt. Danke☺

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Peter Merkle September 3, 2019 - 9:39 pm

Danke für das Lob, das liest man natürlich gerne. Aber Vorschläge und Alternativmethoden sind genauso gern gesehen, damit ich meine Arbeit noch verbessern kann! 🙂

Gleiches gilt übrigens für Korrektur Anmerkungen und Rechtschreibfehler, von denen es auch genug gibt.

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Peter Merkle
Peter Merkle September 3, 2019 - 9:57 pm

Danke, Lob liest man natürlich immer gerne. Falls Vorschläge oder Ideen da sind, für neue Verfahren oder alternative Bewertungsmethoden, ich nehm gern jede Inspiration auf. Ich nehm auch gerne jede Korrektur von Rechtschreibung und Grammatik an 😀

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Robert Bachner September 3, 2019 - 10:14 pm

Sehr gute und ausführliche Analyse und zum Glück bin ich selber schon 2013 bei einem Kurs von 2,65€ bei AMD eingestiegen 🙂

Bei einem Punkt würde ich dir aber auf jeden Fall widersprechen, und zwar bei den Risiken, dass die Eintrittshürde für Konkurrenten niedrig ist. So etwas wie die ZEN (also Ryzen, Epic & Threadripper) Architektur zu designen dauert Minimum 4 Jahre und man braucht dazu zwingend die allerbesten Köpfe, wie eben damals Jim Keller.

Und mindestens genauso schwierig wie komplexe Prozessoren und Grafikkarten zu designen, ist übrigens dann noch die Programmierung der Treiber z.B. für die Grafikkarten. Manche sagen, das Ganze ist heute so komplex und anspruchsvoll, das man dafür nur sehr schwierig überhaupt qualifizierte Leute dafür findet.

Und einen sehr wichtigen AMD Großkunden hast du übrigens auch vergessen, und zwar Apple. In fast allen Apple Pro Rechnern (also MacBook Pro 15″, iMac, iMac Pro & Mac Pro) werden seit vielen Jahren exklusiv nur AMD Grafikkarten verbaut. Die Beziehung von AMD zu Apple ist aktuell auch sehr gut.

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Konstantin September 4, 2019 - 3:13 pm

1. In der Analyse fehlt m.M.n. der Leverage-Effekt, der aus dem steigenden Marktanteil resultiert.

2. Es fehlen interne Werte. Der Wert einer Aktie wird auch durch ihre inneren Werte nach oben getrieben. AMD und Intel sind die einzigen Unternehmen, die dieses IPs (Intelligence Property) haben. Diese Errungenschaften sollten im Kurs eingepreist werden.

Vertrauen aufzubauen dauert viele Jahre. Und gerade darin ist AMD sehr gut.

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Peter Merkle
Peter Merkle September 4, 2019 - 10:09 pm

Hallo erstmal und danke für die Kritik. Ich würde gern kurz darauf eingehen. Den Leverage Effekt betrachte ich bestenfalls bei Unternehmen wie beispielsweise YUM Brands, die können mit hohem Fremdkapital arbeiten, weil ihre Cashflows so stark sind, dass sie das hergeben. Aber das ist nicht mein Ansatz, der besteht grob ausgedrückt darin, solide finanzierte, und starke Unternehmen zu finden. Damit greif ich in deinen Punkt 2 über: Ich hab versucht bei AMD die möglichen Chancen soweit ich sie herausarbeiten konnte (ich bin kein Profi, ich hab mir das alles selber beigebracht) für eine faire Wertung mit zu berücksichtigen, da hier meine objektiven Verfahren zur fairen Wertbestimmung bestenfalls ungenügend sind. Aber ich seh das wohl ähnlich wie du, AMD ist stark und die Partnerschaften die laufen und die geschlossen wurden, haben eine echte Chance hier eine enorme Entwicklung loszutreten. Ich versuch aber auch das Risiko immer so gut wie möglich einzuschätzen und AMD ist auf dem richtigen Weg, aber ich will noch sehen, was die kommenden Quartale bringen, ob diese Entwicklung sich hält. Das war jetzt etwas länger als ich wollte. Ich nehm deine Kritik aber mit auf und versuch daraus eine Verbesserung in meinem Prozess abzuleiten.

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September 6, 2019 - 9:49 pm

Sehr ausführliche und interessante Analyse! Ich bevorzuge in dem Sektor Micron, Nvidia und Siltronic. Mit AMD konnte ich mich irgendwie noch nie anfreunden, obwohl die Performance seit 2015 natürlich beeindruckend war. AMD bleibt für mich ein Zockerwert.

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